Verfahren und Vorrichtung zur Gestaltung eines Weberknotens
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Vorrichtung zur Gestaltung eines Weberknotens unter Benutzung zweier Schlingen, durch die das freie Fadenende hindurchgeführt wird, insbesondere für die Verschnürung von Gegenständen.
Zur Ausübung der bekannten Verfahren dieser Art ist bei den dafür erforderlichen Vorrichtungen die Anbringung teilweise recht teurer Werkzeuge erforderlich. Die Vorrichtungen selbst werden besonders dadurch teuer, dass die einzelnen Werkzeuge komplizierte Bewegungen mit grosser Präzision ausführen müssen. Dafür sind teure Steuerungsorgane erforderlich und ausserdem wird bei der Ausführung der bekannten Verfahren durch die verschiedenen Steuerungen die Zeit zur Bildung des Weberknotens verlängert.
Diese Nachteile werden durch das erfindungsgemässe Verfahren vermieden. Nach dem neuen Verfahren werden zwei Fadenteile zueinander parallel gestrafft, in jeder Parallelen zu einer der anderen gegenüberliegenden U-Form gebogen und an ihren U-Bogen um 1800 in zueinander entgegengesetztem Drehungssinn zu je einer Schlinge gedreht. Daraufhin wird das freie Ende des Fadens durch die beiden Schlingen geführt und der Knoten festgezogen. Gegenüber dem bekannten Verfahren, bei welchem der zur Ausbildung des Weberknotens benutzte Faden zunächst in eine W-artige Form gebracht wird, aus der heraus dann zwei einander gegenüberliegende Schlingen gebildet werden müssen, bietet das erfindungsgemässe Verfahren den Vorteil, dass die beiden Schlingen von vornherein sich einander gegenüberliegen, wodurch. eine besondere Bewegung, die sie in diese Lage bringen müsste, nicht nötig ist.
Damit wird sowohl das Verfahren zur Gestaltung des We- berknotens einfacher als auch die Vorrichtung, die zur Ausübung des Verfahrens dient.
In einer zweckmässigen Ausgestaltung der Erfindung werden die beiden Fadenteile, aus welchen die U-Formen gebogen werden, in die U-Form gedrückt und nicht gezogen, wie es bei einem anderen Verfahren bekannt ist. Für das Drücken der U-Form ist es möglich, einfache Gabeln zu verwenden, die durch hin und her gehende Bewegung die U-Form erzeugen und später aus der Fadenschlinge gelöst werden können. Wird dagegen, wie bei den bekannten Verfahren, der Faden in die U-Form gezogen, so ist für diese Bewegung ein Widerhaken oder eine Öse oder dergleichen erforderlich. Um den Faden nach der Ausbildung der Schlinge daraus zu befreien, ise eine wesentlich kompliziertere Bewegung erforderlich.
Ausserdem muss bei Verwendung einer Öse oder eines ähnlichen Werkzeuges die Fadendicke auf den Durchmesser der Öse oder dergleichen abgestimmt sein, während dies bei dem erfindungsgemässen Verfahren, wenn der Faden in die U-Form gedrückt wird, nicht erforderlich ist.
Es hat sich als zweckmässig erwiesen, bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens vor der Ausbildung der U-Form zwischen den beiden Fadenteilen einen Fadenüberschuss zu bilden, aus dem mindestens ein Teil des für die U-Formen benötigten Materials herausgezogen wird. Dadurch wird es möglich, dass nur ein Teil des für die U-Formen benötigten Materials aus dem Fadenvorrat gezogen werden muss, so dass die Reibung an den verschiedenen Teilen der Vorrichtung durch dieses Verfahren -erheblich verbinder5 wird, zumal der Faden dann über Biegungen gezogen werden müsste, in welchen die Reibung besonders hoch ist.
Die Ausübung des erfindungsgemässen- Verfah- rens wird wesentlich dann erleichtert, wenn am Ende des Verfahrens der Fadenüberschuss in Richtung des Fadenvorrats gezogen und der sich dabei bildende Weberknoten gleichzeitig an den zu verschnürenden Gegenstand herangedrückt wird. Damit wird erreicht, dass zum Abschluss des Verfahrens einerseits der mit den zu verschnürenden Gegenständen herumgelegte Faden gestrafft und gleichzeitig der Knoten fest zugezogen ist.
