Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Überziehen einer Schornsteinauskleidung mit einer Schutzschicht und auf eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens.
Die Innenauskleidungen von Schornsteinen werden vielfach mit einer Schutzschicht versehen, welche die im allgemeinen aus Beton bestehende Auskleidung gegen den Angriff von in den Rauchgasen enthaltenen agressiven Stoffen schützt. Hierbei geht es vor allem um einen Schutz der Schornsteinauskleidung gegen schweflige Säure, die beim Verbrennen von schwefelhaltigen Brennstoffen entsteht. Die Schutzschicht kann durch Auftragen einer Lösung, welche die inhibierenden Stoffe enthält, erzeugt werden. Die Zusammensetzung solcher Lösungen ist hinlänglich bekannt, so dass hierauf nicht weiter eingegangen zu werden braucht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Überziehen einer Schornsteinauskleidung mit einer Schutzschicht unter Verwendung einer die Schutzstoffe enthaltenden Flüssigkeit zu schaffen, das sich noch nachträglich, also nach Errichtung des Schornsteines, einfach und schnell durchführen lässt, ohne dass das Einsteigen einer Arbeitsperson in den Schornstein erforderlich ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass eine die Schutzschicht bildende Flüssigkeit auf einen den Innenquerschnitt des Schornsteins ausfüllenden Dichtkörper aufgebracht und dieser unter dem Gewicht der aufgebrachten Flüssigkeit von oben nach unten durch den Schornstein bewegt wird.
Wegen des laufenden Verbrauchs der die Schutzschicht bildenden Flüssigkeit beim Absenken des Dichtkörpers in den Kamin, wobei das den Dichtkörper nach unten drückende Gewicht immer geringer wird, kann es bei höheren Schornsteinen zweckmässig sein, die Flüssigkeit chargenweise nach Massgabe ihres Verbrauchs auf den Dichtkörper aufzugiessen.
Dadurch wird sichergestellt, dass der Dichtkörper mindestens immer unter einer solchen Belastung steht, dass er sich ohne Ausübung eines zusätzlichen Druckes von aussen in dem Schornstein nach unten bewegt.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung des oben vorgeschlagenen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtkörper über ein Zugglied mit einem Gegengewicht verbunden ist, das den Verbrauch der Flüssigkeit bei der Bewegung des Dichtkörpers durch den Schornstein anzeigt.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielsweise erläutert, die einen Ausschnitt aus einem Schornstein im Längsschnitt während der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens unter Einsatz der zuletzt beschriebenen, jedoch nur schematisch dargestellten Vorrichtung wiedergibt.
Auf der Innenseite des Schornsteinmauerwerks 1 befindet sich eine beispielsweise aus Leichtbeton bestehende Auskleidung 2, die mit einem Schutzüberzug versehen werden soll. Zu diesem Zwecke wird in den Schornstein ein Dichtkörper 3 eingelassen, der eine nachgiebig elastische Umfangsfläche besitzt, so dass die auf den Dichtkörper aufgebrachte und die eigentlichen Schutzstoffe enthaltende Flüssigkeit 4 zwischen dem Dichtkörper und der Schornsteinauskleidung nicht einfliessen kann. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich beim langsamen Absenken des Dichtkörpers 3 in dem Schornstein ein gleichmässiger Schutzüberzug auf der Auskleidung bilden kann. An seiner Unterseite ist der Dichtkörper mit einer Beschwerung 3' versehen, um das Gewicht zu erhöhen, unter welchem der Dichtkörper durch den Schornstein gezogen wird.
Auf der Oberseite des Dichtkörpers 3 ist das Ende eines Zuggliedes 5, beispielsweise einer Kette, befestigt, welche sich beim Absenken des Dichtkörpers von einer eine gewisse Selbsthemmung aufweisenden Rolle 5 abwickelt, die an dem einen Arm eines um die Achse 6 schwenkbaren Balkens 7 befestigt ist, an dessen anderem Arm ein Gegengewicht 8 angehängt ist.
