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CH303426A - Strombegrenzende Sicherung. - Google Patents

Strombegrenzende Sicherung.

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Publication number
CH303426A
CH303426A CH303426DA CH303426A CH 303426 A CH303426 A CH 303426A CH 303426D A CH303426D A CH 303426DA CH 303426 A CH303426 A CH 303426A
Authority
CH
Switzerland
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sectional
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Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Co The Chase-Shawmut
Original Assignee
Chase Shawmut Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chase Shawmut Co filed Critical Chase Shawmut Co
Publication of CH303426A publication Critical patent/CH303426A/de

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/04Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges
    • H01H85/05Component parts thereof
    • H01H85/055Fusible members

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  • Fuses (AREA)

Description


  Strombegrenzende Sicherung.         Die.Erfindung    bezieht. sich auf eine strombe  grenzende Sicherung mit einem     Schmelizleiter,     der durch     einen    im Sicherungsgehäuse unter  gebrachten, von Quarzsand umgebenen Metall  streifen . gebildet ist..

   Derartige Sicherungen  führen die Unterbrechung von     KurzSChlul'.')-          strömen    herbei, bevor     diese    den höchsten  Wert zu erreichen vermögen, den der zu  schützende Stromkreis hervorzubringen     ver-          ma-.    Der Strom, den eine derartige Sicherung       hindurchlässt,    mag als     Durchlassstrom    be  zeichnet werden.

   Der     Durchlassstrom    verläuft  unmittelbar nach Auftreten eines     Kurz-          schhusses    im wesentlichen wie der     Kurzschluss-          strom.    Er     fängt    an vom     Kurzschlussstrom    er  heblich abzuweichen, wenn Schmelzen und  Verdampfen des Schmelzleiters einsetzt.

   Nach  dem an die Stelle eines Teils oder     des    ganzen  Schmelzleiters ein im Quarzsand brennender  Lichtbogen getreten ist, verläuft der Durch  lassstrom weit niedriger als der     Kurzschluss-          strom,    der in dem betreffenden Stromkreis  ohne das Vorhandensein einer strombegren  zenden Sicherung auftreten     würde.    Durch       diese    Begrenzung     des        Kurzschlussstromes     wird die     thermisehe    und     elektrodvnamisehe     Beanspruchung aller     elektrischen    Maschinen,       Transformatoren,    Apparate und Geräte,

   die  in dem betreffenden Stromkreis liegen, her  abgesetzt. Der Erfindung liegt die Aufgabe  zugrunde, eine viel erheblichere Herabsetzung  der thermischen und     elektrodynamischen    Be  anspruchung aller in einem     Stromkreis    liegen-    den     elektrischen    Maschinen, Transformatoren,  Apparate und Geräte zu ermöglichen,     als    mit  Hilfe der     vorbekannten    strombegrenzenden       Sicherungen    geschehen konnte.  



  Bei einer jeden     vorbekannten,    strombe  grenzenden     Sicherung    einer gegebenen Bau  art besteht eine     bestimmte        -\Vechselbeziehung          zwischen    Grenzstrom, kleinstem     AbschmeL--          strom    und Nennstrom einerseits     und    dem  Höchstwert des     Durchlassstromes        anderseits.     Je höher der Grenzstrom, der     kleinste    Ab  schmelzstroin und der     Nennstrom,

      desto höher  der     Höchswert        des        Durchlassstromes.    Infolge  dessen werden elektrische Maschinen, Trans  formatoren, Apparate und Geräte, die für  hohe Nennstromstärken ausgelegt sind,

   selbst  beim Vorsehen von     strombegrenzenden    Siehe  rungen durch das     Auftreten    hoher     DuTchlass-          ströme    thermisch     und    elektrodynamisch in       unwirtschaftlich    hoher     Weise        beansprucht.     Bei Anwendung von     strombegrenzenden     Sicherungen gemäss der Erfindung kann     die     mechanische     und,        thermische    Festigkeit von in  dem betreffenden     Stromkreis    angeordneten  elektrischen Maschinen,     Transformatoren,

       Apparaten und Geräten erheblich     herabgE;-          setzt    werden, was eine erhebliche     Verbilli-          gung    der     Übertragung,    Verteilung und An  wendung von     elektrischer    Energie zur  Folge hat.  



  Das Wesen der Erfindung besteht darin,  dass der den Schmelzleiter der Sicherung  bildende Metallstreifen zwei querschnitts-      verschiedene     Quersehnittsschwächungen    auf  weist, von denen die Schwächung grösseren  Querschnitts den minimalen Schmelzstrom  und die Schwächung kleineren Querschnitts  den Höchstwert des     Durchlassstromes    der  Sicherung bestimmt.  



  Die Zeichnung stellt einige     Ausführung@-          beispiele    der     Erfindung    und sie erläuternde  Kennlinien dar, und zwar ist       Fig.    1 im wesentlichen ein Längsschnitt  durch ein erstes     Ausführungsbeispiel;          Fig.2    ein Querschnitt gemäss 2-2 der       Fig.1;          Fig.3    eine     Vorderansicht    eines Schmelz  leiters, der für Sicherungen der in     Fig.    1 und  2 dargestellten Bauart bestimmt ist;

         Fig.    4 ist im wesentlichen ein     Längsschnitt     durch eine Sicherung, die eine Vielzahl von  Schmelzleitern der in den     Fig.1    und 2 dar  gestellten Bauart umfasst;       Fig.    5     ist    ein Querschnitt gemäss 5-5 der       Fig.    4;       Fig.6    ist eine vergleichende Darstellung  der Wirkungsweise von     Sicherungen    gemäss  dein     vorbekannten    Stand der Technik und  einer erfindungsgemässen Sicherung;

         Fig.        7ca    und 7b stellen das Verhalten von  Sicherungen der in     Fig.    1 und 2 und     Fig.    4 und  5     dargestellten        Bauart    unter normalen Last  verhältnissen dar;

         Fig.        8a    und 8b stellen das Verhalten von  Sicherungen der in     Fig.    1 und 2 und     Fig.4     und 5     dargestellten    Bauart beim Auftreten  von     kurzschlussartigen    Überströmen dar;

   in       Fig.    9 sind     Höchstwerte    von     Durchlassströ-          men    als Ordinaten und die Höchstwerte jener       Kurzschlussströme,    die beim Ersatz der Siche  rung durch einen massiven     Kupferleitergrossen     Querschnitts auftreten würden, als Abszissen  aufgetragen, und zwar bezieht sich die eine der  in     Fig.9        dargestellten    Kennlinien auf vor  bekannte strombegrenzende Sicherungen einer  gewissen     Bauart    und.

