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CH435048A - Verfahren zum Überziehen von Werkstücken und Schlitzgiesseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Überziehen von Werkstücken und Schlitzgiesseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens

Info

Publication number
CH435048A
CH435048A CH229166A CH229166A CH435048A CH 435048 A CH435048 A CH 435048A CH 229166 A CH229166 A CH 229166A CH 229166 A CH229166 A CH 229166A CH 435048 A CH435048 A CH 435048A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
slot
veil
casting
casting device
electrode
Prior art date
Application number
CH229166A
Other languages
English (en)
Inventor
Glaus Bernhard
Original Assignee
Steinemann Ulrich Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Steinemann Ulrich Ag filed Critical Steinemann Ulrich Ag
Priority to CH229166A priority Critical patent/CH435048A/de
Publication of CH435048A publication Critical patent/CH435048A/de

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05CAPPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05C5/00Apparatus in which liquid or other fluent material is projected, poured or allowed to flow on to the surface of the work
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B05C5/005Curtain coaters

Landscapes

  • Electrostatic Spraying Apparatus (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description


      Verfahren    zum     Überziehen    von Werkstücken     und        Schlitzgiesseinrichtung    zur     Durchführung    des       Verfahrens       Zum Auftragen von Überzügen in flüssiger Form  auf Werkstücke aller Art, z. B. Möbelteile, Bretter,  Faserplatten, Kartonabschnitte,     Folienbahnen    usw. ha  ben sogenannte     Schlitzgiesseinrichtungen    verbreitete An  wendung gefunden.

   In diesen werden die Werkstücke  durch einen von der     Begussmasse    gebildeten, fallenden  Flüssigkeitsschleier hindurchgeführt, wobei die oben und       seitlich    liegenden Flächen der Werkstücke einen     gleich-          mässigen    Überzug erhalten. Als     Begussmasse    kommen  mancherlei Materialien in Frage, insbesondere Lacke,  Kunststoffe oder dgl.; praktisch handelt es sich bei den       Begussmassen    immer um     elektrische    Nichtleiter.  



  Ein wesentlicher Vorteil des     Schlitzgiessverfahrens     besteht in der Möglichkeit, auch dünne     überzugsschich-          ten    gleichmässig aufzutragen. Es ist bekannt, dass für die  resultierende Schichtdicke ausser der Einstellung der  Weite des den fallenden Schleier formenden     Giess-          schlitzes    auch die     Fallhöhe    des Schleiers vom     Giess-          schlitz    bis zur     Werkstückoberfläche    massgebend ist.

   In  folge der Fallbeschleunigung nimmt     nämlich    die Ge  schwindigkeit während der Fallbewegung ständig zu,  weshalb der Schleier nach unten zunehmend     auseinan-          dergezogen    und entsprechend dünner wird. Bei zu     gros-          ser    Fallhöhe würde der dünne Schleier     schliesslich    in  folge irgend einer     geringfügigen    Instabilität zerreissen,  was natürlich vermieden werden muss. Die Gefahr des       Zerreissens    wird stark erhöht durch unerwünschte Flat  terbewegungen des Schleiers, wie sie etwa durch Er  schütterungen oder Luftströmungen verursacht werden.

    Das Flattern des Schleiers bewirkt aber auch beim     Gies-          sen    grösserer Schichtdicken bereits Schwankungen der       Überzugsstärke,    wenn noch keine unmittelbare Gefahr  des     Zerreissens    besteht. Durch Störungen dieser Art war  es bisher oft nicht     möglich,    die Vorteile des     Schlitzgiess-          verfahrens    voll auszunützen.  



       Aufgabe    der     Erfindung    ist es, störende     Instabilitäten     des Flüssigkeitsschleiers, wie insbesondere Flatterbewe  gungen, und deren Auswirkungen zu vermeiden. Die Er  findung betrifft ein Verfahren zum Überziehen von    Werkstücken mittels einer     Schlitzgiesseinrichtung,        in     welcher die Werkstücke durch einen von einer nichtlei  tenden     Begussmasse    gebildeten, fallenden Flüssigkeits  schleier hindurchgeführt werden. Dieses Verfahren ist  dadurch gekennzeichnet, dass der     Flüssigkeitsschleier     zwecks Stabilisierung fortlaufend mit     vorbestimmter    Po  larität elektrostatisch aufgeladen wird.

