Temperaturregler an einem Elektrowärmegerät. Bei Elektrowärmegeräten, wie sie beispiels weise im Haushalt Anwendung finden, wie elektrischen Kochplatten, Heizkissen und der gleichen, besteht das Bedürfnis, die Heizlei- stung bzw. die Temperatur zu ändern. In ein facher Weise verwendet man hierzu Stufen schalter, die die unterteilten Heizkreise wahl weise parallel oder einzeln einzuschalten ge statten. Die Temperatur des Gerätes hängt<B>-</B> konstante Spannung vorausgesetzt<B>-</B> stark von der Wärmeentnahme ab; bei Kochplatten beispielsweise ist die Wärmebelastung von Topfgrösse und Inhalt abhängig.
Um die Temperatur feinstufiger zu regeln, hat man vorgeschlagen, vor Wärmegeräte selbsttätige Taktsclialter zu setzen, die es er möglichen, das Verhältnis Einschalt- zu Aus schaltzeit einzustellen. Mit einem solchen Taktschalter lässt sich zwar zwischen Null und voller Leistung nahezu beliebig leinstufig regeln. Die Anordnung hat trotzdem den Nach teil, dass bei Wärmegeräten, bei denen ein rasches Anheizen erwünscht ist, wie beispiels weise elektrischen Kochplatten und Heizkis sen, der Taktschalter nach einer gewissen Zeit von Hand zurückgestellt werden muss auf diejenige Temperatur, die für das weitere Beheizen richtig ist.
Der Zeitpunkt, an dem die Umsehaltung erfolgen sollte, hängt eben falls stark von der thermischen Belastung des Gerätes ab und ist daher von Fall zu Fall ver schieden. Man hat weiterhin vorgeschlagen, an die genannten und ähnliche Wärmegeräte Tem peraturregler anzubauen, die man an einer bequem zugänglichen Stelle anordnet. Die Temperaturregler können beispielsweise. ein Bimetallelement enthalten, das bei der ge wünschten Temperatur über ein Kontaktpaar den Heizstromkreis unterbricht. Die Hand einstellung derartiger Thermostate gestaltet sich bei den genannten Beispielen von Koch platte und Heizkissen ausserordentlich schwie rig.
Bei Kochplatten ist eine betriebssichere Lösung wegen der verlangten Austauschbar keit und wegen der hohen Temperaturen, die an der Platte auftreten, schwer anzugeben. Bei Heizkissen ist eine Verstellung der in dem Kisseninnern untergebrachten Thermostaten wohl noch schwieriger.
Es sind speziell für Kochplatten Einrich tungen bekanntgeworden, bei denen innerhalb der Kochplatte in Reihe mit dem Heizleiter ein vom Heizstrom durchflossener metallischer Vorwiderstand untergebracht ist, dessen Tem peraturkoeffizient positiv ist. Dieser von der Kochplattentemperatur abhängige Widerstand liegt parallel zu einem Widerstand in einer zu der Kochplatte, gehörenden Schalteinrich tung. Überschreitet der Spannungsabfall in dem temperaturabhängigen Widerstand ein bestimmtes Mass, so erwärmt der Parallel widerstand einen in dem Schalter unterge brachten Bimetallstreifen und schaltet über ein Federsprungwerk den Gesamtstrom ab. Die Kochplatte hat dadurch einen Schutz gegen unzulässig hohe Temperaturen.
Bei andern Stellungen des vorgeordneten Schalters wirkt dieser<B>'</B> als Taktregler und schaltet die Heizung periodisch aus und ein. Ein Nachteil dieser z und ähnlicher Anordnungen ist jedoch darin zu sehen, dass bei der Unterbrechung des Gesamtstromes auch die Heizwirkung der Bi- metallzunge aufhört, wodureli letztere ver hältnismässig rasch wieder erkaltet und den Stromkreis schliesst.
Es ist also nicht die wirkliche Temperatur der Kochplatte mass gebend für den Zeitpunkt der Wiedereinschal tung, sondern die Abkühlzeit des Bimetall- streifens.
