Gerät für die Samengewinnung von landwirtschaftlichen Tieren
Die bisher bekannten Geräte für die Samengewinnung von landwirtschaftlichen Tieren für die künstliche Besamung, die sogenannten künstlichen Scheiden, sind als eine starre oder elastische, rohrförmige Kammer mit innerer, elastischer Gummihülle ausgebildet, zwischen deren Wänden ein Hohlraum zur Aufnahme von Warmwasser und Druckluft vorhanden ist, was für die Beseitigung hemmender Kälteerreger, die der Ausführung des Ejakulationsreflexes hinderlich sind sowie für die Herstellung eines Drucks auf die Haut des Geschlechtsteils erforderlich ist. Um hemmende Fühlerreger zu beseitigen, wird auf die Innenoberfläche der Gummihülle Vaselin aufgetragen.
Die Zufuhr von Warmwasser und Luft in die künstliche Scheide sowie das Auftragen von Vaselin verlängern in beträchtlichem Masse die Zeitspanne, welche benötigt wird, um die künstliche Scheide für die Samengewinnung bereit zu machen. Das beträchtliche Gewicht der künstlichen Scheide macht überdies deren Manipulationen bei der Samengewinnung unbequem.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die obenerwähnten Mängel der bisher bekannten künstlichen Scheiden zu beseitigen.
Das vorgeschlagene Gerät ist als Kammer ausgebildet mit Behälter für die Aufnahme des Spermas und elastischem, mechanischem Erreger an der Eingangsseite, wofür Einlagen aus hochelastischem Wärmeisolationsmaterial benutzt werden, von denen jede in eine hermetische Hauthülle mit glatter Oberfläche eingeschlossen ist.
Die Oberfiächen der Einlagehüllen können mit einer dünnen Schicht siliziumorganischen Polymers bedeckt werden, das Schmierfähigkeit besitzt.
Die Kammer hat vorteilhaft viereckigen Quer schnitt ; mit abgerundeten Ecken und enthält vier Einlagen mit viereckigem Querschnitt; zwei dieser Einlagen können zwischen einander eine Eingangsschlitzöffnung für das Geschlechtsteil des Tieres bilden, deren Ränder durch die restlichen zwei Einlagen überdeckt werden.
Die Einlagen können aus porösem Kunststoff hergestellt und in eine feine Polymerhaut eingeschlossen sein.
Die Benutzung von aus hochelastischem Werkstoff bestehenden Einlagen als mechanische Erreger sichert die Schaffung des nötigen Drucks auf die Haut des Geschlechtsteils lediglich dank der Elastizi tät der Einlagen selbst; die wärmeisolierenden Eigenschaften des Werkstoffes, aus dem die Einlagen hergestellt sind, beugt einer Abkühlung der Haut vor und beseitigt auf diese Weise hemmende Kälteerreger.
Hemmende Fühlerreger sind gleichfalls ausgeschlossen dank der glatten Hauthülle der Einlagen; insbesondere wird dies durch die aufgetragene dünne Schicht des siliziumorganischen Polymers gefördert, das gute Schmiereigenschaften besitzt.
Die Benutzung von Einlagen aus porösem Kunststoff mit undurchlässigen Hüllen aus Polymerhaut schliesst jede auf die Lebensfähigkeit des Spermas schädlich einwirkende Toxizität aus und erleichtert auch die Reinigung der Vorrichtung und steigert deren hygienische Qualitäten.
Die Überdeckung der Ränder der Eingangsschlitzöffnung durch Einlagen schliesst jede Mögliche keit einer Berührung zwischen tierischem Ge schtechtsteil und Kammerwand aus, wodurch der Entstehung hemmender Kälteerreger vorgebeugt ist.
Der Aufbau sowie die Anwendungsweise des Gerätes ist nachstehend eingehend erläutert; der Aufbau des Gerätes ist in der Zeichnung rein beispielsweise dargestellt, wobei Fig. 1 eine Aussenansicht eines Gerätes veranschaulicht, und Fig. 2 und 3 Längs- bzw. Querschnitte sind.
