Segmentwehr mit Überfallklappe. Vorliegende Erfindung (Erfinder: Dipl.- Ing. Mag Halder, Brugg) bezieht sich auf ein Seggmentwehr mit einstellbarer Überfall klappe. Es sind Wehre mit zweiteiligen Tafel- oder Segmentschützen bekannt, bei welchen das obere Schütz einen Überfall rücken aufweist und hinter das untere ab senkbar ist. Wehre mit derartigen Schützen weisen aber verschiedene Nachteile auf.
So sind beispielsweise bei Ausführung ohne Windwerksbrücke für das obere und das un tere Schütz je eigene Windwerke nötig, so da.ss zur Unterbringung der Mechanismen eine Verbreiterung der Pfeiler erforderlich wird. Werden anderseits kombinierte Windwerke ausgeführt, die zwangsläufig das obere und das untere Schütz betätigen, wird es nötig, die Windwerke wegen der Führung der Ket ten auf einer hochliegenden Windwerks brücke anzuordnen.
Bei den bekannten Aus- führungen kann ferner das obere Schütz we gen der durch die Form des Überfallbleches bedingten tiefen Lage des Horizontalträgers und infolge des über diesem Träger angrei fenden Wasserdruckes und der Wasserlast auf dem Überfallrücken, besonders. bei stark abgesenktem oberem Schütz, zu labilen Gleichgewichtszuständen und dadurch zu Schwingungen Anlass geben.
Wegen der an geführten konstruktiven Eigenart des obern Schützes kann die Höhe des Überfalls nicht grösser als etwa ein Drittel der gesamten Stauhöhe ausgeführt werden. Diese Höhe wird dann noch vielfach durch Ablagerung von Geschwemmsel auf der Oberwasserseite des untern Schützes weiter verringert, weil dieses Geschwemmsel ein volles Absenken des obern Schützes verhindert.
Vorliegende Erfindung bezweckt, ein Wehr zu schaffen, welches alle diese Nach teile nicht aufweist.
Die Erfindung besteht darin, dass bei einem Segmentwehr mit einstellbarer Über fallklappe die Schwenkbewegung der Klappe und die Auf- und Abbewegung des Segment- schützes durch ein gemeinschaftliches Zug organ erfolgt, das so angeordnet ist, dass die Bewegungen der beiden Teile, Segmentschütz und Klappe, nacheinander bewirkt werden.
Die für eine solche Ausbildung des Seg- mentwehres verwendbaren Windwerke sind weniger sperrig und es wird dadurch mög lich, Wehre ohne Windwerksbrücken glei--h- zeitig mit schmäleren Pfeilern auszuführen.
In beiliegender Zeichnung ist eine bei spielsweise Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes dargestellt; es zeigt: Fig. 1 einen Querschnitt durch das Wehr. Fig. 2 eine Draufsicht auf dasselbe. Das Segmentsthütz ist in, bekannter Weise in Lagern 2 schwenkbar befestigt.
Auf der obern Stirnseite des Segmentschützes 1 sind Lager 3 angeordnet, in welchen die Klappe 4 schwenkbar gelagert und gegenüber dem Segmentschütz mit geeigneten Mitteln wasserdicht abgedichtet ist.
An dem Seg- mentschütz 1 ist das eine Ende des Zug- organes 5 befestigt, das über das Winden- rad 6 zum obern Ende der Klappe 4 führt und. an dieser befestigt ist. Das Zugorgan 5 ist so lang, dass es die tiefste Lage des Seg- mentschützes und gleichzeitig die umgelegte Stellung der Klappe 4 ermöglicht.
Die Klappe 4 kann dadurch bei abgesenktem Segmentschütz auf- und abbewegt werden, ohne dass das Segmentsohütz in seiner Lage beeinflusst wird. Das Öffnen und Schliessen des Wehres geschieht wie folgt: Wenn das Segmentschütz 1 in seiner tief sten Lage ist und die Klappe 4 sich in ihrer aufgeklappten, obersten Stellung befindet. dann hängt der Teil 7 des Zugorganes 5 in dem Magazin B.
Bei einer Drehung des Windenrades 6 in der Pfeilrichtung legt sich die Klappe 4 durch den Wasserdruck und ihr Eigengewicht in die strichpunktierte Stel lung. Inder untersten Lage derselben ist das vorher lose Trumm 7 des Zugorganes 5 ent sprechend dem Schwenkweg der Klappe 4 aufgewickelt, so dass beim Weiterdrehen des Windenrades 6 das Segmentschütz 1 bis in die strichpunktiert gezeichnete Lage ange hoben werden kann.
