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CH272408A - Verstärkungsanordnung mit einem Glimmrelais. - Google Patents

Verstärkungsanordnung mit einem Glimmrelais.

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Publication number
CH272408A
CH272408A CH272408DA CH272408A CH 272408 A CH272408 A CH 272408A CH 272408D A CH272408D A CH 272408DA CH 272408 A CH272408 A CH 272408A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
arrangement according
electrode
ignition
cathode
control
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Application number
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English (en)
Inventor
Elektro-Watt Elektrische Un Ag
Original Assignee
Elektro Watt Elektrische Und I
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Elektro Watt Elektrische Und I filed Critical Elektro Watt Elektrische Und I
Publication of CH272408A publication Critical patent/CH272408A/de

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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K3/00Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
    • H03K3/02Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses
    • H03K3/37Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of gas-filled tubes, e.g. astable trigger circuits
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J17/00Gas-filled discharge tubes with solid cathode
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J2893/00Discharge tubes and lamps
    • H01J2893/0064Tubes with cold main electrodes (including cold cathodes)

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  • Gas-Filled Discharge Tubes (AREA)

Description


  <B>Verstärkungsanordnung mit einem Glimmrelais.</B>    Die Erfindung betrifft eine Verstärkungs  anordnung mit einem     Glimmrelais,    um mit       Steuerströmen    von weniger als     10-7A    ge  wöhnliche     elektromagnetische    Relais zu be  tätigen.  



  Zum besseren Verständnis der Erfindung  sollen zunächst die heute bekannten Anord  nungen kurz erläutert werden.  



  Es ist bekannt, eine     Kaltkathoden-Gasent-          ladungsröhre    mit. mindestens drei Elektroden  als Relaisorgan zu     verwenden.    Dabei wird in  der Regel zwischen einer Kathode und einer  Zündelektrode durch einen Steuerstrom eine  relativ stromschwache Steuerentladung er  zeugt, die eine Hauptentladung zwischen der  genannten Kathode und einer Anode ein  leitet. Eine derartige Anordnung ist in     Fig.1     dargestellt. Die Kathode K und die     Anode,1     sind mit     den-entspreehenden    Polen der Bat  terie B verbunden, wobei in die Zuleitung zur  Anode ein Relais F geschaltet ist.

   Die Span  nung der Batterie ist. so bemessen, dass sie  höher ist als die Brennspannung der Glimm  strecke     A-K,    aber kleiner als die     Zündspan-          nung        A-K.        Normalerweise    fliesst dann kein  Strom. Die Steuerelektrode Z liegt. über den  Widerstand R am Abgriff des     Potentiometers     <B>11.</B> Ist die Spannung zwischen der Steuer  elektrode Z und der Kathode K kleiner als  die Zündspannung dieser Strecke, so fliesst  durch diese Strecke kein Strom. Erst. wenn  durch Erhöhen dieser Spannung, z.

   B. durch    Verschieben des     Potentiometerabgriffes,    die       Zündspannung    erreicht wird, entsteht eine  Gasentladung an der Steuerstrecke. Ihre In  tensität hängt von der angelegten Spannung  und dem Widerstand R ab. Bei hinreichen  der Stärke des Steuerstromes     schlägt    die  Entladung auf die Hauptstrecke     A-K    über,  wodurch im     Hauptentladungskreis    ein relativ  starker Strom zum Fliessen gebracht wird. Es  besteht ein bestimmter Zusammenhang zwi  schen der Mindeststärke des Steuerstromes     i.t,     der die Hauptentladung auslöst, und der an  gelegten Anodenspannung.

   Je stärker die  Steuerentladung, um so kleiner kann die  Anodenspannung gewählt werden, wobei der  untere Grenzwert die     Glimmbrennspannung     ist. Der obere Grenzwert für die Anoden  spannung ist gegeben durch die direkte     Zünd-          spannung    zwischen A und K ohne Steuerent  ladung. Einem bestimmten Steuerstrom     ist    ist.  somit eine bestimmte minimale Anodenspan  nung, die     Abfangsspannung,        zugeordnet.    Die  ser Zusammenhang ist; in     Fig.2    dargestellt.

