CH255486A - Verfahren zur Nahtschweissung. - Google Patents
Verfahren zur Nahtschweissung.Info
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Description
Verfahren zur Nahtschweissung. Die Erfindung betrifft ein Verfahren ZUM Schweissen der aneinandergepressten kanten von Werkstücken, die relativ zur Erhitzungsvorrichtuug annähernd gleich- förmi- bewegt werden, wie z. B. Röhren von verschiedener Querschnittform, die fortlau fend ans einem Band gepresst werden, oder Profilstäben mit komplizierten Querschnitts- forineri, die ebenfalls durch fortlaufende Vereinigung von. Bändern oder Profilstäben einfachen Querschnitts zusammenbesetzt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass die für die, Schweissung nötige Wärme im Werkstück mindestens auf einer Seite längs der zu verschweissenden Kante durch hochfrequente Wirbelströme erzeugt wird. Es kann dabei der Schweissstelle wäh rend des Schweissprozesses zusätzlich Mate rial beigegeben werden. Dieses Zusatzmate rial kann durch hochfrequente Wirbelströme vorgewärmt werden, und es ist möglich, das Werkstück ausser an der Schweissstelle noch <B>IM.</B> weiteren Stellen zusätzlich zu beheizen. L111- Schweissung kann gegebenenfalls in der Schutzatmosphäre eine; oxydationsverhin dernden Gases erfolgen und nötigenfalls kann die Schweissstelle ,einseitig gekühlt werden.
N ach bisher bekannten Verfahren wur den die Werkstükkanten mittels Schweiss- oder Widenstandsschiveisseinrich- tungen verschweisst. Die Werkstücke müs- en bei wirtschaftlichem Fabrikationspro- zess mit möglichst grosser Geschwindigkeit. an der Schweissvorrichtung vorbeigeführt werden können, was aber grosse Leistungs konzentrationen, verbunden mit möglichst gleichmässiger Erhitzung der Schweissnaht, fordert. Die bekannten Verfahren der Ver schweissung zeigen aber in dieser Hinsicht Nachteile. Ein Schweissbrenner z.
B. weist über längere Zeit in der abgegebenen Lei stung Schwankungen auf, die durch Druck schwankungen in der Gaszufuhr bedingt sind, deren Kompensation komplizierte Ein richtungen bedingt. Die Widerstands schweisseinrichtungen ihrerseits bedingen einen bestimmten Druck, mit welchem die Elektroden :gegen das Werkstück gepresst werden, wobei die. Erwärmung des Werk stückes durch Änderungen. des Übergangs widerstandes zwischen Elektrode und Werk stück dauernd Änderungen erfährt, ganz abgesehen von den Reibungsverlusten zwi schen Elektrode und Werkstück.
Die vorliegende Erfindung hat. den Vor teil grösster örtlicher Lestungskonzentra- tion, -wodurch die Vorschubgeschwindigkeit zwischen Werkstück und Elektrode gegen über den bekannten Verfahren gesteigert werden kann, unter gleichzeitig einfachster Konstanthaltung der Leistungsabgabe, da diese weitgehend nur von der leicht konstant zu haltenden Hochfrequenz-Senderenergie abhängt.
Die Oberflächenbeschaffenheit des Werkstückes ist im Gegensatz zu ihrer Wichtigkeit bei der Widerstandsver2chmrei- ssung von untergeordneter Bedeutung und ausserdem wird das Werkstück gegenüber der Schweisseinrichtung reibungsfrei ver schoben, was einen weiteren Vorteil gegen über der Widerstandsschweissung bedeutet.
Dass das erfindungsgemässe Verfahren sauber und geräuschlos arbeitet und mit Leichtigkeit für die verschiedensten Metalle angewendet werden kann, liegt auf der Hand.
Die Erfindung .sei an Hand von Aus führungsbeispielen und mit Hilfe der Fig. 1 bis 6 erläutert.
In Fig. 1 .seien 1 und 2 die beiden Werk stücke, die längs der Stossfuge 3 ver schweisst werden sollen. Die Induktions spule 4 hat die Form einer langgezogenen schmalen :Schleife, die einige Millimeter über der zu verschweissenden Naht angeord net ist, wobei die beiden langgezogenen Schleifenstücke .symmetrisch zur Schweiss naht liegen, wie die Fig. 2, welche dem Querschnitt der Fig. 1 an .der Stelle A-A entspricht, darstellt. Die Bezugszeichen der Fig. 2 entsprechen denjenigen der Fig. 1. Die Induktionsschelfe ist in bekannter Weise mit dem Hochfrequenzsender gekop pelt.
