CH442877A - Wälzlager und Verwendung desselben - Google Patents
Wälzlager und Verwendung desselbenInfo
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Description
Wälzlager und Verwendung desselben Die Erfindung bezieht sich auf Wälzlager, zwischen deren Wälzkörpern Zwischenstücke angeordnet sind, von welchen wenigstens einzelne als elastische, ungelochte Zwischenstücke, bestehend aus einem oder mehreren Werkstoffen, ausgebildet sind.
Bei grossen, mittenfreien, insbesondere mehrreihigen Wälzlagern, in denen sehr hohe aussermittig angreifende Axial- und Radiallasten auftreten, werden die tragenden Kugeln durch Zwischenstücke in Abstand gehalten, die einen möglichst geringen Abstand von Kugel zu Kugel zulassen, damit eine grosse Tragfähigkeit der Lager er zielt wird.
Es sind Kugellager mit elastischen Zwischenstücken bekannt. Ihre Aufgabe soll sein, einmal - nach einer aufgestellten Theorie - den Kugeln zu gestatten, sich bei ihrem Eintritt in höher belastete Zonen zusammen drängen zu können und bei Verlassen dieser Zonen sich auseinanderziehen zu können; zum anderen sollen die se Zwischenstücke bei ihrem Zusammendrängen als Schmiermittelpumpe wirken und das Schmiermittel zwi schen die Kugeln pressen. Alle diese bekannten Zwi schenstücke sind daher gelocht, sie liegen nur mit Ring flächen an den Kugeln an. Es hat sich jedoch gezeigt, dass eine Pumpwirkung nicht erzielt wird, sondern im Gegenteil ein unerwünschtes Abschaben des Schmier films durch die Lochung erfolgt.
Zudem können sich die Kugeln bei einem Teil der bekannten Zwischenstücke berühren, so dass unnötige Reibung und Erwärmung auftritt. Ein weiterer Nachteil dieser Art Lager, bedingt durch die den Zwischenstücken gestellten Aufgaben, ist der Zwang, die Wälzkörperkette unter Vorspannung zu halten, wodurch die Kugeln am äusseren Ring anliegen. Das ist aber wiederum nur möglich bei einreihigen Ril- lenlagern, so dass die Anwendung der bekannten Zwi schenstücke auf eine einzige Art Lager beschränkt bleibt. Ausserdem wird ein höherer Verschleiss verursacht durch die höhere Flächenpressung infolge der kleineren Anlageflächen.
Dadurch schwindet allmählich die Vor spannung, wodurch eine Lücke in der Kugelkette ent steht, die wiederum ein Querstellen der Zwischenstücke ermöglicht und zur Blockierung des Lagers führt.
Der Einsatz von Zwischenstücken bringt nun aber in die Kugelreihe eine gewisse Steifheit hinein, da die Zwi schenstücke beiderseitig, insbesondere in Kugellagern, die Kugel weit umschliessen müssen, damit einerseits der Kugelabstand gering ist und andererseits der Ver- schleiss infolge geringer Flächenpressung möglichst nie drig gehalten wird.
Diese Steifheit, die eine Zwangsfüh rung bedeutet, ist zwar dem Lager nicht unbedingt als Nachteil zuzuschreiben, da sie sich bei einwandfreier Laufbahn nur günstig auf die Laufgenauigkeit auswirkt, andererseits ist jedoch immer damit zu rechnen, dass die Anlagefläche des Lagers in der Maschine nicht genügend eben ist und dass die Stützkonstruktion der Maschine nicht unbedingt starr ist, sondern, insbesondere bei un gleicher Belastung, auch ungleich nachgibt.
Es tritt daher zeitweise ein Verzug im Lager auf, dem sich die Wälzkör- per infolge ihrer Führung schlecht anpassen können, so dass es zu einer unerwünschten Schwergängigkeit kom men kann, die wiederum die Laufbahn, z.B. durch ein seitigen oder nur stellenweisen Verschleiss, nachteilig beeinflusst. In schweren Fällen, insbesondere bei exzen trisch belasteten Lagern, kann diese Schwergängigkeit sogar bis zur Blockierung führen.
