Verfahren zum registerhaltigen Führen von Materialbahnen in Verarbeitungsmaschinen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum registerhaltigen Führen von Materialbahnen, z. B. aus Papier, Karton, Kunststoff oder Blech, in Verar beitungsmaschinen, z. B. in Stanzwerken und Schneid werken, unter Verwendung von photoelektrischen Einrichtungen, die auf der Bahn befindliche Marken periodisch kontrollieren und nach deren Lage die Förderung der Bahn regeln.
Weiter betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens. Wenn gedruckte Bahnen zu Bogen geschnitten werden, dann wird die richtige Lage des Schnittes zum Druckbild in manchen Fällen durch selbsttätige Re geleinrichtungen eingestellt. Wird das Bedrucken und Querschneiden nicht gleichzeitig in derselben Ma schine, sondern in einem zeitlichen Abstand und in getrennten Maschinen ausgeführt, dann ist eine selbst tätige Regelung kaum zu umgehen, insbesondere bei schneller laufenden Maschinen. Das gilt nicht nur für Schneid-, sondern auch für Stanzwerke und alle ähnlichen Einrichtungen, die Papier, Karton, Kunst stoff, Blech oder sonstige Materialbahnen bearbeiten.
Als Regeleinrichtungen für solche Zwecke sind photoelektrische Abtastgeräte bekannt, die auf der zu regelnden Bahn befindliche Marken abtasten und davon ausgehend die Förderung der Bahn regeln. Das geschieht dadurch, dass die vor dem Abtastgerät vor beilaufenden Marken einen Impuls hervorrufen, der auf elektrischem Weg mit einem weiteren Impuls in Beziehung gesetzt wird, der durch ein mit dem Messer, der Stanze oder dergleichen umlaufendes Gerät her vorgerufen wird. Treffen beide Impulse gleichzeitig ein, dann ist keine Regelung nötig, weil die Bahn richtig gefördert wird. Erfolgt dagegen der durch das Abtasten der Bahn hervorgerufene Impuls früher als der andere, dann muss die Bahn zurückgeholt werden.
Ist es umgekehrt, dann muss sie zusätzlich in Rich tung ihres Laufes verstellt werden. Die Korrektur bewegung wirkt bei den meisten bekannten Anlagen auf zwei Arten, indem der Förderweg während einer Periode um ein bestimmtes Stück vergrössert oder verkleinert und ausserdem die Fördergeschwindigkeit der Bahn um einen ganz geringen Betrag erhöht oder verringert wird. Durch die einmalige Korrektur sollen die Fehler möglichst weitgehend behoben, durch die Geschwindigkeitsänderung der Entstehung neuer, sich addierender Fehler entgegengewirkt werden.
Den bekannten Anlagen haften verschiedene Män gel an, die zu Fehlschaltungen, überregelungen und ähnlichen nachteiligen Erscheinungen führen können. Insbesondere zeigen sich solche Fehler meistens dann, wenn ein schnelleres Arbeiten von der Maschine ver langt wird.
Die Erfindung bezweckt, alle derartigen Nachteile an solchen Maschinen zu vermeiden, und sie ist darüber hinaus bei jeglichen Maschinen mit Vorteil anwendbar, bei denen eine Bahn periodisch bewegt wird und während eines Arbeitsvorganges stillsteht. Hierbei ist es möglich, eine falsche Lage der Bahn ganz oder wenigstens teilweise zu beheben, ehe sie sich beim Arbeitsvorgang ausgewirkt hat, während bei bekannten Anlagen eine Korrektur nach dem Still setzen der Bahn nicht mehr möglich ist.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass die bei fehlerhaftem Register erforderliche, durch photoelektrisches Abtasten er mittelte Korrekturbewegung auf eine die periodisch bewegte Bahn in deren Stillstand festklemmende, in einem parallel zur Bahn hin und her bewegbaren Gestell gelagerte Vorrichtung in der Weise übertra- gen wird, dass diese Klemmvorrichtung mit der in ihr festgehaltenen Bahn in der Laufrichtung oder entge gengesetzt dazu verschoben wird.