   die andere     Kennlinie     auf eine strombegrenzende Sicherung grund  sätzlich der gleichen Bauart, deren Schmelz  leiter jedoch mit einer zusätzlichen, den  Höchstwert des     Durchlassstromes    herabsetzen  den     Querschnittsverjüngung    versehen ist;         Fig.    10 ist eine Schar von Kennlinien,  die sieh auf eine     vorbekannte    Bauart von  strombegrenzenden Sicherungen beziehen, und  zwar sind in der genannten Figur als Ordina  ten Ansprechzeiten und als Abszissen Strom  stärken-beide im     logarithmischen    Massstab-  aufgetragen:

         Fig.    11 ist eine der     Fig.    10     wesensgleiche     Darstellung, bezieht sich indessen auf eine  Anzahl von Sicherungen, welche die gleiche  Nennstromstärke aber verschiedene Höchst  werte von     Durchlassströmen    aufweisen, und in       Fig.12    sind als Ordinaten die Zeiten vom  Auftreten des Überstromes bis zu seiner  Unterbrechung in Sekunden in Abhängigkeit  vom Überstrom in Prozenten des Nennstromes  aufgetragen, und zwar bezieht sieh eine Kenn  linie in     Fig.12    auf eine     vorbekannte    strom  begrenzende Sicherung einer gewissen Bauart  und die andere Kennlinie auf eine strombe  grenzende Sicherung grundsätzlich der glei  chen Bauart,

   deren Schmelzleiter jedoch mit  einer     zusätzlichen,    den Höchstwert des Durch  lassstromes herabsetzenden     Querschnittsschwä-          ehung    versehen ist.  



  In allen Figuren sind einander ent  sprechende Bauteile mit den gleichen Bezugs  zeichen versehen.  



  Die     Fig.    1 und 2 beziehen sieh auf  eine Sicherung, in welcher der Schmelzleiter  durch einen einzigen, in sieh einheitlichen  Metallstreifen gebildet ist, der zwei quer  schnittsverschiedene     Quersehnittsverjüngun-          gen    aufweist.  



  In     Fig.l    und 2 bezeichnet das Bezugs  zeichen 1 ein rohrförmiges     Sicherungsgehäuse          aus    einem geschichteten Isolierstoff, in dem  der bandförmige Schmelzleiter 2     aus    Silber  untergebracht ist. Der Schmelzleiter 2 kann  aus einem andern Metall als Silber bestehen,  doch verdient Silber den Vorzug. Der  Schmelzleiter 2 ist mit einer Vielzahl von       äquidistanten,        kreisförmigen    Perforationen     2z     versehen. Ein Teil des     Gehäuses    1 ist mit  Quarzsand 3 geeigneter Korngrösse gefüllt.

    Das rechte Ende des Sicherungsgehäuses 1  ist mit einem unter dem Einfluss von Hitze  gasabgebenden körnigen     Löschmittel        3a,    bei-           spielsweise    chemisch reinem Kalk gefüllt. Da  nur ein geringer     Bruchteil    der C     esamtlänge     des Schmelzleiters 2 in dem gasabgebenden       Löschmittel        3a    eingebettet ist, so bleibt der  im Sicherungsgehäuse 1. entwickelte     Gasdruck     innerhalb der durch     dessen        mechanische     Festigkeit gegebenen Grenzen.  



  Derjenige Teil des Schmelzleiters 2, der  von dem gasabgebenden Löschmittel 3a um  geben ist, kann,     falls    erwünscht, mit einem  legierungsbildenden Element 5, etwa der  Niete aus Zinn, versehen sein. Zinn hat einen  geringeren Schmelzpunkt als Silber und bil  det mit Silber eine Legierung, die einen  geringeren Schmelzpunkt hat als Silber.  Falls die Zinniete 5 in eine der Perforationen       2a        eingefügt    ist, so wird der Schmelzvorgang  im allgemeinen beim Auftreten kleiner, lange  anhaltender     Überlasten    an der Stelle des  Schmelzleiters 2 eingeleitet, an der die     Zinn-          niete    5 vorgesehen ist.

   Wenn die Zinniete 5  oder eine ähnliche Metallauflage     nicht    vorge  sehen ist, so wird der Schmelzvorgang im all  gemeinen beim Auftreten geringer, lange an  haltender Überlasten an den Querschnitts  schwächungen 2c, 2c eingeleitet, die sich im  Bereich der Mitte des     Schmelzeinsatzes    2, seit  lich der Perforationen 2a befinden. Jede der       Quersehnittsschwächungen    2e, 2c besteht     aus     zwei einander parallel geschalteten Strom  pfaden. Nach Verdampfen dieser beiden  Strompfade treten     zwei    kurze, einander par  allele Lichtbogen an ihre Stelle. Da einander  parallele Lichtbogen unstabil sind, wird einer  der beiden Lichtbogen alsbald erlöschen.

    Unmittelbar darauf erlischt der andere Licht  bogen dank der Kühlwirkung des ihn um  gebenden     Quarzsandes.     



  Es ist wichtig, ein     Mischen    der körnigen  Löschmittel 3 und 3a zu verhüten. Zu diesem  Zweck ist zwischen den beiden Löschmitteln 3       imd    3a eine sie trennende Querscheidewand 4  vorgesehen.  



  Die lichte Weite     des        Sicherungsgehäuses        1.     ist verhältnismässig gering und liegt in der       Crössenordnung    des Zweifachen der Breite  des Schmelzleiters 2.

   Diese erhebliche     Herab-          seTzung        des        Volumens        des    Sicherungsgehäuses,    verglichen mit demjenigen     vorbekannter     strombegrenzender     Sicherungen,    ist darauf       zurückzuführen,

      dass die Sicherung gemäss  den     Fig.    1     und    2 die Schaltarbeit       ('i2   <I>r</I>     dt     in welchem     Ausdruck    i den     Lichtbogenstrom     und r den     Widerstand.        des        Lichtbogens    be  deuten - und den     Höchstwert    des     Durchlass-          stromes    drastisch herabsetzen.

   Anderseits ist  die     Wandstärke        des        Sicherungsgehäuses    1 be  trächtlich, um es in die Lage zu versetzen,  den in ihm     entwickelten    hohen     Innendrucken     standzuhalten. Die beiden Enden     des    Siche  rungsgehäuses sind durch     Anschlussglieder    in       Gestalt    von     Verschlusskappen        6a,    6b abge  schlossen.

   Der Schmelzleiter 2 ist. mit den       Verschlusskappen        6a.,    6b in     geeigneter    Weise,  etwa durch     Punktsehweissung,    stromleitend  verbunden. Die     Versehlusskappen        Ecu,   <I>6b</I>  weisen     einen        Umfangswulst    auf, der in das       Sicherungsgehäuse    1 hineingedrückt, ist, um  die     Verschlusskappen    an ihm festzuhalten.  



