Aufsatz für Abgasleitungen
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aufsatz für Abgasleitungen, zum Absaugen der Abgase und/ oder zur Verhinderung von Rückstau bzw. Rückschlag durch Windeinwirkung, welcher Aufsatz einen oben und unten offenen und sich gegen oben verjüngenden oberen Hohlkörper und einen konzentrisch zur Vertikalaxe des oberen Hohlkörpers von unten in diesen teilweise hineingreifenden und ebenfalls sich nach oben hin verjüngenden, wenigstens oben offenen unteren Hohlkörper aufweist, wobei die beiden Hohlkörper durch radiale Rippen miteinander verbunden sind, so dass zwischen den beiden Hohlkörpern und den radialen Rippen Kanäle vorhanden sind, welche unten und oben offen sind und von unten nach oben gegen die Vertikalaxe des Hohlkörpers geneigt verlaufen.
Solche Aufsätze sind in den verschiedensten Ausführungsformen für praktisch alle Arten von Abgasleitungen, wie Rauchfänge, Abluftschächte, Kanalisationsanschluss-Belüftungen u. dgl. vorgeschlagen worden. Dadurch, dass die einander gegenüberliegenden Wandungsteile der Hohlkörper sich gegen oben zu einander nähern, wird bei diesen bekannten Aufsätzen eine gewisse Injektorwirkung erzielt, die bei günstiger seitlicher Anströmung durch den Wind, oder bei Aufwindlage, einen Unterdruck von bis z. B. 1 bis 3 mm Wassersäule in einer Abgasleitung, auf welche so ein Aufsatz montiert ist, erzeugen kann. Bei Fallwinden verschlechtert sich der Effekt mit zunehmenden Winkel des Windes zur Horizontalen.
Da die Anströmungsverhältnisse recht verschiedene Folgen haben können, ist es für solche Aufsätze auch schon vorgeschlagen worden, bewegliche, vom Wind schwenkbare Aufsätze zu verwenden. Solche bewegliche Aufsätze haben den Nachteil, dass sie sehr rasch unbrauchbar werden und bei relativ schwachen Winden von der Luftströmung nicht mehr in die richtige Arbeitslage gebracht werden, so dass sie sogar zu einem umgekehrten Effekt Anlass geben können. Sie sind zudem oft die Ursache von störenden Geräuschen, wie Klappern und Quietschen.
Es ist ferner ein Aufsatz bekannt geworden, welcher aus einer auf das obere Ende des Abgasstutzens, z. B. Kamins oder Rauchfangs, horizontal aufgelegten Platte mit nach oben gewölbter oberer Fläche und einem zentralen Loch für den Abgasaustritt, sowie aus einer über diesem Loch angeordneten horizontal angeordneten Linse besteht. Zwischen Linse und Platte entsteht so ein Venturieffekt. Hauptnachteil dieser Konstruktion ist es, dass sie eine sehr grosse seitliche Ausladung benötigt, wodurch sie dem Wind eine grosse Angriffsfläche bietet und dementsprechend schwer ausgeführt und befestigt sein muss. Sie benötigt überdies soviel Platz, dass sie für nahe beisammenliegende Abgasleitungen, z. B. für Batterien von Rauchfängen und Entlüftungsleitungen, nicht mit gutem Erfolg anwendbar ist. Ihre Wirkung bei stark fallenden Winden ist zudem zumindest ungenügend.
Ferner sollen solche Aufsätze auch bei Windstille die gute Funktion der Abgasleitungen nicht beeinträchtigen.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Aufsatzes der eingangs beschriebenen Art, welcher die Nachteile der bekannten Aufsätze vermeidet, also sowohl bei allen Windlagen gute Ergebnisse hinsichtlich des Absaugens und/oder Vermeidens von Rückstau und Rückschlag unter Windeinwirkung, als auch die Vermeidung von mit dem Wind beweglichen Teilen gestattet, und auch eine Bauweise zulässt, welche nicht platzverschwenderische Folgen hat.
Ein weiteres Erfindungsziel ist die Schaffung eines Aufsatzes, der bei. Windstille die Abgase praktisch unbehindert durchlässt.
