CH231198A - Verfahren und Vorrichtung zur Champignonzucht. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Champignonzucht.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Champignonzueht. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Cham pignonzucht. Das Verfahren besteht darin, da¯ die Nährunterlage auf einer Tragunterlage abnehmbar angeordnet und mit dieser zusammen zu einem f r die Pilzzucht geeignetem Formstück gepresst wird, worauf das Form- st ck zur Bespickung mit Pilzbrut verwendet wird. Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens weist eine Form zur Herstellung der aus einer Nährunterlage und einer Tragunterlage bestehenden Formstücke und Gestelle auf, auf denen die Formstücke auswechselbar angeordnet sind. Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemϯ der Erfindung ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausf h rungsform dargestellt, an Hand welcher ein Verfahren beispielsweise erläutert wird. Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht einer Vorrichtung nach der Erfindung. Fig. 2 zeigt einen teilweisen GrundriB zu Fig. l. Fig. 3 ist ein Schnitt durch die Vorrich tung. Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht der Form, Fig. 5 den Grundriss zu Fig. 4. Fig. 6 ist ein Schnitt durch die Form. Die Champignonzucht erfolgt zweck- mässig in wenigstens zwei voneinander getrennten Kulturräumen. Vorerst erfolgt die Vorbereitung und Formung der Nährunter- lage zu Formstücken, die in ihrer Grösse einheitlich nach den Gestellen und nach dem Querschnitt der Tragunterlage bemessen sind. Beide Räume erhalten doppelseitig ausgebildete Gestelle mit mittleren Ständern 1, die nach beiden. Seiten vorstehende, in verschie dener Höhenlage angeordnete horizontale Sprossen 2 zum Tragen der Formstüeke 3 besitzen. Die Entfernung der Ständer der Gestelle voneinander ist iiberall gleich, so da¯ die Formstücke gegeneinander ausgewechselt werden können. Die Tragunterlage 4 der Formst cke 3, die auf den Sprossen 2 verschoben werden können, besitzt winkelförmigen Querschnitt mit zwei verschieden langen Schenkeln 4a bezw. 4 und besteht aus einem fÏulnis- und korrosionsbeständigen, die Wärme schlecht leitenden Material, z. B. Eternit. Die darauf angeordnete Nährunterlage ist durch diese unten und vorn durch die feuchtigkeitsun- durchlässige Wandung der Tragunterlage 4 abgeschlossen, wÏhrend die R ckseite frei ist, so da¯ zwei gegeneinandergesetzte Form stocke mit ihren Rüekenseiten aneinander stossend ein Ganzes ohne Zwischenwand bilden. Die obere FlÏche der Nährunterlage ist in einem spitzen Winkel zum Boden 4 geneigt, wodurch die Kontrolle erleichtert wird. Zum rationellen Herstellen der Formstücke mit Nährunterlage dient die in Fig. 4 bis 6 dargestellte Form. Die Rüekwand 5 derselben, der Boden 6 und die eine Seitenwand 7 sind fest miteinander verbunden. Mit dem Boden 6 ist durch Scharniere 8 die Vorderwand 9 und durch ein an der Riiekwand 5 befestigtes Scharnier 10 die zweite Seitenwand 11 aufklappbar befestigt. Es können auch mehr als zwei Formwände aufklappbar sein. Die Einsätze 5a entsprechen den für die Säulen der StÏnder 1 benötigten Ausschnit- ten. Durch einen geeigneten Verschlu¯ 12 können die Wände 5,7,9,11 fest zusam mengehalten werden, so dass in der so gebildeten Form Formstücke mit Nährunterlage mit geringen Kosten hergestellt werden k¯nnen. Im Boden 6 und der Vorderwand 9 der Form sind Aussparungen für den Einsatz der Tragunterlage 4 ausgearbeitet. Zur Herstellung eines Formstückes wird in die offene Form zuerst die Tragunterlage 4 eingelegt, die Form geschlossen, die so bemessen ist, da¯ sie in ihrer H¯he der erfor- derlichen Menge lose aufgeschütteter Nährunterlage entspricht. Hierauf wird die NÏhrunterlage mittels des Deekstückes 14 so weit zusammengedrückt, bis dessen Querstange in den seitlichen Ausschnitten 16 aufliegt. Hier nach werden die Verschlüsse 1@ geöffnet, die Vorderwand 9 und die Seitenwand 11 auf geLlappt, und die Tragunterlage mitsamt der auf ihr befindlichen Nährunterlage bann aus der Form genommen werden und ist zur Be spickung mit Pilzbrut bereit. Die Formstücke werden nun mitsamt der Tragunterlage auf Gestelle l im ersten Raum gebracht und mit Pilzbrut bespickt. Die be spickten Formslüeke werden hiernach mit dünnen Deckplatten, die die Wärme und Feuchtigkeit in dem Formst ck zur ckhalten, abgedeckt, wodurch eine wesentliche Beschleunigung in der Durchwucherung mit Pilzbrut