Verwendung einer Motorsäge für die Herstellung von Rohrisolationssehalen aus Mineralwollekörpern Gegenstand der Erfindung ist .die Ver wendung einer Motorsäge für die Herstellung von Rohrisolationsschalen aus Mineralwolle- körpern. Die genannten Rohrisolationsschalen bestehen z. B. aus starkwandigen Rohrhälften, deren Querschnitt durch zwei konzentrische Halbkreise begrenzt ist.
Die gemäss der Erfindung verwendete Motorsäge besteht aus einer Sägeklinge, deren wirksamer Teil um eine Achse, die zur Säge sehnittrichtung im wesentlichen parallel ist, kreisbogenförmig gebogen ist und in der Sägesehnittrichtung freie Kanten hat, um das Vorbeigehen des ausgesäten Erzeugnirsses an der Sägeklinge durch den vom gebogenen Klingenteil begrenzten Raum zu gestatten;
einer Tragvorrichtung für die Sägeklinge, die über eine Bogenlänge von wenigstens 180 die Sägeklinge frei lässt und dieser letzteren sowohl in radialer Richtung als auch in der Sägeschnittrichtung Führung gibt, und einer Antriebsvorrichtung, um der Sägeklinge eine Sägebewegung um ihre Achse zu erteilen.
Im folgenden werden an Hand der beige fügten Zeichnung einige auf dieser darge stellte Ausführungsbeispiele der Motorsäge und ihrer Verwendung gemäss der Erfindung verwendeten Motorsäge beschrieben. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Motor säge mit stetig umlaufender, in Kreisform gebogener Sägeklinge, und Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht der in Fig. 1 veranschaulichten Säge. Fig. 3 und 4 zeigen schematisch eine Vorder- bzw.
Seitenansicht einer Motorsäge, bei der die kreisbogenförmige .Sägeklinge eine hin und her gehende Drehbewegung aus führen kann. Fig. 5 und 6 zeigen, ebenfalls schematisch, eine Vorder- bzw. Seitenansicht einer andern Ausführungsform mit oszillie render Sägeklinge. Fig. 7 und 8 zeigen einen, Teil einer Motorsäge mit mehreren Klingen in Vorder- bzw. Seitenansicht.
In Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 ein Motor gehäuse, das mittels eines nach .oben vor stehenden, rohrförmigen Zapfens 2 von einem nicht gezeigten Ständer in der Höhe verstell bar getragen ist. Das Motorgehäuse 1 enthält einen elektrischen Motor 3, der über ein eben falls im Motorgehäuse enthaltenes Zahnra:d- vorgelege 4 eine mit Gummi überzogene Triebrolle 5 antreibt, die in einem am Vor derende des Motorgehäuses angebrachten Tragglied 6 gelagert ist.
Unmittelbar unter der Triebrolle 5 ist eine Stützrolle 7 auf einem Achszapfen gelagert, der vom untern Ende eines am Tragglied 6 schwenkbar ge lagerten Armes 8 frei hina:tlsragt. Mit Hilfe einer Feststellschraube 9 wird die Schwenk barkeit des Armes 8 in der einen Richtung in einer solchen Lage begrenzt, dass, die Achse der Stützrolle 7 zur Achse .der Triebrolle 5 parallel ist.
Der Arm 8 wird normal an der Peststellschraube 9 anliegend gehalten mit Hilfe einer Ansetzschraube 10, die durch einen zum Arm 8 im wesentlichen senkrech ten Vorsprung 8' eingeschraubt ist, der von demjenigen Teil des Armes 8, der am Trag glied 6 gelagert ist, hinausragt. Der Arm 8 ist drehbar auf einem Achszapfen 11, der zur Achse der Triebrolle 5 senkrecht ist. Durch Lockern der Anset.zschraub,e 10 kann dem gemäss die Stützrolle 7 ein klein wenig von der Triebrolle 5 weggeschwenkt werden.