Die Ziele der Erfindung werden erreicht durch einen Aufsatz der eingangs genannten Art, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass zwischen den oberen Enden der beiden Hohlkörper ein im Vertikalschnitt linsenförmiger Körper mit horizontaler Mittelebene und weiter so angeordnet ist, dass er koaxial zur Vertikalaxe der Hohlkörper liegt, wobei sowohl der horizontale Durchmesser dieses linsenförmigen Körpers grösser ist als der Durchmesser der oberen Öffnung des unteren Hohlkörpers, als auch die durch den Abstand zwischen dem linsenförmigen Körper und der Innenwand des oberen Hohlkörpers bestimmte Ringfläche grösser ist als die Fläche der oberen Öffnung des unteren Hohlkörpers.
Die radialen Rippen, welche die beiden Hohlkörper verbinden, können dabei unter den unteren Rand des oberen Hoblkorpers vorstehen und vorteilhaft wenigstens bis zum unteren Rand des unteren Hohlkörpers reichen. Dadurch wird vermieden, dass ein seitlich blasender Wind um den Aufsatz herumstreicht, ohne in den Aufsatz zu gelangen. Die hervorstehenden Rippenteile lenken den seitlich auftreffenden Wind durch Stauung auf der dem Wind zugekehrten Seite nach oben in die zwischen den Rippen und den beiden Hohlkörpern gebildeten Kanäle. Dadurch erhält man günstige Strömungsverhältnisse im Bereich des Linsenkörpers.
Die Anzahi der radialen Rippen ist an sich nur vom angestrebten Effekt abhängig. Als Regel kann es gelten, dass bis zu beispielsweise 12 Rippen steigender Zahl der Rippen der Effekt zunimmt. Dies aber führt zu herstellungstechnisch und preislich unhaltbaren Verhältnissen. Eine Ausführungsform mit sechs Rippen hat sich bewährt. Diese Zahl wird zweckmässig nicht unterschritten.
Vorteilhaft gibt man den beiden Hohlkörpern eine glockenähnliche Form, man erhält dann strömungsgünstige Flächen, wobei eine stärkere Neigung der über der Mittelebene des Linsenkörpers liegenden Mantellinien des oberen Hohlkörpers gegenüber den unterhalb dieser Linsenebene liegenden Mantellinien nicht nur diesen Effekt steigern, sondern auch gegen Regen schützend wirken kann.
Um die Abgasleitung in den günstigsten Bereich des Aufsatzes einzuführen, ist es bevorzugt, ein über die Abgasleitung stülpbares Rohr mit den Hohlkörpern zu verbinden. Dieses Rohr kann bis zu der konstruktionsbedingt günstigsten Höhe von unten her in den unteren Hohlkörper eingeführt und mit ihm durch radiale Rippen verbunden sein, wobei diese Rippen zweckmässig unter dem unteren Rand des unteren Hohlkörpers vorragen, um auch hier den bereits für die zwischen den Hohlkörpern angeordneten Rippen genannten Effekt zu bewirken.
Es kann dabei so vorgegangen werden, dass diese beiden Rippenarten miteinander fluchtend angeordnet werden, oder aber in in einem beliebigen Versatz zueinander gestellt werden. Bei Versatz der Rippen kann man mit einer geringeren Rippenzahl den gleichen Effekt erhalten wie bei einer grösseren Anzahl miteinander fluchtender Rippen. Man wird also vorteilhaft in der Vertikalprojektion der Rippen in eine horizontale Ebene eine möglichst grosse Rippenprojektionszahl anstreben.
Der zwischen Innenwand des unteren Hohlkörpers und Aussenwand des Rohres verbleibende Ringraum kann offen sein, so dass dann zwischen unterem Hohlkörper und Rohr durch die dort befindlichen Rippen nach oben gerichtete, unten und oben offene und sich gegen oben verengende Kanäle gebildet sind. Diese Kanäle können auch gegen die Vertikalaxe des Aufsatzes geneigt sein, wie dies die zwischen den Hohlkörpern befindlichen Kanäle sind.
Als wesentlicher Unterschied der beiden Kanälegruppen können die zwischen den Hohl körpern befindlichen Kanäle sich in radialer Richtung gegen oben erweitern oder zumindest gleich bleibend verlaufen (was sich aus den Flächenverhältnissen der oberen Hohlkörperenden und der Linse ergeben kann), wodurch sie viel Luft führen können, während die Kanäle zwischen Rohr und unteren Hohlkörper sich in radialer Richtung nach oben hin stark verengen und wenig Luft durchlassen können. Die dadurch bewirkten Windführungseigenschaften und die erzielten Effekte werden später beschrieben.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der Ringraum zwischen Rohr und unterem Hohlkörper geschlossen, wobei der Abschluss zweckmässig als Kegelstumpfmantel mit nach unten gekehrtem stumpfen Spitz ausgebildet ist. Dabei ragt zweckmässig, wie Versuche gezeigt haben, der unterste Randbereich des unteren Hohlkörpers (paradoxerweise) nach unten über diesen Kegeistumpfmantel vor.