    Als     Abszisse    ist die     Anodenspannung,    als Ordi  nate der Steuerstrom aufgetragen.     U,,    bedeu  tet die Brennspannung, U, die direkte     Zünd-          spannung        A-K.    Aus     Fig.    2 geht hervor, dass  die Anordnung um so empfindlicher ist, je  höher die Anodenspannung gewählt wird. Aus  Stabilitätsgründen darf man aber die An  odenspannung nicht. zu nahe an     ZTZ    wählen;  daraus ergibt sich als praktische Grenze für      die     Steuerbarkeit    je nach Röhre 1" bis       10-8    A.  



  Den Gegenstand der vorliegenden Erfin  dung bildet     nun    eine Verstärkungsanordnung  mit einem Glimmrelais, welche mit Steuer  strömen von weniger     als    10-7,     iind        zwar    bis       unter        10-12A,        gewöhnliche    elektromagne  tische Relais zu betätigen gestattet. Dabei  wird eine     Kaltentladungsröhre    verwendet, die  mindestens drei Elektroden aufweist.

   Die Er  findung kennzeichnet sich dadurch,     da(3    zwi  schen der Zündelektrode und einer weiteren  Elektrode eine durch den Steuerstroh aufzu  ladende Kapazität von weniger als 100     pF     gelegt ist, die sich nach Erreichen der     Zünd-          spannung    stossartig über eine Steuerstrecke  entlädt, wobei ferner die Oberfläche der     Zünd-          elektrode    gegenüber derjenigen der Kathode  klein gehalten ist, und dass schliesslich durch  Wahl des Gasdrucks und der Gaszusammen  setzung die Charakteristik der Gasentladung       derart    gewählt wird, dass bei einer Kapazität  von weniger     als    100     pF,

      die nur um Bruch  teile eines Volts über die Zündspannung der  Steuerstrecke aufgeladen ist, bei Entladung  ein Spannungszusammenbruch von wenig  stens 20 Volt erfolgt.  



  Um die verschiedenen für die erfindungs  gemässe Anordnung wichtigen Massnahmen  richtig zu verstehen, sollen nachstehend zu  nächst einige     Angaben    über die Eigenschaf  ten von     Zündstrecken    gemacht werden.  



       Fig.    3,     Kurve        a,    zeigt die allgemeine Form  einer     Stromspannungscharakteristikvom        7ünd-          punkt    weg. Diese ist bei sehr kleinen Strömen  im     Dunkeln    in der Regel linear fallend.  Zwar sind auch Fälle mit steigender     Anfanes-          charakteristik    bekannt; im vorliegenden Fall  kann man sich aber auf fallende Charakte  ristiken beschränken.

   Im allgemeinen stellt  man fest, dass die Entladung bei sehr kleinen  Strecken trotz der fallenden Charakteristik  stabil brennt, das heisst der Strom ist kon  stant und gegeben durch äussere     Spannung     und äussern Widerstand des     Entladiingskre'i-          ses.    Der     Grund,    dass die Entladung im allge  meinen trotz der fallenden Charakteristik  stabil brennt, liegt im     dynamischen    Verhalten    der Entladung. Bei raschen Änderungen der  Entladungsverhältnisse folgt nämlich die  Brennspannung durchaus nicht der Kurve     a-;     diese wird nur durchlaufen, wenn die Ände  rungen relativ langsam erfolgen.

   Die Abwei  chungen bei raschen     Änderungen    sind in  erster Linie durch die Aufbauzeit der Ent  ladung bedingt. Die Aufbauzeit einer Ent  ladung     hängt    von Gasart, Gasdruck, geome  trischer Anordnung, äusserer Spannung und  den äussern Schaltelementen ab. Es ist be  kannt, dass es bei fallender Charakteristik  möglich ist, die Entladung durch Parallel  schalten eines Kondensators und geeignete  Wahl des     Vorschaltwiderstandes    instabil zu  machen. Eine derartige Anordnung ist ganz  allgemein in     Fig.    4 gezeichnet.

