CH340402A - Verfahren und Einrichtung zum Auftauen und anschliessenden Erwärmen tiefgekühlter Nahrungsmittel - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Auftauen und anschliessenden Erwärmen tiefgekühlter NahrungsmittelInfo
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Auftauen und anschliessenden Erwärmen tiefgekühlter Nahrungsmittel Es ist bekannt, durch Tiefkühlung konservierte Nahrungsmittel und zubereitete Speisen mittels so genannter Auftauöfen aufzutauen und auf die für den Verzehr geeignete Temperatur zu erwärmen. In stei gendem Umfang ist man dazu übergegangen, auch fertig zubereitete, komplette Essen (Menüs) einzufrieren und so zu konservieren, um nach einer gewissen Auftau- und Erwärmungszeit ohne weitere Arbeit diese vorgekochten Speisen tischfertig zur Verfügung zu haben. Besonders für Betriebe der Gastronomie gewinnt dieses Verfahren ständig an Bedeutung, da hierdurch eine Lagerhaltung an vorgekochten Mahl zeiten möglich ist.
Nicht zuletzt hat dieses Verfahren in den Bordküchen von Flugzeugen eine grosse Be deutung erlangt.
Bei der Konstruktion derartiger Einrichtungen zum Erwärmen von tiefgekühlten Nahrungsmitteln kommt es darauf an, dass eine möglichst grosse Menge von tiefgekühlten Nahrungsmitteln in der geringst- möglichen Zeit auf die zum Anrichten erforderliche Temperatur erwärmt wird, wobei die Temperatur an allen Punkten des Auftauofens und somit die so genannte Auftaugeschwindigkeit möglichst gleich sein sollen.
Durch die bisher bekannten Einrichtungen wird dieser Zweck nur unvollkommen erreicht, weil bei diesen Ausführungen, bei denen mittels Ventila toren die durch elektrische Widerstände erwärmte Luft in dem Auftauofen umgewälzt wird, die Saug- und Druckseite nur am Ventilator strömungstechnisch getrennt ist. Dadurch ist die Möglichkeit der Aus bildung eines stehenden Luftpolsters an der dem Ventilator entgegengesetzten Seite praktisch unver meidbar, so dass keine alle Stellen des Ofens erfassende Luftumwälzung stattfinden kann.
Der Wärmeüber gang erfolgt also teilweise nur durch Wärmeleitung, und es herrschen erfahrungsgemäss grosse Temperatur- unterschiede zwischen den einzelnen Zonen im Auf tauofen und somit Unterschiede in der Auftau- geschwindigkeit.
Diese Mängel werden nach dem erfindungsgemä ssen Verfahren dadurch vermieden, dass zum Auf tauen und anschliessenden Erwärmen tiefgekühlter Nahrungsmittel, insbesondere fertig zubereiteter Spei sen, die in unter Belassung von Zwischenräumen über- und nebeneinander auf einem Etagenrost einer Kammer gestapelten Behältern sich befinden, mittels eines in der Kammer umgewälzten, die Behälter be streichenden Warmluftstromes, der von einem Luft umwälzer ausgehende und zu diesem zurückgeführte Warmluftstrom als Hüllstrom um den von den Be hältern gebildeten Block herumgeführt und zwischen den Etagen dieses Blockes zurückgeführt wird.
Zur Durchführung des Verfahrens dient eine Ein richtung, welche eine Kammer mit einem Etagenrost zur Aufnahme von die Nahrungsmittel enthaltenden Behältern und einen Luftumwälzer mit Beheizung des geförderten Umwälzluftstromes aufweist und die da durch ausgezeichnet ist, dass dem Luftumwälzer Leit- mittel nachgeschaltet sind, die veranlassen, dass die geförderte Luft im Hüllstrom um den Behälterblock herumgeführt und zwischen den Etagen des Rostes zur Ansaugseite des Luftumwälzers zurückgeführt wird.
