CH320844A - Verfahren zur thermischen Bearbeitung von Thermoplaste enthaltenden Stoffen und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur thermischen Bearbeitung von Thermoplaste enthaltenden Stoffen und Vorrichtung zur Ausübung dieses VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zur thermischen Bearbeitung von Thermoplaste enthaltenden Stoffen und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren zur thermischen Bearbeitung von Thermoplaste enthaltenden Stoffen, wie Pa pier, Kunststoff, Textilien oder dergleichen, die zum Beispiel mit thermoplastisehem Mate- rial berzogen und/oder getrÏnkt sind, insbesondere zur Herstellung von Verbindungen (Hei¯siegelung, Schwei¯ung), sowie eine Vorrichtung zur Aus bung dieses Verfahrens.
Es wurde bereits ein Verfahren vorgeschlagen, das darin besteht, dass die not. wendige ErwÏrmung unter Druckeinwirkung mit Hilfe eines oder mehrerer wärmeabgebender Teile geringer Wärmekapazität, meist eines von Stromimpulsen durchflossenen Metallfolienbandes, erfolgt. Die Druckgabe mu¯ hierbei wÏhrend der Abk hlzeit wenigstens noch kurzzeitig erhaltenbleiben, da die meisten Thermoplaste im heissen (plastischen) Zustande zum Ankleben neigen.
Ein der Durchführung dieses bekannten Verfahrens dienendes Element ist in Fig. 1 dargestellt. Hierin ist das Heizfolienband mit I und der gleichzeitig als WÏrmeableitungs korper dienende Druckstempel mit 2 bezeich- net. Zwischen beiden befindet sieh eine Sehieht 3, die der elektrischen und der Wärmeisolation client. Da diese Schicht 3 auch wÏhrend der Aufheizperiode Wärme in den Druckstempel 2 ableitet, muss die dem Heizfolienband 1 zuge- f hrte Energie entsprechend dosiert sein. Je donner also diese Schicht 3 ist, desto hoher ist der Energiebedarf, desto gr¯¯er aber auch die Abkühlgeschwindigkeit.
Die Arbeitsgesehwindigkeit bei diesem be kannten Verfahren lϯt sich jedoch meist nur bis zu etwa einer Sekunde pro Arbeitsgang steigern. Je hoher die geforderte Arbeitsge- schwindigkeit. ist, desto höher muss die Ausk hlgeschwindigkeit, also die Wärmeableitung sein. Die notwendige Wärmeisolationsschicht 3 (Fig. 1) ist sehr dünn und die Leistungsauf- nahme des Heizbandes sehr hoch. Ist man gezwungen, eine Schicht zur Vermeidung der Klebewirkung des zu bearbeitenden Materials zu verwenden, so ist durch h deren Dicke die Auskühlzeit ebenfalls erhöht.
Die vorliegende Erfindung schlägt nun ein Verfahren vor, das die Beseitigung dieser Nachteile bezweckt und das dadurch gekennzeiehnet ist, da¯ die Erwärmung einerseits und die Druckgabe anderseits durch verschie- dene, getrennt zur Wirkung kommende und unabhängig voneinander bewegbare mecha- nische Organe erfol'gt.
Bei diesem Verfahren liegen bez glich der Dicke des Heizkörpers keine Einschränkungen mehr vor. Ferner ist der Leistungsbedarf wesentlich geringer. Während beim b ; ekannten Verfahren bei Aufheizzeiten in der Grössen- Ordnung von 0, 1 Sekunden, also bei Pressschliesszeiten von unter einer Sekunde, Oberfläehenleistungen von et. wa 100 bis 300 W pro cm2 Heizfläche aufgebracht werden m ssen, ist beim neuen Verfahren bei entsprechenden WÏrmestempeln nur eine Leistung von etwa 2 bis 10 W pro cm2 nowendig.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand d der beiliegenden Zeichnung nÏher beschrie- ben. In der Zeichnung zeigt :
Fig. 2 einen Schnitt durch eine schematisch dargestellte Vorrichtung zur Aus bung des erfindung. sgemässen Verfahrens, bei welcher Vorrichtung ein die Bearbeitungsstelle überdeckender K hlk¯rper verwendet wird,
Fig. 3 einen Sehnitt durch eine weitere Vorrichtung zur Ausübung des erfindungs- gemässen Verfahrens, bei der der Kühlkörper die Bearbeitungsstelle nicht berdeckt,
Fig. 4 einen Schnitt durch einen mit einer Kühlluftbobrung versehenen Kühlkorperteil,
Fig.
