Rotations-Verdrängungsmaschine für Flüssigkeit
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rotations Verdrängungsmaschine für Flüssigkeiten und insbesondere eine solche, welche zur Verwendung als Durchflussmessgerät geeignet ist. Die Maschine kann auch als Pumpe, Motor, Kompressor oder Ventilator Verwendung finden.
Durchflussmessgeräte für Flüssigkeiten besitzen eine grosse Zahl von Anwend'ungsmöglichkeiten. Eine solche Anwendung liegt auf dem Gebiet der Erdöl- produkte, wobei solche Messgeräte im Zusammenhang mit der Herstellung, dem Transport, der Raffinierung und dem Verkauf dieser Produkte verwendet werden. Messgeräte dieser Art werden auch für andere Flüssigkeiten verwendet, insbesondere für solche, welche in grossen Mengen hergestellt, gelagert, transportiert und gehandelt werden. Selbstverständlich ist es dabei notwendig und wünschenswert, dass solche Messgeräte über eine lange Betriebsdauer grosse Genauigkeit besitzen.
Rotations-Verdrängungsmessgeräte sind bekannt, welche genügende Genauigkeit aufweisen, jedoch ist deren Herstellung infolge der Ausbildung derselben relativ teuer. Es wurde versucht, die Kosten der Herstellung zu reduzieren, was aber in einem Verlust an Genauigkeit und in übermässigen Unterhaltsanforderungen und weiteren Nachteilen resultierte.
Eine der üblichen Ursachen für die Ungenauigkeit von bekannten Messgeräten besteht in einer Wirkung, welche als Kompression der Flüssigkeit oder im Ansaugen eines Vakuums durch das Messgerät bekannt ist. Bei der erstgenannten Wirkung wird die Flüssigkeit in einem Raum zwischen den Teilen des Messgerätes in solcher Weise gefangen, dass der genannte Raum kleiner wird, während sich die Teile durch einen bestimmten Betriebszyklus bewegen.
Demzufolge üben die Teile auf die Flüssigkeit eine Kompressionswirkung aus, welche in einer Pulsationswirkung des Messgerätes und in einem Energieverlust resultiert und wobei sich eine entsprechende Ungenauigkeit in der Messung der Flüssigkeit ergibt. Der Ausdruck Ansaugen eines Vakuums wird für eine Wirkung verwendet, welche derjenigen der Kom pression der Flüssigkeit entgegengesetzt ist. Dabei bewegen sich die Teile so, dass die Flüssigkeit durch eine Kammer bewegt wird, deren Inhalt während jedes Betriebszyklus zunimmt. Demzufolge haben die genannten Teile die Tendenz, innerhalb dieser Kammer ein Vakuum zu schaffen, womit ebenfalls ein stossartiger Durchfluss und eine Ungenauigkeit in der Messung hervorgerufen wird.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die Schaffung einer Rotations-Verdrängungsmaschine, durch welche sich die vorerwähnten Nachteile vermeiden lassen. Die erfindungsgemässe Maschine, die ein Gehäuse mit ständig offenen Einlass-und Auslassöff- nungen, einem ersten Wandteil und einer Mehrzahl von zwischen den Einlass-und Auslassöffnungen angeordneten Dichtungswandteilen, eine Mehrzahl von im Gehäuse so drehbar gelagerten Verdrängungsroto- ren, um dichtend mit einer gleichen Zahl von Dich tungswandteilen zusammenzuwirken, wobei jeder der Verdrängungsrotoren ausgebildet ist, um über einen Teil seiner Umdrehung mit dem zugehörigen Dich tungswandteil zusammenzuwirken,
einen im Gehäuse drehbar gelagerten Dichtungsrotor, der wechselweise angeordnete konkave und konvexe Umfangsteile aufweist, wobei die konvexen Teile nacheinander dichtend mit dem ersten Wandteil und den Verdrän- gungsrotoren zusammenwirken und immer mindestens einer der konvexen Teile mit dem ersten Wandteil zusammenwirkt und wobei die konkaven Teile angeordnet sind, um sich von den Verdrängungsrotoren distanziert zu verdrehen, und Kupplungsmittel, über welche sich die Verdrängungsrotoren und der Dichtungsrotor in Wirkungsverbindung befinden und in einer vorbestimmten Phasenlage gleichzeitig verdreht werden, aufweist, zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Verdrängungsrotor über einen solchen Bruchteil seiner Umdrehung mit dem zugehörigen Dichtungswandteil dichtend zusammenwirkt,
der der reziproken Zahl der vorhandenen Verdrängungsrotoren entspricht und nur während dieses Bruchteiles seiner Umdrehung gleichzeitig dichtend mit einem konvexen Teil des Dichtungsrotors zusammenwirkt, wobei einer der Verdrängungsrotoren nach dem andern gleichzeitig mit dem Gehäuse und einem konvexen Teil des Dichtungsrotors dichtend zusammenwirkt und wobei ein Verdrängungsrotor genau in dem Zeitpunkt in Dichtungslage gelangt, wenn sich ein anderer Ver drängungsrotor aus dieser Dichtungslage bewegt.
In der Zeichnung sind mehrere beispielsweise Ausführungsformen der erfindungsgemässen Rota tions-Verdrängungsmaschine dargestellt. Es zeigen :
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Verdrängungs- messgerätes mit einem ausgebrochenen, im Schnitt dargestellten Teil,
Fig. 2 eine Stirnansicht des Messgerätes nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt entlang Linie 3-3 in Fig. 1, in vergrössertem Massstab dargestellt,
Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch das Messgerät, in vergrössertem Massstab dargestellt, wobei der Zähl- mechanismus weggelassen ist,
Fig. 5 einen Schnitt entlang Linie 5-5 in Fig. 4,
Fig. 6 einen Schnitt entlang Linie 6-6 in Fig. 5,
Fig.
7 bis 10 schematische Darstellungen entsprechend Fig. 5 in verkleinertem Massstab, welche die Hauptelemente des Messgerätes in den verschiedenen Stellungen während eines Betriebszyklus zeigen, und
Fig. 11 bis 14 schematische Darstellungen von vier weiteren Ausführungsformen.
Bei der in Fig. 1 bis 6 dargestellten bevorzugten Ausführungsform besitzt das Messgerät ein Gehäuse
10, das durch einen rohrförmigen Körper 20 und Stirnplatten 21 und 22 gebildet ist, welche am Körper 20 mittels Bolzen 23 zum Abschluss des Körpers befestigt sind. Das Gehäuse 10 umschliesst einen Hohlraum von annähernd dreiblättrigem Querschnitt, indem das Gehäuse drei zylindrische ge krümmte Dichtungswandteile 24, 25 und 26 aufweist.
