[go: up one dir, main page]

CH411610A - Verstärkungsgeflecht für rotierende Gegenstände, Verfahren zur Herstellung desselben, sowie Verwendung des Verstärkungsgeflechtes - Google Patents

Verstärkungsgeflecht für rotierende Gegenstände, Verfahren zur Herstellung desselben, sowie Verwendung des Verstärkungsgeflechtes

Info

Publication number
CH411610A
CH411610A CH1441162A CH1441162A CH411610A CH 411610 A CH411610 A CH 411610A CH 1441162 A CH1441162 A CH 1441162A CH 1441162 A CH1441162 A CH 1441162A CH 411610 A CH411610 A CH 411610A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
reinforcing
reinforcement
glass fiber
strand
abrasive
Prior art date
Application number
CH1441162A
Other languages
English (en)
Inventor
S Kistler Samuel
V Rue Charles
Original Assignee
Wakefield Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wakefield Corp filed Critical Wakefield Corp
Priority to CH1441162A priority Critical patent/CH411610A/de
Publication of CH411610A publication Critical patent/CH411610A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D5/00Bonded abrasive wheels, or wheels with inserted abrasive blocks, designed for acting only by their periphery; Bushings or mountings therefor
    • B24D5/02Wheels in one piece
    • B24D5/04Wheels in one piece with reinforcing means
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D18/00Manufacture of grinding tools or other grinding devices, e.g. wheels, not otherwise provided for
    • B24D18/0081Manufacture of grinding tools or other grinding devices, e.g. wheels, not otherwise provided for of wire-reinforced grinding tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description


      Verstärkungsgeflecht    für     rotierende    Gegenstände,     Verfahren        zur    Herstellung desselben,  sowie Verwendung des     Verstärkungsgeflechtes       Die vorliegende Erfindung bezieht sich in der all  gemeinsten Ausführung auf Verstärkungsgeflechte  für rotierende Gegenstände. Bei ihren bevorzugten  Ausführungsformen bezieht sie sich auf Verstär  kungsgeflechte für Schleifscheiben.  



  In der Industrie werden vergleichsweise grosse  Schleifscheiben des harzgebundenen Typs für die Be  arbeitung von Stahl und anderen Metallen in grossem  Umfang     verwendet.    Diese verhältnismässig grossen  Schleifscheiben werden im allgemeinen ohne irgend  ein Kühlmittel benutzt und rotieren mit     verhältnis-          mässig    hohen Geschwindigkeiten. Die rauhen Be  triebsbedingungen, denen diese Schleifscheiben häu  fig unterworfen sind, verursachen die Entstehung  radialer Risse in den Scheiben, die sich von der Peri  pherie aus nach innen erstrecken und die Festigkeit  der Scheiben wesentlich vermindern.

   Dadurch ent  steht im Falle eines Bruches oder einer Auflösung der  Schleifscheiben in ihre Bestandteile eine ernste Ge  fahr für das in der Nähe stehende Bedienungsperso  nal und für die Maschine selbst. Aus diesem Grund  ist es üblich, eine Schleifscheibe wegzuwerfen,     sobald     an ihr radiale Risse beobachtet werden. Trotz dieser  Vorsicht zerbricht     jedoch    manchmal eine Schleif  scheibe und verursacht ernste Verletzungen einer Be  dienungsperson trotz der in die Maschine eingebau  ten Sicherheitseinrichtungen.  



  Um die Bruchneigung schnell laufender Schleif  scheiben zu vermindern, wurden bereits eine Reihe  von     Verstärkungsmassnahmen    angewendet oder vor  geschlagen, die das Schleifmaterial gegen die Zentri  fugalkräfte festigen. Unter anderem wurden Metall  ringe oder Gewebe verschiedener Zusammensetzung  während des Formprozesses der Schleifscheibe ein  gebettet, wobei diese Ringe oder Gewebe die Schleif-         scheibe    verstärken sollten, um deren Zerstörung zu  verhindern.

   Die Verstärkungselemente sind fast     aus-          schliesslich    gegenüber der äusseren     Oberfläche    der  Schleifscheiben um ein wesentliches Stück zurückge  setzt, um das Vorstehen der Verstärkung über die  Schleiffläche zu vermeiden, um den Schleifvorgang  nicht zu     beeinträchtigen,    wenn der Durchmesser der  Scheibe infolge der Abnutzung bei fortgesetztem  Verbrauch abnimmt.

   Obwohl eine gewisse Verstär  kung der Schleifscheiben infolge Einarbeitung dieser  Verstärkungselemente erreicht wurde, kamen den  noch Scheibenbrüche vor, da sich radiale Risse bil  deten, die von der Peripherie der Scheibe bis zu den  aussenliegenden Stellen der Verstärkungselemente  sich     fortpflanzten.    Es hat sich nun gezeigt, dass diese  radialen Risse abgelenkt werden, wenn. sie den     äusse-          ren    Bereich der Verstärkung erreichen und den Ver  stärkungselementen     tangential    folgen und so unter  Umständen den     unverstärkten    Teilen der Schleif  scheibe ein radiales Wegschleudern ermöglichen.

    Auch wurde ohne wesentlichen Erfolg versucht, die  Schleifscheiben durch Einarbeiten losen, faserigen  Materials, wie z. B. Asbest, Glasfaser, Baumwolle,  Hanf u. dgl. in     willkürlicher    Orientierung in das  Schleifmaterial die Schleifscheiben zu verstärken. Es  wurden auch schon verhältnismässig grosse Schleif  scheiben hergestellt, die aus abwechselnden Lagen  aus Schleifmaterial und     Glasfasertuch    bestehen.  Diese Technik beruht auf den guten Erfahrungen bei  der Herstellung relativ dünner zu Schneidezwecken  verwendeter Schleifscheiben, bei denen abwechselnde  Lagen aus Schleifmaterial und     Glasfasertuch    ange  wendet wurden, um einen Bruch infolge der Zentrifu  galkräfte und zufälliger Schlagbeanspruchungen zu  verhindern.

   Es hat sich jedoch gezeigt, dass     die.         Menge an     Glasfasertuch,    die gebraucht wird, um eine  wesentliche Erhöhung der Festigkeit der Schleif  scheibe zu erreichen, extrem hoch ist, was eine  wesentliche Verschlechterung der Schleifeigenschaf  ten der Schleifscheibe und gleichzeitig ein wirtschaft  lich untragbares Ansteigen der Herstellungskosten  zur Folge hatte. Ausserdem bestanden die Schleif  scheiben aus dünnen Schichten, so dass die Spannun  gen innerhalb der Scheibe infolge der Zentrifugal  kraft eine Trennung benachbarter Lagen bewirkten,  was unter Umständen eine Zerstörung der     ungestütz-          ten        Schleifmateriallagen    zur Folge hatte.  



  Es bestand demgemäss bisher ein     unbefriedigtes     Bedürfnis für ein Verstärkungsgeflecht für Gegen  stände, die bei verhältnismässig hohen Geschwindig  keiten rotieren und speziell für grosse Schleifschei  ben. Dabei soll das Verstärkungsgeflecht nicht nur  die Festigkeit der Schleifscheibe wesentlich erhöhen,  um ihre Zerstörung zu vermeiden, sondern soll zu  sätzlich die Schleifwirkung nicht beeinträchtigen und  die Kosten nicht auf ein wirtschaftlich untragbares  Mass erhöhen.

   Ferner bestand dauernd das Problem,  Schleifartikel mit eingearbeiteter     Glasfaserverstär-          kung    herzustellen, ohne die Oberflächen der Glasfa  ser durch die Schleifpartikel beim Formvorgang des  Schleifkörpers zu beschädigen, so dass die Festigkeit  der Verstärkungselemente nicht verschlechtert wird.  Es ist demgemäss eine Hauptaufgabe der vorliegen  den Erfindung, ein Verstärkungsgeflecht zu schaffen,  das, wenn es im Schleifmaterial eingebettet ist, die  Festigkeit des Schleifmaterials wesentlich erhöht und  zwar mehr als es bisher mit gleichen Mengen an Ver  stärkungsmaterial möglich war.  



  Bei einem Verstärkungsgeflecht zur Verstärkung  rotierender, Zentrifugalkräften unterworfener Gegen  stände, z. B. Schleifscheiben, ist gemäss der Erfin  dung vorgesehen, dass das     Verstärkungsgeflecht    min  destens ein Verstärkungsglied in Form eines fortlau  fenden     Glasfaserstranges    enthält, der nach einem       Dreieckmuster    innerhalb eines ringförmigen, durch  zwei konzentrisch zueinander liegende Zylinderflä  chen abgegrenzten Bereiches angeordnet ist.

   Das  Muster des Geflechts besitzt eine     Vielzahl    radial vor  stehender Spitzen, die durch die     Vielzahl    innerhalb  des ringförmigen Bereiches liegender     Strangelement-          paare    gebildet sind. Wenigstens die Hälfte der ge  nannten     Strangelemente    erstreckt sich durch einen  inneren Bereich, der zwischen der inneren Zylinder  fläche und einer mittleren, zur inneren Zylinderfläche  konzentrischen Zylinderfläche liegt, die von der inne  ren Zylinderfläche in einem Abstand von ungefähr  einem Drittel der radialen Tiefe des ringförmigen Be  reiches verläuft.

   Vorzugsweise sind mehrere mitein  ander verbundene einen zusammenhängenden Glas  faserstrang bildende Verstärkungselemente Seite an  Seite angeordnet, während die radial vorstehenden  Spitzen auf der äusseren Zylinderfläche liegen und  entlang der Zylinderfläche ungefähr gleiche Winkel  abstände haben. Das Verstärkungsglied weist vor  zugsweise eine solche Verteilung     des    zusammenhän-         genden        Glasfaserstranges    auf, dass das     Strangvolu-          men    von der äusseren     Zylinderfläche    nach dem: mitt  leren Bereich hin zunimmt.  



  Mit einem Verstärkungsgeflecht nach der Erfin  dung kann z. B. ein verstärkter Schleifkörper, z. B.  eine Schleifscheibe, geschaffen werden, die für hohe  Drehgeschwindigkeiten geeignet ist und die Schleif  körner und ein Harzbindemittel enthält, wobei das  Verstärkungsgeflecht in dem Schleifkörper eingebet  tet ist, das aus einem in Form eines     Dreieckmusters     geformten     Glasfaserstrang    besteht wie es oben be  schrieben wurde.  



  Mit der Erfindung wird auch ein Verfahren zur  Herstellung eines     Glasfaser-Verstärkungsgeflechtes     für die Verstärkung rotierender Gegenstände vorge  schlagen, wobei der zusammenhängende Glasfaser  strang zu einem     Dreieckmuster    gebogen und dieses  innerhalb eines ringförmigen durch zwei konzentrisch  zueinander liegende Zylinderflächen abgegrenzten  Bereiches angeordnet wird. Das Muster besitzt dabei  eine Vielzahl radial vorstehender Spitzen, die durch  innerhalb des ringförmigen Bereiches liegende Strang  elementpaare gebildet sind.

   Wenigstens die Hälfte  der genannten     Strangelemente    erstreckt sich durch  einen inneren Bereich, der sich zwischen der inneren  Zylinderfläche und einer mittleren, zur inneren  Zylinderfläche konzentrischen Zylinderfläche er  streckt, die von der inneren Zylinderfläche etwa in  einem: Abstand von ungefähr einem Drittel der radia  len Tiefe des ringförmigen Bereiches verläuft.  



  Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass  wesentlich bessere Verstärkungseigenschaften er  reicht werden, wenn Geflechte mit ungleichmässiger  Form und Verteilung der Verstärkungselemente ver  wendet werden. Diese Verstärkungseigenschaften  sind im Vergleich zu den Ergebnissen, die bisher  durch Anwendung beliebig     orientierter    oder im  wesentlichen gleichförmiger Verstärkungsgefüge,  z. B. Geweben o. dgl., erhalten wurden, bedeutend  besser.

   Das ungleichförmige Verstärkungsgeflecht  gemäss der bevorzugten Ausführungsform der vorlie  genden Erfindung enthält einen zusammenhängenden       Glasfaserstrang    oder ein     Glasfaserkabel,    das aus  einer     Vielzahl        fortlaufender        Glasfaserfäden    besteht.