5 einen Schnitt durch eine weitere Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, wobei zwischen dem zu bearbeitenden Material und den WÏrme- und K hlorganen ein Andruckband verwendet, wird, und
Fig. 6 eine schematiseh gezeigte Seitenansieht einer Vorrichtung mit einer Heìz-lmd einer K hldruckkontrolle, sowie einen durch die e Achsen der beid, en Rolilien geführten Schnitt durch die Vorrichtung.
An Hand der Fig. 2 soll nun eine erste beispielsweise Einrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens beschrieben werden. Der dauerbeheizte WÏrmestempel, der nur kurzzeitig auf das Schweissgut 4 aufgesehlagen wird, ist. mit 5, der Kühlkörper mit 6 bezeiehnet. Dieser Kühldruckkorper weist eine dureh- gehende Druckzone auf, während der in einer entsprechenden Darstellung in Fig. 3 gezeigte K hldruckk¯rper mit einem ?WÏrmeschlitz?, also mit einer unterbrochenen Druekzone ausgestattet. ist.
Der Kühldruckkorper wird in diesem Falle vorzugsweise so ausgebildet, dass sich durch dessen WÏrmeableitungswirkung im zu bearbeitenden Material im Augenblick des Aufschlages des'Wärmestempels 5 ein die Nahtbildung bewirkendes WÏrmefeld ausbildet, das nicht rechteckig, sonder beispielsweise etwa trapezförmig i. st, derart, dass in jedem Falile die D, ruekzone breiter ist als die Wärmezone. Der K hldruckk¯rper kann bei Bedarf zusätzlieh gekühlt werden, um auf dieseWeisedieAbkühlgeschwindigkeitund damit auch die Arbeitsgeschwindigkeit zu er- höhen.
In Fig. 4 ist beispielsweise ein Kühl- druckkorper dargestellt, der mit einer Luit- geblÏsebohrung 7 versehen ist.
Um die KühlwirkungerstimAugenblick des Beginnens der Abkühlung wirksamwerden zu lassen, kann man schlie¯lich noch eine Aufteilung in einen Druekkorper und einen Kühlkörper vorsehen. Der Druckk¯rper besteht hierbei zweckmässig aus einem Band, das breiter ist als der heisse Stempel. Auf dieses Band wird der heisse Stempel kurzzeitig aufgedr ckt.
Im Augenblick seines Abhebens legt. sieh sodann der K hlk¯rper auf das Druekband auf und führt dadureh die im Band aufgestaute WÏrme ab. Bei einer derartigenAnordnung, die in Fig. 5 mit dem Wärmestempel 8 dem zweiteiligen Kühlkörper 9, dem Andruckband 10 dargestellt ist, kommt man mit sehr niedrigen Stempeltemperaturen aus und braueht nur relativ wenig Wärme aus dem Kühlkör- per abzuführen. Das Druekband kann mit einer Sehieht versehen sein, die ein Ankleben verhindert und/oder eine elektrisehe Isolation bewirkt und beispielsweise aus Silikonlack besteht.