Zwischen diesen ist eine Kammer 27, eine Einlass- kammer 28 und eine Auslasskammer 29 gebildet. Die Einlass-und Auslasskammern 28 bzw. 29 sind durch eine Öffnung 30 miteinander verbunden, welche in der dargestellten Ausführungsform relativ kurz ist.
Die Dichtungswandteile 25 und 26 sind so angeordnet, dass deren Längsmittelebenen sich in der Rotationsachse des weiter unten erwähnten Dichtungsrotors unter einem Winkel von 90 schneiden.
Das Gehäuse 10 ist mit Einlass-und Auslassstut- zen 35 bzw. 36 versehen, die mit den Einlass-und Auslasskammern 28 bzw. 29 über Einlass-und Aus lassöffnungen 37 bzw. 38 in Verbindung stehen, welche letzteren sich zwischen den gekrümmten Wandteilen 24 und 25 und zwischen den Wandteilen 24 und 26 befinden. Das Gehäuse 10 ist so ausgebildet, dass sich die Stutzen an einander gegenüberliegenden Stellen desselben befinden und annähernd in der gleichen Flucht liegen.
Der Durchgang durch das Gehäuse 10 vom Einlassstutzen durch die Kammern 28 und 29 zum Auslassstutzen 36 bildet wohl keine Gerade, jedoch weist dieser keine abrupten Richtungswechsel auf, und der Durchfluss der Flüssigkeit durch das Gehäuse kann demzufolge relativ gleichmässig geschehen, wie nachfolgend näher erläutert ist.
Innerhalb des Gehäuses 10 und konzentrisch zur Kammer 27 ist ein Dichtungsrotor 40 angeordnet, der mit an der Oberfläche verteilten, einander diametral entgegengesetzten konvexen bzw. konkaven Abschnitten 41 bzw. 42 versehen ist, wobei die Abschnitte 41 Dichtungsabschnitte bilden und die konkaven Abschnitte Vertiefungen 42a im Rotor 40 bilden. Die Abschnitte 41 erstrecken sich vorzugsweise je über 90 des Umfanges des Rotors, so dass die Vertiefungen 42a sich ebenfalls über je 90 erstrecken.
Der Dichtungsrotor 40 ist auf einer Welle 43 angeordnet, die sich durch Öffnungen 44 in den Stirnplatten 21 und 22 erstreckt und in den Kugellagern 45 gelagert ist, die in Sitzen 46 in den Stirnplatten 21 und 22 vorgesehen sind. Die Kugellager 45 (sowie auch die Lager der andern Rotoren, welche nachfolgend beschrieben sind) sind somit ausserhalb des Gehäuses 10 angeordnet und demzufolge nicht der Flüssigkeit ausgesetzt, welche durch das Messgerät fliesst.
Der Dichtungsrotor 40 besitzt solche Grösse, dass bei der Rotation desselben seine konvexen Umfangsabschnitte 41 dem gekrümmten Wandabschnitt 24 entlangstreichen, wobei das Spiel zwischen dem Rotor und diesem Wandabschnitt so klein ist, dass eine Flüs- sigkeitsdichtung entsteht. Der Umfangsbereich des Teils 24 ist mindestens so gross oder vorzugsweise etwas grösser als derjenige der Vertiefungen 42a, so dass jederzeit eine Dichtung zwischen dem Rotor 40 und diesem Wandteil erzielt wird. Der genannte Rotor verhindert somit jeden direkten Durchfluss von Flüssigkeit von der Einlassöffnung 37 durch die Kammer 27 in die Auslassöffnung 38.
Zum Zweck der Vergrösserung der Dichtungswirkung sind die konvexen Umfangsabschnitte 41 des Dichtungsrotors mit sehr kleinen Erhöhungen versehen (nicht dargestellt), welche sich parallel zur Achse des Rotors erstrecken und die zusammen mit der Wand 24 eine Labyrinthdichtung bilden. Bei der Verdrehung des Rotors erzeugen dabei die Erhöhungen in der im Spielraum zwischen den Abschnitten 41 und der Wand 24 eine Turbulenz, welche einen eigentlichen Durchfluss von Flüssigkeit zwischen diesen Teilen 24 und 41 verhindert.
Der Rotor 40 kann in verschiedenen Arten her gestellt werden, jedoch besitzt derselbe vorzugsweise hohle Ausbildung, um dessen Gewicht und demzu folge auch dessen Massenträgheit zu verringern. Er kann beispielsweise aus Rohr hergestellt sein. Ein Rohr aus geeignetem Material kann beispielsweise entlang einer Axialebene entzweigeschnitten werden, wodurch zwei halbzylindrische Teile entstehen. Diese beiden halbzylindrischen Teile, welche die konkaven Abschnitte 42 des Rotors bilden sollen, werden mit der Welle 43 in diametral versetzter Lage verschweisst und auf die vorbestimmte Grösse abgedreht, wobei die Randteile der halbzylindrischen Abschnitte entfernt werden. Ein entsprechendes Rohr wird darauf über diese nicht mehr ganz halbzylindrischen Teile geschoben und an diesen durch Punktschweissung befestigt.
Das Rohr wird darauf in Längsrichtung aufgeschnitten, um diejenigen Teile zu entfernen, welche den Abschnitten 42 gegenüberliegen bzw. sich zwischen den Kanten dieser Teile erstrecken. Der Rotor wird darauf auf seinen endgültigen Durchmesser abgedreht.
Das vorbeschriebene Verfahren zur Herstellung des Rotors erlaubt die Verwendung von rostfreiem Stahl zur Herstellung desselben, was sich für Mess- geräte für korrosive Flüssigkeiten als sehr vorteilhaft gezeigt hat. tXberdies werden somit keine Gussteile benötigt, um den Rotor herzustellen, und die Bearbeitung desselben ist sehr einfach. Es ist auch nicht not wendig, denselben zu härten. Zweckmässigerweise wird auch die Welle 43 des genannten Rotors, wie übrigens auch alle andern nachbeschriebenen Wellen, aus rostfreiem Stahl hergestellt.
Da alle Umfangsabschnitte, nämlich die Abschnitte 41 und die Abschnitte 42, sich je über einen Bogen von 90 erstrecken und da dieselben paarweise einander diametral entgegengesetzt sind, ist der Rotor sowohl statisch als auch dynamisch ausbalanciert.
Der Dichtungsrotor 40 ist vorzugsweise an seinen beiden Enden offen und immer mit Flüssigkeit gefüllt. Demzufolge besteht zwischen dem Innern des Dichtungsrotors und dem Innern des Gehäuses kein Druckunterschied, so dass der Flüssigkeitsdruck innerhalb des Messgerätes iiberall derselbe ist.