Das Verfahren nach der Erfindung wird nach stehend an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Es zeigen Fig: 1 einen Schnitt nach Linie A-B der Fig. 2 durch eine Einrichtung zum Auftauen und anschlie ssenden Erwärmen von tiefgekühlten Nahrungsmitteln, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 1, Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der Einrich- tung mit einem Luftumwälzer und beiderseits an geordneten Heizvorrichtungen,
Fig. 4 eine andere Ausführungsform der Einrich tung mit beiderseits angeordneten Heizvorrichtungen und Luftumwälzern, Fig. <B>5-7</B> eine der Vig. 3 entsprechende Ausfüh rungsform der Einrichtung rnit einem Luftumwälzer und beiderseits angeordneten Heizvorrichtungen, wo bei Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie c-d von Fig. 6 und Vig. 6 einen Schnitt nach der Linie a-b von Fig. 5 darstellt;
Fig. 7 ist eine Draufsicht auf eine Einrich tung nach Fig. 5, Fig. 8 die bekannte Verteilung der Nahrungs mittel und Fig. 9 die auf Grund der Erfindung mögliche und wesentlich verbesserte Einfüll- und Zuordnungs- möglichkeit.
In einer zweckmässig isolierten Ofenkammer 1 mit Entnahmetür 13 ist ein Etagenrost 9 angeordnet, der zur Aufnahme der die aufzutauenden- und zu er wärmenden tiefgekühlten Nahrungsmittel enthalten den, über- und nebeneinander liegenden Behälter 2 dient. Diese Behälter 2 haben in der Regel die Form von sich nach unten pyramidenförmig verjüngenden Schüsseln bzw. Schalen, so dass auch bei enger An reihung der nebeneinander liegenden Behälter 2 deren Böden in einigem Abstand voneinander bleiben. Auch die übereinander liegenden Behälter 2 weisen einen Zwischenabstand auf.
Der einen Stirnwand der Ofenkammer 1 ist ein von einem Motor 4 antreibbarer Ventilator 3 zu geordnet, dessen Druckseite elektrische Heizwider- stände 5 nachgeschaltet sind. Der Ventilator 3 be wirkt somit eine Umwälzung der .von der Ofen kammer 1 eingeschlossenen Luft, wobei der von ihm ausgehende Förderluftstrom durch Vorbeigang an den Heizwiderständen 5 auf die erforderliche Auftau- und Erwärmungstemperatur gebracht wird.
Um zu einer den ganzen Luftraum der Ofen kammer 1 erfassenden Luftumwälzung und damit zu einer gleichmässigen Auftauung und Erwärmung aller von der Kammer 1 aufgenommenen Behälter 2 zu gelangen, ist die Druckseite des Ventilators 3 von der Saugseite durch ein Leitblech 6 abgetrennt, das die Förderluft einem von den Seitenflächen des von den Behältern 2 gebildeten Blockes und den Seitenwänden der Ofenkammer begrenzten Kanal 14 zuleitet.
Um zu verhindern, dass diese Förderluft vorzeitig durch dieZwischenräumezwischen den einander folgen den Behältern 2 oder zwischen den einzelnen Etagen nach der Saugseite des Ventilators 3 abgelenkt wird, sind an dem Rost 9 diese seitlichen Zwischenräume 12 zwischen den aufeinander folgenden Behältern 2 ab deckende Leitbleche 10 vorgesehen. Der Rost 9 trägt ferner Klappen 11, die den Abstand zwischen den einzelnen Rostetagen überbrücken.
Die Leitbleche 10 und die Klappen 11 bilden somit mit den Seiten wänden der Behälter 2 eine praktisch geschlossene Wandfläche, die die von dem Ventilator 3 kommende Warmluft zwingt, um den ganzen, von den Behältern 2 gebildeten Block, als Hüllstrom herumzustreichen.
Zur besseren Ableitung des von dem Ventilator 3 ausgehenden Druckluftstromes sind noch die Stirn ecken der Ofenkammer 1 abrundende Leitbleche 7 " vorgesehen, die mit den Leitblechen 6 durch Schraub bolzen 8 gehalten sind.
Der Rückstrom der Luft zu der Saugstelle des Ventilators 3 ist auf die Kanäle 15 zwischen den einzelnen Etagen beschränkt, da die zwischen den Böden der hintereinander liegenden Behälter 2 ver bleibenden Zwischenräume 12 durch die Deckplatten 10 überbrückt sind. Diese Platten 10 können auch an den Behältern 2 angeordnet sein.