   Der Konden  sator C lädt sich langsam über den     Vorschalt-          widerstand    R auf     und    entlädt sich nach Er  reichen der Zündspannung stossartig über die  Entladungsstrecke. Dabei bricht die Span  nung am Kondensator bis auf die     Glimm-          brennspannung        zusammen.    In der Regel reisst  dann die Entladung ab, worauf sich der Vor  gang     wiederholt.    Es bilden sich sogenannte  Kippschwingungen aus.

   Im Moment des     Kip-          peps    ist - die     Entladestr        omstärke    ein Viel  faches des     Aufladestromes;    ihre Intensität  hängt unter anderem wieder von Gasart, Gas  druck und der     Elektrodenanordnung    ab. Bei  konstanten Entladungsbedingungen ist sie  eine unmittelbare Funktion der Kapazität. Es  ist ohne weiteres klar, dass durch Verwendung  einer     derartieen        Kippanordnung    im Steuer  kreis eines Glimmrelais eine wesentlich stär  kere Steuerentladung erzielt werden kann,  verglichen mit dem oben beschriebenen Fall,  wo äusserer Steuerstrom und     Entladungsstrom     gleich stark sind.

   Beider     erfindunesgemässen          Anordnung    wird daher eine solche     Kippanord-          nimg    im Steuerkreis des Glimmrelais verwen  det. Fug. 5     zeigt    eine entsprechende Schal  tung.

   Da die Steuerentladung fast ausschliess  lich aus der     Kippentladung    der Kapazität  besteht,     folet,    dass innerhalb der Grenzen, in  denen die     Kippentladungen    überhaupt ent  stehen, die     Anordnunz    praktisch     unabhäneig     von der     Stäxke        des        Aufladestromes    (Steuer-           strolnes)    ist.

   An Stelle     des        Zusammenhanges     zwischen     Steuerstrom    und     Abfangsspannun        g     tritt ein Zusammenhang     zwischen        Kippkapazi-          tät    und     Abfan        ;

  fpannung.    Je grösser die     Kipp-          kapazität    ist, um so stärker ist die Steuerent  ladung und um so kleiner die     Abfangsspan-          nung.    Dieser Zusammenhang ist. in     Fig.6     dargestellt, wobei als Abszisse wiederum die  Anodenspannung, als Ordinate die Kapazität  aufgetragen ist. Die Kapazität kann nicht  auf Null sinken, da sieh sonst keine Kipp  schwingungen ausbilden.  



  Erfahrungsgemäss ist es im allgemeinen  nicht möglich, mit beliebig kleinen Strömen  (bzw. beliebig grossen     Vorschaltwiderständen)     und sehr kleiner Kapazität Kippschwingun  gen zu erzeugen. Damit der Zweck der Er  findung, die üblichen Grenzen     zil    erweitern  und mit Strömen und Kapazitäten     Kipp-          schwingungen    zu erzeugen, mit denen dies bis  anhin nicht gelang, erreicht wird, sind die  weiteren, oben erwähnten, für die Erfindung  kennzeichnenden     Massnahmen    vorzusehen. Es  handelt sich dabei in erster Linie um Vor  kehrungen, die in der     Gasent.ladungsröhre     selbst getroffen  erden müssen.

   Die Schwie  rigkeiten, die     zii    überwinden sind, zeigen sich  am besten, wenn man das Verhalten einer       Zündstrecke    vor und während des     Zündvor-          ganges    in einem praktisch kapazitätsfreien  Elektrometer beobachtet, Wird dabei die       Zündstrecke    vom äussern     Lichteinfhlss        nicht     vollständig abgeschirmt, so stellt man fest,  dass bei     zunehmender    Spannung ein vorerst  sehr kleiner Strom fliesst. Kurz vor     Errei-          ehen    der     Zündspannung    nimmt die Grösse  dieses Stromes beträchtlich zu.

