CH467978A - Kirchenheizung - Google Patents
KirchenheizungInfo
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Description
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Kirchenheizung Die Erfindung betrifft eine Kirchenheizung, die trotz geringer Heizleistung ausserordentlich wirksam ist.
Die Beheizung von Kirchen und ähnlich grossen Räumen macht bekanntlich ausserordentliche Schwierigkeiten. Meist werden derartig grosse Räume durch Luftheizung beheizt, jedoch sind solche Anlagen ziemlich aufwendig, und es treten dabei Schwierigkeiten auf, da die Isolierung gegen Schall und Rauchgase einwandfrei sein muss.
Weiterhin wurde bereits versucht, derartig grosse Räume mit Strahlungsheizungen zu erwärmen, jedoch sind die dafür zu verwendenden Gasglühkörper wegen ihrer technisch bedingten Form in Kirchen oder Versammlungsräumen sehr störend.
Ausserden ist eine gleichmässige Verteilung der Wärme in der Praxis kaum zu erreichen.
Elektrische Heizungen sind wegen ihrer hohen Betriebskosten im allgemeinen nicht tragbar.
Es ist auch schon versucht worden, Kirchen oder andere grosse Räume mit Radiatoren oder Heizschlangen zu erwärmen, jedoch wirken auch solche Heizkörper sehr störend und ausserdem besteht bei Verwendung von Warmwasser oder Niederdruckdampf als Heizmittel die Gefahr des Einfrierens.
Zweck der Erfindung ist es, eine Kirchenheizung zu schaffen, mit der obige Nachteile beseitigt werden und die einen ausserordentlich hohen Grad an Wirtschaftlichkeit aufweist.
Die erfindungsgemässe Kirchenheizung, bei der wärmespendende Heizrohre unter den Besucherbänken angeordnet sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Banktragkonstruktion und die Haltekonstruktion für die Heizrohre miteinander verbunden sind und hierbei die unmittelbar an der Unterseite der Bank angeordneten Heizrohre annähernd der Banklänge entsprechen, das Ganze derart, dass von den Heizrohren im wesentlichen nur jener Bereich der Kirche erwärmt wird, welcher dem von den Bankbenützern einzunehmenden Bereich entspricht.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass der Schutz der Kirchenbesucher gegen Kälteeinwirkung in ausreichendem und zufriedenstellendem Masse bereits dann gewährleistet werden kann, wenn für eine möglichst gleichmässige Erwärmung des von den Besuchern einge- nommenen Teilraumes im Bereich der Bänke gesorgt wird. Diese Voraussetzung wird gerade bei der vorliegenden Kirchenheizung in hohem Masse erfüllt. Da hier nur derjenige Teil des Gesamtraumes erwärmt wird, in dem sich Personen aufhalten, und dieser Teilraum im Verhältnis zum Gesamtvolumen der Kirche verhältnismässig klein ist, bringt die vorliegende Heizung im Vergleich zu anderen bekannten Heizungen eine erhebliche Einsparung an Kosten.
Um das Einfrieren der Heizung zu vermeiden, ist es zweckmässig, als Wärmeträger eine bei Umgebungstemperaturen nicht gefrierende Lösung zu verwenden.
Zweckmässig werden pro Bank zwei Heizrohre mit Rechteckquerschnitt vorgesehen. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die Heizung unter den Kniebänken angeordnet. In diesem Falle haben die vorzugsweise 2 mm starken Rechteckrohre einen Querschnitt von 45 X 25 mm.
Vorzugsweise ist die Banktragkonstruktion aus in vorgegebenen Abständen in Längsrichtung der Bank vorgesehenen, jeweils aus einem Sockelflansch, einem Fuss und einer Tragplatte bestehenden Stützen gebildet, wobei an jeder Tragplatte Blechstreifen für die Halterung der Heizrohre befestigt sind. Die Lagerung des Fusses im Sockelflansch kann hierbei vorzugsweise als Schraubverbindung ausgeführt sein. Diese Tragkonstruktion macht eine spezielle Unterstützung der Bänke überflüssig und bedeutet somit eine Kostenersparnis.
Durch diese vorgesehene Ausbildung einer Heizung erhält man neben den bereits erwähnten Vorteilen geringerer Kosten und einer Verminderung der Einfriergefahr ausserdem noch eine geringe Anheizzeit, eine sehr schnelle Betriebsbereitschaft, und es können störende Geräusche vermieden werden, da sich der Heizraum mit einfachen Mitteln gegen eine Weiterleitung des Schalls isolieren lässt.
Die vorliegende Kirchenheizung weist überdies den Vorteil auf, dass sie aufgrund ihrer verdeckten Anordnung unter den Kirchenbänken das Gesamtbild der Kirche nicht durch störende Heizkörper beeinträchtigt.