   Ausserdem be  zieht sich die Erfindung auf eine     Schlitzgiesseinrichtung     zur Durchführung des vorstehend genannten Verfah  rens. Die     erfindungsgemässe        Schlitzgiesseinrichtung    ist  gekennzeichnet durch eine im Bereich des Giessschlitzes  befindliche, sich im wesentlichen über die Breite des  Flüssigkeitsschleiers erstreckende, obere     Elektrodenan-          ordnung,    welche mit dem einen Pol einer hochgespann  ten     Gleichspannungsquelle    verbunden ist, deren     anderer     Pol an eine in Fallrichtung des Flüssigkeitsschleiers wei  ter unten angeordnete, ebenfalls etwa die Breite des  Schleiers einnehmende Gegenelektrode angeschlossen  ist.  



  Die Erfindung wird nachstehend anhand von Aus  führungsbeispielen in     Verbindung    mit der Zeichnung nä  her erläutert.  



       Fig.    1 ist     eine    vereinfachte     perspektivische    Darstel  lung einer     Schlitzgiesseinrichtung.     



       Fig.    2 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht  einer     Einrichtung    etwa entsprechend der     Fig.    1, jedoch  mit     einigen        zusätzlichen        Teilen,    und       Fig.    3 ist ein Schnitt durch     eine        Sprühentladungs-          elektrode.     



  Die     Schlitzgiesseinrichtung    nach     Fig.    1 und 2 weist  einen     in    erhöhter Lage angeordneten Giesskopf 2 be  kannter Bauart auf. Dieser ist durch einen     länglichen     Behälter gebildet, welcher unten mit einem     Giessschlitz     6 versehen ist. Durch diesen     fliesst    die dem Giesskopf 2  durch     einen    Rohrstutzen 4 zugeleitete, flüssige     Beguss-          masse    in Form eines kontinuierlichen, frei fallenden  Flüssigkeitsschleiers 8 aus.

   Zur     Schlitzgiesseinrichtung     gehört ferner eine Transportvorrichtung, meist in Form      von zwei     seitlich    neben dem Schleier 8 angeordneten  Transportbändern 10 und 12, welche die zu überziehen  den Werkstücke durch den Flüssigkeitsschleier 8     hin-          durchführen.    Wenn es sich, wie im vorliegenden Beispiel  angenommen, um     flache,    dünne Werkstücke 14 handelt  (z. B.     Kartonfolien),    so ist es erwünscht, diese auf der       Zufuhrseite    bis möglichst nahe an den Schleier 8 heran  zu unterstützen.

   Hierzu ist eine Stützleiste 20 vorgese  hen, welche die Lücke zwischen der einen     Umlenkwalze     des Transportbandes 10 und dem Schleier 8 teilweise  überbrückt und das Durchhängen der Vorderkante des       zugeführten    Werkstückes 14 in diesem Bereich     verhin-          dert.    Zwischen den beiden Transportbändern 10 und 12  und in Fallrichtung unterhalb des Giesschlitzes 6 befin  det sich eine Auffangwanne 16, welche den Flüssigkeits  schleier 8 jeweils in der Zeit zwischen dem Durchlauf  zweier aufeinanderfolgender Werkstücke, sowie die seit  lich neben den Werkstücken herabfallenden Schleier  teile aufnimmt. Die aufgefangene Flüssigkeit     fliesst     durch ein Rohr 18 aus der Wanne 16 ab.  



  Die soweit beschriebene Anordnung entspricht einer  bereits bekannten     Schlitzgiesseinrichtung.    Zur Regulie  rung der     Ausflussmenge    kann die Weite des     Giess-          schlitzes    6 in bekannter Weise eingestellt werden, und  der Giesskopf 2 ist zur Einstellung der Fallhöhe des  Schleiers bis zum Werkstück 14 vorzugsweise in der Hö  henlage einstellbar. Die zugehörigen konstruktiven Mit  tel wie auch weitere Teile der     Schlitzgiesseinrichtung,     z.

