Verfahren zur Behandlung eines Verpackungsmaterials und Verpackungsmaterial, behandelt nach dem Verfahren
In den letzten Jahren ist man mehr und mehr dazu übergegangen, Haushaltartikel in verpacktem Zustande zu verkaufen, was dazu führte, dass eine intensive Entwicklung der Verpackungsmaterialien im allgemeinen und der Kartonschachteln im besonderen einsetzte.
Diese Entwicklung konzentrierte sich hauptsächlich auf die Verbesserung der Schutzwirkung, der Handlichkeit und des Aussehens, wobei gleichzeitig danach gestrebt wurde, die Herstellungskosten niedrig zu halten.
Als Konsequenz hat sich ergeben, dass Kunststoffund Metallfolien nun mehr und mehr in der Ver packungs-industrie verwendet werden, da sie gute Eigenschaften in bezug auf Feuchtigkeitsfestigkeit und Geru- chbindungsvermögen kombinieren mit hoher mechanischer Festigkeit und gutem Aussehen, welch letztere Eigenschaft grosse Bedeutung hinsichtlich besserer Verkaufsmöglichkeit und Werbung besitzt.
Die momentane Tendenz ist in diesem Zusammenhang, ein Material zu verwenden, welches nicht nur dem Inhalt den notwendigen Schutz gegen mechanische Beschädigung bietet, sondern auch die auf die Verpakkung aufgedruckten Bezeichnungen und Bilder möglichst gut zur Geltung bringt. Als solches Medium wird gewöhnlich eine Kunststoffolie mit einer solchen Dicke verwendet, dass sie der unter ihr liegenden Schrift oder Bildern eine gewisse Tiefe vermittelt.
Dieses Verfahren, einen Tiefeneffekt auf dem vorgedruckten Verpackungsmaterial zu erzielen, hat verschiedene Nachteile. Einer davon ist, dass das erzielte Resultat direkt proportional zur Dicke und damit zum Preis des Materials ist.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Behandlung eines Verpackungsmaterials sowie ein Verpackungsmaterial, behandelt nach diesem Verfahren vorzuschlagen, welches die bekannten Nachteile nicht mehr aufweist.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist das Verfahren zur Behandlung des Verpackungsmaterials dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe mit einer Schicht aus transparentem Kunststoff-Material überzogen wird, welche Schicht nach dem Trocknen bedruckt und schliesslich durch Auftragen einer Lösung oder Dispersion eines transparenten Materials mit einer Deckschicht versehen wird. Zweckmässigerweise kann die Trocknung und Härtung dieser Schicht beim Durchlauf des Papiers durch die Druck- oder Beschichtungsmaschine bewirkt werden.
Je nach Ausführungsform kann die erste Beschichtung auf bereits vorbehandeltes, geglättetes Papier erfolgen, aber es ist meistens ökonomischer, gewöhnliches Papier zu verwenden und dann, nach dem Aufbringen der ersten Beschichtung, die Oberfläche zu glätten.
Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren behandelte Verpackungsmaterial ist dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Ausgangsmaterial, einer ersten, bedruckten Schicht aus transparentem Kunststoff und einer zweiten Schicht aus transparentem Material besteht, so dass das Aufgedruckte vom Ausgangsmaterial losgelöst und in den Schichten schwebend erscheint.
Das Ausgangsmaterial, das mit einer Schicht transparenten Kunststoffs versehen ist, bildet eine Barriere für Chemikalien, Gase, Geruch und Feuchtigkeit. Die zweite transparente Kunststoffschicht ergibt eine glänzende Oberfläche und dient auch dazu, das Aufgedruckte sowie die darunter liegenden Materialien gegen chemische Angriffe, Feuchtigkeit und Abrieb zu schützen.
Ausserdem erteilt diese Schicht dem Aufgedruckten eine gewisse Tiefenwirkung, welche derjenigen überlegen und billiger als jene ist, die durch das Laminieren des bedruckten Materials mit einer bestehenden Kunststofffolie erreicht werden kann.
