Die Erfindung betrifft ein Palisadensystem gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der DE 10 033 267 Al ist ein Palisadensystem aus Betonpalisaden bekannt, welche eine trapezförmige Grundfläche bzw. einen trapezförmigen Querschnitt aufweisen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Palisadensystem zu entwickeln, das die Errichtung von Palisadenwänden erlaubt, welche in das im Gartenbau häufig verwendete Längen bzw. Radienraster von 1 Meter passen.
Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 erfindungsgemäss durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den abhängigen Patenansprüchen sind vorteilhafte und zweckmässige Weiterbildungen angegeben.
Das erfindungsgemässe Palisadensystem sieht vor, durch eine abwechselnd um 180[deg.] verdrehte Aneinanderreihung von sechs Palisaden unter Einrechnung von Fugen eine gerade Palisadenwand mit einer Länge von 1 m herzustellen und durch eine unverdrehte Aneinanderreihung von neun Palisaden unter Einrechnung von Fugen eine gekrümmte, einen Viertelkreis bildende Palisadenwand mit einem Radius von 1 m herzustellen. Hierdurch ist es möglich mit dem Palisadensystem die im Gartenbau häufig geforderten Abmessungen sowohl bei geraden Palisadenmauern als auch bei gekrümmten Palisadenmauern einzuhalten. Kern der Erfindung ist somit eine optimale Abstimmung des Palisadensystems auf die Erfordernisse im Gartenbau.
Die Erfindung sieht zwischen den Querseiten und den Längsseiten der Palisade Winkel ([alpha] bzw. [beta]) von 85[deg.] bzw. 95[deg.] vor. Hierdurch wird eine Gehrung erreicht, welche enge Kurvenradien erlaubt und auch eine wirksame gegenseitige Abstützung von um 180[deg.] verdreht zueinander versetzten Palisaden bewirkt.
Weiterhin sieht die Erfindung vor, die lange Längsseite mit einer Länge von 16,9 cm und die kurze Längsseite mit einer Länge von 15 cm auszubilden, wobei die Längsseiten einen Abstand von 11 cm aufweisen. Diese Masse ermöglichen einen unkomplizierten Übergang zu anderen Pflaster- oder Treppenelementen.
Erfindungsgemäss ist es vorgesehen, die Palisade als massive Palisade auszubilden. Derartige stabile Palisaden eignen sich auch zur Eingrenzung von Parkplätzen, da diese leichte Kollisionen unbeschadet überstehen.
Die Erfindung sieht auch ein Palisadensystem mit Palisaden vor, welche wenigstens eine von einer Unterseite in die Palisade reichende Ausnehmung aufweisen. Diese relativ leichten Palisaden lassen sich im Gartenbau ohne grosse technische Hilfsmittel einfach transportieren und setzen.
Erfindungsgemäss sind Palisadensysteme vorgesehen, deren Palisaden Höhen von etwa 40 cm und/oder etwa 60 cm und/oder etwa 80 cm und/oder etwa 120 cm und/oder etwa 140 cm aufweisen. Mit derartigen Palisadensystemen lassen sich im Gartenbau sämtliche Standardsituationen realisieren.
Weiterhin sieht die Erfindung vor, die Querseiten und die Längsseiten der Palisade als glatte Flächen auszuführen. Hierdurch weisen die Palisaden von allen Seiten ein einheitliches Erscheinungsbild auf.
Schliesslich sieht die Erfindung vor, die Palisaden des Palisadensystems am Übergang der Querseiten in die Längsseiten mit abgerundeten Kanten auszubilden und am Übergang der Querseiten und der Längsseiten in eine Deckfläche eine Fase auszubilden. Hierdurch werden Abplatzungen im Kantenbereich wirksam verhindert.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben.
Hierbei zeigt:
<tb>Fig. 1a-1g:<sep>unterschiedliche Ansichten einer Palisade eines erfindungsgemässen Palisadensystems,
<tb>Fig. 2:<sep>eine Draufsicht auf eine weitere Palisade eines erfindungsgemässen Palisadensystems,
<tb>Fig. 3:<sep>eine Draufsicht auf eine mit dem Palisadensystem erstellte gerade Palisadenwand,
<tb>Fig. 4:<sep>eine Draufsicht auf eine mit dem Palisadensystem erstellte gebogene Wand mit einem Radius von 1,0 m und
<tb>Fig. 5:<sep>eine Draufsicht auf eine mit dem Palisadensystem erstellte gebogene Wand mit einem Radius von 0,8 m.
Die Fig. 1a bis 1g zeigen unterschiedliche Ansichten einer Palisade 2 eines Palisadensystems. In der Fig. 1a ist die Palisade 2 mit einer Höhe H in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Die Fig. 1bbis 1e zeigen hierzu Ansichten von Querseiten Q1 und Q2, einer langen Längsseite LL und einer kurzen Längsseite LK. In den Fig. 1a und 1gist weiterhin eine Deckfläche 3 der Palisade 2 sichtbar. Die Fig. 1fzeigt schliesslich eine Draufsicht auf eine Grundfläche 4 der Palisade 2. In der Draufsicht und im Querschnitt bildet die Palisade 2 jeweils ein Trapez T.
