CH324875A - Miniaturelektrolytkondensator - Google Patents
MiniaturelektrolytkondensatorInfo
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Description
Miniaturelektrolytkondensator Die immer ausgedehntere Anwendung elek trischer und elektronischer Apparate, insbe sondere für Zwecke, bei denen das Gerät leicht tragbar sein muss, oder aber aus andern Gründen nur möglichst wenig Raum und Ge wicht beanspruchen darf, führt zu dem Bestre ben, die elektrischen Teile dieser Geräte mit möglichst kleinen Abmessungen und geringem Gewicht herzustellen. Zu den Geräten bei denen solche Miniaturteile sehr vorteilhaft sind, gehören unter anderem Hörapparate, tragbare Senderempfänger und Aerosonden.
Die Erfindung bezieht sieh auf einen Mi- niaturelektrolytkondensator und bezweckt, eine Bauart zu schaffen, die sich infolge ihrer geringen Abmessungen sehr gut dazu eignet, die bisher zu bestimmten Zwecken angewand ten Papierkondensatoren mit erheblich grösse ren Abmessungen zu ersetzen.
Gemäss der Erfindung enthält ein Mi- niaturelektrolytkondensator eine stabförmige Elektrode, die mit einer dielektrischen Oxyd haut versehen und in der Mitte eines auf einer Seite geschlossenen Röhrchens angeordnet ist, wobei 'auf diese Elektrode unter Zwischen schaltung einer mit einem Elektrolyten ge tränkten isolierenden Distanzschicht eine die zweite Elektrode bildende Metallfolie ge wickelt ist, die elektrisch mit dem Röhrchen verbunden ist,
und wobei weiter die Öffnung des Röhrchens durch eine auf das heraus ragende Ende der stabförmigen Elektrode aufgeschobene Manschette aus elastischem und isolierendem Abdichtungsmaterial, bei spielsweise Gummi, verschlossen ist.
Infolge des geringen Volumens ist die Menge des im Kondensator gemäss der Erfin dung befindlichen Elektrolyts nur gering, so dass bereits eine geringe Austrocknung er heblich auf die elektrischen Eigenschaften des Kondensators einwirkt. Deshalb ist vorzugs weise die stabförmige Elektrode mit wenig stens einer Aussparung versehen, die als Be hälter für den Elektrolyten dienen kann.
Die stabförmige Elektrode kann beispielsweise an dem innerhalb des umgebenden Röhrchens befindlichen Ende mit einer zentrischen Längsbohrung versehen sein, vorzugsweise<B>je-</B> doch wird dieser Teil der stabförmigen Elek trode mit einem in der Längsrichtung verlau fenden Sägeschnitt versehen, der dann zu gleich als Befestigungsmittel für ein Ende der auf den Stab gewickelten Distanzfolie dienen kann.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Miniaturkondensators gemäss der Erfin dung ist die stabförmige Elektrode wenig stens auf dem innerhalb des Röhrchens be findlichen Teil auf bekannte Weise, beispiels weise auf chemischem oder elektrochemischem Wege, mit einer vergrösserten wirksamen Oberfläche versehen.
In diesem Falle emp fiehlt es sich, für die andere Elektrode eine Folie zu verwenden, von der wenigstens die der Stabelektrode zugewendete Oberfläche gleichfalls vergrössert ist, so dass der Konden sator einen stärkeren Wechselstrom führen kann, ohne dass dies eine ungewünschte Her absetzung der Kapazität herbeiführt.
Der Miniaturelektrolytkondensator gemäss der Erfindung eignet sich sehr gut zu Kopp lungszwecken in Transistorschaltungen und kann dabei die bisher zu diesem Zweck übli chen Papierkondensatoren ersetzen. Auf diese Weise ergibt sich ein verhältnismässig grosser Raumgewinn dadurch, dass das Verhältnis zwischen Kapazität und Volumen mehr als 20- mal grösser sein kann als das entsprechende Verhältnis bei Papierkondensatoren für den selben Zweck.
Die Erfindung wird jetzt an Hand eines in der Zeichnung dargestellten AuisführuLngs- beispiels näher, erläutert.
Der in der Figur im Schnitt dargestellte polarisierte Kondensator enthält einen die Anode bildenden runden Kern 1 aus Alu minium, der in der Mitte eines auf einer Seite offenen Aluminiumröhrchens 2 angeordnet ist. An das in der Öffnung des Röhrchens befindliche Ende 3 des Kernes 1 ist ein An schlussdraht 4 angeschweisst, während an der Aussenseite des Bodens des Röhrchens 2 ein zweiter Anschlulssdraht 5 befestigt ist. Die Kathode des Kondensators besteht aus einer Aluminiumfolie 6, die wenigstens einmal auf den Kern 1 aufgewickelt ist, wobei zwischen dieser Folie und dem Kern 1 eine Distanz schicht 7 angeordnet ist.
Diese Distanzschicht besteht auf übliche Weise aus saugfähigem Papier, das den Elektrolyten enthält. Die Distanzschicht 7 kann weiter laufen als die Kathodenfolie 6, die nur eine einzelne Win dung bildet, so dass die Folie 7 auch zwischen der Wand des Röhrchens 2 und der Kathoden folie 6 angeordnet ist.
