CH340834A - Dampfkraftanlage mit Vorwärmung des Speisewassers durch Anzapfdampf und Kesselrauchgase - Google Patents
Dampfkraftanlage mit Vorwärmung des Speisewassers durch Anzapfdampf und KesselrauchgaseInfo
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Description
Dampfkraftanlage mit Vorwärmung des Speisewassers durch Anzapfdampf und Kesselrauchgase In Dampfkraftanlagen wird bekanntlich zur Ver besserung ihrer Wirtschaftlichkeit das Speisewasser im Regenerativverfahren durch Anzapfdampf vor gewärmt und ferner das Kesselrauchgas zur Verklei nerung der Austrittsverluste nach dem Verdampfer durch das Speisewasser im Rauchgasspeisewasservor- wärmer (Economizer) und die kalte Brennluft im Luftvorwärmer möglichst nahe an die Umgebungs temperatur abgekühlt, wobei die aus dem Rauchgas frei werdende Wärmemenge dem Wärmekreislauf wieder zugeführt wird.
Durch die Erhöhung der Speisewassertemperatur in den dampfbeheizten Vorwärmern wird die im Rauchgasspeisewasservorwärmer mögliche Abküh lung der Rauchgase durch das Speisewasser verklei nert; die im Rauchgasspeisewasservorwärmer aus getauschte Wärmemenge wird damit kleiner. Für festgesetzte Austrittswärmeverluste der Rauchgase muss deshalb der Luftvorwärmer eine grössere Wärme menge austauschen.
Weil die Wärmedurchgangszahlen für den Wärme austausch zwischen Luft und Rauchgas kleiner sind als diejenigen zwischen Speisewasser und Rauchgas, müssen insgesamt grössere Wärmeaustauschflächen für die Kühlung der Rauchgase vorgesehen werden; der Kessel wird teurer. Es besteht ein Interesse an tiefen Speisewasserzulauftemperaturen zum Rauch gasspeisewasservorwärmer.
Weiterhin sind der Vorwärmtemperatur der Brennluft aus feuerungstechnischen Gründen Gren zen gesetzt, so dass die Temperatur des aus den dampfbeheizten Vorwärmern austretenden Speise wassers nicht frei wählbar ist.
Für den Dampfkreislauf in einer Dampfkraft anlage gibt es für gegebene Frischdampfdaten, für die Anzahl und Höhe der Zwischenüberhitzungen und für den Zustandsverlauf des Dampfes in den Expan sionsmaschinen einen bestimmten Heizdampfzustand an der höchsten Anzapfstelle für besten thermischen Anlagewirkungsgrad.
Dieser Dampfzustand bestimmt in engen Grenzen die Speisewasseraustrittstempera- tur aus der Reihe der dampfbeheizten Vorwärmer. Mit steigenden Frischdampfdrücken nimmt diese günstigste Vorwärmendtemperatur des Speisewassers zu. Für neuzeitliche Hochdruckanlagen hat man ein Interesse an hohen Speisewassertemperaturen.
Die Erfindung bezieht sich auf Dampfkraftanla gen mit Vorwärmung des Speisewassers durch An zapfdampf und Kesselrauchgase; sie ist dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens ein dampfbeheizter Speisewasservorwärmer wasserseitig einem rauchgas- beheizten Speisewasservorwärmer nachgeschaltet ist.
Die Zeichnung zeigt hi schematischer Darstellung zwei Beispiele von Dampfkraftanlagen nach der Er findung.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, fliesst das Speisewasser in bekannter Weise vom Kondensator herkommend zuerst durch eine Reihe von durch Anzapfdampf beheizten Vorwärmern, wird dann aber bei einer für die Wirtschaftlichkeit des Kessels gün stigen Temperatur einem rauchgasbeheizten Vor wärmer zugeführt.
Die für die Verbesserung des thermischen Wirkungsgrades des Dampfkreislaufes weiter nötigen dampfbeheizten Vorwärmer werden vom Speisewasser erst nach diesem rauchgasbeheiz- ten Vorwärmer (Economizer) durchströmt.
Durch die beschriebene Führung der Prozesse werden folgende Vorteile erzielt: Das regenerative Vorwärmverfahren kann unabhängig von den Be grenzungen durch den Kessel für den besten thermi schen Wirkungsgrad ausgelegt werden; es werden geringste Maschinen- und Brennstoffkosten erreicht. Der Luft- und Rauchgaskreislauf des Kessels wird unabhängig vom Dampfprozess und kann dehalb mit einem wirtschaftlichen Bestwert geführt werden; es werden Wärmeaustauschflächen gespart.