Die beiden Werkstückteile 1 und werden während des Schweissprozesses durch eine nicht gezeichnete Vorrichtung zusammengepresst, so dass mit der Erwär mung der Nahtränder durch die hochfre- quenten Wirbelströme auf Schweisshitze zufolge der Wärmeausdehnung die Ver schweissung eintritt.
Gleichzeitig sorgt eine ebenfalls nicht gezeichnete Vorrichtung dafür, dass das Werkstück in Richtung des Pfeils mit konstanter Geschwindigkeit ver schoben wird. \ Die Induktionsspule kann auch aus meh reren Windungen bestehen je nach der Grösse der auf das Werkstück zu übertragenden Leistung. Für dünne Blechstärken erübrigt sich ein Materialzusatz; falls jedoch ein sol cher notwendig wird, kann dieser in einer speziellen Induktionsspule vorgewärmt wer den. Diese Induktionsspule 5 kann, wie in Fig. 3 gezeigt, beispielsweise mit der Schweissspule 4 in Serie geschaltet werden.
Der Schweisszusatz 6 muss dann durch eine nicht gezeichnete Vorrichtung kontinuier lich nach Massgabe des Verbrauches nach geschoben werden.
Fig. 4 zeigt ein Stück eines Rohres i , das aus einem Band gepresst ist und längs der Naht 3 zusammengeschweisst wird. Dir: Induktionsschleife 4 ist gegenüber der Naht 3 angeordnet, wie an Hand von Fig. 2 bereits erläutert wurde. Das Rohr 7 wird mit Hilfe der Rollen 8 zusammengepresst und durch eine nicht gezeichnete Vorrichtung in Rich tung des Pfeils gegenüber der Induktion- schleife mit konstanter Geschwindigkeit ver schoben.
Fig. 5 zeigt den Querschnitt durch einen aus zwei Teilen 11 und 12 beliebigen Quer schnitts zusammenzuschweissenden Profil stab, wobei gleichzeitig mittels zweier Induk- tionsschleifen 13 und 14 die Schweissnaht von zwei Seiten erhitzt wird. Die Induk tionsschleifen können dabei nach Belieben elektrisch parallel oder in Serie geschaltet sein. Wenn eirwünscht., kann der Teil 11 an der Schweissstelle von aussen durch eine zusätzliche Induktionsspule 15 erwärmt wer den, wodurch einseitige '.Spannungen ver hindert werden können.
Bei relativ dickwandigen Werkstücken kann es angebracht :sein, die Schweissnaht von beiden Seiten mit einer Induktionsspule zu erhitzen. Fig. 6 zeigt eine derartige An ordnung für den Fall, dass ein Rohr 16 dicker Wandstärke aus einem Band 17 geformt und geschweisst werden soll. Dic> Press- und Biegevorrichtungen zur Formung und zum Vorschub des Rohres sind dabei nicht gezeichnet.
Der äussern Schweissinduk- tionsspule 4 liegt an der Schweissnaht 3 im Rohrinnern eine weitere Schweissinduktions- spule 18 gegenüber, wodurch die Schweiss naht gleichmässig von aussen und innen erhitzt werden kann.
Falls sehr dünnwandige Werkstücke ver schweisst werden .sollen, kann es nötig wer den, die von der 'Schweissinduktionsspule abgewandte Seite der .Schweissstelle zu küh- len, um eine Deformierung oder ein Abtrop fen des zu verschweissenden Materials zu verhindern. Es kann darum ohne weiteres beispielsweise die in Fig. 6 gezeichnete Induktionsspule 18 durch eine wasserdurch strömte Kühlschlange ersetzt werden. Es kann auch ein Luftstrom gegen die zu küh lende Schweissnahtseite gerichtet werden, was beispielsweise bei Flammenschweissung undurchführbar sein dürfte, womit ein wei terer Vorteil der Erfindung ersichtlich wird.
Selbstverständlich kann die Schweissung in einer Kammer erfolgen, welche mit einem oxydationsverhindernden Gas, wie Stick stoff oder Wasserstoff, angefüllt ist, wo durch, die Qualität der Schweissnaht gestei gert werden kann, was wiederum bei Flam menschweissung nicht. möglich ist.
Der Querschnitt der zu verschweissenden Rohre und Profilstäbe kann jede beliebige Form haben, solange die Schweissnaht so gelegt wird, dass die sehr wenig Platz bean spruchende Induktionsspule genügend nahe an die Schweissnaht gebracht werden kann.
