Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Spei chern von nicht zusammenhängenden blattförmigen Gebilden, wie Druckbögen. Sie ist bestimmt für das Speichern bedruckter und gefalzter Bögen zwischen Rotations- und Weiterbearbeitungsmaschine.
Die heutigen Auslagen moderner Tiefdruckrotationsmaschinen sind so ausgebildet. dass der stetige, geschuppte Bogenstrom in einen sogenannten Paketausleger einläuft und zu Einzelpaketen mit z.B. je 25 Bogen gesammelt wird. Diese Einzelpakete werden von Hand dem Paketausleger entnommen. aufgestossen und auf Paletten abgelegt, was bis zu drei Mitarbeitern je Paketausleger erfordert. Die volle Palette wird über verschiedene Transporteinrichtungen dem Zwischenlager und den Sammelmaschinen zugeführt. Dort werden die Bogenpakete von Hand der jeueiligen Anlegestation zugebracht.
Dem Prinzip nach werden heute Bogengruppen nur zum Transport paketiert, an den Zusammentragmaschinen vereinzelt und im weiteren Verlauf als fertiges Exemplar wieder paketiert. Die heutigen Paketauslegersysteme haben für höhere Maschinengeschwindigkeiten keine allzu grossen Reserven mehr.
Es ist ferner eine Vorrichtung zum Speichern von nicht zusammenhängenden flächenförmigen Gebilden bekannt, welche eine in einem Gestell drehbar gelagerte Trommel aufweist, mit der ein von einer Walze abwickelbares, bzw. auf diese aufwickelbares Band fest verbunden ist. das sich während der Drehbewegung der Trommel auf diese aufwickelt, bzw.
von dieser abwickelt, derart, dass die der Trommel zugeführten Gebilde sich beim Aufwickeln des Bandes auf die Trommel zwischen die einzelnen Wicklungslagen des Bandes spiralförmig legen. bzw. beim Abwickeln von dem Band ausgetragen werden. Diese besonders für das Speichern von Furnierblättern dienende Vorrichtung, wie sie in der deutschen Auslegeschrift Nr. 1 244 656 beschrieben ist, hält die Einzelblätter zunächst nur einseitig unterstützt zwischen Aufgabeteil und Speichertrommel mittels eines den grössten Teil dieser Trommel umgebenden Druckbandes zusammen.
Wollte man diese Vorrichtung für das Speichern der ungleich schneller zulaufenden geschuppt gelagerten, gefalzten Druckbogen verwenden, die aus modernen Rotationsmaschinen kommen, so würden die gefalzten Bogen infolge ihrer immer noch hohen Geschwindigkeit einen Auftrieb durch den Luftwiderstand erfahren. der zu einem Abheben von der Unterlage führen würde. Selbst wenn sie dabei nicht völlig die Unterlage verlassen würden, so würden sie nicht mehr in der tadellosen Ordnung auf die Speichertrommel gelangen, die erforderlich ist für das einwandfreie Abnehmen und gegebenenfalls automatische Anlegen an der Zusammentragmaschine.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, ein einwandfreies Speichern des stetigen, geschuppten Bogenstromes auch bei den heute üblichen hohen Geschwindigkeiten moderner Rotationsdruckmaschinen zu ermöglichen und dabei mit wenig oder völlig ohne Handarbeit auszukommen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zum Speichern geschuppt gelagerter. gefalzter Druckbogen zwischen Rotationsdruckmaschine und Weiterverarbeitungsmaschine ein Paar von Wickelbändern dient, welche an ihrem einen Ende mit der Trommel verbunden sind und an der Aufnahme- bzw.
Abgabestelle der Bogen von je einer oberen und einer unteren Rolle zulaufen und sich dort zu einem den Bogenstrom einschliessenden Führungsbandpaar zusammenschliessen. Beim Wiederabgeben des auf der Trommel gespeicherten Bogenstromes wird das Wickelbandpaar einfach in umgekehrter Richtung wieder abgespult, und die beiden Bänder laufen nach Ausleeren ihres Inhaltes an die Weiterbearbeitungsmaschine wiederum zu ihren einzelnen getrennten Speicherrollen auseinander.
Dadurch, dass die geschuppt gelagerten, gefalzten Druckbogen vom Auslageband der Rotationsmaschine an sofort zwischen die beiden Wickelbänder des Paares gelangen und von diesen mit Sicherheit zusammengehalten der Speichertrommel zugeführt werden, ist unbedingt die Gewähr für einwandfreie Lagerung bis zur Weiterbearbeitung der gespeicherten Bogen gegeben. Eine Störung ist selbst bei wesentlicher Steigerung der Maschinengeschwindigkeit nicht mehr möglich.
