CH356192A - Belag zur Ausgleichung des Potentialgradienten längs der Fläche einer elektrischen Isolation - Google Patents
Belag zur Ausgleichung des Potentialgradienten längs der Fläche einer elektrischen IsolationInfo
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Description
Belag zur Ausgleichung des Potentialgradienten längs der Fläche einer elektrischen Isolation Die vorliegende Erfindung betrifft einen Belag zur Ausgleichung des elektrischen Potentialgradien ten, der auf der Fläche einer elektrischen Isolation entsteht, besonders auf der Fläche isolierter elektri scher Leiter, z. B. auf den Wickelköpfen elektrischer Maschinen oder auf Hochspannungsdurchführungen.
Wenn der elektrostatische Potentialgradient längs der Fläche einer von Luft oder einem anderen Gas umgebenen elektrischen Isolation einen bestimmten Wert überschreitet, bildet sich Korona; das sind Gas entladungen, die die Fläche der elektrischen Isolation und den Isolierstoff zerstören und schliesslich Durch schlag zur Folge haben können. Dieses Phänomen ist besonders belästigend bei nutengewickelten Hochspan nungsmaschinen, in denen zwischen der Fläche der aus dem Eisenkern herausragenden Wickelköpfen und dem Eisenkern ein sehr grosser Potentialgradient be steht, der Korona verursacht, und auch bei Hochspan nungsdurchführungen.
Um den auf der Fläche isolierter elektrischer Lei ter in elektrischen Maschinen und Geräten auftreten den Potentialgradienten auszugleichen und dadurch Koronabildung zu verhindern, ist bisher die Fläche der Isolation gewöhnlich mit einem elektrisch leiten den Belag versehen worden, der einen geeigneten Lei tungswiderstand zwischen den Leitungswiderstands werten für gute, Nichtleiter und metallische Leiter hat. Die bisher verwendeten Beläge bestehen gewöhnlich aus einem geeigneten Bindemittel, in welches zum Beispiel Graphit, Holzkohle, Anthrazit oder Kienruss gemengt sind.
Es hat sich indessen erwiesen, dass diese Beläge meistenteils den Potentialgradienten nicht hin reichend ausgleichen können, um die Koronabildung zu verhindern. Die Ursache wird am einfachsten an Hand der beigefügten Zeichnung erklärt, in der Fig. 1 im Querschnitt eine aus dem Stator einer elektrischen Maschine herausragende Wicklung schematisch dar- stellt. Der stromführende Leiter 1 ist in üblicher Weise mit einer Isolation 2 umgeben und ragt aus dem Eisenkern 3 der Maschine heraus. Wenn keine besonderen Vorkehren getroffen werden, nimmt die isolierte Fläche des Wickelkopfs annähernd dasselbe.
Potential wie der Leiter an, weshalb ein sehr grosser Spannungsgradient zwischen dem geerdeten Eisenkern und der Fläche der Isolation des Wickelkopfes ent steht, was eine kräftige Koronabildung zur Folge hat. Um dies zu verhindern, ist es wie schon erwähnt üblich, den dem Eisenkern am nächsten liegenden Teil des Wickelkopfes mit einem elektrisch leitenden Flächenbelag 4 der obenerwähnten Art zu versehen.
Es ist offenbar, dass dabei von jedem Punkt auf dem Teil des Leiters 1, der innerhalb des Glimmschutz belages 4 liegt, ein Ableitungsstrom zum Belag 4 und danach zum geerdeten Eisenkern 3 fliesst. Die Strom stärke in dem Belag steigt folglich von dem äusseren Ende des Belages nach dem Eisenkern zu progressiv an, und da alle bisher vorgeschlagenen und verwen deten Beläge einen von dem Strom und der Span nung annähernd unabhängigen Leitungswiderstand haben, entsteht ein viel grösserer Potentialgradient an der Stirnfläche des Eisenkernes als an dem äusseren Ende des Glimmschutzbelages.
Die Kurve A in Fig. 2 der Zeichnung zeigt, wie das Potential des Glimmschutzbelages mit dem Ab stand von der Stirnfläche des Eisenkernes variiert bei einem Belag der bisher verwendeten Art. Das Poten tial des Leiters ist in Fig. 2 mit U bezeichnet. Aus Fig. 2 geht hervor, dass die bekannten Beläge den Po tentialgradienten nur unbeträchtlich ausgleichen kön nen, so dass in der Nähe der Stirnseite des Eisenker nes ein grosser Potentialgradient und damit die Ge fahr für Koronabildung fortbestehen.
Auch wenn die ser Potentialgradient bei der normalen Betriebsspan nung der Maschine den genehmigten Grenzwert nicht überschreitet, ist offenbar nur eine geringe Spannungs erhöhung erforderlich, um den Potentialgradienten derart zu vergrössern, dass sich Korona bildet. Es ist deshalb bisher sehr schwer gewesen, einen Glimm- schutz hervorzubringen, der sowohl bei Betriebsspan nung als auch bei Prüfspannung wirksam ist.
Zwar kann der Potentialgradient in der Nähe des Eisenker nes dadurch vermindert werden, dass der Leitungs widerstand des Belages vermindert wird, wobei indes sen das äussere Ende des Belages ein Potential an nimmt, das niedriger als das Potential des Leiters ist, weshalb ein grosser Potentialgradient und die Gefahr für Korona in diesem Punkt entstehen.
