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Gepanzertes Fahrzeug Die Erfindung betrifft ein gepanzertes Fahrzeug mit mindestens einem vorderen und einem rückwärtigen Sitz für die Besatzung.
Bei den bekannten gepanzerten Fahrzeugen hat der Fahrer im allgemeinen seinen Sitz vorne im Fahrzeug. Er kann über Sehschlitze oder über ein Periskop einen beschränkten, vor dem Fahrzeug liegenden Raum übersehen. Der Fahrer kann dementsprechend irgendwelche überraschungsangriffe von hinten nicht selbst erkennen, noch kann er diesen ausweichen. In vielen Fällen, insbesondere bei Jagdpanzern, ist es erwünscht, dass sich das Fahrzeug nach durchgeführter Schussabgabe möglichst rasch vom Feind absetzen kann.
Bei den bisherigen Fahrzeugen musste erst ein Wendemanöver durchgeführt werden, da die Fahrtrichtung mit dem beschränkten Gesichtsfeld des Fahrers zusammenfallen muss. Beim Ausfall des Fahrers infolge Schusseinwirkung war es für die übrigen Besatzungsmitglieder nicht ohne weiteres möglich, das Fahrzeug sofort zu manövrieren und aus der Gefahrenzone herauszubringen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung soll nun ein gepanzertes Fahrzeug mit einer wesentlich besseren Manövrierfähigkeit vorgeschlagen werden.
Diese Aufgabe wurde dadurch gelöst, dass beide Sitze, d. h. sowohl der vordere als auch der rückwärtige Sitz als Fahrersitze ausgebildet und mit zugeordneten Betätigungsorganen für die Lenkung und für den Motor versehen sind.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind die Rückenlehnen der beiden Sitze einander zugewendet, d. h. die beiden Fahrer blicken in entgegengesetzte Richtungen. Zweckmässigerweise sind für die beiden Fahrer Periskope so vorgesehen, dass der vordere Fahrer den vor und der rückwärtige Fahrer den hinter dem Fahrzeug liegenden Bereich übersieht. Um tote Winkel weitgehend auszuschalten, sind zweckmässigerweise die Fahrersitze zu beiden Seiten der Fahrzeuglängsachse angeordnet. Der Motor ist mit Vorteil zwischen den beiden Fahrersitzen angeordnet.
Bei einem gemäss der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Fahrzeug manövriert also einer der beiden Fahrer bei der Vorwärts- und der andere der beiden Fahrer während der Rückwärtsfahrt. Wenn also das Fahzeug, z. B. nach einem Angriff auf einen grösseren und schwereren Panzer oder auf eine Festungsanlage, aus dem Bereich der Schuss- einwirkung gebracht werden soll, dann ist es nicht notwendig, das Fahrzeug zu wenden, wodurch kostbare Sekunden verlorengehen. Es genügt, wenn auf Rückwärtsfahrt umgeschaltet wird und der rückwärtige Fahrer die Steuerung übernimmt. Der freie Fahrer kann dann z.
B. Glas Geschütz betätigen, wodurch er die Verfolger abwehren kann. Wenn der rückwärtige Fahrer bei der normalen Vorwärtsfahrt eine Bedrohung von hinten bemerkt, kann er - ohne dass er erst die Bedrohung lange beschreiben müsste - sofort die Steuerung übernehmen, um entsprechend Ausweichmanöver durchzuführen. Bei Ausfall eines der beiden Fahrer oder bei Ausfall der ihm zugeordneten optischen Einrichtungen, z. B. durch einen Treffer in das Periskop, kann sofort der andere Fahrer die Steuerung des Fahrzeuges übernehmen, während ansonsten das Fahrzeug manövrierunfähig wäre.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform eines Panzerkampfwagens gemäss der Erfindung dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt des Panzerkampfwagens, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Panzerkampfwagen,
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Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 2.
Der dargestellte Panzerkampfwagen besitzt einen vorderen Sitz 1 für einen ersten Fahrer und rückwärtigen Sitz 2 für einen zweiten Fahrer. Die Rückenlehnen der beiden Sitze 1 und 2 sind, wie dies besonders aus Fig. 1 ersichtlich ist, einander zugekehrt, d. h. der vordere Fahrer blickt nach vorne, während der zweite Fahrer nach hinten blickt. Zwischen den beiden Sitzen 1, 2 ist der Motor 3 des Fahrzeuges mit Gebläse 4 und Kühler 5 und ein Kraftstoffbehälter 6 angeordnet. Die Lenkung des Fahrzeuges erfolgt über ein hinten angeordnetes Lenkgetriebe 7, welchem ein Schaltgetriebe 8, eine Kupplung 9 und ein Vorgelege 10 vorgeschaltet sind.
Das Vorgelege 10 wird von dem Motor 3 über eine Welle 11 angetrieben. Das Lenkgetriebe treibt Ketten 12, die über entsprechende Antriebsräder und Führungsrollen laufen.