In der Fig. 2 ist eine Draufsicht auf eine weitere Palisade 2 eines erfindungsgemässen Palisadensystems dargestellt. Die lange Längsseite LL weist eine Länge a von 16,93 cm auf. Die kurze Längsseite LK weist eine Länge b von etwa 15,01 cm auf. Die lange Längsseite LL und die kurze Längsseite LK verlaufen parallel in einem Abstand c = 11 cm. Die Querseiten Q1 und Q2, welche die Schenkel eines Trapezes T bilden, stehen zu den Längsseiten LL bzw. LK in Winkeln [alpha] = 85[deg.] bzw. [beta] = 95[deg.]. Die Querseiten Q1 und Q2 verlaufen zueinander in einem Winkel [gamma] = 10[deg.]. Kanten K1 bis K4, an welchen die Seitenflächen Q1, Q2, LL und LK ineinander übergehen, sind als abgerundete Kanten K1 bis K4 ausgebildet. Der Übergang von den Seitenflächen Q1, Q2, LL und LK in eine Deckfläche 3 erfolgt über eine umlaufende Fase F.
In der Fig. 3 ist eine Draufsicht auf eine gerade Palisadenwand 5 dargestellt, welche aus sechs Palisaden 2 eines Palisadensystems 1 zusammengesetzt ist, wobei die Palisaden 2 der in der Fig. 2 dargestellten Palisade entsprechend. Zur Ausbildung der geraden Palisadenwand 5 sind die einzelnen Palisaden 2 jeweils um 180[deg.] verdreht zueinander versetzt. Zwischen den einzelnen Palisaden 2 sind hierbei Fugen 6 ausgebildet, welche zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen und Wärmeausdehnungen dienen. Eine Palisadenwandlänge 15 = 1 m wird durch sechs Palisaden 2 gebildet. Bei der Berechnung dieser Länge 15 sind nicht nur die Längen a bzw. b der Längsseiten LL bzw. LK zu berücksichtigen, sondern auch Fugenbreiten d der Fugen 6. Somit errechnet sich eine Palisadenlänge 15 von einem Meter aus 15=3*a+3*b+6*d.
Bei den oben zur Fig. 2 angeführten Werten für a und b liegt die Fugenbreite d bei etwa 0,7 cm.
Die Figur4 zeigt eine gekrümmte Palisadenwand 7 eines Palisadensystems 1, welche aus Palisaden 2 besteht, die der in der Figur 2 gezeigten Palisade entsprechen. Die Palisaden 2 sind in gleicher Orientierung unter Ausbildung von Fugen 6 mit Fugenbreiten d aneinandergesetzt. Bedingt durch die in der Figur 2dargelegten Abmessungen bilden 9 Palisaden 2 eine Palisadenwand 7, die einem Viertelkreis entspricht. Hierbei weist die gekrümmte Palisadenwand 7 einen Radius R von 1 m auf.
Die Fig. 5 zeigt eine weitere gekrümmte Palisadenwand 7 eines Palisadensystems 1, deren einzelne Palisaden 2 der in der Fig. 2 gezeigten Palisade entsprechen. Zur Erzielung eines möglichst kleinen Radius R sind Fugen 6 zwischen den einzelnen Palisaden 2 als klaffende und in Draufsicht V-förmige Fugen 6 ausgeführt, welche sich zu einem gedachten Mittelpunkt M hin verjüngen. Durch diese Versetzungstechnik ist es möglich, einen Radius R von etwa 0,8 m zu erreichen, wobei zur Bildung eines Viertelkreises nur noch 7 Palisaden 2 erforderlich sind.
Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie umfasst vielmehr Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der Patentansprüche. Insbesondere sieht die Erfindung auch ein Palisadensystem vor, dessen Palisaden andere Abmessungen aufweisen, sofern mit diesen gerade Palisadenwände von 1 m Länge und gekrümmte Palisadenwände mit einem Radius von 1 m bildbar sind.
The invention relates to a palisade system according to the preamble of claim 1.
From DE 10 033 267 Al a Palisadensystem of concrete palisades is known, which have a trapezoidal base or a trapezoidal cross-section.
The invention has for its object to develop a palisade system that allows the construction of Palisadenwänden, which fit into the commonly used in horticulture lengths or radius grid of 1 meter.
This object is achieved on the basis of the features of the preamble of claim 1 according to the invention by the characterizing features of claim 1. In the dependent patent claims advantageous and expedient developments are given.
The palisading system according to the invention provides for a straight palisade wall with a length of 1 m to be produced by a rowing of six palisades, alternately rotated by 180 °, and a curved, one row of nine palisades, including joints Quarter circle forming palisade wall with a radius of 1 m. This makes it possible to comply with the palisade often required in horticulture dimensions both straight palisade walls as well as curved palisade walls. The core of the invention is thus an optimal matching of the palisade system to the requirements in horticulture.
The invention provides angles between the lateral sides and the long sides of the palisade ([alpha] or [beta]) of 85 [deg.] And 95 [deg.], Respectively. As a result, a miter is achieved, which allows tight curve radii and also effective mutual support of 180 °. Twisted offset palisades causes.