    Der     Glasfaserstrang    ist in einem     Dreieckmuster    an  geordnet, in dem     Strangelemente    gebildet sind, deren  überwiegender Teil durch einen Bereich verläuft, der  zwischen dem Achsloch oder der Achse des Körpers  und einem Kreis liegt, dessen Radius gleich dem:  Radius des Achsloches oder der Achse zuzüglich un  gefähr einem Drittel des Abstandes zwischen dem  Achsloch oder der Achse und dem Umfang des Kör  pers ist. Die Spitzen des Geflechtes erstrecken sich  über einen Bereich von wenigstens zwei Dritteln des  radialen Abstandes zwischen Achsloch oder der  Achse und der Peripherie des Körpers, wodurch ein  Verstärkungsgeflecht von optimaler Ausbildung ent  steht.

   Zur Herstellung eines Schleifkörpers kann das  Verstärkungsgeflecht vorher durch ein geeignetes       harzhaltiges    Bindemittel versteift und dann in eine      Form, die das Schleifmittel enthält, eingebettet wer  den. Danach werden das Schleifmaterial und das       Verstärkungsgeflecht    ohne Anwendung hohen     Druk-          kes    miteinander verbunden, wodurch ein harzgebun  dener Schleifartikel hoher Festigkeit entsteht, der  einen verhältnismässig kleinen aber hochwirksamen  Anteil an Verstärkungsmaterial enthält.  



  Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten  Zeichnung beispielsweise beschrieben. Es zeigen:       Fig.l    eine perspektivische Darstellung eines  typischen Verstärkungsgeflechtes in     auseinanderge-          zogener    Anordnung, wobei das Geflecht durch zwei  Verstärkungsglieder gebildet ist, die durch einen zu  sammenhängenden Strang, der aus einer Vielzahl  fortlaufender Glasfasern besteht, zusammenhängen,       Fig.2    eine Draufsicht auf die oberste Lage des  Verstärkungsgeflechtes nach     Fig.    1,       Fig.3    die Draufsicht eines anderen typischen       Dreieckmusters    eines Verstärkungsgliedes,

   jedoch  mit einer geringeren Anzahl von Spitzen als beim  Verstärkungsglied nach     Fig.    2,       Fig.    4 eine schaubildliche Darstellung einer ande  ren Form eines Verstärkungsgeflechtes nach     Fig.    2,  das ein     Dreieckmuster    nach dem Typ von     Fig.    2 und  zwei     Dreieckmuster    nach dem Typ von     Fig.    3 ent  hält, die so verbunden sind, dass ein einziges Geflecht  entsteht, das in einer Schleifscheibe     zentriert    ist, die  durch strichpunktierte Linien angedeutet ist,

         Fig.    5 eine schaubildliche Draufsicht auf ein wei  teres zweckmässiges     Dreieckmuster    für ein Verstär  kungsglied mit einem kleineren Innendurchmesser,       Fig.    6 eine teils geschnittene perspektivische Teil  ansicht von einem typischen Aufbau des zusammen  hängenden     Glasfaserstranges,          Fig.6A    eine teilweise geschnittene perspektivi  sche Teilansicht eines weiteren typischen Aufbaues  des zusammenhängenden     Glasfaserstranges,          Fig.7    ein     Vertikalschnittbild    durch eine Vaku  umform zur Herstellung verstärkter Schleifartikel  gemäss der bevorzugten Ausführungsform der vorlie  genden Erfindung,

   wobei die Lage des Verstärkungs  geflechtes im Schleifartikel dargestellt ist,       Fig.8    ein     Vertikalschnittbild    einer Vakuumform  ähnlich der in     Fig.    7 jedoch mit den Schleifkörnern,  dem Verstärkungsgeflecht und der Bindemischung in  ihrer Lage vor der Anwendung des Vakuums,       Fig.9    eine Draufsicht auf eine typische Auf  spannvorrichtung, die eine Vielzahl von Stiften auf  weist, die     dazu    dienen, dem     Verstärkungsgeflecht    das  gewünschte     Dreieckmuster    zu geben,

   und       Fig.    10 eine Seitenansicht der in     Fig.    9 gezeigten       Aufspannungsvorrichtung    mit Darstellung der Art  und Weise, in der eine     Vielzahl    von Lagen des Ver  stärkungsgeflechtes gebildet werden.  



  Die verbesserten Verstärkungseigenschaften der       Verstärkungsgeflechte    gemäss der Erfindung beruhen  auf der eigenartigen Form und der ungleichmässigen  Verteilung der das Verstärkungsgeflecht bildenden  Verstärkungselemente. Die Form des Verstärkungs  geflechtes und die Verteilung der Verstärkungsele-         mente    können innerhalb vorgeschriebener Grenzen  variieren, entsprechend den Abmessungen, dem Auf  bau, der Festigkeit und den Betriebsbedingungen des  rotierenden Gegenstandes, in den das Verstärkungs  geflecht einzubetten ist. Die optimale Form und Ver  teilung des     Verstärkungsgeflechtes    für einen speziel  len rotierenden Gegenstand wie z.

   B. einer Schleif  scheibe kann     näherungsweise    von einer mathemati  schen Festigkeitsrechnung abgeleitet     weren.    Bei einer  solchen Berechnung müssen folgende Faktoren in  Betracht gezogen werden: Die Spannungsgradienten       in    schnellrotierenden Körpern, die Spannungsspitzen  in der Nähe des eingebetteten Verstärkungsmaterials,  die     Schleifleistung    und der     Abnutzungsgrad    einer  Scheibe infolge der Menge des benutzten Verstär  kungsmaterials und der Lage des Verstärkungsmate  rials in der Schleifscheibe.

   Auf diese Weise können  optimale Bedingungen hinsichtlich der Formgebung  und Anordnung des Verstärkungsgeflechtes ermittelt  werden, ausserdem kann die zu verwendende Menge  an Verstärkungsmaterial ermittelt werden, um eine  bestimmte Festigkeit des Schleifartikels zu gewährlei  sten. Durch die Ermittlung dieser optimalen Bedin  gungen erhält man eine möglichst geringe Einbusse  an Schleifmaterial infolge des Platzbedarfes des Ver  stärkungsgeflechtes. Dadurch wird ein Optimum an  Schleifleistung und Wirtschaftlichkeit erreicht.  



  Zur Bearbeitung von Stahl und Gussteilen die  nende harzgebundene Schleifscheiben normalen Typs  aus einem üblichen Schleifmittel oder einer Mischung  hiervon und Bindemitteln haben üblicherweise eine  Dichte von ungefähr 3 Gramm pro ccm und einen       Elastizitätsmodul    von ungefähr 140 620 kg pro qcm.  Der im Verstärkungsglied gemäss der vorliegenden  Erfindung enthaltene     Glasfaserstrang    bzw.     -kabel    be  steht aus einer Vielzahl lose gewickelter Schichten       (plys)    und Gespinste     (rovings),    die ihrerseits aus     einer     Vielzahl von Strängen bestehen, die aus einer Vielzahl  dünner zusammenhängender Glasfasern gebildet  sind.

   Der     Glasfaserstrang    besitzt eine weit grössere       Zugfestigkeit    und einen weit grösseren     Elastizitäts-          modul    als das Schleifmaterial. Für Glas kann von  einem     Elastizitätsmodul    von ungefähr 703<B>100</B> kg  pro qcm ausgegangen werden, was ungefähr fünfmal  mehr ist als der     Elastizitätsmodul    des Schleifmate  rials. Demgemäss entstehen infolge der durch die  schnelle Rotation im Schleifkörper bedingten Zentri  fugalkräfte im     Glasfaserverstärkungsglied    fünfmal  grössere Spannungen als im Schleifmittel.

   Mit ande  ren Worten ausgedrückt ist für die Dehnung des Ver  stärkungsgliedes um eine Einheit eine     fünfmal    grös  sere Spannung erforderlich als für die Dehnung des       Schleifmaterials    der Scheibe. Infolge der     Bindung     zwischen dem Schleifmittel und dem darin eingebet  teten Verstärkungsglied ist die Dehnung des Schleif  mittels und des     Glasfaserverstärkungsgliedes    gleich  gross. So ist z. B. bei einer Spannung im Schleifmittel  der Scheibe von ungefähr 422 kg pro qcm, die der  höchst zulässigen Spannung des Schleifmittels ent  spricht, die Spannung im     Glasfaserverstärkungsglied         ungefähr 2109 kg pro qcm.

   Das Verstärkungsglied  trägt demgemäss wesentlich zur Erhöhung der Festig  keit der Schleifscheiben.  



  Es wurde festgestellt, dass einzelne Glasfasern mit  einem Durchmesser von ungefähr 0,0051 mm eine       Zugfestigkeit    von ungefähr 31 640 kg pro     qcm    auf  weisen. Aus solchen zusammenhängenden Glasfasern  hergestellte     Glasfaserstränge    haben also eine extrem  hohe Zugfestigkeit zwischen ungefähr 14 060 und  <B>31</B>640 kg pro qcm, so dass bei     Einkalkulierung    eines  Sicherheitsfaktors eine Zugfestigkeit von ungefähr  14 060 kg pro qcm angenommen werden kann.

       Dem-          gemäss    würde ein     Glasfaserverstärkungsglied    mit  einem Querschnitt von weniger als     1/e    qcm genügen,  um einer Spannung von 2109 kg pro qcm Stand zu  halten, was der im vorhergehenden Abschnitt ange  nommenen Belastung entspricht.  



  Es kann mathematisch gezeigt werden, dass die  durch die Zentrifugalkräfte in der Schleifscheibe ent  stehenden Spannungen in radialer Richtung von aus  sen nach innen zunehmen. Dies lässt sich durch Be  rechnung der an einem Element der Scheibe angrei  fenden Kraft mathematisch beweisen. Ein solches  Element wird durch zwei vom Zentrum des Rades  ausgehende Radien, die an der Aussenfläche des  Rades 1 cm voneinander entfernt sind, eingegrenzt.

    Die auf jedes Segment wirkende Kraft kann durch  Benutzung folgender Formel berechnet werden:         F=3,34X        1(D-4    b x d x     V2    x (1-a3)    In     dieser    Formel     bedeuten     F = die     Kraft    in     Gramm     b = den     Umfang    der     Scheibe    in cm  d =     das,

          spezifische    Gewicht der     Scheibe     V =     dies        äussere        Umfangsgeschwindigkeit        der          Scheibe    in     cm    pro     Sekunde    und  a =     das,    Verhältnis     zwischen        dem    Radius der  Achsbohrung der Scheibe und dem Aussen  radius der     Scheibe.     



  Bei einem typischen     Grobschleifrad        (snagging)     mit einem Aussendurchmesser von 61 cm und einer       Achsbohrung    oder einem Wellendurchmesser von  30,5 cm, einer Dicke oder Breite von 7,6 cm, einem       spezifischen    Gewicht von 3, das mit einer Umfangs  geschwindigkeit von     6100em    pro Sekunde rotiert,  wird eine nach aussen gerichtete Kraft (F) von unge  fähr 248 000 Gramm auf jedes Segment des Rades  ausgeübt. Infolge der eigenartigen Form des Verstär  kungsgeflechtes gemäss der vorliegenden Erfindung  nimmt die Menge an Verstärkungsmaterial in über  einstimmung mit der     Radialspannung    (Kraft pro  Flächeneinheit) gegen die Mitte des Rades hin zu.  



  Wie aus den Zeichnungen zu entnehmen ist, be  sitzt das Verstärkungsglied gemäss der vorliegenden  Erfindung eine geometrische Gestalt, die so aufge  baut ist, dass der     Glasfaserstrang    in     übereinstim-          mung    mit dem Spannungsgradienten im Rad     un-          gleichmässig        verteilt    ist. Wie aus den     Fig.    1 bis 5 zu  entnehmen ist, besteht die Grundgestalt des Verstär  kungsgliedes aus Dreiecken und enthält einen inneren    durch Sehnen gebildeten Bereich, der seinerseits  durch eine     Vielzahl    sich kreuzender Sehnenab  schnitte gebildet ist, wobei dieser Bereich konzen  trisch zum Mittelpunkt des Schleifrades liegt.

