CH441999A - Verfahren zur Herstellung lichtempfindlicher Diazotypiematerialien - Google Patents
Verfahren zur Herstellung lichtempfindlicher DiazotypiematerialienInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung lichtempfindlicher Diazotypiematerialien Die vorliegen de Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Di- azotypiematerialien und verbesserte lichtempfindliche Diazotypiernaterialien, die mittels dieses Verfahrens her gestellt sind.
überzwgslösungen oder dispers,ionen, die gewöhn lich bei der Herstellung von lichtempfindlichen Diazo- typi@ematerialien verwendet werden, können eine oder mehrere lichtempfindliche Diazoniumverbindungen, eine oder mehrere Kupplungskomponenten, einen Farbstoff- kupplungsinhibitox, wie z.
B. eine Säure, Antivergil- bungsverbindungen, wie z. B. Thioharnstoff, und Be, feuchtungsmittel, wie z. B. Zinkchlorid, umfassen.
Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung licht- empfindlicher Diazotypiemawrialien bekannt, bei denen ein Grundma.terlalträger, wie z. B. ein Papiergrundmater rial, zuerst mit einer Vorüberzugsmischung überzogen und anschlimsend mit einer smsibilisierenden Mischung, wie z.
B. einer Mischung der oben erwähnten Art, über zogen wird.
Die Vorüberzugsm;ischung enthält gewöhnlich eine Substanz mit einer kolloidalen Struktur, aber bisher ent hielt sie nicht das wesentliche Element der Sensibilisie- rungsmischung, nämlich den Diazobestandtei.
Ein .anderes bekanntes Verfahren zur Herstellung lichtempfindlicher DiazotypIematerialien besteht darin, das Grundmaterial oder den Träger mit einer Lösung zu überziehen, die sowohl die sensibilisierenden als auch die Vorüberzugsbe.standteile enthält.
Bei dem zuerst erwähnten bekannten Verfahren sind zwei gltrenntz überzugsschritte erforderlich, während bei dem letzteren nur ein Überzugsschritt notwendig ist.
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung lichtempfindlicher Diazo- typiematerialien, das die Auswahl eines grösseren Berei ches von Diazoniumverbindungen und Kupplungskom- pene:nt;:
n gestattet und das in der Herstellung von Di- azotypiematcrialien mit überraschend erhöhter Sensibili- tät und/cder Dichte resultiert.
Das Verfahren zur Herstellung lichtempfindlicher Diazotypiernaterialien gemäss der vorliegenden Erfin dung ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein, Unter lagenmaterial mit zwei getrenntem überzugslösungen oder -suspensionen überzieht,
wobei eine erste Lösung oder Suspension mindestens einen Teil der insgesamt zu verwendenden Diazoniurnv erbindung oder Diazonium- verbindungen mit einem oder ohne einen Teil der an deren Bestandteile,
die die fertige Beschichtung bilden, enthält, während die zweite Lösung oder Suspension, dis anschliessend an die Aufbringung der ersten Lösung cder Suspension auf das Unterlagenmaterial aufgebracht wird, die anderen Bestandteile,
die die fertige Beschich- tung bilden, enthält, wobei die zweite Lösung oder Suspension so angesetzt ist, dass jegliche wesentliche Entfernung der Diazoniumverbindung aus dem ersten überzugig während der Aufbringung des zweiten über- zu#ges verhindert wird.
Die zweite Lösung oder Suspension kann auf das Unterlagematerial aufgebracht werden, entweder bevor oder nachdem der erste Überzug getrocknet ist.
Wo der zweite überzog aufgebracht wird, ehe der erste Überzug vollständig trocken ist, sollte man zur Absorption der Oberflächenflüssigkeit einige Sekunden Zeit lassen, ehe der zweite überzog aufgebracht wird.
Diese Verfahrensweise kann als Nachüberziehen b,z,-:ichnet werden, um sie vom. denn Ausdruck Vor überziehen zu unterscheiden, wo die gesamte Dazo- verbindung in der zweiten überzuglösung vorhanden ist, und sie:
hat die folgenden Vorteile: Das erfindungsgemässe Verfahren gestattet die Sensibilisierung des Grundmaterials oder Trägers mit sensibilisierenden Elementen, die bisher nicht verwendet werden konnten, da sie andernfalls ausfallen würden, wenn sie zusammen in der gleichen Lösung enthalten wären.
