Vorrichtung zur stereoskopischen Betrachtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur stereoskopischen Betrachtung eines Objektes durch zwei Okularpaare für gleichzeitig zwei Beobachter.
Es sind bereits Vorrichtungen zur stereoskopischen Betrachtung von Objekten bekannt, von denen jede aus einem Doppelokular und einem Doppelobjektiv besteht. Abgesehen davon, dass diese Vorrichtungen mit erhebli chem konstruktiven und materiellen Aufwand verbun den sind, bereitet die gegenseitige Orientierung, die Be dienung und die Einstellung der beiden binokularen Be trachtungssysteme auf genau gleiche Objektpunkte ins besondere dann Schwierigkeiten, wenn es sich um zwei voneinander völlig getrennte Betrachtungssysteme han delt.
Es ist auch schon bekannt, in einem Strahlengang eines Stereomikroskops oder Doppelfernrohrs ein einfa ches Okular für einen Mitbeobachter anzuordnen, der den gleichen Bildausschnitt wahrnimmt wie der stereo skopisch Beobachtende, jedoch ohne Raumeindruck, was in Fällen der Ausbildung und der Interpretation einen spürbaren Nachteil bedeutet.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur stereoskopischen Betrachtung zu schaffen, die die gleichzeitige räumliche Betrachtung eines Objektes durch zwei Beobachter mit einfachen konstruktiven Mitteln und geringstem materiellen Aufwand ermög licht.
Gemäss der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass den beiden Okularpaaren nur ein Objektiv paar und jedem Objektiv ein Strahlenteiler zugeordnet ist. Der Strahlenteiler kann an beliebiger Stelle zwischen Objektiv und Okular vorgesehen sein.
Besitzt die Vorrichtung ein optisches System zur Veränderung der Vergrösserung (pankratisches System), so ist es von Vorteil, wenn sich der Strahlenteiler zwi schen dem optischen System und den Okularen befindet, so dass sich eine Veränderung der Vergrösserung auf die Betrachtungsstrahlengänge beider Beobachter gleich zeitig und gleichmässig auswirkt. Die pankratischen Systeme sind empfehlenswerter Weise nicht miteinander gekoppelt, so dass im Betrachtungssystem für die linken Augen eine andere Vergrösserung einstellbar ist als für die rechten Augen.
Die Fokussierung der Vorrichtung kann mit Hilfe der Okulare, der Objektive oder beson derer im Betrachtungsstrahlengang vorgesehener Fokus- sierglieder durchgeführt werden.
Die Vorrichtung kann auch mit Messmarken ausge stattet sein, die sich an jeder geeigneten Stelle der Be- trachtungsstrahlengänge befinden. Für die Herstellung und Justierung derartiger Messmarken ist es jedoch von Vorteil, wenn in jedem Betrachtungsstrahlengang nur eine Messmarke zwischen dem pankratischen System und dem Strahlenteiler vorgesehen ist.
Vorteilhaft befindet sich in jedem Betrachtungs- strahlengang zwischen dem Objektiv und dem pankrati- schen System die Ebene einer Zwischenabbildung, in die das betrachtete Bild abgebildet wird. In dieser oder einer ihr konjugierten Ebene können Messhilfsmittel, wie die in der Forstmessung üblichen Messkeile oder -guter, in die Betrachtungsstrahlengänge eingeführt werden.
Schliesslich ist es von Vorteil, wenn zur Berücksich- tigung von Bildkaniungen des zu betrachtenden stereo skopischen Bildpaares optische Glieder, z. B. Schmidt- oder Amiciprismen, in den Betrachtungsstrahlengängen zur Bilddrehung vorgesehen sind.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Er findung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Fig. 1 beinhaltet die optischen Teile des Gegenstandes im Grundriss. Fig. 2 zeigt den in Fig. 1 gekennzeichne ten Längsschnitt durch einen Teil der erfindungsgemäs- sen Vorrichtung.
Das stereoskopische Betrachtungssystem mit den geknickten optischen Achsen 01-0l und 0=-0r besitzt vier Okulare, 1, 2, 3 und 4. In den Bildebenen der Oku lare 1 und 2 sind Messmarken 5 und 6 angeordnet. Zwi schen den Okularen 1 und 2 und den Messmarken 5 und 6 befinden sich zwei Strahlenteiler 7 und 8, an die recht winklige Prismen 9 und 10 angekittet sind.
Durch die Strahlenteiler 7 und 8 werden in den Ebenen der Mess- marken 5 und 6 die von den Okularen 1 und 2 sowie den Okularen 3 und 4 ausgehenden Betrachtungsstrah- lengänge vereinigt.
Dabei werden die Betrachtungsstrah- lengänge der Okulare 3 und 4 über ein rhombisches Prisma 11, ein Linsensystem 12, 13 und das rechtwink- lige Prisma 9 in den Strahlenteiler 7 und über ein rhombisches Prisma 14, ein Linsensystem 15, 16 und das rechtwinklige Prisma 10 in den Strahlenteiler 8 ge- führt.
Die Messmarken 5 und 6 befinden sich in den Brennpunkten von in Fassungen 17 und 18 angeordne ten pankratischen Systemen, die der Änderung der Ver- grösserung der Betrachtungssysteme dienen. Zwei recht- winklige Prismen 19 und 20 knicken die optischen Ach sen 01 OL und 0r--0, und führen die Betrachtungs strahlenbündel je einem Schmidtprisma 21 bzw. 22 zu.