Zwischen Rohr und unterem Hohlkörper können unterhalb der Abschlussfläche Rippen mit der oben dargelegten Funktion vorgesehen sein.
Um das Rohr auf der Abgasleitung befestigen zu können, ist es zweckmässig mit radial nach innen schraubbaren Befestigungsschrauben versehen, welche das Festklemmen des Rohres auf der Abgasleitung gestatten. Das Rohr wird man zweckmässig mit solcher lichten Weite wählen, dass es den üblicherweise vorkommenden Abgasleitungen eines bestimmten Typs genügend Platz bietet. Durch Einsatzringe oder andere Anpasseinheiten kann bei kleineren oder grösseren Aussendurchmessern der Leitungen Anpassung an das Rohr erreicht werden.
Der Rohrdurchmesser kann grösser als der Durchmesser der oberen Öffnung des unteren Hohlkörpers und ferner die obere Öffnung des unteren Hohlkörpers kleiner als der Durchmesser der Abgasleitung sein; es kann dann bei der Ausführungsform der Erfindung, bei welcher der Ringraum zwischen Rohr und unterem Hohlkörper geschlossen ist, die Innenseite des unteren Hohlkörpers dem oberen Rand der Abgasleitung als Anschlag und Zentrierungsfläche dienen.
Der linsenförmige Körper ist zweckmässig mit einem um ihn herumlaufenden und gegen unten gerichteten Randfortsatz als sogenannte Tropfnase versehen, damit Regenwasser nicht nach innen und über die obere Öffnung des unteren Hohlkörpers gezogen wird.
Um dies zu erreichen, kann man den linsenförmigen Körper aus zwei Kugelkalotten verschiedener Radialhöhe mit gleichem Krümmungsradius ausbilden, wobei die grössere Kalotte die obere Hälfte des linsenförmigen Körpers bilden kann.
Vorrichtungen der zweiten Ausführungsform der Erfindung haben bei Windkanalversuchen für steil steigend bis horizontal blasenden Wind Werte von W8 mm Wassersäule in der Abgasleitung ergeben, während bei Fallwinden beliebigen Steigungsgrades noch bessere Werte (z. B. zum Wassersäule) erhalten wurden. Verglichen mit den üblichen 1-3 mm Wassersäule als Optimaiwert bei herkömmlichen Aufsätzen, muss vor allem das Ansteigen der Saugwerte mit steiler werdendem Fallwind sehr überraschend gewertet werden.
Die Erfindung soll nun anhand der schematischen Zeichnung beispielsweise in zwei Ausführungsformen näher beschrieben werden. Es zeigen dabei:
Fig. 1 ein Schaubild, schräg von unten gesehen, eines Aufsatzes, bei welchem beide Hohlkörper unten offen sind,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Aufsatz nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Vertikalschnitt nach Linie III-III der Fig. 4, durch den Aufsatz der Fig. 1,
Fig. 4 einen Horizontalschnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3, durch den Aufsatz der Fig. 1,
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch einen anderen Aufsatz mit unten geschlossenem unteren Hohlkörper, nach Linie V-V in Fig. 6,
Fig. 6 einen Horizontalschnitt nach Linie VI-VI in Fig. 5,
Fig. 7 eine Abwandlung des Horizontalschnittes der Fig. 4;
Fig. 8 bis 11 schematische Windströmungsdarstellungen in dem Aufsatz nach Fig. 3;
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Fig. 12 bis 15 schematische Windströmungsdarstellung in dem Aufsatz nach Fig. 5.
Bevorzugterweise sind die in den Figuren dargestellten Aufsätze aus Metallblech geformt, wobei die Einzelteile durch Nieten oder durch Löten vereinigt sein können. Genauso könnten auch geeignete Kunststoffe als Material verwendet werden. Würden andere als diese beiden Materialarten Verwendung (z. B.
Asbestzement, Leichtbeton, Ton etc.) finden, so müssten die Materialdicken, d. h. die Wandungsstärken entsprechend gewählt werden. Um die Schnittzeichnungen besser darstellen zu können, und die Schnittflächen zu schraffieren, ist die Dicke der Wandungen etwas übertrieben worden.
