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CH316726A - Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd

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Publication number
CH316726A
CH316726A CH316726DA CH316726A CH 316726 A CH316726 A CH 316726A CH 316726D A CH316726D A CH 316726DA CH 316726 A CH316726 A CH 316726A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
alcohol
hydrogen peroxide
oxygen
liquid
secondary alcohol
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Farlow Rust Frederick
Original Assignee
Bataafsche Petroleum
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum filed Critical Bataafsche Petroleum
Publication of CH316726A publication Critical patent/CH316726A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/022Preparation from organic compounds
    • C01B15/026Preparation from organic compounds from alcohols

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd    Die Erfindung bezieht sich auf ein ver  bessertes Verfahren zur Herstellung von Was  serstoffsuperoxyd durch Oxydation sekun  därer Alkohole in flüssiger Phase, wobei di  rekt     Wasserstoffsuperoxyd    und zusätzlich eine  dem sekundären Alkohol verwandte     Carbonyl-          verbindung    oder mehrere erzeugt werden.  



  Es ist bekannt, dass Wasserstoffsuperoxyd  als chemisches Oxydationsmittel in einer  Reihe von chemischen Verfahren gut verwen  det werden kann. Neuerdings hat Wasser  stoffsuperoxyd Interesse als Kraftquelle in       Treibstoffen    gefunden, und der mögliche Ver  brauch für diesen Zweck ist sehr gross. Aluch  ist bekannt, dass Wasserstoffsuperoxyd als  Reagens bei organischen Synthesen, z. B. der  lHydroxy lierung organischer Verbindungen,  insbesondere ungesättigter organischer Ver  bindungen, von Wert ist, wobei     mannigfaltige     Produkte hergestellt werden können, die in  manchen Fällen wichtige technische Anwen  dungsmöglichkeiten bieten. Der mögliche Be  darf an Wasserstoffsuperoxyd als     Reagens     bei solchen synthetischen Reaktionen ist also  sehr gross.

   Bisher haben jedoch die unange  messenen Kosten und die Kompliziertheit der  zur Verfügung stehenden Verfahren zur Her  stellung von Wasserstoffsuperoxyd seine Be  schaffung zu einem Preis, der für derartige in  dustrielle Verwertung in Betracht kommt, ge  hindert. Zur Herstellung von Wasserstoffsuper  oxyd sind zwar verschiedene Verfahren be-    kannt, und einige werden auch angewendet;  jedoch fehlen wirksame, wirtschaftliche Ver  fahren, die zur grosstechnischen Anwendung  geeignet sind bzw. ohne komplizierte und kost  spielige Apparaturen, wie sie bisher erforder  lich waren, arbeiten, und die ausserdem leicht  zu beschaffende Rohmaterialien verwenden.  



  Ausser den bekannten elektrolytischen Ver  fahren zur     Herstellung    von Wasserstoffsuper  oxyd ist die Herstellung von Wasserstoff  superoxyd durch Oxydation bestimmter Stick  stoff enthaltender aromatischer Verbindun  gen, wie z. B.     Hydrazobenzol,        Hydrazotoluol     oder     p-Äthylliydrazobenzol    und auch bestimm  ter     aminosubstituierter        Hydrazobenzole    be  kannt. Über die Bildung von Wasserstoff  superoxyd während der Oxydation bestimm  ter     Hydroehinone    in     wässerigen    Lösungen  ist ebenfalls berichtet worden.

   Die Anwen  dung derartiger Verfahren ist durch die er  schwerte Beschaffung der als Zwischenpro  dukte verwendeten Verbindungen und die  Ausbeuten bei den ablaufenden Reaktionen  und auch durch die Schwierigkeiten, die bei  der Gewinnung des Wasserstoffsuperoxyds  aus den Produkten auftreten, beschränkt.  Ausserdem sind letzten Endes die Kosten des  Wasserstoffsuperoxyds hoch, da die Zwischen  produkte notwendigerweise zunächst herge  stellt. werden müssen.  



  Es ist auch über Fälle berichtet worden,  bei denen durch Oxydation bestimmter, von      Stielstoff freier organischer Verbindungen in  der Grasphase Wasserstoffsuperoxyd in berin  gen Ausbeuten zusammen mit organisehen  Peroxyden entsteht. So erzeugt die in der  Gasphase verlaufende unvollständige Oxyda  tion von Kohlenwasserstoffen, insbesondere  der normalerweise gasförmigen gesättiegten  aliphatisehen und alieyclischen Kohlenwasser  stoffe höher als Methan, organische Peroxyde  und Wasserstoffsuperoxyd gleichzeitig.

   Kürz  lich ist     über    einen Versuch zur Lösung des  Problems der Schaffung eines     wirtsehaft-          lichen    Verfahrens zur Herstellung von Was  serstoffsuperoxyd berichtet worden, bei dem  eine teilweise Oxydation primärer und sekun  därer Alkohole in der Gasphase bei hohen  Temperaturen und unter speziellen und sorg  fältig geregelten zusammenwirkenden     Becdin-          gungen    stattfindet.

   Eine derartige Oxydation  gesättigter Kohlenwasserstoffe und primärer  und sekundärer Alkohole in der Gasphase hat  den Nachteil, dass untragbar hohe Tempera  turen verwendet und die Verfahrensbedingun  gen peinlich genau und im übrigen schwierig    geregelt werden müssen, wodurch die Sehwie  rigkeiten des Baues und des Betriebes einer  Anlage im technisehen Mlassstabe erheblich  wäelhst, und den Nachteil, dass in der Gas  phase gearbeitet werden muss, wodurch das  Verfahren unerwünscht kompliziert wird und  Aufwendungen für besondere Einrichtungen  notwendig werden, die sonst vermieden wer  den könnten.  



  In der Literatur finden sieh zahlreiche  Beschreibungen von Verfahren zur Oxydation  von Alkoholen in flüssiger Phase unter Er  zeugung von Carbonylverbindungen, wie     Al-          dehv    de, betone, Carbonsäuren oder Ester.  Das gebräuehliehe Verfahren ist das Zusam  menbringen des flüssigen Alkohols mit einem  Katalysator, z. B. mit Metallen oder Metall  verbindungen, und Glas Durchblasen von  Sauerstoff, Luft oder anderem Sauerstoff ent  haltendem t Gas durch den Alkohol in Gegen  wart des Katalysators; dabei geht zwischen  dem Alkohol und dem Sauerstoff die Reak  tion im wesentliehen folgendermassen vor sich:  
EMI0002.0008     
  
EMI0002.0009     
    ROH bezeichnet dabei den Alkohol, und  x, y und z bezeichnen niedrige ganze Zahlen.

    Wie man sieht, wird als anorganisehes Pro  dukt der Oxydation Wasser gebildet, so dass  diese bekannten Verfahren für die Herstel  lung von Wasserstoffsuperoxyd wertlos sind.  



  Es ist auch über einzelne Fälle berichtet  worden, bei denen verschiedene Alkohole beim  Einwirkenlassen von actinischemn Lieht, insbe  sondere ultraviolettem Lieht von kurzer Wel  lenlänge, bei Raumtemperaturen oder nied  riger en Temperaturen oder in manchen Fäl  len bei Temperaturen bis zu 40 bis 50  Ge  mische erzeugen, die bei Anwendung     entspre-          ehender    Prüfmethoden auf die     Anwesenheit     von Peroxyden schliessen lassen.

   Die auf diese  Weise gebildeten Peroxydmengen sind im all  gemeinen sehr gering und hauptsäclhlich    wegen dieser geringen Mengen gebildeter Per  oxyde und der Tatsache, dass sie in den mei  sten Fällen stabile organische     Peroxyde    dar  stellen können, derartige Verfahren bzw.     Be-          obaehtungen,    wie sie bisher beschrieben wur  den, ebenfalls     rieht    die     Grundlage    eines tech  nisch     verwertbaren    Verfahrens zur Herstel  lung von     Wasserstoffsuperoxyd    bilden.  



