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CH473200A - Verfahren zur Herstellung von neuen Monoazoverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Monoazoverbindungen

Info

Publication number
CH473200A
CH473200A CH1258868A CH1258868A CH473200A CH 473200 A CH473200 A CH 473200A CH 1258868 A CH1258868 A CH 1258868A CH 1258868 A CH1258868 A CH 1258868A CH 473200 A CH473200 A CH 473200A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
formula
hydrogen atom
parts
acid
Prior art date
Application number
CH1258868A
Other languages
English (en)
Inventor
Francis Andrew Herbert
Buckley Donald
Original Assignee
Ici Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from GB40278/60A external-priority patent/GB977472A/en
Application filed by Ici Ltd filed Critical Ici Ltd
Priority claimed from CH1353061A external-priority patent/CH473876A/de
Publication of CH473200A publication Critical patent/CH473200A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/04Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring
    • C09B62/08Azo dyes
    • C09B62/085Monoazo dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von neuen     Monoazoverbindungen       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von neuen     Monoazoverbindungen,    die aus       Cyanursäurehalogeniden    erhalten werden.

   Diese Verbin-         dungen    sind wertvoll als     Reaktivfarbstoffe    für     Cellulose.          Erfindungsgemäss    werden     Monoazoverbindungen    her  gestellt, die in Form der freien Säure durch die Formel  
EMI0001.0010     
    dargestellt werden, worin A für einen     o-sulfonierten          Phenylrest    steht, der andere     Substituenten    enthalten  kann, X für ein Halogenatom, ein Y für ein Wasserstoff  atom und das andere für eine     Sulfonsäuregruppe,

      ein Z  für eine     Carbonsäure-    oder vorzugsweise für eine     Sul-          fonsäuregruppe    und das andere für ein Wasserstoffatom  und R für ein Wasserstoffatom oder eine     Alkylgruppe     von niedrigem     Molekulargewicht    stehen.  



  Als Beispiele von anderen     Substituenten,    die in dem  durch A dargestellten     Phenylrest    vorhanden sein können,  seien beispielsweise Chloratome und     Methyl-,        Methoxy-,          Carboxy-    und     Sulfonsäuregruppen        erwähnt.    Als Beispiele  von Halogenatomen, die durch X dargestellt werden,  kommen beispielsweise Brom und vorzugsweise Chlor  in Frage.  



  Als Beispiele von     Alkylgruppen    mit niedrigem       Molekulargewicht,    die durch R dargestellt werden, seien  beispielsweise     Alkylgruppen    mit bis zu 4 Kohlenstoff-         atomen,    wie     z.B.        Methyl,        Aethyl,        Propyl    und     Butyl,          erwähnt.     



  Die neuen     Monoazofarbstoffe    werden     erfindungs-          gemäss    hergestellt, indem ein Amin der     Formel        A-NH.          diazotiert,    die so erhaltene     Diazoniumverbindung    mit  
EMI0001.0044     
  
       gekuppelt und die so erhaltene     Dihalogentriazinylamin(          azoverbindung    mit     einem    Amin der     Formel     
EMI0002.0005     
    umgesetzt wird, wobei allgemeine, aus der Literatur be  kannte oder in der Praxis     angewandte    Verfahren verwen  det werden können.  



  Die Ausgangsmaterialien, die zur Herstellung der  neuen     Monoazoverbindungen    verwendet werden, be  stehen also im allgemeinen aus     äquimolekularen    Mengen  eines     Cyanurhalogenids,    wie     z.B.        Cyanurbromid    oder       vorzugsweise        Cyanurchlorid,    einer     Anthranilsäure,    die  eine     zusätzliche        Carbonsäuregruppe    oder eine     Sulfon-          säuregruppe    enthält, einer     Orthanilsäure,

      die im     Phenyl-          kern    substituiert sein kann, und einem     Aminonaphtol    der       Formel     
EMI0002.0024     
    worin R für ein Wasserstoffatom oder eine     Alkylgruppe     mit niedrigem     Molekulargewicht    steht und ein Y für ein  Wasserstoffatom und das andere für eine     Sulfonsäure-          gruppe    stehen.  



  Als Beispiele von     Anthranilsäuren,    die verwendet  werden können, seien beispielsweise     Amino-terephtal-          säure,        4-Sulfo-2-aminobenzoesäure    und     5-Sulfo-2-amino-          benzoesäure        erwähnt.     



  Als Beispiele von     Orthanilsäuren,    die verwendet  werden können, kommen beispielsweise     Orthanilsäure     selbst und auch     4-Methyl-2-sulfoanilin,        3-Chlor-4-m6thyl-          ss-sulfoanilin,        4-Carboxy-2-sulfoanilin,        3-Chlor-4-carboxy-          6-sulfoanilin,    2,5- und     2,4-Disulfoanilin    und     4-Amino-3-          sulfoanisol    in Frage.  