Der erfindungsgemässe Temperaturregler an einem Elektrowärmegerät unterscheidet sieh von diesen Lösungen dadurch, dass zwei getrennte Stromkreise, nämlich ein eigent- lieher heizstromkreis und ein Steuerstrom kreis vorgesehen sind und dass der Steuer stromkreis einen vom Heizkreis getrennt an geordneten, als mit dem zu erwärmenden Teil des Gerätes in Verbindung stehender Tem peraturfühler -wirkenden Widerstand mit hohem Temperatürkoelfizienten enthält und dass ferner ein von dem Steuerstrom beheiz tes,
unter Wärmeeinwirkimg seine Gestalt änderndes Element zum Betätigen eines im Heizkreis liegenden Schalters vorgesehen ist. Als untere Grenze für einen im<U>Sinne</U> der Erfindung als hoch zu bezeichnenden Tem- peraturkoelfizienten ist ungefähr der Wert von
EMI0002.0027
anzusehen.
Mehrere Ausführungsformen der Erfin dung sind beispielsweise in Fig. <B>1</B> bis<B>10</B> sche matisch dargestellt.
Fig. <B>1</B> zeigt eine Ausführungsform mit flachen Bimetallelementen, Fig. 2 eine Ausführungsform mit Bimetall- elementen in Form von Spiralen, Fig. <B>3</B> einen Teilschnitt durch eine Koch platte mit eingebautem Temperaturfühler, Fig. 4 ebenfalls einen Teilschnitt durch eine Kochplatte mit einer andern Ausfüh rungsform eines Temperaturfühlers, Fig. <B>5</B> eine,
Ausführungsform ähnlich der in Fig. <B>1</B> mit in Anheizwiderstand und Fort- heizwiderstand unterteiltem Heizwiderstand, Fig. <B>6</B> eine Ausführungsform ähnlich der in Fig. 2, ebenfalls mit unterteiltem Heiz- widerstand gemäss Fig. <B>5,</B> Fig. <B>7</B> eine Ausführungsform mit Ausdeh nungsstab, Fig. <B>8</B> eine Einzelheit zu Fig. <B>7,
</B> Fig. <B>9</B> ein Schaltschema für die Ausfüh rungsform nach Fig. <B>7</B> und<B>8</B> und Fig. <B>10</B> eine Einzelheit zu Fig. <B>7.</B>
Durch einen in Fig. <B>1</B> auf einer gemein samen Einstellachse<B>1</B> untergebrachten Nok- kensatz 2,<B>3</B> und 14 kann der Strom einge schaltet und gleichzeitig der Regler verstellt werden. Der Nocken 2 rastet in seiner Null stellung in die Feder 4 ein und hebt diese gleichzeitig von dem Gegenkontakt<B>5</B> ab. In dieser Stellung liegt die Kurvenscheibe<B>3</B> an der Blattfeder<B>9</B> mit ihrem grössten Achs- abstand an und hebt den Bimetallstreifen <B>6</B> von der Bimetallieder <B>7</B> ab.
Dreht man die Schal terwelle aus derNullstellungheraus in die in Fig. <B>1</B> gezeichnete Stellung, so fliesst ein Strom über die Kontaktfeder 4, den Gegenkontakt <B>5,</B> einen beliebigen Heizkörper<B>8,</B> die Blattfeder <B>9,</B> die Bimetallfeder <B>6,</B> die Bimetallieder <B>7,</B> die Hillsheizung <B>10</B> und die Kontakte<B>13, 93</B> zu rück zur Stromquelle.
Gleichzeitig kommt ein sehr schwacher Parallelstrom über den stark, temperaturabhängigen Steuerwiderstand <B>11</B> und den Heizwiderstand 12 der Bimetall- feder <B>7</B> ebenfalls zurück zum Netzanschluss zustande. Mit steigender Wärmewirkung der Hauptheizung<B>8</B> nimmt bei einem Steuerwider stand<B>11</B> mit beispielsweise negativem Tem peraturkoeffizienten der Widerstand ab, wo durch der Strom über den Heizwiderstand 12 zunimmt. Der Bimetallstreifen <B>7</B> krümmt sieh unter der Wärmewirkang dieses zunehmenden Stromes in Fig. <B>1</B> nach rechts.