Zwischen der, Triebrolle 5 und der Stütz rolle 7 ist, von diesen gehalten, eine Säge klinge 12 in der Form einer kurzen zylindri schen Hülse hindurchgeführt, die mit ihrer Aussenseite infolge des Druckes von der Stützrolle 7 mit der mit Gummi überzogenen Triebrolle 5 in Triebeingriff steht. Die Säge klinge 12 wird folglich im Betrieb in Drehung. um ihre eigene Achse versetzt; sie ist an einer Kante, z. B. der Kante 12', mit Zähnen oder einer Schneide versehen, damit sie wäh rend, ihrer Drehung das ihr zugeführte Mate rial durchschneiden kann. Die Zylinderachse der Sägeklinge 12 ist parallel zur Sä.ge- schnittrichtung und ebenso parallel zur Achse: der Triebrolle 5.
Am Tragglied 6 sind Ohren 6' vorgesehen, die paarweise in der Seitenrichtung vorstehen und zwischen denen Führungsklötze 13 gela gert sind, die mit Gewindezapfen 13' ver sehen sind, die durch das eine Ohr jedes Ohr paares 6' nach vorn vorstehen und zur Ver riegelung der Führungsklötze 13 in ge wünschter Winkellage Flügelmuttern 14 tra gen. Jeder Führungsklotz 13 ist mit einem Loch 15 für eine den Führungsklotz durch laufende runde Stange 16 versehen, die mit Hilfe einer Feststellschraube 17 im Verhäft- nis zum Führungsklotz 13 in gewünschter Axiallage feststellbar ist.
Jede der beiden Stangen 16 trägt an ihrem untern Ende ein gabelförmiges Lager für eine geflanschte Führungsrolle 18, die an der Aussenseite der Sägeklinge 12 anliegt und deren Flansche zur Führung der Sägeklinge in axialer Richtung dienen. Durch :die ,Schwenkbarkeit -und Ver- schiebbarkeit der Stangen 16 im Verhältnis zum Tragglied 6 können die Führungsrollen 18 an Sägeklingen verschiedenen Durchmes sers angepasst werden.
Sowohl die Führungsrollen 18 als auch die Stützrolle 7 und die Triebrolle 5 bewirken die radiale Führung der Sägeklinge 12; sie wirken mit der Sägeklinge 12 auf ein und derselben Seite einer Axialebene durch die Sägeklinge zusammen, so dass mehr als die Hälfte der Umkreislänge der Sägeklinge 12 sich frei durch das zu sägende Material bewe gen kann, wobei der ausgesägte Teil auf der Innenseite der Klinge durch den von ihr be grenzten Raum hindurchtritt.
Selbstverständlich kann die Sägeklinge beider eben beschriebenen Säge durch andere Mittel als die gezeigten gehalten und ange trieben werden. So z. B. ist es möglich, die Sägeklinge mit Löchern und die Triebrolle mit Zähnen zu versehen, die in die Löcher eingreifen, um die Sägeklinge axial und ra dial zu führen und in Umdrehung um die Achse des von ihr gebildeten Zylinders zu versetzen.
Bei der Verwendung der Motorsäge zum Aussägen, z. B. von halbzylindrischen aus Mineralwolleplatten, wird die Motorsäge über einer Bahn ange bracht, längs der die ?@lineralwolleplatten vor geschoben werden.
Zwei Sägen können gerade hintereinander aufgestellt und mit Klingen verschiedener Durchmesser versehen werden, um bei ein und demselben Zuführungsvor gang sowohl die innere Wandung einer Iso- lierschale als auch das Abtrennen der Isolier- schale von :der restlichen Mineralw olleplatte zu bewirken. Selbstverständlich ist es auch denkbar, in einem ersten Arbeitsgang die Innenwandung der Schale im Isolierkörper auszusägen und in einem zweiten Arbeitsgang die Abtrennung der Isolierschale vorzu nehmen.
Bei .diesen verschiedenen Arbeits gängen muss natürlich die Höhenlage der Mo torsäge richtig eingestellt werden, so dass die halbkreisförmigen Begrenzungsflächen der Isolierschale konzentrisch werden. In Pig. 3 und 4 ist eine Sägeklinge 20 um eine gedachte, zur Sägeschnittrichtung par allele Mittelachse kreisbogenförmig gebogen.