Furthermore, the invention provides to form the long longitudinal side with a length of 16.9 cm and the short longitudinal side with a length of 15 cm, the longitudinal sides having a distance of 11 cm. This mass allows an easy transition to other pavement or stair elements.
According to the invention, it is intended to form the palisade as a massive palisade. Such stable palisades are also suitable for the limitation of parking lots, as they survive light collisions without damage.
The invention also provides a palisade system with palisades, which have at least one reaching from a bottom in the palisade recess. These relatively light palisades can be easily transported and set in horticulture without large technical aids.
According to the invention, palisade systems are provided whose palisades have heights of about 40 cm and / or about 60 cm and / or about 80 cm and / or about 120 cm and / or about 140 cm. With such palisade systems, all standard situations can be realized in horticulture.
Furthermore, the invention provides to carry out the transverse sides and the long sides of the palisade as smooth surfaces. As a result, the palisades have a uniform appearance from all sides.
Finally, the invention provides for forming the palisades of the palisade system at the transition of the transverse sides in the longitudinal sides with rounded edges and form a chamfer at the transition of the transverse sides and the longitudinal sides in a top surface. This effectively prevents chipping in the edge area.
Further details of the invention are described in the drawing with reference to schematically illustrated embodiments.
Hereby shows:
<Tb> FIG. 1a-1g: <sep> different views of a palisade of a palisade system according to the invention,
<Tb> FIG. 2: <sep> is a plan view of another palisade of a palisade system according to the invention,
<Tb> FIG. 3: <sep> a plan view of a straight palisade wall created with the palisade system,
<Tb> FIG. 4: <sep> a plan view of a curved wall with a radius of 1.0 m and created with the palisade system
<Tb> FIG. 5: <sep> A plan view of a curved wall created with the palisade system with a radius of 0.8 m.
FIGS. 1a to 1g show different views of a palisade 2 of a palisade system. In Fig. 1a, the palisade 2 is shown with a height H in a perspective view. FIGS. 1b to 1e show views of lateral sides Q1 and Q2, a long longitudinal side LL and a short longitudinal side LK. In FIGS. 1a and 1g, a cover surface 3 of the palisade 2 is still visible. Finally, FIG. 1f shows a plan view of a base area 4 of the palisade 2. In plan view and in cross section, the palisade 2 forms a trapezoid T.
FIG. 2 shows a plan view of a further palisade 2 of a palisade system according to the invention. The long longitudinal side LL has a length a of 16.93 cm. The short longitudinal side LK has a length b of about 15.01 cm. The long longitudinal side LL and the short longitudinal side LK run parallel at a distance c = 11 cm. The transverse sides Q1 and Q2, which form the legs of a trapezoid T, are at the longitudinal sides LL and LK at angles [alpha] = 85 [deg.] And [beta] = 95 [deg.], Respectively. The transverse sides Q1 and Q2 are at an angle [gamma] = 10 [deg.]. Edges K1 to K4, at which the side surfaces Q1, Q2, LL and LK merge into each other, are formed as rounded edges K1 to K4. The transition from the side surfaces Q1, Q2, LL and LK in a top surface 3 via a circumferential chamfer F.
FIG. 3 shows a plan view of a straight palisade wall 5, which is composed of six palisades 2 of a palisade system 1, the palisades 2 corresponding to the palisade shown in FIG. 2. To form the straight palisade wall 5, the individual palisades 2 are each offset by 180 [deg.] From each other. Between the individual palisades 2 in this case joints 6 are formed, which serve to compensate for manufacturing tolerances and thermal expansions. A palisade wall length 15 = 1 m is formed by six palisades 2. When calculating this length 15, not only the lengths a and b of the longitudinal sides LL and LK are to be considered, but also joint widths d of the joints 6. Thus, a palisade length 15 of one meter is calculated 15 = 3 * a + 3 * b + 6 * d.
In the values for a and b given above for FIG. 2, the joint width d is approximately 0.7 cm.
FIG. 4 shows a curved palisade wall 7 of a palisade system 1 which consists of palisades 2 which correspond to the palisade shown in FIG. The stockade 2 are juxtaposed in the same orientation to form joints 6 with joint widths d. Due to the dimensions shown in FIG. 2, 9 palisades 2 form a palisade wall 7, which corresponds to a quarter circle. Here, the curved palisade wall 7 has a radius R of 1 m.
FIG. 5 shows a further curved palisade wall 7 of a palisade system 1, whose individual palisades 2 correspond to the palisade shown in FIG. 2. To achieve the smallest possible radius R joints 6 between the individual palisades 2 are designed as gaping and in plan view V-shaped joints 6, which taper towards an imaginary center point M out. By this displacement technique, it is possible to achieve a radius R of about 0.8 m, with the formation of a quarter circle only 7 palisades 2 are required.
The invention is not limited to illustrated or described embodiments. It rather includes developments of the invention within the scope of the claims. In particular, the invention also provides a palisade system whose palisades have other dimensions, provided that they can be formed with these straight palisade walls of 1 m in length and curved palisade walls with a radius of 1 m.