  Der Schmelzleiter 2     ist    ferner mit einer       Querschnittsschwächung    2b     versehen,    die un  weit seines linken Endes     (Fig.1.)    vorgesehen  ist. Die     Querschnittsschwächung        2b    hat einen  geringeren Querschnitt als die Querschnitts  schwächung, die durch die Strompfade 2c, 2c  zu jeder der beiden Seiten einer jeden der  Perforationen 2a gebildet sind. Die axiale  Länge der     Querschnittsschwächung        2b    ist  recht gering und dies     beschränkt    die Wärme  menge, die an der     Stelle    dieser Querschnitts  schwächung erzeugt wird.

   Da die geometrische  Konfiguration der rechten und     linken    Hälfte  des Schmelzleiters 2 verschieden     ist,    so sind  auch die thermischen Eigenschaften der bei  den Hälften     des        Schmelzleiters    2 verschieden.  Der     Grenzstrom    und der     geringste        Abschmelz-          strom    sind überwiegend durch die rechte  Hälfte des Schmelzleiters bestimmt.  



  Angenommen, dass die Zinniete 5 fort  gelassen worden sei, dann wird der Schmelz  vorgang beim Auftreten lange anhaltender  geringer überlasten an einer der Querschnitts  schwächungen 2e, 2c im Bereich der Mitte des       Schmelzleiters    2 eingeleitet.      Die     Querschnittsschwäehung    2b     ist    durch  zwei seitliche     Ausstanzungen    7 des Schmelz  leiters 2 -und einen     zwisehen    ihnen verbleiben  den Steg gebildet.  



  Der Schmelzleiter 2 hat eine solche geo  nietrische     Konfiguration    und seine Umgebung  weist solche thermische Eigenschaften auf,       da.ss    beim Auftreten     kurzschlussartiger    Ströme  der     Temperaturanstieg    an der Querschnitts  schwächung2brascher ist als an der     Vielzahl.von     in Reihe geschalteten     Querschnittsschwächun-          gen    2c, 2c, während beim Auftreten verhält  nismässig     geringer    lange anhaltender Über  lasten der Temperaturanstieg an der Vielzahl  von in Reihe geschalteten     Querschnittsschwä-          chungen    2e,

   2c rascher ist als an der zuerst  genannten     Querschnittssehwächung.     



  Beim Auftreten von     verhältnismässig    ge  ringen, lange     anhaltenden        Überlasten    ist das  Verhältnis der an der     Querschnittsverjüngung     2b erzeugten Wärmemenge zu der an der  genannten     Querschnittsschwächung    2b durch  Wärmeleitung,     Wärmestrahlung    und Konvek  tion zerstreuten Wärmemenge     annähernd    eins,  was namentlich auf die Kürze der     Quer-          sehnittsschwächung    2b     und    die Grösse der ihr  unmittelbar     benachbarten    Metallmassen,

   ein  schliesslich der     Verschlusskappe        6a    und der  Grösse der     Oberfläche        dieser    Metallmassen  zurückzuführen ist. Daher ist beim Auftreten  verhältnismässig geringer, lange anhaltender  überlasten der an der     Querschnittsschwä-          chung    2b vor sieh gehende Temperaturanstieg  verhältnismässig gering im Vergleich zu dem  Temperaturanstieg, der an den Querschnitts  schwächungen 2c, 2c vor sich geht,     in    bezug  auf die das Verhältnis von erzeugter zu zer  streuter Wärmemenge weit mehr von eins  abweicht als in     bezug    auf die Querschnitts  schwächung 2b.

   Daher werden der     Abschmelz-          vorgang    und die     Liehtbogenbildung    stets an  der     heissesten.    der in Reihe     geschalteten        Quer-          sehnittsschwächungen    2e, 2c auftreten,     wenn     die Überlast gering, aber von langer Dauer  ist, beispielsweise wenn sie den geringsten  Schmelzstrom nur um weniges überschreitet.  



  Das Verhalten der Sicherung     ist    völlig     ver-          schieden,    wenn der Überstrom hoch und der         Anstieg    desselben rasch sind, beispielsweise  wenn der Überstrom ein     Kurzschlussstrom    ist.

    Dann ist der Temperaturanstieg an der Quer  schnittsschwächung 2b so rasch, dass dieselbe  in einem geringen Bruchteil einer Halbwelle  zum Abschmelzen kommt,     weni    die Sicherung  in einem Wechselstromkreis angeordnet     ist.     Wenn die Sicherung in einem Gleichstrom  kreis liegt, wird die     Q.uersehnittsschwäehung     2b in einer Zeitspanne     gleicher    Grössen  ordnung     absehmelzen.    Die Zeitspanne zwi  schen dem     Auftrete:

  .    des Überstromes und  seiner völligen Unterbrechung durch Lö  schung des     Liehtbogens    in der Sicherung ist  sowohl im Wechselstrom- als im Gleichstrom  fall in der Grössenordnung von     wenigen     Millisekunden, etwa 2 bis 10     Millisekunden.     Der Strom, der zum Abschmelzen und  Verdampfen der     Querschnittsschwächung        2b          erforderlich    ist, ist der     Höehswert    des     D.urch-          lassstromes    der Sicherung.

   Die Verdampfung  der     Querschnittsschwäehun:g    2b leitet eine  spontane     Verdampfung    des     überwiegenden     Teils des Schmelzleiters 2 ein, der sich an der  rechten Seite der     Quersehnittsschwäehung    2b       befindet        (Fig.1)    .  



  Wenn der Überstrom verhältnismässig ge  ring ist und die Zinniete 5 weggelassen wurde,  so werden der Schmelzvorgang und die Lieht  bogenbildung an einer der     Querschnitts,-          schwä,ehungen    2c, 2c eingeleitet, die sich in  der Nähe der Mitte des     Schmelzleiters    2 be  finden. Hieran anschliessend erfolgt Ab  schmelzen und     Lichtbogenbildung    an den  benachbarten     Querschnittsschwächungen    2c,  2e. Die Bildung einer Vielzahl von kleinen in  Reihe liegenden Lichtbögen bewirkt eine  schnellere Erhöhung der gesamten Bogenspan  nung und des gesamten Bogenwiderstandes  als beim Vorhandensein nur     eines    Licht  bogens möglich     ist.     



  Wenn die Zinniete 5 in den Schmelzleiter 2  eingesetzt ist, so wird beim Auftreten gerin  ger, lange     anhaltender    Überlasten die Unter  brechung des     Schmelzleiters    2 an der Stelle  eingeleitet, an der     sich    die Niete 5 befindet.  Die Länge     des    an der     Unterbrechungsstelle         gebildeten Lichtbogens     wä@ehst    in dem Mass als  das an den Fusspunkten des Lichtbogens be  findliche     Metall    verdampft.