In der Einlasskammer 28 ist ein Verdrängungs- rotor 50 vorgesehen, der eine Welle 51 und eine Schaufel 52 aufweist. Die Welle 51 ist in Lagern 53 ähnlich den vorbeschriebenen Lagern 45 abgestützt, welche Lager in den Stirnplatten 21 und 22 vorgesehen sind. Die Welle 51 ist mit einem in Achsrichtung verlaufenden Schlitz 54 versehen, in welchen die Schaufel 52 eingepasst ist und in welchem dieselbe mittels Schrauben 55 gesichert ist. Der Schlitz 54 kann bis in die Lagerflächen der Welle verlaufen.
Die Schrauben 55 erstrecken sich durch Schlitze 65 in der Schaufel 52, wodurch die letztere in radialer Richtung bezüglich der Welle 51 justiert werden kann.
Der Verdrängungsrotor 50 ist so angeordnet, dass derselbe um eine Achse rotiert, welche konzentrisch zur Wand 25 der Einlasskammer 28 verläuft, so dass die Dichtungsoberfläche R der Schaufel 52 die Wand 25 bestreicht, wobei zwischen den beiden Teilen nur ein geringer Abstand vorhanden ist. Die äussere Flä- che R und die Stirnkanten 58 (Fig. 6) sind mit in Längsrichtung verlaufenden Erhöhungen oder Rippen (nicht dargestellt) versehen, die zusammen mit den Wänden der Einlasskammer 28 Labyrinthdichtungen bilden. Die Wand 25 erstreckt sich über einen Bereich von angenähert 180 (vorzugsweise genau 180 ), wobei die Oberfläche R des Verdrängungsrotors angeordnet ist, um über den vollen Bereich der Wand 25 dichtend mit dieser zusammenzuwirken.
Ein zweiter Verdrängungsrotor 60 ist in der Aus lasskammer 29 angeordnet und besitzt eine dem Ver drängungsrotor 50 ähnliche Ausbildung. Der Ver drängungsrotor 60 weist eine Welle 61 und eine Schaufel 62 auf, welche ausgebildet ist, um die Wand 26 der Auslasskammer 29 mit geringem Abstand zu bestreichen. Die Schaufel 62 ist in der Welle 61 mittels Schrauben 65 gesichert. Wenn die Rotoren 50 und 60 installiert sind, ist die Welle 61 so eingestellt, dass deren Schrauben 65 bezüglich den Schrauben 55 in der Welle 51 um 90 versetzt sind.
Die Durchmesser der Wellen 51 und 61 sind so gewählt, dass beide der Bahn der Abschnitte 41 des Dichtungsrotors 40 nahe benachbart sind, um zwischen den Wellen 51 und 61 einerseits und den Um fangsabschnitten 41 anderseits in den entsprechenden Lagen der letzteren Flüssigkeitsdichtungen zu bilden.
Die Wellen 51 und 61 sind vorzugsweise mit in Längs- richtung verlaufenden kleinen Erhöhungen (nicht dargestellt) versehen, die ebenfalls Labyrinthdichtungen bilden. Die Oberflächen S der Wellen 51 und 61, welche mit dem Dichtungsrotor 40 zusammenwirken, sind selbstverständlich genau zylindrisch und konzentrisch zur Rotationsachse der Welle. Die Dich tungsfläche S erstreckt sich beidseitig der Längsmit- telebene durch den Verdrängungsrotor um je einen gleichen Betrag.
Diese Dichtungsfläche erstreckt sich überdies über einen Bereich, der demjenigen der zugehörigen Verdrängungskammer entspricht, demzufolge bei der in Fig. 1 bis 6 gezeigten Ausführungs- form um 180 . Die Oberfläche T jedes Verdrängungs- rotors, an welcher die Flüssigkeit zur Ausübung einer Verdrängungskraft wirksam ist und welche als Ver drängungsoberfläche bezeichnet werden kann, ist durch die Dichtungsoberfläche S an der Welle und die äussere Dichtungsoberfläche R an der Schaufel begrenzt. Auf die Oberflächen R oder S wird von der Flüssigkeit keine Verdrängungskraft ausgeübt.
Es ist klar, dass der Rotor auch andere als die dargestellte Form besitzen könnte. Es ist jedoch wichtig, dass jeder der Rotoren eine innere Dichtungsfläche S besitzt, die wie beschrieben und gezeigt angeordnet und ausgebildet ist, und dass jeder Rotor eine äussere Dich tungsfläche R besitzt, die relativ schmal ist, wobei sich zwischen den beiden Dichtungsflächen eine Verdrän- gungsfläche erstreckt, deren Ausbildung die Aufrechterhaltung eines Spieles 57 (Fig. 5) zwischen derselben und dem Dichtungsrotor gewährleistet, um keine Flüssigkeit einzuschliessen und in der Flüssigkeit keine zu starke Turbulenz zu erzeugen.
Die Erhöhungen oder Rippen (nicht dargestellt), welche an den verschiedenen Dichtungsflächen wie beschrieben vorgesehen sein könnten, besitzen der auszumessenden Flüssigkeit bzw. deren Viskosität entsprechende Grösse, jedoch sollten dieselben genügend klein sein, um trotz Erzeugung von Turbulenz eine Beeinträchtigung der Messfunktion zu vermeiden.
Es hat sich gezeigt, dass zur Ausmessung von leichten Erdölprodukten vorzügliche Resultate mit Erhöhun- gen bzw. Vertiefungen von ungefähr 1, 6 mm Tiefe und angenähert 0, 8 mm Breite erzielt wurden. Die Vertiefungen 42a im Dichtungsrotor, welche durch die konkaven Umfangsabschnitte 42 definiert sind, werden genügend tief gemacht, um das Bestreichen derselben durch die Verdrängungsschaufel 52, 62 zu erlauben.
Vorzugsweise ist das Spiel zwischen der Schaufelfläche R und den konkaven Abschnitten ge nügend gross, um ein Zurückfliessen der Flüssigkeit ohne übermässige Behinderung zu erlauben, das heisst ein Durchfliessen der Flüssigkeit durch den Zwischenraum zwischen Verdrängungsrotor und Dichtungsrotor, wenn die Schaufel des ersteren eine Vertiefung des letzteren bestreicht. Beispielsweise kann in der in Fig. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsform ein Spiel vorgesehen sein, das bis zu 50 0/o der Distanz zwischen der Achse des Verdrängungsrotors und der äusseren Dichtungsfläche R beträgt.
Die konkaven Abschnitte 42 können jegliche Form aufweisen, die ein genügendes Spiel für die Schaufeln 52, 62 ge währleisten. Die Vertiefungen sind vorzugsweise kreisförmig im Querschnitt, da dies den gedrängtesten Aufbau ermöglicht.
Der Dichtungsrotor 40 und die Verdrängungs- rotoren 50 und 60 stehen zusammen in Antriebsverbindung, so dass dieselben gleichzeitig und mit einer vorbestimmten Winkelgeschwindigkeit rotieren, wobei dieselben auch in einer vorbestimmten Winkel-bzw.
