CH409425A - Positioniereinrichtung, insbesondere für Bearbeitungsmaschinen - Google Patents
Positioniereinrichtung, insbesondere für BearbeitungsmaschinenInfo
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Description
Positioniereinrichtnng, insbesondere für Bearbeitungsmaschinen Die Erfindung betrifft eine Positionseinrichtung, insbesondere für Bearbeitungsmaschinen, bei der das zu positionierende Teil mit einem Antrieb und einer kodierten, photoelektrisch ablesbaren Scheibe ver bunden ist.
Es ist eine absolut arbeitende Positioniereinrich- tung bekannt, bei der eine Messspindel parallel zur Antriebsspindel des Maschinentisches angebracht ist. Die Messspindel trägt eine kodierte, photoelektrisch abtastbare Scheibe und eine Mutter, welche als An schlag ausgebildet ist. Am Maschinentisch ist ein Endschalter angebracht, der bei Auftreffen auf den Anschlag den Tischantrieb abschaltet.
Die Messspin- del treibt über Zahnradgetriebe weitere kodierte, photoelektrisch abbastbare Scheiben an,-die die Mess- spindeldrehungen anzeigen. Für jede Scheibe ist eine optische Abtasteinrichtung, bestehend aus Lichtquelle, Photodioden und Verstärker, erforderlich. Diese Bau teile sind sehr empfindlich und verursachen hohe Kosten.
Ausserdem ist es nur mit erheblichem tech nischem Aufwand möglich, das Spiel zwischen den Zahnrädern des Übersetzungsgetriebes so klein zu halten, dass die geforderten Genauigkeiten erreicht werden. üblicherweise werden dazu gegenseitig ver spannte Präzisionszahnräder verwendet, die in ein gemeinsames Gegenrad bzw. eine Zahnstange greifen.
Nachteilig ist, dass die Positionierung mit dieser Ein richtung eine Voreinstellung der Messspindel und da mit des Anschlages auf den neu einzustellenden Wert erfordern, da die Messspindel aus Genauigkeitsgrün den nicht gleichzeitig zur Tischverstellung herangezo gen wird.
Das Einfahren des zu positionierenden Tisches ist erst nach Beendigung der Voreinstellung möglich, was einen verhältnismässig grossen Zeitauf wand erfordert. Weiterhin ist eine Positioniereinrich- tung bekannt, bei der eine kodierte Scheibe direkt auf der Vorschubspindel des zu positionierenden Tei les befestigt ist und die Lagen innerhalb einer Um drehung absolut abliest.
Um die Eindeutigkeit über mehrere Spindelumdrehungen, das heisst über den ge samten Verstellbereich, herzustellen, werden die Um drehungen der Vorschubspindel getrennt gezählt. Bei jeder vollen Umdrehung wird ein Impuls auf ein Zählwerk gegeben, welches richtungsabhängig die Impulse elektrisch addiert bzw.
subtrahiert. Diese Ein richtung ist verhältnismässig kompliziert und erhöht die Unsicherheit der Lagemessung durch die unver meidlich entstehenden Fehlzählungen infolge von Fremdimpulsen oder zu grossen Erschütterungen.
Die Erfindung bezweckt, eine Positioniereinrich- tung zu schaffen, die bei gleicher Genauigkeit einfa cher im Aufbau und damit robust und weniger stör anfällig ist. Ausserdem soll das umständliche und zeit raubende Voreinstellen des Anschlages entfallen.
Aufgabe der Erfindung ist es, für das absolute Ablesesystem der höheren Stellen einfache Bauele mente zu verwenden. Das, zu positionierende Teil soll dabei direkt auf den eingestellten Wert anschlaglos eingefahren werden können.
Erfindungsgemäss wird das dadurch erreicht, dass die kodierte, photoelektrisch ablesbare Scheibe auf einer Messspindel angeordnet ist, deren Steigung einer Binärzahl entspricht. Die Messspindel steht über eine nicht selbsthemmende Mutter mit dem zu posi tionierenden Teil und einer daran befestigten Ab- tasbeinrichtung in Verbindung. Am Festteil ist ein von der Abtasteinrichtung über die genannte Verstell- länge abtastbar kodiertes Lineal befestigt.
