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CH348816A - Verfahren und Vorrichtung zur Messung des Abstandes zweier Punkte eines Gegenstandes - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Messung des Abstandes zweier Punkte eines Gegenstandes

Info

Publication number
CH348816A
CH348816A CH348816DA CH348816A CH 348816 A CH348816 A CH 348816A CH 348816D A CH348816D A CH 348816DA CH 348816 A CH348816 A CH 348816A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
points
rod
point
distance
screen
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Georg Dipl Ing Leser
Original Assignee
Exatest Ges Fuer Messtechnik M
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Exatest Ges Fuer Messtechnik M filed Critical Exatest Ges Fuer Messtechnik M
Publication of CH348816A publication Critical patent/CH348816A/de

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B11/00Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques
    • G01B11/02Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring length, width or thickness
    • G01B11/04Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring length, width or thickness specially adapted for measuring length or width of objects while moving

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description


  
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Messung des Abstandes zweier Punkte eines Gegenstandes
Das vorliegende Patent bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung des Abstandes zweier Punkte eines Gegenstandes zum Zwecke der Ermittlung der Breite, der Länge oder sonstigen Dimension des Gegenstandes, sowie auf eine Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens.



   Es ist schon vorgeschlagen worden, bei der Breitenmessung von bandförmigem Gut das Bild jeder Bandkante optisch zu erfassen und mittels einer Optik gemeinsam auf einer Messfläche, z. B. einer Mattscheibe, geometrisch abzubilden. Die Messung erfolgt mittels einer Skala oder einer Photozelle auf Grund einer Lichtmenge auf der Messfläche. Man überträgt vorteilhaft die Bilder der Kanten auf die   Messfläche    mit optischen Mitteln so, dass das Abbild der einen Kante zum Abbild der anderen Kante auf der Messfläche senkrecht steht. Solange der Schnittpunkt der Abbilder sich auf einer geneigten Geraden bewegt, ist keine Abweichung von der Sollbreite vorhanden.



  Das Band hat sich dann nur insgesamt seitlich verschoben. Liegt dagegen der Schnittpunkt. der Abbilder der Bandkanten auf einer Parallelen zur genannten Geraden, so liegt eine Abweichung von der Sollbreite vor.



   Es ist ebenfalls bereits vorgeschlagen worden, für die optische Abbildung Fernsehkameras und als Messfläche den Bildschirm eines Fernsehempfängers zu verwenden. Wenn man die beiden Kameras um ihre optische Achse um den gleichen, aber entgegengesetzten Winkel zur jeweiligen Bandkante dreht, ergibt sich der sehr vorteilhafte Umstand, dass die Abbildungen der Bandkanten sich so schneiden, dass die Schnittpunktverschiebungen bei reinen Breiten änderungen senkrecht zu den Schnittpunktverrschiebungen bei reinen Parallelverschiebungen des Bandes erfolgt, so dass die Verschiebungen des Schnittpunktes und damit die Ablesung der Breitenänderungen bzw. der Parallelverschiebungen in einem orthogonalen Koordinatensystem erfasst werden können.



   Diese bereits vorgeschlagenen Verfahren setzen im wesentlichen parallele Kanten des bandförmigen Gutes voraus, welche senkrecht zu der Verbindungslinie zwischen den Mittelpunkten der beiden Objektive verlaufen. Bei Bandeisen verlaufen die Kanten jedoch nicht immer parallel, und die Breitenänderung erfolgt auch nicht sprungweise, sondern in einem kontinuierlichen Übergang, so dass an den Übergangsstellen die Bandkanten nicht parallel verlaufen. Trotzdem lässt sich gemäss der vorliegenden Erfindung eine Breitenmessung senkrecht zur Bewegungsrichtung des durchlaufenden Gutes durchführen.



