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CH232892A - Verfahren zur Erzeugung lederartiger Stoffe. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung lederartiger Stoffe.

Info

Publication number
CH232892A
CH232892A CH232892DA CH232892A CH 232892 A CH232892 A CH 232892A CH 232892D A CH232892D A CH 232892DA CH 232892 A CH232892 A CH 232892A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
leather
production
fabrics
halides
molecular weight
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH232892A publication Critical patent/CH232892A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/26Chemical tanning by organic agents using other organic substances, containing halogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


      Verfahren    zur Erzeugung lederartiger     Stoffe.       Es wurde gefunden, dass man tierische  Haut durch Behandeln mit Halogeniden       höhermolekularer        aliphatischer    Säuren, die       Carbonsäuren    oder     Sulfonsäuren    sein kön  nen, in technisch ausgezeichnet verwendbare  lederartige Stoffe überführen kann, ohne  dass die Haut dabei leidet.

       Man        verwendet     beispielsweise die Chloride von     Laurin-,        Pal-          mitin-,    01-,     Rieinol-    oder     Stearinsäure,    fer  ner von     Carbonsäuren    aus der Paraffinoxy  dation oder auch die     Halogenide    von     Sulfon-          säuren,    die man zum Beispiel durch Behan  deln     höhermolekularer        aliphatischer    Kohlen  wasserstoffe mit Halogen und Schwefel  dioxyd erhält. Die Behandlung führt man in  Gegenwart von säurebindenden Stoffen aus.

    Der erhaltene lederartige Stoff ist weit  gehend kochecht, hitzebeständig     und    vor  allem auch chemisch sehr widerstandsfähig,  z. B. gegen     wässriges    Ammoniak. Wegen der       Alkalifestigkeit    des erhaltenen Leders ist das  Verfahren auch von Bedeutung für die Pelz  gerberei. Zur rascheren     Durchgerbung    ist    eine     Vorgerbung    mit wenig Formaldehyd  zweckmässig.  



       Beispiel   <I>1:</I>  Man walkt     entkälkte    und gebeizte Rinds  blösse, die gegebenenfalls mit<B>0,5%</B> Form  aldehyd 40%ig unter Zugabe von 0,3       Natriumcarbonat        vorgegerbt    ist, mit einem  Gemisch aus 20%     Stearinsäurechlorid    und  14 %     Natriumbiearbonat    einige     Stunden,        bis     das Gemisch von der Haut aufgenommen  und der Schnitt     gleichmässig    geworden ist.  Warmluftzufuhr     beschleunigt    den Prozess,  die Haut wird dabei weitgehend trocken.

   Die  Häute werden dann einen Tag in einem  Raum von 40  C aufgehängt, nach völligem  Trocknen gründlich gespült, getrocknet, in  feuchtes Sägemehl eingelegt,     gestollt    und  aufgespannt. Man erhält ein weisses, ziemlich  festes Leder von grosser Zähigkeit. Ein     etwas     andersartiges Leder erhält man, wenn man  einen Teil des     Bicarbonats    durch Wasserglas  oder     Natriumthiosulfat    ersetzt, ein weicheres  Leder, wenn man an Stelle von Stearinsäure-           chlorid    und     Natriumbicarbonat    20 %     Ülsäure-          chlorid    und<B>10%</B>     Pyridin    verwendet.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Kräftig     geäscherte    und gebeizte Reh  blössen werden mit 1 % Formaldehyd 40 %     ig     1 Stunde und unter Zugabe von     0,5'7,    Soda  eine weitere Stunde behandelt und am andern  Tag in geeigneter Weise, z. B. durch Aus  pressen oder Auswinden, weitgehend ent  wässert.  



  Die Blössen kommen dann mit     155o7    (auf  das ursprüngliche     Blössengewicht    bezogen)  eines     Sulfonsäurechloridgemisches,    das man  erhält, wenn man ein Gemisch     aliphatischer          Kohlenwasserstoffe    mit einem durchschnitt  lichen Gehalt von etwa 14     Kohlenstoffato-          men    im Molekül mit Chlor und Schwefel  dioxyd behandelt, unter Zusatz von 8  wasserfreier Soda ins     Walkfass    und werden  wie im     Beispiel    1 behandelt.  



  Man erhält auch ohne     Fettung    ein rein  weisses, lichtechtes, sehr widerstandsfähiges  Leder von der Art des     Sämischleders    von  guter     Färbbarkeit.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung von lederarti gen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man tierische Haut mit Halogeniden höher molekularer aliphatischer Säuren in Gegen wart von säurebindenden Stoffen behandelt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von leder artigen Stoffen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Halogenide höhermolekularer aliphatischer Carbonsäuren anwendet. 2.
    Verfahren zur Herstellung von leder artigen Stoffen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Halogenide höhermolekularer aliphatischer Sulfonsäuren anwendet. 3. Verfahren zur Herstellung von leder artigen Stoffen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man nicht ent haarte tierische Haut (Fell) anwendet.
CH232892D 1942-10-24 1942-10-24 Verfahren zur Erzeugung lederartiger Stoffe. CH232892A (de)

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CH232892T 1942-10-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH232892A true CH232892A (de) 1944-06-30

Family

ID=4457808

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CH232892D CH232892A (de) 1942-10-24 1942-10-24 Verfahren zur Erzeugung lederartiger Stoffe.

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