   Da der Schmelz  leiter links von der     Stelle,    an der der Unter  breehungsvorg.ang eingeleitet wird, eine  höhere Temperatur hat als rechts von     dieser     Stelle, so ist. die Wachstumsgeschwindigkeit  des Lichtbogens in linker Richtung eine  höhere.  



  Wenn man einen Schmelzleiter 2 der Art.  anwendet, wie ihn die     Fig.1    und 3 zeigen, in       (lem    aber das Vorsehen der Zinsniete 5 oder  eines ähnlichen     Legierungsbildners    unter  lassen ist, so kann man einen kritischen Strom  wert     bestimmen,    für den und bei     Gberschrei-          tung    desselben der     Absehmelzvorgang    an der       Querschnittssehwächung    2b anstatt an einer  der     Querschnittsschwächungen    2e, 2c einge  leitet wird. Der genannte kritische Stromwert  ist. ein verhältnismässig hoher Überstrom.

   Es  gibt ferner eine kritische     Wachstumsgeschwin-          digke'it    für einen     kurzschlussartigen    Strom,  bei deren     Erreichung    und Überschreitung der       Abschmelzvorgang    an der     Querschnitts-          sehwächung    2b anstatt an der     Quersehnitts-          .,;ehwäehung    2e, 2e in der Mitte des     Sehmelz-          leiters    eingeleitet wird.

   Beim Auftreten lange  anhaltender Überlasten, deren Grösse geringer  ist als der kritische Wert, bei dessen Auftre  ten der     Unterbrechungsvorgang    an der     Quer-          sehnittssehwächung    2b     eingeleitet    wird, mag  der Unterbrechungsvorgang an     der,der    Quer  schnittssehwächung 2b     unmittelbar    benach  barten     Quersehnittsschwäehitng    2e, 2c einge  leitet werden.

       Weitere    Herabsetzung der       Uberla.st    führt zu einer progressiven Ver  lagerung der     Einleitungsstellle    des Unter  brechungsvorganges von links     nach    rechts, bis  beim Auftreten des minimalen     Abschmelz-          stromes    der Unterbrechungsvorgang an der       Quersehnittssehwäehung    2e, 2c eingeleitet  wird, die annähernd in der Mitte des .Schmelz  leiters 2 liegt.  



  Eine ähnliche     progressive    Verlagerung  der den Unterbrechungsvorgang einleitenden  Stelle des Schmelzleiters 2 kann auch dann  beobachtet werden, wenn der Schmelzleiter  mit einer Zinniete 5 oder einem mehr oder    minder     gleichartigen    Legierungsbildner ver  sehen ist.  



  Der in     Fig.3    dargestellte bandförmige  Schmelzleiter besteht aus Silber und weist  acht entlang seiner     Längsae'hse        angeordnete     Perforationen     2a    auf, deren     Durchmesser     1,15 Millimeter beträgt. Der Abstand     zwischen     den Perforationen beträgt 5,075     Millimeter.     Die gesamte Länge des Schmelzleiters beträgt  8,125 Zentimeter, seine     Breite    2,15 Millimeter  und seine Stärke 0,075 Millimeter. Nach Ein  fügung des     Schmelzleiters;    in     dass    Sicherungs  gehäuse 1 wurde die Länge des ersteren auf  5 Zentimeter herabgesetzt.

   Die     axiale    Länge  der     Querschnittsschwäehung    2b, welche den  Höchstwert des     Durchlassstromes    bestimmt,  beträgt 0,775     Millimeter    und ihre Breite  0,25 Millimeter.

   Das Verhältnis des Quer  schnittes bzw. .der Breite der     Quersehnitts-          schwächung    2b zum Querschnitt bzw. der  Breite des     Schmelzleiters    2     isst    1:8;6.     Dieses     Verhältnis     ist    ziemlich kritisch     und    es emp  fiehlt sich, bei Sicherungen der in den     Fig.I.     und 2     dargestellten    Bauart mit     Verhältnissen     im Bereich von 1:8     bis    1:9 -zu arbeiten.

   Der  Abstand zwischen dem     linken    Ende des  Schmelzleiters 2 und dem Mittelpunkt der       Quers@chnittsssehwächung    2b und der Abstand  zwischen dem rechten Ende     des    Schmelzleiters  2 und der letzten Perforation     2a,    die: an der  rechten Seite des     Schmelzleiters        :gelegen    ist,  betragen je 2,03 Zentimeter. Der Abstand  zwischen dem Mittelpunkt der Querschnitts  schwächung 2b und dem Mittelpunkt der     ihm          unmittelbar    benachbarten     Perforation        2a    be  trägt 5,075 Millimeter.

   Das     Verhältnis    des  Querschnittes der     Querschnittsschwächung    2b  zum     Querschnitt    eines jeden Paares von par  allelen Strompfaden 2e, 2c ist 1:4.  



  Die Teile 2b', 2b' des     Schmelzleibers    2  befinden sich unmittelbar neben der     Quer-          schnittssehwächung    2b an     -entgegengesetzten     Seiten derselben. Die Teile 2c', 2c' des       Schmelzleiters    2     befindlen    sich     unmittelbar     neben den     Querschnittssehwäehungen        '2c,    2c  an entgegengesetzten Seiten     derselben.    Der  Querschnitt der     Querschnittsschwächungen    2b  bestimmt den höchsten     Durchlassstrom    der      Sicherung, in welcher der Schmelzleiter ange  ordnet ist.

   Der Querschnitt der     benachbarten     Teile     2b',    2b' des Schmelzleiters und ihre  Länge und diejenigen Teile der Sicherung,  mit denen die     Querschnittssehwächung    2b in       enger\Värmeaustalrs-chbeziehung        sticht,    na  mentlich die     Versehlusskappe    6a, verursachen  eine     schnelle    und     intensive    Kühlung der     Quer-          schnittssehwächung    2b, wenn der Schmelz  leiter verhältnismässig geringen Strömen bzw.

    Überlasten unterworfen     ist.    Ungeachtet der       Tatsache,    dass der Querschnitt der     Quer-          sehnittssehwäehungen    2c, 2c viermal so gross  ist als der Querschnitt der     Querschnitts-          schwächung    2b, steigt die Temperatur der  ersteren beim Auftreten von     verhältnismässig     geringen Überlasten schneller als diejenige  der letzteren.

   Dies ist darauf zurückzuführen,  dass die zwischen den     Querschnittsschwächun-          gen    2e, 2c liegenden Teile 2c' des     Sehmelz-          leiters    2 eine- nur geringe Kühlwirkung- aus  üben, da. jeder von ihnen durch,     zwei          Querschnittsschwächilngen    beheizt wird. Die  axial     äussern    Teile des Schmelzleiters 2, die  an den     Querschnittsschwächungen    2e, 2c eine  doppelte     Punktbeheizung    erfahren, bilden       wirksame    thermische Isolatoren für den axial  innern Teil des Schmelzleiters.