Dies ist der Fall bei zahlreichen Diazoverbindun- gE.n und Kupplern, die ausgezeichnete Eigenschaften für die Verwendung bei der Herstellung von Diazotypie= materialien haben, die:
aber wegen ihrer Unverträglichkeit in Lösung bisher nicht der gleichen Sensibilisierungs- lösung einverleibt werden kannten. Demgemäss vermehrt das erfindungsgemässe ver besserte Verfahren beträchtlich und in unerwarteter Weise die möglichen Kombinationen von Diazo- und
Kupplungskomponenten, die bei der Herstellung von lichtempfindlichen Diazotypiematerialien verwendet wer den können.
In vielen Fällen resultiert das erfindungsgemässe Verfahren in einer überraschenden Erhöhung der Sensi bilität und/oder Dichte. Dies ist möglicherweise der Tatsache zuzuschreiben, dass, wenn beispielsweise Pa pier mit einer hochkonzentrierten Lösung sensibilisiert wird, nur ein Teil der Produkte in der Unterlage absor- biert wird,
während ein grosser Teil über die Fasern des Papiers ausgefällt wird. Diese Ausfällung ist der hohen Konzentration der sensibilisierenden. Lösung zu zuschreiben, die zum Teil durch eine partielle Verdamp- fung des Lösungsmittels während des Trocknens erhöht wird und zum Teil durch die selektive Löslichkeit des Lösungsmittels in dem Träger erhöht wird.
Die ausge fällten Produkte können nicht in. das Innere der Fasern eindringen. Es ist bekannt, dass ausgefällte Diazoverbin dungen in einer schwach oder nicht ionisierten Form gegen Licht weniger empfindlich sind.
Es ist daher wahrscheinlich, dass das übliche Vor überziehen die Ausfällung der Diazoverbindung in einer schwach oder nicht ionisierten Form verhindert, die auf dem Äusseren der Fasern bleibt. Diese Erklärung würde die erhöhte Sensibilität von gewöhnlichem vorüberzoge- nen Materialien erklären.
Mit dem erfindungsgemässen Verfahren ist es mög lich, die erste Lösung oder Suspension in einer solchen Weise herzustellen, dass die gesamte Diazoverbindung in einer ionisierten und gut dispergierten Form vorliegt.
Diese Erklärung wird lediglich gegeben, um ein Ver ständnis der Erfindung zu erleichtern, soll die Erfindung aber in keiner Weise beschränken.
Die zweite Lösung oder Suspension, die als der Über- überzug bezeichnet werden kann, kann Fällungsmittel enthalten, und sie ist derart, dass sie die durch den ersten Überzug auf die Unterlage aufgebrachte Diazoverbin- dung nicht auswäscht, obgleich kleine Mengen der Di- azove:
rbindung,die auf der Oberfläche der Grundrnate- rialfasern abgeschieden sein können, ohne schädliche Wirkungen durch Waschen entfernt werden.
Wo die Diazoniumverbindung oder die Diazonium verbindungen der ersten überzugslösung oder -suspen- sion verhältnismässig löslich ist bzw. sind, sollte die Wir kung des Ausfällmittels -entsprechend kräftig sein.
Im allgemeinen sollte die Wirkung dies Ausfällungsmittels um so kräftiger sein, je löslicher die Diazoniumverbin- dung oder die Diazoniumverbindungen sind.
Die zweite überzugslösung sollte keine Substanzen enthalten, die irgendeine wesentliche Menge der bereits auf dem ersten Überzug abgeschiedenen Diazonium- verbindung auflösen würden.
Demgemäss sollte die zweite Überzugslösung Mittel enthalten, die die Löslichkeit der Diazo.niumverbindung herabsetzen, beispielsweise Substanzen, die mit der Di- azoniumvrbindung nur wenig lösliche Doppelsalze bil den, wie z. B.
