Verfahren und Einrichtung zum Kopieren von Farbbildern Es sind bereits Verfahren und Einrichtungen zum Kopieren von Farbbildern unter Verwendung von annähernd weissem Kopierlicht und von additiven, wechselweise in den Kopierlichtstrahlengang einfuhr baren Farbfiltern bekannt.
Es ist auch ein Farbkopiergerät bekannt, bei welchem ebenfalls weisses Kopierlicht und additive Farbfilter benutzt werden. Der gesamte Farbkopier- vorgang läuft hierbei in Form von drei aufeinander folgenden Teilbelichtungen unter Verwendung je eines der drei additiven Farbfilter ab. Während einer jeden der drei Teilbelichtungen ist ein Farbfilter in den Kopierlichtstrahlengang eingeschaltet, so dass der gesamte Farb-Kopiervorgang verhältnismässig lang wierig ist.
Es wurde deshalb auch schon vorgeschlagen, an stelle einer weissen Kopierlichtquelle drei Kopier lampen zu benutzen, die Licht je einer der drei additiven Grundfarben emittieren und bei -Beginn des Farbkopiervorganges gleichzeitig eingeschaltet werden. Die Verwendung dreier Kopierlampen und der hierzu erforderlichen Mittel zur Lichtstrahlen- überlagerung ist jedoch mit verhältnismässig hohen Kosten verbunden.
Ferner wurde schon vorgeschlagen, bei Farb- kopiergeräten subtraktive Farbfilter zu benutzen und diese erst dann in den Kopierlichtstrahlengang ein zuschalten, wenn eine vorbestimmte Lichtmenge der jeweils komplementären Farbe auf das Kopiermaterial aufgetroffen ist. Subtraktive Farbfilter sind jedoch verhältnismässig kompliziert und teuer in der Her stellung, insbesondere dann, wenn die Lichtdurch lässigkeit dieser Filter auf die jeweils subtraktive Grundfarbe beschränkt bleiben soll.
Ist die Licht durchlässigkeit der subtraktiven Filter nicht auf eine subtraktive Grundfarbe beschränkt, so ergeben sich bei der Benützung dieser Farbfilter in Farb- kopiergeräten häufig Farbverfälschungen in den an gefertigten Farbkopien.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nach teile und betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Kopieren von Farbbildern unter Verwendung von annähernd weissem Kopierlicht und von additiven, wechselweise in den Kopierlichtstrahlengang cinführ- baren Farbfiltern.
Das erfindungsgemässe -Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass beim Farbkopiervor- gang einer ersten, ohne Verwendung der vorgenannten Farbfilter erfolgenden Teilbelichtung des Kopier materials zeitlich nacheinander stattfindende Nach belichtungen mit jeweils einem in den Kopierlicht- strahlengang eingeschalteten additiven Farbfilter fol gen.
Die Einrichtung zur Ausübung dieses Ver fahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass wechsel weise verwendbare Farbfilter verschiedener addi tiver Grundfarben und photoelektrische Schalt vorrichtungen vorgesehen sind, von denen jede für Licht einer der Grundfarben empfindlich ist, und dass die für Licht je einer Grundfarbe empfindlichen photoelektrischen Schaltvorrichtungen jeweils ein Farbfilter einer anderen Grundfarbe steuern.
Besonders zweckmässig ist es, die Einwirkung des Kopierlichtes getrennt nach den einzelnen Grund farben photoelektrisch zu steuern. Vorteilhafterweise wird die filterlose Teilbelichtung des Kopiermaterials unterbrochen, wenn eine vorbestimmte Lichtmenge einer der additiven Grundfarben auf das Kopier material aufgetroffen ist.
Danach werden additive Filter so lange in den Kopierlichtstrahlengang ein geschaltet, bis während der filterlosen Teilbelich tung und der jeweiligen Nachbelichtung eine vor bestimmte Kopierlichtmenge der zugehörigen Grund- farbe auf das Kopiermaterial aufgetroffen ist. Sind drei additive Farbfilter vorgesehen, so werden wäh rend eines Farbkopiervorganges nach der filter losen Belichtung des Kopiermaterials zweckmässig jeweils zwei dieser Filter in den Kopierlichtstrahlen gang eingeschaltet.