   B. das Maschinengestell,     Leitungs-    und Fördermittel  für die     flüssige        Begussmasse    usw., sind der Einfachheit  halber nicht dargestellt, da sie im Zusammenhang mit  der Erfindung nicht von Bedeutung sind.  



  Wie eingangs erwähnt, ist es bei einer solchen       Schlitzgiesseinrichtung    wichtig, Flatterbewegungen des  Flüssigkeitsschleiers 8 zu verhindern und diesen in einer  gleichmässig ruhigen Fallbewegung zu stabilisieren.  Beim dargestellten Beispiel besteht auch die Schwierig  keit, dass ein     flatternder    Schleier mit der Stützleiste 20  in     Berührung    kommt und an dieser hängen bleibt, mit  anderen Worten können flexible Werkstücke 14 bis nä  her an den Schleier 8 heran mittels einer Leiste 20 unter  stützt werden, wenn der Schleier 8 ruhig seine lotrechte  Lage einhält.  



  Es wurde nun die überraschende Feststellung ge  macht, dass der fallende     Flüssigkeitsschleier    8 durch ge  eignete elektrostatische     Aufladung    sich wirksam stabili  sieren lässt. Um eine solche     Aufladung    zu bewerkstelli  gen, sind beim dargestellten Beispiel die nachstehenden  Mittel vorgesehen: Als eine obere     Elektrodenanordnung     sind zwei     stabförmige        Sprühentladungselektroden    22,  deren     Aufbau    weiter unten beschrieben wird, symme  trisch zu beiden Seiten des Schleiers 8 und parallel zum  Giessschlitz 6 angeordnet. Sie sind z.

   B. mittels elektrisch       isolierender    Träger 24 am Giesskopf 2 befestigt und be  finden sich vorzugsweise in einer Höhe     unmittelbar    un  terhalb des     Giessschlitzes    6; als     Richtwert    kann etwa  angenommen werden, dass der     horizontale    Abstand der  Elektroden 22 zum Flüssigkeitsschleier 8 etwa gleich  dem Höhenunterschied zwischen den Elektroden und  dem     Giessschlitz    6 ist. Beide Elektroden 22 sind mit einer  Leitung 34 verbunden, welche von einem elektrischen  Speisegerät 30 ausgeht.

   Dieses ist vorzugsweise zum  Netzanschluss über einen Schalter 32 ausgebildet und  stellt eine hochgespannte     Gleichspannungsquelle    dar,  wobei die eine Polarität der Gleichspannung an der Lei-    tun- 34 und die andere Polarität an der Leitung 36 er  scheint. Die Leitung 36 führt zu weiter unten in Fall  richtung des Schleiers 8 liegenden Teilen, welche     somit     die Gegenelektrode bilden, wie nachstehend im einzel  nen angegeben ist. Die Verteilung der negativen und  positiven Polarität auf die Leitungen 34 und 36 ist für  die     Wirkun-sweise    nicht ausschlaggebend.

   Die für eine  Sprühentladung an den Elektroden 22 erforderliche  hohe Gleichspannung wird im Speisegerät 30 beispiels  weise durch Transformierung der Netzspannung und     an-          schliessende    Gleichrichtung erzeugt; vorzugsweise ist die  Höhe der Gleichspannung am Gerät 30     einstellbar.    Bei  einem angenommenen Abstand von etwa 5 cm zwischen  den Elektroden 22 und dem Schleier 8 ist eine Span  nung in der Grössenordnung von etwa 20 bis 60     kV,          vorzu-sweise    etwa 30 bis 45     kV    angemessen; bei ande  rem Abstand sind diese Werte natürlich entsprechend  anzupassen.  