   Das Messverfahren gemäss der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass man den Gegenstand in zur Verbindungsgeraden zwischen den beiden Punkten rechtwinklig verlaufender Richtung bewegt, wobei die Verbindungsgerade parallel zu einer die Mittelpunkte der zwei Objektive miteinander verbindenden Geraden bleibt, und dass man mittels der beiden Objektive die zwei Punkte derart auf der Messfläche abbildet, dass die Abbildungen der Bewegungsbahnen der beiden Punkte auf der Messfläche relativ zueinander verdreht erscheinen, wobei man die je nach der Verschiedenheit des Abstandes der beiden Punkte sich ergebende verschiedene Lage des Schnittpunktes der abgebildeten Bewegungsbahnen als Mass für den Abstand der Punkte verwendet.



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Ausüben dieses Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass die Objektive diejenigen von Fernsehkameras sind und die Messfläche der Bildschirm eines daran angeschlossenen Fernsehempfängers ist, und dass die beiden Fernsehkameras um die optischen Achsen ihrer Objektive bezüglich einer die Mittelpunkte der Objek  tive miteinander verbindenden Geraden um gleiche, aber gegensinnige Winkelbeträge gedreht sind.



   Die Erfindungen ermöglichen nicht nur die Messung der Breite von bandförmigem Gut, sondern z. B. auch die Messung der Länge von Stäben.



   An Hand der beigefügten Zeichnung werden die Erfindungen beispielsweise erläutert.



   Die Fig. la und   ib    veranschaulichen zunächst die Bandbreitenmessung.



   In Fig. 2 sind die Bandkanten fortgelassen und lediglich die Abbildungsanordnung und zwei verschieden grosse zu messende Strecken veranschaulicht.



   Die Fig. 3 veranschaulicht die Abbildung der kürzeren Strecke (stabförmiger Körper) während ihrer Bewegung senkrecht zur Verbindungslinie der Objektive.



   Die Fig. 4 veranschaulicht die Abbildung der längeren Strecke (stabförmiger Körper) während ihrer Bewegung senkrecht zur Verbindungslinie der Objektive.



   Fig. 5 entspricht im wesentlichen der Fig. 3, nur dass lediglich die Begrenzungen (A, B) der Strecken (Stäbe) abgebildet werden, während das parallel zur Verbindungslinie der Objektive liegende Verbindungsstück zwischen den Begrenzungen nicht abgebildet wird.



   Fig. 6 entspricht der Fig. 4, wobei wiederum nur die Begrenzungen (A', B') der Strecke (Stab) abgebildet werden.



   Gemäss Fig. la werden die beiden Kanten des bandförmigen Gutes 1 mittels der beiden Fernsehkameras 2 und 3 auf dem Bildschirm 4 als Linien   a1    und   b1    abgebildet. Infolge der Neigung der optischen Achsen 5 der beiden Fernsehkameras um gleiche, aber gegensinnige   Winkelbeträge L schneiden    sich gemäss
2 Fig.   lb    die beiden abgebildeten Bandkanten a, und   b7    im Punkt S. Findet keine Parallelverschiebung des ganzen Bandes statt, so bleibt die Mittelachse x in ihrer alten Stellung. Bei einer reinen Breitenände-rung ergeben sich dann beispielsweise die gestrichelt angedeuteten Bandkanten a' und b'.

   Da die Mittelachse x des Bandes nicht verschoben wird, erfolgt die Gesamtbreitenänderung symmetrisch zur Mittelachse, d und zwar auf beiden Seiten um den Betrag 2 Die beiden Bandkanten a' und b' werden auf dem Bildschirm 4 in den Linien   a'1 und      b'1    abgebildet, welche sich im Punkte   S' schneiden.    Infolge der beschriebenen Stellung der Kameras zu den Bandkanten liegen sämtliche Schnittpunkte der Bandkanten, welche einer gewissen Breite entsprechen, auf der senkrechten Linie w des Bildschirmes, welche gleichzeitig die Winkelhalbierende der abgebildeten, sich schneidenden Bandkantenlinien ist. Der Abstand e zwischen den Schnittpunkten S und   S' ist    hierbei ein eindeutiges Mass der Breitenänderung d.



