CH336120A - Turbogenerator mit Gaskühlung in geschlossenem Kreislauf - Google Patents
Turbogenerator mit Gaskühlung in geschlossenem KreislaufInfo
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Description
Turbogenerator mit Gaskühlung in geschlossenem Kreislauf Bei Turbogeneratoren mit Gaskühlung in ge schlossenem Kreislauf ist es bekannt, für die Küh lung des Rotors und des Stators Gasströme vorzu sehen, die mit verschiedenen Geschwindigkeiten durch die Maschine getrieben werden, um für die Kühlung des Rotors eine höhere Strömungsgeschwindigkeit des Kühlgases anwenden zu können, als dies im Stator notwendig ist.
Es sind sowohl Anordnungen bekannt, bei denen die beiden Gasströme durch einen gemein samen, auf der Motorwelle angebrachten Ventilator oder Kompressor erzeugt werden, als auch solche, bei denen zur Erzeugung der beiden Gasströmungen je ein öder mehrere besondere Ventilatoren auf der Maschinenwelle vorgesehen sind.
Bei allen diesen Anordnungen ist es im all gemeinen notwendig, zur Erzeugung hoher Strö mungsgeschwindigkeiten im Rotor mehrstufige Ven tilatoren oder Kompressoren anzuwenden. Diese Anordnungen haben den Nachteil, dass sie die Bau länge der Maschine vergrössern, besonders wenn Was serstoff als Kühlgas benutzt wird, bei dem wegen seines geringen spezifischen Gewichtes eine ver hältnismässig grosse Zahl von Kompressorstufen zur Erzielung eines genügenden Druckes nötig ist.
Erfindungsgemäss wird dieser Nachteil bei einem Turbogenerator mit Gaskühlung in geschlossenem Kreislauf und getrennten Gaswälzungsvorrichtungen für die Stator- und Rotorkühlung dadurch vermie den, dass ein ausserhalb der Maschine angeordneter Gasförderer für die Gasströmung durch den Rotor vorgesehen ist. Zur Rückkühlung des durch den Gasförderer bewegten Gasstromes kann dabei ein besonderer Kühler vorgesehen sein, der zweckmässig ausserhalb der Maschine angeordnet wird.
Bei der letztgenannten Anordnung können die in bekannter Weise im Innern der Maschine vorzusehenden Kühler verhältnismässig klein bemessen werden, da sie im wesentlichen nur die Wärmeverluste des Stators abzu führen haben.
Bekanntlich ist es erwünscht, Turborotoren, be sonders solche grosser Abmessungen, unabhängig von der Belastung auf konstanter Temperatur zu halten, um Relativverschiebungen zwischen Kupferleiter und Eisen durch die verschiedenen Wärmedehnungen bei der Stoffe nach Möglichkeit zu vermeiden. Hierzu ist es notwendig, die Strömungsgeschwindigkeit des Kühlgases im Rotor der jeweiligen Strombelastung des Rotors anzupassen. Diese Möglichkeit ist bei den er wähnten bekannten Anordnungen nicht gegeben; sie lässt sich aber bei der erfindungsgemässen Anordnung eines besonderen Gasförderers ausserhalb des Genera- tors in einfacher Weise erreichen, indem der von die sem bewegte Gasstrom regelbar gestaltet wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
In der Figur bedeutet 1 den Stator, 2 den Rotor eines Turbogenerators. Für die Kühlung des Stators sind an beiden Enden der Rotorwelle Ventilatoren 3 vorgesehen, welche in an sich bekannter Weise einen Gasstrom durch den Luftspalt 4 der Maschine und durch radiale Schlitze im Stator und schliesslich durch den Raum zwischen Stator und Gehäuse 5 erzeugen, der in Kühlern 6 gekühlt wird.
Für die Bewegung des hauptsächlich den .Rotor kühlenden Gasstromes ist ein Gasförderer 7 vorgesehen, der insbesondere ein Kompressor beliebiger Bauart sein kann und durch einen Motor 8, gegebenenfalls aber auch durch direkte oder indirekte Kupplung mit der Generator welle angetrieben wird. Durch eine Rohrleitung 9 wird durch eine oder mehrere Öffnungen 10 im Man tel der Maschine, vorzugsweise etwa in der Mitte desselben, Gas aus der Maschine angesaugt und nach einer die erforderliche Strömungsgeschwindigkeit be- wirkenden Druckerhöhung im Gasförderer durch den Kühler 11 getrieben.
Aus dem Gasförderer gelangt das Gas durch die Rohrleitungen 12, 13 in an beiden Enden der Rotorwelle angeordnete und die Welle um gebende Ringräume 14, von wo aus es durch axiale Kanäle im Rotor zu in den Luftspalt mündenden Öffnungen dieser Kanäle strömt, um durch radiale Kühlschlitze im Stator wieder zu den Ansaugöffnun gen 10 zu gelangen.
Die Ringräume 14 sind gegen den übrigen Innen raum der Maschine durch labyrinthartige Dichtun gen 15 abgedichtet, so dass der zur Kühlung des Ro tors vorgesehene Gasstrom sich erst nach dem Durch strömen des Rotors mit dem übrigen im Innenraum vorhandenen Gas mischen kann. Um die Geschwin digkeit, mit der dieser Gasstrom den Rotor durch strömt, unabhängig von der Gasumwälzgeschwindig- keit im Stator verändern zu können, ist in der Rohr leitung 12 eine Drosselvorrichtung 16 vorgesehen.
Statt der Veränderung der Strömungsgeschwindigkeit dieses Gasstromes durch eine Drosselvorrichtung kann diese auch durch eine Veränderung der Drehzahl des Gasförderers bzw. der diesen antreibenden Kraft maschine erfolgen; es können auch beide Mittel gleich zeitig angewendet werden.