   In die  sem Bereich, der im Inneren an die Achsbohrung  oder die Welle angrenzenden     Schleifseheibenteil,    in  dem die Spannung am grössten ist, angeordnet ist,  liegt eine maximale Konzentration an     Glasfasersträn-          gen    vor. Da die Länge der den inneren Bereich des  Verstärkungsgliedes bildenden Sehnenabschnittes  zum Kernkreis hin, zu dem die Abschnitte     tangential     verlaufen, abnimmt, können sie für die Zwecke der  folgenden Berechnungen als zusammenhängender  konzentrisch in der Schleifscheibe angeordneter Ring  oder Schleife aufgefasst werden, so wie es auch den  bisher in verstärkten Schleifscheiben z. B. verwende  ten Stahlringen o. dgl. entspricht.  



  Der Querschnitt des sogenannten     Sehnen-Innen-          ringes    oder des aus einer Vielzahl der durch die Seh  nen des Verstärkungsgliedes gebildeten Ringe be  stimmten Bereichs, der erforderlich ist, um die Zug  spannung aufzunehmen, kann mittels folgender Glei  chung berechnet werden:         F=3,34X10r4xbxdxrxv'x(1-a3)       In dieser Gleichung bedeutet r den Aussenradius  der Schleifscheibe in cm und die übrigen Symbole  sind mit denjenigen der oben erläuterten Gleichung  identisch.  



  Durch die vorstehende Formel errechnet sich die  Zugspannung, die von der Scheibe auf den inneren       Glasfaserring    ausgeübt wird, wobei die vom Schleif  material herrührende zusätzliche Festigkeit ausser  acht gelassen ist. Eine Schleifscheibe der oben be  schriebenen Abmessungen und Zusammensetzung,  die einer Drehgeschwindigkeit von mindestens  6100 cm pro Sekunde standhalten soll, benötigt einen  Ring der eine     Tangentialkraft    von ungefähr  7 600 000 Gramm aufnehmen kann. Wie oben dar  gelegt wurde, besitzen die für die Verstärkungsglieder  verwendeten Glasfasern eine Mindestfestigkeit von  ungefähr 14 060 kg pro qcm. Ein Innenring oder In  nenringe, welche die genannte Zugkraft aufnehmen  können, müssen also einen Querschnitt von ungefähr  0,55 qcm haben.  



  Zusätzlich zum Vorstehenden hat sich gezeigt,  dass die bei hoher Drehgeschwindigkeit auf die Schleif  scheiben wirkenden Kräfte nicht nur reine     Radial-          spannungen    hervorrufen, sondern auch eine     tangen-          tiale    Komponente enthalten, die von den durch die auf  die Scheibe wirkenden Zentrifugalkräfte erzeugten  Ringspannungen hervorgerufen werden. Infolge die  ser Ringspannungen setzt sich der Spannungsverlauf  über den Scheibenradius gesehen aus Radial- und       Tangentialspannungen    zusammen, wobei die resultie  rende Spannung in Richtung auf den inneren Ver  stärkungsring nach aussen zur Peripherie hin eine  zunehmende     tangentiale    Komponente aufweist.

   Die  Spannungen am Kernkreis sind     tangential.    Unmittel  bar ausserhalb dieses Kreises ist die Spannung haupt-      sächlich radial, während an der Umfangsfläche der  Scheibe die Spannung hauptsächlich     tangential    ist.  Infolgedessen wird bei dem Verstärkungsgeflecht     ge-          mäss    der vorliegenden Erfindung durch die neuartige  Formgebung eine optimale Verstärkung erreicht. Bei  dieser neuartigen Form sind die     Glasfaserstränge        in     einem gewissen Winkel zum Radius der Schleif  scheibe angeordnet, wodurch sowohl in     tangentialer     als auch radialer Richtung eine Verstärkung erreicht  wird.

   Ferner ist der Hauptanteil der ausserhalb des  inneren Bereiches liegenden Sehnenelemente des  Verstärkungsgliedes relativ zu den Radien der  Schleifscheibe so angeordnet, dass zwischen den  Radien und den Sehnenelementen ein Schnittwinkel  von weniger als 90  besteht. Dadurch wird erreicht,  dass der Einfluss der Verstärkungselemente auf die  Schleifwirkung der     Schleifscheibenoberfläche    ver  mindert wird, wenn der Scheibendurchmesser infolge  Abnutzung abnimmt und die äusseren Teile des in die  Scheibe eingebetteten Verstärkungsgeflechtes freige  legt werden.  



  In Übereinstimmung mit der vorstehenden Ana  lyse der Spannungsverteilung in einer rotierenden  Scheibe wie z. B. einer Schleifscheibe, können die  Form und die ungleichmässige Verteilung der Ver  stärkungselemente im Verstärkungsgeflecht für  irgendeine spezielle Scheibe unter Berücksichtigung  der Betriebsbedingungen, denen sie unterworfen     ist,     optimal berechnet werden. Eine derartige Ausbildung  des Verstärkungsgeflechtes, bei dem das Volumen  oder Gewicht der Elemente des Verstärkungsgeflech  tes pro Volumeneinheit der Scheibe in Richtung vom  Aussenumfang des Rades gegen das Zentrum der  Scheibe hin zunimmt, wird durch die     Dreieckform     der geometrischen Muster der Verstärkungsgeflechte  wie sie in den     Fig.    1-5 dargestellt sind, erreicht.

   Die  Verstärkungsgeflechte gemäss der vorliegenden Er  findung mit ihrem geometrischen     Dreieckmuster    sind  ganz allgemein gesehen dadurch gekennzeichnet, dass  in einem ringförmigen Raum eine Vielzahl von Seh  nen     (chords)    angeordnet sind, wobei dieser ringför  mige Raum durch konzentrisch zueinander angeord  nete Zylinderflächen oder Kreise umgrenzt ist. Die  innere Zylinderfläche bzw. der Kreis stimmt im allge  meinen mit dem Umfang der in der Scheibe vorgese  henen Bohrung oder dem Durchmesser der durch  diese Bohrung hindurchgesteckten Welle überein,  während die äussere     Zylinderfläche    bzw. Kreis einen  Durchmesser aufweist, der innerhalb eines Bereiches  zwischen dem Durchmesser der Scheibe und zwei  Dritteln der radialen Tiefe der Scheibe liegt.

   Die  radiale Tiefe ist definiert als die radiale Entfernung  zwischen dem zentralen Achsloch oder der durchge  steckten Welle und dem     Aussenumfang    des Gegen  standes. Jede der radial vorstehenden Spitzen wird  durch ein durch die     Strangelemente    gebildetes Seh  nenpaar gebildet, die     im    ringförmigen Bereich zwi  schen der äusseren Zylinderfläche bzw. Kreis und der  inneren     Zylinderfläche    bzw. Kreis liegen.

   Um die Er  findung am nutzbringendsten auszuwerten, erstreckt    sich     vorzugsweise    wenigstens die Hälfte der Sehnene  lemente durch einen inneren Bereich, der sich zwi  schen der inneren Zylinderfläche oder Kreis und  einer dazu     konzentrischen        Zylinderfläche    oder Kreis  befindet, die bzw.

   der einen Durchmesser aufweist,  der vorzugsweise zwischen dem Durchmesser der in  neren Zylinderfläche und dem Durchmesser einer  Zylinderfläche liegt, die ungefähr ein Drittel der  radialen Tiefe des Ringraumes     umfasst.    Infolge die  ser Anordnung befindet sich der Bereich mit den  Sehnensegmenten, der innerhalb der zwischenliegen  den Zylinderfläche liegt,     im    allgemeinen zwischen  den die Seitenflächen bedeckenden     Klemmflanschen,     mit denen die Scheibe auf der Welle befestigt wird.

    Ausserdem ist der grösste Teil der ausserhalb des       inneren        (chordal)    Bereiches liegenden     Strangelemente     (Sehnen) so angeordnet, dass die Elemente     einen     Winkel von weniger als 90  mit den Radien der  Scheibe     einschliessen,    so dass sie also nicht     tangential     zum Umfang des Rades verlaufen und demgemäss  den Schleifvorgang nicht beeinträchtigen, wenn der  Scheibendurchmesser infolge     Abnutzung    abnimmt.

    Bei einem Verstärkungsgeflecht     mit        Dreieckmuster     sind die einzigen zum Umfang     tangentialen    Punkte  ausserhalb des inneren Bereiches an den Spitzen, an  denen     aneinanderstossende    Sehnen miteinander ver  bunden sind.  



  Eine Reihe von Ausführungsformen der     Erfin-          dung    mit geometrischem     Dreieckmuster    von im  wesentlichen regelmässiger und ebener Form sind in  den     Fig.    1-5 als Beispiele gezeigt. In     Fig.2    ist ein  Verstärkungsglied 12 dargestellt, das einen zusam  menhängenden     Glasfaserstrang    14 enthält, der in  einem geometrischen     Dreieckmuster    angeordnet ist,  das eine Vielzahl von     Strang(Sehnen)elementen    16  umfasst.

   Die Spitzen 18 an den Enden eines     Elemen-          tenpaares    liegen auf einer gedachten zylindrischen  Aussenfläche bzw.     einem:    Kreis 20, der durch eine  strichpunktierte Linie angedeutet ist. Es ist nicht er  forderlich, dass alle Spitzen 16 auf dem gedachten  Kreis 20 liegen; es ist auch denkbar, dass einige Spit  zen innerhalb dieses Kreises liegen, wobei der Ab  stand hiervon jedoch vorzugsweise nicht grösser als  ein Drittel der radialen Tiefe des Rades ist. Die Ele  mente 16 überkreuzen einander     übereinanderliegend     und verlaufen     tangential    zu einer inneren Zylinder  fläche bzw. einem Kreis 21, der durch eine strich  punktierte Linie angedeutet ist.

   Der Kreis 21 liegt  innerhalb des inneren Bereiches, wodurch die Seh  nensegmente 22 einen zum äusseren Kreis 20 kon  zentrischen     inneren    Kreis oder Ring 24 festlegen. Bei  der in     Fig.2    dargestellten     speziellen        Dreieckform     sind die benachbart liegenden Spitzen 18 des Ver  stärkungsgliedes 12 in einem     Winkelabstand    von       221/2      angeordnet, während die     Strang(Sehnen)ele-          mente    16 sich zwischen zwei Punkten des äusseren  Kreises 20     erstrecken,    die einen Winkelabstand von       1121/2      haben.  



  In     Fig.    3 ist für     ein    Verstärkungsglied 12a eine  andere Ausführungsform eines geometrischen Drei-           eckmusters    dargestellt. Dieses Verstärkungsglied ent  hält einen zusammenhängenden     Glasfaserstrang    14,  der so angeordnet ist, dass die einzelnen     Strangab-          schnitte    (Sehnen) 16 eine Anzahl Spitzen 18 bilden,  die nach Art des in     Fig.2    dargestellten Verstär  kungsgliedes 12 auf einem äusseren Kreis 20 liegen.

    Bei der in     Fig.3    dargestellten speziellen     Gestalt     haben die einzelnen Spitzen 18 einen Winkelabstand  von 45  während die einzelnen     Strangelemente    16  den äusseren Kreis an Punkten berühren, die einen  Winkelabstand von 135  aufweisen. Wie aus     Fig.3     hervorgeht, entstehen dabei weniger Sehnensegmente  22, die zu einem     inneren    Kreis 21     tangential    verlau  fen, wodurch ein Kern oder Ring 24a mit kleinerem  Durchmesser als dem Durchmesser des Kreises 24  nach     Fig.    2 entsteht.  



  In     Fig.    5 ist eine weitere Ausführungsform eines  geometrischen     Dreieckmusters    von einem Verstär  kungsglied dargestellt, bei dem benachbarte Spitzen  18 auf dem äusseren gedachten Kreis 20 entspre  chend dem in     Fig.    2     gezeigten    Muster einen Winkel  abstand von     221/2      haben, während die Endpro  dukte der     Strangelernente    16 auf dem äusseren Kreis  20 einen Winkelabstand von     1571/2      anstatt von       1121I2      besitzen.

   Infolge dieser Anordnung hat der  durch die Segmente<I>22b</I> geformte Kernkreis<I>24b</I>  einen gegenüber den Kernkreisen 24 und 24a nach  den     Fig.    2 und 3 verringerten Durchmesser.  



  Wie bereits     erläutert    wurde, wird der innere Be  reich des Verstärkungsgeflechtes in der Schleifscheibe  so gelegt, dass dieser Bereich in der Nähe der inneren  Bohrung, also im Bereich der höchsten Spannung  liegt. Aus den gezeigten geometrischen Figuren geht  hervor, dass die Grösse des inneren Bereiches ent  sprechend der durch die Schleifscheibe gehenden  Zentralbohrung variiert werden kann, um die ge  wünschte Verstärkung zu erhalten.