   Betrachtet man die Verhältnisse auf dem Bildschirm 4, so lassen sich dem Schnittpunkte S die beiden Punkte A und B des Bandes als abgebildete Punkte   A3    und   Bt    zuordnen, das heisst, im Punkte S fallen die Abbildungen der beiden Punkte A und B zusammen. Diese beiden Punkte liegen auf einer Parallelen v zur Verbindungslinie in zwischen den Mittelpunkten M, und M2 der beiden Kameras.



   Wenn man die Punktepaare C',   D' und    C", D" betrachtet, die auf den Parallelen   vt,      v    zur Geraden v liegen, so wird die Sonderstellung des Punktepaares A, B ersichtlich. Während das Punktepaar A, B auf der Abbildung in einem gemeinsamen Punkte S abgebildet wird, ergeben die parallel verschobenen Punktepaare C',   D' und    C", D" auf dem Bildschirm oder dergleichen getrennte Abbildungen. Das Punktepaar C',   D' wird    in das Punktepaar   C't,    D', und das Punktepaar C", D" in das Punktepaar   C'l,    D"1 abgebildet, welche also nicht zusammenfallen.

   Findet eine Breitenänderung des Bandes 1 statt, das heisst, verschieben sich die Kanten a und b in die gestrichelt angedeuteten Kanten a', b', so verschiebt sich der Schnittpunkt S in den Schnittpunkt   Los'.    Dem Schnittpunkt S' entspricht nun wiederum ein Punktepaar an der Kante des Bandes. Das dem Schnittpunkt S' entsprechende Punktepaar liegt jedoch nicht auf der Parallelen v zur Verbindungslinie der Mittelpunkte der beiden Kameras, sondern auf der weiter nach oben verschobenen Parallelen v', welche von den beiden Punkten A' und   B' begrenzt    wird. Jeder Bandbreite kann also ein in verschiedenem Abstand von der Verbindungslinie der Mittelpunkte der beiden Kameras liegendes Punktepaar zugeordnet werden, dessen Abbildung auf dem Bildschirm in einem gemeinsamen Punkte stattfindet.



   In Fig. 2 sind nun die Bandkanten weggelassen und lediglich die Strecken v und   v' dargestellt.    Auf das Vorhandensein begrenzender Kanten kann verzichtet werden und auch die Messung von Stäben oder sonstigen linearen Körpern, welche durch die Strecke A, B bzw. A', B' repräsentiert werden, durchgeführt werden. Hierbei ist lediglich wichtig, dass der zu messende Abstand zwischen zwei Punkten sich parallel zu der Verbindungslinie m zwischen den beiden Punkten   Mt    und M2 erstreckt und in der Richtung   ;    welche senkrecht zur Verbindungslinie der beiden Kameramittelpunkte liegt, eine Bewegung des zu messenden Körpers stattfindet.

   Wird nun der Stab A, B ohne seitliche Verschiebung in der Bewegungsrichtung r fortbewegt, so ergibt sich auf dem Bildschirm (siehe Fig. 3), wenn man diesen in sukzessiven Zeitpunkten betrachtet, folgendes Bild: Die auf den beiden Kameras 2 und 3 entworfenen Bilder der Strecke v und der Punkte A und B sind in dem Bildabschnitt I des Bildschirmes veranschaulicht. Die von den beiden Kameras 2 und 3 entworfenen Bilder der Strecke v sind auf dem Bildschirm mit   v5    bezeichnet. Die beiden Abbildungslinien   vt    schneiden sich in einem Punkte   S3.    Die Punkte A und B werden in die beiden getrennten Punkte   A1    und   Bt    abgebildet, welche jeweils in den Endpunkten der abgebildeten Strecken   v3     liegen.

