CH308968A - Feuerzeug mit katalytischer Zündvorrichtung. - Google Patents
Feuerzeug mit katalytischer Zündvorrichtung.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F23Q2/00—Lighters containing fuel, e.g. for cigarettes
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Description
Feuerzeug mit katalytischer Zündvorrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf ein Feuer zeug mit katalytischer Zündvorrichtung, das in bekannter Weise zur Hauptsache aus einem mit einer saugfähigen Füllung zur Aufnahme des Brennstoffes versehenen Brennstoffbehäl ter und einem Katalysator besteht, an dem sich der aus dem Brennstoffbehälter entwei chende, gas- oder dampfförmige Brennstoff bei Luftzutritt entzündet.
Es ist bekannt, bei derartigen Feuerzeugen einen Katalysator zu verwenden, der aus einem Platindraht und einer Platinmoorperle besteht. Bisher hat man den Brennstoffbehäl ter gesondert von dieser Zündvorrichtung an geordnet, um ein Entzünden der brennbaren Gase oder Dämpfe bei Nichtgebrauch zu ver hindern.
Die Erfindung ermöglicht eine verein fachte Ausführung derartiger Feuerzeuge, die auf der Tatsache beruht, dass eine Entzün dung nicht eintreten kann, wenn der Katalyt nur von den brennbaren Gasen oder Dämpfen berührt wird und der Luftzutritt gesperrt ist. Erfindungsgemäss ist. die katalytische Zünd vorrichtung unmittelbar in einem verschliess baren Hohlraum des Brennstoffbehälters un tergebracht. Der Katalysator kann auf diese Weise ständig von den brennbaren Casen oder Dämpfen umgeben sein und die Zündung her beiführen, sobald der ihn aufnehmende Raum des Brennstoffbehälters geöffnet. wird und die zum Zünden und Brennen erforderliche Luft. in den Hohlraum einströmt.
Die Erfindung ermöglicht ein katalytisches Feuerzeug relativ einfacher und billiger Bau art, das keine Betätigung der Zündvorrich tung benötigt und den besonderen Vorteil hat, dass es bei starkem Wind ohne besondere Schutzvorrichtung zündet und brennt, weil sich -die Flamme in einem Hohlraum ent wickelt und nur durch Sperren des Luftzu trittes wieder gelöscht werden kann.
Das öffnen und Schliessen der Luftein- la.ssöffnung des Brennstoffbehälters kann zweckmässig durch eine den Behälter um schliessende Verschlusskappe erfolgen.
Vorzugsweise ist der die Zündvorrichtung enthaltende Hohlraum des Brennstoffbehäl ters mit einer Wandbekleidung versehen, die an der Verdunstung des Brennstoffes teil nimmt, von der den Brennstoff aufnehmen den Füllung berührt wird und zugleich als Docht wirkt, an dessen Wand im Bereich der Lufteinlassöffnung die Flamme brennt. Durch diese Wandbekleidung kann eine grosse Ver dunstungsfläche erzielt und ein schnelles Ent zünden sowie ein für den Unterhalt der Flamme ausreichendes Nachliefern von brenn baren Gasen oder Dämpfen gewährleistet wer den. Die Wandbekleidung besteht zweckmässig aus gerolltem Fliesspapier.
Die Zeichnung zeigt Beispiele für die Aus- führung des Feuerzeuges nach der Erfindung, und zwar zeigen: Fig. 1 ein Taschenfeuerzeug im senkrech- ten Längsschnitt in der geöffneten Stellung, Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie II-II von Fig.1. Fig. 3 und 4 einen Teil dieses Feuerzeues in der Seitenansicht und im Grundriss, Fig. 5 und 6 den Zündkörper allein in der Vorderansicht und Seitenansicht,
Fig.7 das geschlossene Feuerzeug in Sei tenansicht, Fig. 8 ein Tischfeuerzeug in kleinerem Massstab.
Das Feuerzeug nach Fig. 1 bis 7 ist mit einem aus Blech gefertigten, rohrförmigen Innenteil 1 versehen, der eine Wandbeklei dung 2 aus gerolltem Fliesspapier aufweist. Der untere Teil des von der Wandbekleidung umschlossenen Raumes ist mit einer den Brennstoff, z. B. Methanol, aufnehmenden Füllung 3, z. B. aus Watte, versehen. Ober halb der Füllung befindet sich ein Hohlraum 4, in den eine katalytische Zündvorriehtuug eingesetzt ist.
