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CH366805A - Verfahren zum Verbinden der Ränder zweier Flächengebilde und nach diesem Verfahren hergestellte Nahtverbindung - Google Patents

Verfahren zum Verbinden der Ränder zweier Flächengebilde und nach diesem Verfahren hergestellte Nahtverbindung

Info

Publication number
CH366805A
CH366805A CH6843859A CH6843859A CH366805A CH 366805 A CH366805 A CH 366805A CH 6843859 A CH6843859 A CH 6843859A CH 6843859 A CH6843859 A CH 6843859A CH 366805 A CH366805 A CH 366805A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
tape
marked
edges
seam
division
Prior art date
Application number
CH6843859A
Other languages
English (en)
Inventor
Seiler Jean
Original Assignee
Sport Und Regenmaentel Fabrik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sport Und Regenmaentel Fabrik filed Critical Sport Und Regenmaentel Fabrik
Priority to CH6843859A priority Critical patent/CH366805A/de
Publication of CH366805A publication Critical patent/CH366805A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/24Hems; Seams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


  Verfahren zum Verbinden der Ränder zweier     Flächengebilde     und nach diesem     Verfahren    hergestellte     Nahtverbindung       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zum Verbinden der Ränder zweier Flächengebilde  und eine nach .diesem Verfahren hergestellte Naht  verbindung.  



  Beim Verarbeiten von Textilstoffen, z. B. zu Klei  dungsstücken, müssen zur Erzielung einer guten Pass  form die zu verbindenden     Materialrandteile    oft nicht  nur     bezüglich    ihrer Schnittform, sondern auch bezüg  lich ihrer Länge     unterschiedlich    behandelt werden;  so müssen oft bestimmte Randteile eines Material  stückes in gegenüber ihrer Ursprungslänge gedehntem  bzw. gerafftem Zustand mit zugeordneten Randteilen  des andern Materialteils verbunden werden. Obwohl  das Zuschneiden und Zusammennähen solcher Ma  terialstücke meist nach genauen Anweisungen eines       Modelleurs    erfolgt, setzt dies grosse Zuverlässigkeit  und Sachkenntnis voraus.

   Auch dem     Modelleur    sind  dadurch für die Aufstellung der Verarbeitungs  angaben relativ enge Grenzen gesetzt, da die Ge  nauigkeit der Einhaltung allzu detaillierter Bestim  mungen nicht mehr erwartet werden darf. Die vor  liegende Erfindung     schlägt    nun ein Verfahren zur  Herstellung solcher Nahtverbindungen vor, welches  nicht nur das genaue Einhalten der vom     Modelleur     stammenden Angaben, sondern auch jederzeit die  Kontrolle der Einhaltung dieser Angaben erleichtert.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch: ge  kennzeichnet, dass ein Band nach einem vorbestimm  ten Massstab markiert wird, und dass     mindestens     Teile der Verbindungsränder der beiden Flächen  gebilde ebenfalls markiert werden, und zwar so, dass  diejenigen Randteile, welche in der Naht eine von  ihrer ursprünglichen Länge abweichende Länge be  sitzen, mit einer gegenüber der Teilung der Band  markierung entsprechend verzerrten Teilung mar  kiert werden, wonach die einander     zugeordneten       Markierungen von Band und Verbindungsrändern       miteinander    in Flucht gebracht und die Verbindungs  ränder am Band befestigt werden.  



  Es versteht sich, dass die     Verbindungsränder    der  beiden Flächengebilde unter sich     ganz    verschieden  markiert sein können; soll z. B. ein Randteil in der  Naht gedehnt oder eingehalten (verkürzt) werden, so  erfolgt     dort    die Markierung mit einer gegenüber der  Randmarkierung um den Dehnungsbetrag     kleineren     bzw. um den Kürzungsbetrag grösseren Teilung.  



  Die nach dem genannten Verfahren hergestellte,  ebenfalls Erfindungsgegenstand bildende Nahtverbin  dung ist     gekennzeichnet    durch ein nach einem vor  bestimmten Massstab markiertes Band, an welchem  die     mindestens    teilweise     ebenfalls    markierten Verbin  dungsränder der Flächengebilde so befestigt     sind,     dass ihre auf der Teilung der Bandmarkierungen ba  sierenden Markierungen mit den     zugeordneten    Mar  kierungen des Bandes in Flucht sind.  



  An Hand der beiliegenden Zeichnung, die ein       Ausführungsbeispiel    der ebenfalls Erfindungsgegen  stand bildenden     Nahtverbindung    zeigt, ist im folgen  den das erfindungsgemässe Verfahren beispielsweise  näher erläutert; es zeigt:       Fig.    1 ein markiertes Band und     Verbindungs-          ränder    zweier Textilteile vor dem Verbinden und       Fig.    2 die aus den Elementen nach     Fig.    1 her  gestellte     Nahtverbindung.     