  Die     Fig.    3 zeigt ein Beispiel     für    einen geeigneten  Aufbau der     Sprühentladungselektroden    22. Ein metalli  scher Stab 26 von     U-förmigem    Querschnitt, an welchen  die Leitung 34 anzuschliessen ist, enthält im Innern eine  elektrisch isolierende Masse 27. In die Masse 27 sind  eine Reihe von metallischen, zugespitzten Stiften 28 ein  gesetzt, wobei die Spitzen gegen den Flüssigkeitsschleier  8 gerichtet sind;     gegebznenfalls    könnte anstelle der     Stif-          tenreihe    auch ein durchgehendes metallisches Lineal mit  scharfer, gegen den Schleier 8 gerichteter Kante verwen  det werden.

   Bei einem     Elektrodenaufbau    gemäss     Fig.    3  übertragen sich die Elektrischen Ladungen durch In  lluenzwirkung vom äusseren Mantel 26 auf die isolierten  Spitzen 28 bzw. das erwähnte Lineal. Aus Gründen des       Berührungsschutzes    wird die Elektrode 22 mit     Vorteil     mit einer isolierenden Hülle 29 umgeben, und aus dem  gleichen Grund kann es     zweckmässig    sein, die Spitzen  28 kürzer auszuführen, so dass sie vollständig zwischen  den Schenkeln des Stabes 26 liegen.  



  Mit der beschriebenen     Anordnun-    wird im Zwi  schenraum zwischen den Elektroden 22 und dem Schlei  er 8 dauernd eine von den Elektroden ausgehende elek  trische Spitzen- oder Sprühentladung aufrechterhalten,  wodurch der aus dem Giessschlitz 6 austretende Flüssig  keitsschleier 8 fortlaufend mit der glichen Polarität wie  die Elektroden 22 elektrostatisch aufgeladen wird.

   Die  so über die     -esamte    Breite des Schleiers 8 aufgebrachte  elektrische Ladung bleibt hierauf im wesentlichen auf  diesem haften und machte die Fallbewegung nach unten  mit.     Voraussetzun-    hierfür ist natürlich, dass es sich um  eine elektrisch isolierende     Begussmasse    handelt, da sonst  die Ladung durch elektrische Leitung unmittelbar wie  der     abfliessen    würde. Es hat sich gezeigt, dass durch die  se elektrostatische     Aufladung    die Fallbewegung bzw. die  lotrechte Lage des Flüssigkeitsschleiers in hohem Masse  stabilisiert wird.

   Dies wirkt sich auch so aus, dass bei ge  gebener Weite des Giessschlitzes 6 durch entsprechende  Einstellung der     Fallhöhe    sich wesentlich dünnere Auf  tragsschichten erzielen lassen als bei unterbleibender       Aufladung,    ohne dass der Schleier     auseinanderreisst.    Es  wird angenommen, dass diese günstigen Wirkungen ei  nerseits auf den Einfluss der unten     liegenden    Gegen  elektrode zurückgehen, deren Ladung auf die auf dem  Schleier 8     befindliche,    entgegengesetzte Ladung über die       ganze    Breite des Schleiers eine elektrostatische Anzie  hungskraft mit einer Kraftkomponente in Fallrichtung  des Schleiers ausübt,

   wodurch der Schleier gewisser-      massen mechanisch gespannt wird. Dies kann ausser  der Lagestabilisierung eine zur Fallbeschleunigung zu  sätzliche Beschleunigung nach unten und damit ein zu  sätzliches  Ausziehen  des Schleiers zur Folge haben.  Anderseits dürften die auf dem Schleier sitzenden, unter  sich gleichnamigen Ladungen selber infolge gegenseitiger  Abstossung eine vermehrte Oberflächenspannung des  Schleiers bewirken und seine      Reissfestigkeit     erhöhen.  



  Es hat sich gezeigt, dass die Stabilisierungswirkung  auf den Flüssigkeitsschleier 8 noch verstärkt werden  kann durch Anordnung von flächenhaften Feldsteuer  elektroden 40, welche der Einfachheit halber nur in       Fig.    2 dargestellt sind. Solche Elektroden weisen etwa  die gleiche Breite auf wie der Schleier bzw. die Sprüh  entladungselektroden 22 und reichen in der Höhe etwa  von den Elektroden 22 bis nach unten über die durch  laufenden Werkstücke. Auf nicht näher dargestellte Wei  se sind die Elektroden 40 in schiefer Lage gehalten, so  dass ihr oberer Rand weiter von dem Schleier entfernt  ist als die     Sprühentladungselektroden    22 und die     Elek-          trodenfläche    sich nach unten stetig dem Schleier nähert.