In Fig. 1 erkennt man einen im wesentlichen glok kenförmigen oberen Hohlkörper 1 und einen Teil des von unten in ihn hineingreifenden und ebenfalls im wesentlichen glockenförmigen unteren Hohlkörper 2, sowie die radial zu den koaxialen Hohlkörpern 1, 2 verlaufenden und diese verbindenden Rippen 3. In den unteren Hohlkörpern 2 greift konzentrisch das Rohr 4, welches durch zu den Rippen 3 fluchtend angeordnete Rippen 5 mit der Innenwand des unteren Hohlkörpers 2 verbunden ist.
Auch in Fig. 2 erkennt man den oberen Hohlkörper 1 und drei Rippen 3, während die weiteren drei der insgesamt sechs Rippen 3 durch Stege 6 verdeckt sind, welche in der mit Bezug auf Fig. 3 noch näher zu erläuternden Weise dem Tragen des linsenförmigen Körpers 7 dienen. Die um linsenförmigen Körper konzentrisch gezeichnete gestrichelte Linie zeigt die Lage des oberen Randes des unteren Hohlkörpers 2. Dieser untere Hohlkörper 2 ist in Fig. 2 nur soweit sichtbar, als er zwischen linsenförmigenm Körper 7 und oberem Hohlkörper 1 als Ring in Erscheinung tritt.
In Fig. 3 ist wiederum der obere Hohlkörper 1, der untere Hohlkörper 2 und das Rohr 4 im vertikalen Längsschnitt ersichtlich, und es sind die Rippen 3 und 5 sowie die Stege 6 und der linsenförmige Körper 7 dargestellt. Der Abstand zwischen den Wandungen der beiden Hohlkörper 1, 2 nimmt in bevorzugter Weise gegen oben allmählich zu. Der Linsenkörper 7 überdeckt in der Projektion die obere Öffnung des unteren Hohlkörpers 2. Er ist aus zwei Kugelkalotten 77 und 77' aufgebaut, wobei die obere Kalotte 77 grösser ist und über die untere Kalotte 77' peripher hinausragt und dergestalt eine ringsum laufende Tropfnase 77" bildet.
Der obere Hohlkörper 1 weist im Rahmen seiner glockenähnlichen Form in dem Bereich, welcher oberhalb der Tropfnase 77" liegt, eine stärkere Einwärtsneigung seiner Mantellinien als in dem darunter liegenden Bereich auf. In diesem Bereich 1' wird durch diese stärkere Einwärtsneigung eine Anpassung der Form des oberen Hohlkörpers an die um den Linsenkörper 7 angestrebte Luftströmung gewünscht, ohne dass deshalb der Abstand zwischen Linsenkörper 7 und Innenwand des oberen Hohlkörpers so stark verengt würde, dass die durch diesen Abstand bestimmte Ringfläche nicht mehr grösser wäre als die Fläche der oberen Öffnung des unteren Hohlkörpers 2 innerhalb seines oberen Randes 8.
Das Rohr 4 ist in seinem obersten Bereich als Kegelstumpfmantel 4' ausgebildet, wobei die dadurch erreichte Verengung des Rohres einerseits von innen her als Anschlag für ein Kaminende dienen kann, wenn das Rohr 4 über ein Kaminrohr gestülpt wird, und andererseits der Verbesserung der Strömungsbedingungen zwischen Rohr 4 und unterem Hohlkörper 2 dienlich ist.
Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist sowohl der obere Hohlkörper 1 als auch der untere Hohlkörper 2 am unteren und oberen Ende offen. Die Strömungseigenschaften dieses Aufsatzes, wie sie in einem Windkanal nachgewiesen wurden, sind in den Fig. 8-11 wiedergegeben.
Im Horizontalschnitt nach Fig. 4 erkennt man den oberen und somit äusseren Hohlkörper 1, den unteren und somit inneren Hohlkörper 2 sowie das Rohr 4.
Die radialen Rippen 3 und 5 sind bei dieser Ausführungsform miteinander fluchtend ausgerichtet.
Sowohl die Rippen 3 als auch die Rippen 5 stehen jeweils nach unten unter den unteren Rand des oberen bzw. unteren Hohlkörpers hervor, wodurch der Zweck erfüllt wird, den seitlich angreifenden Wind nicht um die betreffende Aufsatzpartie herumstreichen zu lassen, sondern ihn einzufangen und in den durch die Hohlkörperwandungen 1, 2 und Rippen 3 gebildeten Kanäle 9 zu führen.