Die Ein- und Ausschaltung der Farbfilter kann automatisch erfolgen. Die Erfindung ermöglicht es, die- Belichtung des Farbkopiermaterials durch Licht aller Grundfarben gleichzeitig zu beginnen, so dass die Dauer des ge samten Farbkopiervorganges entsprechend kurz aus fällt, und die erfindungsgemässe Einrichtung somit eine verhältnismässig hohe Arbeitsgeschwindigkeit auf weist.
Trotzdem ist nur eine einzige, Licht aller Spektralbereiche emittierende Kopierlichtquelle er- forderlich. < Die benutzten additiven Filter sind sehr leicht herstellbar und hinsichtlich ihrer Lichtdurch lässigkeit streng auf eine spezielle additive Grund farbe beschränkt, so dass mit der Einrichtung sehr gute Farbkopien ohne Farbverfälschungen herstell- bar sind.
Ausserdem hat die erfindungsgemässe Einrichtung den Vorteil eines verhältnismässig einfachen Aufbaues und einer. grossen Betriebssicherheit.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ist nach stehend anhand der Zeichnung, die eine Ausführungs form der erfindungsgemässen Einrichtung darstellt, beispielsweise näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Ansicht, teilweise im Schnitt.
Die Fig. 2 und 3 zeigen in der gleichen Darstel lung je eine unterschiedliche Betriebsstellung der beweglichen Teile.
Fig. 4 zeigt das :elektrische Schaltbild.
Fig. 5 zeigt eine Variante der Photozellenanord- nung.
Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Einrichtung in Form eines photographischen Vergrösserungsgerätes weist eine - übliche Beleuchtungsvorrichtung auf, die eine Lichtquelle 1 und einen Doppelkondensator 2, 3 umfasst. Die Lichtquelle 1 emittiert Licht aller drei additiven Grundfarben. Im Lichtstrahlenganghinter der Linse 3 befinden sich der Reihe nach ein die Kopiervorlage aufnehmender Negativhalter 5 und ein Objektiv 6.
Durch dieses wird die Kopiervorlage 4 auf der Kopierfläche 7 abgebildet. Die Kopierfläche 7 bildet die ebene Oberseite einer lichtdurchlässigen Platte 8, welche .die Decke eines Kopierrahmens 9 bildet, der als flaches Gehäuse ausgebildet ist. Dieses enthält einen Reflektor 10, welcher das Kopierlicht, welches durch das auf die Platte B aufgelegte Ko pierpapier und durch die Platte 8- hindurchgeht, zu den seitlich angeordneten, vorzugsweise als Sekundär elektronenvervieliacher ausgebildeten Photozellen 11, -12, 13 weiterleitet.
Der Photozelle 11 ist ein Blaufilter 14 vorge- schaltet. Analog ist der Photozelle 12 ein Grünfilter 15 und der Photozelle 13 ein Rotfilter 16 vor geschaltet.
Somit ist die Photozelle 11 nür für blaues Licht, die Photozelle 12 nur für grünes Licht und die Photozelle 13 nur für rotes Licht empfindlich. Zwischen den Linsen des Doppelkondensors 2, 3 sind additive Farbfilter 17, 18, 19 verstellbar an geordnet, von denen das Farbfilter 17 grün, da Farb- filter 18 rot und das Farbfilter 19 blau ist.
Jedes dieser Filter steht unter dem Einfluss einer Zugfeder 20, 21, 22, welche einenends an einem gerätefesten Teil verankert sind und die Tendenz haben, das jeweils zugehörige Farbfilter aus dem Kopierlicht strahlengang herauszuziehen. In Fig. 1 sind alle drei Farbfilter in dieser herausgezogenen Lage dargestellt.