Die Kathodenfolie weist eine Lippe 8 auf, die elektrisch mit dem Röhrchen 2 verbunden ist. Diese Verbindung ist dadurch hergestellt, dass die Lippe 8 zwischen der Innenwand des Röhrchens 2 und einer auf das Ende 3 des Kernes 1 aufgeschobenen Manschette 9 aus iiachgiebigemMaterial,4in diesemFalle Gummi, eingeklemmt ist. Diese Manschette 9 bildet eine isolierende Abdichtung der Öffnung zwischen dem Rand des Röhrchens 2 und dem vorstehenden Ende der Anode 1.
Dadurch, dass der Kern und das Röhrchen angenähert an der gleichen Stelle (10) mit einer Rille versehen sind, ist die Manschette 9 an dieser Stelle stark zusammengedrückt, wodurch sich eine völlige Abdichtung ergibt, während zu gleich die Lippe 8 in guter elektrischer Be rührung mit dem Röhrchen 2 gehalten wird.
Auf dem Boden des Röhrchens 2 ist eine Isolierscheibe 11 angeordnet, die verhindert, dass zwischen dem Kern 1 und dem Röhrchen 2 Kurzschluss auftritt. Die Scheibe 11 besteht aus dem gleichen Material wie die Distanz schicht 7 und ist wie diese mit Elektrolyt ge tränkt.
Der Anodenkern 1 weist einen in der Längsrichtung verlaufenden Sägeschnitt 12 auf, in den ein Ende der Distanzschicht 7 ein geführt ist, was bei der Herstellung das ge meinsame Wickeln der Folien 6 und 7 erleich tert, während dieser Sägeschnitt zugleich als Vorratsbehälter für den Elektrolyten dient, der infolge der geringen Abmessungen des Kondensators nur in geringer Menge von der Distanzschicht 7 und der Scheibe 11 aufge nommen wird.
Der Kern 1 ist durch eine Ätzbehandlung auf bekannte Weise mit einer vergrösserten wirksame Oberfläche versehen, auf welcher auf gleichfalls bekannte Weise eine dielektri- sche Haut gebildet ist.
Die Kathodenfolie 6 ist gleichfalls geätzt, jedoch nur auf der dem Kern 1 zugewendeten Oberfläche. Durch die einseitige Ätzbehand- lung ist die Folie mechanisch nicht zu sehr geschwächt, während die vergrösserte wirk same Oberfläche zweckmässig ist, uni zu ver hüten, dass sich auf die Dauer auf der Kathode eine dielektrische Haut bildet, die die Kapazität des Kondensators herabsetzen würde.
Die Längenabmessung des beschriebenen Ausführungsbeispiels ist bei einer Kapazität von angenähert 0,1 ,uP bei einer Arbeitsspan nung von 30 V angenähert 10 mm, während der Aussendurchmesser angenähert 3,2 mm be trägt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Miniaturelektrolytkondensator, dadurch ge kennzeichnet, dass eine stabförmige, mit einer dielektrischen Oxydhaut versehene Elektrode in der Mitte eines auf einer Seite gesehlosse- iien Röhrchens angeordnet ist und auf diese Elektrode unter Zwischenschalttulg einer mit einem Elektrolyten getränkten isolierenden Distanzschicht eine die zweite Elektrode bil dende Metallfolie gewickelt ist, welche elek trisch mit dem Röhrchen verbunden ist,und wobei weiter die öffnung des Röhrchens durch eine auf das Ende der Stabelektrode gescho bene Manschette aus nachgiebigem und isolie rendem Material versclAossen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Miniaturelektrolytkondensator gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nicht nur die Stabelektrode sondern auch die auf sie gewickelte Elektrodenfolie einer die wirksame Oberfläche vergrössernden Bearbei tung, beispielsweise eine Ätzbearbeitung, aus gesetzt worden sind. _ 2.Miniaturelektrolytkondensator gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabelektrode eine als Elektrolytbehälter dienende Aussparung aufweist. 3. Miniaturelektrolytkondensator gemäss Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung aas einem in der Längs richtung des Kernes verlaufenden Sägeschnitt besteht, der gleichzeitig ein Ende der Distanz schicht aufnimmt.4. Miniaturelektrolytkondensator gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabelektrode und das Röhrchen ange nähert an derselben Stelle mit je einer die Manschette zusammendrückenden umlaufen den Rille versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL324875X | 1953-07-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH324875A true CH324875A (de) | 1957-10-15 |
Family
ID=19784133
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH324875D CH324875A (de) | 1953-07-20 | 1954-07-19 | Miniaturelektrolytkondensator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH324875A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1107342B (de) * | 1958-07-01 | 1961-05-25 | Hydrawerk Ag | Elektrolytkondensator mit kleinsten Abmessungen und Verfahren zu seiner Herstellung |
-
1954
- 1954-07-19 CH CH324875D patent/CH324875A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1107342B (de) * | 1958-07-01 | 1961-05-25 | Hydrawerk Ag | Elektrolytkondensator mit kleinsten Abmessungen und Verfahren zu seiner Herstellung |
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