Übersgannungsableiter. Die Erfindung betrifft einen Überspan nungsableiter mit Löschfunkenstrecke und in Serie geschalteten spannungsabhängigen Widerständen.
Bei den bekannten Überspannungsab- leitern dieser Art sind Löschfunkenstrecke und Widerstände in der Regel von einem wetterfesten und luftdichten Gehäuse aus Porzellan, Glas oder einem keramischen Stoff umgeben. Bei solchen Überspannungs ; ableitern kommt es vor, dass sich infolge Überlastung durch zu grosse Blitzströme oder zu hohe Betriebsspannungen das im Gehäuse eingeschlossene Gas übermässig er hitzt und das Gehäuse explosionsartig sprengt.
Das Gas in den Hohlräumen im Innern des Gehäuses speichert die Energie des Lichtbogens auf und expandiert beim Zersprengen des Gehäuses, wobei Gehäuse bruchstücke mit grosser Wucht weggeschleu dert werden.
Um dies zu verhüten, ist schon versucht worden, durch Serieschaltung von Schmelzsicherungen den übermässigen Strom zu unterbrechen oder durch Ex plosionsöffnungen den übermässigen Druck nach aussen abzuleiten. Mit diesen An ordnungen konnte aber das explosionsartige Zersprengen des Gehäuses nicht verhindert werden, da sie angesichts des steilen Druck anstieges, wie er durch einen starken Licht bogen verursacht wird, zu träge sind.
Es ist daher auch schon vorgeschlagen worden, in den Überspannungsableiter einen das Gehäuse schützenden Zwischenmantel aus Hartpapier einzubauen. Es entsteht dabei aber eine komplizierte Konstruktion und zudem ist Hartpapier feuchtigkeitsempfind- lich.
Die geschilderten Nachteile zu beseitigen, ist Zweck der vorliegenden Erfindung. Er findungsgemäss sind Löschfunkenstrecke und die spannungsabhängigen Widerstände von giess- und härtbarem Kunstharz umgossen, welches zugleich auch das Gehäuse des Überspannungsableiters bildet.
Auf diese Weise können die Hohlräume im Innern des Überspannungsableiters auf ein Minimum reduziert werden, nämlich auf die not wendigen Löschräume der Funkenstrecke.
Der bei Überlast entstehende Lichtbogen kann dabei einzig und allein die geringe in den Löschräumen vorhandene Gasmenge erhitzen, so dass der entstehende Gasdruck auf eine verhältnismässig kleine Fläche ein- wirkt und daher das Gehäuse nicht sprengen kann. Dies um so mehr, als Giessharz, dem geeignete Füllstoffe beigemischt werden können, zusammen mit den eingegossenen Teilen nach der Erhärtung eine mechanisch feste,
kompakte Einheit bildet. Kunstharz ist zudem nicht so spröde wie beispielsweise Porzellan oder Glas, so dass auch beim durch Überlast verursachten Bruch des erfindungs gemässen Überspannungsableiters ein ex plosionsartiges Wegschleudern von Teilen des Gehäuses nicht stattfindet. Die Erfindung erlaubt, einen Überspan nungsableiter aus einem Stück herzustellen, da ein äusseres Gehäuse nicht mehr not wendig ist.
Wird ein wetterbeständiges Giessharz verwendet, so eignet sich dieser Überspannungsableiter auch für Aufstellung im Freien.
Als zusätzliche Sicherung kann das Kunstharzgehäuse des Überspannungsab- leiters nach der Erfindung mindestens eine mechanisch schwache Stelle aufweisen, an welcher beim Auftreten eines übermässigen inneren Überdruckes das Gehäuse in zwei Teile zerfallen kann, wobei der entstandene Lichtbogen unterbrochen wird.
Wenn nötig, kann die Löschfunkenstrecke allein in einen ersten Kunstharzkörper ein gebettet, elektrisch geprüft und hermetisch verschlossen werden und anschliessend kann der die Löschfunkenstrecke umschliessende erste Kunstharzkörper zusammen mit den Widerständen in einen zweiten Kunstharz körper eingebettet werden. Dabei können die beiden Kunstharze oder deren Füllstoffe verschieden sein.
In der Zeichnung sind drei Ausführungs- beispiele des Erfindungsgegenstandes ver- einfacht im Längsschnitt dargestellt.
