CH386087A - Mehrscheibenglas - Google Patents
MehrscheibenglasInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E06—DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
- E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
- E06B3/00—Window sashes, door leaves, or like elements for closing wall or like openings; Layout of fixed or moving closures, e.g. windows in wall or like openings; Features of rigidly-mounted outer frames relating to the mounting of wing frames
- E06B3/66—Units comprising two or more parallel glass or like panes permanently secured together
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- E06B3/6715—Units comprising two or more parallel glass or like panes permanently secured together characterised by additional arrangements or devices for heat or sound insulation or for controlled passage of light specially adapted for increased thermal insulation or for controlled passage of light
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Description
Dipl: Ing. Alfred Hettich, Esslingen/Neckar (Deutschland), ist als Erfinder genannt worden Die Erfindung betrifft ein wärme- und schall isolierendes, durchscheinendes oder durchsichtiges Mehrscheibenglas.
Es sind Mehrscheibengläser mit wärmedämmen den, lichtverteilenden und lichtzerstreuenden Zwi schenlagen bekanntgeworden, bei den Fasern, Glas gespinst, Folien oder ähnliche Produkte verwendet werden. So ist z. B. bekanntgeworden, dass in Leim oder in sonstige Träger und in Bindemittel Glas- fadenstückchen eingebracht wurden, die nach Ver flüchtigung des Bindemittels auf den Scheiben fest haften.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Zwi schenlagen aus Polyesterharz oder aus thermoplasti schem Material anzuwenden, um eine Lichtverteilung bzw. -streuung und eine gute Wärmeisolierung zu erreichen.
Das erfindungsgemässe Mehrscheibenglas zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens ein Teil der Zwischenräume der im Abstand voneinander an geordneten Glasscheiben Schaumstoff enthält und mit einer Randabdichtung versehen ist. Durch die Randabdichtung wird in Fällen, in denen die Wider standsfähigkeit des Schaumstoffes gegen die um gebenden Atmosphärilien und Industrieabgase un genügend ist, eine hermetische Abdichtung erzielt. Wenn mehr als zwei Scheiben verwendet werden, kann nur ein Teil der Zwischenräume mit Schaum stoff ausgefüllt sein.
Um dem Mehrscheibenglas z. B. Steifigkeit zu verleihen und eine splittersichere Wirkung zu er reichen, besteht die Möglichkeit, den Schaumstoff haftend mit den Glasscheiben zu verbinden. Diese Verbindung kann beispielsweise so ausgeführt wer den, dass der Schaumstoff nur einseitig haftend oder aber an beiden Seiten haftend mit den Glasscheiben verbunden ist. Der Schaumstoff kann eine ver- schiedenartige Struktur aufweisen. Als Strukturform kann Kugelschaum, Polyederschaum, Wabenschaum usw. in Frage kommen. Der Schaumstoff kann ferner mit weiteren Hohlräumen versehen sein.
Man kann die Schaumstoffe mit offenen oder in sich geschlossenen Hohlräumen versehen, die in ihrer Grösse variabel sind.
Als Schaumstoffe werden beispielsweise solche aus Polyurethan bzw. Polyisocyanate, die unter dem Namen Moltopren bekannt sind, oder Styropor (reg. Marke) verwendet.
Zum Einbringen der Schaumstoffe können Misch einrichtungen und Spritzdüsen verwendet werden, die das Einführen des Schaumstoffes zwischen die Glasscheiben erleichtern.
Es besteht ferner die Möglichkeit, den Schaum stoff getrennt herzustellen, beispielsweise in grösseren Blöcken, und diesen dann mit geeigneten Trenn maschinen (Band- oder Drahtschneidemaschinen) zu dünnen Scheiben zu zerteilen, und letztere dann in der für den einzelnen Zweck geeigneten Stärke bzw. Dicke zwischen zwei Lagen der Verglasung ein zubringen. Bei Kunststoffen, bei denen eine Her stellungsmöglichkeit besteht, die von vornherein sehr dünne Platten ergibt, braucht der Umweg über geschäumte Blöcke nicht gegangen zu werden.
Die Elastizität der Schaumstoffzwischenschichten kann zur Festhaltung der erfindungsgemässen Mehr scheibengläser in einem den Rand der Glasscheiben umfassenden Rahmen ausgenützt werden, wobei die Glasscheiben infolge des Gegendruckes der zwischen ihnen zusammengepressten Schaumstoffschicht gegen die inneren Schenkel des Rahmens gedrückt werden. Zwischen Rahmen und Glasscheiben kann man zweckmässigerweise ein Dichtungsband einfügen.
Es ist bekannt, die Bläschengrösse bei Schaum stoffschichten durch Auswahl der Treibmittel und des Materials fertigungsmässig zu variieren. Die Erfindung ermöglicht, den Lichtstreuungs- bzw. Reflexionsgrad bei den Mehrscheibengläsern jederzeit veränderlich zu gestalten, also der jeweiligen Licht einstrahlung anzupassen. Das kann durch Verände rung der Bläschengrösse bzw. -form mittels Zug- oder Druckanwendung erreicht werden.