Die röhrenförmige Kammer 1 des Gerätes besteht aus Kunststoff oder einem ähnlichen Werkstoff, der keinerlei toxische Wirkung auf den Samen auszuüben vermag. Die Kammer ist durch die Zwischenwand 2 in zwei Hohlräume aufgeteilt, und zwar den Hohlraum 3 zur Ansammlung des Spermas, welcher mit einem Ablaufstutzen 4 mit Deckel 5 versehen ist, und den vorderen Hohlraum 6, in dem die Einlagen 7 und 8 angeordnet sind, deren Längsverschieben durch den Ansatz 9 am Vorder-, d. h. Eingangsende der Kammer verhindert wird.
Die Einlagen 7 und 8 sind in eine Hülle 10 eingeschlossen, welche eine feine Polymerhaut mit siliziumorganischem Polymerbelag besitzt.
Als Werkstoff für die Herstellung der Einlagen wird ein poröser Kunststoff benutzt, der hohe Elastizität und niedrige Wärmeleitfähigkeit besitzt. Die Einlagen können auch aus einem anderen Werkstoff hergestellt sein, welcher ähnliche mechanische und wärmeisolierende Eigenschaften besitzt, so z. B. aus Schwammgumnä mit entsprechender Hülle.
Die Samengewinnung erfolgt mit Hilfe des beschriebenen Gerätes bei landwirtschaftlichen Tieren auf folgende Art und Weise:
Das Gerät wird in eine Erwärmungsvorrichtung gebracht, wo es in entsprechender Zeitdauer in der nötigen Weise angewärmt wird. Danach wird das Geschlechtsorgan des Tieres zwischen die Einlagen 7 eingeführt, wobei die Einlagen 8 eine Berührung der Haut des GeschIechtsorgans mit den Innenwänden des vorderen Hohlraums 6 verhindern. Die Hülle 10 der Einlagen, welche zusätzlich mit einer Schicht schmierfähigen siliziumorganischen Polymers bedeckt ist, erleichtert die Einführung des Geschlechtsorgans und beseitigt gleichzeitig hemmende Fühlerreger.
Der für das normale Ejakulat nötige Druck auf die Haut des Geschlechtsorgans ist durch die Elastizität der Einlagen 7 gesichert, deren Werkstoff wärmeisolierende Eigenschaften besitzt und so ein Abkühlen der Haut verhindert.
Bei Samenerguss gelangt das Sperma in den Hohlraum 3, von wo es über den Stutzen 4 in den Mischer gelangt, um verdünnt zu werden. Die glatte, wasserabstossende Oberfläche der hermetisch dichten Hüllen der Einlagen erleichtert das Reinigen des Gerätes.
Das Herausnehmen der Einlagen zu Reinigungszwek- ken ruft auch keinerlei Schwierigkeiten hervor, da die Einlagen im Hohlraum 6 der Kammer lediglich dank der Reibungskraft festgehalten werden, welche zwischen ihren Oberflächen und der Kammeroberfläche entsteht, und dem Ansatz 9, der kein Hindernis für das Herausnehmen und Einsetzen der in höchstem Masse elastischen Einlagen bildet.
Die Benutzung synthetischer Werkstoffe für die Herstellung der künstlichen Scheide, und zwar sowohl der Kammer wie auch der aus porösem Kunststoff hergestellten Einlagen, drückt das Gewicht des Gerätes wesentlich herab und erleichtert die Manipulationen bei der Samengewinnung.
Device for collecting semen from farm animals
The previously known devices for the collection of semen from agricultural animals for artificial insemination, the so-called artificial sheaths, are designed as a rigid or elastic, tubular chamber with an inner, elastic rubber cover, between the walls of which there is a cavity for receiving hot water and compressed air, what is required for the elimination of inhibitory cold agents that prevent the execution of the ejaculation reflex and for the production of pressure on the skin of the genitals. Vaseline is applied to the inner surface of the rubber cover to remove obstructive sensor pathogens.