Jedem der Farbfilter 17, 18, 19 ist ein Solenoid 23, 24, 25 zugeordnet, dessen Anker 26 bzw. 27 bzw. 28 an der Fassung des betreffenden Filters 17 bzw. 18 bzw. 19 angreift. Bei Erregung eines der Solenoide wird .das jeweils zugehörige Farbfilter in den Kopier lichtstrahlengang hineingezogen, wie dies in den Fig. 2 und 3 für das Filter 17 bzw. 18 der Fall ist. Anstelle der Solenoide 23, 24, 25 können auch Elektromagnete anderer Bauart, Servomotoren oder dergleichen als Filterantriebsvorrichtungen benutzt werden.
Jede der drei Photozellen 11, 12, 13 ist einer gesonderten Belichtungsregelvorrichtung zugeordnet. Wie weiter unten noch näher erläutert wird, steuert die Belichtungsregelvorrichtung mit der blauemp findlichen Photozelle 11 über das Solenoid 23 das Grünfilter 17.
Die Belichtungsregelvorrichtung mit der grünempfindlichen Photozelle 12 steuert über das Solenoid 24 das Rotfilter 18 und die Belichtungs- regelvorrichtung mit der rotempfindlichen Photo zelle 13 steuert über das Solenoid 25 das Blau filter 19. Den Messkreisen für die additiven Farb komponenten des Kopierlichtes sind also additive Farbfilter in zyklischer Vertauschung zugeordnet.
Zwischen den Kondensorlinsen 2, 3 ist ferner ein Jalousieverschluss 29 an sich bekannter Bauart angeordnet, dessen drehbar gelagerte Klappen durch den Anker 31 eines mit zwei Wicklungen versehenen, doppelseitig wirkenden Elektromagneten 30 gemein sam steuerbar sind.
Die Belichtungsregelvorrichtungen und die ihr zugeordneten Einrichtungen für die Steuerung der entsprechenden Farbfilter sowie die Steuervorrich tungen für die Kopierlampe 1 und das Verschluss- solenoid 30 sind in Fig. 1 nur schematisch durch das Rechteck 32 angedeutet und anhand des Schalt schemas gemäss Fig. 4 näher erläutert.
Wie aus Fig. 4 hervorgeht, ist an die Stromzufuhr leitungen 33, 34 eines Wechselstromnetzes die Primär spule eines Transformators 35 angeschlossen, dessen Sekundärwicklung unter einer Wechselstromspannung von etwa 300 Volt steht.
Der Strom wird durch den Vierweggleichrichter 36 gleichgerichtet und da nach durch Siebkettenglieder 37, 38, 39 geglättet. Ein Spannungsteiler 40, 41, 42 ist so ausgebildet, dass in bezeig auf den geerdeten Abgriff 43 der am einen Ende angeschlossene Leiter 44 eine Gleichspannung von etwa -I- 200 Volt und der am anderen Ende angeschlossene Leiter 45 eine Gleichspannung von etwa -100 Volt führt.
An diese Leiter 44, 45 sind drei photoelektrische Belichtungsregelvorrichtungen 46, 47, 48 jeweils par allel zueinander angeschlossen. Sie umfassen je eine vorzugsweise als Thyratron ausgebildete Schaltröhre 49, 50, 51, in deren Anodenstromkreis je ein Schalt relais 52, 53, 54 angeordnet ist.
Zwischen dem Gitter der jeweiligen Schaltröhre und dem Leiter 44 liegt die zugeordnete Photozelle 11, 12, 13, während zwischen dem Gitter der jeweiligen Röhre und den Abgriffen 55, 56, 57 von Potentiometern 58, 59, 60, welche zwischen Kathode und dem negative Vorspannüng führenden Leiter 45 liegen, Zeitkreiskondensatoren 61, 62, 63 angeordnet sind. Parallel zu den Zeitkreis kondensatoren liegen Schalter 52a,<I>53a, 54a,</I> welche von Schaltrelais 52, 53, 54 der zugeordneten Regelvorrich tungen gesteuert werden.