  Das     erfirrdun-sgemässe    Verfahren ist nun       dadureli        gekennzeichnet,    dass ein sekundärer  Alkohol in     flüssiger    Phase durch Behandlung  mit     molekularem\        Sauerstoff    oder einem mole  kularen Sauerstoff enthaltenden Gas bei einer  Temperatur von 70 bis 160      oxydiert    wird.  



  Es     wurde    festgestellt, dass ein derartiges  Verfahren durch     Oxydation    sekundärer     Alko,     hole in flüssiger Phase unter     sorgfältig    fest  gelegten     Bedingungen    in     Abwesenheit    von      Katalysatoren mit     einem    molekularen Sauer  stoff enthaltenden Gas mit Erfolg durch  geführt werden kann, wobei die Oxydations  reaktion so gelenkt wird, dass im günstigsten  Fall Wasserstoffsuperoxyd als das im wesent  lichen einzige anorganisehe Produkt der Oxy  dationsreaktion und in Ausbeuten gebildet  wird, die im wesentlichen, bezogen auf die  Menge verbrauchten Sauerstoffes, quantita  tiv sind,

   wobei die Bildung von Wasser und  andern anorganischen Produkten der Oxyda  tion im wesentlichen vermieden wird. Bei der  Durchführung der nichtkatalytisclhen Oxyda  tion     sekundärer    Alkohole in flüssiger Phase  mit     molekularem    Sauerstoff oder einem mole  kularen Sauerstoff enthaltende Gas, wobei  die Temperatur der flüssigen Phase in dem  speziellen Bereich von 70 bis 160  gehalten  und eine Berührung der der Oxydations  behandlung unterliegenden Flüssigkeit mit  Substanzen, die unter den Reaktionsbedingun  gen die Zersetzung von Peroxyden bewirken,  peinlich vermieden wird, kann Wasserstoff  superoxyd mit ausgezeichneten Ausbeuten er  halten werden, die im optimalen Falle der  quantitativen Umwandlung des in Reaktion  getretenen Sauerstoffes in Wasserstoffsuper  oxyd entsprechen.  



  Das Verfahren der Erfindung wird mit  Vorteil durchgeführt durch Belüften des  sekundären Alkohols in flüssiger Phase durch  Durchleiten eines Stromes von molekularen  Sauerstoff enthaltendem Gas, wie gasförmi  ger Sauerstoff, in Gegenwart von Wasser  stoffsuperoxyd, unter \Berührung mit dem  Alkohol, wobei der Alkohol in der fliissigen  Phase bei oder unter seinem Siedepunkt bei  dem angewendeten Druck und innerhalb des  Bereiches von 70 bis l60 , vorzugsweise etwa  90 bis 140 , gehalten und jede Berührung der  Flüssigkeit mit Stoffen, die die Zersetzung  von Wasserstoffsuperoxycd bewirken, wie zum  Beispiel Metallionen und insbesondere Schwer  metalle und ihre Verbindungen, vermieden  wird.

   Wenn das Verfahren gemäss der Erfin  dung chargenweise durchgeführt wird und  der Alkohol zuvor weitestgehend gereinigt ist,  kann sieh zunächst eine Arbeitsperiode er-    geben, die lang sein kann, und deren Dauer  zum Teil von dem verwendeten zu oxydieren  den sekundären Alkohol abhängt, während  welcher keine leicht erkennbare Absorption  von Sauerstoff durch den Alkohol stattfindet.  Diese anfängliche Zeitspanne kann verkürzt  oder vermieden werden, wenn man eine Ar  beitsweise gemäss einer der wichtigsten Aus  führungsformen der Erfindung anwendet.  Danach     beginnt    die Sauerstoffabsorption  durch den flüssigen sekundären Alkohol und  hält mit im allgemeinen ansteigender Ge  schwindigkeit an unter entsprechender Bil  dung von Wasserstoffsuperoxyd in dem flüs  sigen Alkohol.

   Die resultierende Lösung von  Wasserstoffsuperoxyd in dem Alkohol kann  durch Destillation fraktioniert oder auf an  dere Weise zur Gewinnung des Wasserstoff  superoxyds behandelt werden, oder die Lösung  kann in andern Fällen als Endprodukt ver  wendet werden.  



  Das bei der' Oxydation des Alkohols gebil  dete Keton kann ebenfalls gewonnen werden.  Die verwendeten sekundären Alkohole kön  nen Ringstruktur und bzw. oder eine oder  mehrere     Kohlenstoff-Kohlenstoff-Mehrfaeh-          bindungen    und ein oder mehrere sekundäre  alkoholische Hydroxylgruppen aufweisen. Op  timale Resultate wurden bei Verwendung       offenkettiger    gesättigter     sekundärer    Alkohole  erhalten.

   Nicht störende     Substituenten    oder  Gruppen, wie     lther-    oder     Esterbindungen     oder     Iietogruppen,    können vorhanden sein;  die     Verwendung    eines     niehtsubstituierten,    ge  sättigten,     aliphatisehen,    vorzugsweise einwer  tigen, sekundären Alkohols, z.

   B. eines nie  deren sekundären     Alkanols,    wird aber     bevor-          Unter    den verschiedenen sekundären Al  koholen, die     verwendet    werden können, nimmt       Tsopropylalkohol    eine besondere Stellung ein,  weil er zwei     niehtsubstituierte,    direkt an das       Ilohlenstoffatom    der     Carbinolgztippe    gebun  dene     lfethylgruppen    enthält.

   Offenbar infolge  dieser Struktur ergibt seine Oxydation gemäss  der     Erfindung,    wie gefunden     wurde,    höhere       Wasserstoffsuperoxydausbeuten    als die Oxy  dation anderer, sogar nahe verwandter Alko-      hole. Andere verwendbare sekundäre Alkanole  sind insbesondere sekundärer Butylalkohol  und auch die sekundären Amyl-, Hexyl-,     Hep-          tyl-,    Octyl- und noch höhere Alkohole,     ey-          clische    sekundäre Alkohole, z.

   B.     Cyclohexa-          nol,    2 -Methylcyclohexanol,     4-Äthylcyclohexa-          nol,    3,3,5-Trimethylcyclohexanol und     3,3,5-          Triäthyl-5-propylcyclohexanol,        umgesättigte     Alkohole, z. B. Methylvinylearbinol,     Äthyl-          allylcarbinol,    3-C7clohexen-l-ol,     2-Cyclohexen-          1-ol,    1-Phenyläthanol und dergleichen.

   Sub  stituierte sekundäre Alkohole, die verhältnis  mässig wenig reagierende     Substituenten    ent  halten und infolgedessen in Betracht kom  men, sind zum Beispiel     Glycerin-a,y-dimethyl-          äther,    Glycerin-a,γ

  ,-diisopropyläther, der     Mono-          methy    läther von Butan-2,3-diol, der     Monoiso-          propyläther    von Pentan-2,4-diol, der     a-2-Meth-          oxyäthyläther    von Propylenglykol, das Mono  acetat von Hexan-2,5-diol,     1,3-Epoxy-2-propa-          nol    und das     a,#-Dipropionat    von     1,2,6-Hexan-          triol.     



  Von den verschiedenen sekundären Alko  holen bilden die sekundären     Alkanole    mit 3  bis 8 Kohlenstoffatomen eine bevorzugte       Gruppe;    die mit. 3 bis 6     Kohlenstoffatomen,     wie     Isopropylalkohol    und sekundärer     Buty        1-          alkohol,    werden besonders bevorzugt.

   Es kön  nen zwar     Mischungen    mehrerer Alkohole v     er-          wendet    werden, doch sind, wenn derartige Ge  mische verwendet werden, die durch die Oxy  dation der Alkohole gebildeten     Carbony@ver-          bindungen    gewöhnlich in den Gemischen ent  halten und schwer abzutrennen, wenn die       Carbonylverbindungen    in reiner Form gewon  nen werden sollen; ausserdem können die Aus  beuten an Wasserstoffsuperoxyd herabgesetzt  werden.  