Je nach dem durch die Kurvenscheibe<B>3</B> eingestellten Tem peraturwert entfernt sieh der Kontakt<B>50</B> auf dem Bimetallstreifen <B>7</B> allmählich von dem Kontakt 49 auf dem bimetallischen Kontakt arm<B>6.</B> Bei Unterbrechung wird der Arm<B>6</B> stromlos, kühlt dadurch ab und vergrössert den Abstand im Sinne einer eindeutigen<B>Ab-</B> schaltung.
Der Hauptstromkreis ist somit unter brochen, die Heizwirkung des Heizkörpers<B>8</B> hört a-Lif. Je nach der im Heizkreis vorhan denen Zeitkonstante und der Wärmeentnahme sinkt die Temperatur allmählich, wodurch der Strom im Widerstand<B>11</B> abnimmt. Der Bi- metallstreifen <B>7</B> kehrt allmählich auf seinen Gegenkontakt 49 zurück. Bei Berührung wird der Bimetallstreifen <B>6</B> stromführend und da durch erwärmt. Er ist so auf den über ihn fliessenden Strom abgestimmt, dass er sofort eine eindeutige Schaltbewegung auf den Ge genkontakt<B>7</B> zu ausführt. Der Regelfortgang ist somit gewährleistet.
Die Hilfsheizung<B>10</B> kann in solchen Fällen angebracht werden, wo die Zeitkonstante der Regelaufgabe dies er fordert. Sie übt eine rückführende Wirkung auf den Regler aus. Der durch die Hilfs heizung<B>10</B> fliessende Strom des Wärme gerätes erwärmt nämlich den Bimetallstreifen <B>7</B> -und veranlasst dadurch kurz nach dem Schliessen der Kontakte 49,<B>50,</B> das heisst nach der Einschalt-ung des Heizstromes, eine krüm- mung des Bimetallstreifens <B>7</B> in Öffnungsrich tung, so dass das Kontaktpaar 49,
<B>50</B> schon bei der geringsten Temperaturerhölrung am Steuerwiderstand<B>11</B> öffnet. Das Bimetall- kontaktpaar <B>6</B> und<B>7</B> ist in seinen Dimensionen so abgestimmt, dass sich die Kontakte 49,<B>50</B> bei Erwärmung der gesamten Anordnung gleichmässig und gleichsinnig bewegen, wo durch der Wärmeeinfluss der Umgebungstem peratur ausgeschaltet wird.
Des weiteren kann, wie gezeigt, ein mit einem Gegenkon- takt <B>93</B> zusammenwirkender Kontakt<B>13</B> mit einer Nockenseheibe 14 angebracht sein, um erforderlichenfalls in der Alasschaltstellung eine allpolige Abschaltung herbeizuführen.
Fig. 2 zeigt eine andere Anordnung, die derjenigen der Bimetalliedern <B>6</B> und<B>7</B> von Fig. <B>1</B> entspricht. Dabei ist ein vom Steuer strom durchflossenes Bimetallelement 21 in Form einer Spirale vorgesehen. Über ein Rohr 22 mit Wärmeisolierung ist der Anfang der Spirale 21 mit dem Anfang der Spirale<B>23</B> verbunden. Die Spirale<B>23</B> ist am Punkte 24 festgelegt und dient dazu, den Einfluss der Umgebungstemperatur auszuschalten, da sie gegensinnig zu der Spirale 21 angeordnet ist.
Der Vorteil dieses Aufbaues gegenüber einem solchen nach Fig. <B>1</B> besteht darin, dass ein einfacher zylindrischer Massewiderstand <B>25,</B> der keinerlei Biegung ausgesetzt ist, im Innern der Spirale 21 untergebracht werden kann. Er gibt seine Wärme mit hohem Ausnutzungs grad nach aussen an das Bimetallelement 21 ab.
Fig. <B>3</B> stellt die Sonderausführung eines Temperaturfühlers für eine Kochplatte dar. Der Steuerwiderstand ist hier in einer ebenen Platte mit gutem Wärmekontakt befestigt. Der Plattenkörper selbst ist mit<B>31</B> bezeich net. Die Heizwicklung<B>32</B> liegt in Rillen<B>33</B> und ist in Isoliermasse 34 eingebettet.