Zinkchlorid, Stannochlorid, Cadmium- chlorid, die Wolframatz, die Fluorborate, die Siliko- fluorate, die Chlorate und Sulfate von Alkali oder EM- alkalimetallen, sulfonierte oder nicht sulfonierte Kupp ler, lösliche Ferrocyanide, wie z.
B. Alkalimetallferro- cyanide, sulfoniertes Benzol oder Naphthalin, und allger mein können alle Substanzen verwendet werden, die die Löslichkeit der Diazoniumverbindung vermindern, ohne ihre Sensibilität herabzusetzen.
Es ist auch vorzuziehen, der zweiten Lösung Sub stanzen zuzusetzen, die in Wasser oder in dem verwen deten Lösungsmittel leicht löslich sind.
Es kann manch mal nützlich sein, kleine Mengen löslicher Substanzen zu der erstem überzugslösu ng zuzusetzen. Dieses Ver- fahren kann beispielsweise brauchbar sein, wenn lös liche Säuren., die die Diazonumverbindung gegen Zer- setzung oder Trocknung schützen, verwendet werden.
Diese Substanzen werden teilweise durch die zweite Lösung wieder aufgelöst, aber da sie in kleinen. Mengen. verwendet werden, modifizieren sie den zweiten Über zug nur geringfügig. Diese geringfügige Modifizierung der Mischung kann leicht durch eine Modifizierung der Zufuhr zu dem zweiten Bad kompensiert werden.
Die zweite überzngslösung kann. Diazoverbindun- gen enthalten, die von den in der ersten überzugslösung, verwendeten verschieden sein, können.
Sie sollten je doch mit den in dem zweiten Überzug verwendeten Pro- dukten, die verwendet werden, um die Diazoniumver- bindung in dem ersten Überzug unlöslich zu machen, nicht ausfallen, sie werden daher zweckmässig in einer Menge unter der,die in. der ersten überzugslösung oder -susp.ension enthaltenen Diazoverbindungen ausfällenden Konzentration verwendet.
Die erste und zweite f,,,berzugslösung können Be- standteile enthalten, die gewöhnlich in der bisher be- kannten Vorüberzugsmischung verwendet werden, z. B. Siliciumdioxyd oder andere Pigmente, Bindemittel, wie z. B. Stärke, Polyvinylacetat, Polyvinylalkohol, Gelatine und andere Kolloide.
Das erfindungsgemässe Verfahren hat insofern einen weiteren Vorteil, -als aus den dadurch hergestellten Ma terialien hergestellte Drucke eine geringere Tendenz zum Ausbluten haben, als wenn sie mittels bekannter Verfahren überzogen werden.
Dies ist der Tatsache zuzuschreiben, dass Diazonium- verb'nidungen, I> die unlösliche Farbstoffe liefern, verwen det werden können, die andernfalls mit dem Kuppler nicht verträglich sein würden, wenn sie in der gleichen Lösung verwendet werden würden.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Ver fahrens liegt in d er Zunahme der Leuchtkraft des ge- bildeten Farbstoffes, die wahrscheinlich der Tatsache zuzuschreiben ist, dass der gebildete Farbstoff in einer mehr zerteilten Verfassung auf der Oberfläche vorliegt.
Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren herge stellte Material kann in allen Diazotypieprozess!c-n an gewendet werden, wie z. B. in den 1- oder 2-Kompo- nentenprozessen zur halbtrockenen bzw. Ammoniakgas- entwicklung oder in Wärmeentwicklungsprozessen oder ähnlichen Prozessen.
Alle in Wasser löslichen Diazoniumverbindungen können zum Zwecke der Sensibilisierung eines Trägers, der Wasser absorbiert oder durch Wasser gequollen wird, verwendet werden.
Alle Diazoniumverbindungen, die in einem Gemisch von Wasser und organischem Lö sungsmittel oder in einem organischen Lösungsmittel oder in ein.-In Gemisch von organischen Lösungsmitteln ohne Wasser löslich sind, können verwendet werden, wenn die Träger durch diese Lösungsmittel gequollen werden oder diese Lösungsmittel absorbieren.