   Die Abbildung des Punktepaares A, B findet also in dem getrennten Punktepaar A1, B, statt. In einem späteren Zeitpunkt gelangt der Stab bei seiner Bewegung senkrecht zur Verbindungslinie in eine bestimmte Lage, bei der die Abbildung des Punktepaares A, B in einem gemeinsamen Punkt S stattfindet. Im Punkte S fallen also die beiden abgebildeten Punkte   A1    und   B,    zusammen, das heisst, die beiden Enden der Strecke v überdecken sich in der Abbildung. Diese im Bildabschnitt II dargestellte Bewegungsphase des Stabes ist vor allen iibrigen Bewegungsphasen ausgezeichnet.

   In einem späteren Zeitpunkt, also bei einer weiteren Verschiebung des Stabes in Richtung r, wie er im Bildabschnitt II veranschaulicht ist, werden die Endpunkte A, B des Stabes wieder in getrennten Punkten   Ap      Bt    ab gebildet, ohne dass sich jetzt aber die beiden Abbildungen   vj    schneiden. Aus den drei veranschaulichten, in drei hintereinanderfolgenden Zeitpunkten stattfindenden Abbildungen des Stabes lässt sich nun leicht der kontinuierliche Verlauf der Abbildung entnehmen.



   In Fig. 4 ist die ganz analoge Abbildung eines längeren Stabes in drei verschiedenen Bewegungsphasen dargestellt, welche auf dem Bildschirm wieder durch die drei verschiedenen Bildabschnitte I, II und III unterschieden sind. Der durch die Endpunkte A', B' begrenzte Stab wird im Bildabschnitt I mittels der beiden Kameras 2 und 3 in den beiden Geraden   v'1 abgebildet,    welche sich in dem Schnittpunkte   S'1    schneiden, während die den Punkten A' und B' entsprechenden Abbildungspunkte   A'und      B'getrennt    sind und symmetrisch zum Schnittpunkt   S'1    liegen.



  In der Abbildungsphase II ist wieder die Lage des Stabes v' herausgegriffen, bei dem die Punkte A', B' einen gemeinsam sich überdeckenden Abbildungspunkt   S' aufweisen.    In der Abbildungsphase III, welche sich im weiteren Bewegungsverlauf des Stabes   v' ergibt,    werden dann wieder die beiden Punkte A' und B' in den verschiedenen Abbildungspunkten   4    B'1 abgebildet, ohne dass sich jedoch ein Schnittpunkt der beiden Abbildungen   v'l    ergibt.



   Wie man nun bei dem Vergleich der Fig. 3 und 4 ersieht, liegen die Schnittpunkte S (kleinerer Stab) und S' (grösserer Stab) auf einer verschiedenen Höhe der Bildschirmachse w. Der Abstand zwischen den Punkten S und   S' ist    hierbei durch die Strecke e gegeben, die, wie man sich leicht überlegen kann, ein eindeutiges Mass für den Längenunterschied der Stäbe v und v' ist. Wird also die Bildschirmachse z. B. als Skala ausgebildet, so kann bei geeigneter Eichung der Skala direkt die Länge der zu messenden Stäbe an der Skala beim Bewegen der Stäbe senkrecht zur Mittellinie   m    der beiden   Kameras    2 und 3 festgestellt werden. Es ist lediglich notwendig, die Stäbe v bzw. v' so lange zu verschieben, bis sich die abgebildeten Endpunkte   At,    B, bzw. A'1, B'1 überdecken.

   Anderseits kann beim kontinuierlichen Durchlaufen der Stäbe leicht der Punkt ermittelt werden, bei dem das   Über-    decken der beiden Begrenzungspunkte stattgefunden hat.



   Selbstverständlich ist es nicht notwendig, den ganzen Stab v bzw.   v' abzubilden.    Es ist lediglich erforderlich, dass die durch die Endpunkte A, B und A', B' veranschaulichten Stabenden abgebildet werden. Hieraus ergibt sich sogar eine gewisse messtechnische Vereinfachung, wie man aus den Fig. 5 und 6 ersehen kann, wo lediglich die abgebildeten Enden   B,, A,    bzw.   B't,    A'1 auf dem Bildschirm erscheinen.