Es ergibt sich somit ein geschlossener Zwangs umlauf der Luft und damit eine gleichmässige Er wärmung aller von der Kammer 1 aufgenommenen Behälter 2, insbesondere dann, wenn darauf geachtet wird, dass die Querschnitte der sich für den Umwälz- weg ergebenden Kanäle unter Berücksichtigung der sich auf diesem Weg ergebenden Abkühlung der Luft bemessen sind.
Die Aufnahmebehälter 2 sind in der Regel durch eine Folie verschlossen, so dass die Erwärmung des Gutes, da zwischen der Folie und dem von dem Be hälter 2 aufgenommenen Gut ein gewisser Abstand eingehalten ist, in erster Linie über die Wände und den Boden der Behälter 2 erfolgt. Diese Abdeckfolien können jedoch auch mit Löchern versehen sein, um eine Erwärmung der Speisen auch von oben her zu erreichen. Dabei kann der Gesamtquerschnitt dieser Löcher in den Abdeckfolien der einzelnen Behälter 2 mit deren Abstand von dem Ventilator 3 zunehmen, um einen Ausgleich zu der Temperaturabnahme des umgewälzten Luftstromes auf dem Förderweg von und zu dem Ventilator 3 herbeizuführen.
Bei der Abwandlung nach der Fig. 3 ist auf der dem Ventilator 3 entgegengesetzten Seite eine weitere Heizvorrichtung 5 angeordnet, die eine zusätzliche Erwärmung (Wiederaufheizung) der Umwälzluft zur Folge hat. Zur Strömungsführung dieser Umwälzluft ist der Leitkörper 16 vorgesehen, der die Umwälzluft nach Aufheizung durch die Heizvorrichtung 5 zwi schen die Etagen des aus den Behältern 2 gebildeten Blockes lenkt. Um eine zu grosse Einstrahlung der Heizwiderstände 5 auf die Behälter 2 zu verhindern, sind Strahlbleche 17 vorgesehen, deren Formgebung die Luftführung unterstützt.
In Fig. 4 ist zusätzlich gegenüber der Fig. 1 ein weiterer, von dem Motor 4' antreibbarer Ventilator 3' vorgesehen. Die Erwärmung (Wiederaufheizung) der umgewälzten Heissluft erfolgt wie bei Fig. 1 durch die Heizwiderstände 5, 5'. Die Leitbleche 17 dienen der Trennung von Druck- und Saugseite bzw. zur Führung des Heissluftstromes.
In den Fig. 5, 6 und 7 ist nochmals eine der Fig. 3 entsprechende Ausführungsform der Einrichtung in drei Ansichten dargestellt. Die von dem Ventilator 3 umgewälzte Luft wird an der Heizvorrichtung 5 er wärmt, streicht zwischen den Wandungen der Ofen- Kammer 1 und dem von den Behältern 2 gebildeten Block entlang, wird durch die Heizvorrichtung 5' wieder erwärmt (wieder aufgeheizt) und gelangt zwi schen den Etagen des Blockes zurück zum Ventilator 3.
Die Leitbleche und Leitvorrichtungen 6, 7, 10, 16 und 17 dienen zur Trennung von Saug- und Druck seite und zur Führung des Heissluftstromes.
Die Fig. 8 zeigt die bisher übliche Anordnung der Nahrungsmittel (Menüteile) innerhalb der Auftau- schälchen und die entsprechende Zuordnung der in die Ofenkammer 1 eingebrachten Schälchen zu der Heizvorrichtung 5 und dem Ventilator 3. Auf Grund der einseitigen Aufheizung der Umwälzluft sowie der einseitigen Wärmestrahlung durch die Heizvorrich- tung 5 war es erforderlich, die Menüteile bezüglich der Heizvorrichtung 5 in bestimmter Weise anzu ordnen.
Das geschah dadurch, dass in ein Auftau- schälchen jeweils nur eine Sorte Nahrungsmittel ein gefüllt wurde und die mit Speisen gleichen Wärme bedarfes gefüllten Schälchen von der Heizvorrich- tung 5 aus nach fallendem Wärmebedarf in die Ofen kammer eingebracht wurden. Bei einer Ausführung gemäss Fig. 8 sind beispielsweise in das Auftau- schälchen 2' Fleisch, in 2" Gemüse und in 2"' Kar toffeln eingebracht worden; die verschiedenen Nah rungsmittel sind durch x, y und z angedeutet.