Die Di- azoniumverbindung kann auch in einem Kolloid gelöst werden, das auf der Unterlage abgeschieden wird, und in diesem Falle bildet das Kolloid den Träger.
Eine derartige Diazoniumverbindung, die bekannt- lieh gewisse ausgezeichnete Eigenschaften besitzt, ist 2, 5-Di-n-butoxy- 4 - morpholinobenzoldiazoniumchlorid, das bisher wenig, wenn überhaupt, bei der Herstellung von lichtempfindlichen 2,Komponentwn-Diazotypie materialien verwendet worden ist,
und zwar infolge der Tatsache, dass es ausfällt, wenn es mit praktisch allen Kupplern in Lösung ist. Seine Löslichkeit in Wasser ist beschränkt, aber sie ist hoch genug, um beim Drucken eine starke Liniendichte zu ergeben;
andererseits ist es nicht löslich genug, um durch den Überüberzug ausge waschen zu werden, der das Fällungsmittel enthält.
Demgemäss ist eine, Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung von lichtempfindlichen Diazotypiemate, rialien gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch ge- kennzeichnet, dass man ein Unterlagematerial mit einer ersten Lösung oder Suspension überzieht, die 2,
5-Di-n- butoxy-4-morpholinobe,azoldiazoniumehlo@rid enthält zu sammen mit gewissen anderen Bestandteilen der ferti gen Beschichtung, die aber die Kupplungskomponente nicht enthält, und dann, bevor oder nachdem der erste; Überzug trocken ist, mit einer zweiten Lösung oder Susp@ens@ion überzieht, die 2,3-Dihydroxynaphthalin zu sammen mit den restlichen Bestandteilen der fertigen Beschichtung enthält.
Ein verbessertes erfindungsgemäss hergestelltes lichtempfindliches 2-Komponenten-Diazotypiematerial besteht aus einem Unterlagematerial, das mit einer er sten Lösung oder Suspension überzogen ist, die aus Was ser, 2,5-Di-n-butoxy-4-morpholinob@enzoldiazonium- chlorid, Zitronensäure, Siliciumdioxyd und einer wässri- gen Polyvinylacetatdispersion besteht,
und dann mit einer zweiten Lösung oder Dispersion überzagen ist, die aus Wasser, 2,3-Dihydroxynaphthalin, Zitronensäure, Zinkchlorid, Natriumthiocyanat, Thioharastoff und Di- äthylenglykol besteht.
Beliebige andere geeignete lichtempfindliche Di- azoniumverbindungen können verwendet werden, wo bei die folgenden als Beispiele angegeben werden:
4-N,N-Dirnethylamino-3-chlorbenzoldiazoniumchlorid, 4-N-B,enzyl-N-äthylamino,3-n-propoxybenzol- diazoniurnchlorid, 4-N-Benzyl n äthylamino-3-isopropoxybenzol- diazoniumehlorid, 4-N-Bznzyl-N-methylamino-2-chlor-5-n-propoxy benzoldiazo#niurnchlorid, 4-Pyrrolidino-3-alkoxybenzoldiazoniumchlomid, 4-Dialkylamino-3-phenoxybenzoldiazomumchlorid, p-Diazo-diphenylamin, 4-p-Tolylmercapto-2,5-diäthoxybenzo,
Idiazonium- chlorid-Zinkchlorid, 2-p-To,Iylrnercap@to-4,5-dimethoxybenzoldiazonium- chloridZinkchlorid, 2-Dimethylamino-3-methyl-4-chlor'benzol- diazoniumchlorid. In Wasser lösliche Kupplungskomponenten können bei der Sensibilisierung von Trägern verwendet werden, die Wasser absorbieren oder durch Wasser gequollen werden. Kupplungskomponenten,
die in einem Gemisch von Wasser und organischen Lösungsmitteln oder in einem Gemisch von organischen Lösungsmitteln ohne Wasser löslich sind, können verwendet werden, um Träger zu sensibilisieren, die diese Geonische absorbie ren oder durch diese. Gemische gequollen werden.