Gemäss einem bevorzugten Verfahren wird Papier mit verschiedenen Schichten aus einer Dispersion von PVC oder Polyvinyliden-Chlorid überzogen, indem es durch eine mehrstufige Beschichtungs-Maschine geleitet wird, wobei eine jede Schicht nach dem Aufbringen getrocknet wird. Darauf wird das beschichtete Papier bedruckt, worauf mindestens eine Schicht von transparentem Lack aufgebracht wird. Dies kann in einer der Druckmaschine nachgeschalteten Lackiermaschine geschehen. Die Deckschicht kann eine Lösung eines Polymer-Harzes sein, z. B. Polyurethan, welches während dem Durchgang durch die Druckmaschine getrocknet und gehärtet wird. Das Trockengewicht dieser Deckschichten kann zwischen einem und sechs kg pro Ries betragen, wobei das Aussehen zum grossen Teil von der Dicke derselben abhängt.
Der aufgedruckte Text bzw. die Bilder kommen in dieser Weise zwischen zwei transparente Kunststoff Schichten zu liegen. welche sich in so engem Kontakt befinden, dass der Anschein einer einzigen, dicken Schicht mit darin schwebendem Text bzw. Bild erweckt wird.
Das Aufbringen der ersten Schicht in mehreren Stufen (im allgemeinen mindestens vier, doch nicht unbedingt alle auf die gleiche Seite des Papiers) hat gezeigt, dass die Schutzwirkung des Materials auf diese Weise stark erhöht wird, und dass ein Drucken mit hoher Deckfähigkeit mit wesentlich weniger Farbe möglich wird als bei normalem Papier.
Die erste und/oder die Deckschicht kann getönt oder anderswie verändert werden, um einer speziellen Anwendung optimal zu genügen.
Dieses so behandelte Verpackungsmaterial kann in Fonn von Schachteln, Umschlägen, Etiketten opä. verwendet werden und eignet sich insbesondere zum Gebrauch mit automatischen Verpackungsmaschinen, da sein Reibungs- und Oberflächenkohäsions-Koeffizient während der Herstellung verändert und jedem Verwendungszweck angepasst werden kann.
Wie schon erwähnt, kann billigeres, gewöhnliches Papier mit gleich guten Resultaten verwendet werden wie relativ teures, oberflächenbehandeltes Papier.
Wenn auch das gleiche Medium (z.B. eine Kunststoff-Dispersion) in manchen Fällen für die erste wie auch für die Deckschicht verwendet werden kann, beispielsweise bei verschweissten Verpackungen, ist es doch vorteilhafter, für die Deckschicht ein härtendes Polymer Harz zu verwenden, da es ausgesprochen reaktionsträge und widerstandsfähig gegen Abnutzung ist. Die Beschichtung kann dabei selektiv oder nach einem bestimmten Muster erfolgen, um eine möglichst gute Haftung an den verschweissten Stellen zu erzielen.
Die Produktion dieses Materials ist billig und kann bei einem einzigen Durchlauf durch eine Maschine erfolgen.
Etiketten oder Tüten können aus diesem Material sauber ausgeschnitten werden und haben auch keine Tendenz, sich zu rollen oder biegen.
Weiter kann das Material dank der Elastizität der Beschichtung scharf gebogen und geknickt werden, ohne dass es einreisst oder sonstwie beschädigt wird.
Schliesslich kann dieses vorgeschlagene Verpackungsmaterial mit einem unerreicht niedrigen, spezifischen Gewicht hergestellt werden. Wenn auch normalerweise Papier als Grundmaterial verwendet wird, ist es klar, dass es für spezielle Anwendungszwecke auch durch Kunststoff- oder Metallfolien ersetzt werden kann.
Method for treating a packaging material and packaging material treated according to the method
In recent years there has been an increasing tendency to sell household items in a packaged state, which has led to intensive development of packaging materials in general and cardboard boxes in particular.