The supply of warm water and air to the artificial vagina, as well as the application of petroleum jelly, considerably extend the period of time which is required to prepare the artificial vagina for semen collection. The considerable weight of the artificial vagina also makes it inconvenient to manipulate it when collecting semen.
The present invention aims to remedy the above-mentioned deficiencies of the heretofore known artificial vaginas.
The proposed device is designed as a chamber with a container for receiving the sperm and elastic, mechanical exciter on the input side, for which inserts made of highly elastic thermal insulation material are used, each of which is enclosed in a hermetic skin shell with a smooth surface.
The surfaces of the insert sleeves can be covered with a thin layer of organosilicon polymer which has lubricity.
The chamber advantageously has a square cross-section; with rounded corners and contains four inlays with a square cross-section; two of these inserts can form an entrance slit opening between each other for the genitals of the animal, the edges of which are covered by the remaining two inserts.
The inserts can be made of porous plastic and enclosed in a fine polymer skin.
The use of insoles made of highly elastic material as a mechanical exciter ensures the creation of the necessary pressure on the skin of the genital area only thanks to the elasticity of the insoles themselves; The heat-insulating properties of the material from which the inserts are made prevent the skin from cooling down and in this way eliminate inhibiting cold agents.
Inhibiting sensor pathogens are also excluded thanks to the smooth skin of the inserts; This is promoted in particular by the applied thin layer of the organosilicon polymer, which has good lubricating properties.
The use of inserts made of porous plastic with impermeable sheaths made of polymer skin excludes any toxicity which has a detrimental effect on the viability of the sperm and also facilitates the cleaning of the device and increases its hygienic qualities.
The covering of the edges of the entrance slit opening with inserts excludes any possible contact between the animal part and the chamber wall, which prevents the development of inhibiting cold agents.
The structure and the use of the device is explained in detail below; the structure of the device is shown purely by way of example in the drawing, FIG. 1 illustrating an external view of a device, and FIGS. 2 and 3 being longitudinal and cross-sections.
The tubular chamber 1 of the device is made of plastic or a similar material that is not capable of exerting any toxic effect on the seeds. The chamber is divided by the partition 2 into two cavities, namely the cavity 3 for the accumulation of the sperm, which is provided with a discharge nozzle 4 with cover 5, and the front cavity 6 in which the inserts 7 and 8 are arranged, the Longitudinal displacement through the approach 9 on the front, d. H. Entrance end of the chamber is prevented.
The inserts 7 and 8 are enclosed in a casing 10 which has a fine polymer skin with an organosilicon polymer coating.
A porous plastic, which has high elasticity and low thermal conductivity, is used as the material for manufacturing the inserts. The inserts can also be made of another material, which has similar mechanical and heat insulating properties, such. B. made of sponge rubber with an appropriate cover.
With the aid of the device described, semen is obtained from agricultural animals in the following way:
The device is placed in a heating device, where it is warmed up in the required manner over a period of time. The sex organ of the animal is then inserted between the inserts 7, the inserts 8 preventing the skin of the sex organ from touching the inner walls of the front cavity 6. The sheath 10 of the inserts, which is additionally covered with a layer of lubricious organosilicon polymer, facilitates the introduction of the genital organ and at the same time eliminates inhibiting sensor exciters.
The pressure on the skin of the genital organ required for normal ejaculate is ensured by the elasticity of the inserts 7, the material of which has heat-insulating properties and thus prevents the skin from cooling down.
When ejaculation occurs, the sperm enters the cavity 3, from where it enters the mixer via the nozzle 4 in order to be diluted. The smooth, water-repellent surface of the hermetically sealed covers of the inlays makes cleaning the device easier.
The removal of the inserts for cleaning purposes does not cause any difficulties, since the inserts are held in the cavity 6 of the chamber only thanks to the frictional force that arises between their surfaces and the chamber surface, and the projection 9, which is no obstacle to removal and Insertion of the highly elastic inserts.
The use of synthetic materials for the manufacture of the artificial vagina, both the chamber and the inserts made of porous plastic, significantly reduces the weight of the device and makes it easier to manipulate the semen collection.