Bei der Vorrichtung zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens sind zur Ausbildung jeder U-Form mindestens drei in einer Reihe liegende Führungsstücke vorgesehen, deren mittleres relativ zu den beiden seitlichen rechtwinkelig zu dem gestrafften Faden sowohl verschiebbar als auch drehbar sein kann, oder umgekehrt.
Dabei können die beiden seitlichen Führungsstücke zu einem einzigen U-förmigen Teil vereinigt sein. An den freien Enden des U-förmigen Teiles sind dann die Führungsorgane für den Faden angeordnet.
Auch das mittlere Führungsstück kann als U-förmiger Teil ausgebildet sein, an dessen freien U-Schenkeln sich die Führungsorgane für den Faden befinden.
Die Führungsorgane können an den freien Enden der Führungsstücke als keilförmig offene gabelähnliche Spreizen ausgebildet sein.
Zur Ausbildung des Fadenüberschusses kann ein kegelförmiger Dorn in Richtung und bis zur Verknotungsstelle des Weberknotens verschiebbar sein.
Es hat sich als zweckmässig erwiesen, den Dorn etwa rechtwinkelig zu seiner Verschiebungsrichtung abzuflachen.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Anordnung schematisch dargestellt und nachstehend beschrieben, ohne dass die Erfindung jedoch auf diese Ausführungsform beschränkt sein soll. An Hand der erfindungsgemässen Anordnung wird nachstehend auch das erfindungsgemässe Verfahren beispielsweise erläutert.
Fig. 1 zeigt die Stellung der Anordnung und des zu verschnürenden Gegenstandes zu Beginn des Verfahrens,
Fig. 2 den Querschnitt durch den Dorn,
Fig. 3 die Ausbildung der U-Bogen,
Fig. 4 die Ausbildung der Schlingen,
Fig. 5 das Heranholen des freien Fadenendes,
Fig. 6 das Durchziehen des freien Fadenendes durch die Schlinge,
Fig. 7 die Ausbildung des noch offenen Weberknotens und
Fig. 8 das Festziehen des Weberknotens. Aus
Fig. 9 ist der Bewegungsmechanismus für die U-förmigen Führungsstücke und einer mit ihnen zusammenarbeitenden Zange zu erkennen, aus
Fig. 10 der Bewegungsmechanismus für einen das freie Fadenende fassenden Halter in der Sicht auf seine Stirnseite,
Fig. 11 in der Sicht auf seine Breitseite.
Fig. 12 stellt den Bewegungsmechanismus für den verschiebbaren flachen kegelförmigen Dorn dar in der Sichtrichtung des Pfeiles A der Fig. 1 bzw.
Fig. 2 und
Fig. 13 in der Sichtrichtung des Pfeiles B der Fig. 1 mit dem Querschnitt des Dornes gemäss Fig. 2.
In der Nähe des zu verschnürenden Paketes 1 befinden sich die U-förmigen Führungsstücke 2, 3, 4 und 5, von denen die Führungsstücke 2 und 4 sowie 3 und 5 paarweise zusammenarbeiten. Die Führungsstücke 2 und 3 einerseits sowie 4 und 5 anderseits liegen mit ihren Breitseiten zueinander parallel, jedoch hintereinander. Die U-förmigen Ausladungen der Führungsstücke 2 und 3 sind breiter als die U-förmigen Ausladungen der Führungsstücke 4 und 5, so dass entweder die Führungsstücke 2 und 3 sich beiderseits an den Führungsstücken 4 und 5 vorbeibewegen können oder dass die Führungsstücke 4 und 5 sich in die U-Bogen der Führungsstücke 2 und 3 hineinbewegen können. Es kommt lediglich auf die Relativbewegungen der zugehörigen Führungsstücke paarweise an, derart, dass die einander entsprechenden Führungsstücke gleiche Bewegungen ausführen.
Jedes der Führungsstücke 2, 3, 4 und 5 ist an den freien Enden der U-Schenkel mit keilförmig offenen gabelähnlichen Spreizen 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 und 13 ausgestattet. Zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens wird der von der Vorratsrolle kommende Fadenteil 14 um den Dorn 15 gelegt.