Die Zug- und Druckkräfte kann man mechanisch erzeugen; bei elastisch in den Rahmen eingepressten Mehr scheibengläsern können sich die Schaumstoffbläschen bei Wärmeeinwirkung selbsttätig ausdehnen. Es ist auch denkbar, dass man einen zwischen der Schaum stoffschicht und den Glasscheiben belassenen Zwi schenraum mit Vorrichtungen verbindet, durch welche ein pneumatischer oder hydraulischer Druck auf die Schaumstoffschicht ausgeübt wird.
Die Änderung des Lichtstreuungs- bzw. Reflexionsgrades kann man auch damit erreichen, dass man den Schaumstoff so ausbildet, dass er unter Strahlungseinwirkung (Wärme-, Licht- oder Kor puskularstrahlen) seine Transmission undloder Re flexion und/oder Absorption und(oder Farbe rever sibel ändert.
Eine ähnliche Wirkung erzielt man beispielsweise auch, wenn zwischen den Glasscheiben und dem Schaumstoff ein Hohlraum vorgesehen ist, der eine Flüssigkeit enthält, die einen andern Lichtbrechungs- index als der Schaumstoff aufweist oder gefärbt ist.
Weiterhin kann der gegebenenfalls als nicht er härteter Schaum eingebrachte Schaumstoff elastisch verformbar sein, so dass Bewegungen der benach barten Scheiben oder Schichten sowohl gegeneinander als auch parallel zueinander ermöglicht werden. Dies hat zur Folge, dass sich Wärmedehnungen spannungs frei auswirken können, was für solche Glasabschlüsse von Bedeutung ist, die erheblichen Temperatur differenzen zwischen beiden Seiten des Mehrscheiben glases ausgesetzt sind, oder falls die beiden Deck scheiben des Schaumstoffes aus Materialien mit ver schiedener Wärmedehnung bestehen.
Das erfindungs gemässe Mehrscheibenglas kann den Vorteil aufwei sen, dass es sich in einen Rahmen durch die elastische Verformbarkeit des sich im Zwischenraum befindli chen Schaumstoffes federnd einfügen lässt, d. h. sich selbstspannend bzw. dichtend an den Rahmen an legen kann, so dass durch ein Dichtungsband eine gute Abdichtung erzielt werden kann, was besonders bei Verglasungen von Bedeutung ist, die starken Erschütterungen oder Vibrationen ausgesetzt sind. Zudem ist es möglich, beim Auswechseln derartiger Scheiben das nachgiebige Zusammenfedern derselben auszunützen und eine leichte Auswechselbarkeit zu erzielen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Wärme- und schallisolierendes, durchscheinendes oder durchsichtiges Mehrscheibenglas, dadurch ge- kennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Zwischen räume der im Abstand voneinander angeordneten Glasscheiben Schaumstoff enthält und mit einer Randabdichtung versehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Mehrscheibenglas nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff aus Schaumkunststoff oder Schaumglas besteht. 2. Mehrscheibenglas nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Scheiben aus anorga nischem oder organischem Glas bestehen.3. Mehrscheibenglas nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei Anordnung von mehr als zwei Scheiben nur ein Teil der Zwischenräume ausgefüllt ist. 4. Mehrscheibenglas nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff mit mindestens einer Scheibe haftend verbunden ist. 5. Mehrscheibenglas nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff geschlos sene Hohlräume aufweist. 6. Mehrscheibenglas nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum ferner eine Flüssigkeit enthält, die einen anderen Brechungs index als der Schaumstoff aufweist oder gefärbt ist.7. Mehrscheibenglas nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff unter Strahlungseinwirkung, z. B. Wärme-, Licht- oder Korpuskularstrahlen, seine Transmission und/oder Reflexion undjoder Absorption undioder Farbe rever sibel ändert. B. Mehrscheibenglas nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff zwischen den Scheiben zusammengepresst ist und letztere von innen gegen die Schenkel eines die beiden Scheiben am Rand umfassenden U-förmigen Rahmens an gedrückt sind.9. Mehrscheibenglas nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass zwischen der Scheibe und dem Rahmen ein Dichtungsband eingefügt ist. 10. Mehrscheibenglas nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Grösse der Hohlräume des Schaumstoffes durch Zug- oder Druckanwendung veränderbar ist. 11. Mehrscheibenglas nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zug- und Druck kräfte mechanisch erzeugbar sind. 12. Mehrscheibenglas nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zug- und Druck kräfte durch eine pneumatische oder hydraulische Vorrichtung erzeugbar sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEE0013859 | 1957-03-22 |
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ID=7068678
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| CH5692358A CH386087A (de) | 1957-03-22 | 1958-03-10 | Mehrscheibenglas |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH386087A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0175965A1 (de) * | 1984-09-06 | 1986-04-02 | VEGLA Vereinigte Glaswerke GmbH | Lichtstreuende Isolierglasscheibe |
| DE4042265A1 (de) * | 1990-12-31 | 1992-07-02 | Eberspaecher J | Lichtdurchlaessiges dachelement |
-
1958
- 1958-03-10 CH CH5692358A patent/CH386087A/de unknown
Cited By (3)
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| EP0175965A1 (de) * | 1984-09-06 | 1986-04-02 | VEGLA Vereinigte Glaswerke GmbH | Lichtstreuende Isolierglasscheibe |
| US4684571A (en) * | 1984-09-06 | 1987-08-04 | Vegla Vereinigte Glaswerke Gmbh | Light diffusing insulating glass element |
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