Phasenlage gehalten werden. Der Dichtungsrotor dreht sich halb so schnell wie die Verdrängungsroto- ren, welche beiden untereinander die gleiche Ge schwindigkeit aufweisen. Zu diesem Zweck sind Zahnräder 70 und 71 auf den über die Stirnplatte 22 herausragenden Enden der Wellen 51, 61 vorgesehen.
Ein angetriebenes Rad 72 ist am entsprechenden Ende der Welle 43 angebracht, wobei die drei vorgenannten Zahnräder 70, 71 und 72, wie in Fig. 3 dargestellt, miteinander in Eingriff stehen. Die Zahnräder sind gegen Verdrehung bezüglich deren Wellen mittels Muttern 73 und Sicherungsscheiben 74 gehalten, wobei ein Teil 75 jeder Sicherungsscheibe in das zugehörige Zahnrad eingreift, während ein abgebogener Ansatz 76 an einer Seitenfläche der Mutter 73 anliegt (Fig. 4).
Die in der Stirnplatte 21 angeordneten Lager sind durch eine Deckplatte 80, und die in der Stirnplatte 22 vorgesehenen Lager sowie auch die Wellenenden und die durch dieselben getragenen Zahnräder sind durch eine Deckplatte 81 abgeschlossen, welche beiden Deckplatten mittels Schrauben 82 am Körper 20 befestigt sind.
Die Lager können dadurch geschmiert werden, dass die Zwischenräume zwischen den Deckplatten und den Stirnplatten mit einer geeigneten Schmierflüssigkeit gefüllt werden, wobei auf beiden Seiten des Lagers der gleiche Flüssigkeitsdruck aufrechterhalten werden kann. Anderseits kann in jeder Stirnplatte zum Druckausgleich eine kleine Offnung vorgesehen sein.
Eine Welle 85 (Fig. 4) ist in einem abgedichteten Lager 86 abgestützt und steht mit der Welle 43 des Dichtungsrotors in Antriebsverbindung. Die Welle 85 ist über eine Schnecke 87, ein Schneckenrad 88 und eine Welle 89 mit einem Zähler 90 von handelsübli- cher Ausbildung verbunden (Fig. 1 und 2), wobei diese Antriebsteile in einem an der Deckplatte 81 befestigten Gehäuse 91 eingeschlossen sind. Ein Justierglied 92 ist am Gehäuse 91 befestigt und trägt seinerseits den Zähler 90. Das Gehäuse 91 kann mit einer Markierung von geeigneter Teilung bezüglich des Mess- gehäuses beziehungsweise um die Achse der Zäh- lerwelle versehen sein. Ebenso kann der Zähler 90 bezüglich des Gehäuses 91 einstellbar sein.
Der Zäh- ler 90 ist bestimmt, die Umdrehungen des Dichtungsrotors zu messen, die in einem vorbestimmten festen Verhältnis zu den Umdrehungen der Verdrängungs- rotoren stehen und dadurch die durch den Apparat fliessenden Volumeneinheiten anzeigen. Der Zähler 90 ist wie üblich ausgebildet, um die Flüssigkeitsmenge in Volumeneinheiten oder Gewichtseinheiten anzugeben, wie zum Beispiel Gallonen oder Liter oder Pfund oder Kilogramm.
Wenn das Messgerät zum Ausmessen von Flüssig- keit verwendet werden soll, werden Auslass-und Ein lassüberleitung 94 und 93 (Fig. 2) an die Flüssig- keitsleitung angeschlossen.
Die Strömung der Flüssigkeit durch das Messgerät erzeugt eine Verdrängung der Schaufeln der Rotoren 50 und 60 bzw. eine Verdrehung derselben, und da jeder derselben mit dem Dichtungsrotor 40 in Antriebsverbindung steht, wird derselbe mit der halben Winkelgeschwindigkeit der Verdrängungsrotoren angetrieben. Die Winkellage zwischen dem Verdrän- gungsrotor und dem Dichtungsrotor wird während der ganzen Betriebszeit des Messgerätes aufrechterhalten. Zu Beschreibungszwecken wird angenommen, dass ein Zyklus des Messgerätes aus einer Umdrehung des Dichtungsrotors besteht.
Die Fig. 7 bis 10 stellen schematisch vier verschiedene Lagen der Rotoren bei der Beschreibung eines halben Zyklus dar. In der in Fig. 8 gezeigten Lage befindet sich der Einlassrotor 50 in Dichtungsoder Arbeitsstellung und wirkt somit sowohl mit dem Dichtungsrotor 40 als auch mit der Wand der Ein lasskammer 28 dichtend zusammen, so dass die Ein lassöffnung 37 von der Kammer 28 abgeschlossen ist.
Gleichzeitig befindet sich der Verdrängungsrotor 60 ebenfalls in Dichtungslage und schliesst im Zusammenwirken mit dem Dichtungsrotor und mit der entsprechenden Gehäusewand die Kammer 29 von der Auslassöffnung 38 ab. Es ist ersichtlich, dass in der Dichtungslage der Rotoren zwischen Endlagen drei Dichtungen gebildet werden, nämlich eine zwischen dem Verdrängungsrotor und dem Gehäuse, eine weitere zwischen dem Verdrängungsrotor und dem Dichtungsrotor und eine dritte zwischen dem Dichtungsrotor und dem Gehäuse. Die durch das Messgerät fliessende Flüssigkeit veranlasst demzufolge den Ein lassrotor 50, sich innerhalb der Einlasskammer 28 zu verdrehen (Fig. 9), wobei die vor der Schaufel 52 befindliche Flüssigkeit durch die Passage 30 in die Kammer 29 und zum Auslass 36 fliesst.
Der Rotor 40 wird hierbei in eine Stellung verdreht, in welcher derselbe zur Aufnahme der Rotorschaufel 52 bereit ist (Fig. 10), wonach sich die Schaufel über die Lage nach Fig. 7 in die in Fig. 8 dargestellte Lage begibt, in welcher eine Umdrehung des Verdrängungsrotors 50 oder ein halber Zyklus des Messgerätes ausgeführt ist.
Der Rotor 60 ist bezüglich des Rotors 50 um 90 versetzt. Infolge dieser Versetzung befindet sich der Rotor 60 in einer Lage, in welcher die Auslasskammer 29 abgeschlossen wird, wenn der Einlassrotor die Kammer 28 (Fig. 8) abschliesst, und öffnet die Aus lasskammer, wenn sich der Einlassrotor in der Einlass- kammer verdreht. Während der vorgenannten Verdrehung des Einlassrotors bewegt sich der Auslassrotor mit dessen Schaufel 62 an der Auslassöffnung 38 vorbei und verbindet dieselbe mit der Auslassöffnung 29, worauf sich die Schaufel des Rotors 60 in eine Vertiefung im Dichtungsrotor (Fig. 9) bewegt und sich in diesem verdreht, währenddem der Einlassrotor die Wand der Kammer 28 bestreicht.
