CH430347A - Zentrifugalkraft-Flüssigkeitskupplung - Google Patents
Zentrifugalkraft-FlüssigkeitskupplungInfo
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Description
Zentrifugalkraft-Flüssigkeitskupplung Gegenstand der Erfindung ist eine Zentrifugalkraft- Flüssigkeitskupplung mit einem Planetenradträger, einem koaxial dazu angeordneten, nach innen offenen, Flüssigkeit enthaltenden Ringkanal, einem koaxial zum Planetenradträger und zum Ringkanal und in bezug zu ihnen drehbaren Sonnenrad, welches mit mindestens einem Planetenrad in Antriebsverbindung steht, das samt einem zu ihm koaxialen und mit ihm fest verbun denen Schaufelrad am Planetenradträger drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaufelrad ein Schöpfrad ist,
das mit seinen Schaufeln die innenseitige Mantelfläche des Ringkanals beinahe berührt und zwi schen zwei Seitenwänden des Ringkanals angeordnet ist, dass ferner eine fest mit dem Planetenradträger verbun dene, zwischen den Seitenwänden angeordnete Längs wand vorhanden ist, die bis zur innenseitigen Mantel fläche des Ringkanals reicht und gegenüber jenem Teil des Schaufelradumfanges, der sich im Betrieb von dieser Mantelfläche wegbewegt, eine Kammer begrenzt, das Ganze so, dass der Widerstand, den das Schaufelrad überwinden muss,
um aus dem zwischen den Seiten wänden und im Ringkanal durch Zentrifugalkraftein- wirkung gebildeten Flüssigkeitsring in die Kammer zu drücken, die übertragung eines Drehmomentes von einer fest mit dem Planetenradträger, dem Ringkanal oder beiden verbundenen Eingangswelle auf eine fest mit dem Sonnenrad verbundene Ausgangswelle bewirkt.
Beiliegende Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dar.
Fig. 1 ist ein schematischer Querschnitt einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 ist ein schematischer Querschnitt einer zwei ten Ausführungsform nach der Linie II-II von Fig. 3, Fig. 3 ist ein Längsschnitt nach III-III von Fig. 2, Fig. 4 ist ein der Fig. 3 ähnlicher Längsschnitt einer anderen Ausführungsform, Fig. 5 ist ein teilweiser Längsschnitt einer Variante dieser Ausführungsform,
und Fig. 6 und 7 sind der Fig. 5 ähnliche teilweise Längsschnitte von Varianten dieser Ausführungsform. In der Zeichnung ist mit 10 eine Eingangswelle be zeichnet, die in den Fig. 3, 4 und 5 drehfest mit einem Planetenradträger 12 verbunden ist; dieser ist mit zur Achse der Eingangswelle parallelen Bolzen 14 versehen, welche je ein Schöpfrad 18 und ein mit diesem fest verbundenes Planetenrad 16 tragen, wobei das Ganze in bezug auf die Hauptachse der Kupplung dynamisch ausgewuchtet ist.
Jedes Schöpfrad 18 hat Schaufeln 20; diese sind entweder als gekrümmte Schaufeln ausgebil det, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, oder als geradlinige Schaufeln ausgebildet, wie etwa in Fig. 1 gezeigt. Die Zwischenräume zwischen den Schaufeln sind auf beiden Seiten durch Scheiben 19 begrenzt.
Koaxial zur Eingangswelle 10 erstreckt sich eine Ausgangswelle 22, die mit einem Zapfen 24 in einer La gerbohrung der Eingangswelle 10 drehbar gelagert ist. Mit der Ausgangswelle 22 ist ein Sonnenrad 26 fest ver bunden, welches ein aussenverzahntes oder ein innen verzahntes Zahnrad oder ein Kettenrad sein kann.
Das. Sonnenrad 26 steht mit den Planetenrädern 16 in Antriebsverbindung, und zwar entweder beispiels weise durch direkten Eingriff oder über ein Zwischen rad 28, das jedem Planetenrad zugeordnet ist und auf einem Zapfen 30 dreht, der am Träger festsitzt. Es wäre auch möglich, am Sonnenrad gleichviele Kettenräder vorzusehen wie Planetenräder vorhanden sind und die Antriebsverbindung über Ketten herzustellen.