Aus dem Vorstehenden geht !hervor, dass die bis her verwendeten Beläge nur innerhalb eines verhält nismässig engen Spannungsbereiches wirksam sind und dass ihre Wirkung von dem Leitungswiderstand, das heisst der Zusammensetzung und der Dicke des Be lages, stark abhängig ist.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, einen den Potentialgradienten ausgleichenden Belag zu schaffen, der innerhalb eines weiten Spannungsberei ches eine genügende Ausgleichung des Potentialgra dienten bewirkt und dessen Wirkung weniger emp findlich für Änderungen in der Zusammensetzung und in der Dicke des Belages ist. Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass der Belag mindestens einen elektrisch leitenden Bestandteil enthält, der dem Be lag einen ausgeprägt spannungsabhängigen Leitungs widerstand verleiht. Hierdurch bekommt der Belag eine stark nichtlineare Strom-Spannungskennlinie, so dass die Spannung über einen gewissen Teil des Be lages innerhalb eines weiten Spannungsbereiches an nähernd konstant und von der Stromstärke in diesem Teil des Belages unabhängig wird.
In Fig. 1 verur sacht folglich die grosse Stromstärke durch den Belag 4 in der Nähe des Eisenkernes 3 keinen grösseren Spannungsabfall als die niedrigere Stromstärke durch den äusseren Teil des Belages, weshalb die Potential verteilung längs des Belages annähernd linear wird, wie die Kurve B in Fig.2 zeigt. Da der Leitungs widerstand des Belages in jedem Punkt automatisch den bestgeeigneten Wert unabhängig vom Potential des Leiters, das heisst von der Spannung der Ma schine, annimmt, bewirkt der Belag nach der Erfin dung automatisch eine befriedigende Ausgleichung des Potentialgradienten bei innerhalb weiten Grenzen va riierender Spannung des Leiters.
Der Belag nach der Erfindung besteht zweckmässig aus einem Stoff mit stark spannungsabhängigem Lei tungswiderstand, der in disperser Form in ein härt- bares Bindemittel, z. B. in ein Epoxyharz, gemengt ist, so dass eine Suspension gebildet wird, die wie ein Lack auf die Fläche, deren Potentialgradient ausgegli chen werden soll, aufgebracht werden kann.
Ein härt- bares Bindemittel hat den Vorteil, dass es bei der Här tung etwas schrumpft, wobei die eingemengten leiten den Partikel zusammengepresst werden, so dass lei tende Kontakte zwischen ihnen entstehen. Als elek trisch leitender Bestandteil in dem Belag kann zum Beispiel Siliziumkarbid verwendet werden, das dem Belag einen ausgeprägt spannungsabhängigen Lei tungswiderstand verleiht, und das ausserdem den Vor teil hat, dass sein Leitungswiderstand einen verhältnis mässig kleinen Temperaturkoeffizienten aufweist.
Statt den Belag wie einen Lack unmittelbar auf den zu schützenden Leiter anzubringen, kann das Belagmittel zunächst auf ein Band aufgebracht wer den, das danach um die Isolation des Leiters gewik- kelt wird, wonach die Härtung des Bindemittels vor genommen wird. Bei diesem Verfahren ist es vor allem einfacher, die Dicke des fertigen Belages zu überwachen.
Es ist offensichtlich, dass die Erfindung nicht nur bei den Wickelköpfen elektrischer Maschinen und bei Hochspannungsdurchführungen mit Vorteil angewen det werden kann, sondern sie kann auch in vielen an deren Fällen in elektrischen Geräten und Maschinen, bei denen eine Ausgleichung des Potentialgradienten auf der Fläche einer Isolation erforderlich ist, verwen det werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Belag zur Ausgleichung des Potentialgradienten längs der Fläche einer elektrischen Isolation, insbeson dere auf der Fläche der Wickelköpfe elektrischer Ma schinen und bei Hochspannungsdurchführungen, da durch gekennzeichnet, dass er mindestens einen elek trisch leitenden Bestandteil enthält, der dem Belag einen ausgeprägt spannungsabhängigen Leitungswider stand verleiht. UNTERANSPRÜCHE 1. Belag nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass er aus einem härtbaren Bindemittel, z.B. einem Epoxyharz, besteht, in das ein oder meh rere Stoffe in disperser Form eingemengt sind, die dem Belag einen ausgeprägt spannungsabhängigen Leitungswiderstand verleihen. z. Belag nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass er als elektrisch leitenden Bestandteil Siliziumkarbid enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE356192X | 1957-04-06 |
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| CH356192A true CH356192A (de) | 1961-08-15 |
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| CH356192D CH356192A (de) | 1957-04-06 | 1958-03-18 | Belag zur Ausgleichung des Potentialgradienten längs der Fläche einer elektrischen Isolation |
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| CH (1) | CH356192A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4218928A1 (de) * | 1992-06-10 | 1993-12-16 | Asea Brown Boveri | Glimmschutzanordnung für die Statorwicklung einer elektrischen Maschine |
-
1958
- 1958-03-18 CH CH356192D patent/CH356192A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4218928A1 (de) * | 1992-06-10 | 1993-12-16 | Asea Brown Boveri | Glimmschutzanordnung für die Statorwicklung einer elektrischen Maschine |
| US5319276A (en) * | 1992-06-10 | 1994-06-07 | Asea Brown Boveri Ltd. | Corona-shielding arrangement for the stator winding of an electric machine |
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