   Aus diesem  Grunde     steigt    die Temperatur der axial  innern Teile des Schmelzleiters     verhältnis-          mässig        rasch    in Übereinstimmung mit der  Zunahme einer verhältnismässig geringen  Überlast.

   Anders     ausgedrückt,    die Tatsache,  dass der Schmelzleiter 2 der Sicherung mit  einer Vielzahl von     Querschnittsschwächungen     2c, 2c     versehen        ist,    verringert den Tempera  turabfall zwischen der Mitte und den äussern  Enden des     Schmelzleiters        -Lund    die Kleinheit  des genannten     Temperaturabfalls    hat     zur     Folge, dass die     Temperatur    in der Mitte des  Schmelzleiters rasch im Einklang mit dem       Anwachsen    einer geringen Überlast anwächst.

    Dies     führt    zum Ansprechen der     Sicherung    im  Bereich der Mitte des Schmelzleiters 2, wenn       unzulässige,    verhältnismässig geringe über  lasten     auftreten.     



  Beim     Auftreten        kurzsehlussartiger    Ströme  spielen     Wärmeaustauschvorgänge    keine oder    eine nur untergeordnete Rolle und     deshalb     kommt es in diesem Fall zum Abschmelzen  und Verdampfen der     Querschnittsschwä-          chung    2b, bevor irgendeine andere Stelle des  Schmelzleiters 2 seine     Schmelztemperatur     erreicht.  



  Bei der Sicherung gemäss den     Fig.    1 und  2 besteht der Schmelzleiter aus einem einzi  gen, in sich einheitlichen Metallstreifen. Es       ist    indessen. möglich, den Schmelzleiter aus  zwei in Reihe geschalteten Streifenteilen     zu     bilden, von denen ein Streifenteil eine oder       mehrere,    den minimalen Schmelzstrom der       Sicherung    bestimmende     Querschnittsschwä-          chungen    verhältnismässig grossen und der  andere Streifenteil eine den Höchstwert des       Durchlassstromes    der Sicherung bestimmende       Querschnittsschwächungen    verhältnismässig  kleinen Querschnitts aufweist.  



  In     Fig.    6 stellt der Linienzug     Ir    den  Nennstrom einer strombegrenzenden Siche  rung dar, und     hr",@@    ist der Scheitelwert des  Stromes     Ir.    Der Linienzug<I>I</I> deutet einen  völlig asymmetrischen     Kurzschlussstrom.    an.  Der     Kurzschlussstrom    I entsteht im Zeit  punkt To und seine     ursprüngliche    Wachstums  geschwindigkeit ist in     Fig.    6 durch eine  Tangente an den Linienzug I im Punkt     r"     dargestellt.

   Wenn in dem     Stromkreis    eine  strombegrenzende Sicherung irgendeiner vor  bekannten Bauart vorgesehen ist, so be  stimmt der Querschnitt der Stelle     geringsten     Querschnitts des Schmelzleiters sowohl den       Höchstwert    des     Durehlassstromes    als auch  den Nennstrom,     Grenzstrom    und minimalen       Abschmelzstrom.    Der Nennstrom, Grenzstrom  und minimale     Abschmelzstrom    hängen von  der     Bauart    der Sicherung im allgemeinen,  das heisst von vielen Faktoren ab und ändern  sich von Prototyp zu Prototyp, doch einer der  Faktoren, welche jeweils den     Nennstrorrr,

            Grenzstrom    und minimalen     Schmelzstrom     bestimmen, ist der Querschnitt der Stelle ge  ringsten Querschnitts des     Schmelzleiters.    Hin  gegen hängt der Höchstwert des     Durehlass-          st-romes    überwiegend nur vom Querschnitt der  Stelle geringsten Querschnitts des Schmelz  leiters ab. Daher     besteht    für eine Sicherung      gegebener Bauart ein     unabänderliches    Ver  hältnis zwischen dem     Nennstrom    und dein  Höchstwert des     Durchlassstromes,    das heisst  jede Änderung     des    einen bewirkt auch eine  Änderung des andern.

   Genauer ausgedrückt,  jedwede Erhöhung des     Nennstromes,    Grenz  stromes und des minimalen     Abschmelzstromes     bewirkt auch eine Erhöhung des Höchst  wertes des     Durehlassstromes.     



  In     Fig.    6 deutet der Linienzug Il den       Durehlassstrom    einer Sicherung bekannter  Bauart an, in welcher der     Nennstrom,    Grenz  strom und der minimale Schmelzstrom einer  seits und der     Höchst-,vert        des,        Durehlassstromes     anderseits voneinander abhängen. Der Durch  lassstrom steigt von     T"    zu T2 im     wesentlichen     in der gleichen. Weise an, in der er     ansteigen     würde, wenn die Sicherung durch einen  massiven Kupferklotz grossen Querschnitts  ersetzt, wäre.

   Im Zeitpunkt T2     fängt    der       Durehlassstrom    von     seinem    Scheitelwert     I1maX     zu null hin abzunehmen. Der Strom wird im  Zeitpunkt-     T3        zu:        null.    Der Zeitpunkt. T3 liegt       etwas    vor dem Zeitpunkt, in welchem der       Kurzschlussstrom    auf natürliche Weise     dureh     den Nullwert hindurchgehen würde.  



  Beim Vorhandensein einer Sicherung der  in den     Fig.    1 und 2 dargestellten Bauart,     das     heisst einer Sicherung mit voneinander unab  hängigem Nennstrom und     Höchstwert    des       Durchlassstromes,    die den gleichen Nennstrom       Ir    besitzt, tritt Schmelzen und Verdampfen       des    Schmelzleiters bereits in einem früheren  Zeitpunkt ein und der     Durehlassstrom    er  reicht bereits im Zeitpunkt     T,    seinen Höchst  wert Der     Durchlassstrom    beginnt.

   im  Zeitpunkt     T1    abzusinken     und.        erreicht    seinen  Nullwert spätestens im Zeitpunkt     T3,    meist  jedoch etwas früher. Offenbar     ist          Zlmax     4     Ilmax     und dies ermöglicht     es,    in dem Stromkreis  elektrische Maschinen,     Transformatoren,    Ap  parate und Geräte anzuordnen, welche gerin  gere Anforderungen in bezug auf     thermische          Festigkeit    und Widerstandsfähigkeit gegen  elektrodynamische Kraftwirkungen     stellen    als  bisher erforderlich war.