Fine besondereEinwirkungauf das Verfahren selbst hat die Art der Unterl'age, auf der die zou verschweissenden Folien während der Wärmebehandlung aufliegen, sofern nicht eine gleichzeitige Bearbeitung des Materials von beiden Seiten erfolgt. Bei einer derartigen un- symmetrischen Stempel anordnung wird man zweckmässigeinewärmeisolierendeUnterlage benutzen, die entspreehend der Gr¯¯e der gew nschten Wärmeableitung mehr oder weniger dick ist. Insbesondere beim Arbeiten mit einer Anordnung nach Fig. 3 ist es beispielsweise wünschenswert, wenn da. s zu verschwei¯ende
Gut im warmen Zustand eine gewisse Haft neigung an das Unterlagematerial aufweist.
Ferner ist eine begrenzte Elastizität der Un terlage oft erwünseht, weil hierdureh auch bei nieht extrem genau gearbeiteten Werkzeugen eine weitgehende gleiche Druckverteilung er möglicht wird. Bei Bedarf kann auch die Un terlagesehieht zusätzlieh gekühlt werden.
Die beim vorgeschl Verfahren erzielbare erhebliche Arbeitsgeschwindigkeit erlaubt ohne weitereseinprogressivesBearbeiten eines Stoffes nach dieser Methode, beispielsweise dadurch, dass."ich die in den Fig. 2, 3 und 5 gezeigten WÏrmeschlagstempel und Druckstempel intermittierend fortsehreitend auf und ah bewegen.
Dadurch wird je nach der SehrittlängederFortbewegung eine kontinuierlich geschlossene oder unterbroehene Sehweissnaht,erzielt.Anderseitskönnender V'ärmeschlagstempel 5 und der Druckstempel 6 oder wenigstens der letztere als Vierbewe- gungsgreiferausgebildet sein, derartig, dass durch diese Stempel (hauptsächlich bzw. ausschliesslich durch den Druckstempel) ein Vor sehieben d ; es zu hearbeitenden Materialls um jeweils eine Schrittlänge erfolgt. Die Bewe- gungsfunktion einer derartigen Anordnung entspricht also weitgehend der einer normalen Nähmaschine.
Als Gegenlage kann beispiels- weise eine Rolle relativ grossen Durchmessers oder ein im gleichen Rhythmus wie der Druckstempel arbeitender Gegenstempel, der aber nur die Hin- und R ckbewegungen auszuf hren braucht, oder aber eine Anordnung glei cher Ausbildung und gleicher Funktion (sym- metrische Bearbeitung) Verwendung finden.
Insbesondere eine der Fig. 3 entsprechende
Anordnung lϯ sieh auch als Rollenschweiss- masehine zur Erzielung kontimlierlieher Schweissnähte (Fig. 6) ausbilden. Die Druck- kühlrolle 11 hat hierbei zweckmässig einen wesentlieh grösseren Durchmesserals die wenigstens an ihrer wirksamen Fläehe dauerbeheizte Heizrolle 12, damit deren Einwirkung auf das zu bearbeitencle Gut lÏnger andauert als die der Heizrolle 12. Die Rollen 11 und 12 sind, wie aus Fig.
6 ersichtlich, etwas gegeneinander verschoben, und zwar derart, dass die Heizrolle 12 zunächst relativ kurzzeitig auf das Material einwirkt und unmittelbar danach die Rolle 11. Die Bewegungsrichtung der Rotllen ist durch den Pfeil 13 gekennzeichnet.
An Stelle der Bewegung der Rollen selbst kannnatürlichauch ein VorschubdesMate- rials 4 erfolgen. Als Gegenlage dient man zweckmϯig eine Rolle grossen Durchmessers oder aber ebenfalls eine Anordnung,dieans Heizrolle und Druckkühlrolle besteht (sym metrischeBearbeitung).
Auch bei Durchfiihrung des Verfahrens mit Hilfe der beschriebenen Einriehtungen ist nat rlich in jedem Falle eine symmetrisehe Bearbeitung des Stoffes möglich. FIierbei wird dieser Stoff von beiden Seiten mit einer Anordnung zur Durchf hrung des neuen Verfah- rens bearbeitet. Stets ist die Anordnung zweckmässig so aufzubauen, dlaPo mögliehst wenig WÏrme vom'WärmestempeldirektzumDruck- kühlkorper gelant.