Wenn, wie es meist üblich ist, die Wickelnabe etwa in der Höhe des Auslage- oder Abgabebandes liegt, so ist zweckmässig die gesamte Trommel zum Ausgleich der mehr oder weniger dicken aufgewickelten Schicht des Bogenstromes höhenverstellbar.
Hat die Trommel ihr maximales Fassungsvermögen erreicht, so wird der Bogenstrom durch eine Weiche auf eine Leertrommel umgeleitet. Die Bandenden der gefüllten Trommel werden festgezurrt und die Trommel dem Transportmittel übergeben.
Als einfachste Transporteinrichtungen dienen z.B. schiefe Ebene, Kreis- bzw. Kettenförderer und dergleichen. Zweckmässig bilden die Seitenwangen der Trommel runde Lauf- und Rollkränze zum Transport.
Die gefüllte Trommel wird kodiert und dem mechanisierten Zwischenlager zugeleitet (entsprechendes Durchlaufregal). Je nach den Produktionsanforderungen in der Weiterverarbeitung kann die bestimmte Trommel nun zur entsprechenden Zusammentragmaschine abberufen werden. Die Trommel wird in die bzw. neben der Sammelmaschine eingelegt und durch Abwikkeln der Bänder entleert.
Als Variation kann die Trommel als Grundkörper auch nur eine einzige Seitenwange besitzen, die mit einer Wickelnabe verbunden und mit mehreren gleichartigen Grundkörpern zu Mehrfach-Trommeln zusammensteckbar ist. Auch können die Seitenwangen durch einen mit Ein- bzw. Auslaufschlitz für die Wickelbandbahn versehenen Ringmantel, gegebenenfalls eine auflegbare Umfangsbahn aus flexiblem Material, zu einem Staubschutzgehäuse verbunden sein. Die Trommelwange, bzw.
das sie enthaltende Gehäuse können auch feststehend und nur die Wickelnabe drehbar sein. Unter Umständen genügt auch eine die Wickelbänder haltende Nabe ohne Seitenwangen.
Man erkennt, dass die Vorrichtung eine bedeutende Einsparung der Handarbeit erbringt, die man auf 80% schätzen kann.
Es entfallen die bisher üblichen Paketausleger an der Rotationsmaschine für Bogen, die zwischengelagert werden. Bei stark vereinfachter Transportanlage ist ein voll mechanisiertes und gesteuertes Zwischenlager möglich. In jedem Falle kann mit optimaler Fördermenge gearbeitet werden, da sich das Fassungsvermögen der Aufnahmetrommeln an die betrieblichen Verhältnisse anpassen lässt.
Einige Ausführungsbeispiele werden anhand der schematischen Zeichnungen beschrieben.
Es stellen dar:
Fig. 1 die Anordnung der neuen Aufnahmevorrichtung an einer Rotationsmaschine in teilweise geschnittener Seitenansicht,
Fig. 2 diese Vorrichtung in Aufsicht,
Fig. 3 die Einzeldarstellung einer verstellbaren Aufwickeltrommel in Aufsicht,
Fig. 4 die Aufsicht einer Trommel mit nur einer Seitenwange und
Fig. 5 ein aus drei solcher Trommeln nach Fig. 4 zusammengesetztes Trommelaggregat.
Auf dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel kommt der Strom bedruckter und gefalzter Bogenpäckchen P in geschuppter Lage von links auf dem Auslageband 1 der Rotationsmaschine an. Kurz hinter der Umkehrrolle 2 treten die Bogen in den Bereich der Wickelbänder: Ein oberes Band 3 wird von einer Vorratsrolle 4 abgespult und läuft über Führungsrollen 5 und 6. Auf der unteren Seite läuft ein gleiches Band 7 von einer dortigen Vorratsrolle 8 zu einem aus den Rollen 9 und 10 gebildeten kurzen Förderband 11, welches auf der Oberseite ein sich allmählich verengendes Maul aus den beiden Wickelbändern 3 und 7 bildet.
Die geschuppt liegenden Päckchen P gelangen zwischen die Wickelbänder, welche an der Nabe 12 der Wickeltrommel mit den Seitenwangen 13 befestigt sind. Dazu besitzt die Nabe einen Klemmspalt 14, der in Fig. 3 zu erkennen ist. Unter dem Antrieb durch die Welle 15 wird die Trommel in Uhrzeigerrichtung gedreht und wickelt dabei den Strom der Bogen zusammen mit den Haltebändern 3 und 7 auf die Nabe 12 auf.