   Der Zusam  menhang zwischen Strom und angelegter  Spannung ist in     Fig.3    als Kurve b aufge  tragen. Als Zündpunkt definiert man den  Scheitelwert dieser Kurve. Er liegt     zufolge     des Lichteinflusses ein wenig unterhalb des       Zündpunktes    im Dunkeln. Vom Zündpunkt  weg ist die Charakteristik wiederum fallend  und nähert sich mit zunehmendem Strom       asymptotisch    der Kurve     a.    Der steigende Ast.  dieser Charakteristik ist nichts anderes als  der gasverstärkte     Vorstrom,    wobei sich    dieser aus den auf der Kathode aus  gelösten Elektronen und den im Zwischen  raum durch Strahlung erzeugten Ionen zu  sammensetzt.

   Dabei wirken als ionisierende  Strahlen neben kurzwelligen Lichtstrahlen  radioaktive Strahlen und Höhenstrahlen. Als       Zündstrom    der Entladung wird der Strom     i,     im Scheitelwert der Kurve b definiert. Theo  retische und experimentelle Untersuchungen  ergaben, dass das Verhältnis zwischen     Zünd-          strom    und     Vorstrom    zufolge der Gasverstär  kung sehr grosse Werte annehmen kann.

   Der  mathematische Zusammenhang ist durch fol  gende Formel gegeben: i, = K     V        il.    Da K  eine Konstante ist, wird das Verhältnis  
EMI0003.0047     
    mit abnehmendem Strom immer     grösser    und  kann ohne weiteres 106 und noch mehr be  tragen. Man sieht daraus, dass es notwendig  ist, den     Vorstrom    so weit als irgend nur mög  lich klein zu halten. Da. er aber nie ganz  ausgeschaltet werden kann, ist es sehr schwer,  den     Zündstrom    auf beliebig kleine Werte zu  bringen.

   Um den.     Vorstrom    möglichst klein  zu halten, wird die Steuerstrecke der     Gasent-          ladungsröhre    gegen Lichtstrahlen und allen  falls andere elektronenbefreiende oder gas  ionisierende Strahlen abgeschirmt. Dieser  Strahlungsschutz kann entweder durch das  Gehäuse, in welchem der ganze Verstärker       untergebracht    ist., gebildet werden, oder die  Röhre selbst kann einen undurchsichtigen  Überzug     aufweisen    oder in einem strahlungs  abschirmenden Behälter     -untergebracht    sein.  Ferner werden die geometrischen Abmessun  gen der Zündstrecke zweckmässig klein ge  halten. Letzteres kann z.

   B.     .dadurch    erreicht  werden, dass zum mindesten die eine Elektrode  klein ausgebildet und der Abstand zwischen  den Elektroden ebenfalls klein gewählt wird.  Dadurch gelingt es, den     Zündstrom    auf Werte,  die unter Umständen kleiner     a15        10-12    A sind,  zu bringen. Schaltet     male    einer derartigen  Zündstrecke, wie in     Fig.4    dargestellt, eine  kleine Kapazität (10 bis 100     pF)    parallel und      lädt diese     durch        einen    kleinen Strom auf, so  kann man folgende Fälle beobachten:  1..

   Die Spannung bleibt nach erfolgter     Zün-          dimg    konstant, das heisst die     Zündentla-          dung        brennt    stabil und die     gewünschte     Kippentladung tritt nicht ein.  



       @'.    Nach erfolgter Zündung bricht die Span  nun- zusammen, aber nur um wenige Volt,  was     zur        Ausbildung    einer stromstarken  Kippentladung nicht ausreicht. Diese klei  nen,     meist    unregelmässigen     Vorentladungen     sind so zu interpretieren, dass sich zwar  eine Kippentladung     auszubilden    beginnt,  dass aber der Spannungszusammenbruch am  Kondensator so rasch erfolgt, dass die Ent  ladung vor einem vollständigen Zusammen  bruch auf die     Glimmbrennspannung    ab  reisst.

