Bei modernen Webmaschinen werden die Webeschäfte durch Exzenter auf und ab bewegt, wobei die Bewegungsübertragung in der Regel durch Hebel und Gestänge erfolgt. Es sind verschiedene Bauarten von Exzentersystemen und Über- tragungsgestängen bekannt. Allen gemeinsam ist die Eigenschaft, dass in den notwendigen Lagern und Gelenken des Übertragungssystems ein Spiel vorhanden ist, das sich während der Gebrauchszeit allmählich vergrössert.
Zswar wird die Kurvenform der Exzenter sehr sorgfältig berechnet und hergestellt, damit für den Webeschaft eine möglichst sanfte Bewegung erreicht wird. In der Praxis ist es aber nicht möglich, die errechnete Beschleunigung und Verzögerung, die der Exzenter bewirkt, unverändert auf den Webeschaft zu übertragen. Durch das in den Drehpunkten und Gelenken vorhandene Spiel wird nämlich, wie Messungen der Beschleunigung gezeigt haben, eine grösste Beschleunigung des Webeschaftes erzeugt, die kurzzeitig bis 20 Mal grösser sein kann als die auf Grund der Exzenterform errechnete. Es handelt sich dabei um Schwingungen und Schläge, die mit der gewünschten Bewegung bei weitem nicht übereinstimmen, und für den Webeschaft eine ausserordentlich grosse Beanspruchung ergeben. Gleichzeitig entwickelt sich auch ein erheblicher Lärm.
Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, diesen Nachteilen abzuhelfen und zwar geschieht dies dadurch, dass ein in anderem Zusammenhang bekannter Stossdämpfer zwischen den beiden Enden einer Antriebsstange angeordnet wird.
Dieser Stossdämpfer erfüllt die Aufgabe, die Beschleunigungsspitzen aufzufangen. Er kann, je nach den konstruktiven Möglichkeiten, an verschiedenen Stellen des Antriebes angeordnet werden. Am wirksamsten ist seine Anordnung möglichst nahe beim Exzenter, wobei beispielsweise die auf dem letzteren laufenden Rollen durch den Stossdämpfer an den Exzenter angedrückt werden. Beim Umbau bestehender Webmaschinen ist diese Lösung nicht immer möglich, so dass es sich in diesen Fällen empfiehlt, den Stossdämpfer in das Übertragungsge stänge einzubauen. Dies lässt sich auf verhältnismässig einfache Weise bewerkstelligen. Durch Wahl geeigneter Stossdämpfer lassen sich, wie Messungen ergeben haben, die Spitzenbeschleunigungen um etwa 50% verringern.
Dadurch werden nicht nur die Webeschäfte, die Webelitzen und die Kettfäden geschont, sondern gleichzeitig die Lärmentwicklung wesentlich eingeschränkt.
In der Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Webeschaftantriebes,
Fig. 2 die Ansicht eines Stossdämpfers in grösserem Massstab,
Fig. 3 den Grundriss zu Fig. 2,
Fig. 4 die Ansicht einer zweiten Ausführungsform eines Stossdämpfers, und
Fig. 5 den Grundriss zu Fig. 4.
In Fig. 1 bezeichnen 1, 2 die beiden an sich bekannten Exzenterscheiben, auf welchen die Rollen 3 bzw. 4 laufen. Der nicht dargestellte Antrieb bewirkt eine Drehung der Exzenter um die Achse 5. Hierbei werden die Rollen 3, 4 in eine Pendelbewegung um das Lager 7 versetzt, wobei sie auf der Kreisbahn 6 pendeln. Durch den Hebel 8 wird die Bewegung über das Gelenk 9 auf das Gestänge 10 übertragen, in welchem der Stossdämpfer 11 eingebaut ist. Vom Gestänge 10 wird die Bewegung über Winkelhebel 15, 15 und Stangen 17, 17 auf den unteren Schaftstab 19 des Webeschaftes 18 übertragen.
Die Anlenkstellen der Winkelhebel am Gestänge 10 sind mit 12, 12', an den Stangen 17, 17! am unteren Schaftstab 19 mit 14, 14' bezeichnet.