In einer in der Mitte oder beliebig angeordneten Aus sparung befindet sich der Steuerwiderstand <B>(11</B> nach Fig. <B>1).</B> Er kann in sehr einfacher Form ein koaxiales Anschlusssystem <B>35</B> und <B>36</B> aufweisen, das beispielsweise mit einem Halbleiterwerkstoff<B>37</B> gefüllt und-mit Isolier stoff<B>38</B> gegen das Gehäuse isoliert ist.<B>.</B> Eine Rille<B>39</B> sorgt für mässigen Wärmeübergang von der Platte nach der Fühlstelle. Die Wärmeleitung kann beispielsweise so einge stellt werden, dass auch bei leerlaufender Kochplatte keine unzulässigen Temperaturen entstehen.
In Fig. 4 ist ein ähnlicher Aufbau dar gestellt. Der Steuerwiderstand ist dabei in einem Teil der Kochplatte untergebracht und federt nach oben aus der Kochplattenebene heraus. Die Platte 41 hat eine übergelaufenes Kochgut und dergleichen aufnehmende Rille 42, in die der Fühlkörper 43 mit seinem über stehenden Rand eingreift und welche das Rei nigen erleichtert. Im Innern dieses Fühl- körpers sind zwei plattenförmige Anschlüsse 44 und 45 angebracht, die wiederum mit einem Halbleiterwiderstandswerkstoff 46 mit hohem Temperaturkoeffizienten umgeben sind.
Eine Isolierschiellt 47 sorgt für Isolierung gegen den Heizplattenkörper, während eine Feder 48 den Fühler 43 in Anlage mit einem nicht gezeichneten, auf der Plattestehenclen Wärme- gerät, z. B. einem Topf, hält. Es ist dadurch auch bei nicht ebenem Geschirr eine Gewähr für gute Anlage gegeben, so dass im wesent- liehen die Temperatur des Koehgutes als Steuerkriterium dient.
Der Wärmeübergang von der Kochplatte auf den Temperaturfühler kann durch Abstimmung der Kochplatten- wandstärke, Anordnung von Wärmeleitrippen und Einsc'haltung von Isolationen so beein- flusst werden, dass in jedem Falle ein Trocken- gehsellutz erreicht ist.
Findet ein Widerstand mit positivem Tem- peraturkoellizienten Verwendung, so ist der stetig sieh biegende Bimetallstreifen <B>7</B> um 18011 um seine, Längsachse gedreht angeordnet. Bei kaltem Wärmegerät und daher niedrigem Fühlwiderstand hat in diesem Falle der Bi- metallstreifen <B>7</B> eine starke Krümmung in Richtung auf seinen Gegenkontakt 49. Bei sieh erwärmendem Gerät wird der Fühlwider- stand grösser, der Steuerstrom also kleiner.
Schliesslich geht der Bimetallstreifen <B>7</B> bzw. eine entsprechende Spirale 21 mehr und mehr in die Kaltlage zurück, in der er bzw. sie den Schalter 49,<B>50</B> öffnet.
Fig. <B>5</B> zeigt eine schematische Einrichtung, bei der der zur Heizung des Wärmegerätes dienende Widerstand in mindestens<B>je</B> einen Anheizwiderstand <B>15</B> und einen Fortheiz- widerstand <B>8</B> unterteilt ist, wobei die Ein- und Ausschaltung des Fortlieizwiderstandes und damit die Temperaturregelung des Wärme gerätes durch den Regelschalter erfolgt und der Anheizwiderstand durch einen besonderen Schalter einschaltbar ist.
Der Bimetallstrei- fen <B>7</B> trägt zu diesem Zweck ausser dem Kon takt<B>50</B> noch einen zweiten Kontakt<B>17;</B> dieser arbeitet mit einem Gegenkontakt<B>16</B> zusam men, der mittels des Isollerstückes <B>18</B> von dem Kontakt 49 elektrisch isoliert und mit dem Anheizwiderstand <B>15</B> leitend verbunden ist. Beim Einschalten sind zunächst beide Kon taktpaare 49,<B>50</B> und<B>16, 17</B> geschlossen, so dass Anheiz- und Fortheizwiderstand am Netz liegen.
