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CH426264A - Verfahren zur Herstellung von in der Hitze verschäumbaren, mindestens teilweise in Schwefelsäure löslichen Polyamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in der Hitze verschäumbaren, mindestens teilweise in Schwefelsäure löslichen Polyamiden

Info

Publication number
CH426264A
CH426264A CH1561464A CH1561464A CH426264A CH 426264 A CH426264 A CH 426264A CH 1561464 A CH1561464 A CH 1561464A CH 1561464 A CH1561464 A CH 1561464A CH 426264 A CH426264 A CH 426264A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
polyamides
sulfuric acid
acid
foamable
partially soluble
Prior art date
Application number
CH1561464A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Dr Becke
Kurt Dr Wick
Original Assignee
Basf Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEB46129A external-priority patent/DE1085665B/de
Priority claimed from DEB49681A external-priority patent/DE1154625B/de
Application filed by Basf Ag filed Critical Basf Ag
Publication of CH426264A publication Critical patent/CH426264A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/24Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof by surface fusion and bonding of particles to form voids, e.g. sintering
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2377/00Characterised by the use of polyamides obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain; Derivatives of such polymers
    • C08J2377/02Polyamides derived from omega-amino carboxylic acids or from lactams thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyamides (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von in der Hitze verschäumbaren, mindestens teilweise  in Schwefelsäure     löslichen    Polyamiden    Gegenstand des Verfahrens der     Deutschen    Ausle  geschrift 1 105 166 ist die Herstellung von schaumfä  higen Polyamiden durch Erhitzen von Polyamidbild  nern in Gegenwart von Carbonsäureestern und     Oxyal-          kylalkylendiaminen    auf Temperaturen, bei denen  Kondensationen, aber noch keine wesentliche  Schaumbildung eintritt, bis die entstandenen Kon  densate mindestens noch teilweise in     konzentrierter     Schwefelsäure löslich sind.  



  Es ist auch bekannt, dass man Polyamide dadurch  herstellen kann, dass Ammoniumsalze aus     Dicarbon-          säuren    und N-Alkylolpolyaminen polykondensiert  werden. Hierbei entstehen vernetzte besonders zähe  Polykondensate eventuell mit blasigen Gaseinschlüs  sen, jedoch keine technisch verwertbaren Schaum  stoffe.  



  Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von  durch Erwärmen auf Temperaturen von über 270  C  verschäumbaren, in konzentrierter Schwefelsäure  mindestens teilweise löslichen Polyamiden durch  Polykondensation von durch Knüpfung von  
EMI0001.0007     
    -Bindungen lineare Polyamide bildenden Ausgangs  stoffen, die ausgewählt sind aus     Dicarbonsäure-Dia-          min-Salzen,    Aminocarbonsäuren und Lactamen, bei  Temperaturen von 150 bis 240  C unter Stickstoff in  Gegenwart von Treibmitteln und     Vernetzungsmitteln,     gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man  als Treibmittel Oxamidsäure oder Oxamidsäureester  und als Vernetzungsmittel in freier Form oder in  Salzform vorliegendes Diaurin mit mindestens einer  N-gebundenen Gruppe der Formel      HO-(R-O)n-R-,

      worin R einen zweiwertigen Alkanrest und n die Zahl  Null oder eine ganze Zahl grösser als null     bedeutet,     verwendet, wobei die Summe der Gewichtsmengen  des genannten Treibmittels und des genannten Ver  netzungsmittels, letzteres als freies Diaurin gerechnet,  1 bis 15      /o    der Gewichtsmenge der genannten lineare  Polyamide bildenden Ausgangsstoffe beträgt.  



  Als polyamidbildende Ausgangsstoffe kann man  z. B. adipinsaures Hexamethylendiamin,     sebacinsau-          res    Hexamethylendiamin oder korksaures     Octameth-          ylendiamin,    ferner w-Aminocarbonsäuren, z. B.  



  -Aminocapronsäure, Caprolactam,     Oenanthlac-          tam    oder Capryllactam oder Mischungen aus ver  schiedenen Polyamdbildnern verwenden.  



  Als Diamine mit mindestens einer N-gebundenen  Gruppe der Formel    HO-(R-O)n-R-,  %    worin R einen zweiwertigen Alkanrest und n die Zahl       Null    oder eine ganze Zahl grösser als null bedeutet,  finden in der Regel die Umsetzungsprodukte von  Alkylenoxyden und Aldehyden mit aliphatischen,  cycloaliphatischen oder aromatischen Diaminen,  zweckmässigerweise in der Form von dicarbonsauren  Salzen, Verwendung.  



  Man polykondensiert Gemische, die 1 bis 15  vom Gewicht der Polyamidbildner an Oxamidsäure  oder Oxamidsäureester und N-Oxyalkyldiaminen  enthalten. Die mechanischen Eigenschaften, bei  spielsweise die Härte und das spezifische Gewicht,  der Schaumkörper, die sich nach hier nicht bean  spruchtem Verfahren aus den schaumfähigen Massen  herstellen lassen, hängen stark von der Menge und  dem     Verhältnis    der beiden Komponenten ab. Die  Reaktionstemperatur zur Herstellung der schaumfä-      higen Polyamide beträgt, vorzugsweise 180 bis  240  C. Zur Entfernung von     Reaktionswasser    soll die  bei der Kondensation entstehende     zähe    Masse min  destens zeitweilig     durchmischt    werden.

