CH423828A - Verfahren zum Abtrennen des obersten Bogens von einem Stapel von Bogen, die die Neigung haben, aneinander zu haften - Google Patents
Verfahren zum Abtrennen des obersten Bogens von einem Stapel von Bogen, die die Neigung haben, aneinander zu haftenInfo
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Description
Verfahren zum Abtrennen des obersten Bogens von einem Stapel von Bogen, die die Neigung haben, aneinander zu haften Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abheben des obersten Bogens von einem Stapel von Bogen, die die Neigung haben, aneinander zu haften. Bei Schnellpressen und Verpackungsmaschinen tritt dem Konstrukteur oft die Aufgabe entgegen, die Bogen in einem Vorratsstapel voneinander zu trennen. Diese Aufgabe wird im allgemeinen gelöst durch Abheben des obersten Bogens im Stapel mittels Saugplatten oder eines Klebelementes. Sind die Bogen solcher Art, dass sie zufolge elektrostatischer oder anderer Kräfte zusammenhaften, dann kann durch die oben erwähnten Verfahren nicht verhindert werden, dass bei jedem einzelnen Übertragungsvorgang mehrere Bogen mitgenommen werden. Die vorliegende Erfindung schlägt nun ein Verfahren zum Lösen dieses Problems vor, das dadurch gekennzeichnet ist, dass jeder Bogen mit wenigstens einem Loch versehen wird, und die Bogen so aufeinander gestapelt werden, dass die Löcher im Stapel miteinander fluchten und zusammen einen den Stapel durchsetzenden Kanal bilden, und dass in diesen Kanal ein mit Kopf versehener Stift frei beweglich eingesetzt wird, dessen Kopf etwas grösser ist als der Kanalquerschnitt, so dass er mit seiner Unterseite auf dem obersten Bogen des Stapels aufruht, wobei der Grössenunterschied zwischen Kopf und Löchern so gewählt wird, dass die zum Abheben eines Bogens vom Stapel erforderliche Kraft beim Überwinden des vom Kopf ausgeübten Widerstandes immer grösser ist als die gegenseitige Adhäsion der Bogen. Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1-3 die eine Art und Weise, wie ein Bogen vom Stapel abgehoben wird, und Fig. 66 zeigen die andere Art und Weise dieses Vorgehens, indem ein Gegenstand über den obersten Bogen abgerollt wird und den Rand dse Bogens, z. B. mittels eines auf diesem Gegenstand oder diesem Bogen aufgebrachten Leimstreifens erfasst. In Fig. 1-3 ist ein Stapel von aufeinandergelegten Bogen aus Folienmaterial mit 1, der oberste Bogen mit 2, und der nächstfolgende Bogen mit 3 bezeichnet. Alle Bogen im Stapel 1 weisen wenigstens ein Loch auf, die zusammen wenigstens einen den Stapel durchsetzenden Kanal 4 bilden, in den ein mit einem Kopf 6 versehener Stift 5 eingesetzt ist. Letzterer ist frei in den Kanal 4 einsetzbar, während der Kopf 6 nicht in diesen eintreten kann. Der Kopf 6 ruht somit mit seiner Unterseite immer auf dem obersten Bogen 2 des Stapels. Um nun den Bogen 2 anzuheben und in eine Schnellpresse oder Verpackungsmaschine (nicht gezeigt) überzuführen, ist eine Hebevorrichtung 7 vorgesehen, die aus einer oder mehreren Saugplatten besteht, die vorzugsweise an eine Saugpumpe angeschlossen sind. Sind die Bogen von Folienmaterial im Stapel 1 so angeordnet, dass wenigstens ein Vertikalkanal den Stapel durchsetzt, wird letzterer auf den Magazintisch der Maschine gesetzt, worauf dann der oder die Stifte 5 in den oder die Kanäle 4 eingesetzt werden. Um das, was während der Operation vor sich geht, eingehender zu studieren, ist die Beschreibung im folgenden auf die Zustände an einem der Kanäle 4 beschränkt. Sind in jedem Bogen mehrere Löcher vorgesehen und somit mehrere Kanäle 4 in jedem Stapel vorhanden, was von Vorteil sein kann bei einem ziemlich breiten Blatt, so sind die Zustände ähnlich denjenigen an jedem der Kanäle 4. Legt sich die Saugplatte 7 auf den obersten Bogen 2 des Stapels, wie in Fig. 1 dargestellt ist, so haftet sie an diesem, da die Innenseite der Saugplatte 7 an eine Luftpumpe angeschlossen ist, die im Raum zwischen der Platte 7 und der Oberseite des Bogens 2 ein teilweises Vakuum hervorruft. Da die hier zur Diskussion stehenden Bogen das Bestreben haben, aneinander zu haften, so hebt die Saugplatte im Fall der Fig. 2 nicht nur den obersten Bogen 2, sondern auch den unter diesem befindlichen Bogen 3. Da der Kopf 6 des in den Kanal 4 eingesetzten Stiftes 5 grösser ist als das in den Bogen 2, 3 vorgesehene Loch, können die beiden Bogen 2, 3 nicht einfach über den Kopf 6 angehoben werden. Der beim Abheben des Bogens 2 über den Kopf 6 zu überwindende Widerstand, d. h. die zum Erweitern des Loches im Bogen 2 erforderliche