   Bei der prakti  schen     Ausführung    der vorliegenden Erfindung wur  den die besten Verstärkungswirkungen dann erreicht,  wenn ein wesentlicher Anteil der     Strang(Sehnen)ele-          mente    des Verstärkungsgeflechtes durch den inneren  Bereich hindurchgeht bzw. im Falle der dargestellten  Anordnungen     tangential    zum inneren Kreis 21 ver  läuft. Der bevorzugte Innenbereich umfasst den  Ringraum, der sich von dem inneren Kreis 21 nach  aussen bis zu einem Kreis erstreckt, der in einem  Abstand von ungefähr einem Drittel der radialen  Tiefe der Scheibe verläuft. Die radiale Tiefe ist defi  niert als Differenz zwischen dem Aussenradius und  dem Bohrungsradius.

   Die besten Verstärkungseigen  schaften der ausserhalb des inneren Bereiches liegen  den Scheibenbereiche wurde dann erreicht, wenn sich  die Spitzen über mindestens     2/9    der radialen Tiefe bis  zu einem Punkt nahe dem Scheibenumfang     erstrek-          ken.    Bei jedem gezeigten     Dreieckmuster    nimmt die  Menge oder das Volumen des     Glasfaserstranges    14  pro Volumeneinheit des Rades fortschreitend in Rich  tung von der Peripherie zum inneren Bereich der  Scheibe zu.  



  Um     bestimmte    Verstärkungseigenschaften eines    speziellen Schleifkörpers zu erhalten,     können    die geo  metrischen     Dreieckmuster,    von denen in den     Fig.    2, 3  und 5 Beispiele gezeigt sind, einzeln, in Mehrfachan  ordnung oder in anderen Zusammensetzungen ange  wendet werden, damit ein Verstärkungsgeflecht     ge-          mäss        Fig.    4 entsteht.

   Das in     Fig.4    schematisch dar  gestellte Verstärkungsgeflecht 26 enthält ein Verstär  kungsglied 12 mit einer Gestalt gemäss     Fig.2    und  zwei Verstärkungsglieder 12a mit einer Gestalt ge  mäss     Fig.    3, wobei diese Verstärkungsglieder überein  ander gelegt sind und konzentrisch zu der in     Fig.    4  durch strichpunktierte Linien angedeuteten Schleif  scheibe 28 liegen. Die Spitzen 18 des zusammenge  setzten     Geflechtes    26 erstrecken sich nach aussen bis  zu Punkten, die in der Nähe der Peripherie 30 der  Schleifscheibe 28 liegen.

   Der innere     (Sehnen)Bereich     des Verstärkungsgeflechtes 26     liegt    konzentrisch zu  einer inneren Bohrung 32, wie es in den Zeichnungen  durch eine strichpunktierte Linie angedeutet ist. Bei  Verstärkungsgeflechten, in denen eine Vielzahl Ver  stärkungsglieder enthalten sind, sind die Verstär  kungsglieder vorzugsweise durch Verbindungsab  schnitte oder Stränge 34 miteinander verbunden, wie  es in     Fig.    1 gezeigt ist. Dabei besteht das gesamte       Verstärkungsgeflecht    aus einem einzigen zusammen  hängenden     Glasfaserstrang,    wenngleich dies nicht  unbedingt erforderlich ist, um die Ziele der Erfindung       zu    erreichen.  



  Es ist für den Fachmann selbstverständlich, dass  innerhalb der vorstehend erläuterten Grenzen eine  grosse Anzahl weiterer geometrischer     Dreieckmuster     Anwendung finden kann, die von den in den Zeich  nungen dargestellten abweichen und ebenfalls geeig  nete Verstärkungsgeflechte ergeben. Zusätzlich zu den  im wesentlichen regelmässig und eben geformten  Mustern, wie sie in den Zeichnungen dargestellt sind,  können auch unregelmässig geformte     Dreieckmuster     angewendet werden, bei denen die Spitzen 18 nicht  notwendigerweise auf der äusseren Zylinderfläche  oder dem Kreis 20 liegen müssen, wie es in den  Zeichnungen dargestellt ist. So kann z.

   B. der radial  vorstehende Abstand aufeinanderfolgender Spitzen  verschieden sein, wodurch ein unregelmässiges Drei  eckmuster gebildet wird, bei dem ungefähr die Hälfte  der Sehnenstränge durch den inneren Bereich geht.  Ausserdem müssen die Sehnenelemente 16, die das  geometrische     Dreieckmuster    bilden, nicht in dersel  ben Ebene liegen, wodurch die Spitzen 18 in axialer  Richtung einen Abstand voneinander haben und da  durch ein Verstärkungsglied mit irgendeiner ge  wünschten Dicke bilden. In einem solchen Fall füh  ren vorzugsweise wenigstens ungefähr die Hälfte der  Sehnenelemente durch den inneren Bereich.  



  Der     Glasfaserstrang    14, aus dem die Verstär  kungsglieder gebildet sind, kann mehrere lose zusam  mengedrehte Fäden 36 aufweisen, wie es in     Fig.6     dargestellt ist, wobei jeder dieser Fäden eine Vielzahl  von Einzelfäden enthält, die ihrerseits wieder aus  einer grossen Anzahl zusammenhängender Glasfa  sern bestehen. In     Fig.    6a ist eine weitere bevorzugte      Ausführungsform eines     Glasfaserstranges    14a darge  stellt, bei dem die Einzelfäden 36a zusammengefloch  ten sind.

   Der geflochtene     Aufbau    ergibt grössere Un  terschiede in der     Querschnittsform    und erhöht so die  Unregelmässigkeit entlang der Oberfläche des Stran  ges, wodurch die mechanische Verbindung des Ver  stärkungsgeflechtes mit dem aus Schleifmaterial be  stehenden Gefüge, in welches das Verstärkungsge  flecht eingebettet ist, verbessert wird. Die infolge die  ser Unregelmässigkeiten der Oberfläche verbesserte  mechanische Verbindung vermindert den Schlupf  zwischen dem Verstärkungsgeflecht und der übrigen  Substanz der Schleifscheibe, wobei die Verankerung  eventuell abgebrochener Scheibenteile verbessert und  ihre Trennung vom Hauptkörper der Scheibe verhin  dert wird.

   Es können auch andere zweckmässige       Strangkonstruktionen    verwendet werden, bei denen  mehrere Teilstränge so miteinander verschlungen  sind, dass Unregelmässigkeiten der     Querschnittsform     und damit der Oberfläche des Stranges entstehen.  Normalerweise enthält der     Fiberglasstrang    ungefähr  drei bis sechs Teilstränge 36, deren jeder z. B. unge  fähr sechzig Einzelfäden enthält, wobei jeder Einzel  faden aus einer grossen Anzahl von Fasern, z. B.  zweihundert Stück, gebildet wird. Es ist unwesentlich,  welchen Durchmessern die einzelnen Glasfasern ha  ben, aus denen die     Einzelfäden,    die später zu den  Teilsträngen zusammengedreht werden, hergestellt  sind.

   Diese Glasfasern können durch irgendeines der  bekannten Verfahren hergestellt sein. Es ist lediglich  erforderlich, dass die Fasern einen genügend kleinen  Durchmesser haben, um das Biegen des Stranges mit  einem verhältnismässig kleinen Radius zu ermögli  chen, ohne zu brechen oder an Festigkeit zu verlie  ren; dieser kleine Radius ist an den Spitzen des geo  metrischen     Dreieckmusters    vorhanden. Der spezielle  Aufbau des     Glasfaserstranges    kann beliebig sein und  hinsichtlich Zahl der verwendeten Glasfasern, der  Anzahl der Einzelfäden und der Anzahl der verwen  deten Teilstränge variieren, je nachdem welcher  Querschnitt für die erstrebte Zugfestigkeit gewünscht  wird.  



  Bei der Herstellung von Glasfasern ist es     üblich,     die     Oberfläche    der Fasern mit einer Schlichte zu ver  sehen, um die Verarbeitung der Fasern, z. B. für das  Spinnen von Fäden oder zur Herstellung von     Glasfa-          sergeweben    zu erleichtern. Die Schlichte wirkt beiden  anschliessenden Arbeitsgängen als Schmiermittel und  verhindert einen Abrieb und ein Absplittern der  Fasern. Es sind eine Reihe derartiger Schlichten be  kannt, welche die     Verträglichkeit    zwischen den Glas  fasern und einer Reihe von Kunstharzen verbessern,  wenn die Glasfasern zur Verstärkung von Plastik  werkstoffen verwendet werden. So werden z. B.

    Schlichten aus     Epoxydharz,    Phenolharz,     Silanen    und  Modifikationen der genannten Mittel im allgemeinen  dazu verwendet, um die Verträglichkeit von Glas  fasern mit Plastikmaterialien, beispielsweise Poly  estern,     Phenolaldehydharzen    und     Epoxydharzen    zu  verbessern.

   Dementsprechend werden beider Anwen-         dung    der Erfindung vorzugsweise Glasfasern mit  einer auf der Oberfläche aufgebrachten Schlichte ver  wendet, um die     Benetzbarkeit    und Verträglichkeit  des     Glasfaserstranges    mit dem zur Herstellung des  harzgebundenen Schleifartikels verwendeten Binde  mittel oder mit einem     Harzimprägnierungsmittel,    das  zur Versteifung des Verstärkungsgeflechtes - wie  nachfolgend noch beschrieben werden wird - ver  wendet wird.  



  Durch eine Formgebung des Verstärkungsgliedes,  bei der annähernd die     Hälfte    der     Strang(Sehnen)ele-          mente        tangential    zu einer inneren     Zylinderfläche    ver  laufen oder durch einen Bereich verlaufen, der inner  halb von einem Drittel der radialen Tiefe der Scheibe  liegt, wird erreicht, dass die grösste Spannung und die  grösste Verstärkungswirkung des     Verstärkungsgliedes     zwischen dem Klemmflanschen liegt, die gewöhnlich  zur     Festklemmung    und zur Montage der Scheibe auf  der rotierenden Welle dienen.

   Der Durchmesser der  zur Montage auf der rotierenden Welle normaler  weise verwendeten Flansche erstreckt sich gewöhnlich  bis zu einem Drittel der radialen Tiefe der Scheibe.  Es werden jedoch auch     Flanschendurchmesser    ange  wendet, die sich z. B. von ungefähr 20 % bis 25 %  der radialen Tiefe der Scheibe erstrecken. Für die  Zwecke der vorliegenden Erfindung wird vorgeschla  gen, dass der innere     (Sehnen)Kreis    oder der innere  Bereich, indem die Mehrzahl der     Strang(Sehnen)ele-          mente    enthalten sind, in der Schleifscheibe so ange  ordnet ist, dass dieser Bereich nicht grösser ist als die  radiale Ausdehnung des Durchmessers der zum Fest  klemmen der Schleifscheibe auf der rotierenden  Welle dienenden Flansche.

   Durch diese Anordnung  werden die verstärkenden Wirkungen der     Klemm-          flansche    und des inneren Bereiches der Scheibe kom  biniert, wodurch eine grosse Festigkeit entsteht, die  im Bereich der grössten Spannung am grössten ist.  



       Verstärkungsglieder    mit der gewünschten geome  trischen     Dreieckform    können durch Verwendung  einer Spannvorrichtung 38, wie sie in den     Fig.    9 und  10 dargestellt ist, bequem hergestellt werden. Wie in  diesen Figuren dargestellt ist, besteht die     Aufspann-          vorrichtung    38 aus einer Grundplatte 40, an der eine       Vielzahl    von Stiften 42 befestigt sind, die sich im we  sentlichen senkrecht über die Grundplatte erheben.

    Die Stifte 42 sind in gleichen Winkelabständen von  ungefähr     221/2      entlang einem Kreisumfang angeord  net, der mit der äusseren     Zylinderfläche    oder dem  Kreis 20 der Verstärkungsglieder übereinstimmt. Die  gezeigte Stiftanordnung ermöglicht die Herstellung  eines geometrischen     Dreieckmusters    mit im wesentli  chen regelmässiger Gestalt. Sowohl der Winkelab  stand der Stifte 42 als auch deren radialer Abstand  vom Zentrum der     Aufspannvorrichtung    kann ent  sprechend der gewünschten Gestalt verändert wer  den.

