Verschluss an einer Stirnfläche einer Verpackung aus Papier
Die Erfindung betrifft einen Verschluss an einer Stirnfläche einer Verpackung aus Papier, der an seiner innerseite eine Klebemittelschicht trägt, die bei Anwendung von Druck und/oder Wärme wirksam wird und mittels der mindestens ein Teil des nach innen gefalteten Verpackungsmaterials unter Bildung eines sicheren Endverschlusses festgehalten wird.
Zur Herstellung eines reinen Klebeverschlusses ist es bekannt, die Enden einer Verpackung mit ihren das Bindemittel tragenden Flächen zusammenzuquetschen und so miteinander dauerhaft zu verbinden. Diese zusammengequetschten Enden stehen nun aber über die Seitenflächen des verpackten Artikels über und werden daher üblicherweise umgebogen, so dass sie gegen die betreffende Seitenfläche der Verpackung anliegen, an der sie dann nach Aufbringen weiteren Klebstoffes festgeklebt werden. Dieser Vorgang verteuert selbstverständlich die Verpakkung eines Gegenstandes und auch die hierzu verwendeten Vorrichtungen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Seitenverschluss einer beliebigen Verpackung so zu gestalten, dass die umgefalteten Ränder des Verpackungsmaterials auch ohne die Verwendung eines zusätzlichen Bindemittels an der Seitenfläche der Verpackung anliegen.
Diese Vereinfachung wird, ausgehend von der eingangs erwähnten Verschlussart, gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass mindestens an einer Stelle der einwärtsgeklappten bzw. -gefalteten Teile des über eine Stirnfläche überstehenden Verpackungsmaterials, an der zwei Lagen des Verpackungsmaterials mit ihren klebemittelbeschichteten Flächen gegeneinander anliegen, an einer dieser Lagen eine randoffene Aussparung vorgesehen ist, durch die die Klebemittelschicht der anderen Lage des Verpakkungsmaterials freigelegt wird und diese freigelegte Klebemittelschicht an ein anderes, an die Stirnfläche des zu verpackenden Gegenstandes herangeklapptes bzw. herangefaltetes Teil des Verpackungsmaterials herangeklappt ist, wodurch ein sicherer Klebe-Falz Verschluss erzielt wird.
In der Zeichnung sind in schematischer Weise zwei Ausführungsbeispiele einer Verpackung dargestellt. Es zeigen:
Die Fig. 1-4 in schaubidlicher Darstellung die Seitenansicht der Verpackung eines quaderförmigen Gegenstandes in vier aufeinanderfolgenden Verf ah- rensschritten, die Fig. 5-7 ebenfalls in schaubildlicher Darstellung die Seitenansicht einer anderen Verpackungsart in drei aufeinanderfolgenden Verfahrensschritten und
Fig. 8 eine Draufsicht auf die Seitenfläche der fertigen Verpackung.
Das Bindemittel kann ein Heisssiegel-Bindemittel sein, vorzugsweise wird aber ein solches verwendet, das nur mit einer Schicht desselben Bindemittels eine gute Haftung ergibt und nicht mit solchen Oberflächen, die überhaupt keine Bindemittelschicht tragen. Die beiden Bindemittelschichten, die gegeneinander anliegen, werden unter Aufwendung von Druck allein, ohne Erwärmung, fest miteinander verbunden.
Bei der Verpackung nach den Fig. 1-4 wird durch die beiden gegeneinander anliegenden, in der Längsrichtung der Verpackung sich erstreckenden Randstreifen 2 und 3 ein Lappen gebildet, der so umgebogen wird, dass er auf der oberen Breitseite der Verpackung aufliegt. Die gegeneinander anliegen den Flächen der beiden Randstreifen 2 und 3 werden mittels eines auf ihren aufgebrachten Bindernitteis zusammengehalten.
Die Kanten der einen Stirnfläche des zu verpakkenden Gegenstandes sind durch die strichpunktierte Linie 4 angedeutet. Über diese Kanten 4 steht das Verpackungsmaterial mit einem unteren Teil 5, einem oberen Teil 6 und zwei Seitenteilen 7 und 8 über.
An der Kante des unteren Teiles 5 sind an den beiden Seiten Aussparungen 9 und 10 vorgesehen, die sich bis zu einer gewissen Höhe, vorzugsweise in derselben Länge wie bei dem Teil 5, auf die Seitenteile 7 und 8 erstrecken.
Fig. 2 zeigt, wie die beiden Teile 5 und 6 um die Kanten 4 gebogen wurden, so dass sie gegen die Stirnfläche des zu verpackenden Gegenstandes anliegen, und mit den Teilflächen 11 und 12 gegeneinandergeklebt wurden. Dabei stehen die Enden 13 und 14 des senkrecht von der Stirnfläche des Gegenstandes abstehenden Lappens sowie die beiden in der Ebene der Stirnfläche liegenden Fälze 15 und 16 über die langen Schmalseiten des zu verpackenden Gegenstandes über.