   Es ist dies ohne weiteres verständ  lich,     wenn    man berücksichtigt, dass zum  Aufbau einer eigentlichen     Glimmentladung     eine gewisse Zeit     und    somit eine gewisse  elektrische Ladungsmenge erforderlich sind.  Bei geeigneter Ausbildung der     Gasentla-          dungsstrecke    kann man feststellen, dass  sich die     Kapazität    selbst bei Werten von  nur wenigen     pF    stossartig über die     Ent-          ladimgsstrecke    entlädt, verbunden mit  einem     Spannungszusammenbruch,    der je  nach den Verhältnissen 20 bis 50 V und  noch mehr betragen kann.  



  'Theoretische und experimentelle Untersu  ehungen haben gezeigt, dass dieser letzte Fall  durch folgende Massnahmen begünstigt wird:  1. durch eine relativ steile Anfangscharak  teristik,  2. durch eine Gasentladung mit relativ ra  schem Feldaufbau,  durch eine relativ hohe Differenz     zwischen          Zündspannung    und     Brennspannung,     durch Erzeugung einer wenn auch nur  kleinen Überspannung über den statischen       Zündpunkt.     



  Um diesen Forderungen gerecht zu wer  den, wird ein relativ hoher Gasdruck gewählt  (je nach Gas 15 bis 100 Tor oder noch mehr,  z. B. 15 mm Argon oder 80 mm Neon mit  wenig Beimischung von Argon), und ferner       wird    die     Zündstrecke    in Form     einer    klein-    flächigen Anode gegenüber einer grossflächi  gen Kathode (Spitze oder dünner Draht ge  gen eine Fläche) ausgebildet.

   Eine     Vergrösse-          rung    des Abstandes hätte ebenfalls eine     Zünd-          spannungserhöhung    zur Folge; dieser Mass  nahme sind aber     bestimmte    Grenzen gesetzt,  da. dadurch der Entladungsraum     vergrössert     wird, was im Widerspruch zu der weiter oben  genannten Forderung steht.

   Eine grosse     Dif-          #-erenz    zwischen Zündspannung und     Brenn-          spannung    bringt neben einer Begünstigung  der     Hauptentladung    den weiteren Vorteil  einer stärkeren Kippentladung, da sieh der  Kondensator über einen grösseren Span  nungsbereich entladen kann und somit bei  gleicher Kapazität mehr Energie frei wird.  Eine stärkere Kippentladung begünstigt ih  rerseits das     ilberspringen    der Steuerentla  dung auf die     Hauptentladungsstrecke.     



  Die     Erzeugung    einer kleinen Überspan  nung über den statischen     Zündpunkt    kann       durch    Überlagerung einer kleinen     Kippspan-          innig    oder Wechselspannung erreicht werden.

    Es hat sich aber gezeigt, dass die Anwendung  dieser zusätzlichen Hilfsmittel in der Regel  nicht notwendig     ist.    Jede Entladung weist  einen gewissen     Zündverzug    auf, der um so  grösser wird, je kleiner der     Vorstrom    ist: Bei  endlicher     Aufludegesehwindigkeit    der Kapazi  tät erhält man daher während dieses     Zündver-          zugs    eine hinreichende Überspannung.

   Im  merhin sieht. man, dass man einerseits den       Zündstrom    nicht auf beliebig kleine Werte  bringen kann, anderseits ergibt sieh wiederum  die Notwendigkeit, den     Vorstrom,    der für den  Zündverzug massgebend ist, so klein wie mög  lich     zii    halten.  