Die ebenfalls Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsge mässen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass eine vor der Verarbeitungsmaschine angeordnete, in einem parallel zur Bahn hin und her bewegbaren Ge stell gelagerte Klemmvorrichtung für die Bahn mit einer in zwei entgegengesetzten Richtungen wirk samen Antriebsvorrichtung verbunden ist, die das Gestell bei einer durch Unterschreiten der Sollstellung hervorgerufenen Impulsgabe der Abtasteinrichtung in Richtung der Verarbeitungsmaschine, bei Überschrei ten der Sollstellung entgegengesetzt dazu verschiebt.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnung sowohl das erfindungsgemässe Verfahren als auch ein Aus führungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung erläutert.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung der ganzen Anlage.
Fig. 2 bis 4 deuten die Lage der Markierung zur Photozelle an, und zwar für Sollstellung sowie über und Unterschreiten derselben, und Fig. 5 bis 7 deuten dasselbe für die Benutzung von zwei Photozellen an.
Die zu regelnde Bahn 1 läuft von einer nicht dar gestellten Abrolleinrichtung zu einer aus den beiden Walzen 2 und 3 bestehenden, kontinuierlichen För- der- oder Zugvorrichtung. Von da aus läuft sie unter der beweglichen Walze 4 hindurch, wird an der Leit- walze 5 etwas umgelenkt, läuft dann über einen Tisch bzw. ein hin und her bewegbares Gestell 6 und gelangt zu einer weiteren, jedoch periodisch arbeiten den Zugvorrichtung, die aus einer Walze 7 und meh reren Zugrollen 8 gebildet wird.
Anschliessend läuft die Bahn in die Bearbeitungsvorrichtung hinein, die beispielsweise eine Stanze sein kann und mit 9 be zeichnet ist. Über dem Gestell 6 befindet sich eine aus mehreren Klemmstücken 10 bestehende Klemm vorrichtung, die die Bahn 1 zeitweise gegen die Ge- stellplatte drückt und dadurch festhält. Die aus der Walze 7 und den Rollen 8 bestehende Zugvorrich tung und die Klemmstücke sind in der Weise auf einander abgestimmt, d-ass entweder die Klemm stücke abgehoben sind, wobei die Zugvorrichtung wirksam ist, oder dass die Klemmstücke aufsitzen, während die Rollen 8 von der Walze 7 abgehoben sind,
so dass keine Förderung stattfindet.
Dadurch wird ein periodisches Fördern und Still setzen der Bahn erreicht, wobei die Bahn in der Stillstandsperiode durch die Klemmstücke festge halten wird und nicht unbeabsichtigt von der weiter laufenden Fördervorrichtung mitgenommen wird.
Beim Bedrucken der Bahn werden Marken mit gedruckt, die von einer photoelektrischen Zelle 11 abgetastet werden. Die hierbei auftretenden Impulse werden auf den Verstärkerteil eines Gerätes 12 über tragen. Ferner ist an der Bearbeitungsmaschine, also beispielsweise an der Stanze 9, eine umlaufende Kon- takteinrichtung 13 angebracht, die bei jedem Um lauf in einer bestimmten Stellung des Bearbeitungs- werkzeuges einen Impuls hervorruft, der gleichfalls auf das Gerät 12 übertragen wird. Die Kontaktein richtung kann elektromechanisch arbeiten; es kann jedoch auch eine umlaufende Marke von einer Photo zelle abgetastet werden.
Im Gerät 12 findet nicht nur eine Verstärkung der durch die Teile 11 und 13 bewirkten Impulse statt, sondern ausserdem auch ein zeitlicher Vergleich der selben in der Weise, dass ihre Zeitfolge zur Einleitung der Regelbewegung benutzt wird. Zunächst wird die Anlage derart eingestellt, dass die Impulse beider Teile völlig gleichzeitig eintreten, wenn die Bahn ihre richtige Lage hat. Die elektrische Einrichtung ist darauf abgestimmt, dass im Falle gleichzeitig auftre tender Impulse keine Schaltung und damit auch keine Korrektur stattfindet. Treten dagegen die beiden Impulse zeitlich nacheinander auf, dann wird eine Schaltung veranlasst, und zwar beispielsweise im po sitiven Sinn, wenn der Impuls von 11 dem Impuls von 13 voreilt, und im negativen Sinn, wenn die zeitliche Folge eine umgekehrte ist.