  Ansonsten entsprechen die Fig. 5 und 6 genau den über ihnen liegenden Fig. 3 und 4. Es sind also wieder die drei Abbildungsphasen eingezeichnet, aus denen man leicht den kontinuierlichen Verlauf der Abbil dung ersehen kann. Wird der Stab v mit seinen Endpunkten A und B auf der Senkrechten zur Verbindungslinie   rn    der beiden Kameras in Richtung r bewegt, so wandern die zunächst getrennten Punkte   A3    und   Bt    längs der Achse w und nähern sich hierbei, bis sie im   Überdeckungspunkt    S zusammenfallen. Im weiteren Bewegungsverlauf wandern die Punkte   A1    und B, in entgegengesetzter Richtung wieder ausein ander. In der Fig. 5 ist die Bewegungsbahn der Punkte   Bt    und   A1    punktiert angedeutet.

   Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass sämtliche Messungen von Gegenständen, welche sich auf die Messung des Abstandes zweier Punkte reduzieren lassen, deren Verbindungslinie parallel zur Verbindungslinie zwischen den Mittelpunkten der beiden Kameras liegt, mit dem beschriebenen Verfahren durchgeführt werden können.



   Wandern die Punkte A, B bei konstant bleibendem Abstand (z. B. stabförmiger Körper) und unter Beibehaltung ihrer parallelen Lage zur Verbindungslinie m seitlich aus, so wandert der Punkt S bzw. die Überdeckungen der Punkte   At,    Bs auf einer Senkrechten zur Bildschirmachse w, so dass die Messung des Breitenunterschiedes e hierdurch nicht beeinflusst bzw. gefälscht wird. Bildet die Verbindungslinie zwi schen den Punkten A und B mit der Verbindungslinie m einen Winkel und ist die Skala für zur Geraden m parallele Verbindungslinien zwischen den Punkten A,    B geeicht, so entsteht ein Messfehler F = e-e . cos    wobei der Winkel zwischen der Strecke A, B und der
Geraden m darstellt.

   Da sich der cos   fl    bei kleineren Winkeln jedoch kaum ändert, ist eine geringe Nichtparallelität für das Messergebnis vernachlässigbar.  