  Ferner hat es sich gezeigt, dass die An  wesenheit von isolierenden Teilen, z. B. von  Glas oder Keramik, am Rande oder in der       ,Nähe    der Zündstrecke ungünstig auf das  Ausbilden der Kippentladungen wirkt. Diese  Erscheinung kann auf zwei Ursachen zurück  geführt werden :  1.. können sich die isolierenden Teile auf  laden, wodurch eine Feldbeeinflussung ent  steht,      '>. können sich über diese isolierenden Teile, die  ja nie unendlich gute Isolation -aufweisen,  störende Nebenentladungen ausbilden.  In der Zeichnung sind in den     Fig.    7 bis  14 einige Beispiele für die konstruktive Aus  bildung geeigneter Entladungsröhren darge  stellt.

   Die Zündelektroden Z sind in den Bei  spielen nach     Fig.    7, 8, 11, 12, 13, 14 als An  odenspitzen ausgebildet, die gegenüber einer  relativ grossflächigen Kathode stehen, wobei  die Kathode     K    gleichzeitig Kathode der       Hauptentladungsstrecke    ist. In     Fig.9    sind  die Verhältnisse analog, nur ist die     Zünd-          elektrode    nicht als Spitze, sondern als dünner  Draht parallel zur Kathode ausgebildet, wobei  der     Durchmesser    des Drahtes kleiner ist als  der Abstand zwischen Draht und Kathode.

    In     Fig.    10 ei-folgt die Zündung nicht gegen  die Kathode der     Hauptentladungsstrecke,    son  dern zwischen der     spitzenförmigen    Anode A.  der     Hauptentladungsstrecke    und einer gross  flächigen, gitterartigen Zündelektrode als  Kathode der Zündstrecke. Wie man sieht, ist  in allen Fällen die Anordnung so getroffen,  dass die Zündstrecke nicht durch in der Nähe  liegende isolierende Teile beeinflusst wird.

         (ä        ewöhnlicli    wird der Abstand der isolierenden  Teile von der     Zündstrecke    mindestens dop  pelt so gross gewählt wie der Abstand     Zünd-          elektrode-Kathode.    Es ist nicht     notwendig,     dass Zündelektrode und Anode auf der glei  chen Seite der Kathode angeordnet sind. Die  Kathode kann z. B. gitterartig ausgebildet  sein, wobei Zündelektrode und Anode auf ver  schiedenen Seiten dieses Gitters angeordnet  sind. Ein derartiges Ausführungsbeispiel ist       iii        Fig.8    dargestellt.  



  Es ist wünschenswert, an die Anode der       IIauptentladungsstrecke    eine Betriebsspan  ,     nung    legen zu können, die wesentlich über der       Glimmbrennspannung    liegt. Dadurch erhält  man im Falle der Zündung im Hauptkreis bei  relativ kleiner Stromstärke genügend     Ener-          nie,    uni normale elektromagnetische Relais     zii     betätigen. Um die gewünschte hohe Zünd  spannung     A--K    zu erzielen, wird der Ab  stand zwischen Anode und Kathode relativ  gross gewählt.

   Je nach den Verhältnissen    wird man aber durch diese     Massnahme    allein  nicht auf die gewünschte hohe     Zündspannung     kommen. Als Mittel zur weiteren Erhöhung  der Zündspannung können folgende     Massnah-          inen    dienen:  1. Es     werden    im Entladungsraum der Haupt  strecke isolierende Teile angeordnet, welche  die Zündung behindern. In     Fig.    8 ist z. B.  die Anode von einem konzentrischen Glas  röhrchen G umgeben.  



       '?.    Es wird im Entladungsraum der Haupt  strecke eine weitere Elektrode angeordnet,  deren Potential entweder von aussen vorbe  stimmt wird, oder diese Elektrode befindet  sich isoliert im Innern, so dass sich das  Potential frei einstellen kann. Diese Zwi  schenelektrode kann entweder aus einem  Blech bestehen, oder sie kann     gitteraxtig     ausgebildet sein. In     Fig.    9 ist z. B. die  Anode von einer gitterartigen, konzentri  schen Zwischenelektrode S umgeben.    Sofern man mit sehr kleinen Strömen  steuern will, sind an die Isolationsstellen des  Steuerkreises sehr hohe Anforderungen zu  stellen.