Diese Schaltungen werden dazu benutzt, die Förderung der Bahn zu verstellen. Im allgemeinen ist es üblich, über ein Differentialgetriebe oder eine ähnliche Einrichtung dem Umlauf der Förderbewe- gung einmalig eine zusätzliche Bewegung zu über lagern und ausserdem durch ein Übersetzungsgetriebe die Fördergeschwindigkeit um einen ganz geringen Betrag zu erhöhen oder zu vermindern.
Durch die Überlagerung wird die Bahn von der Förder- oder Zugvorrichtung um ein ganz bestimmtes Stück im Sinn des Registers nach vorn verschoben oder zurückgeholt. Welche dieser beiden Bewegungen hervorgerufen wird, hängt von der Schaltung ab, die durch die zeitliche Folge der Impulse veranlasst wor den ist. Das Abtasten muss bei einer solchen Anord nung während des Laufes der Papierbahn vorge nommen werden, da sich die Zeitfolge nur während des Laufes der Bahn auswirken kann. Wenn die Bahn anschliessend durch die Klemmstücke 10 festgehalten wird, dann kann der beim Abtasten festgestellte Fehler zunächst nicht behoben werden.
Sollte also die Bahn nicht registerhaltig gelaufen sein, dann wird das zwar noch durch den Abtastvorgang festgestellt und eine Korrekturbewegung eingeleitet; sie kann sich jedoch erst auf dem nächsten Arbeitsvorgang auswirken, weil die Bahn vor der Stanze 9 festge klemmt worden ist.
Um einen solchen Nachteil zu beheben, ist die Tischplatte bzw. das Gestell 6 mit Rollen auf Schie nen oder unmittelbar beiderseits in einer Gleitführung 14 in Richtung des Bahnlaufes verschiebbar gelagert. Sie könnte selbstverständlich auch in Lenkern pen delnd angeordnet sein.
Die Verschiebebewegung des Gestells 6 wird von der photoelektrischen Einrichtung aus geregelt. Bleibt beispielsweise die Bahn gegenüber ihrer Sollstellung zurück, dann wird der durch die Kontakteinrichtung 13 hervorgerufene Impuls früher eintreten als der Im puls, der von der Photozelle 11 auf das Regelgerät 12 übertragen wird. Die Folge davon ist, dass in einem Stromkreis von dem Gerät 12 ausgehend ein Strom fliesst, der eine elektromechanische Kupplung 15 ein rückt. Dadurch wird das Zahnrad 16 mit dem ständig umlaufenden Motor 17 verbunden und dreht sich und damit das mit ihm in Verbindung stehende Zahnrad 18. Hierdurch werden die Kegelräder 19 und 20 in Umlauf gesetzt, wodurch die mit dem Kegelrad 20 verbundene Mutter 21 gedreht wird, die dabei die Spindel 22 verschiebt.
Dadurch wird der auf der Welle 23 gelagerte, zweiarmige Hebel 24 ver- schwenkt, der in seinem oberen Teil an das nach Art eines Schlittens geführte Gestell 6 angelenkt ist. Das Gestell wird dadurch um ein bestimmtes Stück verschoben. Die Verschiebestrecke ist von der Zeit dauer des Stromflusses in der zur Kupplung 15 führenden Leitung abhängig und kann von vornherein auf einen gewünschten und den Bewegungsverhält nissen angepassten Wert eingestellt werden.
Die Drehrichtung des Motors 17 und der übertra genden Zahn- und Kegelräder wird so gewählt, dass bei dem Einrücken der Kupplung 15 der obere Teil des Hebels 24 und damit das Gestell 6 in Richtung der Stanze 9 verschoben wird. Zwischen dem Ab tasten und der dadurch bewirkten Verschiebung des Gestells liegt ein wenn auch äusserst geringer Zeit raum. Während dieses Zeitraumes ist die Bahn durch Abheben der Rollen 8 und Aufsetzen, der Klemm stücke 10 stillgesetzt und festgehalten worden. Durch die Verschiebung des Gestells wird dann der kurz vorher festgestellte Fehler, der sich aus der Abwei chung der Bahn von ihrer richtigen Lage ergibt, we nigstens teilweise behoben, indem die über dem Ge stell 6 festgeklemmte Bahn zusammen mit dem Ge stell nach vorn geschoben wird und damit ihre falsche Lage zur Stanze 9 wesentlich verbessert.