  Es ist notwendig, die Oxydation des sekun  dären Alkohols in flüssiger Phase bei einer  geregelten, innerhalb des oben angegebenen  Bereiches liegenden Temperatur     durchzufÜh-          ren.    Die Mindesttemperatur wird zum Teil  durch die niedrigste Temperatur bestimmt, bei  der eine brauchbare Reaktionsgeschwindigkeit  erreicht wird, und zum Teil durch die Min  desttemperatur, bei der Wasserstoffsuperoxyd  und nicht andere mögliche Produkte in über-    mässigen Mengen erzeugt werden. Für das  praktische Vorgehen hängt die geeignete Mini  maltemperatur ab von dem bestimmten zu  oxydierenden sekundären Alkohol und von  den andern Reaktionsbedingungen.

   Es kann  festgestellt werden, dass Temperaturen unter  70  nicht hoch genug sind, um eine brauch  bare Geschwindigkeit der Erzeugung von       Wasserstoffsuperoxyd    zu schaffen oder über  mässige oder sogar     ausschliessliche    Umwand  lung des molekularen     Sauerstoffes    in Pro  dukte anderer Art., als das gewünschte Was  serstoffsuperoxyd zu vermeiden. Die günstig  sten Resultate werden im allgemeinen beim  Arbeiten bei Temperaturen oberhalb 90  er  halten.

   In bestimmten Grenzen erhöht sich die  Geschwindigkeit der Wasserstoffsuperoxyd  bildenden Reaktion mit steigender     Tempera-          tur.    Wenn die Temperatur übermässig gestei  gert wird, erzeugt die Oxydation des sekun  dären Alkohols in flüssiger Phase progressiv  niedrigere Ausbeuten an Wasserstoffsuper  oxyd, bis bei übermässig hohen Temperaturen  infolge der thermischen Spaltung von etwa  gebildetem     Wasserstoffsuperoxyd    und infolge  der Reduktion von Wasserstoffsuperoxyd  durch die anwesenden organischen Stoffe     zu          vernachlässigende    Ausbeuten erhalten werden.  Temperaturen bis 140  können mit Vorteil  verwendet werden, und es können auch Tem  peraturen sogar bis 160  benutzt werden.

   Im  allgemeinen werden im Temperaturbereich  von 90 bis 140  optimale Resultate erhalten.  Dass Temperaturen in diesen erhöhten Berei  chen für ein Verfahren zur Erzeugung von  Wasserstoffsuperoxyd durch Oxydation eines  Alkohols in flüssiger Phase geeignet sind, ist  in hohem Masse überraschend, da sich keines  falls voraussehen liess, dass ein vorwiegend  organische Stoffe und Wasserstoffsuperoxyd  enthaltendes flüssiges Gemisch bei diesen er  höhten Temperaturen, insbesondere während  Zeitspannen, wie sie in den folgenden Bei  spielen veranschaulicht werden, gehalten wer  den kann ohne vollständige Reduzierung oder  Zersetzung des Wasserstoffsuperoxyds, ent  weder thermisch oder durch Reaktion mit dem  vorhandenen organischen Material.

        Da das Oxydationserfahren gemäss der       vorliegenden    Erfindung mit dem Alkohol in  flüssiger Phase durchgeführt wird, ist es klar,  dass wenn die Temperatur oberhalb des nor  malen Siedepunktes des Alkohols liegt, erhöhte  Drucke notwendig sind. Das Verfahren wird  in solchen Fällen in einem geschlossenen Ge  fäss bzw. System durchgeführt, in dem der  Gesamtdruck bei oder oberhalb des Dampf  dreckes des Alkohols bei der Verfahrenstem  peratur gehalten werden kann, vorzugsweise  durch     Einführen    des Sauerstoff enthaltenden  Gases unter einem geeigneten Überdruek.

   Es  kann angebracht sein, bei oder etwas unter  dem Siedepunkt des Alkohols zu arbeiten, und  es können mit Vorteil Drucke verwendet wer  den, die wesentlich grösser sind als die, welche  erforderlich sind, um den Alkohol in flüs  siger Phase zu halten, wodurch erhöhte Kon  zentrationen von in dem Alkohol gelöstem  molekularem Sauerstoff erhalten werden. Bei  spielsweise kann die Belüftung von flüssigem  Isopropylalkohol durch Durchführen eines  Stromes von gasförmigem Sauerstoff bei einer  Temperatur von 105 bis l10  durchgeführt  werden, wobei der Sauerstoff unter einem  Druck eingeführt wird, der hinreicht, den  Gesamntdruek in dem System auf etwa 2,5 at  (iManomneterdrtuek) zu steigern.

   Unter diesen  Bedingungen ist der Isopropylalkohol nahe an  seinem Siedepunkt, und die entwickelten oder  mit demn Strom von gasförmigem Sauerstoff  mitgeführten Dämpfe können aus dem Gas  strom in einem Rückflusskondensator konden  siert und kontinuierlich der Flüssigkeit wie  der zugeführt werden. Beim Arbeiten bei  höheren Driicken, z. B. durch Einführen des       Sauerstoff    enthaltenden Gases unter einem  Druck, der hinreicht, den Gesamtdruck in dem  System auf 7 oder auf mehr Atmosphären  (Manometerdruck) zu steigern, kann das Ver  fahren fmnit einer höheren Geschwindigkeit der  Bildung von Wasserstoffsuperoxyd bei der  Bleiehen Temperatur durchgeführt werden,  die bei diesen     Bedingungen    wesentlich unter  halb des Siedepunktes des Alkohols bei dem  Arbeitsdruck liegt.

   Als weiter Bereich geeig  neter Arbeitsdrucke kann der Bereich von im    wesentlichen Atmosphärendruck bis hinauf zu  Drucken von 70 at genannt werden; ein bevor  zugter Bereich, der die Notwendigkeit von  Apparaturen vermeidet, die den höheren  Drucken standzuhalten vermögen, ist der Be  reich von Atmosphärendruck bis zu etwa  18 at.  



  Die Verwendung eines an molekularem  Sauerstoff verhältnismässig reichen Gases und  besonders von praktisch reinem Sauerstoff  als Sauerstoff enthaltendes Gas wird bevor  zugt. Es kann gasförmiger Sauerstoff von       991./o    oder mehr     verwendet    werden, jedoch ist  es häufig aus Gründen der Kosten erwünscht,  ein Gas mit etwas niedrigerer     Saiierstoffkoit-          zentration,    z. B. den handelsüblichen Sauer  stoff, mit einer Sauerstoffkonzentration von  80 bis     951/o,    zu verwenden.

   Beste Resultate  werden erzielt, wenn ein Gas mit einem Sauer  stoffgehalt über     801/o    verwendet wird; doch  ist es möglich, ein sauerstoffhaltiges Gas zu  verwenden, dessen Sauerstoffgehalt so nied  rig ist wie der     normalerweise    in der Atmo  sphäre vorhandene. Die     Verwendung    solcher  verdünnten Sauerstoff enthaltenden Gase, wie  z. B. Luft, oder mit Sauerstoff angereicherte  Luft, kann infolge der verringerten Wirksam  keit eines mit solchem Gas durchgeführten  Verfahrens weniger erwünscht sein. Andere  etwa das Gasgemisch verdünnende, in ihm  vorhandene Gase als molekularer Sauerstoff  sollen     inerte    Gase sein, z. B. Stickstoff, Me  than,     Äthan    oder Kohlendioxyd.

   Wasserdampf  kann in dem Sauerstoff enthaltenden Gas  strom vorhanden sein, vorausgesetzt, dass die  Bedingungen der Temperatur und des     Druk-          kes    derart sind, dass eine übermässige Kon  densation von Wasser in dem flüssigen Alko  hol vermieden wird;     vorzugsweise    wird als  Gas ein im wesentlichen wasserfreies Gas ver  wendet.  



  Es wurde festgestellt, dass die Oxydation  von sekundären Alkoholen in flüssiger Phase  unter Erzeugung von Wasserstoffsuperoxyd       begünstigt    wird durch Anwesenheit einer       peroxydischen    Verbindung in der Flüssigkeit  während der Oxydation. Wenn ein in hohem  Masse     gereinigter    sekundärer Alkohol der      Oxydationsbehandlung unterworfen wird, so  tritt häufig zunächst keine merkbare Absorp  tion von Sauerstoff ein; mit andern Worten,  es tritt keine merkbare Reaktion ein. Die  Dauer dieser Zeitspanne kann von nur ein  paar Stunden bis zu einer Anzahl von Tagen  oder mehr betragen.