   Wie in     Fig.    10 dargestellt ist, ist jeder Stift 42  mit einer     Vielzahl    von Erhebungen (Einkerbungen)  44 versehen, die in bezug auf die Oberseite der  Grundplatte 40 in gleichen Abständen angeordnet  sind.      Ein Verstärkungsglied mit einer Gestalt entspre  chend dem in     Fig.2    dargestellten geometrischen       Dreieckmuster    mit im wesentlichen ebener Ausbil  dung kann auf einfache Weise dadurch erhalten wer  den, dass der zusammenhängende     Glasfaserstrang    14  um die unterste Erhebung der     Stifte    42 gelegt wird,  bis das vollständige Muster nach der in den     Fig.9     und 10 gezeigten Art entstanden ist.

   Nach vollständi  gem Aufwickeln des einen Verstärkungsgliedes wird  der Strang 14 auf gleiche Weise oder gemäss irgend  einem anderen gewünschten Muster um die Stifte 42  gelegt, wobei die zweite Kerbe benutzt wird. Auf  diese Weise werden eine     Vielzahl    zusammenhängen  der Lagen oder Schichten aus Verstärkungsgliedern       gebildet,    wodurch ein Verstärkungsgeflecht von der  gewünschten Gestalt und mit der erforderlichen       Lagenzahl    entsteht. Ein nicht ebenes Verstärkungs  glied kann auf ähnliche Weise hergestellt werden,  indem der Strang in verschieden hohe Kerben der  verschiedenen Stifte eingelegt wird, wodurch ein Ge  flecht mit der gewünschten Tiefe entsteht.  



  Da die mittels der     Aufspannvorrichtung    herge  stellten Verstärkungsglieder eine gewisse Elastizität  besitzen, wodurch das geometrische     Dreieckmuster     beim Herunternehmen von der     Aufspannvorrichug          ewas    verzogen wird, wird es normalerweise vorgezo  gen, den     Glasfaserstrang    zur Versteifung des Verstär  kungsgeflechtes mit einem geeigneten Bindemittel zu  imprägnieren, bevor es von der     Aufspannvorrichtung     heruntergenommen wird. Dadurch wird nach dem  Herunternehmen des Verstärkungsgeflechtes von  der     Aufspannvorrichtung    die Form beibehalten,  wodurch die Handhabung bei der Herstellung des  Schleifartikels erleichtert wird.  



  Von gleicher Bedeutung ist die Verhütung von  Relativverschiebungen zwischen den einzelnen Glas  fasern, damit eine gleiche Belastung der Fasern über  den gesamten Querschnitt des Stranges gewährleistet  ist. Die Versteifung des auf die     Aufspannvorrichtung     aufgewickelten     Glasfaserstranges    kann durch irgend  eines der bekannten für diesen Zweck geeigneten  Bindemittel bewirkt werden. Dafür sind z. B. teil  weise ausgehärtete     Phenolaldehydharze    und Poly  esterharze geeignet, von denen mit     Formaldehyd    kon  densiertes Phenol bevorzugt wird.

   Wie vorstehend  erläutert wurde, wird zur Verbesserung der     Benetz-          barkeit    und der     Imprägnierbarkeit    mit dem Binde  mittel     vorzugsweiser    eine Schlichte z. B. aus     Silanen     oder     modifizierten        Silanen    verwendet, die mit dem  Bindemittel     verträglich    ist. Das Bindemittel kann auf  das auf der     Aufspannvorrichtung    befindliche Verstär  kungsgeflecht durch irgendeines der vielen     Aufbrin-          gungsverfahren,    z. B. Sprühen, Bestreichen oder  Tauchen aufgebracht werden.

   Es wurde gefunden,  dass ein einfach durchzuführendes Verfahren darin  besteht, die     Aufspannvorrichtung    mit dem     daraufge-          wickelten        Glasfaserstrang    umzudrehen und den Glas  faserstrang in eine geeignete Harzlösung zu tauchen,  wobei die Einzelfäden, aus denen der     Glasfaserstrang     zusammengesetzt ist,     benetzt    werden, so dass nach    dem Aushärten ein versteiftes Verstärkungsgeflecht  entsteht. Das Bindemittel kann auch bereits vor dem  Aufwickeln des Stranges zu dem geeigneten Muster  aufgebracht werden.  



  Verstärkungsgeflechte mit der gewünschten An  zahl von Verstärkungsgliedern, von denen jedes die  gewünschte geometrische     Dreieckform    besitzt, kann  auf einfache Weise in den Körper eines Schleifarti  kels eingearbeitet werden. Hierzu kann irgendeines  der bekannten Verfahren verwendet werden, z. B.  Kaltpressen, Heisspressen oder das Verdrängungs  verfahren wie es in der     USA-Patentschrift    2 860<B>961</B>  erläutert ist. Diese Verdrängungsmethode bietet den  Vorteil, dass keine extrem hohen Drücke zur Form  gebung des Schleifartikels nötig sind.

   Im Vergleich  dazu sind bei den üblichen     Kaltpress-    und     Warm-          pressverfahren    relativ hohe Drücke erforderlich, wo  durch Beschädigungen des     Glasfaserverstärkungsge-          flechtes    dadurch eintreten können, dass das Schleif  mittel in die Glasfaser eingedrückt wird und dadurch  die Festigkeit des Verstärkungsgeflechtes     vermindert     wird. Ausserdem haben hohe Drücke eine Beschädi  gung der Schleifkörner zur Folge.  



  Unabhängig von dem Verfahren, nach dem der  das     Glasfaserverstärkungsgeflecht    enthaltende harz  gebundene Körper hergestellt ist, sollte der Schleif  körper im allgemeinen etwa zwischen 40 und 64 Klo  seines Volumens an geeignetem Schleifmittel und  etwa zwischen 36 und 60      /o    seines Volumens an Bin  demittel, einschliesslich verschiedener Mengen an  Bindeharzen, Füllstoffen, Weichmacher des Verstär  kungsgeflechts, Poren oder     anderer    Zusätze enthal  ten. Die Verstärkungswirkung des     Glasfaserverstär-          kungsgeflechtes    entsteht in Schleifkörpern, die aus  irgendeinem Schleifkorn oder einer Mischung hier  von, Bindeharzen, Füllstoffen u. dgl. normalerweise  verwendeten Mitteln hergestellt sind.

   Schleifkörper,  bei denen die vorliegende Erfindung anwendbar ist,  können so bekannte Schleifmittel wie     Carborundum,          Borkarbid,        Tantalkarbid,        Wolframkarbid    oder andere       Hartmetallkarbide    enthalten, ferner Aluminiumoxyde  wie Schmirgel und im elektrischen Ofen verschmol  zene Aluminiumoxyde, wie     Korund,    sowie Diamant  körner, Glas, Quarz und Granate. Zusätzlich können  auch übliche Füllmaterialien, z. B. pulverisierter       Kryolith,    Feldspat, Eisenoxyd oder andere     inerte     oder die Schleifwirkung verbessernde Stoffe     zugesetzt     werden.

   Gegebenenfalls können die     Bindemittel-Zu-          sammensetzungen    auch Kalk enthalten, der bei An  wesenheit von     Furfurol    zu empfehlen ist. Neben den  Schleifkörnern und dem Füllmaterial kann irgend  eines der üblichen Harzbindemittel angewendet wer  den, um die Schleifkörner miteinander zu verbinden  und auf diese Weise einen zusammenhängenden harz  gebundenen Schleifkörper zu bilden. übliche Harz  bindemittel, die zur Herstellung harzgebundener  Schleifkörper dienen, sind solche, die durch Wärme       härtbar    sind oder in der Wärme in eine harte und  feste Bindung übergehen. Derartige Harze sind z. B.

    die     Phenolaldehydharze,        Kresolaldehydharze,    Resor-           einaldehydharze,        Harnstoffaldehydharze;        Melamin-          formaldehydharze,        Furfurolalkoholharze    usw. Dar  unter fallen auch die aus diesen Harzen erhaltenen  Mischungen. Von diesen Bindeharzen wird vorzugs  weise das Kondensationsprodukt von Phenol mit  Formaldehyd verwendet.  



  Wie bereits bemerkt wurde, stellt die Verdrän  gungsmethode ein bevorzugtes Verfahren zur Her  stellung verstärkter Schleifartikel dar, in denen ein       Glasfaserverstärkungsgeflecht    von geometrischer       Dreieckform    eingearbeitet ist. Jedoch können auch  brauchbare Schleifkörper mit den in der Technik be  kannten Kalt- und     Heisspressverfahren    hergestellt  werden. Beim     Kaltpressverfahren    z. B. wird eine ge  wisse Menge von Schleifteilchen oder     -körnern    mit  einem geeigneten Bindeharz im wesentlichen gleich  mässig umhüllt. Hierzu kann ein Phenolharz im     A-          Zustand    verwendet werden.

   Das Bindeharz liegt in  pulverförmiger oder flüssiger Form vor und kann  eine bestimmte Menge an     Füllmaterialien,    Weichma  chern usw. enthalten. Es hat sich gezeigt, dass das  Umhüllen der Schleifkörner erleichtert wird, wenn  deren Oberflächen vorher mit einem Lösungsmittel  für das Phenolharz, z. B. mit     Furfurol,    benetzt wer  den. Anschliessend wird das pulverförmige Phenol  harz zugegeben. Auf diese Weise wird eine im we  sentlichen gleichmässige Umhüllung der Schleifkör  ner erhalten.  



  Zur Erzielung einer im wesentlichen gleichförmi  gen, aus einem bestimmten Anteil an Bindeharz be  stehenden Hülle um die     Schleifkörner    stehen noch  eine Reihe von anderen Verfahren zur Verfügung.  Die aus den umhüllten Partikeln bestehende Schleif  mittelmischung wird dann in eine geeignete Form  eingebracht. Ein     Glasfaserverstärkungsgeflecht    von  der gewünschten Gestalt, das einen Anteil von unge  fähr 0,2 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf den  herzustellenden Körper, hat, wird in eine Form  eingelegt und mit der Mischung der umhüllten  Schleifkörner umgeben.

   Danach wird die     Schleifmit-          telmischung    mit dem darin eingebetteten Verstär  kungsgeflecht unter hohem Druck kalt gepresst,  wobei wenigstens     314-471    kg pro qcm an     Druck    auf  zubringen sind. Der so vorgeformte Schleifartikel  wird dann auf eine höhere Temperatur erwärmt, um  das Harzbindemittel zu härten und so eine zusam  menhängende Struktur zu erhalten. Bei einer anderen  Herstellungsweise kann die gleichförmig umhüllte       Schleifmittelmischung    und/oder die Form auf eine  höhere Temperatur erwärmt werden. Man erhält da  durch eine     Heisspresswirkung,    bei der ein teilweises  Härten des Harzes in der Form eintritt, wonach eine  Schlüsselhärtung erfolgt.  



  Das in dem obengenannten Patent beschriebene  Verdrängungsverfahren zur Herstellung von Schleif  artikeln ist aus folgenden Gründen zu bevorzugen. Es  werden Beschädigungen des     Glasfaserverstärkungsge-          flechtes,    das während des Formprozesses in das  Schleifmittel eingebettet ist, vermieden. Ausserdem  werden Beschädigungen der Schleifkörner während    des     Pressvorganges    vermieden.     Schliesslich    erhält  man eine grössere Dichte, weniger Poren und eine  bessere Schleifwirkung mit dem auf diese Weise her  gestellten Schleifkörper.

   Bei dem Verdrängungsver  fahren wird, wie in dem amerikanischen Patent be  schrieben ist, ein Differenzdruck angewendet, der das  Eindringen einer vorbereiteten     Bindemittehnischung     durch die in eine der gewünschten Ausbildung ent  sprechende Form eingebrachten trockenen Schleif  körner bewirkt. Dabei füllt das     Bindemittel    die Poren  in dem aus den Schleifkörnern bestehenden Körper  im wesentlichen vollständig aus und verdrängt im  wesentlichen die gesamte Luft aus dem zunächst  porösen Körper. Danach wird der durchtränkte Kör  per bei erhöhter Temperatur gehärtet, wodurch ein  harzgebundener Körper entsteht.  



  Das Verfahren zur Erzeugung des     Differenzdruk-          kes,    der eine direkte vollständige     Durchtränkung    und  Füllung der     Schleifkörnerlage    bewirken soll, kann  z. B. in der Anwendung unterschiedlicher Drücke auf  die aus Bindemittel und Schleifkörner bestehende  Lage oder in der Anwendung von     Zentrifugalkraft    be  stehen.