Wie weiter unten noch näher erläutert wird, unterbrechen die Regelvorrichtungen 46, 47, 48 Teilbelichtungen des Kopiermaterials, wenn vorbestimmte, durch die Empfindlichkeit der Regelvorrichtungen definierte Teillichtmengen ent sprechender Grundfarben auf die jeweilige Photo zelle 11, 12, 13 aufgetroffen sind.
Die Potentiometer 55, 56, 57 können zur Farb- eichung oder Farbkorrektur dienen, während ein allen Regelvorrichtungen gemeinsamer, verstellbarer Vorschaltwiderstand 64 zur Dichteeichung oder Dichtekorrektur benutzt werden kann. Anstatt der Potentiometer 58, 59, 60 und des Widerstandes 64 können auch mehrere Potentiometer bzw. verstellbare Widerstände vorgesehen sein.
An das Wechselstromnetz 33, 34 ist ein weiterer Transformator 65 angeschlossen, dessen Sekundär wicklung eine Spannung von etwa 60 Volt aufweist. Diese wird nach Gleichrichtung durch einen Vierweg gleichrichter 66 und nach Glättung durch Siebketten glieder 67, 68, 69 an Leiter 70, 71 herangeführt, zwischen denen die Solenoide 23, 24, 25, welche zur Steuerung der Farbfilter 17, 18, 19 dienen, par allel zueinander angeordnet sind.
Zwischen den Leitern 70, 71 ist ferner der dop pelseitig wirkende Elektromagnet 30 des Jalousiever- schlusses 29 angeordnet, in dessen Stromkreis ein Aussuchlichtschalter 72 liegt.
Ferner sind zwischen den Leitern 70, 71 ein Relais 73 und ein Relais 74 mit einem Auslöse schalter 75 und einem Kondensator 76 parallel zu einander angeordnet. Der Kondensator 76 ist mittels des Auslöseschalters 75 an einen Widerstand 77 an schaltbar.
Das Auslöserelais 74 steuert Schalter 74a; 74b, 74c im Stromkreis der photoelektrischen Schaltvorrichtungen 46, 47, 48 Das Schaltrelais 52 der Belichtungsregelvorrich- tung 46 steuert ausser dem bereits erwähnten Schal ter 52a noch einen Schalter 52b im Stromkreis des Relais 73, ferner einen Schalter 52c im Stromkreis des Magneten 23 und einen Schalter 52d im Strom kreis des Solenoids 25.
In analoger Weise steuert das Relais 53 der Belichtungsregelvorrichtung 47 ausser dem Schalter 53a einen Schalter 53b im Stromkreis des Relais 73, ferner einen Schalter 53c im Strom- kreis des Solenoids 24 und einen Schalter 53d im Stromkreis des Solenoids 23. Ähnlich steuert das Relais 54 der Belichtungsregelvorrichtung 48 ausser dem Schalter 54a einen Schalter 54b im Stromkreis des Relais 73, ferner einen Schalter 54c im Strom kreis des Solenoids 25 und einen Schalter 54d im Stromkreis des Solenoids 24.
Die Schalter 52b,<I>53b,</I> 54b liegen in 'Serie. Ebenso sind die Schalter 52c, 53d, die Schalter 53c, 54d und die Schalter 54c, 52d unter sich jeweils hintereinander geschaltet.
Das Relais 73 steuert einen Schalter 73a im Stromkreis des Verschlussmagneten 30 und einen Schalter 73b im .Stromkreis der Kopierlampe 1, die unmittelbar an das Wechselstromnetz 33, 34 an geschlossen ist. Durch den Schalter 73b ist wahlweise eine Selbstinduktionsspule 78 in den Stromkreis der Kopierlampe 1 einschaltbar. Die Spule 78 dient zur Herabsetzung des Stromflusses durch die Lampe 1 bei deren Benutzung als Aussuchlichtquelle.