Die Schmidtprismen sind um die sie durchstossenden optischen Achsen drehbar gelagert. Zwischen den recht- winkligen Prismen 19 und 20 und den Schmidtprismen 21 und. 22 befinden sich Zwischenbildebenen El--El und EI Er,
in denen nicht dargestellte Messhilfsmittel ange ordnet werden können. Die Zwischenbildebenen El--El und EI Er sind identisch mit den Brennebenen zweier Linsen 23 und 24.
Zwischen diesen Linsen 23 und 24 einerseits und .den in Richtung ihrer optischen Achsen zu Fokussierzwecken verschiebbaren Objektiven des Be trachtungssystems, in der Zeichnung ist nur das Objektiv 25 der rechten Hälfte des Betrachtungssystems sichtbar (Fig. 2), sind zwei weitere rechtwinklige Prismen 26 und 27 vorgesehen,
die die optischen Achsen 01-01 und 0,70r nochmals knicken. In den vorderen Brennebenen der Objektive befinden sich die der Einfachheit der Darstellung halber nicht dargestellten stereoskopischen Bilder.
Device for stereoscopic viewing The invention relates to a device for stereoscopic viewing of an object through two pairs of eyepieces for two observers at the same time.
Devices for stereoscopic viewing of objects are already known, each of which consists of a double eyepiece and a double lens. Apart from the fact that these devices are associated with considerable constructional and material expenditure, the mutual orientation, operation and setting of the two binocular observation systems to exactly the same object points are particularly difficult when two completely separate objects are involved Viewing systems.
It is also already known to arrange a simple eyepiece for a co-observer in a beam path of a stereo microscope or double telescope, who perceives the same image section as the stereoscopic observer, but without spatial impression, which is a noticeable disadvantage in the case of training and interpretation.
The object of the invention is to create a device for stereoscopic viewing that enables the simultaneous spatial viewing of an object by two observers with simple structural means and minimal material expenditure.
According to the invention, the object is achieved in that the two pairs of eyepieces are assigned only one pair of lenses and a beam splitter is assigned to each lens. The beam splitter can be provided at any point between the objective and the eyepiece.
If the device has an optical system for changing the magnification (pancratic system), it is advantageous if the beam splitter is located between the optical system and the eyepieces so that the magnification changes on the viewing beam paths of both observers at the same time has an even effect. It is recommended that the pancratic systems are not coupled to one another, so that a different magnification can be set in the viewing system for the left eyes than for the right eyes.
The device can be focussed with the aid of the eyepieces, the objectives or special focussing members provided in the viewing beam path.
The device can also be equipped with measuring marks that are located at any suitable point in the viewing beam paths. For the production and adjustment of such measuring marks, however, it is advantageous if only one measuring mark is provided between the pancratic system and the beam splitter in each viewing beam path.
The plane of an intermediate image into which the viewed image is mapped is advantageously located in each viewing beam path between the objective and the pancratic system. In this plane or one of its conjugate planes, measuring aids, such as the measuring wedges or goods customary in forestry measurements, can be introduced into the viewing beam paths.
Finally, it is advantageous if, in order to take into account image canvings of the stereoscopic image pair to be viewed, optical elements, e.g. B. Schmidt or Amici prisms are provided in the viewing beam paths for image rotation.
An embodiment of the subject matter of the invention is shown schematically in the drawing. Fig. 1 contains the optical parts of the object in plan. FIG. 2 shows the longitudinal section marked in FIG. 1 through part of the device according to the invention.
The stereoscopic viewing system with the bent optical axes 01-0l and 0 = -0r has four eyepieces, 1, 2, 3 and 4. Measurement marks 5 and 6 are arranged in the image planes of the eyepieces 1 and 2. Between tween the eyepieces 1 and 2 and the measuring marks 5 and 6 there are two beam splitters 7 and 8 to which the right-angled prisms 9 and 10 are cemented.
By means of the beam splitters 7 and 8, the viewing beam paths emanating from the eyepieces 1 and 2 as well as the eyepieces 3 and 4 are combined in the planes of the measurement marks 5 and 6.
The viewing beam paths of the eyepieces 3 and 4 are entered into the beam splitter 7 via a rhombic prism 11, a lens system 12, 13 and the right-angled prism 9 and via a rhombic prism 14, a lens system 15, 16 and the right-angled prism 10 guided into the beam splitter 8.
The measurement marks 5 and 6 are located in the focal points of pancratic systems arranged in sockets 17 and 18, which serve to change the magnification of the viewing systems. Two right-angled prisms 19 and 20 bend the optical axes 01 OL and 0r-0, and each lead the viewing beam to a Schmidt prism 21 and 22, respectively.
The Schmidt prisms are rotatably mounted around the optical axes that penetrate them. Between the right-angled prisms 19 and 20 and the Schmidt prisms 21 and. 22 there are intermediate image levels El - El and EI Er,
in which measurement tools, not shown, can be arranged. The intermediate image planes El - El and EI Er are identical to the focal planes of two lenses 23 and 24.
Between these lenses 23 and 24 on the one hand and the lenses of the viewing system which can be displaced in the direction of their optical axes for focusing purposes, in the drawing only the lens 25 of the right half of the viewing system is visible (FIG. 2), there are two further right-angled prisms 26 and 27 provided,
which bend the optical axes 01-01 and 0.70r again. In the front focal planes of the lenses are the stereoscopic images, which are not shown for the sake of simplicity of illustration.