Fig. 3 zeigt, wie der abstehende Lappen 11, 12 nach oben gegen die Stirnfiäche des zu verpackenden Gegenstandes gebogen wurde, so dass die mit Klebstoff beschichteten Flächen 17 und 18 des Rands streifens 11 unbedeckt nach aussen weisen. Schliesslich werden die seitlich überstehenden Teile längs den Biegekanten 19 nach innen gebogen, so dass die beiden Hälften der Flächen 17 und 18 aufeinander kleben, wodurch die über die Stirnfläche des zu verpackenden Gegenstandes überstehenden Teile des Verpackungsmaterials in gefaltetem Zustand gehalten werden, wie es die Fig. 4 zeigt.
Zu dieser Klebefaltung bedarf es somit nur des Klebemittels, das auf die Innenfläche des Verpak kungsmaterials aufgebracht ist.
Bei dem in den Fig. 5-8 dargestellten Ausführungsbeispiel ist, wie es die Fig. 5 zeigt, das Verpackungsmaterial um den zu verpackenden Gegenstand so herumgelegt bzw. gefaltet, dass ein gefalteter Längsrandstreifen mit der Kante 22 von dem anderen Randstreifen mit der Kante 21 überdeckt wird, wobei diese beiden Randstreifen mittels des auf ihre Innenflächen aufgebrachten Klebemittels zusammengehalten werden. An der Stirnfläche des zu verpackenden Gegenstandes, dessen Kanten durch die strichpunktierte Linie 4 angedeutet sind, steht das Verpackungsmaterial mit den Teilen 23, 24, 25 und 26 über.
Der obere Teil 23 besteht aus den beiden sich überlappenden Hälften 23a und 23b, wobei die Hälfte 23b längs der Linie 27 gefaltet ist. Die Kante 21 des überlappenden Längsrandstreifens greift dabei, mit der Klebeschicht nach unten, etwas über die Kante 22 über, so dass der gefaltete Randstreifen in dieser Lage festgehalten wird.
Der obere Randstreifen mit der Kante 21 weist an seiner Ecke eine Aussparung 28 auf, die eine mit einer Klebeschicht bedeckte, entsprechende Fläche 29 des Randstreifens mit der Kante 22 freilegt.
An dieser Ecke weist der Randstreifen mit der Kante 22 einen Vorsprung 30 auf, so dass für die Herstellung einer Klebeverbindung eine grössere Klebefläche als die durch die Aussparung 28 freigelegte Fläche zur Verfügung steht.
Fig. 6 zeigt, wie der obere Teil' 23 des Ver packungsmaterials um die Kante des zu verpackenden Gegenstandes nach unten gegen die Stirnfläche dieses Gegenstand'es anliegend gebogen wurde. Durch diese Abbiegung werden die Seitenteil 25 und 26 in bekannter Weise zu Dreiecken gefaltet. Werden diese Dreiecke, wie es Fig. 7 zeigt, gegen die Stirnfläche des zu verpackenden Gegenstandes angelegt, so entstehen an dem unteren Teil 24 an den beiden Seiten ebenfalls Dreiecke, mit einer doppelten Lage des Verpackungsmaterials. Dabei bleibt die mittlere, mit Klebstoff beschichtete Fläche 31 frei.
Wird diese nun ebenfalls gegen die Stirnfläche des zu verpackenden Gegenstandes herangeklappt, so trifft die Kiebeschicht 31 auf die Klebeschicht 29, wodurch alle über die Stirnfläche des zu verpackenden Gegenstandes überstehenden Teile des Verpak kungsmaterials in ihrer Faltung festgehalten werden, wie es die Fig. 8 zeigt.
Die Erfindung ist nicht auf die beiden dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So kann beispielsweise bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1-4 eine feste Verbindung des überstehenden Endes der in 3facher Schicht liegenden Randstreifen mit den an die Stirnseite herangeklappten Teilen bewirkt werden, wenn an einem der beiden sich überlappenden Randstreifen im Bereich des über die Stirnfläche überstehenden Endes eine Aussparung vorgesehen ist.
Closure on an end face of a packaging made of paper
The invention relates to a closure on an end face of a packaging made of paper, which has an adhesive layer on its inside, which becomes effective when pressure and / or heat are applied and by means of which at least part of the inwardly folded packaging material is held in place to form a secure end closure .
In order to produce a pure adhesive closure, it is known to squeeze the ends of a packaging with their surfaces carrying the binding agent and thus to connect them to one another permanently. However, these squeezed ends now protrude beyond the side surfaces of the packaged article and are therefore usually bent so that they rest against the relevant side surface of the packaging, to which they are then stuck after further adhesive has been applied. This process of course makes the packaging of an object and also the devices used for this more expensive.