  In der Zeichnung sind 1 und 2 zwei     Gewebeteile     mit     unterschiedlich    geformten Rändern la und 2a,  die zur Bildung eines Teils     eines        Kleidungsstückes        in     durch     einen        Modelleur        vorbestimmter    Weise mit  einander verbunden werden sollen; mit 3 ist ein  Textilband bezeichnet. Das Textilband 3 ist nach  einem     vorbestimmten    Massstab mit Markierungen 4      versehen.

   Die Verbindungsränder la und 2a der zu  verbindenden Gewebeteile werden nach genauen       Schnittmusterangaben    des     Modelleurs    ebenfalls     mit     Markierungen 5 versehen, und zwar so, dass die  jenigen Randteile, welche in der Naht ihre ursprüng  liche Länge beibehalten sollen, genau mit der Teilung  a des     vormarkierten    Bandes 3 markiert werden,  während diejenigen Randteile, die in der Naht ge  genüber ihrer ursprünglichen Länge gedehnt oder  eingehalten (verkürzt) sein sollen, mit einer gegen  über der Teilung a verkürzten Teilung     a1    bzw. ver  längerten Teilung     a2,    und     a3    markiert werden.

   Die  ihre Länge beibehaltenden Randteile können unter  Umständen auch     unmarkiert    bleiben; ihre Markie  rung ist aber immer dann von     Vorteil,    wenn es sich  um nicht fadengerade geschnittene Stellen handelt,  bei welchen     bekanntlich    ein unerwünschtes Dehnen       verhindert    werden muss.

   Nun werden die so markier  ten Ränder so auf das Band 3 gelegt, dass ihre Mar  kierungen 5 in Flucht     mit    den Markierungen 4 des  Bandes 3 sind, wobei natürlich die     mit    den Teilun  gen     a1,    a2 und     a3        markierten    Randteile entsprechend  gedehnt oder gerafft werden müssen; dann erfolgt in  üblicher Weise das     Zusammennähen    der Ränder la  und 2a unter gleichzeitigem     Miteinnähen    des vor  markierten Bandes 3     (Fig.    2); das Band 3 kann  dabei unter, auf oder zwischen die beiden Ränder  la und 2a genäht werden.  



  Das Band 3 kann aus     irgendeinem    eine Verbin  dung mit den Rändern der Flächengebilde gestatten  den Material bestehen; wenn es ein gewobenes Band  ist, kann es fadengerade, schräggeschnitten (normal,  vorgestreckt, ausgezogen usw.) oder anders präpa  riert sein.  



  Die Markierungen 4 und 5 können gedruckt, li  niert, gezeichnet oder durch irgendein anderes Mittel  (eingezwickt,     magnetisiert    usw.) hergestellt sein. Bei  der     Modelhnacherei    der Bekleidungsindustrie z. B.       disponiert    der     Modelleur    die beiden zu verbindenden  Stoffteile so, dass er     mindestens    überall dort, wo zwei  oder mehrere Teile nicht glatt     zusammengefügt     werden sollen, Markierungen anbringt, die wunsch  gemäss mehr oder weniger     auseinanderliegen,    als     die     neutralen Längeneinheiten auf dem     vormarkierten     Band.

   Bei der     Ausfertigung    werden dann die Teile       einzeln    oder     zusammen    mit dem Band verbunden,  wobei die Markierungen der Teile mit der     Vormar-          kierung    des Bandes     zusammengebracht    werden  müssen. Spezielle und individuelle     Instruktionen    sind  nicht mehr nötig; jede ungelernte Kraft kann diese  Arbeit genau ausführen. Dieses Verfahren hat den  grossen     Vorteil,    dass an sich komplizierte Arbeiten  auch von ungelernten Kräften ausgeführt werden  können.

   Nach jedem Arbeitsgang kann genau fest  gestellt werden, ob die     Instruktionen    des     Modelleurs          (Vormarkierung)    eingehalten wurden. Fehler werden       mit    Sicherheit bei jeder Zwischenkontrolle ermittelt  und können     sofort    abgestellt werden. Auch beim       fertigen    Stück     kann    genau festgestellt werden, wo  eventuell ein Fehler begangen wurde.

      Mit besonderem Vorteil wird das beschriebene  Verfahren in der Bekleidungsindustrie angewendet,  wo es darum geht, mit grösster Genauigkeit zwei Stoff  teile zusammen zu bringen und jederzeit eine sichere  Kontrollmöglichkeit zu haben, und wo die     Modell-          macherei    viel und rasch umstellen und dabei sicher  sein muss, dass neue Instruktionen sofort an alle  Instanzen weiter gegeben werden. So erhalten auto  matisch alle folgenden Arbeitsplätze präzise, kontrol  lierbare Instruktionen, die jede weitere mündliche  oder schriftliche Weisung erübrigen.  