Die Schaufel des Auslassrotors 60 bewegt sich darauf über die Verbindungspassage 30 (Fig. 10) und bestreicht darauf die Wand der Auslasskammer (Fig. 7), bis derselbe wieder in der Stellung gemäss Fig. 8 angelangt ist. Die Relativlage der Kammerwände der Verdrängungsroto- ren und des Dichtungsrotors ist so gewählt, dass die Dichtung zwischen jedem Verdrängungsrotor und dem Dichtungsrotor gleichzeitig mit der Dichtung zwischen der Schaufel dieses Verdrängungsrotors und der Wand am Einlassende der entsprechenden Kammer erstellt wird.
In gleicher Weise wird die Dichtung zwischen jedem Verdrängungsrotor und dem Dichtungsrotor gleichzeitig mit der Dichtung zwischen der Schaufel des Verdrängungsrotors und der Wand am Auslassende der zugehörigen Kammer aufgehoben. Die Verdrängungsrotoren befinden sich somit nacheinander in dichtendem Zusammenwirken mit dem Dichtungsrotor und mit dem Gehäuse wäh- rend einer halben Umdrehung derselben oder wäh- ren einer Verdrängungs - oder Arbeits -Phase.
Während des übrigen Teiles einer Verdrehung sind sie sowohl vom Gehäuse wie auch vom Dichtungsrotor distanziert und befinden sich in ihrer unwirksamen oder Rückkehrp-Phase. Es ist ersichtlich, dass während der Bewegung eines Verdrängungs- rotors durch dessen Verdrängungsphase der andere Rotor sich durch dessen Rückkehrphase bewegt.
Die relative Lage der Bohrungen für die Schrauben 55 und 65 in den Verdrängungsrotoren ist so gewählt, dass zwischen einem Verdrängungsrotor und dem Dichtungsrotor eine einwandfreie Abdichtung gewährleistet wird. Es ist klar, dass der Oberflächen- teil jeder Welle, in welcher die Bohrung gebildet ist, eine Unterbrechung erfährt, so dass die Dichtung zwischen diesem Oberflächenteil und dem Mantel d'es Dichtungsrotors nicht vollständig ist.
Durch die gewählte Anordnung befindet sich jedoch immer dann, wenn ein mit einer Bohrung versehener Ober flächenteil der Welle des einen Verdrängungsrotors mit dem Dichtungsrotor zusammenwirkt, der andere Verdrängungsrotor in einer Lage, in welcher derselbe mit einer ununterbrochenen Oberfläche mit dem Dichtungsrotor dichtend zusammenwirkt. Demzufolge ist in keinem Moment des Operationszyklus eine Stellung vorhanden, in welcher beide unterbrochenen Oberflächen der Verdrängungsrotoren dichtend mit dem Dichtungsrotor zusammenwirken, und demzufolge ist auch ein Entweichen von Flüssigkeit zwischen diesen Oberflächen und dem genannten Rotor auf ein Minimum beschränkt.
Während des zweiten halben Zyklus des Mess- gerätes führen die beiden Rotoren 50 und 60 eine weitere volle Umdrehung aus, währenddem der Dichtungsrotor 40 seine Umdrehung beendet. Wäh- rend der zweiten Umdrehung bzw. der zweiten Hälfte des Zyklus arbeiten die Verdrängungsroto- ren mit anderen Vertiefungen des Dichtungsrotors zusammen als während der ersten Hälfe des Zyklus, jedoch ist die Wirkungsweise im übrigen die gleiche.
Während jedes halben Zyklus des Messgerätes schliesst der Einlassrotor zuerst die Einlasskammer und bestreicht dieselbe, um eine Flüssigkeitsmenge zu verdrängen, welche dem wirksamen Volumen dieser Kammer gleich ist, das heisst dem Volumen der Kammer zwischen den beiden Extremstellungen des Verdrängungsrotors 50 beim Bestreichen derselben (Fig. 8 bzw. Fig. 10). Während dieser Bewegung des Einlassrotors ist die Auslasskammer offen, um den Auslass einer entsprechenden Menge von Flüssigkeit aus dem Messgerät zu erlauben. Darnach bestreicht der Auslassrotor die Auslasskammer, um eine dem wirksamen Volumen derselben entsprechende Flüs- sigkeitsmenge zu verdrängen, wodurch ein halber Operationszyklus des Gerätes beendet wird.
Es ist deshalb ersichtlich, dass während jedes halben Zyklus eine Flüssigkeitsmenge verdrängt wird, die dem zweifachen wirksamen Volumen der Einlasskammer oder der Auslasskammer entspricht, da deren wirksame Volumen die gleichen sind. Da jede Schaufel die zugehörige Kammer während eines vollen Zyklus des Messgerätes (das heisst einer vollen Umdrehung des Dichtungsrotors) zweimal bestreicht, entspricht die verdrängte Flüssigkeitsmenge während eines vollen Zyklus dem vierfachen effektiven Volumen einer solchen Kammer.
Durch das beschriebene Messgerät wird die in demselben verdrängte Flüssigkeit während jeder vol len Umdrehung des Richtungsrotors bzw. jedes Zyklus genau bemessen. Die Rotation des Blockierungsrotors 40 wird durch das Getriebe 87, 88, die Welle 89 und das Justierglied 92 auf den Zähler 90 über- tragen. Der Zähler zählt, wie vorerwähnt, die Zahl der Umdrehungen bzw. zeigt dieselben an, jedoch vorzugsweise in Volumen-oder Gewichtseinheiten, welche während der gezählten Umdrehungen verdrängt werden.
Das Messgerät kann für verschiedene Verwendungszwecke in einer grossen Zahl von verschiedenen Grössen hergestellt werden. Zur Messung von leichten Erdölprodukten wurden vorzügliche Resultate mit einer Ausführungsform entsprechend der vorbeschriebenen gemacht, wobei der Radius der Ver drängungsrotoren, bis zur Schaufelfläche R gemessen, 35 mm betrug und wobei der Durchmesser des Dichtungsrotors 82 mm war. Die Länge der verschiedenen Kammern betrug etwa 100 mm. Das Mess- gerät hatte eine Verdrängung pro Zyklus von 720 cm3, so dass bei einer Drehzahl von 375 U/min des Dichtungsrotors ein Volumen von 270 Liter pro Minute verdrängt wurde. Das Messgerät kann allerdings auch für Verdrängungen von 5-70 000 Liter pro Minute gebaut werden.
Das beschriebene Messgerät lässt sich jedoch nicht nur zur Ausmessung von Flüssigkeiten mit niedriger Viskosität verwenden, sondern kann auch für solche von hoher Viskosität, wie zum Beispiel für Schwer öle, angewendet werden.