Beliebige geeignete Kupplungskomponenten können im e:rfindungsgemäs:s,en Verfahren verwendet werden, wobei die folgenden Beispiele sind: a) Phenol. und substituierte Phenole, z. B. p-Xylenol, b) PoIyhydroxyphenyle und substituierte Polyhydroxy- phenyle, z.
B. Resorcin, Octylresorein, Phloroglucin, Res orcylamine, c) Naphthole und substituierte Naphthole: 2,3-Dihydr- oxynaph.thalin-5-sulfonsäu.re, 2-Hydroxynaphthalin- 6 sulfonsäure, f-Hydroxynaphthalinamide, d) Kuppler, die eine reaktionsfähige Methylengruppe enthalten:
1-Phenyl-3-methylpyrazol-5-on-Aceto- acetanilid.e.
Die folgenden stabilisierenden Komponenten kön nen verwendet werden: Thioharnstoff, Naphthalin- sulfonsäuren, organische Säuren, wie z. B. Zitronen säure oder Weinsäure, und anorganische Säuren, wie z. B. Schwefelsäure oder Salzsäure, Salze von anorgani schen Säuren, wie z. B. Zinkchlorid und. Aluminium- sulfat, Gadmium@sulfid, Magnesiumchlorid usw.
Die folgenden hygroskopischen Mittel und Entwick- lungsbeschleuniger, wie z. B. Polyglykole, Glycerin, 1-Allyl-3-f3-hydroxyäthyl-2-thioharastoff, können ver wendet werden.
Ein besonders nützliches und wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung ist, dass es möglich ist, der zweiten überzugslös.ung oder -susp,ension ein lösliches Thiocyansalz und/oder Zinkchlorid einzuverleiben, um als Fä:llungsmittel zu wirken.
Papier, Pausleinen, verseifte oder nicht verseifte Gelluloseacetatfilme, Filme von Polyäthylen, Polyamid, Polystyrol und anderen Kunststoffmaterialien, Metall- folien, insbesondere Aluminiumfolien mit einer Schicht von Aluminiumhydroxyd darauf, können verwendet werden.
Die vorliegende Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert: <I>Beispiel 1</I> Ein Papiergrundmaterial wird zuerst mit der folgen dem Lösung überzogen: Bad Nr. 1:
100 cm3 Wasser, 2,5 g p-Dipropylaminobenzol.diazoniumchlorid- Zinkchlorid 2,5 g kolloidiales Siliciumdioxyd, 5 crn3 einer 50o/oigcn Polyvinylacetatemulsion Nach dem Trocknen wird die folgende Lösung auf die gleiche Oberfläche aufgebracht: Bad Nr. 2:
100 cm3 Wasser, 3,5 g 2,3-Dihydroxynaphthalin-6-sulfonsäure (Natriumsalz), 5 g Thioharastoff, 6,5 g Zinkchlorid, 1 g Natriumsulfocyanat, 3 g Polyglykol 5 g Zitronensäure, 0,5 g Aluminiumsulfat. Dieses Material ergibt nach Belichtung und Ent wicklung durch Ammoniakgas intensiv blaue Kopien von verbessertem Kontrast, die wasserfest sind und einen weissen Hintergrund haben.
Wenn .ein Bleistiftoriginal für die Belichtung verwendet wird, hat der resultie- rende Druck einen sehr gleichmässigen Hintergrund.
Wenn die Bestandteile der beiden obigen Bäder in einem Bad kombiniert werden, resultiert eine beträcht liche Kristallisation, die 80 % oder mehr der Diazonium- verbindung indem Ansatz beseitigt.
Wenn nur ein Bad verwendet würde, indem man dem ersten Bad eine löslichere Diazoniumverbindung als die oben genannte zusetzt, z.
B. p-Diazodihydroxy- äthylaminoanilin, würde ein Material erhalten, das 20 bis 30 0,lo weniger empfindlich ist und einen geringeren Kontrast und blassere Linien mit einem sehr körnigen Hintergrund liefert, auf dem die Linien beim Feucht werden verlaufen würden.
