CH421297A - Gleichstrommagnet - Google Patents
GleichstrommagnetInfo
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Description
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Gleichstrommagnet Die Erfindung bezieht sich auf einen Gleichstrommagneten mit einer topfförmigen Armatur und einem zylinderförmigen Anker sowie auf ein Herstellungsverfahren für einen solchen Magneten.
Bei dieser an sich bekannten Bauform wird der Anker bei Erregung der Magnetspule in eine Bohrung der topfförmigen Armatur hineingezogen. Eine der Schwierigkeiten bildet dabei die möglichst genaue zentrische und doch leicht bewegliche Führung des Ankers in der Bohrung. Eine bekannte Lösung arbeitet mit einer die Auskleidung der Bohrung bildenden Büchse aus nichtmagnetischem Material, in welcher der Anker gleitend geführt ist. Bei dieser Lösung wird beispielsweise eine Büchse (bzw. Rohr) aus Messing in die Bohrung der Armatur eingepresst und nachher ausgedreht. Aus bearbeitungstechnischen Gründen kann aber die Büchse nicht weiter ausgedreht werden als bis zu einer Wandstärke von etwa 0,3 Millimeter.
Dies hat den Nachteil, dass der verbleibende passive Luftspalt (der hier zum Teil durch die Büchse aus nichtmagnetischem Material eingenommen wird) zwischen dem zylinder- förmigen Anker und der Bohrung relativ gross ist, was die Zugkraft des Magneten ungünstig beeinflusst bzw. extra Amperewindungen zu seiner Kompensation erheischt.
Die Erfindung will einen Magneten dieser Art schaffen, bei dem der passive Luftspalt erheblich kleiner gemacht werden kann, als dies bisher möglich war. Der erfindungsgemässe Magnet zeichnet sich dadurch aus, dass der Anker in einer in der Bohrung der topfförmigen Armatur vorhandenen Lagerhülse gleitend geführt ist, welch letztgenannte aus einer nichtmagnetischen Folie besteht, deren Wanddicke weniger als 0,3 mm beträgt.
Eine solche aus einer Folie hergestellte Hülse kann beispielsweise eine Dicke von nur 0,05 mm aufweisen. Wenn das Spiel des Ankers in der Hülse ebenfalls 0,05 mm beträgt, ergibt sich damit ein Luftspalt von im Mittel 0,075 mm.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes vereinfacht dargestellt, und an Hand davon ist auch das Herstellungsverfahren erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt eines Elektromagneten.
Fig. 2 zeigt eine Hülse in perspektivischer Darstellung.
Fig. 3 und 4 zeigen Hülsen in einer Bohrung, und Fig. 5 zeigt eine vorgebogene Hülse.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Elektromagneten ist 1 der Anker und 2 die topfförmige Armatur. Diese umfasst einen Flansch 3 mit Befestigungslaschen, einen inneren Führungszylinder 4 mit Flansch und einen Mantel 5. Auf dem Flansch des inneren Führungszylinders liegt eine runde Scheibe 6, die mittels eines Sprengringes 7 im Mantel gehalten ist. Im Hohlraum zwischen den Teilen 3, 4 und 5 befindet sich die Magnetspule mit einem Spulenkörper 8 und einer Wicklung 9. Unten im Anker 1 ist eine Betätigungsstange 10 eingeschraubt, und in der Scheibe 6 ist eine Öffnung 11 angeordnet. Schliesslich ist 12 eine in die Bohrung 3' bzw. 4' der Teile 3 und 4 eingebrachte, rund gebogene Lagerhülse aus einer nichtmagnetischen Metallfolie.
Die konische, ringförmige Verlängerung 3" des Flansches 3 bildet einen magnetischen Shunt über den aktiven Luftspalt, dessen Form die Zugkraft im Anfang des Hubes vergrössert. In der Änderung der Form dieses Shunts hat man ein Mittel in der Hand, um damit den Verlauf der Kurve: Zugkraft in Funktion des Hubes zu beeinflussen. Bei Erregung der Magnetspule zieht das Magnetfeld den Anker 1 nach
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unten, entgegen der Kraft K. Damit der Anker nicht klebt , weist er bei 1' eine Ausnehmung auf und liegt daher in der Ruhelage nur längs einer Ringfläche auf der Scheibe 6 auf.
Bei der Montage werden zuerst der Flansch 3 und der Mantel 5 zusammengepresst und hart gelötet, danach wird die Spule 8, 9 eingelegt und der Führungszylinder 4 mit Flansch eingesetzt. Nun kann die Lagerhülse 12 (die in Fig. 2 perspektivisch dargestellt ist) in die aufeinander ausgerichteten Bohrungen 3' des Flansches 3 und 4' des Führungszylinders 4 eingeschoben werden. Danach kann der Anker 1 in die Hülse gesteckt und zum Schluss die Scheibe 6 eingelegt und mittels des Sprengringes 7 in dieser Lage gesichert werden.
Die in Fig. 2 dargestellte Hülse 12 besteht aus Messingfolie und zeigt die runde Form, welche die Lagerhülse annimmt nachdem sie sich in der Bohrung 3', 4' der beiden Teile 3, 4 befindet. Sie überlappt den aktiven Luftspalt und ist so lang, dass sie zwischen dem Boden der Bohrung 3' im Flansch 3 und der Abdeckscheibe 6 eingeschlossen ist. In Umfangsrichtung ist sie so dimensioniert, dass in montiertem Zustand ein Spalt 20 verbleibt.