Der Faden läuft von dort mit seinem am Paket befindlichen Teil 16 um das Paket herum zu seinem an einem Halter 17 befindlichen freien Ende 18. Die beiden Fadenteile 14 und 16 sind so gestrafft, dass der Fadenteil 14 zwischen den Spreizen 6 und 7 einerseits sowie 10 und 11 anderseits verläuft, während der Fadenteil 16 zwischen den Spreizen 8 und 9 einerseits und den Spreizen 12 und 13 anderseits liegt.
Nunmehr werden die Spreizen iin Richtung der Pfeile 19, 20, 21 und 22 parallel zueinander verschoben, so dass sie in die aus Fig. 3 ersichtliche Lage kommen. Dadurch werden die beiden Fadenteile 14 und 16 zu je einer U-Form 23 und 24 gebogen. Um das Material für die Ausbildung der U-Form heranzuführen, wird einerseits der Dorn 15 ein wenig in Richtung des Pfeiles 25 geführt und anderseits werden die Fadenteile 14 und 16 in Richtung der Pfeile 26 und 27 ein wenig nachgelassen.
Zur weiteren Durchführung des erfindungsgemä ssen Verfahrens werden die Achsen 28 und 29 der Führungsstücke 4 und 5 je um 1800 in einander entgegengesetzten Drehrichtungen entsprechend den Pfeilen 30 und 31 gedreht. Dadurch werden die U-Bogen 23 und 24 zu Schlingen 32 und 33 geformt, die hintereinander liegen, so dass in weiterer Aus übung des Verfahrens die Zange oder dergleichen 34 durch die Schlingen 32 und 33 hindurchfahren kann, um das freie Fadenende 18 von dem Halter 17 abzunehmen und durch die beiden Schlingen hindurchzuführen, wie es in Fig. 5 zunächst durch den Pfeil 35 und sodann für die Rückwärtsbewegung durch den Pfeil 36 dargestellt ist.
Gleichzeitig mit dem Drehen der Schlingen wird der Dorn 15 wiederum ein kleines Stück in Richtung des Pfeiles 37 weiterbewegt, um aus dem von ihm festgehaltenen Fadenüberschuss einen Teil zur Ausbildung der beiden Schlingen 32 und 33 abzugeben.
Nachdem die Zange 34 in die aus Fig. 6 ersichtliche Stellung gekommen ist, werden die Führungsstücke 2, 3, 4, und 5 in Richtung der Pfeile 38, 39, 40 und 41 in ihre ursprüngliche etwa der Fig. 1 entsprechende Stellung zurückbewegt, wodurch sämtliche Fadenteile freigegeben werden. Gleichzeitig mit der Bewegung der Zange 34 in Richtung des Pfeiles 36 wird der zur Vorratsrolle führende Teil 14 des Fadens in Richtung des Pfeiles 42 gezogen, wodurch die Schlingen 32 und 33 verkleinert werden.
Nun folgt der aus Fig. 7 ersichtliche Verf ahrens- schritt, bei welchem der Fadenteil 14 noch weiter in Richtung des Pfeiles 42 angezogen und gleichzeitig das freie Fadenende 18 mittels der Zange 34 in Richtung des Pfeiles 43 gezogen wird. Unter gleichzeitiger weiterer Bewegung des Dornes 15 in Richtung des Pfeiles 44 wird der von ihm festgehaltene Fadenüberschuss verkleinert und damit der aus Fig. 7 bereits erkennbare Weberknoten weiter zusammengezogen, wie aus Fig. 8 ersichtlich ist. Schliesslich wird durch weiteren Zug in Richtung der Pfeile 42 und 43 der Weberknoten ganz zusammengezogen.
Während dieses Vorganges rückt der Dorn 15 so nahe wie möglich an das Paket 1 heran und wird schliesslich in Richtung des Pfeiles 46 aus dem Weberknoten 45 herausgezogen. Damit ist das Paket fest verschnürt und es ist nur noch erforderlich, die freien Fadenenden abzuschneiden.
Die in der vorstehenden Beschreibung durch Pfeile dargestellten Bewegungen werden mittels automatisch gesteuerter Maschinenelemente durchgeführt, wie solche automatischen Steuerungen an sich bereits bekannt sind.