<I>Beispiel 2</I> Das Verfahren von Beispiel 1 wird befolgt, aber die beiden Bäd:.r haben die folgenden davon verschiedenen Bestandteile: Bad Nr. 1:
100 cm" Wasser, 2 g 2,5-Dibutoxy-4-hydroxy-äthoxybenzyl- aminob; nzoldiazoniumchlorid-Zinkchlorid, 0,5g Zitronensäure, 5 a kolloidales Siliciumdioxyd, 5 cm" einer 10%igen Polyvinylalkohollösung, 3 cm- einer 55%igen Polyvinylacetatemulsion Bad Nr. 2:
100 em3 Wasser 0,3 g 4 Äthylasnino-5-methylbasszoldiazonium- chlorid, 4 g Thioharssstoff, 9 g Zinkchlorid, 0,25 g Natriumsulfocyanat, <B>0,8-</B> ss-Hydroxynaphthoesäureäthanolamid, 0,25 g Acetoacetanilid, 4,5 g Zitronensäure, 5 g Polyglykol.
Ein Material mit einer dichten schwarzen Linie mit ausgezeichneter Stabilität, Kontrast, Gleichmässigkeit des Hintergrundes und Wasserechtheit wind erhalten. Die Elemente der beiden Bäder können nicht meinem Bad kcmbiniert werden, ohne dass Kristallisation ein tritt.
<I>Beispiel 3</I> Ein Papierunterlagenmaterial wird mit den folgen den beiden Bädern sensibilisiert, um ein für die halb trockene Entwicklung -geeignetes Material zu erhalten: Bad Nr. 1 100 cm3 Wasser, 2 g 2,5-Dibutoxy-4-benzoylaminobenzol- diazoni:umchlorid Zinkchlorid <B><I><U>0,5-</U></I></B> Zitronensäure, <B>2,3-</B> Siliciumdioxyd, 4 cm3 50%ige Polyvinylalkoholemulsion.
Der Überzug wird nach dem Auftragen reit der Rakel einige Sekunden lang eindringen gelassen und wird dann ohne weiteres Trocknen mit dem folgenden Bad übarzogen: Bad Nr. 2: 100 cmWasser, 10 g Reisstärke, 6 g Natriumchlorid, 1 g Zinkchlorid., 1 g Thioharnstoff, 1 g Natriumthiocyanat, 1,5g Zitronnsäure.
Der Reisstärkebestandteil ist wahlweise vorhanden. Das folgende Entwicklungsbad wird verwendet: 100 cm3 Wasser, 4 g Kaliumborat, <B>0,6</B> g Phloroglucin, 0,4 g Resorcin, 1 g Kaliumcarbonat, 0,1 g Netzmittel.
Ein Material wird erzeugt, das eine schwärzere Linie und eine um 30 % grössere Sensibilität hat, ass wenn die Lösung von Bad Nr.
1 mit der Machen Menge Zitronensäure verwendet würde, die die übliche Sensi- bilisierungslösung ist, und. kein zweites Bad, verwendet würde. Andererseits würde die Zugabe der Elemente des zweiten Bades zu dem ersten Bade zur Kristallisation führen.
Wenn die Dazoniurnverbindung von Bad Nr. 1 durch das Diazoniumsalz von p-Äthylbenzylarninoanilin ersetzt wird, würde die Sensibilitätszunahme noch gröl ser sein, und. zwar in der Grössenordnung von 40 %.
<I>Beispiel 4</I> Pauspapier wird nacheinander seit intennMi'ärem Trocknen mit den folgenden Bädern sensibilisiert: Bad Nr. 1: 70 cm? Wasser, 30 cm' 2,5 g Dibutoxy-4-morpholina-l-diazonium- benzoldiazoniurnchlorid, 0,5 g Zitronensäure.
Bad Nr. 2: 85 --ml Wasser, 15 cm? Athylalkohol, 2 g Zitronensäure, 3,5 g Thioharnstoff, 8 g Zinkchlorid, 1 g Natriumsulfocyanat, 2 g Mannichhase des Xylenols, 0,7 g R-Salz.