      PATENTANSPROCHE   
I. Verfahren zur Messung des Abstandes zweier
Punkte eines Gegenstandes, wobei man das Bild jedes
Punktes mit Hilfe eines Objektives optisch erfasst und auf eine Messfläche abbildet, dadurch gekennzeichnet, dass man den Gegenstand in zur Verbindungsgeraden zwischen den beiden Punkten rechtwinklig verlaufender Richtung bewegt, wobei die Verbin dungsgerade parallel zu einer die Mittelpunkte der zwei Objektive miteinander verbindenden Geraden bleibt, und dass man mittels der beiden Objektive die zwei Punkte derart auf der Messfläche abbildet, dass die Abbildungen der Bewegungsbahnen der beiden 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. liegen. Die Abbildung des Punktepaares A, B findet also in dem getrennten Punktepaar A1, B, statt. In einem späteren Zeitpunkt gelangt der Stab bei seiner Bewegung senkrecht zur Verbindungslinie in eine bestimmte Lage, bei der die Abbildung des Punktepaares A, B in einem gemeinsamen Punkt S stattfindet. Im Punkte S fallen also die beiden abgebildeten Punkte A1 und B, zusammen, das heisst, die beiden Enden der Strecke v überdecken sich in der Abbildung. Diese im Bildabschnitt II dargestellte Bewegungsphase des Stabes ist vor allen iibrigen Bewegungsphasen ausgezeichnet.
    In einem späteren Zeitpunkt, also bei einer weiteren Verschiebung des Stabes in Richtung r, wie er im Bildabschnitt II veranschaulicht ist, werden die Endpunkte A, B des Stabes wieder in getrennten Punkten Ap Bt ab gebildet, ohne dass sich jetzt aber die beiden Abbildungen vj schneiden. Aus den drei veranschaulichten, in drei hintereinanderfolgenden Zeitpunkten stattfindenden Abbildungen des Stabes lässt sich nun leicht der kontinuierliche Verlauf der Abbildung entnehmen.
    In Fig. 4 ist die ganz analoge Abbildung eines längeren Stabes in drei verschiedenen Bewegungsphasen dargestellt, welche auf dem Bildschirm wieder durch die drei verschiedenen Bildabschnitte I, II und III unterschieden sind. Der durch die Endpunkte A', B' begrenzte Stab wird im Bildabschnitt I mittels der beiden Kameras 2 und 3 in den beiden Geraden v'1 abgebildet, welche sich in dem Schnittpunkte S'1 schneiden, während die den Punkten A' und B' entsprechenden Abbildungspunkte A'und B'getrennt sind und symmetrisch zum Schnittpunkt S'1 liegen.
    In der Abbildungsphase II ist wieder die Lage des Stabes v' herausgegriffen, bei dem die Punkte A', B' einen gemeinsam sich überdeckenden Abbildungspunkt S' aufweisen. In der Abbildungsphase III, welche sich im weiteren Bewegungsverlauf des Stabes v' ergibt, werden dann wieder die beiden Punkte A' und B' in den verschiedenen Abbildungspunkten 4 B'1 abgebildet, ohne dass sich jedoch ein Schnittpunkt der beiden Abbildungen v'l ergibt.
    Wie man nun bei dem Vergleich der Fig. 3 und 4 ersieht, liegen die Schnittpunkte S (kleinerer Stab) und S' (grösserer Stab) auf einer verschiedenen Höhe der Bildschirmachse w. Der Abstand zwischen den Punkten S und S' ist hierbei durch die Strecke e gegeben, die, wie man sich leicht überlegen kann, ein eindeutiges Mass für den Längenunterschied der Stäbe v und v' ist. Wird also die Bildschirmachse z. B. als Skala ausgebildet, so kann bei geeigneter Eichung der Skala direkt die Länge der zu messenden Stäbe an der Skala beim Bewegen der Stäbe senkrecht zur Mittellinie m der beiden Kameras 2 und 3 festgestellt werden. Es ist lediglich notwendig, die Stäbe v bzw. v' so lange zu verschieben, bis sich die abgebildeten Endpunkte At, B, bzw. A'1, B'1 überdecken.
    Anderseits kann beim kontinuierlichen Durchlaufen der Stäbe leicht der Punkt ermittelt werden, bei dem das Über- decken der beiden Begrenzungspunkte stattgefunden hat.
    Selbstverständlich ist es nicht notwendig, den ganzen Stab v bzw. v' abzubilden. Es ist lediglich erforderlich, dass die durch die Endpunkte A, B und A', B' veranschaulichten Stabenden abgebildet werden. Hieraus ergibt sich sogar eine gewisse messtechnische Vereinfachung, wie man aus den Fig. 5 und 6 ersehen kann, wo lediglich die abgebildeten Enden B,, A, bzw. B't, A'1 auf dem Bildschirm erscheinen.