   Derartige elektrische         Maschinen,        firansformatoren,    Apparate und  Geräte mögen     nicht    in der Lage sein, Stoss  beanspruchungen nach Art     des        Durchlass-          stromes        I,    einer normalen     strombegrenzenden     Sicherung standzuhalten und ihre Verwen  dung     ist    an die     Anwendung    von strombegren  zenden     Sicherungen    geknüpft, die es ermögli  chen, den Nennstrom und den     maximalen          Durchlassstrom    der     ,

  Sicherung    unabhängig  voneinander     festzulegen.     



  Es ist offenbar, dass bei     Sicherungen    der  zuletzt genannten     Art    Hand in Hand mit der  Herabsetzung     .des        Durchlassstromes    eine Her  absetzung der Schaltarbeit     erfolgt,    was     wie-          derum    eine entsprechende     Herabsetzung        des          Volumens    von Quarzsand bedeutet, das zur  Zerstreuung der in     Wärme    umgesetzten  Schaltarbeit     erforderlich    ist.

   Die Herab  setzung des     Volumens    des Quarzsandes ermög  licht     eine        Herabsetzung    des     Volumens        des          Sicherungsgehäuses    bzw. eine Herabsetzung  aller äussern     Abmessungen    der     Sicherung.     



  Die     Fig.        7a    und 7b stellen die Abhängig  keit der Temperatur der Querschnitts  schwächung 2b und einer der Querschnitts  sehwäehungen 2e, 2c im Bereich der Mitte  des Schmelzleiters von der Dauer der Be  lastung einer Sicherung gemäss den     Fig.    1  und 2 mit einem Strom     konstanter    Stärke dar.  Zur Zeit null befinden sich die Querschnitts  schwächung 2b und die     Querschnittss:chwä-          chungen    2c, 2c auf der gleichen Temperatur,  nämlich der Temperatur des Raumes, in dem  sieh die Sicherung befindet.

   Diese Temperatur  ist in den     Fig.    7a und 7b als Nulltemperatur  erachtet     worden.    Nach Schliessen des     Strom-          kreises    beginnt die Temperatur der Quer  schnittsschwächungen 2b und 2c, 2c zu stei  gen, und zwar steigen beide entsprechend zwei  voneinander abweichenden     Exponentialkur-          ven.    Der Temperaturanstieg der Querschnitts  schwächung 2b verhältnismässig geringen  Querschnittes     ist    langsamer als der Tempera  turanstieg der     Querschnittsschwächungen    2e,  2c grösseren Querschnitts.

   Es wurde ange  nommen, dass die Sicherung einer zulässigen       Belastung    unterworfen wird und daher er  reichen die     Exponentialkurven,    welche den           Temperaturanstieg    an den     Querjschnitts-          schw        ächungen    2b und 2e, 2c wiedergeben,  niemals die Schmelztemperatur des     Metalleu,          aus    dem der Schmelzleiter 2 besteht..  



  Angenommen, dass die Belastung der  Sicherung erhöht werde. Dann steigen die  Temperaturen der     Quersehnittsschwächungen     2b und 2e, 2c rascher als zuvor an, aber die  Temperatur der     Querschnittsschwächung    2b  bleibt hinter derjenigen der     Querschnitts-          sehwächung    2c, 2c zurück und letztere mag  den     Schmelzpunkt.    des     Schmelzleitermetalles     erreichen, während     erstere    den Schmelzpunkt  unter Umständen niemals erreichen mag.  



  In den     Fig.8a    und 8b wurde angenom  men, dass die Sicherung im Zeitpunkt t = 0  einer gewissen Belastung     unterworfen    ist, die  das Bestehen einer gewissen Temperatur an  der     Querschnittsschwäehung    2b und das Be  stehen einer andern und     höhernTemperatur    an  der     Querschnittsschwächung2c,    2c     verursacht..     Es wurde angenommen, dass in Zeitpunkt T,,  ein     kurzsehlussartiger    Strom auftritt.

   Infolge  dessen steigen vom     Zeitpunkt.        T5    angefangen  die Temperaturen der     Querschnittsschwä.chun-          gen    2b und 2e, 2e rasch an,     und    zwar ist der  Temperaturanstieg an der     Querschnitts-          sehwäehung    2b rascher, da ihr Querschnitt  kleiner und ihr     Ohmseher    Widerstand grösser  ist und da sich der Vorgang so rasch abspielt,  dass     Wäxnneaitstausehvorgänge    bei ihm keine       praktische    Bedeutung haben.

   Nach einem  Zeitintervall von     4t1    Mikrosekunden nach  Auftreten des     kurzsehlussartigen    Stromes  erreicht die     Quersehnittsschwäehung    2b ihre  Schmelztemperatur f und dies leitet den sieh  normalerweise vollziehenden Unterbrechungs  vorgang ein. Wenn die Temperatur der Quer  schnittsschwächung 2e, 2c mit, ihrer ursprüng  lichen     Wachstumsgeschwindigkeit    ansteigen  würde, so     würde    die     Querschnittsschwächung     2c, 2e ihre Schmelztemperatur nach dem Zeit  intervall     dte    Mikrosekunden erreichen.  



  <I>A</I>     t,   <I>> A</I>     t,     Tatsächlich dauert     es    jedoch länger als     t@@     bis die     Querschnittssehwächung    2e, 2c des  Schmelzleiters die Schmelztemperatur er-    reicht.

   Dies ist insbesondere darauf zurück  zuführen, dass die Verdampfung des Schmelz  leiters, die am Ende des Zeitintervalls     dtl     einsetzt, zu einer erheblichen Erhöhung des  Widerstandes der Sicherung     und    einer ent  sprechenden     Herabsetzung    des durch die  Sicherung fliessenden Stromes     führt.        Wegen     dieser Herabsetzung der Stromstärke nimmt  die Wachstumsgeschwindigkeit.

   der Tempera  tur der     Querschnittsschwäehung@    2e, 2c am  Ende des     Zeitintervalles        dtl    ab und     es    dauen t       4t'2    anstatt     dt2    Mikrosekunden bis die Quer  schnittsschwächung 2e, 2c ihre Schmelztempe  ratur erreicht.  



  <I>4</I>     t'2        >        d        t2     Es ist von erheblicher Bedeutung für das  richtige Arbeiten der Sicherung, dass die       Querschnittsschwächung    2b, welche den  Höchstwert des     Durchlassstromes        bestimmt,     unmittelbar neben einem der     Ansehlussglieder     bzw. unmittelbar neben einer der Kappen<I>6r1,</I>  6b     (Fig.    1) der     Sicherung    angeordnet. ist und  sich abseits der Mittelzone der Sicherung be  findet.

   Wenn sieh die     Quersehnittssehwä-          chung    2b verhältnismässig nahe einem der  axial äussern Enden des Schmelzleiters be  findet, so wird deren Kühlung infolge der  verhältnismässigen Nähe der kühlen Kappen       6cc,    6b und der     verhältnismässigen    Entfernung  des heissen Mittelteils des Schmelzleiters 2  eine gute sein.