    Die Elektroden 40 werden an eine Spannung gleicher Po  larität wie die Elektroden 22 angeschlossen, vorzugs  weise direkt an die Leitung 34. Dadurch bildet sich zwi  schen den beiden Flächenelektroden 40 ein bestimmter  Feldverlauf aus, in welchem die von den Elektroden aus  gehenden Feldlinien im allgemeinen gegen den Schleier  zu nach unten abbiegen; eine nennenswerte elektrische  Entladung tritt an den     Feldsteuerelektroden    40 nicht  auf. Die     Feldsteuerelektroden    40 können z. B. aus  Blech, Drahtgitter oder dgl. oder vorzugsweise aus einer  ein- oder beidseitig mit     Isolierstoff        beschichteten    Metall  folie hergestellt sein.  



  Es wäre auch eine Anordnung mit nur einer Sprüh  entladungselektrode 22 und gegebenenfalls einer einzi  gen     Feldsteuerelektrode    40 denkbar, doch wird der in       Fig.    2 gezeigten symmetrischen Anordnung im allgemei  nen der Vorzug gegeben. Die obere     Elektrodenanord-          nung    kann jedoch in anderer Weise unsymmetrisch ge  staltet sein, indem auf der einen Seite des Schleiers 8  eine     stabförmige    Spitzen- bzw. Kantenelektrode ent  sprechend der Elektrode 22, auf der andern Seite hin  gegen eine streifenförmige, hochkant stehende und eben  falls parallel zum Schleier verlaufende Feldelektrode an  geordnet ist.

   Die beiden ungleichen Elektroden sind  dann mit entgegengesetzten Polen der     Gleichspannungs-          quelle    zu verbinden, wobei die     Stabelektrode    zwecks  Berührungsschutz an Erde gelegt werden kann. Ferner  ist es denkbar, den Giesskopf 2 selber als obere     Elek-          trodenanordnung    zu verwenden, indem er von den übri  gen     Anlageteilen    isoliert und mit dem einen Pol der       Gleichspannungsquelle    verbunden wird.

   Die     Aufladung     der den Schleier bildenden Giessflüssigkeit kann dabei  von einer im Innern des Giesskopfes     parallel    zum     Giess-          schlitz    angeordneten, eingetauchten, vorzugsweise       scharfkantigen        Stabelektrode    aus erfolgen, oder aber di  rekt von den den     Giessschlitz    begrenzenden, scharfkan  tigen Giesslippen. Im einen wie im andern Fall     kann    der  Giesskopf im übrigen aus einem isolierenden Material,  z. B. einem geeigneten Kunststoff, hergestellt sein.  



  Für die untere, vorzugsweise aus Sicherheitsgründen  geerdete Gegenelektrode sind ebenfalls verschiedene  Ausgestaltungen möglich. Am einfachsten ist es, die Lei  tung 36 an einem geeigneten unteren Maschinenteil,  z. B. der Auffangwanne 16,     anzuschliessen,    wobei dann    die Gesamtheit der miteinander leitend verbundenen  Metallteile unterhalb den Werkstücken die Gegenelek  trode bilden. Eine konzentriertere Wirkung ergibt sich,  wenn man die Wanne 16 isoliert befestigt und die Lei  tung 36 an dieser anschliesst. Vorzuziehen ist jedoch  eine Anordnung gemäss     Fig.    2, bei welcher eine beson  dere     Stabelektrode    38 vorgesehen ist, welche senkrecht  unter dem Giesschlitz 6 in oder etwas über der Auffang  wanne 16 angeordnet ist und oben eine scharfe Kante  aufweist.

   Der Schleier 8 bzw. die nicht auf das Werk  stück 14 auffallenden Teile desselben treffen dann di  rekt auf diese Gegenelektrode 38 bzw. deren Kante  auf und geben ihre Ladung an diese ab.  