  Als Beispiele von     Aminonaphtholen    der obigen  Formel, die     verwendet    werden können, seien     1-Amino-8-          naphtol-3,6-disulfonsäure,        1-Amino-8-naphthol-4,6-di-          sulfonsäure    und     1-N-Butylamino-8-naphthol-3,6-di-          sulfonsäure        erwähnt.     



       Im    obigen Verfahren können die verschiedenen  Stufen     gewünschtenfalls    in einem einzigen Gefäss ohne  Isolierung der Zwischenprodukte ausgeführt werden.       Vorzugsweise    wird ein wässeriges Medium verwendet,  aber es ist     eine    gewisse Sorgfalt nötig, um die Hydrolyse  der an den     Triazinkern    im     Cyanurhalogenid    gebundenen  Halogenatome im     Cyanurhalogenid,    verschiedenen Zwi  schenprodukten und dem     Farbstoffendprodukt    zu ver  meiden.

   Die Reaktionsstufe,     in    der das erste Halogen  atom des     Cyanurhalogenids    ersetzt wird, wird vorzugs  weise unter 5     OC    ausgeführt, es kann jedoch eine höhere  Temperatur erforderlich sein. Im allgemeinen wird eine  höhere Temperatur für den Schritt verwendet, in dem  das     zweite    Halogenatom des     Cyanurhalogenids    ersetzt    wird, als     für    das erste.

   Die Kupplung wird vorzugsweise  bei     einem    so     niedrigen        pH-Wert        ausgeführt,    wie er eine  wirksame Kupplung in     Orthostellung    zur     Hydroxyl-          gruppe    des     Naphthalinkernes    ergibt.  



  Das so erhaltene Produkt kann mittels üblicher  Verfahren für die Isolierung wasserlöslicher Farbstoffe  isoliert werden, beispielsweise durch Sprühtrocknen oder  Ausfällen der Verbindung in Form ihres     Natriumsalzes     durch Zugabe von     Natriumchlorid    zum Reaktions  medium und     Abfiltrieren    und Trocknen des entstehenden  Niederschlages.  



  Die neuen     Monoazoverbindungen    sind besonders  wertvoll als     Reaktivfarbstoffe    für     Cellulosetextilma-          terialien,    die sie in roten Farbtönen von guter     Wasch-          und    Lichtechtheit färben, wenn sie in Verbindung mit  einem     Alkali    aufgebracht werden, beispielsweise mittels  der in den     brit.    Patentschriften Nr. 797946, 819585 und  820470 beschriebenen und beanspruchten Verfahren.

   Im  Vergleich zu den Farbstoffen, die in der schweizerischen  Patentschrift Nr. 374782 beschrieben sind, haben die  neuen     Monoazoverbindungen    die wertvolle Eigenschaft,  dass jeglicher Teil der Verbindung, der nicht mit der  Faser reagiert hat oder während des     Färbeverfahrens          hydrolysiert    worden ist, leichter aus dem Textilmaterial  ausgewaschen wird. Die neuen     Monoazoverbindungen     können auch verwendet werden, um natürliche Proteine,  wie     z.B.    Wolle, Seide und Leder, und synthetische Poly  amid- und     Polyacrylnitril-Textilmaterialien    in roten  Farbtönen mit grosser Waschechtheit zu färben.

   Die  Färbung dieser Materialien kann durch eine Behandlung  mit einer sauren, neutralen oder schwach alkalischen  Lösung des Farbstoffes     ausgeführt    werden, und     ge-          wünschtenfalls    kann der     pH-Wert    des Färbebades  während des Färbens geändert werden, beispielsweise  von einem niedrigen     pH    zu einem höheren     pH    oder  umgekehrt.  



  Die Erfindung wird erläutert, jedoch nicht beschränkt  durch die folgenden Beispiele, in denen Teile und  Prozentsätze gewichtsmässig angegeben sind.    <I>Beispiel 1</I>    Eine Lösung von 20,4 Teilen     Cyanurchlorid    in 100  Teilen Aceton wird in ein gerührtes Gemisch von 150  Teilen Wasser und<B>150</B> Teilen zerkleinertem Eis bei  0-3     OC    gegossen. Zu der so erhaltenen Suspension von       Cyanurchlorid,    die auf einer Temperatur zwischen 0 und       50C    gehalten wird, wird während 20 Minuten eine  neutrale Lösung von 40 Teilen des     Dinatriumsalzes    der  1     -Amino-8-naphthol-3,6-disulfonsäure,    gelöst in 200  Teilen Wasser, zugegeben.

   Das Gemisch wird bei 0-5     IC          gerührt,    bis keine unveränderte     1-Amino-8-naphtol-3,6-          disulfonsäure    in der Lösung zurückbleibt. Während  dieses Zeitraumes wird wässerige     2n-Natriumcarbonät-          lösung    zugegeben, um den     pH-Wert    auf 7,0 zu halten.  