Wie noch mit Bezug auf die Fig. 8-15 weiter erläutert werden wird, glaubt man derzeit anhand von Windkanalversuchen, dass beim Verschliessen des Ringraumes zwischen unterem Hohlkörper und Rohr bei steigenden Winden etwas bessere Ergebnisse erhalten werden können. Eine so ausgebildete Ausführungsform ist in den Fig. 5 und 6 sowie 12-15 wiedergegeben. Die gleichbleibenden Teile der Fig. 5 und 6 haben die gleichen Überweisungszeichen wie in den 3 und 4.
Es ist also wiederum ein oberer Hohlkörper 1, ein unterer Hohlkörper 2, ein Rohr 4 und ein Linsenkörper 7 vorhanden, und diese Teile sind wiederum durch Rippen 3 bzw. Rippen 5 miteinander verbunden. Im Unterschied zur Fig. 3 reicht das Rohr 4 nicht sehr weit nach oben in den Hohlkörper 2, sondern ist durch einen schräg nach oben gerichteten Flansch 44 mit der Innenwand des Hohlkörpers 2 etwas oberhalb seines unteren Randes 2' verbunden. Dementsprechend ist auch der Horizontalschnitt in Fig. 6, welcher tiefer als in Fig. 4 angesetzt ist, bezüglich der Massverhältnisse anders ausgefallen. Man erkennt Rippen 3, den unteren Hohlkörper 2, dessen unteren Rand 2' sowie gestrichelt die Rippen 5, den Flansch 44 und einen Teil des Rohres 4.
Ein nennenswerter Unterschied der Fig. 3 und 5 besteht auch noch darin, dass in Fig. 3 die obere Öffnung des Rohres 4 enger ist, als die obere Öffnung des unteren Hohlkörpers 2, weil hier ein Kaminende nicht über das obere Ende des Rohres 4 hinausragen soll und somit dieses obere Ende des Rohres 4 dem Kaminrohr als Anschlag dienen muss; während in Fig. 5 das Rohr 4 einen etwas grösseren Durchmesser als die obere Öffnung des unteren Hohlkörpers 2 aufweist und somit ein in das Rohr 4 passender Kaminstutzen an der Innenwandung des unteren Hohlkörpers 2 anschlagen kann.
In der bisherigen Darstellung nach Fig. 1-6 sind die Rippen 3 und 5 jeweils fluchtend angeordnet wiedergegeben. Wie nun ein Schnitt nach Fig. 7 zeigt, können die zwischen oberem Hohlkörper 1 und unterem Hohlkörper 2 vorgesehenen Rippen 3' gegenüber jenen Rippen, welche zwischen unterem Hohlkörper 2 und Rohr 4 angeordnet sind, d. h. also gegenüber den Rippen 5' versetzt angeordnet sein. Es hat sich nämlich gezeigt, dass eine höhere Rippenzahl die bereits genannte Wirkung derselben bei seitlichen und steigenden Winden wesentlich erhöht. Aus Gründen der Fabrikationstechnik, des Preises und des Gewichtes wird man jedoch andererseits bestrebt sein, die Anzahl der Rippen 3 und 5 möglichst niedrig zu halten.
Durch Versetzen der Rippen 3' gegenüber den Rippen 5', wie in Fig. 7 gezeigt, lässt sich bei einer prinzipiell kleineren Rippenzahl und somit bei günstigeren Herstellungsbedingungen, günstigerem Preis und geringerem Gewicht ein annähernd gleich grosser Effekt erreichen, wie wenn die doppelte Rippenzahl fluchtend angeordnet verwendet worden wäre. Auch diese nicht ohne weiteres auf der Hand liegende Tatsache wurde anhand von Windkanalversuchen bestätigt.
Die Strömungsverhältnisse bei verschiedenen Windrichtungen sind in den Fig. 8-11 für den Aufsatz nach Fig. 1 bis 4 und in Fig. 12 bis 15 für den Aufsatz nach Fig. 5 und 6 wiedergegeben. Es sind jeweilen nur die beiden Hohlkörper 1 und 2, das Rohr 4 (in Fig. 12 bis 15 mit Flansch 44) und der Linsenkörper 7 dargestellt. Auf die Darstellung der Rippen 3, 5 sowie anderer Einzelheiten wurde bewusst verzichtet, um die Obersicht nicht zu stören.