Es ist ersichtlich, dass das erfindungsgemässe Verfahren den Weberknoten auf eine höchst einfache Weise zu knüpfen gestattet und dass die dazu erforderlichen Vorrichtungen sowie Bewegungsvorgänge wesentlich einfacher sind als die der bisher bekannten Vorrichtungen ähnlicher Art.
Durch die Verwendung der Spreizen 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 und 13 ist es möglich, ohne deren Auswechslung Weberknoten mit beliebigen Verschnürungsmitteln, wie Bindfäden, Schnüren, Drähten oder dergleichen venschiedensten Durchmessers zu knüpfen.
Um den für die Bildung der Schlinge erforderlichen Fadenüberschuss auch unabhängig von dem durch den Dorn 15 bereitgestellten Faden überschuss zu schaffen, hat es sich als zweckmässig erwiesen, die freien Enden der U-Bogen, aus welchen die Führungsstücke 2 und 3 bestehen, ein wenig zu verlängern und gleichzeitig mit der durch die Pfeile 30 und 31 angedeuteten Drehung der Führungsstücke 4 und 5 die Führungsstücke 2 und 3 ein wenig zurückzuziehen. Der durch das Zurückziehen entstehende Fadenüberschuss wird durch die gleichzeitige Dre- hung der Führungsstücke 4 und 5 und die damit verbundene Ausbildung der Schlingen ausgeglichen.
Die Parallelverschiebung der Bügel 2 und 3 in Richtung der Pfeile 19, 38 und 20, 39 erfolgt, wie Fig. 9 zeigt, durch Schwenkung der um die Achsen 47 und 48 schwenkbaren Spreizenhebel 49 und 50 mittels einer an sich bekannten Steuerungsmechanik 51, wobei die Bügel 2 und 3 an dem Führungsblock 52 geführt sind. Entsprechend werden die Bügel 4 und 5 an dem Führungsblock 53 geführt. Ihre Parallelverschiebung in Richtung der Pfeile 21, 40 und 22, 41 erfolgt durch Schwenkung der um die Achsen 54 und 55 schwenkbaren Spreizenhebel 5-6 und 57 mittels der Steuerungsmechanik 51.
Die Drehung der Bügel 4 und 5 in Richtung der Pfeile 30, 31 und umgekehrt erfolgt mittels eines um die Achse 58 schwenkbaren Zahnsegmentes 59, das in eines der beiden ineinander greifenden Zahnräder 60 und 61 eingreift und diese in zueinander entgegengesetzten Drehrichtungen um 1 80C dreht.
Diese Steuerung des Zahnsegmentes 59 erfolgt ebenfalls durch die Steuermechanik 51.
Als Steuerungsmechanik können die verschiedensten bekannten Vorrichtungen benutzt werden, als besonders einfach haben sich Kurvenscheiben erwiesen, in welche als Nute oder periphere Begrenzungen die Kurven eingearbeitet sind, die in bekannter Weise die jeweils erforderlichen Bewegungen der Teile erzeugen.
Die Zange 34 kann gemäss Fig. 5 und 9 zum Festhalten des Fadenendes 18 mit einem Dorn 62 versehen sein, durch dessen hakenförmiges Ende 63 das Fadenende 18 geführt wird. Der Dorn 62 gleitet in einer Hülse 64.
Wird der Dorn 62 in die Hülse 64 hineingezogen, wie in Fig. 9 mit der unteren Stellung gezeigt ist, so wird der Faden 18 zwischen dem Haken 63 und der Hülse 64 festgeklemmt. Wird der Dorn 62 aus der Hülse 64 herausgeschoben, wie es die obere gestrichelte Stellung in Fig. 9 zeigt, so wird das Fadenende 18 freigegeben.
Aus Fig. 10 und 11 ist zu erkennen, wie der Halter 17 durch die Steuerungsmechanik 51 bewegt wird. Auch der Halter 17 besteht aus einem Dorn 65 mit än seinem Ende befindlichem Haken 66, der in einer Hülse 67 gleitet und den Faden 18 in gleicher Weise klemmt und löst, wie es vorher bei der Zange 34 beschrieben wurde. Das Verschieben des Dornes 65 in der Hülse 67 erfolgt durch die Steuerungsmechanik 51 mittels des um die Schwenkachse 58 schwenkbaren Winkelhebels 69, der über das Zwischenstück 70 und die Verbindungsschienen 71 den Dorn 65 in der Richtung des Doppelpfeiles 72 hin und her schiebt.