Sollte diese Korrektur noch nicht ausreichen, dann wird durch das Abtastgerät während der nächsten Periode noch der restliche Fehler festgestellt und nach dem Fest klemmen eine weitere Verschiebung vorgenommen. Wenn die Bahn aus irgendeinem Grund zu weit nach vorn gelaufen ist, dann gibt das Abtastgerät 11 einen Impuls auf das Gerät 12, bevor der von der Kontakt einrichtung 13 hervorgerufene Impuls eintrifft. Dann wird eine entgegengesetzte Schaltung bewirkt, die einen Stromfluss innerhalb eines Stromkreises zur Folge hat, in dem sich der Kupplungsteil 25 befindet.
Dadurch wird das Zahnrad 26 eingekuppelt und von dem Motor 17 aus in Drehung versetzt, wobei es das Zahnrad 18 mitnimmt, jedoch in einem gegenüber dem vorher beschriebenen Fall entgegengesetzten Drehsinn. Infolgedessen wird über die Teile 19 und 22 der Hebel 24 so verschwenkt, dass das Gestell 6 entgegen der Laufrichtung der Bahn 1 zurückgeholt wird. Die inzwischen festgeklemmte Bahn, die auch innerhalb der Stanze zu weit vorn liegt, wird eben falls zurückgezogen und damit die Lage des Stanz schnittes zum Druckbild wesentlich verbessert. Der Hebel 24 ist auf der Welle 23 befestigt, auf der auch ein weiterer Hebel 27 befestigt ist. Dieser ist über eine Stange 28 mit dem Steg 29 eines aus den Kegelrädern 30-32 gebildeten Differentialge triebes verbunden.
Bei Bewegung der Stange 28 wer den der Steg und die in ihm gelagerten Kegelräder 31 verschwenkt, wobei sich unter der Voraussetzung, dass das Kegelrad 30 stillsteht, das Kegelrad 32 um den doppelten Betrag des Schwenkwinkels dreht. Das Ge häuse 33 enthält ein stufenloses übersetzungsgetriebe, beispielsweise ein P1V-Getriebe, dessen übersetzungs- verhältnis durch Drehung des Kegelrades 32 einstellbar ist.
Die Antriebswelle des LUbersetzungsgetriebes ist in der Zeichnung nicht dargestellt; der Antrieb geht über die Kegelräder 34 und 35 sowie 36 und 37 auf die Welle 38 der Zugwalze 2, die mit der Zugwalze 3 zu sammenarbeitet, wobei die Walze 3 von der Welle 38 aus angetrieben sein kann. Beide Walzen zusammen dienen, wie eingangs erwähnt, als Förder- oder Zug vorrichtung für die Papierbahn, die anschliessend daran eine lose Schlaufe bildet, solange die Bahn durch die Klemmstücke 10 festgehalten wird. Durch das anschliessende Arbeiten der Zugvorrichtung 7, 8 wird die erwähnte Schlaufe wieder aufgeholt.
Wenn die Regeleinrichtung infolge falscher För derung der Bahn anspricht und der Hebel 24 in der einen oder anderen Drehrichtung geschwenkt wird, dann wird infolge der Verbindung des Hebels 27 mit dem Steg 29 auch dieser Steg geschwenkt. Dadurch wird, wie schon beschrieben, das Kegelrad 32 gedreht und dadurch das übersetzungsverhältnis innerhalb des stufenlosen Getriebes um einen natürlich nur sehr geringen Betrag verstellt.
Die erforderliche Verstell richtung, die im Sinn einer Erhöhung oder Vermin derung der Fördergeschwindigkeit liegen kann, ergibt sich selbstverständlich daraus, ob durch das Abtast- gerät eine Registerverstellung der Bahn in Richtung ihres Laufes oder entgegengesetzt dazu festgestellt worden ist.