  Wenn z. B. ein Vorderteil im Armloch eines  Kleidungsstückes beim Aufnähen auf das     vormarkierte     Band eingehalten oder gedehnt wird, kann das Ärmel  teil ganz unabhängig davon eingenäht werden. Wenn  der     Modelleur    an irgendeiner Stelle eine Dehnung  oder ein Einhalten von X Prozenten vorgesehen hat,  wird dies von der Näherin gemacht, indem sie die  drei entsprechenden Markierungen     (Vorderteil,    Band  und Ärmel) zusammenbringt. Dabei braucht sie sich  nicht darum zu     kümmern,    wieviel Länge eingearbei  tet werden muss, sie muss nur darauf achten, dass das       vormarkierte    Band durch die Arbeit in der Länge  nicht verändert wird.  



  Kontrollen sind sehr einfach, da nur die Längen  einheiten des     vormarkierten    Bandes gemessen wer  den müssen. Stimmen diese nicht, weiss man genau,  an welcher Stelle der Fehler ist, und es ist auch leicht  festzustellen,     bei    welcher Arbeit er entstanden ist. Bei  dieser genauen Arbeit des Feststehens von Fehler  quellen (örtlich und zeitlich) ist es entweder dem für  die Fertigung verantwortlichen Chef möglich, die  Arbeit zu überwachen, oder der     Modelleur    kann mit  Sicherheit die nötige Änderung treffen.  



  Auch die Verschiedenheit der Stoffe spielt nicht  mehr eine grosse Rolle in der Verarbeitung,     weil    mit  dieser Verarbeitungsmethode Materialien jeder Art  auf den gleichen Nenner gebracht werden können.  



  Ganz allgemein kann das Verfahren überall An  wendung finden, wo es sich darum handelt, Materia  lien verschiedener Qualität und/oder verschiedener  Form (gerade und Kurven)     und/oder    verschiedener  Längen (einhalten, dehnen) zusammen zu nähen.  Die Zwischenkontrolle ist einfach und sicher. Nach  jeder Arbeit (z. B. Zuschnitt, Näharbeit,     Einbügeln,     Zwischenbügeln, Fertigbügeln) muss die Länge der  verarbeiteten Teile mit der neutralen Längeneinheit  des     vormarkierten    Bandes übereinstimmen. Der Kon  trolleur muss bei jeder Zwischenkontrolle immer die  gleiche Längeneinheit finden. Die     Modellmacherei     kann dabei mit grösster Genauigkeit arbeiten, und sie  ist in weitem Sinne unabhängig von der weiteren Ver  arbeitung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Verbinden der Ränder zweier Flächengebilde, dadurch gekennzeichnet, dass ein Band nach einem vorbestimmten Massstab markiert wird, und dass mindestens Teile der Verbindungs ränder der beiden Flächengebilde ebenfalls markiert werden, und zwar so, dass diejenigen Randteile, welche in der Naht eine von ihrer ursprünglichen Länge abweichende Länge besitzen, mit einer gegen über der Teilung der Bandmarkierung entsprechend verzerrten Teilung markiert werden, wonach die ein ander zugeordneten Markierungen von Band und Verbindungsrändern miteinander in Flucht gebracht und die Verbindungsränder am Band befestigt wer den. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, zum Ver binden ungleicher Ränder zweier Textilteile, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Naht gedehnten Rand teile mit einer gegenüber der Teilung (a) des Bandes (3) um den Dehnungsbetrag verkürzten Teilung (a1) markiert werden, während die in der Naht verkürzten Randteile mit einer gegenüber der Teilung (a) des Bandes (3) um den Kürzungsbetrag verlängerten Teilung (a., ap,) markiert werden. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die in der Naht ihre ursprüngliche Länge beibehaltenden Randteile mit der Teilung (a) des Bandes (3) markiert werden.
    PATENTANSPRUCH<B>11</B> Nahtverbindung der Ränder zweier Flächen gebilde hergestellt gemäss dem Verfahren nach Pa tentanspruch I, gekennzeichnet durch ein nach einem vorbestimmten Massstab markiertes Band, an wel chem die mindestens teilweise ebenfalls markierten Verbindungsränder der Flächengebilde so befestigt sind, dass ihre auf der Teilung der Bandmarkierun gen basierenden Markierungen mit den zugeordneten Markierungen des Bandes in Flucht sind.
CH6843859A 1959-01-16 1959-01-16 Verfahren zum Verbinden der Ränder zweier Flächengebilde und nach diesem Verfahren hergestellte Nahtverbindung CH366805A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3103980A1 (de) * 1980-02-06 1981-12-10 Vestra-Union S.A., 75003 Paris Automatische einrichtung zum programmierbaren stauchen eines teiles eines gewebestueckes und zur automatischen fixierung des gestauchten teiles unter anwendung einer heissklebenden verstaerkung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3103980A1 (de) * 1980-02-06 1981-12-10 Vestra-Union S.A., 75003 Paris Automatische einrichtung zum programmierbaren stauchen eines teiles eines gewebestueckes und zur automatischen fixierung des gestauchten teiles unter anwendung einer heissklebenden verstaerkung

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