   Es ist daher zweckmässig, die     Zünd-          elektrode    getrennt und möglichst weit weg  von den übrigen Elektroden herauszuführen.  Da die Oberflächenisolation des Glases meist       ungenügend    ist, wird das Glas vorteilhaft mit  einer Wachs- oder     Silikonschicht    überzogen.  Diese Isolierschicht kann zugleich die Rolle  einer Abschirmung gegen Licht übernehmen       (Fi-.    7). Ferner kann es wünschenswert sein,  zwischen der Durchführung der     Zündelek-          trode    und den übrigen Durchführungen einen       auf        konstantem    Potential zu haltenden lei  tenden Ring anzuordnen.

   Dadurch schafft  man einerseits definierte Verhältnisse, ander  seits ist es möglich, durch Anlegen einer ge  eigneten Spannung an den Ring die Span  nung und damit die     unerwünschten        Ableit-          ströme    längs der Gefässwand herabzusetzen.  Die     erwähnten        Massnahmen        sind    in den Aus  führungsbeispielen 7 und 14 dargestellt. W  bedeutet die Wachsschicht, P den Ring. Eine  weitere Massnahme .zur Erhöhung der Ober  flächenisolation besteht darin, die Oberfläche      bezüglich der     umgebenden    Atmosphäre leicht  zu erwärmen.

   Zweckmässig     wird    dies erreicht  durch Anordnung eines     Heizwiderstandes    im  Innern des Gefässes. In     Fig.12    und 14 sind  derartige Widerstände H eingezeichnet, die       durch    Anlegen einer geeigneten Hilfsspan  nung aufgeheizt werden,    Die hohe Isolation muss nicht nur im       (llimmrelais    gefordert werden,     sondern    auch  in den     Zuführungen        mir    Steuerelektrode; ins  besondere muss die Isolation der     Kippkapazi-          tät    den gleichen Anforderungen genügen.

   Es  sind verschiedene Ausführungsformen mög  lich,     iun    dies in einfacher Weise zu errei  chen. In     Fig.    11 ist die Kippkapazität C  vollständig im Innern angeordnet. In     Fig.    12  besteht die Kippkapazität aus einem leiten  den Belag     Ck    mit Kathodenpotential auf der  Aussenseite des Glimmrelais und einem leiten  den Belag     C,    mit     Zündelektrodenpotential    auf  der     Innenwandung    des Gefässes.

   In     Fig.13     ist der     Aussenbelag        0Z    mit der Zündelektrode  verbunden und der Innenbelag     Cl,    mit der  Kathode.     Fig.14    zeigt eine Anordnung mit  Luftkondensator ohne     zusätzliche    Oberflächen  isolation, indem die eine Elektrode der Ka  pazität     C"    direkt an der Steuerelektrode Z  befestigt ist, während die Gegenelektrode     Ck     der Kapazität diese konzentrisch umgibt und  mit der Kathode verbunden ist. Dieser Kon  densator     übernimmt    gleichzeitig die Rolle  eines     Strahlungsschutzes.     



  Die erfindungsgemässe Anordnung kommt  überall dort in Frage, wo es sich darum han  delt, kleine Ströme zu Steuerzwecken relais  artig zu verstärken. Insbesondere ist sie ge  eignet im Zusammenhang mit Photozellen  oder     Ionisationskammern.    Es ist aber nicht  notwendig, die Zündung durch effektive Ruf  ladung des Kondensators zu     bewirken;    die  Zündung kann z. B. auch dadurch eingeleitet       werden,    dass an einem aufgeladenen Konden  sator nachträglich eine Kapazitätsverkleine  rung vorgenommen wird (z. B. durch Ver  grössern des Plattenabstandes), so dass die  damit verbundene Spannungserhöhung die  Zündung einleitet.