In der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der Plane tenradträger 12 fest mit dem Ringkanal verbunden, der seitlich durch Wände 100, 102 begrenzt ist und eine gewisse Flüssigkeitsmenge enthält. In der Ausführungs form nach Fig. 4, die der vorerwähnten ähnlich ist, ist ein ähnlicher Ringkanal Teil einer Trommel, die auf den Wellen 10, 22 auch in bezug auf den Planetenradträger 12 frei drehbar gelagert ist.
In sämtlichen Ausführungsformen ist mindestens eine Wand 40 vorhanden, die am Planetenradträger 12 festsitzt und eine Tasche 42 bildet, in welche das be nachbarte Schaufelrad 18 Flüssigkeit aus dem Ringka nal schöpft, in dem sie sich unter der Zentrifugalkraft- einwirkung als Ring 56 befindet, welche sich aus der Drehung des Ringkanals um seine Achse ergibt.
Wenn der Planetenradträger und der Ringkanal fest mitein- ander verbunden sind, wie dies in der Ausführungs form nach Fig. 3 der Fall ist, so kann die Wand 40 an ihrem Aussenrand mit der Mantelwand 44 des Ring- kanals fest verbunden sein.
Ist jedoch der Ringkanal bzw. die zugehörige Trommel frei drehbar gelagert, wie dies für die Trommel 12a der Ausführung nach Fig. 4 der Fall ist, so ist ein gewisser Spielraum zwischen der Mantelwand 44a der Trommel 12a und dem Aussen rand der Wand 40 vorzusehen, wie bei 46 angedeutet, zur Ermöglichung einer freien Drehung der Trommel um den Planetenradträger.
Wie aus den Fig. 3 bis 7 ersichtlich ist, ist in allen Ausführungsformen jedes Schöpfrad als sogenanntes ge schlossenes Schaufelrad ausgebildet, also mit zwei Sei tenwänden versehen, und mit vernachlässigbar geringem seitlichem Spiel zwischen Seitenwänden des Ringkanals angeordnet, dies, damit sich in den Taschen 42 mit mög lichst wenig Leckverlusten ein möglichst hoher Druck aufbauen kann.
Im Betrieb bewirkt die Eingangswelle eine Drehung im Sinne des Pfeiles 50, wobei aber die Ausgangswelle entweder stillsteht oder mit einer kleineren Geschwin digkeit dreht als die Eingangswelle, und die eingeführte mechanische Energie bewirkt eine Drehung der Plane tenräder um ihre eigenen Achsen im Sinne des Pfeiles 52.
Falls der Planetenradträger 12 mit der Eingangs welle fest verbunden ist und gleich schnell läuft wie diese, werden die Zwischenräder 28 veranlasst, sich am Sonnenrad 26 abzuwälzen, solange eine Geschwindig keitsdifferenz für die Eingangs- und Ausgangswelle vor handen ist.
Solange diese Geschwindigkeitsdifferenz be steht, bewirkt die Drehung der Planetenräder im Sinne des Pfeiles 52, dass diese Planetenräder aus dem Flüs sigkeitsring 56 Flüssigkeit abschöpfen und sie an die Taschen 42 abgeben, entgegen einem hydrostatischen Druck in den Taschen, welcher Druck erzeugt wird unter Zentrifugalkrafteinwirkung, wobei die Flüssigkeit im Sinne des Pfeiles 60 von der Zentralregion der Trom mel abfliesst.
In der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform ist der Ringkanal bzw. die Trommel um den Planetenradträger 3 drehbar gelagert; der Drehantrieb desselben bzw, derselben erfolgt infolge Flüssigkeitsreibung.
Wenn nun die Drehgeschwindigkeit der Ausgangswelle zunimmt, fällt die Drehgeschwindigkeit der Schöpfräder 18 um ihre Eigenachsen ab, bis diese Räder nur noch sehr langsam drehen bzw. nur noch gerade genügend rasch, um die Flüssigkeit zuzuführen,
die aus den Taschen 42 ausrinnt. Damit besteht ein gewisser geringfügiger Schlupf zwischen der Eingangswelle und der Ausgangs welle bei der übertragung des Vollastdrehmomentes. Der Reaktionsdruck auf die Schaufeln 20 bei der Ab gabe von Flüssigkeit an die Taschen 42 führt dazu, dass an den um ihre Eigenachsen drehenden Schöpfrädern 18 ein Bremsmoment zur Auswirkung gelangt.