  Eine Suspension der     Diazoverbindung    aus 25,3  Teilen     Anilin-2,4-disulfonsäure,    die durch     Diazotieren     eines Gemisches von     Anilin-2,4-disulfonsäure    in 200 Tei  len Wasser und 22 Teilen     Salzsäure    (Dichte 1,18) mit  6,9     Teilen        Natriumnitrit    bei     einer    Temperatur zwischen  0 und 2     OC    erhalten wurde, wird während 5 Minuten zu  dem Gemisch gegeben, während die Temperatur     zwischen     0 und 5     OC    gehalten wird.

   40 Teile     Natriumacetat-          kristalle    werden dann während 10 Minuten zu dem  Gemisch gegeben, das bei einer Temperatur     zwischen    0  und 5     OC    16-20 Stunden lang     gerührt    wird. Allmählich  wird wasserfreies     Natriumcarbonat    zugegeben, bis der           pH-Wert    des Gemisches 7,0 ist, und dann wird     Natrium-          chlorid    zugegeben, so dass sich eine Konzentration von  200 g pro Liter ergibt, und das Gemisch wird 30 Minuten  lang     gerührt    und filtriert. Der entstehende Farbstoff wird  mit Aceton gewaschen und getrocknet.  



  40,9 Teile des     Tetranatriumsalzes    des erhaltenen  Produktes werden in 600 Teilen Wasser gelöst. Eine  Lösung von 10,9 Teilen     2-Amino-5-sulfobenzoesäure    in  100 Teilen Wasser bei einem     pH    von 7,0 wird zugegeben,  und das Gemisch wird bei einer Temperatur zwischen  35 und 40     OC    gerührt.  



  Wässerige     2n-Natriumcarbonatlösung    wird zugegeben,  um den     pH-Wert    auf 7,0 zu halten, und das Rühren  wird bei einer Temperatur zwischen 35 und 40     IIC     2 Stunden lang fortgesetzt. Es wird     Natriumchlorid    zuge  geben, um eine Konzentration von l00 g pro Liter zu    ergeben, und der ausgefällte Farbstoff wird     abfiltriert     und bei 50      C    getrocknet.  



  Wenn er in Verbindung mit einer Behandlung mit  einem säurebindenden Mittel auf     Cellulosetextilma-          terialien    aufgebracht wird, liefert der Farbstoff leuchtend  rote Färbungen und Drucke mit sehr guter Licht- und  Waschechtheit.  



  Die folgende Tabelle beschreibt die Farbtöne, die  mit weiteren oben definierten Farbstoffen, die mittels  der in Beispiel 1 beschriebenen allgemeinen Methode  erhalten wurden,     d.h.    durch Kuppeln eines     Diazosalzes     des in der ersten Spalte genannten     Amines    mit dem     N-          Dichlor-s-triazinylderivat    des in der zweiten Spalte  genannten     Aminonaphthols    und Kondensieren des so  erhaltenen Produktes mit einem     Mol    des in der dritten  Spalte genannten Amins erhalten wurden.

    
EMI0003.0024     
  
    Diazokomponente <SEP> Aminonaphthol <SEP> Amin <SEP> Farbton
<tb>  2 <SEP> Anilin-2,5-disulfonsäure <SEP> .. <SEP> l <SEP> -Amino-8-naphtol-3,6-di- <SEP> 2-Amino-5-sulfo- <SEP> rot
<tb>  sulfonsäure <SEP> benzoesäure
<tb>  3 <SEP> 4-Nitroanilin-2-sulfonsäure <SEP> . <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  4 <SEP> 4-Methylanilin-2-sulfonsäure <SEP> . <SEP>   <SEP> %> <SEP> >>
<tb>  5 <SEP> 4-Chlor-5-methylanilin-2-sulfonsäure <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  6 <SEP> 5-Chlor-4-methylanilin-2-sulfonsäure <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  7 <SEP> 4-Methoxyanilin-2-sulfonsäure <SEP> . <SEP>   <SEP>   <SEP>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Monoazoverbindungen, die in Form der freien Säuren durch die Formel EMI0003.0026 dargestellt werden, worin A für einen o-sulfonierten Phenylrest, der andere Substituenten enthalten kann, X für ein Halogenatom, ein Y für ein Wasserstoffatom und das andere für eine Sulfonsäuregruppe,
    ein Z für eine Carbonsäure- oder Sulfonsäuregruppe und das andere für ein Wasserstoffatom und R für ein Wasser stoffatom oder eine Alkylgruppe mit niedrigem Moleku- largewicht stehen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Amin der Formel A-NHdiazotiert, die so erhaltene Diazo- niumverbindung mit einer Verbindung der Formel EMI0003.0039 gekuppelt und die so erhaltene Dihalogentriazinylaminoazoverbindung mit einem Amin der Formel EMI0004.0002 umgesetzt wird.
    <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patent anspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
CH1258868A 1960-11-23 1961-11-21 Verfahren zur Herstellung von neuen Monoazoverbindungen CH473200A (de)

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CH1353061A CH473876A (de) 1957-04-23 1961-11-21 Verfahren zur Herstellung von neuen Monoazoverbindungen

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