Die Fig. 9 zeigt eine mögliche Anordnung der Nahrungsmittel innerhalb der Auftauschälchen. Durch die symmetrische Einstrahlung und Erwärmung der Umwälzluft von den Heizvorrichtungen 5 und 5' ist es möglich, innerhalb eines Auftauschälchens Speisen verschiedenen Wärmebedarfs einzubringen. Wenn das in einem Auftauschälchen befindliche und aus den Teilen x (hoher Wärmebedarf, z. B. Fleisch), y (ge ringer Wärmebedarf, z. B. Gemüse) und z (geringster Wärmebedarf, z. B.
Kartoffeln), bestehende Menü so angeordnet wird, dass die Speisen mit hohem Wärme bedarf - dargestellt durch x<B>-</B>jeweils direkt den Heiz- vorrichtungen 5 und 5' zugekehrt sind und die Menü teile mit dem geringsten Wärmebedarf - dargestellt durch z - von den Heizvorrichtungen 5 und 5' am weitesten entfernt eingebracht werden, so wird eine trotz des unterschiedlichen Wärmebedarfs der Menü teile gleichmässige Erwärmung des eingebrachten Auf taugutes gewährleistet. Es ist dann in diesem Falle möglich, innerhalb eines Auftauschälchens Essen ver schiedener Zusammensetzung einzubringen und die Schälchen gleichzeitig als Servierschälchen zu be nutzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Auftauen und anschliessenden Er wärmen tiefgekühlter Nahrungsmittel, insbesondere fertig zubereiteter Speisen, die in unter BeIassung von Zwischenräumen über- und nebeneinander auf einem Etagenrost einer Kammer gestapelten Behäl tern sich befinden, mittels eines in der Kammer um gewälzten, die Behälter bestreichenden Warmluft stromes, dadurch gekennzeichnet, dass der von einem Luftumwälzer ausgehende und zu diesem zurück geführte Warmluftstrom als Hüllstrom um den von den Behältern gebildeten Block herumgeführt und zwischen den Etagen dieses Blockes zurückgeführt wird. Il.Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, welche eine Kammer mit einem Etagenrost zur Aufnahme von die Nahrungs mittel enthaltenden Behältern und einen Luftum- wälzer mit Beheizung des geförderten Umwälzluft- stromes aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Luftumwälzer Leitmittel nachgeschaltet sind, die veranlassen, dass die geförderte Luft im Hüllstrom um den Behälterblock herumgeführt und zwischen den Etagen des Rostes zur Ansaugseite des Luft umwälzers zurückgeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftumwälzer einer Stirn seite der Kammer zugeordnet und seine Saugseite gegen die Druckseite durch eine diese an den Hüll kanal des Behälterblocks anschliessende Leitplatte abgeschlossen ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischen räume zwischen den in den einzelnen Etagen einander folgenden Behältern durch in deren Bodenebene lie gende, dem Rost oder den Behältern zugeordnete Leitbleche geschlossen sind. 3.Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwi schenräume zwischen den Etagen durch an dem Rost angelenkte Aussenklappen abgedeckt sind. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Er wärmung des Umwälzluftstromes auf mehreren, ins besondere auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten Heizvorrichtungen, vorzugsweise elektrische Heizwiderstände, vorgesehen sind, an denen die zur Erwärmung des eingebrachten Gutes dienende Um- wälzluft vorbeigeführt wird. 5.Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Leitbleche vorhanden sind, welche die um das eingebrachte Auf taugut als Hüllstrom geführte Umwälzluft an den Heizvorrichtungen vorbei zwischen die Etagen des Behälterblockes lenken. 6. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass den Heizvorrichtungen mehrere, insbesondere zwei, Luft umwälzer zugeordnet sind. 7.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unter ansprüchen 4-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftumwälzer den beiden Stirnseiten der Kammer zugeordnet und deren Saugseiten gegen die Druck seiten durch diese an den Hüllkanal des Behälter blockes anschliessende Leitplatten abgeschlossen sind.
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