Durch die schon erwähnten Unregelmässigkeiten kann es vorkommen, dass das Gestell 6 stark von seiner Ursprungs- oder Mittellage abweicht. Um diese Abweichung in Grenzen zu halten, sind die beiden Kontaktgeräte 39 und 40 angebracht, die im Wege eines am Gestell 6 angeordneten Anschlags 41 lie gen. Läuft das Gestell 6 zu weit nach vorn, dann wird das Gerät 39 geschaltet und bewirkt einen Strom fluss in einem Stromkreis, in dem sich der Motor 42 befindet. Dieser läuft an und treibt über ein Schneckengetriebe 43 das Kegelrad 30 an.
Unter der Voraussetzung, dass der Steg stillsteht, wird die Dre hung des Kegelrades 30 in entgegengesetztem Dreh sinn auf das Kegelrad 32 übertragen, das die über setzung des stufenlosen Getriebes verstellt. Infolge dessen arbeitet die aus den Walzen 2 und 3 be stehende Zugvorrichtung etwas schneller und bewirkt, dass die zu langsame Fördergeschwindigkeit der Bahn etwas erhöht wird. Das hat weiter zur Folge, dass das Gestell 6 im Laufe der Zeit wieder in seine Mittel stellung kommt. Ein zu schneller Lauf der Zugvorrichtung 2, 3 hat eine schrittweise Bewegung des Gestells 6 entgegen dem Bahnlauf zur Folge.
Nach überschreiten der hierfür vorgesehenen Bewegungsfreiheit wird das Kontaktgerät 40 durch den Anschlag 41 geschaltet, was über einen elektrischen Stromkreis einen entge gengesetzten Lauf des Motors 42 zur Folge hat. Da durch wird ebenfalls die LUbersetzung des im Gehäuse 33 befindlichen Getriebes verstellt. Die Verstellung wirkt auf die aus den Walzen 2 und 3 bestehende Zugvorrichtung im Sinn einer Geschwindigkeitsver minderung. Es ist in diesem wie in dem vorher beschrie benen Fall nicht ausgeschlossen, dass das Gestell trotz Verstellung der Fördergeschwindigkeit zunächst noch nach aussen wandert.
Die Kontaktgeräte 39 und 40 müssen deshalb so beschaffen sein, dass sie so lange eingeschaltet bleiben, wie sich das Gestell 6 ausser halb des für seine freie Beweglichkeit vorgesehenen Gebietes befindet. Wie schon angedeutet wurde, läuft die aus den Walzen 2 und 3 bestehende Zugvorrich tung kontinuierlich. Durch sie wird die Bahn auch dann gefördert, wenn sie durch die Klemmstücke 10 festgehalten wird. Dadurch entsteht unmittelbar hin ter der Zugvorrichtung eine Schlaufe, die sich während eines jeden Arbeitsspieles zunächst ver grössert und dann wieder verkleinert.
Für die Re- gisterhaltigkeit wirkt es sich günstig aus, wenn diese Schlaufe im Augenblick der Klemmenbewegung völlig aufgeholt, die Bahn also an dieser Stelle straffgezogen wird. Infolge der Beweglichkeit des Gestells 6 können hierbei jedoch Schwierigkeiten eintreten. Wurde beispielsweise während eines Arbeitsspieles das Ge stell zum Ausgleich eines Registerfehlers nach vorn verschoben, dann wird hierdurch und durch den an schliessenden Lauf der aus der Walze 7 und den Rollen 8 bestehenden Zugvorrichtung eine grössere Bahnlänge gefördert als durch die aus den Walzen 2 und 3 bestehende Zugvorrichtung.
Die Folge davon ist, dass bei dem nächsten Arbeitsspiel nicht nur die Schlaufe aufgeholt, sondern die Bahn starken Deh nungsbeanspruchungen unterworfen wird. Das kann zu Unzuträglichkeiten- und unter Umständen zum Reissen der Bahn führen.