   Gegebenenfalls beginnt  die Reaktion am Ende dieser Zeitspanne     all-          nmähliell,    scheinbar spontan; es wird für mög  lich gehalten, dass in solchen Fällen die Ein  leitung der Reaktion minimalen Mengen von  Peroxyden oder andern Stoffen, die freie  Radikale bilden, zuzuschreiben ist, welche  schliesslieh in der Flüssigkeit gebildet und all  gesammelt werden.

   Nach dieser Erklärung der  beobachteten Wirkungen kann, wenn während  dieser Ruheperiode der flüssige Alkohol mit  Substanzen in Berührung gebracht wird, die  unter den Reaktionsbedingungen die Zerset  zung der Peroxyde begünstigen oder mit den  Peroxyden unter Zerstörung weiterreagieren,  die Anhäufung der notwendigen     peroxydi-          sehen    Initiatoren und infolgedessen die Bil  dung von Wasserstoffsuperoxyd verhindert  werden, selbst wenn die Verfahrensbedingun  gen sonst in dem Bereieh der Bedingungen  liegen, die für die Durchführung des Ver  fahrens der Erfindung geeignet sind.

   Bei Ge  genwart von zum Beispiel Schwermetallen,  wie Kupfer oder Eisen, oder von Ionen von  insbesondere schweren Metallen, wie Kobalt,  Mangan, Eisen oder Kupfer, die nach den  früheren Verfahren zur Katalysierung der  Oxydation von Alkoholen verwendet wurden,  oder von in dem Alkohol selbst enthaltenen  unerwünschten Verunreinigungen, oder sogar  von Reaktionsgefässen, deren Innenfläehen die  Stabilität voll Wasserstoffsuperoxyd schädlich  beeinflussen, würde nicht nur die Anhäufung  des notwendigen peroxydisehen Initiators und  die Bildung von Wasserstoffsuperoxyd ver  hindert werden, sondern die Reaktion des  Alkohols mit dem Sauerstoff würde so ver  laufen, dass Wasser und nicht Wasserstoff  superoxyd gebildet wird.  



  Durch Zusetzen einer geringen Menge  einer peroxydisehen Verbindung zu dem Al  kohol vor oder während der Ruheperiode, z. B.    durch Zufügung von etwa 5 bis 25 cms einer  etwa 30- bis 50o/oigen wässerigen Lösung von  Wasserstoffsuperoxyd pro Liter Alkohol und  Behandeln des entstehenden Gemisches mit  molekularem Sauerstoff bei einer Tempera  tur innerhalb des angegebenen Bereiches in  Gegenwart der peroxydischen Verbindung  unter sorgfältiger Verhinderung eines Kon  taktes des Gemisches mit Stoffen, die die Zer  setzung von Wasserstoffsuperoxyd begünsti  gen, kann die gewünschte Reaktion zur Er  zeugung von Wasserstoffsuperoxyd wirksam  eingeleitet werden.

   Wenn die erwünschte Re  aktion einmal     begonnen    hat, initiiert sie sich  selbst, das heisst eine geringe, durch die Reak  tion erzeugte     Menge    von Wasserstoffsuper  oxyd dient zur Einleitung und     Aufrecht-          erhaltung    der Reaktion unter Bildung wei  terer Mengen von Wasserstoffsuperoxyd. Ge  wöhnlieh ist es sehr zweckmässig, von Anfang  an eine geringe Menge Wasserstoffsuperoxyd  als Initiator zuzusetzen; es können jedoch  auch andere peroxydisehe Verbindungen ver  wendet werden, wie z. B.

   Alkylperoxyde,     or-          ganisehe    Persäuren, Persalze und Perester;  bevorzugte organische Peroxyde sind die ter  tiären Alky lperoxyde, das heisst Peroxyde, die  an das Peroxy-Radikal (-O-O-) direkt  einen tertiären Alkylrest, vorzugsweise den  tert.-Butylrest, gebunden enthalten, z.

   B.     Di-          tert.-butylperoxyd,        tert.-Butyl-tert.-Amylper-          oxyd,    tert.-Butylhydroperoxyd,     2,2-bis-(tert.-          Butylperoxy)-propan,        2,2-bis-(tert.-Butyl-          peroxy)-betan,        1,1-bis-(tert.-Butylperoxy)-          cyelohexan    und     2,2-bis-        (tert.-Butylperoxy)-          peiltan.    Es wurde beobachtet, dass die dem  sekundären Alkohol zur Einleitung der Reak  tion zugegebene     -Menge    von Peroxyd nur ge  ring zu sein, z.

   B. nur 0,007 Gewichtsprozent  des Alkohols     zii    betragen braucht, und     Men-          gen    oberhalb etwa 3 Gewichtsprozent des Al  kohols gewöhnlich nicht erforderlich sind.  Das Zusetzen von nur 1 Gewichtsprozent       Wasserstoffsuperoxyd    ist zur Einleitung der       gewünseliten    Reaktion höchst wirksam.  



  Während der     Behandlung    des Alkohols  können Spuren von     Carbonsäuren    gebildet.  werden; es liegen Anzeichen vor,     class    diese      Spuren von Säure die gewünschte, zur     Bil-          dung    von Wasserstoffsuperoxyd führende  Reaktion beschleunigen oder anderseits die  Neigung des einmal gebildeten Wasserstoff  superoxyds zur Zersetzung verringern können.  Inerte organische Lösungsmittel können wäh  rend der Oxydationsbehandlung zugegen sein.  



  Das Verfahren der vorliegenden Erfin  dung, das den Vorteil der Einfachheit der  Durchführung besitzt, kann entweder char  genweise oder intermittierend oder kontinuier  lich durchgeführt werden. Wenn das Verfah  ren mit einzelnen Chargen durchgeführt wird,  wird der sekundäre Alkohol in ein Gefäss ein  gebracht, dem Wärme zugeführt werden und  das bei Überdrueken benutzt werden kann  und mit einem Rückflusskondensator oder  gleich wirkenden Mitteln zum Kondensieren  und Rückführen etwa verdampften Alkohols  zu der Flüssigkeit ausgerüstet ist. Ein Strom  des Sauerstoff enthaltenden Gases wird unter  Sicherstellung einer innigen Verteilung des  Gasstromes in der Flüssigkeit, z.

   B. durch eine  geeignete Düse oder eine Rührvorrichtung,  durch die aus sekundärem Alkohol bestehende  Flüssigkeit geleitet, wobei der flüssige Alko  hol unter den Temperaturbedingungen und  dem Partialdruck des Sauerstoffes in dem  Gasstrom mit Sauerstoff gesättigt oder im  wesentlichen gesättigt gehalten wird.  



  Es ist erwünscht, ein Reaktionsgefäss zu  verwenden, das ein verhältnismässig grosses  Verhältnis von Volumen zur Oberfläche be  sitzt. Das Reaktionsgefäss hat vorzugsweise  die Form eines Rotationskörpers und kann  zum Beispiel zylindrisch, ellipsoidisch, birnen  förmig oder     vorzugsweise    kugelförmig sein,  mindestens bezüglich des Teils, der mit dem  flüssigen Alkohol in Berührung steht.. Die  Anwesenheit von oder das     Inberührungbrin-          gen    mit Stoffen, die die Zersetzung von Was  serstoffsuperoxyd begünstigen, in oder mit  dem flüssigen Alkohol, insbesondere Schwer  metalle oder ihre Ionen, z. B.

   Nickel, Eisen,  Kobalt, Kupfer,     1Iangan,        Vanadium,    Silber,  Chrom und ihre Verbindungen, ist, soweit dies  irgend möglich ist,     zti    vermeiden. Die Ein  führung von     Verunreinigungen    in den sekun-         dären        Alkohol,    die die Zersetzung von Was  serstoffsuperoxyd begünstigen, soll peinlich  vermieden werden.  



