Ölbinder Bereits kleinste Mengen an Mineralölen machen grosse Wassermassen ungeniessbar oder auch :sonst un brauchbar. So kann man als Faustregel annehmen, :dass ein Liter Rohöl 30 000 m3 Wasser für Mensch und Tier ungeniessbar macht.
Deshalb ist ,die Entfernung von Öl, insbesondere von stehendem und fliessenden Oberflächengewässern, aber auch von der Erde zu einem wichtigen Problem gewor den.
Bisher hat man von Oberflächengewässern das Öl dadurch entfernt, dass man mit schwimmenden Plastik schläuchen das verseuchte Gebiet absperrte und in den so abgeriegelten Raum einen schwimmfähigen Ölbinder aufstreute. Dieser Ölbinder wurde nach einer gewissen Einwirkungszeit vom Wasser abgeschöpft und abtrans portiert.
Als solche Ölbinder ist .aus Vulkangestein sowie aus Torf hergestelltes Granulat verwendet worden. Insbe sondere Torf fand dabei verbreitete Verwendung. Torf hat jedoch .den Nachteil, dass er relativ grosse Wasser mengen aufsaugt, so dass er nur äusserst schwer zu ver brennen ist, weshalb eine direkte Verbrennung in der Nähe des verseuchten Gewässers meist nicht in Frage kommt.
Beim Abtransport läuft aber Öl und Wasser aus dem Torf, sodass entlang des Transportweges der Boden und das Grundwasser verdorben werden können. Vulkangestein wiederum lässt .sich gar nicht verbrennen, und beim Abtransport entstehen die analogen Schäden.
Ein weiterer Nachteil der bisher bekannten Ölbinder besteht darin, dass -sie vom Wasser abgeschöpft, oder z. B. aus einer Wiese gerecht werden müssen. Bei Wel lengang oder in fliessenden Gewässern ist die Handha bung,der bekannten Ölbinder äusserst schwierig.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Ölbinder, wel cher in der Regel auf Wasser schwimmfähig und da durch gekennzeichnet ist, dass er ein von Magneten an ziehbares Material in ausreichender Menge enthält, um die mit Öl gesättigten Ölbinderteile, z. B. von der Was seroberfläche oder vom Boden mit :einem magnetischen Gerät aufnehmen zu können. Selbstverständlich sollte das ,erfindungsgemässe Material auch nach Sättigung .schwimmfähig bleiben.
Vorzugsweise wird man ein ölbindematerial mit Eisenteilchen (Pulver oder Späne) vermischt zu einem schwimmfähigen Granulat verarbeiten; welches ,auf das verseuchte Gewässer oder z. B. auf eine Wiese; welche mit Öl verseucht ist, ausgestreut wird.
Man lässt nun .einige Zeit einwirken, worauf mit einer sogenannten Magnetsonde (Elektromagnet oder Permanentmagnet) die Teilchen aufgenommen werden. Selbstverständlich kann man diese Teilchen aber auch mit den bisher bekannten Sieben aufnehmen.
Besonders vorteilhaft ist .ein erfindungsgemässer Ölbinder, welcher als eigentliches ölbindematerial eine Aktivkohle, bzw. aus Preisgründen gewöhnliche Holz kohle enthält.
Ein solcher Ölbinder kann beispielsweise dadurch hergestellt werden, dass man die zu einem Gra nulat gemahlene Holzkohle mit der für die genügende Tragkraft zum Aufheben mit einem Magneten und für ausreichende Schwimmfähigkeit des Fertigproduktes bemessenen Menge Eisenspäne oder Eisenpulver ver mischt und hierauf mit einem Bindemittel diese Mischung so versieht, dass !das Eisen an der Kohle Was ser- und ölbeständig haftet, die Poren der Kohle aber nicht verstopft werden.
Am zweckmässigsten geschieht dies auf einem Förderband, auf welches nacheinander Kohle, Eisen und Bindemittel aufgebracht werden, worauf (diese Mischung zwecks Trocknung einem Back prozess unterworfen wird. Sollte dabei das Kohlegranu- lat zu grösseren Aggregaten zusammenbacken, so kann man diese durch eine leichte Mahlung wieder aufspalten.
Obschon die Erfindung nicht auf Ölbinder mit Holz kohle beschränkt ist, sondern auch beispielsweise für Torfpräparate oder Mischpräparate Anwendung finden kann, .so wird doch Holzkohle bevorzugt. Wie .sich näm lich bei Versuchen zeigte, nimmt eine bestimmte Menge in Wasser untergetauchten Holzkohlegranulats inner halb einer einstündigen Tauchzeit nur etwa 10 % seines Gewichtes an Wasser auf.
Taucht man dagegen eine ent sprechende Menge gleichen Granulats während einer Stunde leicht in Heizöl, so nimmt diese meist über 130% ihres Gewichtes Heizöl auf. Torf würde unter gleichen Bedingungen unverhältnismässig viel mehr Wasser aufnehmen,
weshalb Torf häufig absinkt und so das mit Öl verschmutzte Torfgranulat den Boden des gereinigten Gewässers verunreinigt.
Diese Wasseraufnahmeverhältnissesind auch für die gute Verbrennbarkeit erfindungsgemässer Holzkohleöl- bin:der verantwortlich.