Ihre mehr als den halben Kreisumfang von einander entfernten Enden sind bei 21 mit den Enden eines bogenförmigen Schiebers 22 verbunden, der in einer Tragvorrichtung 23 gelagert ist und derart radiale und axiale Führung erhält, dass er eine Hin- und Her- Bewegung um die Mittelachse der Sägeklinge ausführen kann, die auch die Mittelachse der Bogenform des Schiebers 22 bildet.
Der Schie ber 22 ist -auf seiner Oberseite mit einem Zapfen 24 versehen, der ein Loch am Ende einer Stange 25 durchläuft, die in einer Führung 26 verschiebbar gelagert ist, so dass die ,Stange 25 sich hin und her in im wesent lichen tangentialer Richtung im Verhältnis zu einem zur Mittelachse der Sägeklinge kon zentrischen Kreis bewegen kann. Die Stange 25 ist mit einer nicht gezeigten Antriebsvor richtung verbunden, die dieselbe in eine hin und her gehende geradlinige Bewegung ver setzt, wodurch der Schieber 22 und die Säge klinge 20 in eine hin und her gehende Dreh bewegung versetzt werden, so dass die Säge klinge das Isoliermaterial durchsägen kann.
In Fig. 5 und 6 ist die Sägeklinge 20 eben falls kreisbogenförmig gebogen und an ihren Enden mit den Enden eines bogenförmigen Schiebers 22 verbunden, der eine hin und her gehende Bewegung um die Mittelachse der Sägeklinge ausführt, wobei er durch die Trag vorrichtung 23 Führung erhält. Der Schieber 22 hat ein Ohr 27 mit einem radialen Schlitz 28, in den ein exzentrischer Zapfen einer An triebsscheibe oder eines Kurbelarmes<U>99</U> hineinreicht, die bzw. der von einem An triebsmotor 30 in Drehung versetzt wird. Der Schlitz 28 ist so bemessen, dass er den doppel ten Exzenterausschlag des Zapfens gestattet.
Wenn der Zapfen in Drehung versetzt wird, werden daher nur seine Seitenbewegungen den Schieber 22 und- damit die Sägeklinge<B>' N</B> beeinflussen, die in hin und her gehende Drehbewegung um ihre Mittelachse versetzt wird. F\ig. 7 und 8 zeigen einen Teileiner Mo torsäge mit vier konzentrischen, in Kreisform gebogenen Sägeklingen 31, 32, 33 und 34, die zusammen imstande sind, auf einmal drei halbzylindrische Rohrisolierschalen verschie dener Querschnittabmessungen aus einem Block auszusägen.
Die drei äussern Sägeklin gen 31, 32 und 33 sind radial innerhalb ein- ler angeordnet und an einem Haltearm 35 <B>i</B> inc angebracht, der radial von einer zu den Klinken konzentrischen Welle 36 hinausragt, anderen hinterem Ende ein zweiter radial ge richteter Arm 37 angebracht ist, der mit einer Antriebsvorrichtung (nicht gezeigt) verbun den ist, um in hin und her gehende Bewegung versetzt zu werden. Die Welle 36 ist in einer Tragvorrichtung 38 gelagert, und am Vorder ende 36' der Welle 36 ist- eine nach vorn offene Hülse 39 angebracht, deren Vorderteil die innerste Sägeklinge 34 bildet.
Die Hülse 39 hat auf der Oberseite eine öffnung 40, durch die eine Ablenkbahn 41 für den zen tralere Materialstrang, der von der Sägeklinge 34 am Materialblock ausgesägt wird, empor ragt, so dass dieser Materialstrang, der als Abfall zu betrachten ist, weggeführt wird und die Blockzuführung zu den .Sägeklingen 31-33 nicht hindert. Sämtliche Sägeklingen 31, 32, 33 und 34 führen während der Säge arbeit eine hin und her gehende Drehbewe gung über einen geringeren Winkel, als ihre Umfangskanten in der Sägerichtung von der Haltevorrichtung frei gelassen sind, z. B. über 90 , aus.
Auch bei den Ausführungsbeispielen ge mäss Fig. 3-6 können gleichzeitig zwei oder mehr ,Sägeklingen von der Tragvorrichtung getragen werden, um die Sägearbeit gemein sam auszuführen.