Steht das Gas - vorzugsweise Wasserstoff in der Maschine unter einem verhältnismässig hohen Druck, beispielsweise 3 ata, so braucht der Gas förderer doch nur eine verhältnismässig kleine Druck erhöhung zu erzeugen, beispielsweise eine Druck erhöhung von 3 auf 3,1 ata, um die erforderliche Strömungsgeschwindigkeit im Rotor zu bewirken.
Damit auch die Wellendichtungen des Gas förderers nur für diese Druckdifferenz ausgelegt wer den müssen, kann der Gasförderer zusammen mit sei ner Antriebsmaschine in ein gasdichtes Gehäuse 17 eingebaut werden, in dem vorzugsweise angenähert der gleiche Druck herrscht, wie im Generatorgehäuse, so dass Leckverluste an dem Kompressor oder seinen Wellendichtungen praktisch vollständig vermieden werden. Um auch Leckverluste im Kühler zu ver meiden, kann zweckmässigerweise auch dieser mit in das gasdichte Gehäuse eingebaut werden.
Die Saugseite und die Druckseite des Gasför derers können durch eine Umgehungsleitung 18 mit einer Verschlussklappe 19 verbunden sein, die im nor malen Betrieb geschlossen ist und beim Aufhören des Förderdruckes, z. B. beim Aussetzen des Gasför derers, sich selbsttätig öffnet. Auf diese Weise wird in einem solchen Falle beim Aussetzen des Gasför derers immer noch eine gewisse Gasströmung mittels der für die Statorkühlung vorgesehenen Ventilatoren durch die geöffnete Klappe 19 und die Rotorkanäle aufrechterhalten.
Unabhängig hiervon kann in bekannter Weise eine weitere Verbindung zwischen der Saugseite und der Druckseite des Gasförderers mit einem über druckventil vorgesehen werden, um zu verhindern, dass bei starker Drosselung des Gasstromes durch die Drosselvorrichtung 16 der Druck auf der Druck- Seite des Gasförderers unerwünscht hohe Werte an nimmt.
Die Betätigung der Drosseleinrichtung 16 und,'oder der Verstellvorrichtung für die Drehzahl des Gas förderers kann durch geeignete Regeleinrichtungen bekannter Art selbsttätig in Abhängigkeit von einer durch die Belastung des Generators beeinflussten Grösse geregelt werden. Als solche Grösse kann bei spielsweise der Belastungsstrom oder der Erreger strom des Generators oder die Temperatur des Rotors dienen.
Die Erfindung ist nicht an das beschriebene Aus führungsbeispiel gebunden. Zum Beispiel sind Ände rungen in der Reihenfolge von Gasförderer 7, Kühler 11 und Drosseleinrichtung 16 möglich. Unter Um ständen kann es auch zweckmässig sein, den Kühler für die Rotorverluste an oder in der Maschine an zuordnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Turbogenerator mit Gaskühlung in geschlossenem Kreislauf mit getrennten Gasumwälzungsvorrichtun- gen für die Stator- und Rotorkühlung, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Gasströmung durch den Rotor ein ausserhalb des Generators angeordneter Gasförderer vorgesehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Turbogenerator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel zum Regeln des von dem ausserhalb des Generators angeordneten Gas förderers bewegten Gasstromes vorgesehen sind. 2. Turbogenerator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Rückkühlung des durch den Gasförderer bewegten Gasstromes ein be sonderer Kühler vorgesehen ist. 3.Turbogenerator nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der besondere Kühler für den durch den Gasförderer bewegten Gasstrom ausser halb der Maschine angeordnet ist. 4. Turbogenerator nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der besondere Kühler für den durch den Gasförderer bewegten Gasstrom an oder im Generator angeordnet ist. 5. Turbogenerator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Gasförderer mit sei ner Antriebsmaschine in ein gasdichtes Gehäuse ein gebaut ist. 6. Turbogenerator nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass der Kühler für den durch den Gasförderer bewegten Gasstrom in das gasdichte Gehäuse des Gasförderers eingebaut ist. 7.Turbogenerator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in den Rohrleitungen zwi schen Generator und Kompressor und Kühler eine einstellbare Drosselvorrichtung vorgesehen ist. B. Turbogenerator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Mittel zum Verändern der Drehzahl des Gasförderers bzw. seiner Antriebs maschine vorgesehen sind. 9. Turbogenerator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Dros selvorrichtung und/oder Veränderung der Drehzahl des Gasförderers in Abhängigkeit von einer durch die Belastung der Maschine beeinflussten Grösse selbsttätig regelbar ist. 10.Turbogenerator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Saug- und Druckseite des Gasförderers durch eine Umgehungsleitung mit einer Verschlussklappe verbunden sind, die im nor malen Betrieb geschlossen ist und bei einem Aufhören des Förderdruckes sich selbsttätig öffnet. 11.Turbogenerator nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine Anordnung, bei der das Gas für die Rotorkühlung aus einer oder mehreren öff- nungen, etwa in der Mitte des Maschinengehäuses über eine Rohrleitung angesaugt und nach einer die jeweils erforderliche Strömungsgeschwindigkeit be wirkenden Druckerhöhung durch den Gasförderer an beiden Enden des Rotors in die Rotorwelle um gebende Ringräume geführt ist, von wo aus es durch axiale Kanäle im Rotor in den Luftspalt einmünden den Öffnungen dieser Kanäle strömt,um durch radiale Kühlschlitze im Stator wieder zu den An saugöffnungen zu gelangen. 12. Turbogenerator nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass die die Rotorwelle um gebenden Ringräume gegen den übrigen Innenraum der Maschine durch labyrinthartige Dichtungen abge dichtet sind.
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