Bei einem Messgerät der oben beschriebenen Grösse darf das Spiel zwischen den relativ beweglichen Teilen bei einer Flüssigkeit mit einer Viskosität von etwa 40 Saybolt Sekunden (Universal) ungefähr 0, 00375 mm betragen.
Während die bevorzugte eine Ausführungsform des Messgerätes gemäss Fig. 1 bis 10 mit zwei Ver drängungsrotoren und einem Dichtungsrotor mit zwei Vertiefungen versehen ist, können auch eine grössere Zahl von Verdrängungsrotoren zusammen mit einem Dichtungsrotor verwendet werden, welcher eine entsprechende Zahl von Vertiefungen aufweist. Anderseits kann der Dichtungsrotor auch eine grössere oder kleinere Zahl von Vertiefungen besitzen, als Verdrän- gungsrotoren vorgesehen sind. In den Fig. 11 bis 14 sind solche Ausführungsformen dargestellt.
Nachfolgend sind die hauptsächlichsten wesentlichen Merkmale der Konstruktion niedergelegt, auf welchen das beschriebene Messgerät basiert und welche auch für weitere Ausführungsformen Geltung haben. Diese sind wie folgt :
1. Alle Dichtungskontakte zwischen a) den Verdrän- gungsrotoren und dem Gehäuse, b) den Verdrän- gungsrotoren und dem Dichtungsrotor, c) dem
Dichtungsrotor und dem Gehäuse (mit Ausnahme derjenigen zwischen den Rotoren und den Ge häuse-Stirnwänden) finden an zylindrischen Ober flächen und konstanten Radien statt.
2. Mit Ausnahme der ständig erhaltenen Dichtungen zwischen den Rotoren und den Gehäuse-Stirn- wänden werden jeweils zwischen Endlagen nur drei Dichtungen aufrechterhalten, wobei diese
Dichtungen jeweils gleichzeitig gewechselt werden, so dass bei der Bildung einer Dichtung zwischen dem Verdrängungsrotor und dessen Kammer wei tere Dichtungen zwischen dem gleichen Verdrän- gungsrotor und dem Dichtungsrotor und zwischen letzterem und dem Gehäuse gebildet werden.
3. Die Zahl (D) der Verdrängungsrotoren entspricht der Zahl (C) der Verdrängungskammern.
4. Der totale Winkelbereich aller Verdrängungskam- mern entspricht 360 , und demzufolge ist der Win kelbereich (a) jeder Verdrängungskammer gleich 360 dividiert durch durch Zahl Zahl der Kammern.
5. Der Winkel (2) zwischen den Achsen von benach barten Verdrängungsrotoren bezüglich der Achse des Dichtungsrotors ist gleich 360 dividiert durch die Zahl B der Vertiefungen im Dichtungsrotor, abzüglich dem Winkel (fol) eines konvexen Segmen tes (Dichtungsoberfläche) der Oberfläche des Dich tungsrotors.
6. Der Winkelbereich (fol) jeder Dichtungsfläche am
Dichtungsrotor ist gleich 360 dividiert durch das
Produkt aus der Zahl B der Vertiefungen im Dich tungsrotor und der Zahl D der Verdrängungs- rotoren.
7. Der Winkelbereich (@) der Oberfläche an jedem Verdrängungsrotor, welche mit dem Dichtungs rotor dichtend zusammenwirkt, entspricht dem
Winkelbereich (a) des Dichtungskontaktes zwi schen dem Verdrängungsrotor und dem Gehäuse.
8. Der Winkelbereich ((fi) der Oberfläche am Ge häuse, welche dichtend'mit dem Dichtungsrotor zusammenwirkt, muss mindestens so gross sein wie der Winkelbereich (A) einer Vertiefung im Dich tungsrotor.
9. Alle Vertiefungen im Dichtungsrotor besitzen einen gleichen Winkelbereich und sind gleichmässig über die Oberfläche des Dichtungsrotors verteilt.
Bei der Anwendung der vorerwähnten Konstruktionsprinzipien auf die Ausführungsform gemäss Fig. 1 bis 10 zeigt sich, dass zwei Verdrängungsrotoren und eine gleiche Zahl von Verdrängungskammern vorgesehen sind, dass der Winkelbereich (a) jeder Ver drängungskammer 360 /2 oder 1809 beträgt, dass der Winkel (s) zwischen benachbarten Verdrängungs- rotoren 360 /2 minus 360 /2 X 2 oder 90O ist, dass der Winkelbereich (, B) jeder Dichtungsoberfläche am Dichtungsrotor 3600/2 X 2 oder 90ç) beträgt, dass der Winkelbereich (e))
der Dichtungsoberfläche an jedem Verdrängungsrotor 180 ist und dass der Winkelbereich (0) der Gehäuseoberfläche, welche dichtend mit dem Dichtungsrotor zusammenwirkt, 90 beträgt.
In gewissen Fällen kann das Verhältnis 360 360
B B. D einen Wert ergeben, der für alle praktischen Grössen des Messgerätes Interferenz zwischen Rotoren er geben würde. In solchen Fällen ist es notwendig, den
0 Ausdruck B mit einem ganzzahligen Faktor, gro- sser als 1, z. B. 2, zu multiplizieren, um einen Wert für zu erhalten, der eine praktische Ausführung des Messgerätes erlaubt.
Die Ausführungsformen gemäss den Fig. 11 bis 14 sind schematisch dargestellt. Sie sind alle der Aus führungsform gemäss Fig. 1 bis 10 generell ähnlich, jedoch sind diese geänderten Ausführungsformen mit unterschiedlichen Anzahlen von Verdrängungsroto- ren oder unterschiedlichen Zahlen von Vertiefungen im Dichtungsrotor versehen, oder beides, und die Gehäuse sind unterschiedlich ausgebildet und gewisse Teile unterschiedlich proportioniert und entsprechend angeordnet. In Fällen, wo eine grössere Zahl von Ver drängungsrotoren vorgesehen ist, sind natürlich entsprechende Zahnräder (nicht dargestellt) vorhanden.
In allen geänderten Ausführungsformen sind zwei öffnungen, nämlich eine Einlass-und eine Auslass- öffnung, vorgesehen, und die Verdrängungskammern sind in Serie zwischen diesen Öffnungen angeordnet.
Es ist nur ein Dichtungsrotor vorhanden, der mit einer Gehäusefläche zwischen den zwei Öffnungen dichtend zusammenwirkt.