  Es wurde gefunden, dass die Art der Ober  fläche des Reaktionsgefässes, mindestens im  halbtechnischen Massstab oder unter Labora  toriumsbedingungen, gegebenenfalls von gro  sser Wichtigkeit sein kann. Die Innenfläche  des Reaktionsgefässes wird vorzugsweise her  gestellt aus oder ausgekleidet mit Aluminium,  Aluminiumlegierungen, Zinn oder Glas,  Emaille, Porzellan oder ähnlichen, hauptsäch  lich kieselsäurehaltigen Stoffen oder Harzen.  Die Innenfläche des Reaktionsgefässes kann,  wenn sie aus Glas oder ähnlichem Kieselsäure  material besteht, mit einer     Borverbindung,     wie Borsäure, behandelt werden, oder die In  nenfläche kann eine saure Emaille sein.

   Beim  Arbeiten im kleinen Massstab kann es er  wünscht sein, ein Reaktionsgefäss zu verwen  den, das wiederholt bei der nichtkatalytischen  Oxydation von- organischen Verbindungen mit  molekularem Sauerstoff verwendet worden  ist, oder das Gefäss kann wiederholt mit einer  wässerigen Lösung von Wasserstoffsuperoxyd  gewaschen werden.

   Es ist möglich, dass bei  solchen Operationen im kleinen     Massstabe    die  Reaktion mindestens zum Teil von einer Ein  leitung von Reaktionsketten an der Oberfläche  der Wandungen des Reaktionsgefässes ab  hängt, möglicherweise mit nachfolgender     Ent-          wieklung    der Reaktion durch eine Ketten  reaktion, bei der freie Radikale in dem flüs  sigen Alkohol auftreten, -und weiterhin vom  praktischen Fehlen einer     Initiierung,    För  derung oder Katalyse anderer unerwünschter  Reaktionen.

   Gemäss dieser Ansicht führt bei  einem solchen Vorgehen im kleinen Massstab  die Verwendung eines Reaktionsgefässes, des  sen Innenfläche aus einem     umgeeigneten    Ma  terial besteht oder einem Material, das nicht  in einen geeigneten Zustand gebracht worden  ist, zu einer Blockierung der notwendigen       Initiierung    an der Oberfläche des Gefässes,  wobei entweder jede Art von Reaktionen ver  hindert wird oder in andern Fällen Reaktio  nen begünstigt werden, die zu anorganischen  Produkten anderer Art als das gewünschte      Wasserstoffsuperoxyd führen.

   Beim Arbeiten  im grossen Massstabe, bei dem zum Beispiel  auf einmal mehrere hundert Liter sekun  dären Alkohols behandelt werden, in einem  Gefäss mit einem maxianalen Verhältnis von  Volumen zur innern Fläche, kann die Art  der Oberfläche des Reaktionsogefässes eine ver  hältnismässig geringere Wichtigkeit erhalten.  Es scheint, dass in solchen Fällen eine Homo  gene Initiierung und Entwicklung der Reak  tion eintreten kann; das heisst, die Reaktion  kann in dem Reaktionsgemisch und weniger  ,an der Grenzfläche Feststofi-Fliissigkeit an  der Gefässwandung eingeleitet werden, und  infolge des niedrigen Verhältnisses von Ober  fläche zu Volumen wird die Möglichkeit der  Hemmung der notwendigen Kettenreaktionen  durch Absorption oder eine andere uner  wünschte Wirkung an der Grenzfläche Flüs  sigkeit-Feststoff vermindert.

   Da der in dem  flüssigen Alkohol gelöste Sauerstoff (@her als  der gasförmige Sauerstoff als solcher) in     Re-          aktion    tritt, scheint in solchen Fällen die  Reaktion in einem homogenen Gemisch zu  verlaufen und unabhängig von den     Grenz-          flächen    zu sein.  



  Wenn das Verfahren, wie vorzuziehen ist,       kontinuierlich        durchgeführt    wird, kann die  Apparatur aus einem Reaktionsgefäss der oben  beschriebenen Art mit geeigneten Änderungen  für die kontinuierliche Verfahrensdurchfüh  rung bestehen. Das Verfahren wird in diesem  Falle durch Einführen einer Menge des  sekundären Alkohols in das Reaktionsgefäss  eingeleitet, vorzugsweise unter Zusatz einer  geringen Menge einer peroxydisehen Verbin  dung, z. B. Wasserstoffsuperoxyd, und Durch  leiten eines Stromes von Sauerstoff enthal  tendem Glas durch die Flüssigkeit, wie oben  beschrieben. Bei der     Fortführung    der Belüf  tung der Flüssigkeit steigt der Gehalt der  Flüssigkeit an Wasserstoffsuperoxyd.

   Wenn  die Wasserstoffsuperoxydkonzentration einen  gewünsehten Wert erreicht, wird ein Strom  des WV asserstoffsuperoxyd enthaltenden flüs  sigen Gemisches kontinuierlich     abgezogen,     während gleichzeitig eine zusätzliche Menge  Alkohol kontinuierlich zur Anfrechterhaltung    eines im wesentlichen konstanten Flüssigkeits  volumens in dem     Reaktionsgefäss    zugeführt  wird. Die Geschwindigkeit der Einführung  des     Alkohols    und des Abziehens des Inhaltes  in das bzw. aus demn Reaktionsgefäss wird vor  zugsweise so eingestellt, dass die Konzentra  tion an Wasserstoffsuperoxyd in der Flüssig  keit im Reaktionsgefäss im wesentlichen kon  stant bleibt.

   Wenn das Verfahren unter sol  chen     stetigen    Bedingungen     durchgeführt     wird, so wirkt das erzeugte Wasserstoffsuper  oxyd augenscheinlich gleielhmässig im Sinne  der Einleitung wund Aufrechterhaltung der  gewünschten Reaktion ian demn Reaktionsgefäss.  Der Wasseaatoffsuperoxydgehalt des oxydier  ten Alkohols kann zwecknmässig in dem Be  reich von etwa 1/2 Gewichtsprozent bis etwa  25 Gewichtsprozent liegen. Es können jedoch  auch höhere     Wasserstoffsuperoxydkonzentra-          tionen    erreicht werden, wobei das Maximum  der brauchbaren Konzentration in erster Linie  durch die begrenzenden Erfordernisse eines  sicheren Arbeitens in dem bestimmten ver  wendeten Reaktionssystem bestimmt wird.  



  Das Verfahren der Erfindung hängt nicht  ab von der Anwendung actinischer Energie,  z. B. in Form aetinischer Bestrahlungen. Mit  andern Worten, das Verfahren ist wirksam,  ob es in Gegenwart von Licht oder in der  Dunkelheit durchgeführt wird. Es ist klar,  dass diese Eigenart und die ermögliehten  quantitativen Ausbeutete an Wasserstoff  superoxyd geeionet sind, dlas Verfahren von  solchen des Standes der Technik zu     unter-          selaeiden,    bei denen stabile organische     Per-          oxycle,    wie beobaclhtet wurde, durch die Be  strahlung von Alkoholen nahe oder etwa bei  Raumtemperaturen mit ultraviolettem Licht  entstehen.

   Ausserdem wird die Notwendigkeit  der     Verwendung-    komplizierter und teurer       Einrichtungen    für die Bestrahlung vermieden.  



  Die     Anwesenheit    von     Wasser    in dem     flüs-          sig-en        alkobolisehen    Reaktionsmittel in gerin  gen Mengen bis zu etwa 20 Gewichtsprozent  ist     zulässig.     



  Das     W        asseiatoffsuperoxyd        wird    gewöhn  lich in Form einer Lösung in dein sekun  dären     .\lkoliol    erhalten; diese     Lösung    kann      ausserdem das durch nicht abbauende Oxy  dation des Alkohols erhaltene Keton zusam  men mit Spuren von Säuren enthalten. Die  Lösung als solche ist ein gut verwendbares  Produkt, z. B. bei organischen Synthesever  fahren, und in solchen Fällen kann es nicht  erforderlich sein, das Wasserstoffsuperoxyd  aus der Lösung zu entfernen. Die organischen  Produkte der Oxydation     können        aus    der Lö  sung entfernt werden, z.