Um das zu vermeiden, wird die Bahn unter der Walze 4 hindurchgeführt, und diese Walze wird in Abhängigkeit von den Schwenkbewegungen des He bels 24 auf- und abbewegt. Zur übertragung dieser Bewegung ist auf der Welle 23 ein Hebel 44 befestigt, der mit einem auf der Welle 45 befestigten Hebel 46 gelenkig verbunden ist. Die Welle 45 bildet die Schwenkachse für die Walze 4, indem an der Welle 45 beiderseits Arme 47 und 48 befestigt sind, die an ihren anderen Enden die Lager für die Walze 4 aufnehmen.
Wenn sich das Gestell 6 in seiner Mittel stellung befindet, dann nimmt auch die Walze 4 ihre Mittelstellung ein. Wird das Gestell 6 mit den Klemmstücken 10 beispielsweise in Richtung des Lau fes der Bahn verschoben, dann hebt sich die Walze 4 um einen Betrag, der der dadurch bewirkten Verkür zung der Schlaufe entspricht. Bewegt sich dagegen das Gestell in der entgegengesetzten Richtung, dann folgt ihm die Walze 4 durch .eine nach unten ge richtete Bewegung.
Auf diese Weise ist es möglich, dass die Bahn bei Einleitung eines jeden Klemmvor ganges zwischen der aus den Walzen 2 und 3 be stehenden Fördervorrichtung und dem Gestell 6 straffgezogen wird, und dass dabei keine höheren Dehnungen auftreten als solche, denen die Bahn ab sichtlich innerhalb der Maschine unterworfen ist.
Der bisherigen Beschreibung liegt die Annahme zugrunde, d'ass der Abtastvorgang bei laufender Bahn stattfindet, wenn auch zweckmässigerweise unmittelbar vor deren Stillsetzen. Eine andere Möglichkeit hinsicht lich der elektrischen Schaltung und deren Wirkung er gibt sich dann, wenn der Abtastvorgang bei stillstehen der Bahn vorgesehen wird. In einem solchen Fall kann natürlich kein zeitlicher Vergleich von Impulsen für die Regelung benutzt werden. Vielmehr dient nur die unterschiedliche Lichtwirkung verschiedener Farben auf eine oder mehrere photoelektrische Zellen zur Re gelung.
Zweckmässig ist es dabei, das Abtasten un mittelbar nach dem Stillsetzen der Bahn vorzu nehmen, damit noch Zeit bleibt für eine Verschie bung der Bahn zum Ausgleich eines Fehlers, bevor das Stanzwerkzeug die Bahnfläche erreicht hat. An der maschinellen Ausbildung, wie sie beispielsweise in Fig. 1 dargestellt ist, braucht sich auch bei diesem, etwas anderen Verfahren nichts zu ändern. Auch die Lage der Abtaststelle unmittelbar vor der Stanze kann beibehalten werden.
Die für dieses Verfahren anzubringende Markie rung, die in stets gleicher Lage zum Druckbild mit gedruckt wird, kann beispielsweise aus einem einzi gen Rechteck bestehen, das sich in seiner Farbe und damit in seiner Wirkung auf eine photoelektrische Zelle möglichst stark von der Farbwirkung der Bahn oberfläche unterscheidet. Dieser Unterschied bildet die Grundlage für den Abtastvorgang in der Weise, dass eine auf das Rechteck gerichtete Photozelle einen bestimmten Stromfluss hervorruft, während ein davon völlig abweichender Stromfluss entsteht, wenn die Photozelle auf die unbedruckte Oberfläche der Bahn gerichtet ist.
Eine zwischen diesen beiden Werten liegende Wirkung tritt dann ein, wenn sich gerade die Kante, an der beide Farben zusammentreffen, im Wirkungsfeld der Photozelle befindet. Ist als Abtast- mittel nur eine einzelne photoelektrische Zelle vorge sehen, die zusammen mit der üblichen optischen Ein richtung in dem Gehäuse 11 untergebracht ist, dann ist diese bzw. die Markierung auf der Bahn so angeordnet, dass sich der von der Optik im Gehäuse 11 auf die Bahn in deren Sollstellung geworfene Lichtfleck ge nau auf der Kante des farbigen Rechtecks befindet. In Fig. 2 ist das farbige Rechteck mit 49 und der Lichtfleck durch das gestrichelte Rechteck 50 an gedeutet.