Die Feld längen der kodierten Spur desselben mit den klein sten Intervallen entsprechen dem durch eine volle Umdrehung der kodierten Scheibe bewirkten Ver- stellweg des zu positionierenden Teiles, so dass mit der kodierten Scheibe die Bruchteile einer Teilung des Lineals einstellbar sind.
Vorzugsweise ist die Kodierung des Lineals in Form von Erhöhungen auf der Oberfläche des Lineals aufgebracht und mit Kontaktfühlern abtastbar. Die nicht selbsthemmende Mutter ist zweckmässig als Ku- gelumlaufmutter ausgebildet. Bei dieser Ausführung besteht auch die Möglichkeit, die Messspindel gleich zeitig als Antriebsspindel für das zu positionierende Teil zu verwenden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Dabei zeigen: Fig. 1 eine schematische Darstellung der Positio- niereinrichtung, Fig. 2 einen Querschnitt durch das kodierte Lineal. Auf einem Maschinenständer 1 ist ein Tisch 2 horizontal verschiebbar geführt. Parallel zur Bewe- gunsrichtung des Tisches 2 sind eine Antriebsspindel 3 und eine Messspindel 4 am Maschinenständer 1 axial fixiert und drehbar gelagert.
Beide Spindeln 3; 4 stehen mit Muttern. 5; 6 im Eingriff, die neben einander und fest zueinander am Tisch 2 befestigt sind. Die Mutter 6 ist als Kugelmutter ausgebildet. Die Antriebsspindel 3 steht über vereinfacht darge stellte Getriebeelemente 7; 8 mit einem Antriebs motor 9 in Verbindung. Auf der Messspindel 4 mit einer Steigung von 10,24 mm ist eine zehnspurige, binär kodierte Scheibe 10 befestigt, die 1024 ables bare Lagen einnehmen kann.
Eine bekannte Abtast- einrichtung, bestehend aus einer Lichtquelle 11, einem Linsensystem 12 und mehreren Photodioden 13, ist über einen Verstärker an ein Koinzidenzwerk ange schlossen (beide nicht dargestellt). Am Tisch 2 ist ausserdem eine Abtasteinrichtung 16 befestigt, die über ein parallel zur Bewegungsrichtung des Tisches 2 über die gesamte Verstellänge angebrachtes kodier tes Lineal 17 ragt.
Das Lineal 17 ist binär kodiert und besteht aus einer mit mehreren parallelen Längs, nuten 18 versehenen Platte 19. In den Längsnuten 18 sind Nutensteine 20 eingelassen, die über die Oberfläche der Platte 19 herausstehen. Die Nuten steine 20 in der Spur der kleinsten Intervalle ent sprechen in ihrer Länge der Steigung der Messspindel 4. In der jeweils nächsthöheren Spur, das heisst der benachbarten Längsnuten, sind die Nutensteine 20 doppelt so lang und .so zueinander angeordnet, dass ein Binärkode entsteht.
Die Abtasteinrichtung 16 des kodierten Lineals 17 besteht aus einer quer mitAbstand über die Kodierspuren kragendun Kontaktleiste 21. Die Kontaktleiste 21 trägt zum Zwecke der sicheren Abta- stung in jeder Spur zwei Kontaktfühler 22, die mit ihren Taststiften die Oberfläche der Nutensteine 20 bzw. des Lineals 17 berühren und dabei die Zustände geöffnet bzw. geschlossen einnehmen.
Die Kon taktfühler 22 sind über nicht dargestellte elektrische Zwischenelemente an das Koinzidenzwerk angeschlos sen. Jede neu einzustellende Position wird in ein Speicherwerk eingegeben, wobei gleichzeitig die Ver- stelleinrichtung festgelegt und im Koinzidenzwerk mit der von der kodierten Scheibe 10 und mit dem ko- dierten Lineal 17 abgelesenen Tischposition ver glichen wird.