Im Zustand der Betriebsbereitschaft der Kopier einrichtung nehmen die Farbfilter 17, 18, 19 und der Jalousieverschluss 29 die aus Fig. 1 ersichtliche Lage ein, während die Schalter der elektrischen Schaltvor richtungen die aus Fig.4 ersichtliche Stellung ein nehmen. Hierbei fliesst durch die Schaltröhren 49, 50, 51 Strom, so dass die Relais 52, 53, 54 erregt sind und die Kopierlampe 1 eingeschaltet ist. Da jedoch der Magnet 30 über eine Anschlussleitung 79 Strom erhält und hierbei der Verschluss 29 ge schlossen ist, kommt kein Licht bis zur Negativebene des Gerätes. Das Relais 73 ist erregt.
Soll. nach dem Einlegen der Kopiervorlage 4 in den Halter 5 Aussuchlicht eingeschaltet werden, so wird der Schalter 72 umgelegt, wobei der Magnet 30 über eine Anschlussleitung 80 erregt und der Ver schluss 29 geöffnet wird. Bei -Zurückstellen des Aus- suchhchtschalters 72 in die Ausgangslage wird- der Magnet 30 wieder über die Leitung 79 erregt und der Verschluss 29 wieder geschlossen.
Nach Auflegen des Kopierpapiers auf die Plätte 8 des Kopierrahmens 9 wird der Auslöseschalter 75 kurzzeitig umgelegt, wobei das Relais 74 während der Aufladung des Kondensators<B>7</B>6 einen kurzen Strom stoss erhält und die Schalter<I>74a; 74b, 74c</I> kurzzeitig öffnet. Hierbei werden die Schaltröhren 49;
50, 51 gelöscht und die Relais 52, 53, 54 stromlos. Sie bleiben auch nach dem Zurückfallen der Schalter 74a, 74b, 74c in die Ausgangslage stromlos, nachdem die Gitter der Röhren 49, 50, 51 in bezug auf ihre Kathoden negative Spannung aufweisen.
Die Schalter 52b, 53b, 54b werden beim vor genannten Stromloswerden der Relais<B>52,</B> 53, 54 ge öffnet, wodurch das Relais 73 stromlos wird und die Schalter 73a, 73b umgelegt werden. Hierbei wird an die Kopierlichtquelle 1 die- volle Spannung an gelegt und der Magnet 30 über die Leitung 80 er regt, wodurch der Verschluss 29 geöffnet wird und die Belichtung des Kopiermaterials beginnt. Nachdem keines der Filter 17, 18, 19 in den Kopierlichtstrah- lengang eingebracht ist,
erhält das Kopiermaterial Licht aller drei additiven Grundfarben Blau, Grün und Rot.
Ausserdem werden. beim vorgenannten Stromlos werden der Relais 52, 53, 54 die Schalter 52a, 53a; 54a geöffnet und die Zeitkreiskondensatoren 61, 62, 63 unter dem Einfluss der den jeweiligen Beleuch tungsstärken entsprechenden Photoströme der Photo zellen 11, 12, 13 aufgeladen. Dieser Ladevorgang be ginnt für alle drei Kondensatoren gleichzeitig. Ferner werden beim vorgenannten Stromloswerden der Relais 52, 53, 54 die Schalter 52c; 53c, 54c geöffnet und die Schalter 52d, 53d, 54d geschlossen.
Es sei angenommen, dass-die Kopiervorlage eine derartige Farbzusammensetzung hat, däss . sie für blaues Licht am meisten durchlässig ist und der Kon densator 61 der Belichtungsregelvorrichtung 46 vor den Kondenslatoren 62, 63 der Belichtungsregelvor- richtungen 47, 48 das für die Zündung der zugeord neten Schaltröhre erforderliche Potential erreicht.
Sobald dieses Potential erreicht und somit eine vor bestimmte Menge blauen Kopierlichtes auf das Ko- piermaterial aufgetroffen ist, zündet die Röhre 49 und erregt hierbei das Relais 52, wodurch die Schalter <I>52a, 52b,</I> 52c geschlossen und der Schalter 52d ge öffnet wird. Hierbei erhält das Solenoid 23 Strom, so dass das Grünfilter 17 in den Kopierlichtstrahlengang eingebracht wird (Fig. 2).