Die ganze Trommel ist nach oben und unten verstellbar (Pfeil I). Die beiden z.B. aus Stahlblech oder Kunststoff bestehenden Wangen 13 der Trommel sind in Anpassung an die Höhe der gefalzten Bogen in Querrichtung einstellbar (Pfeil II). Die Wangen 13 können als Lauf- oder Rollkränze ausgebildet sein, um die Trommel z.B. über schiefe Ebenen transportieren zu können.
Die Fig. 4 zeigt eine Trommel-Variation mit nur einer Weitenwange 16 mit hohler Nabe 17 und Steckwelle 18. Dieses Trommelteil lässt sich zu mehreren zusammensetzen, z.B. zu dem dreiteiligen Aggregat nach Fig. 5, welches wahlweise vertikal oder horizontal gelagert werden kann.
Eine andere Variante besteht in einer Trommel mit zwei Seitenwangen, die durch einen Ringmantel mit Ein- und Auslaufschlitz zu einem staubgesicherten Gehäuse verbunden sind.
Das Gehäuse kann dabei feststehend sein, während die Nabe drehbar ist.
Gegebenenfalls kann die Nabe auch auf Seitenwangen ganz verzichten. An ihr sind dann nur die Wickelbänder befestigt.
Für die in Fig. 2 dargestellten breiten Wickelbänder können auch mehrere schmale Bänder mit Zwischenräumen benutzt werden, gegebenenfalls verstärktes Papierband zum Wegwerfen nach einmaliger Benutzung. Für das Führungsbandpaar genügt unter Umständen oben ein schmales Band und unten zwei schmale Bänder.
Verwendet man Wickeltrommeln mit Seitenwangen, so können diese zur Einsparung von Leerraum eng aneinanderrückbar sein. Umgekehrt können die Seitenwangen zur Aufnahme mehrerer nebeneinanderliegender Bogenströme entsprechend weit auseinanderrückbar sein.
The invention relates to a device for Spei chern non-contiguous sheet-like structures, such as printed sheets. It is intended for storing printed and folded sheets between the rotary machine and the finishing machine.
Today's displays of modern rotogravure printing presses are designed in this way. that the steady, shingled stream of sheets runs into a so-called package delivery and becomes individual packages with e.g. each 25 sheets are collected. These individual packages are removed from the package delivery by hand. Pushed open and placed on pallets, which requires up to three employees per package delivery. The full pallet is fed to the interim storage facility and the collecting machines via various transport devices. There the arch packages are brought to the respective mooring station by hand.
According to the principle, groups of sheets are now only packaged for transport, separated at the gathering machines and then packaged again as a finished copy. Today's package delivery systems no longer have too large reserves for higher machine speeds.
Furthermore, a device for storing non-contiguous sheet-like structures is known, which has a drum rotatably mounted in a frame, to which a tape that can be unwound from a roller or wound onto it is firmly connected. which winds up on the drum while it is rotating, or
unwound from this in such a way that the structures fed to the drum are placed in a spiral between the individual winding layers of the tape when the tape is wound onto the drum. or are discharged from the tape during unwinding. This device, which is used especially for storing veneer sheets, as described in German Auslegeschrift No. 1 244 656, initially only holds the single sheets together, supported on one side, between the feed part and the storage drum by means of a pressure belt surrounding most of this drum.
If one wanted to use this device for storing the scaled, folded printed sheets, which run up at a disproportionately faster rate and come from modern rotary machines, the folded sheets would experience a lift from air resistance due to their still high speed. which would lead to lifting from the base. Even if they did not completely leave the document, they would no longer get onto the storage drum in the perfect order that is necessary for proper removal and, if necessary, automatic application to the gathering machine.
The object of the invention is to enable the steady, shingled stream of sheets to be stored properly even at the high speeds that are customary today in modern rotary printing presses and to manage with little or no manual labor.
This object is achieved by the fact that for storage purposes, the stored. folded printed sheet between the rotary printing machine and the finishing machine, a pair of wrapping tapes is used, which are connected at one end to the drum and at the receiving or
The delivery point of the sheets from one upper and one lower roller each and merges there to form a pair of guide belts enclosing the sheet flow. When the stream of sheets stored on the drum is released again, the pair of winding tapes is simply unwound again in the opposite direction, and after their contents have been emptied to the further processing machine, the two tapes again diverge into their individual separate storage rolls.