   B. durch     Fraktionie-          rung    der aus dem Flüssigkeitsgemisch wäh  rend der Behandlung des sekundären Alko  hols mit Sauerstoff entwickelten Dämpfe oder  durch nachfolgende Destillation. Etwa vor  handenes Wasser kann durch Destillation  oder durch Behandlung mit einem     Troek-          nungsmittel    entfernt werden. Wenn die Ge  winnung des Wasserstoffsuperoxyds aus der  durch die Oxydation des Alkohols erzeugten  Lösung gewünscht wird, kann dies auf irgend  eine Weise geschehen.

   Wenn der sekundäre  Alkohol einen Siedepunkt unterhalb des Siede  punktes von Wasserstoffsuperoxyd besitzt, so  wird der Alkohol     vorzugsweise    abgetrieben  oder aus der Lösung abdestilliert, vorzugs  weise nach Verdünnen der Lösung mit Was  ser, was zur     Verminderung    der möglichen  Explosionsgefahr dient, die das Erhitzen       und    Konzentrieren     voll    Wasserstoffsuperoxyd  in Gegenwart organischer Stoffe hervorrufen  würde. Vorzugsweise wird hinreichend Was  ser zugesetzt, um die Konzentration des Was  serstoffsuperoxyds in dem Destillationsgefäss  stets unterhalb etwa 50%o zu halten.

   Der als  azeotropes Gemisch mit Wasser gegebenen  falls abdestillierende Alkohol und durch die  Oxydation des Alkohols erzeugte organische  Stoffe können während der Destillation  gleichzeitig durch aufeinanderfolgendes Ab  destillieren ans der das Wasserstoffsuperoxyd  enthaltenden Lösung oder durch nachfolgende  Destillation eines Gemisches voneinander ge  trennt werden. Der nicht umgesetzte Alkohol  wird vorzugsweise in den Prozess zurück  geführt, wobei die Gegenwart des in dem  azeotropen Gemisch übergegangenen Wassers  nicht nachteilig ist. Die nach Abtrennen des  Alkohols und der organischen Oxydationspro-         dukte    verbleibende Lösung von Wasserstoff  superoxyd kann weiter mit Wasser verdünnt  und zur Gewinnung einer wässerigen Lösung  von Wasserstoffsuperoxyd der gewünschten  Konzentration destilliert werden.

   Diese Lö  sung kann nach bekannten Methoden zur Er  zeugung von im wesentlichen reinem Wasser  stoffsuperoxyd destilliert werden.  



  Bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf  die Gewinnung des Wasserstoffsuperoxyds  durch Destillationsverfahren beschränkt ist.  Zum Beispiel kann die alkoholische, das Was  serstoffsuperoxyd enthaltende Lösung mit  einem Alkali, wie Caleiumhydroxyd, zur Fäl  lung des Metallperoxyds behandelt werden,       us    dem     gewünsehtenfalls    Wasserstoffsuper  oxyd regeneriert werden kann.

   Wenn das       Wasserstoffsuperoxy    d in dem verwendeten  Alkohol nur in geringem Masse löslich ist, so       kann    das Reaktionsgemisch während des     Be-          lüftens    eine     Schichtentrennung    zeigen,     und     die im wesentlichen aus Wasserstoffsuperoxyd  bestehende Schicht kann     getrennt    abgezogen  werden. Das Wasserstoffsuperoxyd kann auch  durch Extraktion des     Reaktionsgemisches    mit       selektiven    Lösungsmitteln gewonnen werden,  oder die organischen Stoffe können durch Ex  traktion mit einem oder mehreren Lösungs  mitteln entfernt werden.

   Das     -esamte    Reak  tionsgemisch oder der nach Entfernen der       Carbonyl-Nebenprodukte    verbleibende Teil  kann zwecks     Abseheidung    oder Fällung von  festem Wasserstoffsuperoxyd unterkühlt wer  den. Es kann auch ein tertiärer Alkohol und  eine starke Säure dem     Reaktionsgemisch    zur       Bildung    eines tertiären     Alkylperoxyds    zugege  ben      -erden.     



  Das Verfahren der Erfindung ist insbeson  dere zur     Durchführung    in einem kontinuier  lichen     Kreislaufverfahren    geeignet.. Zum Bei  spiel enthält, wenn     Isopropy        lalkohol    verwen  det wird, das aus dem Reaktionsgefäss abgezo  gene Reaktionsgemisch Wasserstoffsuperoxyd,  einen Anteil an Aceton und nicht umgesetz  ten     Isopropy        lalkohol.    Diese     Lösung    kann  einer fraktionierten Destillation zur Entfer  nung des Acetons und eines     Isopropy        lalkohol-          Wasser-Azeotrops    als Kopfprodukt unter-      worfen werden.

   Das durch die Oxydations  behandlung erzeugte Aceton wird dann mit  molekularem Wasserstoff in Gegenwart eines  Hydrierungskatalysators, wie Raneyniekel  oder Kupferchromit, zwecks Umwandlung in  Isopropylalkohol, hydriert; der so erhaltene  Isopropy lalkohol wird dann mit aus dem Re  aktionsgemisch abgetrenntem     Isopropylalko-          hol    unter Zufügung der benötigten Menge  Alkohol in das Verfahren zurückgeführt.  Wenn andere sekundäre Alkohole verwendet  werden, können ähnliche Kreislaufverfahren  durchgeführt werden, unter Abtrennung des  durch die Oxydation erzeugten Ketons, Hy  drieren und Rückführung des so     zurückgebil-          deten    Alkohols zusammen mit nicht umgesetz  tem Alkohol in den Prozess.  



  Die folgenden Beispiele veranschaulichen  einige von vielen möglichen speziellen Aus  führungsformen der Erfindung.  



  Beispiel 1  Es wird eine Apparatur mit einem kuge  ligen, aus Pyrexglas bestehenden Gefäss bzw.  einem aus einem     Borsilikatglas    mit niedrigem  Alkaligehalt bestehenden Gefäss mit einem  Fassungsvermögen von etwa 500 em3, das von  einem erhitzten Ölbad umgeben ist, verwendet.  Das Gefäss war durch vorherige wiederholte       Verwendung    während mehrerer Monate als  Reaktionsgefäss für nicht mit Katalysatoren  arbeitende Oxydation verschiedener organi  scher Verbindungen durch Behandlung mit  molekularem Sauerstoff in einen     geeigneten     Zustand gebracht worden, und es war dafür  Sorge getragen worden, dass eine Vergiftung  durch Zersetzung von Peroxyden bewirkende  Stoffe, wie Ionen von Schwermetallen, ver  mieden wurde.

   Das Gefäss ist nahe am Boden  mit einem Einlassstutzen zur Einführung von  gasförmigem Sauerstoff unterhalb der Ober  fläche der in dem Gefäss enthaltenen Flüs  sigkeit versehen. Der Hals des Gefässes ist mit  dem untern Ende eines wassergekühlten  Rüekflusskondensators verbunden, dessen obe  res Ende durch ein Glasrohr mit einem  Kühlgefäss, einem Behälter für gasförmigen  Sauerstoff und einer an das Einlassrohr    des Gefässes angeschlossenen Gaszirkulations  pumpe (in Serie geschaltet) verbunden ist,  so dass ein geschlossenes System gebildet  wird, durch das     Sauerstoff    durch die Pumpe  umgewälzt werden kann.

   Der Behälter für  gasförmigen Sauerstoff ist mit einem Einlass  versehen, durch den abgemessene Mengen  Wasser in den Behälter zum Ersatz des       Sauerstoffes    in dem Masse, wie er verbraucht  wird, eingeführt werden. Dies dient zur Auf  rechterhaltung eines konstanten Druckes in  dem System während des Arbeitens und zum  Messen der Menge des verbrauchten Sauer  stoffes. Das gesamte System ist während des  Betriebes gegen die Atmosphäre abgedichtet  und kann unter einem den Atmosphärendruck  in geringem Masse übersteigenden Druck be  trieben werden. Das Glasreaktionsgefäss ist  von einer Hülle umgeben, die alle sichtbaren  lind ultravioletten     Lielitstrahlen    fernhält.