Dieses Moment wird durch die Zwischenübertragungsmittel an das Sonnenrad übertragen und somit als Ausgangsdreh moment an die Ausgangswelle. Es ist einzusehen, dass bei einer gegebenen Drehzahl der Eingangswelle nur ein maximales Drehmoment übertragen werden kann, wel ches dem in den Taschen 42 aufgebauten Druck pro portional ist.
Sobald das Lastdrehmoment das Aus gangsdrehmoment übersteigt, ist der Druck in den Ta schen 42 nicht mehr genügend gross, um das gewollte Bremsmoment und somit das gewollte Ausgangsdreh moment zu liefern; die Schöpfräder 18 beginnen dann wieder um ihre Eigenachsen zu drehen, und es tritt er neut zwischen den Eingangs- und der Ausgangswelle ein Schlupf ein, der dem Ausmass der Überlast ent spricht.
In den in den Fig. 5 und 6 gezeigten Konstruktionen ist die Trommel 12a bzw. 12b mit in Achsrichtung von einander in Abstand gelegenen Seitenwänden 100a und 102a versehen, welche unmittelbar neben den Schöpf rädern 18 gelegen sind und dem gleichen Zweck dienen wie die beiden Seitenwände 100 und 102 in der Aus- führungsform nach den Fig: 3 und 4.
In der Ausführung gemäss Fig. 6 ist die Trommel 12b und somit auch der Ringkanal fest mit der Ein gangswelle 5 verbunden und der Planetenradträger 12 dreht frei. Bei 110 ist die Trommel 12b mit einer Innen verzahnung versehen, welche mit der Zahnung jedes Planetenrades 16 im Eingriff steht. Jedes Zwischenrad 28 kämmt mit dem zugeordneten Planetenrad 16 und mit dem Sonnenrad 26. In Betrieb bewirkt die zuge führte mechanische Energie die Drehung der Eingangs welle 10 samt der Trommel 12b.
Der Planetenradträger dreht in der Trommel mit einer Geschwindigkeit, die grösser ist als diejenige der Trommel, wenn die Aus gangswelle stillsteht, ebenso wie das Sonnenrad und auch, wenn die Ausgangswelle eine geringere Geschwin digkeit hat als die Eingangswelle.
Diese Drehung bei verschiedenen Geschwindigkeiten veranlasst die Plane tenräder dazu, um ihre Achsen zu drehen, und sobald die Umfangsgeschwindigkeit der Schaufeln von derje nigen des Flüssigkeitsringes abweicht, tragen diese Schaufeln Flüssigkeit einwärts vom Flüssigkeitsring 56 gegen die zentrale Region der Trommel und in die Ta schen 42 entgegen dem in letzteren herrschenden Druck.
Es entsteht ein Drehmoment um die Planetenradachse wie zuvor und dieses Drehmoment wird über das Zwi schenrad 28 an das Sonnenrad 26 und somit an die Ausgangswelle 22 übertragen, wo es als Ausgangsdreh moment zur Verfügung steht.
Ein je nach Last mehr oder weniger grosser Schlupf tritt zwischen der Eingangs- und der Ausgangswelle ein. Die Ausführung nach Fig. 6 kann modifiziert wer den durch Weglassen des Zwischenrades 28, wobei dann das Planetenrad 16 unmittelbar mit dem Sonnenrad 26 in Eingriff steht.
In einer solchen Variante dreht der Träger innerhalb der Trommel mit einer Geschwindig keit, die geringer ist als die Eingangsdrehzahl zur Trom mel, wenn die Ausgangswelle stationär ist und somit auch das Sonnenrad, und auch wenn die Ausgangswelle eine kleinere Drehzahl hat als die Eingangswelle.