The fact that the shingled, folded printed sheets from the delivery belt of the rotary machine immediately reach between the two winding belts of the pair and are safely held together by these are fed to the storage drum, the guarantee for perfect storage until further processing of the stored sheets is given. A malfunction is no longer possible, even if the machine speed increases significantly.
If, as is usually the case, the winding hub is approximately at the level of the delivery or delivery belt, then the entire drum can be adjusted in height to compensate for the more or less thick wound layer of the sheet flow.
When the drum has reached its maximum capacity, the sheet flow is diverted to an empty drum by a switch. The tape ends of the filled drum are lashed and the drum is transferred to the means of transport.
The simplest transport devices are e.g. inclined plane, circular or chain conveyor and the like. The side walls of the drum suitably form round running and rolling rings for transport.
The filled drum is coded and sent to the mechanized interim storage facility (corresponding flow rack). Depending on the production requirements in further processing, the specific drum can now be called up to the corresponding gathering machine. The drum is placed in or next to the collecting machine and emptied by unwinding the tapes.
As a variation, the drum as a base body can also have only a single side cheek which is connected to a winding hub and can be plugged together with several similar base bodies to form multiple drums. The side cheeks can also be connected to form a dust protection housing by means of an annular jacket provided with an inlet or outlet slot for the winding tape track, optionally a circumferential track made of flexible material that can be placed on top. The drum cheek or
the housing containing them can also be stationary and only the winding hub can be rotated. Under certain circumstances, a hub holding the winding tapes without side walls is also sufficient.
It can be seen that the device yields a significant saving in manual labor, which can be estimated at 80%.
The package delivery previously used on the rotary press for sheets that are temporarily stored is no longer necessary. A fully mechanized and controlled interim storage facility is possible with a greatly simplified transport system. In any case, the optimum delivery rate can be used, as the capacity of the receiving drums can be adapted to the operational conditions.
Some exemplary embodiments are described with reference to the schematic drawings.
They represent:
1 shows the arrangement of the new pick-up device on a rotary machine in a partially sectioned side view,
Fig. 2 this device in plan,
3 shows the individual representation of an adjustable winding drum in a plan view,
Fig. 4 is a plan view of a drum with only one side wall and
FIG. 5 shows a drum unit composed of three such drums according to FIG.
In the example shown in FIG. 1, the stream of printed and folded sheet packets P arrives in an imbricated position from the left on the delivery belt 1 of the rotary machine. Shortly after the reversing roller 2, the sheets enter the area of the winding tapes: An upper tape 3 is unwound from a supply roll 4 and runs over guide rollers 5 and 6. On the lower side, an identical tape 7 runs from a supply roll 8 to one of the Rolls 9 and 10 formed short conveyor belt 11, which forms a gradually narrowing mouth from the two winding belts 3 and 7 on the top.
The flaky packets P arrive between the winding tapes, which are attached to the hub 12 of the winding drum with the side walls 13. For this purpose, the hub has a clamping gap 14, which can be seen in FIG. 3. Under the drive by the shaft 15, the drum is rotated clockwise and in the process winds the stream of sheets together with the retaining straps 3 and 7 onto the hub 12.
The whole drum can be adjusted up and down (arrow I). The two e.g. Cheeks 13 of the drum made of sheet steel or plastic can be adjusted in the transverse direction to match the height of the folded sheet (arrow II). The cheeks 13 can be designed as running or rolling rings in order to e.g. to be able to transport over inclined planes.
Fig. 4 shows a drum variation with only one width cheek 16 with a hollow hub 17 and stub shaft 18. This drum part can be assembled into several, e.g. to the three-part unit according to FIG. 5, which can be stored either vertically or horizontally.
Another variant consists of a drum with two side walls, which are connected by a ring jacket with inlet and outlet slots to form a dust-proof housing.
The housing can be stationary while the hub is rotatable.
If necessary, the hub can also do without sidewalls entirely. Only the wrapping tapes are then attached to it.
For the wide wrapping tapes shown in FIG. 2, several narrow tapes with gaps can also be used, possibly reinforced paper tape to be thrown away after a single use. For the pair of guide bands, a narrow band at the top and two narrow bands at the bottom may be sufficient.
If winding drums with side walls are used, these can be pushed together closely to save empty space. Conversely, the side cheeks can be moved far apart in order to accommodate a plurality of sheet streams lying next to one another.