   In  das Gefäss werden 300     cm3        redestillierter        Iso-          propy        lalkohol    und 5     cm3    einer     50o/oigen    wäs  serigen     ZVasserstoffsuperoxydlösung    einge  füllt. Das System wird dann mit gasförmigem  Sauerstoff     ausgespült    und dann gegen die  Atmosphäre abgedichtet, der Sauerstoffdruck  auf 2,5     at        (Manometerdruck)    gesteigert und  die Temperatur des Ölbades auf 105 bis 110   erhöht.

   Mittels der Pumpe wird der Sauer  stoff in Form von Blasen durch den     Isopro-          pylalkohol    hindurch und kontinuierlich im  Kreislauf geführt, wobei die Geschwindigkeit  des Sauerstoffstromes zum kräftigen Rühren  und zum Sättigen der Flüssigkeit mit Sauer  stoff     hinreicht.    (in diesem Falle etwa 150     eins     pro     Minute).    Der Druck wird während der  Behandlung durch Zugabe von Nasser zu  dem Behälter in dem Masse, wie Sauerstoff  verbraucht wird, konstant gehalten.

   In 29  Stunden bei 100 bis 105  sind 0,62     Mol    Sauer  stoff     verbraucht;    der Sauerstoff wird wäh  rend der ersten 8 Stunden mit einer durch  schnittlichen Geschwindigkeit von etwa 0,011       Mol    pro Stunde, und während der letzten  8     Stunden    von etwa. 0,034     Mol    pro Stunde  aufgenommen. Am Ende der Reaktionszeit       beträgt,    das Volumen der Lösung etwa 270     cm3,     wobei sieh etwa 40     em3    der Flüssigkeit in dem      Kühlgefäss finden. Der Inhalt des Reaktions  gefässes wird mit dem des Kühlgefässes ver  einigt, und eine kleine, abgemessene Menge  wird analysiert.

   Die Analyse ergibt, dass  0,555 M1ol Wasserstoffsuperoxyd und 0,575  Mol Aceton erzeugt wurden. Nach der Menge  des verbrauchten Isopropylalkohols entspricht  dies einer 93%igen Ausbeute an Aceton und  nach der Menge des verbrauchten Sauerstoffes  einer 90%igexi Ausbeute an Wasserstoffsuper  oxyd.  



  Beispiel 2  Wasserstoffsuperoxyd wird aus dem ver  bleibenden Teil des nach Beispiel 1 erzeugten  Gemisches durch Verdünnen des Gemisches  mit etwa der Hälfte seines Volumens an mit  Natriummetastannat und Acetanilid (als Sta  bilisatoren für Wasserstoffsuperoxyd) gesät  tigtem Wasser und teilweises Destillieren des  verdünnten Gemisches unter einem Druck von  etwa 200 mm Hg gewonnen, wobei Aceton  und das Azeotrop Isopropylalkohol-Wasser  als Kopfprodukt abgenommen wird. Die De  stillation wird eingestellt, wenn keine organi  schen Stoffe mehr übergehen. Etwa 140 emns  einer farblosen wässerigen Lösung verbleiben  in der Destillierblase; sie enthalten 0,538 Mol  Wasserstoffsuperoxyd, was einer 87%igen  Ausbeute an gewonnenem Wasserstoffsuper  oxyd, bezogen auf die Menge des verbrauch  ten Sauerstoffes, und einer 97%igen Wirk  samkeit des Gewinnungsverfahrens entspricht.

    Die Gesamtausbeute an gewonnenem Wasser  stoffsuperoxyd, bezogen auf die     Menge    an  verbrauchtem Isopropylalkohol, ist 87%.  



  <I>Beispiel 3</I>  Dieser Versuch wird entsprechend der  Arbeitsweise und in der Apparatur gemäss  Beispiel     l    durchgeführt, mit der Abänderung,  dass zu Beginn dem Isopropylalkohol zusätz  lich zu der wässerigen Lösung von Wasser  stoffsuperoxyd 5 em3 Eisessig zugegeben wer  den. Gasförmiger Sauerstoff wird mit 2,5 at  durch den zugesetztes Wasserstoffsuperoxyd  und Essigsäure enthaltenden Isopropylalkohol  bei 105 bis 110  während 13 Stunden im  Kreislauf hindurebgeführt. Die Analyse der    so erhaltenen Lösung zeigt, dass 0,231 Mol  Wasserstoffsuperoxyd erzeugt wurden. Die  Menge an verbrauchtem Sauerstoff bei diesem  Versuch ist 0,233 MHol. Das Wasserstoffsuper  oxyd wird also mit einer Ausbeute von 99%,  bezogen auf die Menge an verbrauchtem  Sauerstoff, erhalten.

   Während des Verfahrens  wird der Sauerstoff mit einer durchschnitt  lichen Gesehwindigkeit von 0,018 Mol pro  Stunde verbraucht, die also um etwa 63,5%  höher ist als die durchschnittliche Geschwin  digkeit des Sauerstoffverbrauches während  der ersten 8 Stunden des im Beispiel 1 be  schriebenen Versuches; diese höhere Geschwin  digkeit lässt eine günstige Wirkung der in  dem flüssigen Reaktionsgemisch vorhandenen  Säure vermuten. Eine wässerige Lösung von  Wasserstoffsuperoxyd kann durch Destilla  tion des Reaktionsgemisches gemäss der in  Beispiel 2 erläuterten Arbeitsweise gewonnen  werden.  



  <I>Beispiel 4</I>  Der Versuch wird entsprechend der bei  den Beispielen 1 und 3 angewendeten Ar  beitsweise durchgeführt, mit dem Unter  schied, dass die Zugabe von Wasserstoff  superoxyd und Essigsäure zu dem     Isopropyl-          alkohol    weggelassen     wurde.    Das Reaktions  gefäss war ein neues     Pyrexgefäss    der im Bei  spiel I beschriebenen Art, das sorgfältig und  wiederholt mit einem heissen Gemisch von     re-          destillierter    Schwefelsäure und Salpetersäure  gereinigt und dann mit destilliertem Wasser  ausgiebig gewaschen worden war.

   In das Re  aktionsgefäss wurden 300 eins     redestillierter          Isopropylalkohol    eingefüllt, und der     Isopro-          pylalkohol    wurde mit     gasförmigem    Sauerstoff  unter einem Druck von 2,5     at,    der mit einer  Geschwindigkeit von etwa 150     cm3    pro Minute  strömte, bei 105  während 12,5 Stunden belüf  tet. Dann     wurde    der Sauerstoffstrom unter  brochen. Die Analyse der Lösung ergab einen  Gehalt von 0,415     llol    Wasserstoffsuperoxyd.

    Die Menge des während des Versuches absor  bierten     Sauerstoffes    betrug etwa 0,696     Mol.     Die Menge des Wasserstoffsuperoxyds     ent-          spricht        also        einer        60%igen        Ausbeute,        bezogen     auf die Menge des verbrauchten Sauerstoffes.      Wasserstoffsuperoxyd kann gewünsehtenfalls  wie in Beispiel 2 durch Destillation gewonnen  werden.  



  Die wesentlich höheren Ausbeuten an Was  serstoffsuperoxyd nach den Beispielen 1 und 3  sind der Verwendung eines Gefässes in einem  geeigneten Zustand zuzuschreiben.  



  Beispiel 5  In das in Beispiel 1 besehriebene Gefäss wer  den 300 em3 Isopropylalkohol und 5 polierte  Aluminiumstreifen, jeder etwa 5,08 X 1,27  X 0,005 emn, eingegeben. Durch das flüssige  Gemisch wird bei einer Temperatur von etwa  106  während 8 Stunden mit einer     Gesehwin-          digkeit    von etwa 150 em3 pro Minute ein  Strom von gasförmigem Sauerstoff unter  2,5 at Druck im Kreislauf geführt. Es werden  etwa 0,696 Hol Sauerstoff verbraucht. Die  entstehende Lösung enthält etwa 0,54 Mol  Wasserstoffsuperoxyd, wie durch Analyse  festgestellt wurde. Die Ausbeute an Wasser  stoffsuperoxyd ist also 77%o, bezogen auf die  Menge an verbrauchtem Sauerstoff. Das Bei  spiel zeigt, dass das Verfahren in Gegenwart  von Aluminium durchgeführt werden kann.