   Die Druckdifferenz zwischen den Lagen kann  durch Anbringen eines Vakuums an der Seite der  Schleifmittellage, die dem Bindemittel gegenüberliegt,  oder durch Anwendung eines positiven Druckes über  dem     Bindematerial    erzeugt werden, wodurch das Bin  demittel durch die Schleifmittellage hindurch bis zu  anderen Seite gepresst     wird.    Auch die Schwerkraft  kann in dieser Weise ausgenutzt werden, was jedoch  mehr Zeit beansprucht.  



  Eine     Durchtränkung    mit     Hilfe    der Fliehkraft kann  durch Anwendung einer schnell rotierenden oder  einer     kardanisch    aufgehängten Form erreicht werden,  die sich an dem Aufhängebügel schnell dreht. Diese  Ausführungsformen sind im oben erwähnten Patent       gezeigt.    Hierbei wird ein direktes Eindringen des       Bindemittels    von einer Seite bis zur gegenüberliegen  den Seite der Scheibe erreicht. Bei jeder dieser Ver  drängungsmethoden ist eine Sperrschicht vorgesehen,  die das Durchlecken von Bindemittel verhindert,  nachdem es die     entgegengesetzte    Seite der     Schleifmit-          telkörnerlage    erreicht hat.  



  In den     Fig.    7 und 8 ist ein spezielles Beispiel der  Verdrängungsmethode gemäss dem obengenannten  Patent dargestellt, wobei zur Erzeugung der Druck  differenz zwischen der     Schleifkörnerlage    und der  Bindemittellage Vakuum verwendet wird, wodurch  das Bindemittel     veranlasst    wird, durch die Schleifmit  tellage     hindurchzufliessen    und die dort vorhandenen  Poren im wesentlichen vollständig zu füllen. In den  Zeichnungen ist die Einrichtung einer Form darge  stellt, mit der ein Vakuum zwischen der     Schleifkör-          nerschicht    und dem Bindemittel aufgebracht werden  kann, um das Eindringen des     Bindemittels    in die  Poren zu unterstützen.

   Eine solche Einrichtung weist  eine Grundplatte 46 auf, in der eine Vakuumkammer       4:8    vorgesehen ist, an der ein Saugrohr 50 ange  schlossen ist. Auf der Grundplatte 46 ist eine durch  löcherte Deckplatte 52 unter Zwischenfügung einer      luftdichten Dichtung 54 befestigt. Auf der oberen  Fläche der Deckplatte 52 ist ein kreisförmiges aufge  schlitztes Band, das die äussere Formwand 56 bildet,  vorgesehen, die ein Paar nach aussen gerichteter  Flansche 58 trägt, die durch Bolzen zusammengehal  ten werden können, so dass ein zusammenhängender  Kreis entsteht. Die Wand 56 kann aus leichtem ziem  lich biegbaren Blech bestehen, da sie im Gebrauch  keinen hohen Drücken ausgesetzt ist.  



  Zwischen den     aneinanderstossenden    Flächen der  Deckplatte 52 und der Aussenwand 56 ist vorzugs  weise ein geeigneter O-Ring 60 vorgesehen, der eine  Vakuumdichtung zwischen diesen Flächen bildet. Die  Fixierung des äusseren Formteiles 56 relativ zur  Deckplatte 52 wird durch Anschläge 62 erreicht, die  über die Deckplatte vorragen. Konzentrisch zum     äus-          seren        Formteil    56 ist ein senkrecht stehender Kern  64 auf der Platte 52 angeordnet. Dieser Kern bildet  die Achsbohrung in der Schleifscheibe. Der Kern 64  kann fest oder abnehmbar mit der Deckplatte 52 ver  bunden sein. Auch könnte der Kern 64 eine Welle  sein, die fest in die Scheibe     eingeschmolzen    ist.

   Wenn  der Kern mehrmals benutzt werden soll, kann er mit  einer Faserlage oder einer Hülse 66 versehen sein,  um das Hängenbleiben von abgebundenem Material  am Kern zu verhindern.  



  Um eine Verbindung zwischen der Vakuumkam  mer 48 und dem     zylindrischen    zwischen dem     äusse-          ren    Formteil 56 und dem Kern 64 gebildeten Ring  raum zu erhalten, ist die Platte 52 mit einer     Vielzahl          kleiner    Löcher 68 versehen. Oberhalb der kleinen  Löcher 68 ist ein     Abdeckring    70 angeordnet, der  z.

   B. aus einem verhältnismässig groben Drahtge  flecht bestehen kann. Über diesem Ring befindet sich       ein    Sperring 72, der zwar luftdurchlässig ist, aber im       wesentlichen    undurchlässig ist oder zumindest dem  Durchtritt des     Bindemittels    einen Widerstand entge  gensetzt. Die Sperringe können aus Karton,     Spanma-          terial,    Filterpapier u. dgl. bestehen.  



  Wie in     Fig.7    gezeigt, ist unmittelbar auf den  Sperring 72 eine verhältnismässig dünne Lage einer       Schleifkörnermischung    74 aufgebracht. Das     Glasfa-          serverstärkungsgeflecht    26 geeigneter Form und Be  messung ist     derart    auf die Schleifmittellage aufgelegt,  dass die Spitzen des Geflechtes im wesentlichen kon  zentrisch zum äusseren Formteil 56 liegen. Danach       wird    zusätzlich Schleifmaterial in die Form eingege  ben, bis das Verstärkungsgeflecht 56 vollständig dar  in eingebettet ist.

   Das     Scheifmittel    kann in der Form  gestampft werden, oder es kann die     ganze    Einrich  tung in Vibration versetzt werden, um eine im  wesentlichen vollständige Füllung der Zwischen  räume zwischen den     Glasfasersträngen    14 des Ver  stärkungsgeflechtes zu erzielen, wodurch schliesslich  eine Schleifmittelschicht 76 gewünschter Höhe ent  steht, wie dies in     Fig.    8 dargestellt ist.     Anschliessend     wird eine     Bindemittelmischung    78 von bekannter  Zusammensetzung unmittelbar auf die Schleifmittel  schicht 76 aufgebracht, wodurch eine zusammenhän  gende Lage entsteht.

   Danach wird die Vakuumkam-         mer    48 leergepumpt, wobei die     Bindemittelmischung     78 in die zwischen den Schleifkörnern vorhandenen  Kanäle der Bindemittelschicht 76 nach unten gesaugt  wird. Die Luft wird aus den Poren des Schleifmittel  belages verdrängt und durch den Sperring 72 sowie  die Löcher 68 durch das Saugrohr 50 abgesaugt.  



  Um ein ausreichendes Eindringen des Bindemit  tels in die Schleifmittelschicht 76 zu erreichen, ist auf  die Viskosität der     Bindmittelmischung    zu achten, da  das Mittel eine zusammenhängende Schicht bilden  soll und zwischen den Körnern durchfliessen können  muss. Es hat sich gezeigt, dass die grösste Viskosität,  die noch bequem die Bildung einer solchen Schicht  und das Eindringen in die     Schleifkörnerschicht    inner  halb einer tragbaren Zeit zulässt, etwa bei 20 000       (cps)        Centipoises    liegt.

   Die kleinste brauchbare Vis  kosität liegt bei ungefähr 500     cps.    Wenn feste Pulver  förmige     Harzbindemitel    angewendet werden, sollte  die     Bindemittelmischung    eine Viskosität aufweisen,  die nicht wesentlich grösser ist als die einer Mischung  aus ungefähr 200 ml     Furfurol,    oder seinem Äquiva  lent, und 450 g eines typischen, pulverisierten       Phenolformaldehydharzes    im A-Zustand.

   Die Binde  mittelmischung kann etwa bei Raumtemperatur in  eine Form eingegeben werden, die entweder Raum  temperatur aufweist oder es können die Form und die  darin befindliche Schleifmittelschicht zur Vorberei  tung auf eine Temperatur erhitzt werden, die zwi  schen der Raumtemperatur (im allgemeinen ungefähr  27  C) und etwa 175  C liegt. Ebenso kann auch die       Bindemittelmischung    selbst vor dem Aufbringen auf  die Schleifmittelschicht 76 auf eine Temperatur etwa  zwischen 54  und l27 , vorzugsweise jedoch auf eine  Temperatur etwa zwischen 74  und l04  C vorge  wärmt werden.  



  Die zur Herstellung von     Bindemittelmischungen     geeigneten Harze umfassen solche, die im     Kaltpress-          verfahren    und     Heisspressverfahren    zur Herstellung  harzgebundener Schleifkörper verwendbar sind, wie  es im Vorstehenden erläutert wurde. Es hat sich auch  gezeigt, dass     Phenolformaldehydkondensationspro-          dukte    nach Art des  Bakelit  in pulverisierter oder  flüssiger Form besonders gut geeignet sind, wenn das  Verdrängungsverfahren angewendet wird.

   Gegebe  nenfalls können die     Phenolaldehydharze    mit geringen  Mengen anderer Harze,     Epoxydharzen,        Vinylharzen,     wie     Vinylchlorid,        Vinylbutral,        Vinylformal,        Vinyl-          acetat    und anderen modifiziert werden. Ausserdem  können sie unterschiedliche Mengen an Vernetzungs  substanzen wie     Hexamethylentetramin    oder     Para-          formaldehyd,    sowie geeignete Lösungsmittel oder  Weichmacher, wie z. B.     Furfurol    und     Propylensulfit     enthalten.

   Andere Weichmacher, wie     Cresol,        Furfu-          rylalkohol    o. dgl. können ebenfalls angewendet wer  den. Als erläuterndes Beispiel sei folgende Zusam  mensetzung eines nach dem Verdrängungsverfahren  hergestellten Schleifkörpers angegeben: Etwa 40 und  65 Volumenprozent eines geeigneten Schleifkornes,  etwa 16 und 26 Volumenprozent eines Bindehar  zes oder mehrere Bindeharze, z. B.

   Phenolformalde-           hyd,    etwa 1 bis 4 Volumenprozent Kalk, etwa 8 und  35 Volumenprozent eines Füllmaterials, wie     Cryolith     und etwa 0-200 ml     Furfurol    auf 450 g pulverisiertes       Phenolaldehyd.    Zusätzlich können geringe Mengen  von     Hexamethylentetramin,        Paraformaldehyd    und  anderen     Vernetzungs-    oder Härtesubstanzen ange  wendet werden.  



  Nachfolgend sind besonders günstige Bedingun  gen zur Herstellung einer Schleifscheibe nach dem  Verdrängungsverfahren angegeben: Erhitzung des  Bindemittels auf eine Temperatur, die unterhalb der  Temperatur liegt, bei der das Bindemittel schnell aus  härtet, z. B. auf etwa zwischen 174  und 182  C  wenn die     Bindemittelmischung    einen     Hexamethylen-          tetraminhärter    enthält; Erhitzung der Schleifkörner  mischung und der Form auf eine Temperatur, die  oberhalb der     Härtungstemperatur    des Harzbindemit  tels liegt, z. B. auf eine Temperatur etwa zwischen  93  bis 175  C; schnelles Aufbringen einer Binde  mittellage auf die Schleifmittellage und rasches  Durchdrücken des Bindemittels durch die Poren der  Schleifmittellage.

   Die hohe Temperatur der Schleif  mittelkörner erzeugt momentan eine bessere     Fliessfä-          higkeit    des aufgebrachten Bindemittels, wodurch das  gute Eindringen und die gleichmässige Füllung der  Poren und der Unregelmässigkeiten in der Oberflä  che des eingebetteten     Glasfaserverstärkungsgeflech-          tes    ermöglicht wird.

   Jedoch beginnt das Bindemittel  kurz nach der Ausfüllung der Poren und     Unregel-          mässigkeiten    dicker zu werden und infolge des Härte  vorganges auszuhärten, wodurch sehr bald eine     Stei-          figkeit    der Harzbindung erzielt und ein Fliessen. ver  hindert wird, so dass der Schleifkörper aus der Form  herausgenommen werden kann. Der so hergestellte  Schleifkörper kann, falls dies zur vollständigen Aus  härtung des Bindemittels nötig ist, anschliessend in  einen auf höherer Temperatur befindlichen Ofen ge  bracht werden.  