Die Wälzlager nach der Erfindung vermeiden die vorstehend geschilderten Nachteile. Zu diesem Zweck ist die Diagonale der elastischen Zwischenstücke immer länger als der maximale Abstand zwischen den beiden zugehörigen Laufbahnen einer Wälzkörperreihe, so dass die Zwischenstücke auch in entspanntem Zustand nicht kippen können.
Mehrere Ausführungsbeispiele des Wälzlagers gemäss der Erfindung sowie ein Anwendungsbeispiel sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen: Abb. 1 einen Querschnitt durch ein flaches, kreisrun des Zwischenstück aus elastischem Werkstoff mit seit lichen Aussparungen in Form einer Kugelkalotte und einer nach innen gewölbten Mantelfläche.
Abb. 2 einen Querschnitt durch ein ähnlich geform tes Zwischenstück, dessen Mantelfläche nach aussen ge wölbt ist_, Abb. 3 einen Querschnitt durch ein Zwischenstück aus einem Ring beliebigen Werkstoffes mit einem Kern aus elastischem Werkstoff, Abb. 4 einen Querschnitt durch ein Zwischenstück aus zwei Halbteilen mit dazwischen eingearbeiteter Druckfeder, Abb. 5 einen Querschnitt durch ein Zwischenstück aus zwei Halbteilen mit dazwischen eingearbeitetem ela stischen Werkstoff, Abb. 6 einen Querschnitt durch ein Zwischenstück mit beiderseits aussen angearbeitetem elastischem- Werk stoff,
Abb. 7 einen Querschnitt durch ein Zwischenstück aus einer Rundscheibe aus elastischem Werkstoff, Abb. 8 einen Querschnitt durch ein Zwischenstück aus elastischem Werkstoff mit beiderseits kegelstumpf- förmigen Aussparungen, Abb. 9 einen Querschnitt durch ein Drehgestellt von Eisenbahn- oder Strassenbahnwagen.
In den Abbildungen bezeichnet 1 die aus elastischem Werkstoff hergestellten Zwischenstücke, die z.B. an ihren an den Kugeln anliegenden Seitenflächen die kugelkalt- tenförmigen Aussparungen 2 und 2', die in verschiedener Tiefe ausgeführt sein können, aufweisen. Die Mantelflä che dieser Zwischenstücke 1 kann, wie bei 3, nach in nengewölbt oder, wie bei 4, nach aussen gewölbt sein. Der Buchstabe A bezeichnet die diagonale Länge der Zwischenstücke, die grösser ist als der Abstand der bei den zu einander gehörenden Laufbahnen, die etwa an der Oberkante und der Unterkante der dargestellten Zwischenstücke zu denken ist.
Nach Fig. 3 sind die seitlichen Aussparungen 5 ke- gelstumpfförmig gestaltet, wobei die Mittelfläche 6 etwas erhaben ausgebildet ist. Der elastische Werkstoff ist da bei als Kern 7 in einem Ring 8 aus anderem Werkstoff eingelassen. Fig. 4 zeigt ein elastisches Zwischenstück ohne Bremsmöglichkeit, das aus zwei Halbteilen 14 mit in Ausnehmungen 15 eingesetzter Druckfeder 16 gebil det ist. Der elastische Werkstoff kann auch als Zwischen lage 9, wie in Fig. 5, zwischen zwei Halbteilen 10 ein gesetzt sein. Das Befestigen erfolgt vorzugsweise mittels Schwalbenschwanz 11.
In Fig. 6 sind Teile 12 aus ela stischem Werkstoff auf den Seitenflächen einer Scheibe 13 befestigt.
Die Figuren 7 und 8 zeigen Zwischenstücke, die nur aus elastischem Werkstoff bestehen. Fig. 7 ist eine Schei be ohne Rück- oder Vorsprung, während Fig. 8 kegel- stumpfförmige, seitliche Aussparungen zur Aufnahme der Wälzkörper aufweist.