Bei einer bestünmten Temperatur des Messwiderstandes <B>11</B> öffnet zunächst das Kontaktpaar<B>16, 17</B> und erst bei einer höheren Temperatur das Kontaktpaar 49,<B>50,</B> das nun- mehr die Regelung durch Ein- und Ausschal ten des Fortheizwiderstandes <B>8</B> übernimmt, während der Anheizwiderstand <B>15</B> dauernd ausgeschaltet bleibt. Der Träger<B>92</B> des Kon taktes<B>16</B> weist einen elektrisch isolierenden Fortsatz <B>19</B> auf, der beim Öffnen der Kon takte 49,<B>50</B> mithilft. Die Wärinegeräte kön nen bei dieser Ausführungsform schnell auf geheizt werden.
Nach dem Aufheizen wird während der Temperaturregelung nur noch ein Teil der anfänglichen Heizleistung ge braucht.
Die gleiche Wirkung wie die Kontaktpaare <B>16, 17</B> und 49,<B>50</B> ergibt auch eine statt aus -vier aus drei Einzelkontakten bestehende, nicht gezeichnete Kontaktanordnung.
Fig. <B>6</B> zeigt eine abgewandelte, der Anord nung nach Fig. 2 entsprechende Ausführungs form dieser Art. Hierbei ist wiederum der BimetaUstreifen <B>7</B> durch eine Bimetallspirale 21 ersetzt, welche die beiden Kontakte<B>17</B> und <B>50</B> trägt.
Die Fig. <B>7</B> zeigt eine Bauart mit einem Ausdehnungsstab<B>51,</B> dessen Heizvorrichtun gen in dieser Figur fortgelassen sind. Er ist an seinem rechten Ende mittels der Isolier buchse<B>52</B> wärmeisoliert in dem kastenförmi gen Tragstück<B>53</B> gelagert und mittels der Mutter 54 festgehalten. An seinem linken Ende ist er mittels einer zweiten Isolierbuchse <B>55</B> und Mutter<B>56</B> in dem kurzen Schenkel eines Winkelhebels<B>57</B> gelagert, der seinerseits mit einer Schneide in der Pfanne<B>58</B> des Trag stückes<B>53</B> kippbar gelagert ist. Ein oberer Fortsatz dieses Winkelhebels<B>57</B> enthält eine Lagerplanne <B>59,</B> in der sich eine Blattfeder<B>60</B> abstützt.
Das Gegenlager für die Blattfeder<B>60</B> bildet ein Lagerstück<B>61,</B> das so eingestellt ist, dass die Blattfeder<B>60</B> gespannt und nach oben durchgebogen ist. Der Kontaktarm<B>65</B> hat auf einem Teil seiner Länge seitliche Ver- steilungsrippen <B>62</B> und ist mit seinem rechten biegsamen Ende 64 an einem Isolierstück <B>63</B> befestigt, das seinerseits mit dem Tragstück<B>53</B> fest verbunden ist; an seinem linken Ende trägt der Kontaktarm<B>65</B> einen Kontakt<B>66,</B> der mit dem Gegenkontakt<B>67</B> zusammenarbei tet. Seine Bewegung in der Aufwärtsrich- tung kann mittels einer Anschlagsehraube, <B>68</B> begrenzt werden.
Die Teile<B>67</B> und<B>68</B> sind elektrisch isoliert mit der Grundplatte<B>69</B> fest verbunden.
Der Winkelhebel<B>57</B> trägt an dem in Fig. <B>7</B> rechten Teil einen Bimetallstreifen <B>70,</B> der so eingebaut ist, dass er bei Erwärmung seinen Kontakt<B>71</B> gegen den Gegeiil-,ontakt <B>72</B> drückt. Dieser ist mit seiner Metallunterlage<B>73</B> höhen einstellbar und mittels des Isolierstückes 74 elektrisch isoliert. Mithin sind die beiden Ge genkontakte<B>67</B> und<B>72</B> gegenüber dem übrigen metallischen Aufbau elektrisch isoliert. Das kastenförmige Tragstück<B>53</B> ruht mit der Schneide<B>75</B> auf der in der Grundplatte <B>69</B> eingelassenen Lagerplanne <B>76</B> auf.