Die Stangen 17, 17 könnten auch an den Seitenstützen 20, 21 des Webeschaftes 18 angelenkt sein. Selbstverständlich wäre es auch möglich, den oberen Schaftstab 22 anzutreiben.
Der Stossdämpfer 11 hat die oben erwähnte Wirkung. Er kann beispielsweise gemäss den Fig. 2, 3 oder nach den Fig. 4, 5 ausgebildet sein.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2, 3 sind in die einander zugekehrten Enden 23, 24 des an dieser Stelle getrennten, aus Hohlprofilen gebildeten Gestänges 10 zwei etwa T-förmig ausgebildete, federnde Stäbe 25, 26 eingesetzt. Die Enden der einander gegenüberliegenden Stäbe 25 und 26 sind durch Briden 27 miteinander verbunden.
Die Federeigenschaften dieser Dämpfungseinrichtung können verändert werden, indem die Briden 27 längs der Stäbe 25, 26 verschoben werden. Auf diese Weise kann die optimale Dämpfung bei einem gegebenen Antrieb bestimmt werden.
Bei den Ausführungsformen gemäss den Fig. 4 und 5 ist ein Dämpfungselement 28 in das eine Ende der einander zugekehrten Enden 29, 30 des wiederum aus einem Hohlprofil gebildeten Gestänges 10 eingesetzt. Die das Dämpfungselement 28 bildende Feder ist durch Nieten oder Schrauben 31 mit den Gestängeenden 29, 30 fest verbunden. Die Feder 28 ermöglicht es den Stangenenden 29, 30 sich in Längsrichtung des Gestänges in einem vorbestimmten Ausmass zu nähern bzw. voneinander zu entfernen. Selbstverständlich könnten statt einer auch mehrere Federn vorgesehen sein und als Dämpfungselement liesse sich auch ein Gummiblock verwenden.
PATENTANSPRUCH
Webeschaftantrieb, mit welchem einem Webeschaft über ein Gestänge und unter Zwischenschaltung eines Stossdämpfers eine auf- und abwärts gerichtete Bewegung erteilt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Stossdämpfer (11) zwischen den beiden Enden einer Antriebsstange angeordnet ist.
UNTERANSPRÜCHE
1. Webeschaftantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Stossdämpfer (11 durch zwei in einem an dieser Stelle unterbrochenen Antriebsgestänge (10) eingesetzte, einander gegenüberliegende Federstäbe (25, 26) gebildet ist, wobei diese Stäbe miteinander verbunden sind.
2. Webeschaftantrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der einander gegenüberliegenden Federstäbe (25, 26) verstellbar ausgebildet ist.
3. Webeschaftantrieb nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federstäbe durch Briden (27) miteinander einstellbar verbunden sind.
4. Webeschaftantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Stossdämpfer (11) durch ein Dämpfungselement (28) gebildet ist, das in einander gegenüberliegende Teile (29, 30) eines hohlen Gestänges (10) eingesetzt und mit diesen Teilen fest verbunden ist.
5. Webeschaftantrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (28) durch mindestens eine Feder oder einen Block aus gummielastischem Material gebildet ist.
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In modern weaving machines, the weaving shafts are moved up and down by eccentrics, whereby the movement is usually transmitted by levers and rods. Various types of eccentric systems and transmission rods are known. What they all have in common is that there is play in the necessary bearings and joints of the transmission system, which gradually increases during the period of use.
For example, the curve shape of the eccentrics is calculated and produced very carefully so that the smoothest possible movement is achieved for the weaving shaft. In practice, however, it is not possible to transfer the calculated acceleration and deceleration caused by the eccentric unchanged to the weaving shaft. Because of the play in the pivot points and joints, as measurements of the acceleration have shown, the greatest acceleration of the weaving shaft is generated, which can briefly be up to 20 times greater than that calculated on the basis of the eccentric shape. These are vibrations and blows which by far do not coincide with the desired movement and result in an extremely high stress on the weaving shaft. At the same time, there is also a lot of noise.