Man erkennt, dass sich dieser Lichtfleck dabei zur Hälfte in das farbige Rechteck und zur an deren Hälfte auf die unbedruckte Fläche der Bahn erstreckt. Selbstverständlich ist die Breite des Licht- fleckes in Wirklichkeit sehr klein, in den Figuren ist er aber in seiner Breite der besseren Sichtbarkeit wegen erheblich vergrössert dargestellt. Infolge der Lage des Lichtfleckes auf der Kante der Farbe 49 setzt sich die Wirkung auf die Photozelle aus der Mischung der Farbe 49 und der Färbung der Bahn zusammen.
Wenn der Abtastvorgang eingeschaltet wird, entsteht also ein bestimmter Impuls, der jedoch keine Regelbewegung bewirken darf, weil sich die Bahn an ihrer Sollstellung, d. h.. in der richtigen Lage befindet. Das lässt sich auf elektrischem Wege bei spielsweise mittels einer Brückenschaltung erreichen, in der der von der Photozelle hervorgerufene Impuls mit einem Impuls gleicher Grösse verglichen und un wirksam gemacht wird.
Wenn die Bahn aus irgendwelchen Gründen aus ihrer Sollstellung nach vorne herausläuft, dann wird der Lichtfleck 50 mehr oder völlig von dem Farben rechteck 49 überdeckt, was in Fig. 3 beispielsweise angedeutet ist. In diesem Fall ist die Wirkung auf eine Photozelle selbstverständlich eine ganz andere, und hinter der Brückenschaltung entsteht bei dem Ab tastvorgang ein Stromfluss, der in gleicher Weise zur Regelung benutzt wird, wie es oben schon be schrieben worden ist, indem nämlich die eine Kupp lung, beispielsweise die Kupplung 25, eingeschaltet wird. Die Bahn wird infolgedessen durch die Ver schiebung des Gestells 6 um ein Stück zurückgeholt und damit der Fehler mindestens wesentlich verrin gert, wenn nicht ganz aufgehoben.
Wenn nämlich die Anlage weitgehend verzögerungsfrei arbeitet, dann hält diese Korrekturbewegung so lange an, bis der Fehler ganz behoben ist. Ist dagegen die Bahn zu rückgeblieben, dann erreicht die Markierung 49 den Lichtfleck 50 nur am Rande oder überhaupt nicht. Bei dieser, in Fig. 4 angedeuteten Lage wirkt im Ge gensatz zu dem vorhergehenden Fall nur die im all gemeinen weisse oder wenigstens helle Oberfläche der Bahn auf die Photozelle, wodurch eine der vorherigen entgegengesetzte Wirkung in der Photozelle entsteht. Auch in diesem Fall tritt hinter der Brückenschal tung ein Stromfluss auf, der jedoch ebenfalls entge gengesetzt gerichtet ist bzw. auf einen anderen Strom kreis wirkt.
In diesem Stromkreis befindet sich die Kupplung 15, deren Einschalten bekanntlich eine dem Einschalten der Kupplung 25 entgegengesetzt gerich tete Wirkung auslöst. Das Gestell 6 und damit die Bahn wird also in Laufrichtung verschoben und somit der Fehler wieder ganz oder teilweise behoben.
Aus vorstehenden Erläuterungen geht hervor, dass das Regelgerät ebenso wie beim Beispiel des Ab tastens der laufenden Bahn nicht ständig, sondern während jeder Periode nur für eine bestimmte Zeit eingeschaltet sein darf. Dieser Zeitintervall ist von den einzelnen Arbeitsphasen der Bearbeitungsma schine, beispielsweise der Stanze, abhängig. Es ist des halb zweckmässig, den Abtastvorgang von der laufen den Stanze aus ein- und wieder abzuschalten.