Nachdem nun zu Beginn des Verfahrens der Dichtkörper um eine entsprechende Strecke in das obere Ende des Schornsteins eingeschoben wurde, wird so viel Flüssigkeit 4 aufgegossen, dass der Arm des Balkens 7, an welchem der Dichtkörper befestigt ist, um ein gewisses Mass nach unten ausschlägt.
Hiernach wird die Arretierung, unter welcher die Rolle 9 während des Aufgiessens der Flüssigkeit gestanden hat, aufgehoben, so dass sich der Dichtkörper nach unten bewegen kann.
Dabei wird die Flüssigkeit 4 zufolge des Auftrags auf die Innenauskleidung 2 langsam verbraucht und die auf den Dichtkörper 3 einwirkende Belastung verringert. Das Gewicht des Dichtkörpers 3, einschliesslich von dessen Beschwerung 3', ist nun so auf das ausserhalb des Schornsteins angeordnete Gegengewicht 8 abgestimmt, dass sich an dem Balken 7 ein Gleichgewicht einstellt, sobald die Flüssigkeit 4 nahezu verbraucht ist. Die Einstellung dieses Gleichgewichts zeigt dann an, dass eine neue Charge an Flüssigkeit 4 nachgegossen werden muss. Während dieses Nachgiessens wird dann wieder die Rolle 9 so lange arretiert bis die neue Flüssigkeitscharge auf den Dichtkörper aufgebracht und der Balken 7 um das vorausbestimmte Mass ausgeschwenkt ist.
Auf diese Weise wird aus der die Schutzstoffe enthaltenden Flüssigkeit im Zuge des Absenkens des Dichtkörpers in den Kamin ein gleichmässiger Schutzüberzug auf der Innenauskleidung des Schornsteins gebildet. Durch diesen Überzug, der einen integrierenden Bestandteil der Innenauskleidung bildet, bei der es sich um eine Schornstein-Vollisolierung handeln kann, erhält die Auskleidung einen dauerhaften Schutz gegen die im Rauchgas enthaltenen korrodierenden Stoffe.
Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann auch in anderer Weise als in der Zeichnung (nur schematisch) dargestellt ausgebildet sein. So braucht das Gegengewicht 8 nicht unbedingt ausserhalb des Schornsteins angeordnet zu sein. Bei Schornsteinen mit grösserem Querschnitt kann die Anordnung hingegen auch so getroffen sein, dass sich das Gegengewicht im Innenraum des Schornsteins befindet.
PATENTANSPRUCH I
Verfahren zum Überziehen einer Schornsteinauskleidung mit einer Schutzschicht, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Schutzschicht bildende Flüssigkeit auf einen den Innenquerschnitt des Schornsteins ausfüllenden Dichtkörper aufgebracht und dieser unter dem Gewicht der aufgebrachten Flüssigkeit von oben nach unten durch den Schornstein bewegt wird.
PATENTANSPRUCH II
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtkörper über ein Zugglied mit einem Gegengewicht verbunden ist, das den Verbrauch der Flüssigkeit bei der Bewegung des Dichtkörpers durch den Schornstein anzeigt.
UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit chargenweise nach Massgabe ihres Verbrauchs auf den Dichtkörper aufgegossen wird.
2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbrauch der Flüssigkeit durch die Gewichtsabnahme der Belastung des Dichtkörpers bestimmt wird.
3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegengewicht ausserhalb des Schornsteins angeordnet ist.
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The invention relates to a method for covering a chimney lining with a protective layer and to a device for carrying out such a method.
The inner linings of chimneys are often provided with a protective layer which protects the lining, which generally consists of concrete, against attack by aggressive substances contained in the flue gases. The main aim here is to protect the chimney lining against sulphurous acid, which is produced when fuels containing sulfur are burned. The protective layer can be produced by applying a solution which contains the inhibiting substances. The composition of such solutions is well known so that it does not need to be discussed further.
The invention is based on the object of providing a method for covering a chimney lining with a protective layer using a liquid containing the protective substances, which can be carried out simply and quickly after the chimney has been erected, without the need for a worker to enter the chimney is required.