    <I>Beispiel 6</I>  Es wird die in Beispiel 4     beschriebene     Apparatur verwendet. In das Reaktionsgefäss  werden 244 g reiner sekundärer Butylalkohol  eingegeben und bei etwa 108  mit Sauerstoff  unter etwa 2,5 at während l8 Stunden in der  in Beispiel 1 beschriebenen Weise behandelt.  Es werden etwa 0,677 'MHol Sauerstoff ver  braucht.

   Die resultierende Lösung wird analy  siert; sie enthält etwa 0,342 Mol Wasserstoff  superoxyd, was einer Ausbeute von 55,4%,  bezogen auf die Menge an verbrauchtem  Sauerstoff, entspricht, Zusätzlich zu     Wasser-          stoffsuperoxyd    und nicht umgesetztem, sekun  därem Butylalkohol enthält die Lösung 0,68  Mol Carbonylverbindungen     (Methyliäthyl-          keton).    Eine wässerige Lösung von Wasser  stoffsuperoxyd wird durch Verdünnen der  Lösung mit Wasser und Entfernen des nicht  umgesetzten sekundären Butylalkohols und    des Melhtylätlhylketons durch Destillation er  halten. Die Ausbeute an so gewonnenem Was  serstoffsuperoxyd ist etwa 45%7o, bezogen auf  die Menge an verbrauchtem Sauerstoff.  



       Beispiel   <I>r</I>  In     diesem    Beispiel werden in das bei den  Beispielen 4 und 6 verwendete Reaktions  gefäss 300 em3 gereinigtes Mlethylisobuty     lcar-          binol    (2-Metlhyl-4-pentanol) eingegeben. Das  Methylisobutylearbinol wird mit einem Strom  von gasförmigem Sauerstoff unter 2,5 at  Druck bei l07  während 46 Stunden belüftet;  die Fliessgesehwindigkeit des Sauerstoffes ist  etwa 150 em3 pro Minute.

   Die sich ergebende,  Wasserstoffsuperoxyd in Mlethylisobutylketon  und nicht umgesetztem     Methylisobutylcarbi-          nol    gelöst enthaltende Lösung wird analysiert;  sie enthält etwa 0,362 Mol Wasserstoffsuper  oxyd, was einer 74%igen Ausbeute an     Was-          serstoffsuperoxycl,    bezogen auf die Menge an  verbrauchtem Sauerstoff, entspricht.  



       Beispiel   <I>8</I>  2,3-Butandiol wird durch Belüftung wäh  rend 8,5 Stunden mit einem Strom von     gas-          förmigemn    Sauerstoff, der mit einer Geschwin  digkeit von etwa 150 em3 pro Minute geführt  wird, bei 2,5 at Druck und einer Temperatur  von 117  oxydiert. Die resultierende Lösung  enthält, wie die Analyse ergibt, 0,0435 Mol  Wasserstoffsuperoxyd.  



       Beispiel   <I>9</I>  Gut gereinigtes Cyclohexanol in flüssigem  Zustand wird während 21 Stunden in der in  Beispiel 4 verwendeten Apparatur mit     gas-          förmnigein    Sauerstoff behandelt. Die Reak  tionstemperatur beträgt 103 , der Sauerstoff  druck 2,5     at    und die     Fliessgesehwindigkeit    des       Sanersto        ffes    etwa 150     ein?    pro Minute. Die  Menge an verbrauchtem Sauerstoff ist 0,505  Mol.

   Das resultierende Gemiseh wird analy  siert; es     enthält    etwa 0,117     Mol    Wasserstoff  superoxyd, gelöst in einem Gemisch von     Cyclo-          hexanol    und     Cyclohexanon.    Das Gemisch ent  hält zu     vernaehlässigende        -Mengen    an sauren      Stoffen, die weniger als einer 3o%oigen Um  wandlung des Cyclohexanols in saure Verbin  dungen entsprechen, wenn die Säure als     Adi-          pinsäure    berechnet wird.  



  Beispiel 10  Die im Beispiel 1     verwendete    Apparatur  wird abgeändert durch Öffnen des Kühl  gefässes gegen die Atmosphäre mittels eines  Druckreduzierventils und Öffnen der Einlass  seite der Pumpe gegenüber der Atmosphäre  mittels eines Filters zur Entfernung von  Staub usw. In das Gefäss wird redestilliertes  Isopropanol (300 cm3) eingefüllt und mit  einem Luftstrom unter 2,5 at Druck bei 107   während 47 Stunden behandelt. Das resultie  rende Gemisch von Aceton und Isopropanol  enthält, wie die Analyse zeigt, etwa 0,178 Mol  Wasserstoffsuperoxyd.

   Die Lösung wird mit  Wasser verdünnt, und Aceton und ein     azeo-          tropes    Gemisch von Isopropanol und Wasser  werden     abdestilliert    und hinterlassen das  Wasserstoffsuperoxyd in Form einer klaren  verdünnten Lösung in Wasser. Diese Lösung  wird durch Destillation zwecks Gewinnung  einer etwa 30gewichtsprozentigen wässerigen  Lösung von Wasserstoffsuperoxyd konzen  triert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Wasser stoffsuperoxyd, unter gleichzeitiger Bildung von Carbonylverbindungen, dadurch gekenn zeichnet, dass ein sekundärer Alkohol in flüs siger Phase durch Behandlung mit molekula rem Sauerstoff oder einem molekularen Sauer stoff enthaltenden Gas bei einer Temperatur von 70 bis 160 oxydiert wird. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Oxydations behandlung bei einer Temperatur von 90 bis 140 durchgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der zu oxydierende Alkohol von dem Kontakt mit Stoffen, die unter den Reaktionsbedingungen die Zerset- zung von Wasserstoffsuperoxyd bewirken, ferngehalten wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als sekundärer Al kohol ein nicht mehr als 8 Kohlenstoffatome enthaltender sekundärer Alkohol verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch,. da durch gekennzeichnet, dass als sekundärer Al kohol Isopropylalkohol verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Oxydations- behandhing bei Überdruck ausgeführt wird. 6. Verfahren nach Patentanspi-Lich, da durch gekennzeichnet, dass dem zu oxydieren den Alkohol eine geringe Menge Peroxyd als Initiator zugegeben wird. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass als Peroxyd Was serstoffsuperoxyd verwendet wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass als Peroxyd ter tiäres Butylperoxyd verwendet wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Oxydation in Gegenwart einer geringen Menge einer Car- bonsäure durchgeführt wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Strom des Sauerstoffes oder des Sauerstoff enthaltenden Gases durch eine Flüssigkeit geschickt wird, die aus dem sekundären Alkohol besteht oder eine überwiegende Menge des sekundären Al kohols enthält, unter kontinuierlichem Zu geben von im wesentlichen reinem sekundärem Alkohol zu der Flüssigkeit. und kontinuier lichem Abziehen eines Teils der Flüssigkeit. 11.
    Verfahren nach Unteranspruch 10, da durch gekennzeichnet, dass der sekundäre Al kohol und das durch Oxydation des Alkohols erzeugte Keton aus der abgezogenen Flüssig keit abgetrennt, das Keton durch katalytische Hydrierung wieder in den sekundären Alko hol umgewandelt, der aus der abgezogenen Flüssigkeit abgetrennte und der durch Hy drieren des Ketons erzeugte sekundäre Alko- hol in den der Oxydation unterliegenden flüs sigen Alkohol zurückgeführt und eine wei tere Menge des sekundären Alkohols dem System mit einer zur Aufreehterhaltung eines im wesentlichen konstanten Volumens des der Oxydation unterliegenden Alkohols geeigneten Geschwindigkeit zugegeben wird.
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