Ander seits kann es mit der Kurvenscheibe<B>77</B> um einen gewissen Betrag geschwenkt werden, wo bei die Federanordnung<B>78</B> für dauernde An lage des Stückes<B>53</B> auf den Teilen<B>76, 77</B> sorgt.
Fig. <B>8</B> zeigt die in Fig. <B>7</B> weggelassene Heizeinrichtung lür den Ausdehnungsstab<B>51.</B> Sie besitzt eine zu letzterem konzentrische Röhre<B>79</B> aus keramischem Werkstoff, die aussen mit einem Widerstandsdraht<B>88</B> be wickelt ist, der durch eine Deckschicht fest gehalten und elektrisch isoliert wird. Die Drahtenden<B>80</B> und<B>81</B> aus elektrisch gut lei tendem Werkstoff dienen- als Zuleitungen. Eine wärmedämmende Hülle<B>82</B> aus einem ge eigneten Werkstoff umschliesst die ganze An ordnung. Die Heizleistung für das Ausdeh nungsglied wird durch diese Art der Wärme isolierung besonders niedrig gehalten.
Ausser dem ist um die beheizte Röhre eine weitere diekdrähtige Heizwicklung<B>83</B> gelegt. Diese Heizwicklung<B>83</B> kann auch fortfallen, wenn der Ausdehnungsstab<B>51</B> unmittelbar über die Zuleitungen 84,<B>85</B> in den lieizstromkreis ein geschaltet wird. Der Widerstand des Aus dehnungsstabes<B>1</B> wird dann bezüglich Länge, Querschnitt und Werkstoff ents prechend ein gerichtet.
Fig. <B>9</B> lässt als Grundsehaltbild erkennen, wie die Schaltung der Heizwiderstände für die vorliegende Anordnung abgewandelt ist.<B>An</B> das Netz<B>86</B> ist der als Heissleiter ausgebildete, das heisst bei höherer Temperatur elektrisch besser leitende Steuerwiderstand<B>87</B> in Reihe mit der Heizwicklung<B>88</B> des wärmeempfind- liehen Gliedes, nämlich des Ausdehnungs stabes<B>51,</B> geschaltet.
Der Heizwiderstand des Wärmegerätes ist unterteilt in einen Fortheiz- widerstand <B>89</B> und einen Anlieizwiderstand <B>90.</B> Der Fortheizwiderstand <B>89</B> liegt in Reihe mit den Regelkontakten<B>66</B> und<B>67,</B> der Anheiz- widerstand <B>90</B> mit der Kontaktanordnung<B>71,</B> <B>72.</B> In Reihe mit der schwachen Heizung<B>89</B> oder, wie gezeigt ist, gemeinsam in beiden Heizkreisen liegt die Zusatzheizung<B>83</B> bzw. ist an deren Stelle der Ausdehnungsstab<B>51</B> eingeschaltet.
Fig. <B>10</B> lässt die Gestalt des Kontaktarmes <B>65</B> erkennen, dessen elastisch biegsames, in Fig. <B>10</B> rechtes Ende 64 zur Befestigung dient.
Die Wirkungsweise der Anordnung nach den Fig. <B>7</B> bis<B>10</B> ist folgende: Beim Einschalten des mit einem Wärme gerät, z. B. einer Kochplatte, einem Bratofen, Heizkissen oder dergleichen in Verbindung stehenden Temperaturreglers nach Fig. <B>7</B> be findet sich der Temperaturregler in der in Fig. <B>7</B> gezeichneten Stellung. Die Regelkon takte<B>66, 67</B> und das Kontaktpaar<B>71, 72</B> sind geschlossen, der Heizwiderstand<B>89</B> und der Anheizwiderstand <B>90</B> liegen an Spannung.
Mit zunehmender Erwärmung der Kochplatte lässt der Heissleiter-Steuerwiderstand <B>87</B> (Fig. <B>9)</B> einen grösser werdenden Strom durch. Dieser durchfliesst die Wicklung 88 (Fig. <B>8)</B> und er wärmt den Ausdeimungsstab <B>51.</B> Letzterer er fährt eine Wärmedehnung, die eine Drehbewe gung des Winkelhebels<B>57</B> im Uhrzeigersinn um die Pfanne<B>58</B> zur Folge hat; der Bimetall- streifen <B>70</B> bewegt sich so lange in Fig. <B>7</B> ab wärts, bis sieh der Kontakt<B>71</B> vom Kontakt<B>72</B> abhebt.