Das kann durch eine mit der die Stanze antreibenden Welle verbundene Kontakteinrichtung geschehen, die genau so ausgebildet ist wie die oben schon erwähnte, mit 13 bezeichnete Kontakteinrichtung. Selbstverständlich bedarf es dann, wenn die Bahn im Stillstehen abge tastet wird, nur einer einzigen derartigen Kontakt einrichtung, während bei dem Abtasten der laufenden Bahn nicht nur eine solche Kontakteinrichtung für das Ein- und Ausschalten, sondern auch eine solche zur Erzeugung eines Versuchsimpulses notwendig ist.
Es ist schon erwähnt worden, dass an Stelle einer einzigen Photozelle, die die laufende Bahn abtastet, auch mehrere Zellen benutzt werden können. Insbe sondere kommen dafür zwei photoelektrische Zellen in Betracht, die zweckmässigerweise in einem gemein samen Gehäuse 11 untergebracht werden und deren Wirkung in den Fig. 5 bis 7 angedeutet ist.
Anstelle eines einzigen Lichtflecks werden hierbei zwei Licht- flecke 51 und 52 auf die Bahn geworfen, von denen der eine, 51, in den unbedruckten Bereich und der andere, 52, in den Bereich des farbigen Rechtecks 53 fällt, wenn sich die Bahn bei ihrem Stillstand in ihrer Sollstellung, d. h. in ihrer richtigen Lage befindet.
In diesem Fall darf kein Regelvorgang ausgelöst werden, was wiederum auf elektrischem Wege erreicht wird, beispielsweise mittels einer Brückenschaltung oder durch Gegeneinanderschaltung der beiden Photozellen, von denen die eine auf den Lichtfleck 51 und die andere auf den Lichtfleck 52 gerichtet ist. Wenn die Bahn zu weit gelaufen ist und ihre richtige Lage über schritten hat, dann kommt auch der Lichtfleck 51 in den Bereich der Farbe 53, während der Lichtfleck 52 nach wie vor innerhalb dieses Bereiches bleibt.
Daraus ergibt sich eine andersartige Wirkung auf die von dem Lichtfleck 51 beaufschlagte Photozelle und damit eine abweichende Wirkung auf das Regelgerät, wodurch beispielsweise die Kupplung 25 eingeschaltet wird. Umgekehrt liegen bei einem Zurückbleiben der Bahn beide Lichtflecke 51 und 52 im unbedruckten Bereich und verursachen damit über ihre Photozellen und das Regelgerät ein Einschalten der Kupplung 15, die eine der vorigen entgegengesetzte Bewegung einleitet.
In allen beschriebenen Fällen kann die Bahn an schliessend an das farbige Rechteck 49 bzw. 53 mit einer anderen Farbe bedruckt werden, die sich in ihrer photoelektrischen Wirkung von der Farbe 49 bzw. 53 möglichst weitgehend unterscheidet. Das kann insbesondere dann zweckmässig sein, wenn der Lauf einer transparenten Bahn geregelt werden soll, deren unbedruckte Fläche möglicherweise keinen ge nügenden Kontrast gegenüber der Farbe 49 bzw. 53 bietet oder die durch ihren Glanz eine unsichere Wir kung hervorruft. Die Markierungen 49 bzw. 53, die in Laufrichtung eine gewisse Länge haben müssen, werden zweckmässigerweise auf den Rand der Bahn oder an einer sonstigen Stelle untergebracht, die zum Abfall gehört und später abgeschnitten oder ausge stanzt wird.
Wenn auch im allgemeinen eine solche Möglichkeit der Anbringung von Markierungen ohne weiteres besteht, so kann dennoch in manchen Fällen auf das Mitdrucken solcher Markierungen verzichtet werden, wenn eine Kante des Druckbildes selbst als Abtastkante benutzt werden kann.
Die Unregel- mässigkeiten, die durch die Erfindung behoben wer den sollen, entstehen nicht nur durch Ungenauigkei ten des Förderns innerhalb der Verarbeitungsma schine, sondern sind mindestens ebenso oft auf Un genauigkeiten der Druckmaschine zurückzuführen, von der die Bahn vorher bedruckt wurde, oder auch auf Fehler bei der Lagerung der Rollen zwischen dem Druck- und dem weiteren Bearbeitungsvorgang.