   Die Kühlwirkung, welche die  benachbarte     Endkappe    auf die     Querschnitts-          schwü.ehung        2b    ausübt, hängt von der Tempe  ratur des umgebenden Raumes ab, doch ist  sie stets hoch genug, um das Temperatur  niveau der     Quersehnittssehwäehung    2b unter  dem Temperaturniveau aller     Querschnitts-          sehwächungen    2c, 2c zu     halten,    solange der  Strom, der durch die Sicherung hindurch  fliesst, nicht     kurzschlussartiger    Natur ist.  



  In Fällen, in denen Sicherungen mit  Nennstromstärken in der Grössenordnung von  vielen hunderten Ampere zu einigen tausend  Ampere erforderlich sind, ist es möglich, eine  Vielzahl von Sicherungen gemäss den     Fig.1     und 2 in Parallelschaltung zu einer baulichen  Einheit     zusammenzufassen.    Die     Fig.    4 und<B>5</B>      beziehen sieh auf eine     zusammengesetzte          Sicherung    dieser Art.  



  In den     Fig.4    und 5 bezeichnen die Be  zugszeichen 8a und 8b zwei massive     Kupfer-          scheiben,    die mit     Messerkontakten    versehen       sirrcl,    die sich     zur        Einführung    in einen Siche  rungshalter eignen.

   Die Kupferscheiben sind  mit im wesentlichen zylindrischen,     napfarti-          gen    Vertiefungen     1.0a,        10a',        10a",        lOa',          10a""    bzw. 10b, 10b', 10b", 10b<B>"</B>,     10b""   <B>....</B>  versehen.

   Die     Sichening        umfa.sst    eine Vielzahl  von Einheiten, von denen eine jede mit der  in     Fig.1    und 2 dargestellten Sicherung völlig  übereinstimmt und deren     Darstellung    in den       Fig.4    und 5 aus diesem Grund verhältnis  mässig     schematisch    gehalten ist.

   In den       Fig.4    und 5 bezeichnet 1 das rohrförmige       -ungsgehäuse    der Einzelsicherungen,       -'ieliei   <B>C</B>       -artig-        aus.        denen        aufgebaut        die        Hochstromsicherun        ist.        Die        Versehlusskappen        gbaukasten        der     Einzelsicherung führen die Bezugszeichen     6a     und 6b.

   Jedes Paar von     Verschlusskappen    ist  in ein Paar der     napfartigen    Vertiefungen 10a,  10b;     10a',    10b'; 10a",     10b";    usw. unter Druck  eingeführt, um den elektrischen und thermi  schen     Übergangswiderstand    möglichst gering  zu halten. Ein körniges Kühlmittel 11 füllt  die Zwischenräume zwischen den Gehäusen 1  der     Einzelsicherungen    aus.

   Das Kühlmittel 11  stellt einen     wirksamen    Schutz gegen die Wir  kengen der heissen     Liehbogengase    für den  Fall dar, dass eines der     Gehäuse    1 bersten  sollte oder für den Fall, dass die heissen Gase  ohne     Zerstörung    eines Gehäuses 1 an den  Enden desselben austreten sollten. Der     Isolier-          mantel    12 umhüllt die     Kupferscheiben    8a, 8b,  die zwischen ihnen angeordneten Einzelsiche  rungen und das zwischen den Einzelsicherun  gen befindliche körnige     Kühlmittel    11.

   Der  Schmelzleiter 2 einer jeden     Einzelsicherung     ist mit einer     Quersehni@ttsschwächung    2b ver  sehen, die . den     Höchstwert    des     Durchlass-          stromes    der betreffenden Einzelsicherung be  stimmt.

   Der Schmelzleiter 2 einer jeden Siche  rung     weist    überdies eine Vielzahl von kreis  förmigen Perforationen 2a auf, die eine Viel  zahl von reihenparallelen Strompfaden er  zeugen, von denen ein jedes Paar von paral-         lelen    Strompfaden 2e, 2c     einen    grösseren  Querschnitt besitzt     als    die den Höchstwert  des     Durchlassstromes    bestimmende     Quer-          schnittsschwächung    2b.

   Die Querschnitts  schwächungen 2b befinden sich     unmittelbar     neben den     Verschlusskappen    6a und letztere  sind unter erheblichem Druck in die     unmittel-          bar    benachbarte Kupferscheibe 8a     eingepresst.     Infolgedessen übt die Kupferscheibe 8a wäh  rend des normalen Betriebes und beim Be  stehen     geringer    Überlasten eine erhebliche       Kühlwirkung    auf die     Querschnittssehwäehun-          gen    2b aller Einzelsicherungen aus.  



  In     Fig.    9     ist    die Abhängigkeit der     Höchst-          werte    von     Durchlassströmen    von der Kurz  schlussstromstärke     dargestellt.    Die Stärke der       Kurzschlussströme        wurde    in Effektivampere  gemessen. Die Massstäbe beider Koordinaten  achsen sind logarithmisch.

   Die obere Kenn  linie bezieht sich auf eine     im        wesentlichen     gemäss den     Fig.4    und 5     ausgebildete    Siche  rung, in der jedoch die den     Höchstwert    des       Durchlassstromes    bestimmenden Querschnitts  schwächungen 2b der Schmelzleiter 2 fortge  lassen wurden. Der Nennstrom der betreffen  den Sicherung     betrug    200 Ampere.

   Die untere  Kennlinie der     Fig.9    bezieht sich auf eine       Sicherung    der gleichen Bauart mit einem  Nennstrom von 200 Ampere, die jedoch den  Höchstwert des     Durchlassstromes    bestimmende       Querschnittsschwächungen    2b an jedem       Schmelzleiter    2 zusätzlich zu dessen     Quer-          schnittsverschwächungen    2e, 2c     aufweist.     Während der Höchstwert des     Durchlassstro-          mes    der zuerst genannten     Sicherungsart    weit  grösser     als    3000 Ampere ist,

   wenn sich die  Sicherung in einem     Stromkreis    befindet, der  einen     Kurzs.chlussstrom    von 2000 Effektiv  ampere hat, so     ist    der Höchstwert des     Dureh-          lassstromes    der zuletzt genannten Sicherung  lediglich in der Grössenordnung von 1500  Ampere.

   Die Kennlinie der Sicherung, die  Schmelzleiter mit den Höchstwert     des        Durch-          l.assstromes    bestimmenden     Querschnittsschwä-          chungen    2c     und    zusätzlichen     Querschnitts-          verjüngungen    2e, 2c zur Unterbrechung     von     Überlasten aufweist, verläuft innerhalb des       ganzen    Bereiches von     Kurzschlussströmen         unterhalb der     Kennlinie    der Sicherung,

   deren  Schmelzleiter nicht mit     Querschnittssehwä-          chungen        2b    versehen ist.  