Ein Transparentbild für intermediäre Kopien wird erhalten, das ausseromd'entlich empfindlich und dauer haft ist und gelbbraune Linien srgibty <I>Beispiel 5</I> Ein nichtverseifter Celluloseacetatfilm, er für Di- azotypematerial geeignet ist,
wird mit i itermediärem Trocknen mit den folgenden Bädern sensibilisiert: Bad Nr. 1: 5,0 cm' Wasser, 50 cm3 Methylalkohol, 5 g p-Dimethylaminobenzoldiazonium chloriid-Borfluorid, 0,3 cm' konzentrierte Phosphorsäure.
Bad Nr. 2: 50 cm3 Wasser, 50 cm-'- Methylalkohol, 2 cm' konzentrierte Phosphorsäure, 2 g Thioharnstoff, 1,5 g Zinkchlorid, 1,0 g Ammoniumsulfocyanat, <B>2,8</B> g Resorcin, 0,5 g Phloroglucin.
Ein so sünsiblisierter Fihn erzeugt intermediäre Ko pien von hoher Qualität.
Ein lichtempfindliches 2-Komponenten-Diazotypie. material umfasst ein Unterlagenmaterial oder einen Trä ger, der mit einer ersten Lösung oder Suspension über zogen ist, die folgendermassen hergestellt ist:
100 cm@ Wasser, 1 g 2,5-Di-butoxy-4-morpholinobenzol- diazoniumchlorid, 0,5 g Zitronensäure, 5 g Siliciumdioxyd, 5 cms einer 50o/o%gen Polyvinylacetatdispersion in Wasser, und mit einer zweiten Lösung oder Suspension über zogen ist, die folgendermassen hergestellt ist:
100 cm3 Wasser, 0,5 g 2,3-Dihydroxynaph thalin, 5 g Zitronensäure, 7-10 g Zinkchlorid, 1,5 g Natriumthiocyanat, 5 g Thioharnstoff, 5 ein' Diäthylenglykol.
Im allgemeinen wurde gefunden, dass durch Erhö hung des Zinkchloridgehaltes die Leuchtkraft der Druck farbe auch zunimmt und -die Lagerbeständigkeit des Materials gesteigert wird.
Man wird bemerken, dass ,die zweite Überzugs, lösung oder ,suspension Natriumthiocyanat enthält, das wie vorstehend erwähnt .sich als besonders befriedigend als Fälsmittel erwiesen hat.
Zu dem. alternativen Thio- cyanaten können Ammoniumthiocyanat, Zinkthiocyanat oder jedes beliebige andere Thiocyanat, das indem Lö- sungsmittel der zweiten überzugslösung oder -suspen- sion löslich ist, gehören.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung lichtempfindlicher Diazo- typiematürialien, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Unterlagenmaterial mit zwei getrennten überzugslösun- gen oder -suspensionen überzieht,wobei eine erste Lö sung oder Suspension mindestens einen Teil der insge- samt zu verwendenden Diazoniumverbindung oder Di- azoniumverbindung mit einem.oder ohne einen Teil der anderen Bestandteile, die die fertige Beschichtung bil den, enthält, während die zweite Lösung oder Suspen sion, die anschliessend an die Aufbringung der ersten Lösung oder Suspension auf das Unterlagenmaterial auf gebracht wird, die anderen Bestandteile,die die fertige Beschichtung bilden, enthält, wobei die zweite Lösung oder Suspension .so angesetzt ist, dass jegliche wesent liche Entfernung der Diazomumverbindung ,aus dem ersten Überzug während der Aufbringung des zweiten Überzuges verhindert wird. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die zweite überzugslösung oder -s#uspension aufgebracht wird, bevor oder nachdem die erste überzugslösung oder -suspension, die auf das Un terlagenmaterial aufgebracht worden ist, getrocknet ist. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die zweite Überzugslösung oder -suspension ein Fällmittel für die Diazoniumverbindung oder Diazoniumverbindungen enthält. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge,- kennzeichnet, dass das in der zweiten überzugslösung oder -su spension enthaltene Fällmittel so gewählt wird, dass seine Wirkung der Löslichkeit der Diazoniumver- bindung oder Diazoniumverbindungen,die in der ersten überzugslösung oder -dispersion enthalten ist bzw. sind, proportional ist. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fällmittel Substanzen sind, die mit der oder den verwendeten Diazoniumverbindungen nur wenig lösliche Doppelsalze bilden.5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Fällmittel Thiocyanate, Zink chlorid, Stannichlorid, Cadmiumchlorid, die Wolframate, Fluoborate, Silikofluorate, Chloride oder Sulfate von Alkali- oder Erdalkalümetallen, sulfonierte oder nicht sulfonierte Kuppler,lösliche Ferrocyanide, z. B. Alkali metallferrocyanid!e., oder sulfoniertes Benzol oder Naph thalin verwendet. 6.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die zweite überzugslösung oder -susp,ension eine Diazoniumverbindung oder Diazonium- verbindungenenthält, die von der oder den Diazonium- verbindungen verschieden ist bzw.sind, die in der ersten Überzugslösung oder -suspension enthalten ist bzw. sind. 7.Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch ge- kennzeichnet, dass die in der zweiten Überzugslösung oder -su spension enthaltene Diazoniumverbindung oder Diazoniumverbindungen in einer Menge unterhalb der die in der ersten überzugslösung oder -suspensionent haltene Diazoniumverbindung oder Diazoniumverbin- dungen ausfällenden Konzentration verwendet wird bzw.werden. B. Verfahren nach Patentanspruch I zur Herstellung eines lichtempfindlichen 2-Komponenten-Diazotypie- mraterials,, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Unter lagenmaterial mit einer ersten Lösung oder Suspension überzieht, die 2,5-Di-n-butoxy-4 morpholinobenzol- diazoniumchlorid zusammen mit ausgewählten anderen Bestandteilen der fertigen Beschichtung enthält, aber die Kupplungskomponente nicht enthält, und dann, be vor oder nachdem der erste Überzug trocken ist, mit einer zweiten Lösung oder Suspension überzieht, die 2,3-Dihydroxymaphthialin zusammen mit den restlichen Bestandteilen der fertigen Beschichtung enthält. 9. Verfahren nach Patentanspruch I zur Herstellung eines lichtempfindlichen 2-Komponenten-Diazotypie- materials, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Unter- lagenmaterial mit einer ersten Lösung oder Suspension überzieht, die 2,5-Di-n-butoxy-4-morpholinobenzol- diazoniumchlorid zusammen mit ausgewählten anderen Bestandteilen der fertigen Beschichtung enthält, aber die Kupplungskomponente nicht enthält, und dann, be vor oder nachdem der erste Überzag trocken ist, mit einer zweiten Lösung oder Suspension überzieht,die das Di äthanolamid von ss-Hydroxynaphthoesäure zusam men mit den restlichen Bestandteilen der fertigen Be- schichtung enthält. PATENTANSPRUCH II Lichtempfindlicihes Diazotypiemateria4 hergestellt mittels des Verfahrens nach Patentanspruch I. UNTERANSPRüCHE 10.Lichtempfindliches Diazotypiematerial nach Patentanspruch 1I, hergestellt mittels des Verfahrens nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet"dass es ein 2-Komponentenmaterial ist, das aus einem Unter- lagenmaterial besteht, das :eine 2,5-Di-n butoxy-4-mor- pholinobenzoldiazcniumchlorid, Zitronensäure, Silicium dioxyd, Polyvinylacetat, 2,3-Dihydroxynaphthal:in, Zink chlorid, Natriumthiocyanat, Thioharnstoff und Di- äthylenglykol enthaltende Beschichtung trägt.11. Lichtempfindliches Diazotypiematerial nach Pa- tentanspruch II, hergestellt mittels des Verfahrens nach Unteranspruch <B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Untexlagemnaterlal besteht, das eine 2,5-Di-n- butoxy-4-morphalsnobenzoldiazoniumchlo#rid, Zitronen säure, Siliciumdioxyd,Polyvinylacetat, das Di-äthanol amid der /3--Hydroxynaphthoesäure, Zinkchlorid, Na- triumthiocyanat, Thioharnstoff und Diäthylenglykol enthaltende Beschichtung trägt.
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