CH347887A - Verfahren zur Isolation von Wicklungszwingen oder dergleichen elektrischer Maschinen - Google Patents
Verfahren zur Isolation von Wicklungszwingen oder dergleichen elektrischer MaschinenInfo
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Classifications
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Description
Verfahren zur Isolation von Wicklungszwingen oder dergleichen elektrischer Maschinen Die Isolierung der Zwingen von Stabläufern macht erhebliche Schwierigkeiten. Jede Zwinge muss in um ständlicher Handfertigung einzeln isoliert werden. Ferner ist eine einwandfreie Isolation an der über gangsstelle der Stabisolation zur Zwingenisola- tion sowie zwischen den in die Zwinge münden den Stabenden kaum zu erzielen.
Die Erfindung betrifft eine besonders vorteilhafte, leicht herstellbare Zwingenisolation. Erfindungsge mäss werden die Zwingen mit anorganischem Füll stoff und einem Lack unter Überlappung mit der Stabisolation überzogen. Man kann sie zu diesem Zweck in ein Gemisch aus Lack und anorganischem Füllstoff bis über die Ränder der Stabisolation ein- oder mehrfach tauchen. Dem Lackgemisch gibt man dabei am besten eine solche Konsistenz, dass nach dem Austauschen eine genügend dicke Schicht an den Zwingen haften bleibt.
Der Lack kann durch Trock nung, Erhitzung anschliessend erhärten. Nach dem Härtevorgang kann der Tauchvorgang wiederholt werden usw., wenn dickere Isolierschichten erwünscht sind. Als Lack kann man u. a. selbstpolymerisierende Polyesterharzlacke mit anorganischem Füllmittel, wie Glimmerpulver, Titandioxyd, Zinkoxyd, Zirkonoxyd, Calciumcarbonat usw.,
verwenden. Als überzugsmasse eignen sich auch Silikonpasten. Nach der Härtung des Dberzuges kann noch eine Deckschicht aus nicht mit Füllstoff versetztem Lack in der selben Weise auf gebracht und gehärtet werden. Die Lackart ist der be treffenden Isolationsklasse, für die die Maschine be stimmt ist, anzupassen.
Man kann auch auf die Zwingen zunächst eine nicht härtende, etwas klebrige Lackschicht aufbringen und dann die Zwingen in eine Staubsuspension, die die obengenannten Füllstoffe enthält, tauchen. Eine sol che Suspension erhält man in einfacher Weise da durch, dass man den Füllstoff in einen Behälter mit porösem Boden bringt, durch den Gas unter Druck eingeleitet wird. Die haftengebliebene Füllstoffschicht kann dann anschliessend durch Lack abgedeckt werden.
Ein besonders vorteilhaftes Verfahren besteht darin, den Füllstoff elektrophoretisch auf die Zwin gen niederzuschlagen, indem man beispielsweise den Zwingenkranz bis über die Ränder der Stabisolation in eine Glimmerpülpe taucht und dabei die Zwingen zwischen einen Kranz von Gegenelektroden greifen lässt. Der Glimmer schlägt sich dann in gleichmässiger Schichtstärke nieder und überlappt überraschender weise auch noch die Ränder der Stabisolation.
Anhand der Zeichnung soll diese Verfahrensart nähert erläutert werden.
Die Stäbe 1 einer Stabisolation sind bis zu den Stellen 2 isoliert, Fig. 1 und 2. Sie sind durch Zwin gen 3 in bekannter Weise verbunden. Die Zwingen werden bei der Elektrophorese bis zum Niveau<I>NN</I> in eine Glimmerpülpe 4 getaucht. Die Zwingen grei fen dabei zwischen einen Kranz von Gegenelektro den 5.
In verhältnismässig kurzer Zeit nach Anlegen einer Gleichspannung zwischen der Stabwicklung und den Gegenelektroden ergibt sich ein Glimmernieder- schlag 6, der gleichmässig die Zwingen und die an grenzenden Stabteile bedeckt und von selbst bei 7 die Ränder der vorhandenen Isolation überlappt.