  Falls die Stützleiste 20 sich zum Schleier 8 entgegen  gesetzt aufladen kann, besteht die Gefahr, dass der  Schleier von der Leiste elektrostatisch angezogen wird  und an dieser hängen bleibt. Um dies zu verhindern,  empfiehlt es sich, die Leiste 20 aus     Isolierstoff    zu formen  und in deren vorderen, dem Schleier zugekehrten Kante  über die ganze Leistenlänge eine z. B. streifenförmige  Metalleinlage einzubetten, die     an    eine Gleichspannung  gleicher Polarität     wie    die obere     Elektrodenanordnung     anzuschliessen ist. Infolge elektrostatischer Abstossung  zwischen den gleichnamigen Ladungen auf dem Schleier  8 und einer solchen eingelegten Elektrode wird dann  die erwähnte Störung vermieden.  



  Die elektrostatische Ladung, welche mit dem Flüs  sigkeitsschleier 8 auf die nichtleitenden Werkstücke 14  auftrifft, bleibt im wesentlichen auf diesen bzw. auf de  ren Überzug haften. Da diese Ladung für die Weiterbe  handlung der Werkstücke störend oder lästig sein kann,  ist es von     Vorteil,    hinter dem Flüssigkeitsschleier 8 (in       Durchlaufrichtung    der Werkstücke gesehen) eine Vor  richtung anzuordnen, welche die genannte Ladung neu  tralisiert. Dies kann z. B. mittels einer an sich bekann  ten,     stabförmigen        Sprühentladungselektrode    42 erfol  gen, welche von einem Gerät 44 mit hochgespanntem  Wechselstrom gespeist wird.