  Wenn das Eindringen des Bindemittels in die  Schleifmittelschicht bei Raumtemperatur stattfindet,  findet nur eine verhältnismässig geringe Härtung des  Bindemittels während der     Eindringbewegung    statt.  Dementsprechend wird nach der vollständigen       Durchtränkung    das Vakuum weggenommen und die  Formeinrichtung samt Inhalt in einen aufgeheizten  Ofen eingebracht, um eine Aushärtung und feste Bin  dung der Schleifpartikel und des Verstärkungsge  flechtes mit dem Bindemittel zu erhalten.  



  Die so entstehende ausgehärtete Scheibe kann  danach aus der Form herausgenommen und das  überflüssige Bindemittel durch Nacharbeiten der  Scheibe entfernt werden.  



  Die einzelnen in Verbindung mit dem in den       Fig.7    und 8 dargestellten     Vakuumverdrängungsver-          fahren    beschriebenen Arbeitsstufen können in ent  sprechender Weise auch mit     überdruck    oder Zentri  fugalkraft durchgeführt werden. Einzelheiten dazu  sind in dem obenerwähnten Patent beschrieben.  



  Die Wirksamkeit von     Glasfaserverstärkungsge-          flechten    für die Verstärkung verhältnismässig gros-         ser,    stark belasteter     Schleifscheiben    soll nachfolgend  im einzelnen dargelegt werden. Die Untersuchung der  Wirksamkeit beruht auf Bruchtests, die an einer  Reihe von Schleifscheiben mit demselben Schleifmit  tel und demselben     Bindemittelmaterial    jedoch abwei  chender Menge und Anordnung des verwendeten  Verstärkungsgeflechtes durchgeführt wurden.

   Es  wurden Daten ermittelt, die einen Vergleich der  Festigkeit einer Anzahl von Schleifscheiben mit Ver  stärkungsgeflechten einer geometrischen Ausbildung,  wie sie weiter oben beschrieben wurde und dargestellt  ist, im Vergleich zu Schleifscheiben, in welche die  bisher üblichen     Stahlverstärkungsringe    eingebettet  sind, ermöglichen.  



  Bei jedem der folgenden Beispiele sind in den       Versuchsschleifscheiben        Schleifkornmischungen,    die       Aluminiumoxydschleifkörner    der Nummern 10, 12,  14 und 16 enthalten, verwendet, wobei diese Schleif  körner ungefähr 60 % des Volumens der Versuchs  scheiben ausmachen. Jede der Testscheiben wurde  unter Verwendung des     Vakuumverdrängungsverfah-          rens    hergestellt. Es wurde dabei eine Form verwen  det, wie sie in den     Fig.    7 und 8 dargestellt ist.

   Die       Schleifmittelmischung    wurde in der Form auf einen  Sperring aus Karton mit     Spanmaterial    aufgebracht,  wobei dieser Sperring auf einem gitterförmigen Hal  tering 70 auflag. Das Verstärkungsgeflecht war in die  Schleifkörner eingebettet. Danach wurde das Binde  mittel aufgebracht.

      Die genaue Zusammensetzung des für die Probe  stücke verwendeten Bindemittels ist in folgender  Tabelle zusammengestellt:  
EMI0011.0040     
  
    Bindemittel
<tb>  Bestandteile <SEP> Volumprozente
<tb>  pulverisiertes <SEP> Phenolharz <SEP> im
<tb>  A-Zustand <SEP> (Varcum <SEP> 302.5) <SEP> 44,9
<tb>  pulverisiertes <SEP> Kaliumsulfat <SEP> 14,0
<tb>  Zinksulfid <SEP> 6,0
<tb>  Kalk <SEP> 7,3
<tb>  Ceon <SEP> 202 <SEP> (Copolymer <SEP> aus <SEP> Polyvinyl  chlorid <SEP> und <SEP> Polyvinylidenchlorid <SEP> 8,0
<tb>  Furfurol <SEP> 19,8       Die obige Mischung wurde in einer solchen  Menge angewendet, dass hierdurch etwa 40 Volu  menprozent der     Schleifmittelstruktur    der Schleif  scheibe gebildet werden.  



  Vor dem Aufbringen des Bindemittels auf die  Oberfläche der in der Form befindlichen Schleif  kornlage wurden die Form und die     Schleifmittelmi-          schung    auf 121' C erwärmt, während die     Bindemit-          telmischung    auf<B>71'</B> C erhitzt war. Bei diesen Tem  peraturen wurde die     Bindemittelmischung    in der  Form auf die Oberfläche der     Schleifkornschicht    auf  gebracht und Vakuum angelegt, damit das Bindemit  tel schnell und vollständig die Schleifmittelschicht  durchdringt. Danach wurde die     Form    während einer  Stunde oder mehr in einem Ofen bei 121' C gehalten.

        Dadurch     wurde    ein teilweises Aushärten des Binde  mittels in der Schleifmittellage bewirkt. Danach  wurde die Form herausgenommen und in einen Ofen  mit höherer Temperatur gebracht, um ein vollständi  ges und endgültiges Aushärten aller Versuchsschei  ben zu erreichen.  



  Bei jedem der hergestellten Probestücke wurde  ein     Glasfaserverstärkungsgeflecht    angewendet, in  dem der zusammenhängende     Glasfaserstrang    in  einem im wesentlichen geometrischen     Dreieckmuster     gemäss     Fig.2    angeordnet war mit einem nach dem  äusseren Kreis 20 gemessenen äusseren Durchmesser  von 58,4 cm und einem nach dem inneren Kreis 21  bestimmten Durchmesser des von den Sehnenab  schnitten gebildeten Kreises von 21 bis 33 cm.  



  Unter Verwendung einer     Schleifmittelmischung,     einer     Bindemittelzusammensetzung    und eines     Vaku-          umformverfahrens    wie oben angegeben, wurden fol  gende Versuche mit Schleifscheiben gemacht:    <I>Beispiel 1</I>  Drei Versuchsscheiben mit einem Aussendurch  messer von 61 cm, einem Innendurchmesser von  30,5 cm und einer Dicke von 7,6 cm wurden unter  Verwendung der bisher üblichen Verstärkungsmittel  hergestellt. Diese Verstärkungsmittel bestanden aus  zwei Ringen aus Stahldraht mit 35,6 cm Aussen  durchmesser und einem Drahtdurchmesser von 1 cm,  wobei die Drahtenden stumpf zusammengeschweisst  waren. Diese Versuchsscheiben werden als Probe  stücke<I>A, B</I> und C bezeichnet.

   Die beiden     Stahlver-          stärkungsringe    wurden vor dem Eindringen des Bin  demittels in die     Schleifmittelmischung    eingelegt und  zwar mit einem gewissen seitlichen Abstand und kon  zentrisch zum inneren     Bohrungsdurchmesser    der  Schleifscheibe.  



  <I>Beispiel 2</I>  Es wurden drei Schleifscheiben mit einem Aus  sendurchmesser von 61 cm, einer     Innenbohrung    von  30,5 cm Durchmesser vorbereitet. Diese Schleifschei  ben sind als Probestücke D, E und F bezeichnet. In  jede dieser Schleifscheiben sind fünf miteinander  verbundene Verstärkungsglieder eingearbeitet, die  ein geometrisches     Dreieckmuster    gemäss der in     Fig.    2  der Zeichnung gezeigten Ausführung aufweisen. Der  beim Verstärkungsgeflecht der Probe D verwendete  zusammenhängende     Glasfaserstrang    besteht aus drei  Teilsträngen     (rovings),    während die Verstärkungsge  flechte der Probestücke E und F aus sechs Glasfaser  teilsträngen bestehen.

   Jeder     Glasfaserteilstrang    ent  hält sechzig Fäden, während jeder Faden aus zwei  hundertvier Glasfasern besteht. Die     Oberflächen    der  Glasfasern waren mit einem     Epoxydharz    behandelt.  Die Verstärkungsglieder waren um eine     Aufspann-          vorrichtung,    wie sie in den     Fig.    9 und 10 gezeigt ist,  herumgelegt und wurden in dieser Form in den Ring  raum der Form eingelegt und in das Schleifmaterial  eingebettet.

   Danach wurde das Geflecht von den Stif  ten der     Aufspannvorrichtung    heruntergenommen und  die     Form    in     Vibration    versetzt, um ein vollständiges    Ausfüllen der in der Nähe des Verstärkungsgliedes  befindlichen Hohlräume zu erreichen. Danach wurde  das Bindemittel zugegeben und nach der oben be  schriebenen Art gehärtet.  



  <I>Beispiel 3</I>  Es wurden zwei als Probestücke G und H be  zeichnete Schleifscheiben mit einem Aussendurch  messer von 61 cm, einem Innendurchmesser von  30,5 cm und einer Dicke von 7,6 cm hergestellt. Da  bei wurden fünf Verstärkungsglieder des in     Fig.2     gezeigten Typs angewendet, deren     Glasfaserstrang     sechs Teilstränge der gleichen Art, wie sie bei Bei  spiel 2 benutzt wurden, enthält. Die Verstärkungsge  flechte wurden vorbehandelt und vor dem Einbringen  in die Form versteift, indem die     Aufspannvorrichtung     in eine Lösung aus 50 Volumenprozent flüssigen  Phenolharzes und 50     Gew.        %    Methanol getaucht  wurde.

   Nach vollständiger     Durchtränkung    der Glas  fasern im     Glasfaserstrang    wurde die     Aufspannvor-          richtung    für eine Zeit von ungefähr 3 Stunden in  einen Ofen mit einer Temperatur von 121' C ge  bracht, um das Phenolharz, das das versteifte Ver  stärkungsgeflecht bildet, auszuhärten. Danach wurde  das Verstärkungsgeflecht konzentrisch in den Hohl  raum einer Form. eingelegt, wie dies in     Fig.    7 gezeigt  ist, und in das     Schleifkorn    eingebettet, wonach das  Bindemittel zugegeben und durch die     Schleifkornmi-          schung        durchgeschickt    wurde.  



  <I>Beispiel 4</I>  Es wurden drei Versuchsscheiben mit einem Aus  sendurchmesser von 61 cm, einem Innendurchmesser  von 30,5 cm und einer Dicke von 6,4 cm hergestellt.  Diese Schleifscheiben sind als Probestücke 1, J und K  bezeichnet. In die Versuchsscheiben 1 und J wurden  vier zusammenhängende Verstärkungsgeflechte mit  einer Gestalt, wie sie in     Fig.    2 dargestellt ist, einge  bettet. Diese Verstärkungsgeflechte sind aus einem  Verstärkungsstrang hergestellt, der sechs lose zusam  mengedrehte Teilstränge des auch in Beispiel 2 ange  wendeten Typs enthält. Diese Verstärkungsgeflechte  wurden vorbehandelt und durch Eintauchen in eine  Harzlösung noch derart versteift, wie es im Zusam  menhang mit Beispiel 3 beschrieben wurde.

   Das beim  Probestück K verwendete Verstärkungsgeflecht  gleicht dem bei den Probestücken 1 und J verwende  ten Verstärkungsgeflecht mit der Ausnahme, dass es  fünf Verstärkungsglieder statt nur vier Verstärkungs  glieder aufweist.  



  Die Probescheiben<I>A, B, D, E, F, G, 1, J</I> und K  wurden einem sogenannten     eBruchtest     unterworfen,  bei dem sie in einer Presse in Richtung ihres Durch  messers gebrochen und anschliessend so schnell       rotiert    werden bis sie zerfallen. Auf diese Weise ist  der Bruch oder der Zerfall einer Scheibe     ausschliess-          lich    von der Festigkeit des Verstärkungsgeflechtes  abhängig, da durch den Querbruch der Scheibe der  Einfluss, den das     Schleifmittelgefüge    auf die Festig  keit gegen Risse und Bruch der Scheibe hat, ausge-      schaltet wird.

   Zusätzlich wurden die Versuchsschei  ben C und H einem sogenannten  Schusstest  unter  worfen, bei dem die Scheiben mit Geschossen       (armour        piercing        bullets)    des Kalibers 30-06 beschos  sen und anschliessend bis zum Zerfall rotiert werden.  Die folgende Tabelle gibt die Rotationsgeschwindig  keiten der Schleifscheiben an, bei denen sich ein       Bruch    oder eine andere     Zerstörung    ergab. Die Anga  ben sind in cm/sec. gegeben.