Die hin und her gehende Bewegung des ganzen Halters 17 wird von der Steuerungsmechanik 51 über die in Richtung des Doppelpfeiles 73 hin und her gehende Schubstange 74 gesteuert, durch welche die Verbindungsschiene 71 um die Achse 75 in Richtung des Doppelpfeiles 76 geschwenkt wird, so dass der Halter 17 für die in Fig. 1 bis 4 gezeigten Verfahrensschritte die in Fig. 10 rechte gestrichelte Stellung 1 7a und für die seitlich zwischen den Fig. 4 und 5 liegenden Verfahrensschritte zum Abgeben des Fadenendes 18 an die Zange 34 die in Fig. 10 voll gezeichnete linke Stellung 17b einzunehmen vermag.
Der von der Vorratsrolle kommende Faden 14 kann nach Fig. 13 über einen Klemmhebel 77 geführt werden, auf dem ein um die Achse 78 schwenkbarer etwa dreieckiger Klemmriegel 79 sitzt. Wenn der Klemmriegel, durch die Steuerungsmechanik 51 über die Schubstange 80 in Richtung des Doppelpfeiles 81 gesteuert, die gestrichelte Stellung 77a einnimmt, bei der der Faden 14 durch die Umlenkrolle 82 etwa geradlinig an dem Klemmriegel 79 vorbeigeführt wird, so ist der Fadenlauf von der Vorratsrolle her frei. Wird der Klemmhebel durch die Schubstange 80 jedoch um die Achse 83 geschwenkt, so wirkt der Klemmriegel 79 durch den Zug in Richtung des Pfeiles 42 selbstsperrend, der Faden 14 ist festgeklemmt und der Weberknoten wird um den Dorn 15 festgezogen.
Der Dorn 15, der an dem Hebel 84 sitzt, ist mittels der in Richtung des Doppelpfeiles 85 beweglichen Schubstange 86 um die Achse 87 schwenkbar, um z. B. für Fig. 1 die Stellung 15a und für Fig. 4 die Stellung 15b einnehmen zu können. Wenn der Dorn die der Fig. 8 entsprechende Stellung 15 in Fig. 9 eingenommen hat, um aus dem Weberknoten in Richtung des Pfeiles 46 herausgezogen zu werden, kommt die ebenfalls von der Steuerungsmechanik 51 betätigte Schubstange 88 zur Wirkung, die in Richtung des Doppelpfeiles 89 beweglich ist. Durch die Bewegung der Schubstange 88 zieht der um die Achse 90 schwenkbare Winkelhebel 91 den Hebel 84 um die Achse 92 in Richtung des Pfeiles 46 und damit den Dorn 15 aus dem Weberknoten heraus, der dann durch weiteres Ausschwenken des Klemmhebels 77 nach links festgezogen wird.
Nachdem schliesslich der Faden 14 von dem Halter 17 übernommen ist, trennt das Messer 93 den Faden durch.
Das Paket 1 ist dann fertig verschnürt. Die Vorrichtung steht zum Verschnüren des nächsten Paketes bereit.
Das Paket liegt auf einem Tisch 93, dessen Darstellung in Fig. 12 unter dem Paket abgebrochen wurde, um die Zeichnung der Verschnümngsvorrich tung nicht zu verwirren. An den Stellen, wo die unter dem Tisch angeordneten Teile der Verschnürungsvorrichtung in die Nähe des Paketes 1 kommen müssen, oder wo die Schnur vom Paket zur Verschnürungsvorrichtung läuft, ist der Tisch mit Durchbrüchen versehen.
Method and device for creating a weaver knot
The invention relates to a method and a device for forming a weaver's knot using two loops through which the free thread end is passed, in particular for the tying of objects.
In order to carry out the known methods of this type, it is necessary to attach, in some cases, quite expensive tools to the devices required for this. The devices themselves are particularly expensive because the individual tools have to perform complicated movements with great precision. Expensive control organs are required for this and, in addition, when the known methods are carried out, the various controls prolong the time for forming the weaver knot.