PATENTANSPR¯CHE
I. Verfahren zur thermischen Bearbeitung von Thermoplaste enthaltenden Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung einerseits und die Druckgabe anderseits durch verschiedene, getrennt zur Wirkung kommende und unabhängig voneinander bewegbare me chanische Orga. ne erfolgt.
Claims (1)
- II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich- net durch ein zur Erwärmung der Bearbei- tumgsstelledienendesWärmeorganundmin- destens ein weiteres zum Auskühlen der Be- arbeitungsstelle dienendes Organ.UNTERANSPRÜCHE 1. VerfahrennachPatentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Aufheizung unter Druck durch Andrücken eines dauer beheizten Stempels und das Auskühlen unter Druck durch einen Kühlkörper bewirkt wird.2. Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteranspruch l, dadurch gekennzeichnet, da¯ der K hldruckk¯rper gek hlt wird.3. Verfahren nachPatentanspruch1und Unteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der ErwärmungeinAndruckband verwendet wird, durch das hindureh der Wärme stempel auf das zu behandelnde Material ein- wirkt.4. Verfahren naeh Patentansprueh I und den Unteransprüehen l und 3, dadurch ge kennzeichnet,dassderKühldruckkorper erst nach Abheben des heissen Wärmestempelsauf- gedrückt wird.5. Verfahren nach Patentansprueh I, dadurch gekennzeichnet, da¯ der Stoff von beiden Seiten gleichzeitig bearbeitet wird.6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoff auf eine wärmeisolierende Unterlage gelegt wird.7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoff sehrittweise fortbewegt und der Wärmestempel und der Kühldfuckstempel intermittierend an die Bearbeitungsstelle heran und davon weg be- wegt werden.8. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Wärmeorgau eine Heizrolle verwendet wird.9. Verfahren nach Patentanspruch I, da dure, gekennzeiehnet, dass als Kühlkörper eine Druekrolle verwendet wird.10. Verfahree naeh Patentansprtleh I und den Unteransprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass man die Heizrolleauf die Bearbeitungsstelle einwirken lässt und eine gegen die Heizrolle versetzte K hldruckrolle, die einengrosserenDurchmesseralsdieHeiz- rolle aufweist und breiter als diese ist, un- mittelbar danach auf den Stoff einwirken lϯt 11. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteranspr chen 9 bis 11., dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder Seite des Stoffes je eine gleiche Heiz-undKühlrolleangewen- det wird.12. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Druekgabe- organ an den Stellen, an denen es mit dem wu bearbeitenden Material in Berührung kommt, mit einer Schicht zur Vermeidung des Klobens versehen wird.13. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlorgan eine durchgehende Druckzone autweist und an der Stelle, auf welche das Wärmeorgan aufgedriiekt wird, dünnn ausgeführt ist.14. Vorriehtung naeh Patentansprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass das Iiiihlorgan eine sehlitzartigeÖffnung in der Grosse des s in diesen Schlitz einzuf hrenden WÏrmeorgans aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE320844X | 1951-06-02 |
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| CH320844D CH320844A (de) | 1951-06-02 | 1952-05-29 | Verfahren zur thermischen Bearbeitung von Thermoplaste enthaltenden Stoffen und Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens |
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| CH (1) | CH320844A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1215350B (de) * | 1962-02-12 | 1966-04-28 | Leipzig Veb Druckmasch Werke | Vorrichtung zum Herstellen von Beuteln aus in Folien- oder Schlauchform zu verarbeitenden schweissbaren Werkstoffen |
-
1952
- 1952-05-29 CH CH320844D patent/CH320844A/de unknown
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| DE1215350B (de) * | 1962-02-12 | 1966-04-28 | Leipzig Veb Druckmasch Werke | Vorrichtung zum Herstellen von Beuteln aus in Folien- oder Schlauchform zu verarbeitenden schweissbaren Werkstoffen |
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