Eine solche Drehung bei verschiedenen Geschwindigkeiten veranlasst die Planetenräder, um ihre Achsen zu drehen und in ähnlicher Weise zu arbeiten, wie die Schaufel räder der Ausführung gemäss Fig. 6, wobei das Moment um die Planetenradachsen jedoch direkt vom Planeten rad 16 auf das Sonnenrad 26 übertragen wird.
Die Ausführung nach Fig. 7 gleich derjenigen nach Fig.5 mit der Ausnahme, dass das Sonnenrad eine Innenverzahnung hat, welche mit den Planetenrädern 16 in Eingriff steht. Die Arbeitsweise ist dieselbe.
Aus Fig. 1 ist zu ersehen, dass wenn die Antriebs verbindung in einem Zahneingriff zwischen dem Plane tenrad und Sonnenrad besteht, die Wand 40 dem Plane tenrad in bezug auf den Drehsinn des Trägers vorläuft. Umfasst hingegen diese Antriebsverbindung ein Zwi schenrad, einen Kettenantrieb oder ist das Sonnenrad innenverzahnt, so läuft die Wand 40 dem Planetenrad in bezug auf den Drehsinn des Trägers nach.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zentrifugalkraft-Flüssigkeitskupplung mit einem Pla- netenradträger, einem koaxial dazu angeordneten, nach innen offenen, Flüssigkeit enthaltenden Ringkanal, einem koaxial zum Planetenradträger und zum Ring kanal und in bezug zu ihnen drehbaren Sonnenrad, welches mit mindestens einem Planetenrad in Antriebs verbindung steht, das samt einem zu ihm koaxialen und mit ihm fest verbundenen Schaufelrad am Planetenrad träger drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaufelrad (18) ein Schöpfrad ist, das mit seinen Schaufeln die innenseitige Mantelfläche des Ringkanals (44) beinahe berührt, und zwischen zwei Seitenwänden (100,102 oder 100a, 102a) des Ringkanals angeordnet ist, dass ferner eine fest mit dem Planetenradträger ver bundene, zwischen den Seitenwänden angeordnete Längswand (40) vorhanden ist, die bis zur innenseitigen Mantelfläche des Ringkanals reicht und gegenüber jenem Teil des Schaufelradumfanges, der sich im Betrieb von dieser Mantelfläche wegbewegt, eine Kammer (42) be grenzt, das Ganze so, dass der Widerstand, den das Schaufelrad überwinden muss, um aus dem zwischen den Seitenwänden und im Ringkanal durch Zentrifugal krafteinwirkung gebildeten Flüssigkeitsring in die Kam mer (42) zu drücken,die Übertragung eines Drehmo mentes von einer fest mit dem Planetenradträger (Fig. 4, 5 oder 7), dem Ringkanal (Fig. 6) oder beiden (Fig. 3) verbundenen Eingangswelle (10) auf eine fest mit dem Sonnenrad (26 oder 26a) verbundene Ausgangswelle (22) bewirkt. UNTERANSPRÜCHE 1. Kupplung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Längswand (40), in Drehrichtung des Planetenradträgers gesehen, auf der nacheilenden Seite des Schaufelrades (18) angeordnet ist (Fig. 2). 2.Kupplung nach Patentanspruch, bei der das Pla netenrad (16) mit dem Sonnenrad (26), das aussenver zahnt ist, in Eingriff steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Längswand (40), in Drehrichtung des Planetenrad trägers gesehen, auf der fübrenden Seite des Schaufel rades (18) angeordnet ist. 3. Kupplung nach Patentanspruch, bei welcher der Ringkanal und der Planetenradträger fest miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass das äus- sere Ende der Längswand (40) flüssigkeitsundurchlässig an der innenseitigen Mantelfläche des Ringkanals be festigt ist (Fig. 3). 4.Kupplung nach Patentanspruch, bei welcher der Ringkanal in bezug auf den Planetenradträger drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das äussere Ende der Längswand (40) an der innenseitigen Mantelfläche des Ringkanals flüssigkeitsdicht gleitet (Fig. 4, 5, 6 oder 7). 5. Kupplung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der innere Rand der Längswand (40) nä her bei der Hauptachse gelegen ist als die Drehachse des Planetenrades und des Schaufelrades.
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