Das in Fig. 11 dargestellte Messgerät besitzt ein Gehäuse 110 mit einer Einlassöffnung 138 und einer Auslassöffnung 137, zwei Verdrängungskammern 128 und einen Gehäusewandteil 124. Im Gehäuse 110 sind zwei Verdrängungsrotoren 150 angeordnet, deren Schaufeln dichtend mit den Wänden der Verdrän- gungskammern 128 zusammenwirken bzw. dieselben bestreichen. Im Gehäuse 110 ist ebenfalls ein Dichtungsrotor 140 drehbar gelagert, der drei Vertiefungen 142 aufweist und ausgebildet ist, um in diesen Vertiefungen die Verdrängungsrotoren aufzunehmen, und welcher drei Dichtungsabschnitte 141 besitzt, die dichtend mit der Wand 124 und mit den Verdrängungsrotoren zusammenwirken.
Die drei Rotoren sind untereinander durch Zahnräder (nicht dargestellt) verbunden, um gemeinsam in einer vorbestimmten Phasenlage verdreht zu werden, wodurch die Verdrängungsrotoren nacheinander und einzeln dichtend mit dem Gehäuse und gleichzeitig mit dem Dichtungsrotor zusammenwirken. Die Funktionsweise dieses Messgerätes ist ähnlich derjenigen des Mess- gerätes nach der oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsform. Die Drehzahl des Dichtungsrotors ist bezüglich derjenigen der Verdrängungsrotoren so gewählt, dass jeder der letzteren dichtend mit jeder der Dichtungsoberflächen 141 zusammenwirkt und darauf in die folgende Vertiefung 142 eintritt.
Aus Fig. 11 ist ersichtlich, dass der Winkelbereich jeder Verdrängungskammer 180 beträgt, dass der Winkel zwischen benachbarten Verdrängungsrotoren ebenfalls 180t'ist, dass der Winkelbereich der Wellendichtungsoberfläche an jedem Verdrängungsrotor ebenfalls 180 beträgt, dass der Winkelbereich der Dichtungsflächen am Dichtungsrotor 60 ist und dass der Winkelbereich der Dichtungsfläche am Gehäuse, mit welcher der Dichtungsrotor zusammenwirkt, wenigstens 60 ist.
Eine weitere Ausführungsform des Messgerätes ist in Fig. 12 gezeigt, welches ein Gehäuse 210 mit Einlass-und Auslassöffnungen 238 bzw. 237 besitzt, das überdies drei Verdrängungskammern 228 und eine Dichtungswand 224 hat. Im Gehäuse 210 sind drei Verdrängungsrotoren 250 angeordnet, deren Schaufeln zum Bestreichen der Wände der Verdrän- gungskammern 228 ausgebildet sind. Im Gehäuse 210 ist überdies ein Dichtungsrotor 240 drehbar gelagert, der drei zur Aufnahme der Schaufeln der Ver drängungsrotoren bestimmte Vertiefungen 242 und drei zum Zusammenwirken mit der Wand 224 und den Verdrängungsrotoren bestimmte Dichtungsabschnitte 241 aufweist.
Die vier Rotoren stehen über Zahnräder (nicht dargestellt) in Antriebsverbindung miteinander und werden in einer vorbestimmten Phasenlage miteinander verdreht, so dass die Ver drängungsrotoren nacheinander und einzeln mit dem Gehäuse und dem Dichtungsrotor dichtend zusammenwirken. Die Funktionsweise dieser Ausführungs- form ist ähnlich der in Fig. 1 bis 10 gezeigten bevorzugten Ausführungsform des Messgerätes. Die drei Verdrängungsrotoren bestreichen nacheinander die entsprechenden Kammern, wobei sich immer nur ein Rotor in der Arbeitsphase befindet, währenddem die beiden andern unwirksam sind. Die Dichtungen, welche jeder Verdrängungsrotor gleichzeitig mit dem Gehäuse und dem Dichtungsrotor bildet, sind untereinander die gleichen.
Aus Fig. 12 ist ersichtlich, dass der Winkelbereich jeder Verdrängungskammer 120 beträgt, der Winkel zwischen benachbarten Verdrän- gungsrotoren 80 ist, der Winkelbereich der Wellendichtungsfläche an jedem Verdrängungsrotor 120 beträgt, der Winkelbereich jeder Dichtungsfläche am Dichtungsrotor 40 beträgt und der Winkelbereich der Dichtungsfläche am Gehäuse, mit welcher der Dichtungsrotor zusammenwirkt, mindestens 80 sein muss.
Eine weitere Ausführungsform des Messgerätes ist in Fig. 13 dargestellt und besitzt ein Gehäuse 310 mit einer Einlassöffnung 338, einer Auslassöffnung 337, drei Verdrängungskammern 328 und einer Dichtungswand 324. Im Gehäuse 310 sind drei Verdrän- gungsrotoren 350 angeordnet, deren Schaufeln bei deren Drehung die Wände der Verdrängungskammern 328 bestreichen. Überdies ist im Gehäuse 310 ebenfalls drehbar ein Dichtungsrotor 340 vorgesehen, der zur Aufnahme der Schaufeln der Verdrängungsroto- ren vier Vertiefungen 342 aufweist und vier Dichtungsabschnitte 341 zum Zusammenwirken mit der Wand 324 und mit den Verdrängungsrotoren besitzt.
Die vier Rotoren stehen über Zahnräder (nicht dargestellt) miteinander in Antriebsverbindung und verdrehen sich deshalb gleichzeitig und in vorbestimmter Phasenlage, so dass dieselben nacheinander und einzeln mit dem Gehäuse und gleichzeitig mit dem Dichtungsrotor zusammenwirken. Die Wirkungsweise dieses Messgerätes ist ähnlich derjenigen nach der bevorzugten Ausführungsform gemäss Fig. 1 bis 10.
Aus Fig. 13 ist ersichtlich, dass der Winkelbereich jeder Verdrängungskammer 120 , der Winkel zwischen benachbarten Verdrängungsrotoren 60 , der Winkelbereich der Wellendichtungsfläche an jedem Verdrängungsrotor 120 , derjenige jeder Dichtungsfläche am Verdrängungsrotor 30 beträgt und derjenige der Dichtungsfläche am Gehäuse zum Zusammenwirken mit dem Dichtungsrotor mindestens 60 betragen muss.
Das in Fig. 14 gezeigte Messgerät besitzt ein Gehäuse 410 mit einer Einlassöffnung 438, einer Aus lassöffnung 437, drei Verdrängungskammern 428 und einer Dichtungswand 424. Im Gehäuse 410 sind drei Verdrängungsrotoren 450 drehbar angeordnet, deren Schaufeln die Wände der Verdrängungskammern 428 bestreichen. Ebenfalls drehbar ist im Gehäuse 410 ein Dichtungsrotor 440 vorgesehen, der mit zwei zur Aufnahme der Schaufeln der Verdrängungsrotoren bestimmte Vertiefungen 442 versehen ist und welcher zwei Dichtungsabschnitte 441 aufweist, welche mit der Wand 424 und mit den Verdrängungsrotoren dichtend zusammenwirken.