Es sei ferner darauf hingewiesen, dass eine störende Luftzirkulation, wie sie bei anderen Heizungen auftritt,
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praktisch dadurch vermieden werden kann, dass der Raum gleichmässig erwärmt wird.
Wenn in einer Kirche ausser den für die Besucher vorgesehenen Bänken noch andere Räume wie beispielsweise der Chor, erwärmt werden sollen, dann sind hierfür eigene Heizungen vorzusehen, weil die Bankheizung solche von den Bänken entfernt liegende Stellen nicht mitheizt.
Die erfindungsgemässe Kirchenheizung wird im folgenden anhand einer beispielsweisen Ausführungsform einer Kniebankheizung erläutert, in der: Fig. 1 eine mit einer Heizung ausgerüstete Kniebank im Querschnitt; Fig. 2 die Bank nach Fig. 1 im Teillängsschnitt; und Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer Bank mit Heizung im Teillängsschnitt zeigen.
Aus der Fig. 1 ist ersichtlich, dass in einen Sockelflansch 1 ein Fuss 2 so weit eingeschraubt ist, dass die Kniebank die vorgesehene Höhe erhält. Der Fuss, beispielsweise ein unten mit einem Gewinde versehener Rundstab, ist oben an eine Platte 3 angeschweisst, auf der wiederum eine Pressplatte 4 aufliegt. Auf dieser Pressplatte 4 ist eine Polsterung 5 befestigt.
Vermittels der Schrauben 6 werden Blechstreifen 7 gehalten, die die im vorliegenden Beispiel als Vierkantrohre ausgebildeten Heizleitungen 8 tragen, welche annähernd der Banklänge entsprechen, so dass auf diese Weise von den Heizleitungen 8 im wesentlichen nur jener Bereich der Kirche erwärmt wird, welcher dem von den Bankbenützern einzunehmenden Bereich entspricht.
Aus der Fig. 2 ersieht man die am Ende eines Rohres 8 vorgesehene Einschweissmuffe 9, an der wiederum ein Anschluss angebracht ist. Bei der gewählten Konstruktion können diese Anschlüsse so untergebracht werden, dass sie für einen Besucher praktisch nicht sichtbar sind.
Als Pressplatte kann beispielsweise eine Hartfaserplatte verwendet werden, und die Polsterung kann aus einem mit Schaumstoff unterlegten Kunstleder bestehen.
In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform einer Kirchenbank mit einer Heizung gezeigt, in der zusätzlich zu der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform unterhalb der Pressplatte 4 ein blankes Blech 10 angeordnet ist, das sich über die ganze Unterseite dieser Pressplatte erstreckt.
Ein solches Blech kann aus einer 0,75 mm starken Aluminiumfolie bestehen, wie sie für die Reflexion von Wärmestrahlung speziell hergestellt werden. Die Ausnüt- zung der Heizleistung kann dadurch um etwa 30% gesteigert werden. Die Befestigung dieser Folie kann z.B. mit Nägeln erfolgen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kirchenheizung, bei der wärmespendende Heizrohre unter den Besucherbänken angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Banktragkonstruktion und die Haltekonstruktion für die Heizrohre miteinander verbunden sind und hierbei die unmittelbar an der Unterseite der Bank angeordneten Heizrohre annähernd der Banklänge entsprechen, das Ganze derart, dass von den Heizrohren im wesentlichen nur jener Bereich der Kirche erwärmt wird, welcher dem von den Bankbenützern einzunehmenden Bereich entspricht. UNTERANSPRÜCHE 1. Kirchenheizung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bank eine Kniebank ist. 2.Kirchenheizung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeträger eine bei Umgebungstemperaturen nicht gefrierende Lösung ist. 3. Kirchenheizung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der Bank zwei Heizrohre (8) mit Rechteckquerschnitt vorgesehen sind. 4. Kirchenheizung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Banktragkonstruktion aus in vorgegebenen Abständen in Längsrichtung der Bank vorgesehenen, jeweils aus einem Sockelflansch (1), einem Fuss (2) und einer Tragplatte (3) bestehenden Stützen besteht und dass an jeder Tragplatte (3) Blechstreifen (7) für die Halterung der Heizrohre (8) befestigt sind. 5.Kirchenheizung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Blechstreifen (7) mit dem einen Ende mit der ihm zugeordneten Tragplatte (3), beispielsweise durch Verschweissen, fest verbunden ist, während er auf dem anderen Ende mittels einer Schraube durch die Tragplatte (3) hindurch an einer auf der Oberseite der Tragplatte aufliegenden, allen Tragplatten gemeinsamen Pressplatte (4) befestigt ist. 6.Kirchenheizung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite der Pressplatte (4) ein blankes Blech (10) angeordnet ist, das sich über die ganze Unterseite der Pressplatte erstreckt. 7. Kirchenheizung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden der Heizrohre (8) im Bereich der Bankenden Einschweissmuffen (9) vorgesehen sind.
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