       Fig.10        veranschaulicht    die     Strom-Zeit-          Kennlinien    einer     vorbekannten    strombegren  zenden     Sicherung.    Es geht aus dieser     Figur     ohne weiteres hervor,     da.ss        zwecks        Erzielung     von     Selektivität    die     Anwendung    von Siche  rungen verschiedener     Nennstromstärke    erfor  derlich ist.  



       Fig.11        veranschaulicht    die     Strom-Zeit-          Kennlinien    von vier Sicherungen der in       Fig.    1, 2, 4 und 5 dargestellten Bauart und  zeigt, dass vier Sicherungen, welche den       deichen        Nennstrom    haben, selektiv abzu  schalten vermögen, wenn der sie     durchflie-          ssende        Strom        135%        oder        mehr        des        Nenn-          stromes    beträgt.

   Anders ausgedrückt, durch       Änderung    der     Querschnittsschwächung        2b    in  einer Zahl sonst identischer Sicherungen     ist     es     möglich,    den durch die     Sicherungen    bewirk  ten Schutz zu staffeln und die Abschaltung  auf den fehlerbehafteten Teil der Leitung zu  beschränken.  



  Von den beiden Kennlinien, die in     Fig.12     dargestellt sind, bezieht sich die obere auf  eine     vorbekannte    strombegrenzende Sicherung  und die untere auf eine Sicherung, die     es    er  möglicht, die     Höchstwerte    der     Durchlassströme     und den minimalen Schmelzstrom     unabhängig     voneinander festzulegen.

   Die zuerst     genannte     Kennlinie     ist    eine der in     Fig.10    dargestellten  Schar und die     zuletzt    genannte     Kennlinie     eine der in     Fig.1.1        dargestellten    Schar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Strombegrenzende Sicherung mit einem Schmelzleiter, der durch einen im Sicherungs- gehäuse untergebrachten, von Quarzsand um gebenen Metallstreifen gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallstreifen zwei querschnittsversehiedene Quersehnittssehwä- chungen aufweist., von denen die Schwächung grösseren Querschnitts, den minimalen,
    Schmelz- strom und die Schwächung kleineren Quer schnitts den Höchstwert des Durchlassstromes der Sicherung bestimmt. UNTERANSPRÜCHE: 1.. Strombegrenzende Sicherung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzleiter durch einen einzigen, in sich einheitlichen Metallstreifen gebildet ist, der zwei querschnittsverschiedene Quer schnittsschwächungen aufweist.
    2. Strombegrenzende Sicherung, nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet., dass der den Schmelzleiter bildende Metallstreifen aus zwei in Reihe geschalteten Streifenteilen besteht, von denen ein Streifenteil eine den minimalen Schmelzstrom der Sicherung be stimmende Querschnittsschwächung verhält nismässig grösseren und der andere Streifen teil eine den Höchstwert des Durchla.ssstromes der Sieherunu bestimmende Querschnitts- schwächung verhältnismässig kleineren Quer schnitts aufweist.
    3. Strombegrenzende Sicherung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet., dass der Metallstreifen ausser einer den Höchstwert des Durchla.ssstromes bestimmenden Quer schnittsschwächung verhältnismässig kleinen Querschnitts eine Vielzahl von in Reihe ge schalteten Quersehnittsschwäehungen verhält nismässig grösseren Querschnitts aufweist und dass der Metallstreifen eine solche geome trische Konfiguration besitzt und seine Um gebung solche thermische Eigenschaften auf weist,
    dass beim Auftreten kurzschlussartiger Ströme der Temperaturanstieg an der zuerst genannten Quersehnittsschwächung rascher ist als an der Vielzahl von in Reihe geschalte ten Querschnittsseh\vä.ehungen, während beim Auftreten verhältnismässig geringer, lange anhaltender Überlasten der Temperatur anstieg an der Vielzahl von in Reihe geschal teten Querschnittsschwächungen rascher ist als an der zuerst genannten Querschnitts sehwächung. 4.
    Strombegrenzende Sicherung nach, Pa- tentansprueli und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine jede der Vielzahl von in Reihe geschalteten Querschnittsschwä- chungen aus einer Vielzahl von zueinander parallelen Strompfaden besteht. 5.
    Strombegrenzende Sicherung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine jede der Vielzahl von in Reihe geschalteten Quer schnittsschwächungen durch eine Ausstanzung des Metallstreifens und zwei ihr seitlich be- naelibarte, einander parallele Strompfade ge bildet ist.
    6. Strombegrenzende Sicherung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die den Höchstwert des Durchlassstromes bestimmende Querschnitts- schwäehung durch zwei seitliche Ausstanzun- gen des Metallstreifens und einen zwischen ihnen verbleibenden Steg gebildet ist und dass der Metallstreifen überdies eine Vielzahl von kreisförmigen, entlang seiner Längsachse an geordneten Perforationen aufweist, die eine Vielzahl von reihenparallelen Strompfaden erzeugen,
    von denen jedes Paar von paralle len Strompfaden einen grösseren Querschnitt besitzt als die den Höchstwert des Durehlass- stromes bestimmende Querschnittssehwächung. 7. Strombegrenzende Sicherung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die den Höchstwert des Durchlassstromes be- timmende Quersehnittssehwäehung an einem der axial äussern Enden des den Schmelz leiter bildenden Metallstreifens angeordnet ist. B.
    Strombegrenzende Sicherung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallstreifen aus Silber besteht und dass die den Höchstwert des Durehlassstromes bestimmende Querschnitts- sehwäehung in unmittelbarer Nähe eines der an den beiden Enden der Sicherung vorge sehenen Ansehlussglieder angeordnet ist. 9.
    Strombegrenzende Sicherung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Querschnitts der den Höchstwert des Durchlassstromes bestimmen den Querschnittssehwächung zum Querschnitt der den minimalen Schmelzstrom bestimmen den Quersehnittsschwächung in der Grössen ordnung von 1:4 liegt. 10.
    Strombegrenzende Sicherung nach Pa- tentanspi-Lich, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis des Querschnitts der den Höchstwert des Durchlassstromes bestimmen den Quersehnittsschwäehung zum grössten Querschnitt des Metallstreifens in der Grössen ordnung von 1:8 bis 1:9 liegt.
CH303426D 1951-01-30 1952-01-23 Strombegrenzende Sicherung. CH303426A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2528580A1 (de) * 1974-06-28 1976-01-15 Mc Graw Edison Co Elektrische sicherung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2528580A1 (de) * 1974-06-28 1976-01-15 Mc Graw Edison Co Elektrische sicherung

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