Die vier Rotoren stehen über Zahnräder (nicht dargestellt) in Antriebsverbindung miteinander, so dass die Verdrängungsrotoren nacheinander und einzeln dichtend mit dem Gehäuse und gleichzeitig mit dem Dichtungsrotor zusammenwirken. Die Funktionsweise dieser Ausführungsform des Messgerätes ist ähnlich derjenigen des Messgerätes nach der bevorzugten Ausführungsform gemäss Fig. 1 bis 10.
Aus Fig. 14 ist ersichtlich, dass der Winkelbereich jeder Verdrängungskammer 120 , der Winkel zwischen benachbarten Verdrängungsrotoren 60 , der Winkelbereich der Wellendichtungsfläche an jedem Verdrängungsrotor 120 , derjenige jeder Dichtungsfläche am Dichtungsrotor 60 beträgt und derjenige der Dichtungsfläche am Gehäuse, die mit dem Dichtungsrotor zusammenwirkt, mindestens 120 betragen muss.
Da das Messgerät von der positiven Verdrängungs- art ist und ein Minimum an Trägheitsmoment der beweglichen Teile und überdies ein Minimum an stö- render Beeinflussung der Flüssigkeitsströmung durch dasselbe aufweist, ist der Druckverlust sehr klein und das Messgerät deshalb sehr genau. Da die Drehzahl des Dichtungsrotors relativ klein ist, nämlich ein Bruchteil derjenigen der Verdrängungsrotoren, ist das Antriebsmoment des Messgerätes relativ niedrig, da überdies zwischen den einzelnen Teilen nur minimale Reibung vorhanden ist, sind die Reibungsverluste des Gerätes sehr klein. Die Ausbildung und Anordnung der Teile ist überdies so, dass kein Schub in axialer Richtung erzeugt wird.
Infolge der Anordnung der Elemente ist weder eine Kompression vorhanden, noch wird beim Durchfluss der Flüssigkeit ein Vakuum erzeugt. Es entsteht deshalb keine stossweise Strömung, und die Verdrän- gung der Flüssigkeit ist während jedes Zyklus gleichmässig. Wenn sich der Einlassrotor bzw. dessen Schaufel aus der Vertiefung im Dichtungsrotor bewegt, ist diese Vertiefung nicht abgedichtet, sondern gegen die Einlasskammer offen, so dass durch die Bewegung der Rotorschaufel kein Vakuum entstehen kann. Wenn die Schaufel des Auslassrotors sich in die Vertiefung des Dichtungsrotors bewegt, ist diese gegen die Aus lasskammer offen, so dass infolge der Bewegung der Schaufel in der Vertiefung keine Kompression der Flüssigkeit möglich ist.
Diese Eigenschaften sind auch gewährleistet, wenn ein oder mehrere Verdrängungs- rotoren zwischen den Einlass-und Auslassrotoren angeordnet sind.
Die Ausbildung des Gehäuses und die Anordnung der Rotoren in der bevorzugten Ausführungsform nach Fig. 1 bis 10 gestattet Ein-und Auslassöffnun- gen von maximalem Durchflussquerschnitt. Uberdies ist infolge der Ausbildung eine gleichmässige Strö- mung der Flüssigkeit durch das Messgerät möglich, so dass derselben ein äusserst geringer Widerstand entgegengesetzt wird.
In der bevorzugten Ausführungsform nach Fig. 1 bis 10 sind die Einlass-und Auslassöffnungen an entgegengesetzten Seiten des Gehäuses angeordnet und liegen in einer gemeinsamen Flucht, was das Anschliessen an Leitungen erleichtert. Wenn anderseits die Verhältnisse dies wünschbar machen, kann das Messgerät mit Einlass-und Auslassanschlüssen versehen sein, die unterschiedliche Winkel bezüglich der bevorzugten Ausführungsform aufweisen.
Bei einer Ausführungsform mit zwei Verdrängungsrotoren, die je eine einzige Schaufel aufweisen, und mit einem Dichtungsrotor, der zwei Vertiefungen besitzt, wie dies in der bevorzugten Ausführungsform der Fall ist, können Verdrängungsrotoren mit Schaufeln von maximaler wirksamer Länge verwendet werden. Es ist deshalb eine maximale Verdrängung pro Umdrehung möglich. Die Messleistung des Gerätes ist dabei für jede gewünschte äussere Grösse relativ hoch. Bei jeder Drehung des Dichtungsrotors wird eine Flüssigkeitsmenge verdrängt, die dem vierfachen effektiven Volumen einer der Kammern entspricht.
Die Konstruktion des Messgerätes gestattet eine vollständige symmetrische Ausbildung, so dass dasselbe reversierbar ist, wodurch sich die Auslassöff- nung an die Zuführleitung und die Einlassöffnung an die Abführleitung anschliessen lässt und die Drehrich tung umgekehrt wird. Sofern das Messgerät mit einem normalen Zähler verwendet wird, muss dieser umgekehrt werden, um eine positive Anzeige zu erhalten.
Sofern der Zähler selbst reversierbar ist, kann das Messgerät subtrahierend verwendet werden, in welchem Fall der Zähler die in entgegengesetzter Richtung durchfliessende Flüssigkeitsmenge von derjeni- gen in der vorhergehenden Richtung durchgeflossenen Menge abziehen würde. Das Messgerät kann auch in dessen Orientierung bezüglich der Leitungen reversiert werden. Wo dies wünschenswert ist, können zu diesem Zweck die Deckplatten und Stirnplatten sowie die zugehörigen Teile entfernt und in umgekehrter Lage befestigt werden.
Die Anordnung der Rotoren und deren Dreh- richtung ist so gewählt, um aus dem Messgerät Fremdkörper durch die Auslassöffnung herauszutragen. Innerhalb des Gehäuses sind keine Taschen vorhanden, innerhalb welchen sich solche Fremdkörper ablagern könnten. Die Strömungsrichtung der Flüssigkeit ist überdies so, dass Fremdkörper von den Dichtungen zwischen dem Dichtungsrotor und den Verdrängungs- rotoren weggetragen werden.
Die beschriebenen Messgeräte benötigen sehr wenig Unterhalt, sind in ihrer Konstruktion sehr einfach und besitzen deshalb nur wenige Justierung be nötigende Teile. Überdies sind keine Verdrängungs- teile vorhanden, die einer Gleitreibung ausgesetzt sind, so dass praktisch überhaupt keine Abnützung auftritt. Zum Zwecke der Reinigung des Messgerätes können die Deckplatten und Stirnplatten, welche das Innere des Gehäuses freigeben, leicht entfernt werden. Die Lager sind normaler Konstruktion und kön- nen leicht ersetzt werden, sofern die Abnützung einen solchen Ersatz notwendig machen sollte.