Die ausgezogenen Pfeile bedeuten in allen Figuren die durch den Wind bewegte Luft, während die gestrichelten Pfeile durch das Rohr 4 nach oben gesaugte Abgase, z. B. Rauch bedeuten. Die Windrichtung ist durch die mit schwarzweissen Spitzen versehenen Pfeile W angegeben.
Bei im wesentlichen horizontalem Wind (Fig. 8) wird unter Hilfe der nicht gezeichneten Rippen der Wind sowohl zwischen den Hohlkörpern 1, 2 als auch zwischen Hohlkörper 2 und Rohr 4 auf der dem Wind zugewandten Aufsatzseite nach oben steigen und teilweise unter dem Linsenkörper 7 hindurch nach unten gelenkt und zwischen den Hohlkörpern bzw. dem unteren Hohlkörper 2 und Rohr 4 auf der dem Wind abgewandten eSite austreten. Die Abgase, z. B. Rauchgase werden dadurch aus dem Rohr 4 durch Sogwirkung mit nach unten und aussen gezogen. Ein kleinerer Windbestandteil umströmt oben den Linsenkörper 7 und kehrt zum Hauptstrom auf der windabgewandten Seite in den Hohlkörper 1 zurück. Ein noch kleinerer Windbestandteil entweicht nach oben.
Greift der Wind, wie in Fig. 9 gezeigt, seitlich von oben an, so strömt er zwischen Linsenkörper 7 und Hohlkörper 1 nach unten auf der dem Wind abgewandten Seite nach aussen. Er erzeugt dabei wegen des sich zwischen oberen Teil des Hohlkörpers 1 und Linsenkörper 7 verjüngenden Raumes einen Venturieffekt im Bereich des oberen Endes des Hohlkörpers 2 und saugt einerseits die Gase aus dem Rohr 4 mit sich, während andererseits auch zwischen den Hohlkörpern 1, 2 bzw. zwischen Rohr und Hohlkörper 2 auf der dem Wind zugewandten Seite zusätzliche Luft von unten nach oben angesaugt wird.
Bei steil ansteigendem Wind (Fig. 10) tritt die Hauptsogwirkung zwischen Hohlkörper 1 und Linsenkörper 7 auf. Die Luftströmung ist im Aufsatz im wesentlichen vertikal und zieht die Gase durch Rohr 4 mit sich nach oben. Ein kleinerer Gasteil wird wie in Fig. 8 seitlich unten auf der dem Wind abgewandten Seite abgeführt.
Die umgekehrte Wirkung ist in Fig. 11 für steil abfallenden Wind dargestellt. Hier ist wiederum die Verjüngung zwischen den Hohlkörpern 1 und Linsenkörper 7 für die Absaugwirkung der Gase aus Rohr 4 massgebend, wobei auch ein geringer Luftteil zwischen Hohlkörper 2 und Rohr 4 nach oben angesaugt wird.
Grundsätzlich gleich wie in Fig. 8 verhält es sich mit Fit. 12. Die in Fig. 9 gezeigten Verhältnisse entsprechen denen der Fig. 13. Fig. 14 entspricht Fig. 10, und Fig. 15 ist wie Fig. 11 aufgebaut. Wie nun anhand der Fig. 8 bis 10 ersichtlich ist, hat der Zwischenraum zwischen Hohlkörper 2 und Rohr 4 eine recht geringe Wirkung im Verhältnis zur Wirkung des Zwischenraumes der Hohlkörper 1, 2. In Fig. 11 erkennt man, dass die der Windrichtung entgegen verlaufende Luftströmung zwischen Hohlkörper 2 und Rohr 4 sogar zu einer Verringerung der Saugleistung führen kann.
Diese Verminderung auszuschalten, ist Zweck des durch den Flansch 44 bewirkten Abschliessens des Raumes zwischen Hohlkörper 2 und Rohr 4 nach unten. Die Pfeile in Fig. 12 bis 15 zeigen, dass sich an den Strömungsverhältnissen bezüglich Hohlkörper 1, 2 und Linsenkörper 7 dadurch nichts ändert, und die Versuche haben gezeigt, dass die günstigen Verhältnisse der Fig. 8 bis 10 in den Fig. 12 bis 14 erhalten bleiben.
Die Grundrissform des Aufsatzes und seiner Teile ist vorzugsweise rund, sie kann aber auch anders z. B.
polygonal, oder oval geformt sein.