Nach dem Schema Fig. 1 wird im Luftkreislauf des Kessels die Frischluft vom Ventilator 1 angesaugt und durch den Luftvorwärmer 2 gedrückt. Die heisse Luft strömt zum Beispiel durch den Rost 3 eines Kessels und dient der Verbrennung eines Brennstof fes. Die heissen Rauchgase strömen durch den Dampfüberhitzer 4, den Verdampfer 5 und werden im Rauchgasspeisewasservorwärmer 6 und dem Luft vorwärmer 2 abgekühlt. Im Dampfkreislauf wird der überhitzte Frischdampf in einer Turbine 7 entspannt, wobei im Laufe der Entspannung Dampf für die Speisewasservorwärmung abgezapft wird.
Die Rest dampfmenge wird im Kondensator 8 verflüssigt und mit Hilfe der Kondensatpumpe 9 durch die dampf beheizten Vorwärmer 10 und 11 in den Mischvor- wärmer 12 gefördert. Die Speisepumpe 13 drückt das Speisewasser duch einen weiteren dampfbeheiz ten Vorwärmer 14, durch den rauchgasbeheizten Vorwärmer 6 und durch mindestens einen diesem nachgeschalteten dampfbeheizten Vorwärmer 15.
Im Verdampfer 5 wird das Speisewasser verdampft oder vorgewärmt und verdampft. Der Dampf wird im Überhitzer 4 noch überhitzt.
Die Strömungsverluste des Speisewassers können mit Vorteil dadurch verkleinert werden, dass die Speiseleitung verkürzt wird, indem die dem Rauch gasspeisewasservorwärmer nachgeschalteten dampf beheizten Vorwärmer im Innern des Kessels an geordnet werden.
Die Vorteile der beschriebenen Anlage können noch vermehrt werden, wenn nach dem Schema Fig. 2 eine weitere Befreiung von Temperaturgren zen des Rauchgas- und Dampfprozesses dadurch herbeigeführt wird, dass dem (oder den) einem rauch gasbeheizten Speisewasservorwärmer nachgeschalte- ten dampfbeheizten Speisewasservorwärmer(n) ein weiterer rauchgasbeheizter Speisewasservorwärmer nachgeschaltet wird.
Die Hinweisziffern in Fig.2 sind dieselben wie diejenigen in Fig. 1, mit dem Unterschied, dass anstelle des Rauchgasspeisewasser- vorwärmers zwei solche mit 6a und 6b bezeichnet sind.
Dem (oder den) einem rauchgasbeheizten Vor wärmer 6b nachgeschalteten dampfbeheizten Vorwär- mer(n) 15 ist ein weiterer rauchgasbeheizter Vor wärmer 6a nachgeschaltet, wodurch erreicht wird, dass das Speisewasser vor Erreichen des Verdamp fers 5 höher vorgewärmt werden kann, als dies durch das Temperaturniveau des Vorwärmers 15 bedingt ist.
Bei Anlagen mit überkritischen Frischdampf drücken kann nicht mehr von einem rauchgasbeheiz- ten Vorwärmer, Verdampfer und Überhitzer gespro chen werden. In einer solchen, der beschriebenen Anlage entsprechenden Anlage würde das Speise wasser nach einem rauchgasbeheizten Wärmeaus- tauscher wieder durch dampfbeheizte Vorwärmer und gegebenenfalls durch einen weiteren rauchgas- beheizten Wärmeaustauscher geleitet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Dampfkraftanlage mit Vorwärmung des Speise wassers durch Anzapfdampf und Kesselrauchgase, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein dampf beheizter Speisewasservorwärmer wasserseitig einem rauchgasbeheizten Speisewasservorwärmer nach geschaltet ist.UNTERANSPRUCH Dampfkraftanlage gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dem (oder den) einem rauchgasbeheizten Speisewasservorwärmer nach geschalteten dampfbeheizten Speisewasservorwär- mer(n) ein weiterer rauchgasbeheizter Speisewasser vorwärmer nachgeschaltet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH340834T | 1956-06-13 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH340834A true CH340834A (de) | 1959-09-15 |
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ID=4505555
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH340834D CH340834A (de) | 1956-06-13 | 1956-06-13 | Dampfkraftanlage mit Vorwärmung des Speisewassers durch Anzapfdampf und Kesselrauchgase |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH340834A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2523873A1 (de) * | 1974-06-17 | 1976-01-02 | Combustion Eng | Dampferzeuger, insbesondere fuer schiffsturbinen |
-
1956
- 1956-06-13 CH CH340834D patent/CH340834A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2523873A1 (de) * | 1974-06-17 | 1976-01-02 | Combustion Eng | Dampferzeuger, insbesondere fuer schiffsturbinen |
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