Durch den Einsatz dieser so geformten Zwischen stücke in ein Wälzlager wird ein Abschaben des Schmier films vermieden und die bei Grosslagern massgebenden Einflussgrössen für den Drehwiderstand und zwar die Ungenauigkeiten der Stützflächen der Anschlusskon- struktionen für die Wälzlager sowie die Durchbiegung der Anschlusskonstruktionen unter der Last werden aus geschaltet.
Die Schwergängigkeit und ein Blockieren des Wälz lagers werden verhindert, ohne die grundsätzlichen kon struktiven Voraussetzungen im Lager sowie in der Auf- Lage des Lagers und der Stützkonstruktion der Geräte zu verändern. Durch stellenweisen Einsatz der elastischen Zwischenstücke in die in Abstand gehaltenen Wälzkör- per ohne Vorspannung wird die Steifheit der Wälzkör- perreihe in mehrere Abschnitte unterteilt. Dabei genügt es, z. B. jedes dritte oder vierte Zwischenstück ela stisch auszubilden.
Die Abb. 9 zeigt schematisch einen Querschnitt durch ein Drehgestell von schienengebundenen Fahrzeugen, das mit einem Kugellager ausgerüstet ist, in welchem zwi schen den Kugeln die elastischen Zwischenstücke ein gesetzt sind. Der elastische Teil der letzteren berührt in folge des raschen Richtungswechsels die Kugellaufbah nen und wirkt dämpfend. Unter dem Längsträger 20 des Wagenkastens und dem Wagenkasten-Querträger 21 ist mittels einer Zwischenkonstruktion 22 der obere Ring 23 des Kugellenkkranzes befestigt. Der untere Ring 24 desselben ruht auf einer Zwischenkonstruktion 25, die auf dem Wiegeträger 26 aufliegt. Mit 27 sind die Quer träger des Fahrgestelles angedeutet.
Zwischen beiden Ringen 23 und 24 ist die Tragkugelreihe 28 mit den ela stischen Zwischenstücken eingesetzt. Eine zweite Ku gelreihe 29 mit Kugeln kleineren Durchmessers ist zur Sicherung gegen Abheben zwischen den Ringen 23 und 24 angeordnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Wälzlager, zwischen dessen Wälzkörpern Zwischen stücke angeordnet sind, von welchen wenigstens einzelne als elastische, ungelockte Zwischenstücke, bestehend aus einem oder mehreren Werkstoffen, ausgebildet sind, da durch gekennzeichnet, dass die Diagonale der elastischen Zwischenstücke immer länger ist als der maximale Ab stand zwischen den beiden zugehörigen Laufbahnen einer Wälzkörperreihe, so dass die Zwischenstücke auch in entspanntem Zustand nicht kippen können. Il.Verwendung des Wälzlagers nach Patentanspruch I für kugelgelagerte Drehgestelle, dadurch gekennzeich net, dass der elastische Werkstoff der Zwischenstücke des Wälzlagers bis zur Berührung mit den Laufbahnen der Kugeln des Drehgestelles zusammendrückbar ist, so dass bei Schwenkbewegungen eine Dämpfung erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 1. Wälzlager nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass nur jedes dritte oder vierte Zwischen stück elastisch ausgebildet ist. 2. Wälzlager nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Zwischenstück aus einem eintei ligen, aus elastischem Werkstoff hergestellten Formstück gebildet ist (Abb. 1, 2, 7, 8).3. Wälzlager nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein elastischer Werkstoffteil mittels Schwalbenschwanz in einem Teil, zwischen Teilen oder an einem Teil des Zwischenstückes aus anderem Werk stoff befestigt ist (Abb. 5, 6). 4. Wälzlager nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Zwischenstück als starrer Ring mit eingesetztem Kern aus elastischem Werkstoff gebil det ist (Abb. 3). 5.Wälzlager nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass in mittigen Aussparungen an den einander zugekehrten Seiten eines etwa lotrecht halbier ten Zwischenstückteiles eine Druckfeder eingesetzt ist (Abb. 4).
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