Durch die Stromunterbrechung kühlt sich der Bimetallstreifen <B>70</B> ab, so dass sich der Kontakt<B>71</B> weiter im Sinn der Öffnung bewegt. Der Anheizwiderstand <B>90</B> (Fig. <B>9)</B> bleibt also ausgeschaltet, während der Fort- heizwiderstand <B>89</B> weiterhin angeschlossen ist. Bei weiterer Erwärmung des Ausdehnungs stabes<B>51</B> dreht sich der Winkelhebel<B>57</B> weiter im Uhrzeigersinn, und die Pfanne<B>59</B> bewegt sieli abwärts.
An einer bestimmten, durch die elastischen Verhältnisse gegebenen Stelle schnappt unter dem jetzt aufwärtsgerichteten Druck der Blattfeder<B>60</B> auf das Lagerstüek <B>61</B> der Kontaktarm<B>65</B> nach oben, bis er auf die Anschlagsehraube <B>68</B> trifft. Die Kontakte <B>66, 67</B> haben geöffnet, der Fortheizwiderstand <B>89</B> ist nunmehr -uuibelieizt. Hierdurch kühlt sich das Wärmegerät und zugleich mit ihm der Steuerwiderstand<B>87</B> ab; dieser lässt dann einen geringeren Strom durch, was zu einer Verkürzung des Ausdehnungsstabes<B>51</B> führt.
Die Verkürzung bewirkt eine Drehung des Winkelhebels<B>57</B> entgegen dem Uhrzeigersinn um die Pfanne<B>58;</B> die Pfanne<B>59</B> hebt sich, und es wird alsbald eine Stellung erreicht, bei der die Blattleder<B>60</B> den Kontaktarm<B>65</B> ruck- mehr artig geschlossenen nach unten bewegt, Kontakte also 66,
über 67 den die Heiz- nun- widerstaiid <B>89</B> erneut an Spannung legt. Die ses Regelspiel wiederholt sich nunmehr fort laufend, bis eine Abschaltung der ganzen Ein richtung vom Netz erfolgt. Beim Regelspiel bleiben der von dem Bimetallstreifen <B>70</B> ge tragene Kontakt<B>71</B> und sein Gege#kontakt <B>71</B> ständig offen.
Die Verbindung des Winkelhebels mit dem Sprungschaltwerk ergibt eine gut ein stellbare Einrichtung mit grossem überset- zungsverhältnis und günstigen Verhältnissen für die Kontaktgabe.
Durch Verstellung der Kurvenscheibe <B>77</B> <U>kann</U> die gewünschte Regeltemperatur des Wärmegerätes eingestellt wgrden. Die Hebung des kastenförmigen Tragstückes<B>53</B> auf der in Fig. <B>7</B> rechten Seite ergibt eine höhere Regeltemperatur, die Senkung eine niedrigere. Die Hilfsheizung<B>83</B> oder bei der andern Aus führungsform der über die beiden Zuleitun gen 84 und<B>85</B> eingeschaltete Ausdehnungs stab<B>51</B> hat eine rückführende Wirkung auf den Temperaturregelschalter, in gleicher Weise, wie die Hilfsheizung bei der in Fig. <B>1</B> be schriebenen Ausführung.
Der in ihr erzeugte zusätzliche Wärmestoss vermindert die Schalt differenz und erhöht dadurch die Regel genauigkeit. Bei den in den Fig. <B>5</B> und<B>9</B> dargestell ten Ausführungsbeispielen können auch meh rere Anheizwiderstände sowie mehrere Fort- heizwiderstände vorgesehen sein.
Die beschriebenen Temperat <B>'</B> urregler sichern die mit ihnen versehenen Geräte vor zu hohen Temperaturen, so dass auch dann, wenn aus irgendeinem Grunde nur wenig Wärme ab genommen wird, keine überhitzung am Gerät .eintreten kann.