    
EMI0013.0006     
  
    Daten <SEP> der <SEP> Zerstörungsprüfung
<tb>  Bruch  Probescheibe <SEP> Bruchtest <SEP> geschwindigkeit
<tb>  Schusstest
<tb>  A <SEP> (Standardausführung) <SEP> 5,900 <SEP>   B <SEP> (Standardausführung) <SEP> 6,450 <SEP>   C <SEP> (Standardausführung) <SEP> - <SEP> 3,870
<tb>  D <SEP> 6,410 <SEP>   E <SEP> 7,750 <SEP>   F <SEP> 7,690 <SEP>   G <SEP> 8,410 <SEP>   H <SEP> - <SEP> 9,050
<tb>  1 <SEP> 8,650 <SEP>   J <SEP> 8,540 <SEP>   K <SEP> 9,300 <SEP> -       Aus den ermittelten Messdaten geht hervor, dass  mit den Schleifscheiben, die ein     Glasfaserverstär-          kungsgeflecht    erhalten, höhere     Bruchgeschwindigkei-          ten    erreicht werden,

   als dies bei den Standardausfüh  rungen mit eingearbeiteten Stahlringen der Fall ist.  Dieser Unterschied tritt insbesondere beim Schusstest  hervor, bei dem die     Bruchgeschwindigkeit    des Probe  stückes H um mehr als 5000 cm/sec. grösser ist als  die     Bruchgeschwindigkeit    bei der Probe C, die     ge-          mäss    der Standardausbildung hergestellt ist.  



  Ein Vergleich der Bruchgeschwindigkeiten der  Probestücke D und E zeigt, dass das Einarbeiten  eines     Glasfaserstranges    aus sechs Teilsträngen an  stelle eines     Glasfaserstranges    aus drei Teilsträngen  eine bedeutende Erhöhung der Festigkeit des Ver  stärkungsgeflechtes mit sich bringt. Aus einem Ver  gleich der     Bruchgeschwindigkeiten    für die Probe  stücke F und G geht die Überlegenheit eines Verstär  kungsgeflechtes hervor, das einer vorbereitenden Be  handlung unterworfen wird, bei der mittels eines Bin  deharzes, z.

   B. flüssiges Phenolharz, eine Versteifung  bewirkt     wird.    Die     Bruchgeschwindigkeiten,    die     mit     den Testscheiben I, J und K, die um 1,2 cm dünner  waren als die anderen Testscheiben, ermittelten       Bruchgeschwindigkeiten    zeigen die extrem grosse  Festigkeit der vorbehandelten     Glasfaserverstärkungs-          geflechte.    Mit dem Probestück K wurde gegenüber  den Probestücken 1 und J eine Erhöhung der Bruch  geschwindigkeit um 600 cm/sec. dadurch erreicht,  dass anstelle von vier Verstärkungsgliedern fünf Ver  stärkungsglieder eingearbeitet wurden.  



  In jedem Fall waren die     Bruchgeschwindigkeiten     der Versuchsscheiben mit eingearbeiteten Glasfaser  verstärkungsgeflechten gemäss den bevorzugten Aus-         führungsformen    der     vorliegenden        Erfindung    bei wei  tem grösser als die Betriebsbedingungen, denen die  Scheiben bei     normalem    Gebrauch unterworfen sind.  Im     allgemeinen    liegen die betriebsmässigen Ge  schwindigkeiten bei ungefähr 4830 cm/sec., was  wesentlich unterhalb der mit den Versuchsscheiben  ermittelten Bruchgeschwindigkeiten liegt.

   Selbstver  ständlich wären die     Bruchgeschwindigkeiten    der Ver  suchsscheiben     wesentlich    höher gewesen, wenn sie  nicht längs ihres Durchmessers zerbrochen worden  wären.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verstärkungsgeflecht für rotierende, Zentrifugal kräften unterworfene Gegenstände, z. B. Schleif scheiben, dadurch gekennzeichnet, dass es minde stens ein Verstärkungsglied in Form eines fortlaufen den Glasfaserstranges (14) enthält, der nach einem Dreieckmuster innerhalb eines ringförmigen, durch eine innere zylindrische Fläche (21) und eine zu die ser konzentrischen aussen liegenden zylindrischen Fläche (20) abgegrenzten Bereiches angeordnet ist,
    welches Muster eine Vielzahl radial vorstehender Spitzen (18) aufweist, die durch eine Vielzahl von innerhalb des ringförmigen Bereiches liegenden Strangelementpaaren (16) gebildet sind, wobei wenig stens die Hälfte der Strangelemente sich durch einen inneren Bereich erstreckt, der sich zwischen der -inne ren Zylinderfläche (21) und einer mittleren zur inne ren Zylinderfläche (21) konzentrischen Zylinderflä- che, die von der inneren Zylinderfläche (21)
    ungefähr um 1/g der radialen Tiefe des ringförmigen Bereiches nach aussen liegt, befindet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verstärkungsgeflecht nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere miteinander verbundene Verstärkungsglieder (12) mit ihren Sei tenflächen nebeneinander angeordnet sind. 2.
    Verstärkungsgeflecht nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die radial vorstehenden Spitzen (18) auf einer äusseren Zylinderfläche (20) liegen und in im wesentlichen gleichen Winkelabstän- den entlang dieser Zylinderfläche angeordnet sind.
    3. Verstärkungsgeflecht nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Strangelemente (16), die paarweise die Spitzen (18) bilden, im wesentlichen gleiche Segmente von der gedachten äusseren Zylinderfläche (20) abschneiden. 4. Verstärkungsgeflecht nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Strangelemente (16) tangential zur inneren Zylinderfläche (21) ver laufen. 5.
    Verstärkungsgeflecht nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Strangelemente (16) eines Verstärkungsgliedes (12) im wesentlichen in einer Ebene liegen. 6. Verstärkungsgeflecht nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsglie- der (12) eine derartige Verteilung des Glasfaserstran- ges aufweisen, dass das Volumen des Stranges von der äusseren Zylinderfläche (20) zum inneren Bereich hin zunimmt. 7.
    Verstärkungsgeflecht nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der zusammenhän gende Glasfaserstrang (14) eine Vielzahl lose zusam mengedrehter Glasfaserfäden (36) enthält, von denen jeder durch eine Vielzahl dünner zusammenhängen der Glasfasern gebildet ist. B. Verstärkungsgeflecht nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Glasfaserstrang (14a) mehrere zusammengeflochtene Glasfaserfäden oder Teilstränge (36a) enthält, die aus einer Vielzahl dünner zusammenhängender Glasfasern bestehen.
    9. Verstärkungsgeflecht nach den Unteransprü chen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Glas fasern der Einzelfäden durch ein Bindemittel, z. B. wärmehärtbares Phenolaldehydharz, zusammenge halten sind, mit dem der Strang zwecks Versteifung desselben imprägniert ist.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung des aus Glasfaser be stehenden Verstärkungsgeflechtes nach Patentan spruch I, dadurch .gekennzeichnet, dass ein zusam menhängender Glasfaserstrang zu einem geometri schen Dreieckmuster gebogen wird, das innerhalb eines Ringraumes angeordnet wird, der durch eine innere und eine konzentrisch zu dieser liegende äus- sere Zylinderfläche eingegrenzt ist,
    und dass das Muster eine Vielzahl radial vorstehender Spitzen auf weist, die durch eine Vielzahl von in dem Ringraum befindlichen Strangelementpaaren gebildet werden, wobei wenigstens die Hälfte dieser Strangelemente durch einen inneren Bereich geht, der sich zwischen der inneren Zylinderfläche und einer mittleren, zur inneren Zylinderfläche konzentrischen Zylinderflä che, die von der inneren Zylinderfläche ungefähr um 1/3 der radialen Tiefe des ringförmigen Bereiches nach aussen liegt, befindet. UNTERANSPRÜCHE 10.
    Verfahren nach Patentanspruch Il, dadurch gekennzeichnet, dass der Glasfaserstrang so gebogen wird, dass eine Vielzahl von miteinander verbunde nen übereinander angeordneten Lagen entsteht, wobei jede dieser Lagen aus einem geometrischen Dreieckmuster besteht. 11. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass ein wärmehärtbares Bindemittel auf den bereits in Form des Dreieckmusters verlegten Glasfaserstrang gebracht und danach zwecks Verstei fung des Musters ausgehärtet wird.
    PATENTANSPRUCH III Verwendung des Verstärkungsgeflechtes nach Patentanspruch I, als Verstärkung für Schleifkörper aus Schleifkörpern und Harzbindemittel bestehend, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren und äusse- ren Zylinderflächen des Geflechtes konzentrisch zur Scheibe liegen. UNTERANSPRÜCHE 12. Verwendung des Verstärkungsgeflechtes als Verstärkung für Schleifkörper, nach Patentanspruch 1I1, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Zylin derfläche denselben Durchmesser hat wie die Achs bohrung der Scheibe. 13.
    Verwendung des Verstärkungsgeflechtes als Verstärkung für Schleifkörper, nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Zylin derfläche in einem Bereich liegt, der sich vom Aus senumfang der Scheibe bis zu einem Punkt erstreckt, der vom Umfang etwa ein Drittel der radialen Tiefe der Scheibe entfernt ist.
CH1441162A 1962-12-08 1962-12-08 Verstärkungsgeflecht für rotierende Gegenstände, Verfahren zur Herstellung desselben, sowie Verwendung des Verstärkungsgeflechtes CH411610A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1441162A CH411610A (de) 1962-12-08 1962-12-08 Verstärkungsgeflecht für rotierende Gegenstände, Verfahren zur Herstellung desselben, sowie Verwendung des Verstärkungsgeflechtes

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1441162A CH411610A (de) 1962-12-08 1962-12-08 Verstärkungsgeflecht für rotierende Gegenstände, Verfahren zur Herstellung desselben, sowie Verwendung des Verstärkungsgeflechtes

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH411610A true CH411610A (de) 1966-04-15

Family

ID=4400623

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1441162A CH411610A (de) 1962-12-08 1962-12-08 Verstärkungsgeflecht für rotierende Gegenstände, Verfahren zur Herstellung desselben, sowie Verwendung des Verstärkungsgeflechtes

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH411610A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69200762T2 (de) Bremsscheibe aus kohlenstoff-verbundwerkstoff mit positiver vibrationsdaempfung.
DE69714221T2 (de) Verfahren zur herstellung von teilen, insbesondere von bremsscheiben, aus kohlenstoff-kohlenstoff-verbundwerkstoff
US3123948A (en) Reinforced
DE69634136T2 (de) Beschichtete rolle und verfahren zu ihrer herstellung
DE4116641A1 (de) Verfahren zum beschichten eines faserverstaerkten kunststoffkoerpers
DE10164226A1 (de) Faserverstärkter keramischer Verbundwerkstoff
DE4340724A1 (de) Mit Fasern verstärkte Kunststoffwalze mit Rautierung
DE2901857A1 (de) Kohlenstoff-bremsscheibe mit bandumwicklung und verfahren zu ihrer herstellung
EP0523260B1 (de) Stammblatt aus faserverstärktem Kunststoff für Kreissägeblätter und/oder Trennschleifscheiben
DE6600250U (de) Mit verstaerkungseinlagen versehene schleifscheiben
DE2740891C3 (de) Umfangsschleifscheibe
DE1577615A1 (de) Schleifscheibe
DE1291648B (de) Schleifscheibe mit Verstaerkungsgeflecht
CH411610A (de) Verstärkungsgeflecht für rotierende Gegenstände, Verfahren zur Herstellung desselben, sowie Verwendung des Verstärkungsgeflechtes
DE1931960A1 (de) Schleifwerkzeug
DE4112749A1 (de) Verfahren zum herstellen von faserverstaerkten verbundstoffen mittels abschleifen
DE4235589C2 (de) Reibbelagkörper, insbesondere für eine Reibungskupplung und Verfahren zu seiner Herstellung
WO1994000290A1 (de) Verfahren zur herstellung faserverstärkter kunstharz-formkörper
DE2829609C2 (de) Schleifscheibe
DE1502648A1 (de) Verstaerkte,flexible Schleifscheibe
EP0093790B1 (de) Reibbelag für Reibungskupplungen
DE829354C (de) Drehkoerper aus Hartgewebe
DE3126158C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Phenolharzgebundenen Schleifkörpern
DE19703261A1 (de) Honschleifwerkzeug zur spanabhebenden Bearbeitung von Werkstücken
DE3790060C2 (de)