The invention is therefore based on the object of designing a side closure of any packaging in such a way that the folded edges of the packaging material lie against the side surface of the packaging even without the use of an additional binding agent.
Based on the type of closure mentioned at the beginning, this simplification is achieved according to the invention in that at least one point of the inwardly folded or folded parts of the packaging material protruding beyond an end face, on which two layers of the packaging material rest against one another with their adhesive-coated surfaces one of these layers is provided with an open-edged recess through which the adhesive layer of the other layer of the packaging material is exposed and this exposed adhesive layer is folded against another part of the packaging material that is folded or folded against the end face of the object to be packaged, whereby a more secure adhesive Fold closure is achieved.
In the drawing, two exemplary embodiments of a package are shown schematically. Show it:
1-4 in a diagrammatic representation the side view of the packaging of a cuboid object in four successive process steps, FIGS. 5-7 likewise in a diagrammatic representation the side view of another type of packaging in three successive process steps and
8 is a plan view of the side surface of the finished package.
The binder can be a hot-seal binder, but it is preferred to use one which only gives good adhesion with a layer of the same binder and not with surfaces that do not have any binder layer at all. The two layers of binder, which lie against one another, are firmly bonded to one another with the application of pressure alone, without heating.
In the packaging according to FIGS. 1-4, a flap is formed by the two mutually adjacent edge strips 2 and 3 which extend in the longitudinal direction of the packaging and which is bent over so that it rests on the upper broad side of the packaging. The mutually abutting surfaces of the two edge strips 2 and 3 are held together by means of a binder applied to them.
The edges of the one end face of the object to be packaged are indicated by the dot-dash line 4. The packaging material projects over these edges 4 with a lower part 5, an upper part 6 and two side parts 7 and 8.
At the edge of the lower part 5, recesses 9 and 10 are provided on both sides, which extend to the side parts 7 and 8 up to a certain height, preferably the same length as in the case of part 5.
Fig. 2 shows how the two parts 5 and 6 were bent around the edges 4 so that they rest against the end face of the object to be packaged, and were glued together with the partial surfaces 11 and 12. The ends 13 and 14 of the tab protruding perpendicularly from the end face of the object and the two folds 15 and 16 lying in the plane of the end face project over the long narrow sides of the object to be packaged.
3 shows how the protruding flap 11, 12 was bent upwards against the end face of the object to be packaged, so that the adhesive-coated surfaces 17 and 18 of the edge strip 11 point outwardly uncovered. Finally, the laterally protruding parts are bent inwards along the bending edges 19 so that the two halves of the surfaces 17 and 18 stick to one another, whereby the parts of the packaging material protruding over the end face of the object to be packaged are kept in the folded state, as shown in FIG 4 shows.
For this glue fold, only the adhesive that is applied to the inner surface of the packaging material is required.
In the embodiment shown in FIGS. 5-8, as FIG. 5 shows, the packaging material is laid around or folded around the object to be packaged in such a way that a folded longitudinal edge strip with the edge 22 is separated from the other edge strip with the edge 21 is covered, these two edge strips being held together by means of the adhesive applied to their inner surfaces. The packaging material with the parts 23, 24, 25 and 26 protrudes from the end face of the object to be packaged, the edges of which are indicated by the dash-dotted line 4.
The upper part 23 consists of the two overlapping halves 23a and 23b, the half 23b being folded along the line 27. The edge 21 of the overlapping longitudinal edge strip engages, with the adhesive layer facing downward, slightly over the edge 22, so that the folded edge strip is held in this position.
The upper edge strip with the edge 21 has a recess 28 at its corner which exposes a corresponding surface 29 of the edge strip with the edge 22 that is covered with an adhesive layer.
At this corner, the edge strip has a projection 30 with the edge 22, so that a larger adhesive area than the area exposed by the recess 28 is available for the production of an adhesive connection.
Fig. 6 shows how the upper part '23 of the packaging material was bent around the edge of the object to be packaged down against the end face of this object. As a result of this bend, the side parts 25 and 26 are folded into triangles in a known manner. If these triangles, as shown in FIG. 7, are placed against the end face of the object to be packaged, triangles with a double layer of the packaging material also arise on the lower part 24 on both sides. The middle area 31 coated with adhesive remains free.
If this is now also folded up against the end face of the object to be packaged, the adhesive layer 31 meets the adhesive layer 29, whereby all parts of the packaging material protruding over the end face of the object to be packaged are held in their fold, as FIG. 8 shows .
The invention is not limited to the two exemplary embodiments shown. For example, in the embodiment according to FIGS. 1-4, a firm connection of the protruding end of the triple-layer edge strips with the parts folded onto the end face can be effected when one of the two overlapping edge strips in the area of the protruding over the end face A recess is provided at the end.