Claims (1)

  1. PATP,NTANSPUTJCII Verstärkungsanordnung mit einem Glimm- relais, welche mit Steuerströmen von weniger als 10-7 A gewöhnliche elektromagnetische Re lais zu betätigen gestattet durch Erzeugung einer Gasentladung in einer Kaltkathoden entladungsröhre, die mindestens drei Elek troden, das heisst eine Kathode, eine Zünd- elektrode und eine Anode aufweist, dadurch gekennzeichnet,
    dass zwischen Zündelektrode und einer weiteren Elektrode eine durch den Steuerstrom aufzuladende Kapazität von we niger als 100 pF gelegt ist, die sich naeli Erreichen der Zündspannung stossartig über eine Steuerstrecke entlädt, wobei ferner die Oberfläche der Zündelektrode gegenüber der jenigen der Kathode klein gehalten ist, und dass schliesslich durch Wahl des Gasdrucks und der Gaszusammensetzung die Charakte ristik der Gasentladung derart gewählt wird, dass bei einer Kapazität von weniger als 100 pF, die nur um Bruchteile eines Volts über die Zündspannung der Steuerstrecke aufgeladen ist,
    bei Entladung ein Spannungs zusammenbruch von wenigstens 20 Volt er folgt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anode der Zündstrecke als Spitze ausgebildet ist. 2. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anode der Zündstrecke als Draht parallel der Kathode ausgebildet ist, wobei der Durchmesser des Drahtes kleiner ist als der Abstand zwischen Draht und Kathode. 3.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Steuerentla dung zwischen der Steuerelektrode und der Kathode der Hauptentladungsstrecke erfolgt. 4. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Steuerentla dung zwischen der Anode der Hauptentla- dungsstrecke und der Steuerelektrode erfolgt. 5. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektrode als Gitter ausgebil det ist. 6.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die isolierenden Teile einen Abstand von der Entladungs strecke aufweisen, der mindestens doppelt so gross ist wie der Abstand Zündelektrode- Kathode. 7. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kathode als Gitter ausgebildet ist. und sieh Anode und Zündelektrode auf verschiedenen Seiten der Kathode befinden. B. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Erhöhung der Zündspannung zwischen Anode und Kathode der Hauptentladungsstrecke isolierende Teile in dieser Entladungsstrecke angeordnet sind. 9.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Erhöhung der Zündspannung zwischen Anode und Kathode der Hauptentladungsstrecke eine vierte Elek trode in dieser Entladungsstrecke angeordnet ist. 10. Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vierte Elektrode als Gitter ausgebil det ist. 1l. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Durchführung der Steuerelektrode an einer bezüglich den Durchführungen der Elektroden der Haupt entladungsstrecke gegenüberliegenden Seite des Entladungsgefässes angeordnet ist. 12.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gefässwan dung in der Umgebung der Durchführung der Steuerelektrode durch eine Schicht zur Verbesserung der Oberflächenisolation über zogen ist. 13. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Durchführung der Steuerelektrode und die Durchführungen der Elektroden der Hauptentladungsstreeke durch einen auf der Gefässwandung liegenden leitenden rin";, der auf konstantem Potential gehalten ist, getrennt sind. 14. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Verbesserung der Isolation im Innern der Röhre ein Heiz widerstand angeordnet ist.
    1:5. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sich die Kapazität. vollständig im Innern der Röhre befindet. 16. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sich die eine Elek trode der Kapazität im Innern der Röhre befindet, die andere ausserhalb. 17. Anordnung nach Patent.ansprueh, da durch gekennzeichnet, dass die Kapazität als Luftkondensator ausgebildet ist, wobei die eine Elektrode direkt an der Zuführung zur Steuerelektrode befestigt ist. 18.
    Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Steuerentla- dungsst.reeke zur Reduktion allfälliger Vor ionisation gegen Licht und andere elektronen befreiende und gasionisierende Strahlen ab geschirmt ist.
CH272408D 1949-02-21 1949-02-21 Verstärkungsanordnung mit einem Glimmrelais. CH272408A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1073598B (de) *

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