These disadvantages are avoided by the method according to the invention. According to the new process, two parts of the thread are tightened parallel to each other, bent in each parallel to one of the opposite U-shapes and turned at their U-bends by 1800 in opposite directions of rotation to form a loop. The free end of the thread is then passed through the two loops and the knot is tightened. Compared to the known method in which the thread used to form the weaver's knot is first brought into a W-like shape, from which two opposing loops then have to be formed, the inventive method offers the advantage that the two loops separate from the start facing each other, whereby. a special movement that would have to bring them into this position is not necessary.
This makes both the method for designing the weaving knot and the device that is used to carry out the method simpler.
In an expedient embodiment of the invention, the two thread parts from which the U-shapes are bent are pressed into the U-shape and not pulled, as is known from another method. To press the U-shape, it is possible to use simple forks, which create the U-shape by moving back and forth and can later be released from the thread loop. If, on the other hand, as in the known methods, the thread is drawn into the U-shape, a barb or an eyelet or the like is required for this movement. In order to free the thread from it after the loop is formed, a much more complicated movement is required.
In addition, when using an eyelet or a similar tool, the thread thickness must be matched to the diameter of the eyelet or the like, while this is not necessary in the method according to the invention when the thread is pressed into the U-shape.
When carrying out the method according to the invention, it has proven to be expedient to form an excess of thread between the two thread parts before the U-shape is formed, from which at least part of the material required for the U-shapes is withdrawn. This makes it possible that only part of the material required for the U-shapes has to be pulled from the thread supply, so that the friction on the various parts of the device is considerably connected by this method, especially since the thread is then drawn over bends in which the friction is particularly high.
The practice of the method according to the invention is made considerably easier if, at the end of the method, the excess thread is pulled in the direction of the thread supply and the weaver knot that is formed is simultaneously pressed against the object to be tied. This ensures that, at the end of the process, on the one hand the thread that is wrapped around with the objects to be tied is tightened and, at the same time, the knot is tightened.
In the device for practicing the method according to the invention, at least three guide pieces lying in a row are provided to form each U-shape, the middle of which can be both displaceable and rotatable relative to the two lateral ones at right angles to the tightened thread, or vice versa.
The two lateral guide pieces can be combined into a single U-shaped part. The guide elements for the thread are then arranged at the free ends of the U-shaped part.
The middle guide piece can also be designed as a U-shaped part, on the free U-legs of which the guide elements for the thread are located.
The guide members can be designed as wedge-shaped open fork-like spreaders at the free ends of the guide pieces.
To form the excess thread, a conical mandrel can be displaced in the direction of and up to the knot point of the weaver's knot.
It has proven to be useful to flatten the mandrel approximately at right angles to its direction of displacement.
An exemplary embodiment of the arrangement according to the invention is shown schematically in the figures and described below, without the invention being restricted to this embodiment. Using the arrangement according to the invention, the method according to the invention is also explained below, for example.
Fig. 1 shows the position of the arrangement and the object to be tied at the beginning of the process,
2 shows the cross section through the mandrel,
3 shows the design of the U-bend,
4 shows the formation of the loops,
5 the drawing up of the free thread end,
Fig. 6 the pulling of the free thread end through the loop,
Fig. 7 shows the construction of the still open weaver knot and
8 the tightening of the weaver knot. Out
Fig. 9 shows the movement mechanism for the U-shaped guide pieces and a pair of pliers working with them
10 shows the movement mechanism for a holder which grips the free thread end in a view of its end face,
11 in a view of its broad side.
Fig. 12 shows the movement mechanism for the slidable flat conical mandrel in the viewing direction of arrow A of Fig. 1 and
Fig. 2 and
13 in the viewing direction of the arrow B in FIG. 1 with the cross section of the mandrel according to FIG. 2.
In the vicinity of the package 1 to be tied are the U-shaped guide pieces 2, 3, 4 and 5, of which the guide pieces 2 and 4 and 3 and 5 work together in pairs. The guide pieces 2 and 3 on the one hand and 4 and 5 on the other hand have their broad sides parallel to one another, but one behind the other. The U-shaped projections of the guide pieces 2 and 3 are wider than the U-shaped projections of the guide pieces 4 and 5, so that either the guide pieces 2 and 3 can move past the guide pieces 4 and 5 on both sides or that the guide pieces 4 and 5 can move can move into the U-bend of the guide pieces 2 and 3. The only thing that matters is the relative movements of the associated guide pieces in pairs, in such a way that the corresponding guide pieces perform the same movements.