Nach dem Herausziehen und Trocknen des Nie derschlages kann dieser mit Lack oder dergleichen imprägniert werden. Falls man befürchtet, dass der Überzug einzelne Stellen; z. B. schwer zugängliche einspringende Ecken nicht bedeckt, kann das Elektro- phoreseverfahren wiederholt werden. Da sich nun der Strom auf die nichtbedeckten Stellen konzentriert, werden diese im zweiten Gang mit vollkommener Si cherheit eingehüllt. Auf diese Weise erhält man eine besonders zuverlässige, durch den zweiten Gang ver besserte Isolation.
Um die Haftfestigkeit des Glimmers auf den Zwingen zu erhöhen, kann man vor der Elektropho rese durch Tauchen, Spritzen, Streichen auch eine leitende, nicht durchgehärtete Lackschicht aufbrin gen, mit der sich dann die Glimmerschicht gut ver bindet. Bei der nachfolgenden Härtung des Lackes erweicht dieser vorübergehend und verbessert da durch die Bindung. Solche Grundschichten können aus härtbaren, beispielsweise mit Graphit, Alumi- niumpulver u. dgl, pigmentierten Lacken hergestellt werden.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch eine solche Iso lation. Auf der Zwinge .sitzt eine Schicht 8 leitenden Lackes, darüber eine Schicht 9 aus Glimmerteilchen und über dieser eine Decklackschicht 10.
Eine erhöhte Haftfestigkeit der Glimmerschicht kann auch dadurch erhalten werden, dass der wässe rigen Glimmersuspension unmittelbar ein in Wasser emulgierter Lack oder ein in Wasser dispergiertes Harz beigegeben wird und elektrophonetisch mit dem Glimmer niedergeschlagen wird. Mit Tor teil kann in solchen Fällen eine wässerige Silikon- harzemulson verwendet werden.
Nach einer dem je weiligen Lack oder Harz entsprechenden Wärmebe handlung erhält man Schichten, die neben der Bindung der Glimmerteilchen selbst noch die zusätzliche Bin dekraft des Lackes oder Harzes aufweisen. Solche Schichten brauchen dann keiner weiteren Lackträn- kung ausgesetzt zu werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Isolation von Wicklungszwingen oder dergleichen elektrischer Maschinen, dadurch ge kennzeichnet, dass sie mit anorganischem Füllstoff und einem Lack unter überlappung mit der Stab isolation überzogen werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zwingen in ein Gemisch aus Lack und anorganischem Füllstoff bis über die Rän- der der Stabisolation mindestens einmal getaucht werden. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass als Lack selbstpolymerisierende Polyesterharzlacke verwendet werden.3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zwingen mit härtbarer Silikon paste überzogen werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zwingen bis über die Ränder der Stabisolation in einem Pülpe aus anorganischem Stoff getaucht und anschliessend der Stoff elektro phonetisch niedergeschlagen wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Glimmerpülpe verwendet wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Niederschlag mit Bindemittel imprägniert wird. 7.Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass als Bindemittel ein Lack verwen det wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass vor der Elektrophorese eine lei tende, noch nicht gehärtete Lackschicht aufgebracht wird, die nach der Elektrophorese durch Wärme behandlung gehärtet wird. 9. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man bei der Elektrophorese den Zwingenkranz zwischen einen Kranz von Gegenelek troden greifen dässt. 10.Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Glimmersuspension unmittel bar eine wässerige Lackemulsion zugesetzt wird und dann diese Schicht einer Wärmebehandlung ausge setzt wird. 11. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass unmittelbar eine wässerige Harz dispersion zugesetzt wird und dann diese Schicht einer Wärmebehandlung ausgesetzt wird.
Applications Claiming Priority (2)
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- 1956-09-21 CH CH347887D patent/CH347887A/de unknown
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Also Published As
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