Bei Differenzen zwischen eingestelltem und abgelesenem Wert erhält der Antriebsmotor 9 nach Betätigung eines Druckknopfes Spannung, läuft an und verstellt dabei über die Getriebeelemente 7; 8 und die Antriebsspindel 3 den Tisch 2. Durch die Tischbewegung wird über die Kugelmutter 6 die Mess- spindel 4 und damit die kodierte Scheibe 10 in Dre hung versetzt. Gleichzeitig läuft die Kontaktleiste 21 mit der Tischverstellgeschwindigkeit über das ko dierte Lineal 17 und tastet mit ihren Kontaktfühlern 22 die einzelnen Spuren ab.
Bei Koinzidenz zwischen gelesenem und eingestelltem Wertwirdder Antriebs motor 9 stillgesetzt.
Die zehnspurige Binärscheibe 10 besitzt 1024 definierte Stellungen. Bei einer vollen Umdrehung wird der Tisch 2 entsprechend der Messspindelstei- gung um 10,24 mm verschoben, was einer Ver schiebung der Kontaktleiste 21 auf dem kodierten Lineal 17 um einen Ablesewert entspricht. Das dar gestellte sechsspurige Lineal 17 mit seinen vierund sechzig definierten Aussagen ermöglicht demnach eine Gesamtverstellung des Tisches. 2 von etwa 55 mm.
Bei Erweiterung des Lineals 17 um eine Spur kann dann dementsprechend der doppelte Weg (130 mm) vom Ablesesystem erfasst werden. Das Auflösungs vermögen des Messsystems liegt bei 1/1024 Umdre hung. Das entspricht einer Tischverstellung von 0,01 mm. Bei kleinen Verstellkräften des zu posi tionierenden Teiles ist es möglich, die Antriebsspin del bei entsprechend ausreichender Dimensionierung und minimalem Spiel gleichzeitig als Messspindel zu verwenden. Damit ist eine Positioniereinrichtung ge schaffen, die mit einfachen Bauelementen eine ver hältnismässig grosse Genauigkeit garantiert.
Diese Ein richtung wurde auch den Forderungen nach unemp findlichen Mess- bzw. Ablesesystemen, die wenig stör anfällig und weitestgehend wartungsfrei sind, in vol lem Umfang gerecht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Positioniereinrichtung, insbesondere für Bearbei tungsmaschinen, bei der das zu positionierende Teil mit einem Antrieb und einer kodierten, photoelek trisch ablesbaren Scheibe verbunden ist, dadurch ge kennzeichnet, dass die kodierte, photoelektrische ab lesbare Scheibe (10) auf einer Messspindel (4) ange ordnet ist, deren Steigung einer Binärzahl entspricht und über eine nicht selbsthemmende Mutter (6) mit dem zu positionierenden Teil (2) und einer daran befestigten Abtasteinrichtung (16) in Verbindung steht, wobei am Festteil (1)ein von der Abtastein- richtung (16) über die gesamte Verstelliänge abtast- bares kodiertes Lineal (17) befestigt ist, dessen Feld längen in der Spur der kleinsten Intervalle dem durch eine volle Umdrehung der kodierten Scheibe (10) bewirkten Verstellweg des zu positionierenden Teiles (2) entspricht, so dass mit der kodierten Scheibe (10) die Bruchteile einer Teilung des Lineals (17) einstellbar sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Positioniereinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass diie Kodierung in Form von Erhöhungen auf der Oberfläche des Lineals (17) aufgebracht und mit Kontaktfühlern (22) abtastbar ist. 2. Positioniereinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht ,selbsthemmende Mutter (6) als Kugelmutter aus gebildet ist.3. Positioniereinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Messspindel (4) gleichzeitig als Antriebsele ment für das zu positionierende Teil (2) vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD7803562 | 1962-02-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH409425A true CH409425A (de) | 1966-03-15 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH121463A CH409425A (de) | 1962-02-02 | 1963-01-31 | Positioniereinrichtung, insbesondere für Bearbeitungsmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH409425A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2061678A1 (de) * | 1969-09-12 | 1971-06-25 | Ibm |
-
1963
- 1963-01-31 CH CH121463A patent/CH409425A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2061678A1 (de) * | 1969-09-12 | 1971-06-25 | Ibm |
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