des Formstückes bewirkt wird. Während der Durchwucherung können Krankheiten entstehen, oder es kann sich Ungeziefer zeigen. Beides kann sofort be kämpft oder das Formstück ausgeschieden werden. Nachdem die Uberwucherung der Nährunterlage vollständig ist, werden die Deckplatten von den Formstücken abgenom- men und letztere mit einer dünnen Schicht Deckerde berdeckt. In diesem Zustand werden nun die Formstüeke in den zweiten Raum auf die Gestelle gebracht, woselbst nach wenigen Tagen die ersten Pilze erschei- nen. In diesem Raum erfolgt das eigentliche Champignonwachsen, und zwar bleibt jedes Teilst ck so lange in diesem Raum, bis auf dem Formst ck nur noch spärlieh Pilze erscheinen. Dann wird dasselbe sofort gegen ein im ersten Raum neu vorbereitetes Stück ausgewechselt, derart, dass im zweiten Raum ständig Pilze geerntet werden können. Unter den untersten Formstücken kann eineporöseUnterlage17zumSchutzgegen Wärme-und Feuchtigkeitsverluste angeord- net sein. PATENTANSPR¯CHE : I. Verfahren zur Champignonzucht, dadurch gekennzeichnet, dass die Nährunterlage auf einer Tragunterlage abnehmbar angeordnet und mit dieser zusammen zu einem f r die Pilzzucht geeigneten Formstück gepresst wird, worauf das Formstiiek zur Bespickung mit Pilzbrut verwendet wird.
Claims (1)
- II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass sie eine Form zur Herstel lung der aus einer Tragunterlage und einer Nährunterlage bestehenden Formstücke und Gestelle aufweist, auf denen die Formstücke auswechselbar angeordnet sind.UNTERANSPRttCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Nährunterlage auf einer Tragunterlage aus fäuRnisbestän- digem Material angeordnet wird, die gegen Wärme und Feuchtigkeitsverluste schützt.2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Formst cke nach Bespickung mit der Pilzbrut mit Isolierplatten zur Förderung des Wachstums bedeckt werden.3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Formstücke einseitig abgeschrägt und nur auf zwei Seiten von der Tragunterlage umschlossen sind.4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da. ss die Tragunter- lage des Formstückes aus einem Wärme schlecht leitenden Material besteht.5 : Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragunterlage winkelförmigen Querschnitt besitzt.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspriichen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragunterlage winkelförmigen Querschnitt mit ungleich langen Schenkeln besitzt.7. Vorrichtung nach Patentanspruch 11 und den Unteransprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Form zur Herstellung der Formstücke eine Aussparung zur Aufnahme der Tragunterlage angeordnet ist.8. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daB die Form wenigstens zwei aufklappbare Formwände besitzt.9. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Form einen Deckel besitzt, mittels dessen die eingefüllte Nähr- unterlage zusammengepresst werden kann.10. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die auswechselbaren Formstücke einheitliche Grosse besitzen und auf den Gestellen verschiebbar angeordnet sind.11. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, da¯ unter den untersten Formstücken eine poröse Unterlage angeordnet ist.12. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragunterlagen der Formstüoke aus Eternit gefertigt sind.13. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Formst cke derart bemessen und je zwei davon so zueinander angeordnet sind, dass sie mit dem Rücken ohne Zwischenwand dicht aneinanderliegen und sich gegen Wärme-und Feuchtigkeitsverluste schützen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH231198T | 1942-10-30 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH231198A true CH231198A (de) | 1944-03-15 |
Family
ID=4456991
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH231198D CH231198A (de) | 1942-10-30 | 1942-10-30 | Verfahren und Vorrichtung zur Champignonzucht. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH231198A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2755729C2 (ru) * | 2017-04-05 | 2021-09-20 | Делфорт Комм. В. | Способ выращивания съедобных грибов |
-
1942
- 1942-10-30 CH CH231198D patent/CH231198A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| RU2755729C2 (ru) * | 2017-04-05 | 2021-09-20 | Делфорт Комм. В. | Способ выращивания съедобных грибов |
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