Diese Zündvorrichtung besteht aus einem flachen iHetallrahmen 5, der an seinen Querstegen nach aussen weisende Zak- ken 6 aufweist und mit feinen Platindräh ten 7 versehen ist, die an ihrer Kreuzungs stelle eine Platinmoorperle 8 tragen. Der Me tallrahmen 5 ist abnehmbar und so bemessen und eingesetzt, dass er mit Klemxnung in den Hohlraum 4 passt und dabei die Wandbe kleidung 2 im Bereich .der senkrechten Innen kante 9 des lose gerollten Fliesspapierstrei fens gegen den Innenteil 1 drückt.
Am obern Ende ist der Innenteil 1 bei 10 einwärtsgebogen, so da.ss er die Wand bekleidung 2 übergreift, und weist hier eine Stirnöffnung 11 auf, in deren Bereich die Flamme brennt, wenn sich der Brennstoff entzündet. ,! er Innenta\il 1 ist ,nm untern Bereich des Hohlraumes 4 weiterhin mit einer Wandöffnung 12 versehen, die auch die Wandbekleidung 2 durchsetzt. Durch diese Wandöffnung kann Luft. nachströmen, wenn das Feuerzeug brennt.
Der Innenteil 1 ist oben und unten mit büchsenartigen Deckeln 13 und 14 versehen, die zweckmässig von unterschiedlicher Farbe sind, damit man weiss, nach welcher Richtung sich das Feuerzeug öffnet. Beispielsweise kann der Deckel 13 in Gelbmetall, also goldfarben, der Deckel 14 schwarz ausgeführt sein.
Der untere Deckel 14 ist vorzugsweise #.;egerr ?1n- absichtliches Abstreifen vom Innenteil 1 -e-3,e- sichert und weist beispielsneise einen Nocken 7 5 auf, der in einer Führung 16 des Innen teils 1 geführt ist.
Diese Führun;@ kann durch eine senkrechte N.-Lit 17 und einen quer lie,gen- den Wandausschnitt 18 gebildet sein, in cl;-n die Nut 17 übergeht. Hierdurch entsteht ein Bajonettverschluss, so dass man. den Deckel 14 erst drehen muss, ehe man ihn zum Niaeh- füllen von Brennstoff von dem Innenteil 1 abstreifen kann.
Beim Füllen mit Brennstoff verbleibt < ler Deckel 13 auf dem Innenteil 1, damit sieh das Feuerzeug nicht während des Füllens ent zünden kann. Ist es gefüllt und verschlossen, so tritt. beim Abziehen des Deckels 13 Luft in den Hohlraum 4 ein. Diese Luftzufuhr kann durch leichtes Bewegen des Feuerzeuges oder durch Hineinblasen verstärkt werden. Der Katalysator beginnt dann zur glühen und setzt den durch die Wandbekleidung 2 gebil deten, mit dem Brennstoff getränkten Docht in Brand.
Das Feuerzeug brennt auch bei starkem Wind, da sieh die Flamme im Hohlraum 4 entwickelt. Die Flamme kann nur durch Schliessen des Deckels 13 wieder gelöscht wer den. Die Flamme ist. rein und brennt ohne Russbildung.
Die Erfindung ist nicht auf Einzelheiten der hier beschriebenen Ausführung be schränkt. Der Innenteil 1 kann z. B. an bei den Enden mit. kurzen Deckeln verschlossen sein und einen drehbaren oder gegen Feder- wirh-ung verschiebbaren Rin- tragen, der eire seitliche Wandöffnung verschliesst, an der dann die Flamme brennt, wenn man die Zündöffnung frei legt. Der Behälter kann auch eckig, oval oder flach ausgebildet sein und einen abgefederten Deckel aufweisen, der beim Betätigen seines Verschlusses von selbst aufspringt.
Während das Gerät nach Fig. 1 bis 7 ein Taschenfeuerzeug ist, das in kleinerer Aus führung hergestellt sein kann, als es die Zeichnung wiedergibt, zeigt Fig.8 in stark verkleinertem Massstab ein Feuerzeug nach der Erfindung, das als Tischfeuerzeug aus gebildet ist. Dieses Feuerzeug besitzt einen Behälter 19, der einen Hals 20 aufweist und bis unter den Hals mit. einer saugfähigen, den Brennstoff aufnehmenden Füllung 12 ver sehen sein kann.
In den Hals ist eine kata- letisehe Zündvorrichtung 22 eingesetzt, die mit der für das Taschenfeuerzeug verwende ten Zündvorrichtung nach Fig. 5 und 6 über einstimmen kann. Der Hals ist mit einer ab nehmbaren Kappe 23 aus Gummi oder der gleichen verschlossen.