Each of the guide pieces 2, 3, 4 and 5 is equipped at the free ends of the U-legs with wedge-shaped open fork-like spreaders 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 and 13. To carry out the method according to the invention, the thread part 14 coming from the supply roll is placed around the mandrel 15.
The thread runs from there with its part 16 located on the package around the package to its free end 18 located on a holder 17. The two thread parts 14 and 16 are tightened so that the thread part 14 between the spreaders 6 and 7 on the one hand and 10 and 11 on the other hand, while the thread part 16 lies between the spreaders 8 and 9 on the one hand and the spreaders 12 and 13 on the other.
The spreaders are now shifted parallel to one another in the direction of arrows 19, 20, 21 and 22, so that they come into the position shown in FIG. As a result, the two thread parts 14 and 16 are each bent into a U-shape 23 and 24. In order to bring in the material for the formation of the U-shape, on the one hand the mandrel 15 is guided a little in the direction of the arrow 25 and on the other hand the thread parts 14 and 16 are slackened a little in the direction of the arrows 26 and 27.
To carry out the method according to the invention further, the axes 28 and 29 of the guide pieces 4 and 5 are each rotated by 1800 in opposite directions of rotation according to the arrows 30 and 31. As a result, the U-bends 23 and 24 are formed into loops 32 and 33, which lie one behind the other, so that in a further exercise of the method the pliers or the like 34 can pass through the loops 32 and 33 to the free thread end 18 from the holder 17 and pass it through the two loops, as shown in FIG. 5 first by arrow 35 and then for the backward movement by arrow 36.
Simultaneously with the turning of the loops, the mandrel 15 is again moved a little further in the direction of arrow 37 in order to release a part of the excess thread held by it to form the two loops 32 and 33.
After the pliers 34 has come into the position shown in FIG. 6, the guide pieces 2, 3, 4, and 5 are moved back in the direction of the arrows 38, 39, 40 and 41 into their original position approximately corresponding to FIG. 1, whereby all thread parts are released. Simultaneously with the movement of the pliers 34 in the direction of the arrow 36, the part 14 of the thread leading to the supply roll is pulled in the direction of the arrow 42, whereby the loops 32 and 33 are made smaller.
The process step shown in FIG. 7 now follows, in which the thread part 14 is pulled even further in the direction of arrow 42 and at the same time the free thread end 18 is pulled in the direction of arrow 43 by means of pliers 34. With the simultaneous further movement of the mandrel 15 in the direction of the arrow 44, the excess thread held by it is reduced and thus the weaver knot already recognizable from FIG. 7 is drawn together further, as can be seen from FIG. Finally, by further pulling in the direction of arrows 42 and 43, the weaver's knot is pulled together completely.
During this process, the mandrel 15 moves as close as possible to the package 1 and is finally pulled out of the weaver's knot 45 in the direction of the arrow 46. The package is now tied tightly and it is only necessary to cut off the free thread ends.
The movements represented by arrows in the above description are carried out by means of automatically controlled machine elements, as such automatic controls are already known per se.
It can be seen that the method according to the invention allows the weaver's knot to be tied in a very simple manner and that the devices and movement processes required for this purpose are significantly simpler than those of the previously known devices of a similar type.
By using the spreaders 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 and 13, it is possible to tie weaver knots with any tying means such as twine, cords, wires or the like of various diameters without having to change them.
In order to create the excess thread required for the formation of the loop independently of the excess thread provided by the mandrel 15, it has proven to be useful to slightly close the free ends of the U-bends from which the guide pieces 2 and 3 consist lengthen and at the same time with the rotation of the guide pieces 4 and 5 indicated by the arrows 30 and 31 withdraw the guide pieces 2 and 3 a little. The excess thread resulting from the withdrawal is compensated for by the simultaneous rotation of the guide pieces 4 and 5 and the associated formation of the loops.
The parallel displacement of the brackets 2 and 3 in the direction of the arrows 19, 38 and 20, 39 takes place, as shown in FIG. 9, by pivoting the spreading levers 49 and 50 pivotable about the axes 47 and 48 by means of a control mechanism 51 known per se, the Brackets 2 and 3 are guided on the guide block 52. The brackets 4 and 5 are correspondingly guided on the guide block 53. Their parallel displacement in the direction of arrows 21, 40 and 22, 41 takes place by pivoting the spreading levers 5-6 and 57, which can pivot about the axes 54 and 55, by means of the control mechanism 51.