To solve this problem, the invention proposes that a liquid forming the protective layer is applied to a sealing body filling the inner cross-section of the chimney and this is moved from top to bottom through the chimney under the weight of the applied liquid.
Because of the ongoing consumption of the liquid forming the protective layer when the sealing body is lowered into the chimney, whereby the weight pressing the sealing body down becomes less and less, it may be useful for taller chimneys to pour the liquid onto the sealing body in batches according to its consumption.
This ensures that the sealing body is at least always under such a load that it moves downwards in the chimney without exerting additional pressure from outside.
The device according to the invention for carrying out the method proposed above is characterized in that the sealing body is connected via a tension member to a counterweight, which indicates the consumption of the liquid when the sealing body moves through the chimney.
The invention is explained below with reference to the drawing, for example, which shows a section of a chimney in longitudinal section while the method according to the invention is being carried out using the device described last but only shown schematically.
On the inside of the chimney masonry 1 there is a lining 2, for example made of lightweight concrete, which is to be provided with a protective coating. For this purpose, a sealing body 3 is let into the chimney, which has a resiliently elastic circumferential surface, so that the liquid 4 applied to the sealing body and containing the actual protective substances cannot flow between the sealing body and the chimney lining. In this way it is ensured that when the sealing body 3 is slowly lowered in the chimney, a uniform protective coating can form on the lining. On its underside, the sealing body is provided with a weight 3 'in order to increase the weight under which the sealing body is pulled through the chimney.
On the upper side of the sealing body 3, the end of a tension member 5, for example a chain, is attached, which, when the sealing body is lowered, unwinds from a roller 5 which has a certain self-locking effect and which is attached to one arm of a beam 7 pivotable about axis 6 , on whose other arm a counterweight 8 is attached.
After the sealing body has now been pushed a corresponding distance into the upper end of the chimney at the beginning of the process, so much liquid 4 is poured that the arm of the beam 7, to which the sealing body is attached, deflects downwards by a certain amount.
The locking under which the roller 9 stood while the liquid was being poured in is then released so that the sealing body can move downwards.
In doing so, the liquid 4 is slowly consumed as a result of the application on the inner lining 2 and the load acting on the sealing body 3 is reduced. The weight of the sealing body 3, including its weighting 3 ', is now matched to the counterweight 8 arranged outside the chimney in such a way that an equilibrium is established on the beam 7 as soon as the liquid 4 is almost used up. The establishment of this equilibrium then indicates that a new batch of liquid 4 must be topped up. During this refilling, the roller 9 is then locked again until the new liquid charge is applied to the sealing body and the bar 7 is swiveled out by the predetermined amount.
In this way, a uniform protective coating is formed on the inner lining of the chimney from the liquid containing the protective substances in the course of the lowering of the sealing body into the chimney. This coating, which forms an integral part of the inner lining, which can be full chimney insulation, gives the lining permanent protection against the corrosive substances contained in the flue gas.
The device for carrying out the method according to the invention can also be designed in a different manner than shown in the drawing (only schematically). The counterweight 8 does not necessarily have to be arranged outside the chimney. In the case of chimneys with a larger cross section, however, the arrangement can also be made such that the counterweight is located in the interior of the chimney.
PATENT CLAIM I
Method for covering a chimney lining with a protective layer, characterized in that a liquid forming the protective layer is applied to a sealing body filling the internal cross-section of the chimney and this is moved from top to bottom through the chimney under the weight of the applied liquid.
PATENT CLAIM II
Device for performing the method according to claim 1, characterized in that the sealing body is connected via a tension member to a counterweight which indicates the consumption of the liquid when the sealing body moves through the chimney.
SUBCLAIMS
1. The method according to claim I, characterized in that the liquid is poured onto the sealing body in batches according to its consumption.
2. The method according to dependent claim 1, characterized in that the consumption of the liquid is determined by the decrease in weight of the load on the sealing body.
3. Device according to claim II, characterized in that the counterweight is arranged outside the chimney.
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