The object of the invention is to remedy these disadvantages, and this is done by arranging a shock absorber known in a different context between the two ends of a drive rod.
This shock absorber fulfills the task of absorbing the acceleration peaks. Depending on the structural options, it can be arranged at different points on the drive. Most effective is its arrangement as close as possible to the eccentric, for example the rollers running on the latter are pressed against the eccentric by the shock absorber. This solution is not always possible when converting existing weaving machines, so that in these cases it is advisable to install the shock absorber in the transmission linkage. This can be accomplished in a relatively simple manner. Measurements have shown that by choosing suitable shock absorbers, the peak accelerations can be reduced by around 50%.
This not only protects the weaving looms, the heddles and the warp threads, but also significantly restricts the development of noise.
Some exemplary embodiments of the invention are shown schematically in the drawing. It shows:
Fig. 1 is a schematic representation of a weaving shaft drive,
2 shows a view of a shock absorber on a larger scale,
FIG. 3 shows the floor plan for FIG. 2,
Fig. 4 is a view of a second embodiment of a shock absorber, and
FIG. 5 shows the floor plan for FIG. 4.
In Fig. 1, 1, 2 designate the two eccentric disks known per se on which the rollers 3 and 4 run. The drive, not shown, causes the eccentric to rotate about the axis 5. In this case, the rollers 3, 4 are set in a pendulum motion about the bearing 7, whereby they oscillate on the circular path 6. The lever 8 transmits the movement via the joint 9 to the linkage 10 in which the shock absorber 11 is installed. The movement is transmitted from the linkage 10 via angle levers 15, 15 and rods 17, 17 to the lower shaft rod 19 of the weaving shaft 18.
The articulation points of the angle levers on the rod 10 are 12, 12 ', on the rods 17, 17! on the lower shaft rod 19 designated with 14, 14 '.
The rods 17, 17 could also be hinged to the side supports 20, 21 of the weaving shaft 18. It would of course also be possible to drive the upper shaft rod 22.
The shock absorber 11 has the above-mentioned effect. It can be designed, for example, according to FIGS. 2, 3 or according to FIGS. 4, 5.
In the embodiment according to FIGS. 2, 3, two approximately T-shaped, resilient rods 25, 26 are inserted into the mutually facing ends 23, 24 of the rod assembly 10 formed from hollow profiles and separated at this point. The ends of the opposing rods 25 and 26 are connected to one another by means of clamps 27.
The spring properties of this damping device can be changed in that the clamps 27 are displaced along the rods 25, 26. In this way, the optimal damping for a given drive can be determined.
In the embodiments according to FIGS. 4 and 5, a damping element 28 is inserted into one end of the mutually facing ends 29, 30 of the rod assembly 10, which is again formed from a hollow profile. The spring forming the damping element 28 is firmly connected to the rod ends 29, 30 by rivets or screws 31. The spring 28 enables the rod ends 29, 30 to approach or move away from one another by a predetermined amount in the longitudinal direction of the linkage. Of course, instead of one, several springs could also be provided and a rubber block could also be used as the damping element.
PATENT CLAIM
Shaft drive with which a heald shaft is given an upward and downward movement via a linkage and with the interposition of a shock absorber, characterized in that the shock absorber (11) is arranged between the two ends of a drive rod.
SUBCLAIMS
1. Weaving shaft drive according to claim, characterized in that the shock absorber (11) is formed by two opposing spring bars (25, 26) inserted in a drive linkage (10) which is interrupted at this point, these bars being connected to one another.
2. weaving shaft drive according to claim and dependent claim 1, characterized in that the connection of the opposing spring bars (25, 26) is adjustable.
3. weaving shaft drive according to claim and the dependent claims 1 and 2, characterized in that the spring bars are connected to one another in an adjustable manner by means of clamps (27).
4. weaving shaft drive according to claim, characterized in that the shock absorber (11) is formed by a damping element (28) which is inserted into opposite parts (29, 30) of a hollow rod (10) and firmly connected to these parts.
5. weaving shaft drive according to claim and dependent claim 4, characterized in that the damping element (28) is formed by at least one spring or a block made of rubber-elastic material.
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