Die Belichtung des Kopier materials -wird nunmehr unter dem Grünfilter fort gesetzt, während durch die Einschaltung des Grün- filters die Blaubelichtung des Kopiermaterials abge schlossen und die Rotbelichtung des Kopiermaterials vorübergehend unterbrochen ist. Auch bei geschlos senem Schalter 52a hält der Stromfluss durch das Thyratron 49 an.
Sobald die während der ersten filterlosen Belich tung und während der Nachbelichtung unter dem grü nen Filter auf das Kopiermaterial auftreffende Menge an grünem Kopierlicht den durch die Einstellung des Potentiometerabgriffes 56 vorbestimmten Wert und demzufolge der Zeitkreiskondensator 62 der Be- lichtungsregelvorrichtung 47 die vorgeschriebene Zündspannung erreicht haben, zündet die Röhre 50 und setzt das Relais 53 unter Strom.
Hierdurch wer den die Schalter 53a; 53b, 53c geschlossen und der Schalter 53d geöffnet, was zur Folge hat, dass das Sölenoid 23 stromlos und das Solenoid 24 erregt wird. Es wird deshalb das Grünfilter 17 aus dem Kopierlichtstrahlerigang wieder entfernt und das Rotfilter 18 in den Strahlengang eingeschaltet. Die Belichtung des Kopiermaterials -wird deshalb mit rotem Licht fortgesetzt,
wobei der Stromfluss durch das Thyratron 50 fortdauert.
Sobald auch der Kondensator 63 der die Rot belichtung steuernden Regelvorrichtung 48 auf eine vorbestimmte Spannung aufgeladen ist und somit die während der ersten filterlosen Belichtung und während der zweiten Nachbelichtung auf das Kopiermaterial aufgetroffene Menge roten Kopierlichtes einen vor- bestimmten Wert erreicht hat, zündet auch noch die Röhre 51. Das Relais- 54 spricht an, schliesst die Schalter 54a, 54b, 54c und öffnet den Schalter 54d.
Hierdurch wird das Relais 73 wieder erregt und stellt die Schalter<I>73a,</I> 73b in die Ausgangslage zurück. Dabei wird die Jalousie 29 wieder geschlossen und die Belichtung des Kopiermaterials somit beendet. Ausserdem wird die Kopierlichtquelle 1 auf vermin- derte Betriebsspannung zurückgesetzt. Ferner wird der Magnet 24 stromlos und somit das Rotfilter aus dem I,Copierlichtstrahlengang entfernt.
Die Ein schaltung des Blaufilters 19 unterbleibt, da bereits vor dem vorerwähnten Schliessen des Schalters 54c der Schalter 52d wieder geöffnet wurde.
Beim Zünden der Röhren 49, 50, 51 und Erregen der Relais 52, 53, 54 werden zwar die Kondensatoren 61, 62, 63 kurzgeschlossen und somit das Gitter der Röhren an negatives Potential in bezug auf die Kathode angeschlossen. Der Stromfluss durch die Röhren 49, 50, 51 bleibt jedoch in der bei Thyra-- trons bekannten Weise aufrechterhalten.
Somit ist der Ausgangszustand der gesamten Schaltvorrichtung wieder hergestellt. Die Einrichtung ist für einen neuen Farbkopiervorgang betriebsbereit.
Bei Anschaltung der Farbkopiereinrichtung an das Netz 33, 34 sind vor dem ersten Farbkopierprozess die Röhren 49, 50, 51 und Relais 52, 53, 54 in Abwei chung vom oben beschriebenen Bereitschaftszustand stromlos. Nach Betätigen des Auslöseschalters 75 und Öffnen der Schalter<I>74a, 74b,</I> 74c läuft jedoch auch der erste Kopiervorgang in der oben beschrie benen Weise ab.
In analoger Weise läuft der Farbkopiervorgang ab, wenn die Kopiervorlage ihre grösste Durchlässig keit im grünen Spektralbereich aufweist und die Röhre 50 als erste zündet. In diesem Fall werden an- schliessend nacheinander das Rotfilter 18 und das Blaufilter 19 durch die Schaltvorrichtungen 47, 48, 46 in den Kopierlichtstrahlengang eingebracht.