   Es bildet sich     dann    im Be  reich der überzogenen     Oberfläche    der durchlaufenden  Werkstücke ein Entladungsfeld wechselnder Polarität  aus, welches in bekannter Weise die statische Ladung       neutralisiert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Überziehen von Werkstücken mittels einer Schlitzgiesseinrichtung, in welcher die Werkstücke durch einen von einer nichtleitenden Begussmasse ge bildeten, fallenden Flüssigkeitsschleier hindurchgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeits schleier zwecks Stabilisierung fortlaufend mit vorbe stimmter Polarität elektrostatisch aufgeladen wird.
    PATENTANSPRUCH II Schlitzgiesseinrichtung zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine im Bereich des Giesschlitzes (6) befindliche, sich im we sentlichen über die Breite des Flüssigkeitsschleiers (8) erstreckende, obere Elektrodenanordnung (22, 2), wel che mit dem einen Pol (34) einer hochgespannten Gleichspannungsquelle (30) verbunden ist, deren anderer Pol (36) an eine in Fallrichtung des Flüssigkeitsschleiers (8) weiter unten angeordnete, ebenfalls etwa die Breite des Schleiers einnehmende Gegenelektrode (16, 38) an geschlossen ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Schlitzgiesseinrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Elektrodenan- ordnung durch mindestens eine seitlich neben dem Flüs sigkeitsschleier (8) angeordnete, im wesentlichen stab- förmige Sprühentladungselektrode (22) gebildet ist.
    2. Schlitzgiesseinrichtung nach Unteranspruch I, ge kennzeichnet durch zwei symmetrisch zu beiden Seiten des Schleiers (8) und parallel zum Giessschlitz (6) ange ordnete Sprühentladungselektroden (22). 3. Schlitzgiesseinrichtung nach Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühentla- dungselektroden (22) in einer Höhe unmittelbar unter halb des Giessschlitzes (6) angeordnet sind.
    4. Schlitzgiesseinrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Elektrodenan- ordnung durch eine auf der einen Seite des Schleiers pa rallel zum Giessschlitz angeordnete, stabförmige Sprüh entladungselektrode und eine auf der andern Seite des Schleiers hochkant und ebenfalls parallel angeordnete, streifenförmige Elektrode gebildet ist, welche beiden Elektroden einander entgegengesetzt polarisiert sind.
    5. Schlitzgiesseinrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Elektrodenan- ordnung durch die den Giessschlitz (6) am Giesskopf (2) begrenzenden, scharfkantigen Giesslippen gebildet ist. 6. Schlitzgiesseinrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Elektrodenan- ordnung durch eine im Innern des Giesskopfes parallel zum Giessschlitz angeordnete, vorzugsweise scharfkan tige, eingetauchte Stabelektrode gebildet ist.
    7. Schlitzgiesseinrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch mindestens eine seitlich neben dem Flüssigkeitsschleier (8) angeordnete, flächenhafte Feld steuerelektrode (40), welche die gleiche Polarität auf weist, wie die obere Elektrodenanordnung und einen Höhenbereich zwischen dieser und dem Werkstück- Durchlass sowie etwa die gleiche Breite wie der Flüssig keitsschleier (8) einnimmt.
    B. Schlitzgiesseinrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldsteuerelektrode bzw. -elektroden (40) am oberen Rand den grössten Ab stand zum Flüssigkeitsschleier (8) einnehmen und sich gegen unten dem Schleier (8) nähert bzw. nähern. 9. Schlitzgiesseinrichtung nach den Unteransprü chen 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ab stand der Feldsteuerelektroden (40) zum Flüssigkeits schleier (8) am oberen Rand grösser ist als derjenige der Sprühentladungselektroden (22).
    10. Schlitzgiesseinrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenelektrode durch die unterhalb den Werkstücken angeordneten Teile der Schlitzgiesseinrichtung gebildet ist. 11. Schlitzgiesseinrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenelektrode durch die von den übrigen Einrichtungsteilen isoliert angeord nete Auffangwanne (16) für den Flüssigkeitsschleier (8) gebildet ist.
    12. Schlitzgiesseinrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenelektrode durch eine senkrecht unterhalb des Giesschlitzes (6) in oder über der Auffangwanne (16) angeordnete, vorzugswei se oben scharfkantige Stabelektrode (38) gebildet ist.
    13. Schlitzgiesseinrichtung nach Patentanspruch II, mit einer auf der Zufuhrseite der Werkstücke unmittel bar vor dem Schleier angeordneten Leiste zum Unter stützen von zum Durchhängen neigenden Werkstücken, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiste (20) aus Iso liermaterial hergestellt ist und an der dem Schleier (8) zugekehrten Seite eine sich über die Leistenlänge er streckende, gleichnamig wie die Ladung des Schleiers polarisierte Elektrode aufweist.
    14. Schhtzgiesseinrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine in der Durchlaufrichtung der Werkstücke (14) hinter dem Flüssigkeitsschleier (8) an geordnete Vorrichtung (42) zum Neutralisieren der elek trostatischen Ladung der Werkstücke bzw. von deren Überzug.
CH229166A 1966-02-17 1966-02-17 Verfahren zum Überziehen von Werkstücken und Schlitzgiesseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens CH435048A (de)

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CH435048A true CH435048A (de) 1967-04-30

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CH229166A CH435048A (de) 1966-02-17 1966-02-17 Verfahren zum Überziehen von Werkstücken und Schlitzgiesseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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CH (1) CH435048A (de)

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0195276A1 (de) * 1985-03-14 1986-09-24 Walter Spengler Ablenkvorrichtung für lamellenförmig freifliessendes viskoses Beschichtungsmaterial
EP0286939A3 (en) * 1987-04-11 1990-05-02 Basf Aktiengesellschaft Apparatus for applying glue to wooden parts
EP0467411A3 (en) * 1990-07-20 1992-03-25 Fraunhofer-Gesellschaft Zur Foerderung Der Angewandten Forschung E.V. Apparatus for curtain coating of articles with a liquid or fluid material
DE19741606A1 (de) * 1997-01-20 1998-07-23 Volkswagen Ag Konservierung eines Kraftfahrzeugs
WO2009043706A1 (de) * 2007-09-27 2009-04-09 Voith Patent Gmbh Verfahren zum beschichten einer laufenden papier-, karton- oder anderen faserstoffbahn
CN114602727A (zh) * 2020-12-09 2022-06-10 中国科学院大连化学物理研究所 一种用于燃料电池膜电极的带有高压电场的狭缝涂布机

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