Die vorliegende Erfindung betrifft- auch eine Ver wendung des erfindungsgemässen Ölbinders zur Entfer nung von Öl von Oberflächengewässern, welche da durch gekennzeichnet ist, dass der Ölbinder auf das mit C51 verseuchte Gebiet ausgestreut, darauf einwirken ge lassen und wieder entfernt wird, wobei das verseuchte Gebiet mittels Schwimmkörpern,
welche in einem Netz Holzkohlegranulat enthalten, gegen das urverseuchte Gebiet hin. abgesperrt wind..
Als Absperrung eignen sich besonders die im Schweiz. Patent Nr.. . . (Patentgesuch Nr. 13 737/65) vom gleichen Anmeldetage .und des gleichen Amnelders beschriebenen und beanspruchten Schwimmkörper, wel che im wesentlichen dadurch ,gekennzeichnet sind, dass sie in. einem Netzschlauch ein ölbindergranulat,
insbe- sondere Holzkohlegranulat enthalten.
Eine genaue Rezeptur der erfindungsgemässen Ölbinder ist nicht erforderlich, da ihre Zusammenset zung vom Fachmann, nach der Lehre der Erfindung durch einfachste Versuche ermittelt werden kann. Es sei lediglich gesagt, dass sich als Bindemittel Kunststoff- Klebstoffe,
insbesondere in flüssiger Form als beson ders geeignet zur Herstellung erfindungsgemässer Ölbin- der erwiesen haben. Dabei reichen kleinste Klebstoff mengen aus, die Eisen nicht korrodieren sollten.
Oil binders Even the smallest amounts of mineral oils make large amounts of water inedible or otherwise unusable. As a rule of thumb, one can assume that one liter of crude oil makes 30,000 m3 of water inedible for humans and animals.
That is why the removal of oil, especially from standing and flowing surface water, but also from the earth, has become an important problem.
So far, the oil has been removed from surface water by blocking off the contaminated area with floating plastic hoses and sprinkling a floating oil binder in the sealed off area. This oil binder was skimmed off from the water after a certain exposure time and transported away.
As such an oil binder, granules made from volcanic rock and peat have been used. In particular, peat found widespread use. However, peat has the disadvantage that it absorbs relatively large amounts of water, so that it is extremely difficult to burn, which is why direct incineration in the vicinity of the contaminated body of water is usually out of the question.
When it is transported away, however, oil and water run out of the peat, so that the soil and groundwater can be spoiled along the way. Volcanic rock, on the other hand, cannot be burned at all, and the same damage occurs when it is removed.
Another disadvantage of the previously known oil binders is that -sie skimmed off the water, or z. B. must meet from a meadow. In waves or in flowing water, the handling of the well-known oil binders is extremely difficult.
The invention now provides an oil binder, wel cher usually buoyant on water and is characterized by the fact that it contains a magnet pullable material in sufficient quantity to absorb the oil-saturated oil binder parts such. B. from the water surface or from the ground with: a magnetic device to be able to record. Of course, the material according to the invention should remain buoyant even after saturation.
Preferably, an oil-binding material mixed with iron particles (powder or shavings) will be processed into floating granules; which, on the contaminated water or z. B. on a meadow; which is contaminated with oil is scattered.
You let it act for a while, after which the particles are picked up with a so-called magnetic probe (electromagnet or permanent magnet). Of course, these particles can also be picked up with the sieves known up to now.
An oil binder according to the invention, which contains an activated carbon or, for reasons of price, ordinary charcoal as the actual oil-binding material, is particularly advantageous.
Such an oil binder can be produced, for example, by mixing the charcoal ground to a granulate with the amount of iron filings or iron powder measured for the sufficient load-bearing capacity to be lifted with a magnet and for sufficient buoyancy of the finished product and then this mixture with a binding agent ensures that! the iron adheres to the coal in a water- and oil-resistant manner, but the pores of the coal are not clogged.
The most convenient way to do this is on a conveyor belt, onto which coal, iron and binding agent are applied one after the other, whereupon (this mixture is subjected to a baking process for the purpose of drying split again.
Although the invention is not limited to oil binders with charcoal, but can also be used, for example, for peat preparations or mixed preparations, charcoal is preferred. As has been shown in experiments, a certain amount of charcoal granulate submerged in water absorbs only about 10% of its weight in water within a one-hour immersion time.
If, on the other hand, a corresponding amount of the same granulate is lightly dipped into heating oil for an hour, it usually absorbs more than 130% of its weight of heating oil. Peat would absorb disproportionately much more water under the same conditions,
which is why peat often sinks and so the peat granulate contaminated with oil contaminates the bottom of the cleaned water.
These water absorption ratios are also responsible for the good combustibility of the charcoal oil bin according to the invention.
The present invention also relates to a use of the oil binder according to the invention for removing oil from surface waters, which is characterized in that the oil binder is spread over the area contaminated with C51, allowed to act on it and removed again, the contaminated area by means of floating bodies,
which contain charcoal granulate in a net, against the originally contaminated area. shut off wind ..
The ones in Switzerland are particularly suitable as a barrier. Patent No. . (Patent application No. 13 737/65) of the same filing days .and the same Amnelders described and claimed floating bodies, which are essentially characterized in that they contain an oil binder granulate in a net tube,
in particular contain charcoal granulate.
An exact formulation of the oil binders according to the invention is not necessary, since their composition can be determined by the person skilled in the art according to the teaching of the invention by the simplest experiments. It should only be said that plastic adhesives,
have proven particularly suitable for the production of oil binders according to the invention, especially in liquid form. The smallest amounts of adhesive that should not corrode iron are sufficient.