Zündet hingegen im Verlauf eines Farbkopiervorganges die Röhre 51 als erste, so werden im Anschluss daran das Blaufilter 19 und das Grünfilter 17 durch die Schalt vorrichtungen 48, 46, 47 nacheinander in den Ko- pierlichtstrahlengang eingeführt.
Somit ist jedes der drei Farbfilter 17, 18, 19 wahlweise als erstes je nach der Farb- zusammensetzung der Kopiervorlage und je nach der an den Potentialmetern 58, 59, 60 ein gestellten Empfindlichkeit der den Farbfiltern zu geordneten photoelektrischen Schaltvorrichtungen 46, 47, 48 in den Kopierlichtstrahlengang einfuhrbar. Nach der ersten Teilbelichtung des Kopiermaterials ohne Einschaltung eines Farbfilters folgen stets zwei Nachbelichtungen unter additiven Filtern.
Die Aufeinanderfolge der Filter hinsichtlich ihrer Einschaltung in den Kopierlichtstrahlengang ist unab hängig von der Farbzusammensetzung der Kopier vorlage stets gleich. Kommen während eines Kopier vorganges das Grünfilter und das Rotfilter zur An wendung, so wird stets das Grünfilter vor dem Rotfilter in den Strahlengang eingeschaltet.
Des gleichen wird bei Benutzung der Rot- und Blaufilter stets das Rotfilter vor dem Blaufilter eingeschaltet und bei Benutzung der Blau- und Grünfilter stets das Blaufilter vor dem Grünfilter eingeführt:
Die Zuordnung der Filter zu den Belichtungsregel vorrichtungen kann in Abweichung von der vorste hend erläuterten Ausführungsform auch derart ge wählt sein, dass die Belichtungsregelvorrichtung 46 mit der blauempfindlichen Photozelle 11 das Rotfilter 18 steuert, die Belichtungsregelvorrichtung 47 mit der grünempfindlichen Photozelle 12 das Blaufilter 19 betätigt und die Belichtungsregelvorrichtung 48 mit der rotempfindlichen Photozelle 13 das Grünfilter 17 verstellt.
Die Reihenfolge der während eines Farb- kopiervorganges an die Weissbelichtung sich anschlie ssenden farbigen Teilbelichtungen ist hierbei im Ver gleich zur Filtersteuerung bei der vorher erläuterten Ausführungsform sinngemäss vertauscht, bleibt jedoch auf das Kopierergebnis ohne Einfluss.
Die Thyratron-Schaltungen in den Schaltvorrich tungen 46, 47, 48 können durch entsprechende an sich bekannte Gleichstromverstärkerschaltungen mit üblichen Elektronenröhren ersetzt werden. Ausserdem können Mittel vorgesehen sein, welche die Jalousie 29 während der Verstellung der Farbfilter im Kopier licht-Strahlengang kurzzeitig schliessen und erst nach Beendigung der Verstellung der jeweiligen Filter wie der öffnen. Die Farbfilter 17, 18, 19 können an statt zwischen den Kondensorlinsen 2, 3 auch an anderer Stelle in den Kopierlichtstrahlengang einge führt werden.
Anstatt die Photozellen 11, 12, 13, im Kopier licht-Strahlengang hinter der Kopierebene anzuord- nen, können sie beispielsweise auch. in der aus Fig. 5 ersichtlichen Variante im Lichtweg eines teildurch lässigen Spiegels 81 angeordnet sein, der im Kopier lichtstrahlengang beispielsweise hinter dem Objektiv 6 angeordnet ist. Vor den Photozellen 11, 12, 13 mit ihren Filtern 14, 15, 16 kann ein in bekannter Weise aus Interferenz-Spiegeln 82, 83 bestehender Strahlenteiler angeordnet sein.
Die Farbfilter 17, 18, 19 können anstatt ver schiebbar auch schwenkbar angeordnet sein, wobei die Schwenkachsen vertikal oder horizontal verlaufen können.