Kraft, benützt wohl den Kopf 6 als Widerlager zum Abziehen des Bogens über den Kopf 6, hängt aber sonst natürlich vom Grössenunterschied zwischen Loch und Kopf ab, wie auch von der Natur des Bogenmaterials, der Kopfform usw. Der zu überwindende Widerstand lässt sich jedoch relativ leicht so einstellen, dass er grösser ist als die Kraft, die die beiden Bogen 2, 3 durch Adhäsion miteinander verhaftet. Anderseits soll aber der Kopf 6 nicht einen so grossen Widerstand darbieten, dass der Griff zwischen Saugplatte 7 und Bogen 2 verloren geht. Da die Kohäsion zwischen den Bogen 2, 3 ganz von elektrostatischen oder ähnlichen Adhäsionsphänomenen abhängt, wird der Bogen 2 vom Bogen 3 getrennt, wie dies in Fig. 3 gezeigt ist, wenn der Bogen 2 unter dem Einfluss der von der Saugplatte 7 ausgeübten Kraft den vom Kopf 6 gebotenen Widerstand überschreitet. Es trifft zu, dass der Bogen 3 auf den Kopf 6 gedrückt wird, nachdem der Bogen 2 an ihm vorbei gegangen ist, aber da die zum Überwinden des Widerstandes durch den Kopf 6 erforderliche Kraft grösser ist als das Verhaften der beiden Bogen 2, 3, werden letztere voneinander getrennt, wobei der Bogen 2 zur weiteren Behandlung mittels der Saugplatte 7 übertragen wird, während der Bogen 3 auf den Stapel 1 zurückfällt. Beim zweiten Beispiel (Fig. 4-6) zum Ausführen des erfindungsgemässen Verfahrens sind die gleichen Bezugszeichen verwendet wie beim ersten Beispiel. Hier ist angenommen, dass ein in die Bogen des Stapels 1 gemäss Fig. 4 einzuschlagender Gegenstand 8 über den obersten Bogen 2 des Stapels 1 gerollt wird, so dass er diesen Bogen mittels eines auf diesem oder auf dem Gegenstand 8 aufgebrachten Leimstreifens 9 mitnimmt. Fig. 5 zeigt, dass zusätzlich zum Bogen - 2 auch der Bogen 3 vom Gegenstand 8 bei dessen Abrollen mitgenommen wird. Rollt, wie in Fig. 6 gezeigt ist, der Gegenstand 8 über den Kopf 6 des Stiftes 5, so werden die beiden Bogen 2, 3 voneinander getrennt, da ihre Verhaftung kleiner ist als die Kraft, die erforderlich ist, um das Loch im Bogen 2 über den Kopf 6 zu ziehen. Wie aus obiger Spezialbeschreibung hervorgeht, bildet das Verfahren nach der Erfindung die Lösung des Problems, die schon lange gesucht worden ist, nämlich das Problem, Bogen aus Plastic, Cellophan und dgl. einfach und wirksam zu trennen. Die beiden angeführten Beispiele dienen nur zum Illustrieren der Erfindung, die offensichtlich nicht auf diese Beispiele beschränkt, sondern in jedem Fall anwendbar ist, wo aneinanderhaftende Bogen aus Folienmaterial getrennt werden sollen. Zusätzlich zu ihrer Funktion als bogentrennende Mittel führen die Stifte 5 auch die Bogen so, dass die im Stapel aufeinanderliegenden Bogen in bezug aufeinander nicht verschoben werden können. Diese Führungsfunktion ist sehr wichtig, da die gegenseitige Lage der Bogen von Verpackungsmaterial und der einzuschlagende Gegenstand, wie z. B. in automatischen Verpackungsmaschinen, so eingestellt werden müssen, dass der Gegenstand und der Bogen an einem vorbestimmten Punkt sowie zu einem vorbestimmten Zeitpunkt zusammengebracht werden. Eine seitliche Verschiebung der Einschlagbogen kann, wie leicht zu verstehen ist, zu Schwierigkeiten führen. Das gleiche gilt offensichtlich auch dann, wenn die Bogen im Stapel in einer Schnellpresse oder dgl. weiter verarbeitet werden sollen, wobei es wichtig ist, dass die Ausgangslage der Bogen vorbestimmt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Abheben des obersten Bogens von einem Stapel von Bogen, die die Neigung haben, aneinander zu haften, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Bogen mit wenigstens einem Loch versehen wird und die Bogen so aufeinander gestapelt werden, dass die Löcher im Stapel miteinander fluchten und zusammen einen den Stapel durchsetzenden Kanal bilden, und dass in den genannten Kanal ein Stift mit Kopf frei beweglich eingesetzt wird, dessen Kopf etwas grösser ist als der Kanalquerschnitt, so dass er mit seiner Unterseite auf dem obersten Blatt ruht, wobei der Grössenunterschied zwischen Kopf und Löchern so gewählt wird, dass die zum Abheben eines Bogens vom Stapel erforderliche Kraft beim tÇber- winden des vom Kopf gebotenen Widerstandes immer grösser ist als die gegenseitige Adhäsion der Bogen.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stift verwendet wird, dessen Schaft aus einem kreisförmigen Zylinder, und der Stiftkopf aus einer konischen, vom Stift abstehenden Verbreiterung besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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