In den Mg. 1, 2 und 3 bezeichnet 1 die aus einer Anzahl Teilfunkenstrecken be stehende Löschfunkenstrecke, 2 die span nungsabhängigen Widerstände, 3 den Kunst harzkörper aus härtbarem Giessharz, von welchem die Löschfunkenstrecke 1 und die Widerstände 2 umgossen sind und welches zugleich auch ein wetterfestes Gehäuse des Überspannungsableiters bildet und 4, 5 die elektrischen Anschlüsse. Nach.
Fig. 2 weist ein anderer Über spannungsableiter nach der Erfindung eine mechanisch schwache Stelle 6 auf,'anwelcher beim Auftreten eines übermässigen inneren Überdruckes das Gehäuse in zwei Teile zerfallen kann.
Fig. 3 zeigt einen Überspannungsableiter, dessen Löschfunkenstrecke 1 zuerst in einen ersten Kunstharzkörper 7 und dann zu sammen mit den spannungsabhängigen Widerständen 2 in den Hauptkunstharz- körper 3 eingeschlossen wurde.
Surge arrester. The invention relates to a surge arrester with a quenching spark gap and voltage-dependent resistors connected in series.
In the known surge arresters of this type, the extinguishing spark gap and resistors are usually surrounded by a weatherproof and airtight housing made of porcelain, glass or a ceramic material. With such overvoltage; It happens that due to overload due to excessive lightning currents or excessive operating voltages, the gas enclosed in the housing heats up excessively and the housing explodes.
The gas in the cavities inside the housing stores the energy of the arc and expands when the housing is shattered, with the housing fragments being thrown away with great force.
To prevent this, attempts have already been made to interrupt the excessive current by connecting fuses in series or to divert the excessive pressure to the outside through explosion openings. With these arrangements, however, the explosion-like shattering of the housing could not be prevented, since they are too sluggish in view of the steep pressure increase caused by a strong arc.
It has therefore already been proposed to build an intermediate jacket made of hard paper to protect the housing in the surge arrester. However, this results in a complicated construction and hard paper is also sensitive to moisture.
The purpose of the present invention is to eliminate the disadvantages described. According to the invention, the extinguishing spark gap and the voltage-dependent resistors are encapsulated in castable and hardenable synthetic resin, which at the same time also forms the housing of the surge arrester.
In this way, the cavities in the interior of the surge arrester can be reduced to a minimum, namely to the necessary extinguishing spaces in the spark gap.
The arc that arises in the event of an overload can only heat the small amount of gas present in the extinguishing chambers, so that the gas pressure that arises acts on a relatively small area and therefore cannot burst the housing. This is all the more so since casting resin, to which suitable fillers can be added, together with the cast parts after hardening, a mechanically strong,
forms a compact unit. Synthetic resin is also not as brittle as, for example, porcelain or glass, so that even if the surge arrester according to the invention breaks due to overload, parts of the housing will not be thrown away in an explosion-like manner. The invention allows a surge arrester to be manufactured from one piece, since an outer housing is no longer necessary.
If a weather-resistant casting resin is used, this surge arrester is also suitable for outdoor installation.
As an additional safeguard, the synthetic resin housing of the surge arrester according to the invention can have at least one mechanically weak point at which the housing can break into two parts when excessive internal overpressure occurs, with the resulting arc being interrupted.
If necessary, the quenching spark gap can be embedded in a first synthetic resin body, electrically tested and hermetically sealed and then the first synthetic resin body enclosing the quenching spark gap can be embedded together with the resistors in a second synthetic resin body. The two synthetic resins or their fillers can be different.
In the drawing, three exemplary embodiments of the subject matter of the invention are shown in simplified form in longitudinal section.
In Mg. 1, 2 and 3, 1 denotes the extinguishing spark gap consisting of a number of partial spark gaps, 2 the voltage-dependent resistors, 3 the synthetic resin body made of hardenable cast resin, from which the extinguishing spark gap 1 and the resistors 2 are encapsulated and which is also a forms the weatherproof housing of the surge arrester and 4, 5 the electrical connections. To.
Fig. 2 shows another over-voltage arrester according to the invention on a mechanically weak point 6, 'at which the housing can disintegrate into two parts when an excessive internal overpressure occurs.
3 shows a surge arrester whose extinguishing spark gap 1 was first enclosed in a first synthetic resin body 7 and then together with the voltage-dependent resistors 2 in the main synthetic resin body 3.