This development has mainly focused on improving protection, handiness and appearance, while at the same time striving to keep manufacturing costs low.
As a consequence, it has emerged that plastic and metal foils are now being used more and more in the packaging industry, as they combine good properties in terms of moisture resistance and odor-binding capacity with high mechanical strength and good appearance, the latter property being of great importance in terms of better Owns sales opportunity and advertising.
The current tendency in this context is to use a material that not only offers the content the necessary protection against mechanical damage, but also brings out the names and images printed on the packaging as well as possible. A plastic film with such a thickness is usually used as such a medium that it gives the writing or images underneath it a certain depth.
This method of creating a depth effect on the preprinted packaging material has several disadvantages. One of them is that the result obtained is directly proportional to the thickness and therefore the price of the material.
The aim of the present invention is to propose a method for treating a packaging material and a packaging material treated according to this method, which no longer has the known disadvantages.
According to the present invention, the method for treating the packaging material is characterized in that it is coated with a layer of transparent plastic material, which layer is printed after drying and finally provided with a cover layer by applying a solution or dispersion of a transparent material. The drying and hardening of this layer can expediently be effected as the paper passes through the printing or coating machine.
Depending on the embodiment, the first coating can take place on already pretreated, smoothed paper, but it is mostly more economical to use ordinary paper and then, after the first coating has been applied, to smooth the surface.
The packaging material treated according to the inventive method is characterized in that it consists of a starting material, a first, printed layer of transparent plastic and a second layer of transparent material, so that the printed matter appears detached from the starting material and appears to be floating in the layers.
The raw material, which is provided with a layer of transparent plastic, forms a barrier for chemicals, gases, odor and moisture. The second transparent plastic layer produces a glossy surface and also serves to protect the printed matter and the underlying materials against chemical attack, moisture and abrasion.
In addition, this layer gives the printed material a certain depth effect, which is superior and cheaper than that which can be achieved by laminating the printed material with an existing plastic film.
According to a preferred method, paper is coated with various layers of a dispersion of PVC or polyvinylidene chloride by being passed through a multi-stage coating machine, each layer being dried after application. The coated paper is then printed on, after which at least one layer of transparent lacquer is applied. This can be done in a painting machine downstream of the printing machine. The top layer can be a solution of a polymer resin, e.g. B. Polyurethane, which is dried and cured during the passage through the printing machine. The dry weight of these outer layers can be between one and six kg per ream, the appearance largely depending on the thickness of the same.
In this way, the printed text or the images come to lie between two transparent plastic layers. which are in such close contact that the appearance of a single, thick layer with text or image floating in it is created.
Applying the first layer in several stages (generally at least four, but not necessarily all on the same side of the paper) has shown that the protective effect of the material is greatly increased in this way, and that printing with high opacity requires considerably less Color becomes possible than with normal paper.
The first and / or the top layer can be tinted or otherwise changed in order to optimally meet a specific application.
This packaging material treated in this way can be used in the form of boxes, envelopes, and labels. and is particularly suitable for use with automatic packaging machines, since its coefficient of friction and surface cohesion can be varied during manufacture and adapted to any application.
As already mentioned, cheaper, ordinary paper can be used with equally good results as relatively expensive, surface-treated paper.
Even if the same medium (e.g. a plastic dispersion) can in some cases be used for the first as well as for the top layer, for example in the case of welded packaging, it is more advantageous to use a hardening polymer resin for the top layer because it is extremely is inert and resistant to wear and tear. The coating can be done selectively or according to a specific pattern in order to achieve the best possible adhesion at the welded points.
The production of this material is cheap and can be done in a single pass through a machine.
Labels or bags can be cut neatly from this material and have no tendency to curl or bend.
Furthermore, thanks to the elasticity of the coating, the material can be sharply bent and kinked without tearing or otherwise being damaged.
Finally, this proposed packaging material can be produced with an unmatched low specific weight. Although paper is normally used as the base material, it is clear that plastic or metal foils can also be used for special purposes.