The rotation of the brackets 4 and 5 in the direction of the arrows 30, 31 and vice versa takes place by means of a toothed segment 59 pivotable about the axis 58, which engages in one of the two intermeshing gears 60 and 61 and rotates it by 180C in opposite directions of rotation.
This control of the tooth segment 59 is also carried out by the control mechanism 51.
A wide variety of known devices can be used as the control mechanism; cam disks have proven to be particularly simple, in which the curves are incorporated as grooves or peripheral delimitations, which in a known manner generate the required movements of the parts.
According to FIGS. 5 and 9, the pliers 34 can be provided with a mandrel 62 for holding the thread end 18, through the hook-shaped end 63 of which the thread end 18 is guided. The mandrel 62 slides in a sleeve 64.
If the mandrel 62 is drawn into the sleeve 64, as shown in the lower position in FIG. 9, the thread 18 is clamped between the hook 63 and the sleeve 64. If the mandrel 62 is pushed out of the sleeve 64, as shown by the upper dashed position in FIG. 9, the thread end 18 is released.
From FIGS. 10 and 11 it can be seen how the holder 17 is moved by the control mechanism 51. The holder 17 also consists of a mandrel 65 with a hook 66 located at its end, which slides in a sleeve 67 and clamps and loosens the thread 18 in the same way as was previously described for the pliers 34. The mandrel 65 is displaced in the sleeve 67 by the control mechanism 51 by means of the angled lever 69 pivotable about the pivot axis 58, which pushes the mandrel 65 back and forth in the direction of the double arrow 72 via the intermediate piece 70 and the connecting rails 71.
The reciprocating movement of the entire holder 17 is controlled by the control mechanism 51 via the push rod 74 reciprocating in the direction of the double arrow 73, by which the connecting rail 71 is pivoted about the axis 75 in the direction of the double arrow 76, so that the Holder 17 for the method steps shown in FIGS. 1 to 4, the dashed position 17a on the right in FIG. 10 and for the method steps lying laterally between FIGS. 4 and 5 for delivering the thread end 18 to the pliers 34, the full position in FIG drawn left position 17b is able to take.
The thread 14 coming from the supply roll can, according to FIG. 13, be guided via a clamping lever 77 on which an approximately triangular clamping bar 79 pivotable about the axis 78 is seated. When the clamping bar, controlled by the control mechanism 51 via the push rod 80 in the direction of the double arrow 81, assumes the dashed position 77a, in which the thread 14 is guided by the deflecting roller 82 approximately in a straight line past the clamping bar 79, the thread path is from the supply roll here free. However, if the clamping lever is pivoted about the axis 83 by the push rod 80, the clamping bolt 79 has a self-locking effect due to the pull in the direction of the arrow 42, the thread 14 is clamped and the weaver's knot is tightened around the mandrel 15.
The mandrel 15, which is seated on the lever 84, can be pivoted about the axis 87 by means of the push rod 86 movable in the direction of the double arrow 85 in order to e.g. B. for Fig. 1 the position 15a and for Fig. 4 the position 15b to be able to take. When the mandrel has assumed the position 15 in FIG. 9 corresponding to FIG. 8 in order to be pulled out of the weaver's knot in the direction of arrow 46, the push rod 88, which is also actuated by the control mechanism 51, comes into effect, which in the direction of double arrow 89 is movable. By moving the push rod 88, the angle lever 91 pivotable about the axis 90 pulls the lever 84 about the axis 92 in the direction of the arrow 46 and thus the mandrel 15 out of the weaver knot, which is then tightened by further pivoting the clamping lever 77 to the left.
After the thread 14 has finally been taken over by the holder 17, the knife 93 cuts the thread.
Package 1 is then completely tied. The device is ready to tie up the next package.
The package lies on a table 93, the representation of which in Fig. 12 has been broken off under the package in order not to confuse the drawing of the Schnuenngsvorrich device. The table is provided with openings at the points where the parts of the tying device arranged under the table must come into the vicinity of the package 1, or where the cord runs from the package to the tying device.