    Ansonsten entsprechen die Fig. 5 und 6 genau den über ihnen liegenden Fig. 3 und 4. Es sind also wieder die drei Abbildungsphasen eingezeichnet, aus denen man leicht den kontinuierlichen Verlauf der Abbil dung ersehen kann. Wird der Stab v mit seinen Endpunkten A und B auf der Senkrechten zur Verbindungslinie rn der beiden Kameras in Richtung r bewegt, so wandern die zunächst getrennten Punkte A3 und Bt längs der Achse w und nähern sich hierbei, bis sie im Überdeckungspunkt S zusammenfallen. Im weiteren Bewegungsverlauf wandern die Punkte A1 und B, in entgegengesetzter Richtung wieder ausein ander. In der Fig. 5 ist die Bewegungsbahn der Punkte Bt und A1 punktiert angedeutet.
    Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass sämtliche Messungen von Gegenständen, welche sich auf die Messung des Abstandes zweier Punkte reduzieren lassen, deren Verbindungslinie parallel zur Verbindungslinie zwischen den Mittelpunkten der beiden Kameras liegt, mit dem beschriebenen Verfahren durchgeführt werden können.
    Wandern die Punkte A, B bei konstant bleibendem Abstand (z. B. stabförmiger Körper) und unter Beibehaltung ihrer parallelen Lage zur Verbindungslinie m seitlich aus, so wandert der Punkt S bzw. die Überdeckungen der Punkte At, Bs auf einer Senkrechten zur Bildschirmachse w, so dass die Messung des Breitenunterschiedes e hierdurch nicht beeinflusst bzw. gefälscht wird. Bildet die Verbindungslinie zwi schen den Punkten A und B mit der Verbindungslinie m einen Winkel und ist die Skala für zur Geraden m parallele Verbindungslinien zwischen den Punkten A, B geeicht, so entsteht ein Messfehler F = e-e . cos wobei der Winkel zwischen der Strecke A, B und der Geraden m darstellt.
    Da sich der cos fl bei kleineren Winkeln jedoch kaum ändert, ist eine geringe Nichtparallelität für das Messergebnis vernachlässigbar.
    PATENTANSPROCHE I. Verfahren zur Messung des Abstandes zweier Punkte eines Gegenstandes, wobei man das Bild jedes Punktes mit Hilfe eines Objektives optisch erfasst und auf eine Messfläche abbildet, dadurch gekennzeichnet, dass man den Gegenstand in zur Verbindungsgeraden zwischen den beiden Punkten rechtwinklig verlaufender Richtung bewegt, wobei die Verbin dungsgerade parallel zu einer die Mittelpunkte der zwei Objektive miteinander verbindenden Geraden bleibt, und dass man mittels der beiden Objektive die zwei Punkte derart auf der Messfläche abbildet, dass die Abbildungen der Bewegungsbahnen der beiden Punkte auf der Messfläche relativ zueinander verdreht erscheinen,
    wobei man die je nach der Verschiedenheit des Abstandes der beiden Punkte sich ergebende verschiedene Lage des Schnittpunktes der abgebildeten Bewegungsbahnen als Mass für den Abstand der Punkte verwendet.
    II. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Objektive diejenigen von Fernsehkameras (2 und 3) sind und die Messfläche der Bildschirm (4) eines daran angeschlossenen Fernsehempfängers ist, und dass die beiden Fernsehkameras um die optischen Achsen ihrer Objektive bezüglich einer die Mittelpunkte (M2 und M1) der Objektive miteinander verbindenden Geraden (m) um gleiche, aber gegenseitige Winkelbeträge EMI4.1 gedreht sind.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Bildschirm (4) eine Skala vorhanden ist, die bezüglich des Schnittpunktes (S bzw. S') der abgebildeten Bewegungsbahnen der Punkte (A und B bzw. A' und B'), deren Abstand gemessen werden soll, abzulesen ist.
    2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsrichtung der Skala parallel zu einer Symmetrieachse (w) des Bildschirmes (4) verläuft.
    PATENTANSPRUCH III. Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch I zur Messung der Länge von stabförmigen Körpern, deren Längsrichtung parallel zur Verbindungsgeraden der Mittelpunkte beider Objektive verläuft.
CH348816D 1955-03-19 1956-03-17 Verfahren und Vorrichtung zur Messung des Abstandes zweier Punkte eines Gegenstandes CH348816A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4438014A1 (de) * 1994-10-25 1996-05-02 Bodenseewerk Geraetetech Vorrichtung zur Messung der Länge von bewegten Teilen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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