Die beiden Sitze 1 und 2 sind, wie dies besonders aus Fig. 2 hervorgeht, gegeneinander versetzt, d. h. sie liegen zu beiden Seiten der Fahrzeuglängs- achse. Jedem der Sitze sind Pedale 13 und Lenkknüppel 14 zugeordnet, so dass jeder der Fahrer unabhängig von dem anderen das Fahrzeug steuern kann. Weiterhin sind Periskope 15 vorgesehen, durch welche der erste Fahrer einen Ausblick nach vorne und der zweite Fahrer einen Ausblick nach rückwärts hat. Der erste Fahrer ist zugleich Bedienungsmann für eine Kanone 16. Neben dem Fahrersitz befindet sich eine Munitionslagerung 17 und diesem gegenüberliegend ein ABC-Filter 18 und ein Funkgerät 19. Den Fahrersitzen 1 und 2 sind entsprechende Einstieglukendeckel 20 zugeordnet.
Die übrige Mannschaft kann über einen weiteren Einstieglukendeckel 21 ein- und aussteigen.
Das gepanzerte Fahrzeug gemäss der Erfindung besitzt dementsprechend bei bester Raumausnützung besonders gute Manövriereigenschaften.
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Armored vehicle The invention relates to an armored vehicle with at least one front and one rear seat for the crew.
In the known armored vehicles, the driver is generally seated in the front of the vehicle. He can overlook a limited space in front of the vehicle through slits or a periscope. Accordingly, the driver cannot identify any surprise attacks from behind himself, nor can he avoid them. In many cases, especially in the case of tank destroyers, it is desirable that the vehicle can move away from the enemy as quickly as possible after the shot has been fired.
With the previous vehicles, a turning maneuver first had to be carried out, as the direction of travel must coincide with the driver's limited field of vision. If the driver failed as a result of a gunshot, it was not immediately possible for the other crew members to maneuver the vehicle and bring it out of the danger zone.
According to the present invention, an armored vehicle with significantly better maneuverability is now to be proposed.
This object was achieved in that both seats, i.e. H. Both the front and the rear seat are designed as driver seats and are provided with associated actuators for the steering and for the engine.
According to a preferred embodiment, the backrests of the two seats face one another, i. H. the two drivers look in opposite directions. Expediently, periscopes are provided for the two drivers in such a way that the driver in front overlooks the area in front of the vehicle and the driver behind the area behind the vehicle. In order to largely eliminate blind spots, the driver's seats are expediently arranged on both sides of the vehicle's longitudinal axis. The engine is advantageously arranged between the two driver seats.
In a vehicle designed in accordance with the present invention, one of the two drivers maneuvers when driving forward and the other of the two drivers while reversing. So if the vehicle, e.g. B. after an attack on a larger and heavier tank or on a fortress, the area where the gunshot is to be removed, then it is not necessary to turn the vehicle, which means that precious seconds are lost. It is sufficient to switch to reverse and the driver in reverse takes control. The free driver can then z.
B. Operate glass gun, so he can fend off the pursuers. If the driver in reverse notices a threat from behind while driving normally forwards, he can - without having to describe the threat for a long time - immediately take control in order to carry out evasive maneuvers accordingly. If one of the two drivers fails or if the optical devices assigned to it fail, e.g. B. by a hit in the periscope, the other driver can immediately take control of the vehicle, while otherwise the vehicle would be unable to maneuver.
The accompanying drawing shows a preferred embodiment of an armored combat vehicle according to the invention.
1 shows a longitudinal section of the armored car, FIG. 2 shows a top view of the armored car,
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FIG. 3 shows a section along line III-III in FIG. 2, FIG. 4 shows a section along line IV-IV in FIG. 2.
The armored car shown has a front seat 1 for a first driver and a rear seat 2 for a second driver. The backrests of the two seats 1 and 2 are, as can be seen particularly in FIG. 1, facing one another, i. H. the front driver looks ahead while the second driver looks back. The engine 3 of the vehicle with fan 4 and radiator 5 and a fuel tank 6 are arranged between the two seats 1, 2. The vehicle is steered via a steering gear 7 arranged at the rear, which is preceded by a gearbox 8, a clutch 9 and a countershaft 10.
The countershaft 10 is driven by the motor 3 via a shaft 11. The steering gear drives chains 12, which run over corresponding drive wheels and guide rollers.
The two seats 1 and 2 are, as is particularly evident from FIG. 2, offset from one another, i. H. they lie on both sides of the vehicle's longitudinal axis. Pedals 13 and steering sticks 14 are assigned to each of the seats so that each of the drivers can control the vehicle independently of the other. Furthermore, periscopes 15 are provided through which the first driver has a view to the front and the second driver has a view to the rear. The first driver is also the operator for a cannon 16. Next to the driver's seat there is an ammunition storage 17 and, opposite this, an ABC filter 18 and a radio device 19. Corresponding access hatch covers 20 are assigned to the driver's seats 1 and 2.
The rest of the team can get on and off via a further entry hatch cover 21.
The armored vehicle according to the invention accordingly has particularly good maneuvering properties with the best use of space.