Sie ist dadurch leichter herzustellen (weniger genau) und bequemer zu montieren. Zudem hat der Spalt 20 aber auch noch den Vorteil, dass ihm zufolge die Hülse keine kurzgeschlossene Windung bildet, so dass das Magnetfeld sich rascher aufbauen kann und der Anker sich rascher bewegt, als dies bei einer geschlossenen Hülse der Fall wäre.
Ist die Hülse aus einer Folie von relativ weichem Material hergestellt, so braucht sie nicht vorgebogen zu werden, sondern kann bei der Montage einfach gerollt und in die fluchtenden Bohrungen 3'-4' eingeschoben werden. Allerdings muss dabei in Kauf genommen werden, dass die Folie nicht entlang des ganzen Umfanges satt anliegt, sondern dass die Enden, wie bei der Folie 12' in Fig. 3 übertrieben dargestellt, einen grösseren Biegungsradius als die Bohrung aufweisen. Solange dies in tragbaren Grenzen bleibt und der Anker noch leicht in der Lagerhülse gleitet und nicht klemmt, kann man auf diese einfache und billige Art arbeiten.
Wenn aber infolge der Materialeigenschaften der Folie (beispielsweise federharte Beryliumbronze) oder deren Dicke oder infolge eines kleinen Durchmessers der Bohrung der Anker in der Lagerhülse zu klemmen anfängt, so muss man die Folie insbesondere an ihren Enden vorbiegen, wie dies in Fig. 5 an Hand einer Folie 12" dargestellt ist. Bei richtigem Vorbiegen lässt sich ein vollkommen sattes Anliegen der Folie 12" in der Bohrung erzielen, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist.
Vor dem Einschieben in die Bohrungen 3'-4' wird die vorgebogene Hülse 12" in ihrem mittleren Teil so weit gespannt, dass sie sich leicht in die Bohrung einschieben lässt. Dort lässt man sie sich entspannen, so dass sie dann unter Vorspannung an der Wand der Bohrung anliegt. Die nichtmagnetische Folie kann statt aus Metall beispielsweise auch aus Kunststoff bestehen.
Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn eine Folie aus Kunststoff mit guten Gleiteigenschaften und zudem guter thermischer Festigkeit verwendet wird, wie sie beispielsweise Kunststoffe auf Fluoräthylenbasis aufweisen.
Schliesslich sei noch erwähnt, dass die Erfindung auch bei Gleichstrommagneten, die mit zwei in einer topfförmigen Armatur angebrachten Spulen arbeiten, Anwendung finden kann. Eine solche Bauart gestattet Doppelhubmagnete und Umkehrhubmagnete zu bauen. Bei Magneten der erstgenannten Art hat der Anker eine Ruhelage in der Mitte und bewegt sich je nach der Erregung der einen oder der anderen Spule in die eine oder die andere Endlage. Bei Umkehrmagneten wird der Anker von einer Endlage in die andere gezogen, je nachdem die eine oder die andere Spule erregt wird.
Da sowohl Doppelhubmagnete als Umkehrhubmagnete nur einen einzigen Anker aufweisen, der sich in einer Bohrung bewegt, kann der Anker auch solcher Magnete in einer in die Bohrung eingebrachten, aus nichtmagnetischem Folienmaterial hergestellten Lagerhülse ,geführt sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Gleichstrommagnet mit einer topfförmigen Ar- matur und einem zylinderförmigen Anker, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker in einer in der Bohrung der topfförmigen Armatur vorhandenen Lagerhülse gleitend geführt ist, welch letztgenannte aus einer nichtmagnetischen Folie besteht, deren Wanddicke weniger als 0,3 mm beträgt.1I. Verfahren zur Herstellung eines Magneten nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Stück einer nichtmagnetischen Metallfolie an seinen Enden so stark vorbiegt, dass der bleibende Biegungsradius dieser Enden mindestens annähernd dem Innendurchmesser der Bohrung der Armatur entspricht, danach die so vorgebogene Folie in ihrem Teil spannt, in die Bohrung einschiebt und sich dort entspannen lässt, das Ganze derart, dass die Hülse unter Vorspannung an der Wand der Bohrung anliegt. UNTERANSPRÜCHE 1.Gleichstrommagnet nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die nichtmagnetische Hülse einen axial verlaufenden Spalt aufweist. 2. Gleichstrommagnet nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse aus nichtma- gnetischem-federelastischem Material hergestellt ist. 3. Gleichstrommagnet nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das nichtmagnetische Fo- lienmaterial ein Metall ist. 4. Gleichstrommagnet nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Folienmaterial ein Kunststoff ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH543264A CH421297A (de) | 1964-04-23 | 1964-04-23 | Gleichstrommagnet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH543264A CH421297A (de) | 1964-04-23 | 1964-04-23 | Gleichstrommagnet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH421297A true CH421297A (de) | 1966-09-30 |
Family
ID=4293481
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH543264A CH421297A (de) | 1964-04-23 | 1964-04-23 | Gleichstrommagnet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH421297A (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
1964
- 1964-04-23 CH CH543264A patent/CH421297A/de unknown
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| WO2018177473A1 (de) * | 2017-03-27 | 2018-10-04 | Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Magnetaktor mit buchse als ankergleitlager |
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