Das nun auf der andern Seite des Triebrades 6 lose werdende Trumm 9 des Zugorganes 5 hängt frei herab. Beim Schliessen des Wehres senkt sich zu erst das Segmentschütz 1 bis auf die Schwelle, worauf die Klappe 4 .durch das Zugorgan in jede gewünschte Lage hochgezogen und da mit die gewünschte Überfallhöhe eingestellt werden kann. Die Klappe selbst wird zweck mässig so versteift, dass sie nicht in Schwin gungen geraten kann.
Eine Ablagerung von Ges chwemmsel auf der Oberwasserseite des Segmentschützes hat keinerlei Einfluss auf die Umklappbarkeit der Klappe. Die Höhe des Überfalls kann, deshalb auch grösser als ein Drittel der Stauhöhe gewählt werden.
Segment weir with holdover hatch. The present invention (inventor: Dipl.-Ing. Mag Halder, Brugg) relates to a segment weir with an adjustable overflow flap. There are weirs with two-part panel or segment shooters known, in which the upper contactor has a raid back and can be lowered behind the lower. However, weirs with such shooters have various disadvantages.
For example, in the case of a design without a winch bridge, separate winches are required for each of the upper and lower contactors, so that the piers have to be widened to accommodate the mechanisms. If, on the other hand, combined winches are carried out, which inevitably operate the upper and lower contactors, it becomes necessary to arrange the winches on a high winch bridge because of the leadership of the chains.
In the known designs, the upper contactor can also, particularly, because of the deep position of the horizontal beam caused by the shape of the overflow plate and due to the water pressure and the water load on the overflow ridge. if the upper contactor is severely lowered, give rise to unstable equilibrium conditions and thus to vibrations.
Because of the structural peculiarities of the upper gate, the height of the overflow cannot be made greater than about a third of the total dam height. This height is then often further reduced by deposits of debris on the upstream side of the lower gate, because this debris prevents the upper gate from sinking completely.
The present invention aims to create a weir which does not have all of these parts after.
The invention consists in the fact that in a segment weir with adjustable overfall flap, the pivoting movement of the flap and the up and down movement of the segment gate takes place through a common pulling organ which is arranged so that the movements of the two parts, segment gate and flap, be effected sequentially.
The winches that can be used for such a construction of the segment weir are less bulky and it is thus possible to design weirs without winch bridges at the same time with narrower pillars.
In the accompanying drawing, an embodiment of the invention is shown with example embodiment; It shows: FIG. 1 a cross section through the weir. Fig. 2 is a plan view of the same. The segment support is pivotably mounted in bearings 2 in a known manner.
On the upper end face of the segment contactor 1, bearings 3 are arranged, in which the flap 4 is pivotably mounted and is sealed in a watertight manner with respect to the segment contactor by suitable means.
One end of the tension member 5, which leads via the winch wheel 6 to the upper end of the flap 4, is attached to the segment contactor 1 and. is attached to this. The pulling element 5 is so long that it enables the lowest position of the segment gate and, at the same time, the folded position of the flap 4.
The flap 4 can thereby be moved up and down when the segment gate is lowered, without the segment gate being affected in its position. The weir is opened and closed as follows: When the segment contactor 1 is in its lowest position and the flap 4 is in its open, uppermost position. then the part 7 of the pulling element 5 hangs in the magazine B.
When the winch wheel 6 is rotated in the direction of the arrow, the flap 4 lies in the dot-dash position due to the water pressure and its own weight. In the lowest position of the same, the previously loose strand 7 of the pulling element 5 is wound accordingly to the pivoting path of the flap 4, so that when the winch wheel 6 continues to rotate, the segment contactor 1 can be lifted into the position shown in dash-dotted lines.
The strand 9 of the pulling element 5 now loosing on the other side of the drive wheel 6 hangs freely. When the weir closes, the segment gate 1 first lowers to the threshold, whereupon the flap 4 can be pulled up into any desired position by the pulling element and the desired overflow height can be set with it. The flap itself is expediently stiffened in such a way that it cannot vibrate.
A deposit of debris on the upstream side of the segment gate has no effect on the ability to fold the flap. The height of the overflow can therefore be chosen to be greater than a third of the water level.