Der Behälter 19 kann jegliche Gestalt und <I>Grösse</I> aufweisen und aus Glas, Steingut, 1Te- tall oder jedem sonstigen feuerfesten Werk stoff bestehen, der durch den Brennstoff und die Flamme nicht angegriffen wird. Die Fül- hing 21 kann aus Watte, Sägemehl oder son stigen saugfähigen Stoffen bestehen, die den flüssigen Brennstoff gut absorbieren. Die Kappe 23 kann auch durch einen abnehmbaren Stöpsel oder eine Klappe ersetzt sein, die sieh unter Federwirkung öffnet und schliesst.
Im einfachsten Fall besteht somit das Tischfeuerzeug aus einer Flasche oder der "-]eichen, die mit Sägemehl gefüllt. ist, in ihrem Hals eine abnehmbare Zündvorrichtung aufweist und durch eine Kappe oder einen Stöpsel verschlossen ist. Ein derartiges Tisch feuerzeug ist relativ billig und weist bei dich tem Verschluss eine Betriebsbereitschaft auf, die sieh über Monate und .Jahre erstrecken bann. Zum Nachfüllen von Brennstoff ist es nur nötig, die Zündvorrichtung aus dem Hals herauszuziehen und neuen Brennstoff nachzu giessen, bis die Füllung gut durchtränkt. ist.
Der Behälter kann jegliche Zierformen aufwei sen, als Kristallglas geschliffen, verspiegelt, etikettiert oder in sonstiger Weise verziert sein und beispielsweise die Gestalt einer Likörflasche oder dergleichen aufweisen, in der sieh das Feuerzeug auch als Werbemittel verwenden lässt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Feuerzeug mit katalytischer Zündvorr ieh- tung, dadurch gekennzeichnet, dass die Zünd- vorrichtung unmittelbar in einem verschliess- baren Hohlraum des Brennstoffbehälters un tergebracht ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Feuerzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der die Zündvor richtung (7, 8) enthaltende Hohlraum (4) des Brennstoffbehälters eine Wandbekleidung (2) aufweist, die von der den Brennstoff auf nehmenden Füllung (3) des Brennstoffbe hälters berührt wird. 2.Feuerzeug nach Patentanspi-Lieh und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbekleidung aus gerolltem Fliess papier besteht. 3. Feuerzeug nach Patentansprileh, da durch gekennzeichnet, dass der die Zündvor richtung ('7, 8) aufnehmende Hohlraum (4) ,des Brennstoffbehälters eine verschliessbare Wandöffnung (12) aufweist. 4. Feuerzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Brennstoffbe hälter durch einen rohrförmigen Innenteil (1) gebildet ist, der an seinen Enden mit büchsen artigen Deckeln (13 und 14) verschlossen ist. 5.Feuerzeug nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die büchsenartigen Deckel (13 und 14) von beiden Enden her je zur halben Länge über den rohrförmigen Innenteil (1) gescho ben sind, der die Brennöffnung (11) ver schliessende Deckel frei abziehbar, der andere Deckel mit einem Verschluss (15, 16) am Innenteil festgelegt ist und die beiden Deckel eine unterschiedliche Farbe aufweisen. 6.Feuerzeug nach. Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zündvorrich tung aus einem flachen, die Zündmittel (7, 8) tragenden Metallrahmen (5) besteht, der Zacken (6) aufweist und mit fester Passung abnehmbar in den Hohlraum (4) des Brenn stoffbehälters eingesetzt ist. 7. Feuerzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Feuerzeug als Tischfeuerzeug ausgebildet ist und einen mit einem Hals versehenen Behälter aufweist, dessen Hals die Zündvorrichtung enthält und mit einem abnehmbaren jrerschlussmittel ver sehen ist. B.Feuerzeug nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter als Flasche ausgebildet und bis unter den Hals mit einer den Brenn stoff aufnehmenden Füllung versehen ist. 9. Feuerzeug nach Patentanspi@ich und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die den Brennstoff aufnehmende Füllung des Behälters aus Sägemehl besteht.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US3031870A (en) * | 1961-08-03 | 1962-05-01 | Markus-Markush Ernesto | Catalytic lighter |
| US3044284A (en) * | 1958-07-28 | 1962-07-17 | Kratzenberger Karl | Catalytic table lighters |
-
1953
- 1953-01-26 CH CH308968D patent/CH308968A/de unknown
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