Der Sender zur Speisung der Induk tionsspulen wird vorteilhaft mit Frequenzen zwischen 0,1. bis 3 MHz betrieben.
Selbstverständlich erlaubet. das erfin dungsgemässe Verfahren, das 'Werkstück vor und nach der Verschweissung weiteren Wärmebehandlungen auszusetzen, wobei diese zusätzlichen Wärmequellen ganz ver schiedener Art -_ Flamme, Widerstandshei zung, Induktionsheizung - sein können.
Fig. 6 zeigt beispielsweise zwei solche zusätzliche Wärmequellen in Form von zwei Induktionsspulen 19 und 20. Die Spule 19 kann z. E. die Biegung des Bande zu einem Rohr erleichtern, oder sie kann das zu ver schweissende Werkstück derart vorwärmen, dass über die Schweissinduktionsspulen weni ger Wärme zugeführt: werden muss. Die Spule 20 ihrerseits kann den Kühlvorgang versögern, wodurch sich gegebenenfalls hinseitige Spannungen. im fertigen Werk stück vermeiden lassen.
Es kann auch vorteilhaft sein, das Werk stück auf der der Schwe=issnaht gegenüber- liegenden Seite: zu erhitzen, was beispiels weise durch eine Induktionsspule 21, wie in Fig. 6 dargestellt, erfolgen kann. Dadurch lässt :sich ein Verziehen des Werkstückes während des Schweissprozesses verhindern.
Die Wärmeabgabe aller dieser Induk tionsspulen lässt sich leicht überwachen und dosieren, was einen weiteren beachtlichen Vorteil der Erfindung gegenüber den bekannten Schweissverfahren bedeutet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verschweissen der anein- andergepressten Kanten von Werkstücken, die relativ zur Erhitzungsvorrichtung annä hernd gleichförmig bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die für, die Schweissung nötige Wärme im Werkstück mindestens auf einer Seite längs der zu verschweissenden Kante durch hochfrequente Wirbelströme erzeug--, wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch. gekennzeichnet, dass der Schweiss stelle während des Schweissprozesses zusätz lich Material beigegeben wird. ?. Verfahren gemäss Unteranspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Material durch hochfrequente Wirbelströme vorgewärmt wird. 3. ''erfahren gemäss Unteranspruch dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Material durch eine zu der die Schweiss stelle erhitzenden Induktionsschleife in Serie geschaltete Induktionsschleife erhitzt wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ausser der Schweissstelle noch weitere Stellen des Werk stückes beheizt werden. Verfahren gemäss Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ausser der Schweissstelle zu beheizenden Werkstück- stellen durch hochfrequente Wirbelströme erhitzt werden. 6. Verfahren gemäss Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, da.ss das Werkstück ausser an der momentanen Schweissstelle auch vor und hinter derselben beheizt wird.7. Verfahren gemäss Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ausser der Schweissstelle auch der derselben gegenüber liegende Teil des Werkstückes geheizt wird. B. Verfahren gemäss Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass der der ,Schweiss- stel'le gegenüberliegende Teil des Werk stückes durch hochfrequente Wirbelströme erhitzt wird. 9.Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die für, die Schweissung nötige Wärme auf zwei: Seiten der Schweissnaht durch hochfrequente Wir beIströme erzeugt wird. 10. Verfahren nasch Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schweissung in einem oxydationsverhindernden Schutz gas vorgenommen wird. 11. Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Schutzgas 'Wasserstoff verwendet wird.12. Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass als Schutzgas Stickstüff verwendet wird. <B>13.</B> Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schweissstelle von einer :Seite gekühlt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH255486T | 1946-12-16 |
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| Country | Link |
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| CH (1) | CH255486A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2818483A (en) * | 1955-08-11 | 1957-12-31 | Continental Can Co | Method and apparatus for preheating can body side seams |
| DE3741507A1 (de) * | 1986-12-08 | 1988-06-16 | Medar Inc | Vorrichtung und verfahren zum widerstandsschweissen mit einer induktiv gekoppelten energiequelle |
-
1946
- 1946-12-16 CH CH255486D patent/CH255486A/de unknown
Cited By (2)
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| DE3741507A1 (de) * | 1986-12-08 | 1988-06-16 | Medar Inc | Vorrichtung und verfahren zum widerstandsschweissen mit einer induktiv gekoppelten energiequelle |
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