   Man     führt     deshalb die     Polykondensation    mit besonderem Vor  teil in beheizten Knetern durch. Die zunächst gebil  dete zähplastische Masse lässt sich durch weiteres  Kneten bei der Reaktionstemperatur in feine, blähfä  hige Pulver überführen. Man kann aber die Reak  tionsprodukte auch nach dem Abkühlen zu Pulver  vermahlen. Die nach dem     Verfahren    dieser Erfin  dung hergestellten     schaumfähigen        Polyamide    lassen  sich durch Erhitzen in     sauerstofffreier    Atmosphäre  auf     Temperaturen,    die höher als ihre Bildungstempe  raturen liegen, zu porösen Körpern verschäumen.

    Vor dem Verschäumen werden die blähfähigen Mas  sen zweckmässigerweise in die Pulverform überge  führt. Es können so Platten, Stäbe, Voll- und Hohl  körper in vielfältiger Form hergestellt werden. Die  nach hier nicht beanspruchtem Verfahren hergestell  ten Schaumkörper haben grosse Zähigkeit und  Festigkeit und hohe Wärmebeständigkeit.  



  Die in den Beispielen genannten Teile sind Ge  wichtsteile.  



  <I>Beispiel 1</I>  100 Teile adipinsaures Hexamethylendiamin, 5  Teile Oxamidsäuremethylester und 6 Teile     adipin-          saures    N-(Oxyäthyl)-hexamethylendiamin (oder 3,1  Teile freies Amin) werden in einem Glasgefäss in  einer     Stickstoffatmosphäre    2 Stunden lang auf  200  C erhitzt. Die dabei entstehende zähplastische  Masse ist nach dem     Erkalten    hart und spröde und hat  den K -Wert 35 (in Schwefelsäure gemessen).  



  Wird die Reaktionsmasse pulverisiert und nach  hier nicht beanspruchtem Verfahren in einer Form  auf 270 bis 280  C erhitzt, so     erhält    man einen  Schaumkörper vom Raumgewicht 0,2 g/cm3.  



  <I>Beispiel 2</I>  100 Teile adipinsaures Hexamethylendiamin, 10  Teile Caprolactam, 2,5 Teile Oxamidsäure, 2,5 Teile  adipinsaures     N,N'-Bis-(oxyäthyl)-hexamethylen-dia-          min    (oder 1,5 Teile freies Amin) werden, wie in Bei  spiel 1 beschrieben, erhitzt. Aus der entstandenen       schaumfähigen    Masse bildet sich nach hier nicht be  anspruchtem Verfahren     beim    Erhitzen auf 275  C  eint Schaumkörper vom Raumgewicht 0,23 g/cm3.

      <I>Beispiel 3</I>  100 Teile adipinsaures Hexamethylendiamin, 2,5    Teile Oxamidsäureäthylester und 4 Teile     adipinsau-          res    N-(Oxyäthyl)-hexamethylendiamin (oder 2,1 Teile  freies Amin) werden in einem durch Ölumlauf heiz  baren Kneter aus Edelstahl unter Stickstoff erhitzt.  Der Ölzulauf wird auf 210  C eingestellt, der Ölrück  lauf beträgt dann etwa 200  C. Nachdem das bei der  Polykondensation freiwerdende Wasser entwichen ist,  bildet sich aus der vorher zähplastischen Masse im  Laufe von etwa zwei Stunden unter weiterem Kneten  bei gleicher Temperatur ein feines lockeres Pulver.  Es wird noch 3 Stunden bei gleicher Temperatur wei  tergeknetet, dann wird abgekühlt. Das reinweisse  Pulver hat den K-Wert 36.  



  Nach hier nicht beanspruchtem Verfahren ent  steht durch zweistündiges Erhitzen in einer rechtecki  gen Form unter Stickstoff auf<B>275'</B> C aus dem Pulver  eine Schaumplatte vom Raumgewicht 0,18 g/cm3.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von durch Erwärmen auf Temperaturen von über 270 C verschäumbaren, in konzentrierter Schwefelsäure mindestens teilweise löslichen Polyamiden durch Polykondensation von durch Knüpfung von EMI0002.0022 Bindungen lineare Polyamide bildenden Ausgangs stoffen, dis ausgewählt sind aus Dicarbonsäure-Di- amin-Salzen, Aminocarbonsäursn und Lactamen, bei Temperaturen von 150 bis 240 C unter Stickstoff in Gegenwart von Treibmitteln und Vernetzungsmitteln, dadurch gekennzeichnet,
    dass man als Treibmittel Oxamidsäure oder Oxamidsäureester und als Vernet zungsmittel in freier Form oder in Salzform vorlie gendes Diaurin mit mindestens einer N-gebundenen Gruppe der Formel HO-(R-0) n -R-, worin R einen zweiwertigen Alkanrest und n die Zahl Null oder eine ganze Zahl grösser als null bedeutet, verwendet, wobei die Summe der Gewichtsmengen des genannten Treibmittels und des genannten Ver netzungsmittels, letzteres als freies Diaurin gerechnet,
    1 bis 15 /o der Gewichtsmenge der genannten lineare Polyamide bildenden Ausgangsstoffe beträgt.
CH1561464A 1957-09-19 1958-09-09 Verfahren zur Herstellung von in der Hitze verschäumbaren, mindestens teilweise in Schwefelsäure löslichen Polyamiden CH426264A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB46129A DE1085665B (de) 1957-09-19 1957-09-19 Verfahren zur Herstellung von schaumfoermigen Polyamiden
DEB49681A DE1154625B (de) 1958-07-19 1958-07-19 Verfahren zur Herstellung von in der Hitze verschaeumbaren, in konzentrierter Schwefelsaeure mindestens teilweise loeslichen, linearen Polyamiden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH426264A true CH426264A (de) 1966-12-15

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ID=25965232

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CH1561464A CH426264A (de) 1957-09-19 1958-09-09 Verfahren zur Herstellung von in der Hitze verschäumbaren, mindestens teilweise in Schwefelsäure löslichen Polyamiden

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CH (1) CH426264A (de)

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