Durch menschliche Körperkraft anzutreibendes, personenautomobilähnliches Strassenfahrzeug. Bis heute ist das Fahrrad das einzige durch Körperkraft angetriebene Strassen fahrzeug, das dank seines leichten Baues und seiner leichten Fortbewegungsmöglichkeit, eine allgemeine Verbreitung gefunden hat. Es bietet dem Fahrer allerdings keinen Schutz gegen Regen und Staub.
Durch die vorliegende Erfindung wird nun ermöglicht, ein Strassenfahrzeug zu schaffen, welches durch menschliche Kör perkraft angetrieben wird und einen völ ligen Schutz für den Fahrer und das mitzu führende Gepäck gegen Regen, Staub und Kotspritzer bietet.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch ein mit einer Karosserie versehenes Fahr gestell und eine für Betätigung durch die Körperkraft mittels Zugbewegungen geeig nete Antriebsvorrichtung.
In der Zeichnung sind zwei beispiels weise Ausführungsformen des Erfindungs gegenstandes dargestellt. Fig. 1 ist eine Draufsicht auf das Fahr gestell bei auf Höhe der Radachsen geschnit tener Karosserie, Fig. 2 eine Seitenansicht des Strassen fahrzeuges, Fig. 3 eine Variante der Antriebsvorrich tung:
Das dargestellte Strassenfahrzeug ist als Dreiradfahrzeug mit zwei Vorderrädern 1, 2 und einem Hinterrad 3 ausgebildet. 4 ist der Fahrzeugrahmen, in dessen Vorderteil eine durch den Handgriff 5 betätigbare Antriebs vorrichtung eingebaut ist, welche auf die Radachse 6 der Vorderräder 1, 2 einwirkt. 7 ist ein auf Längsschienen 8 des Fahrzeug rahmens gelagerter Rollsitz für den Fahr zeugführer.
9 sind Pedale eines um eine ver tikale Achse 10 drehbar gelagerten Lenkers 1.1, an dessen einem Ende eine Steuerstange 12 aasgelenkt ist, welche andernendes an einem um den Zapfen 13 drehbaren, Hebel 14 angreift, dessen freies Ende mittels einer Verbindungsstange 15 mit dem Ende einer Verlängerung 16 der Achse des um eine ver tikale Achse 16' drehbaren Hinterrades 3 gelenkig verbunden ist.
17 ist ein Zuband, welches auf einer auf der Achse 6 lose gela gerten, unter der Wirkung einer schwachen Feder 18 stehenden Antriebstrommel 19 auf gewickelt ist, derart, dass die Trommel 19 bei Anziehen des Zugbandes 17 unter An spannung der Feder 18 in der einen Rich tung gedreht und bei Lockerhissen des Zug bandes die Trommel unter Wirkung der Feder 18 und Auftvicklung des Zugbandes 17 wieder zurückgedreht wird. In der An triebstrommel ist ein Gesperre eingebaut, derart, dass bei Anziehen, das heisst bei Ab wicklung, des Zugbandes 17 die Trommel 19 über ein in dem Getriebekasten 33 ein gebautes Übersetzunbsgetriebe die Achse 6 antreibt und bei Rüclbewegung oder Auf wicklung des Zugbandes die Antriebstrom mel 19 leerläuft.
Bei jeder Vorwärtsdrehung der Trommel 19 wird ein Federwerk ge spannt. Dieses Federwerk besitzt eine Zug feder 20, deren eines Ende an einer durch die Spindel 21 und die Schraubenmutter 22 ver stellbaren Einhängestelle zur Regulierung der Federkraft angreift und deren anderes Ende an einem Zugband 23 angreift, wel ches auf einer auf der Achse 6 lose gelager ten Speichertrommel 24 aufgewickelt ist. Die Trommel 24 ist mit der Trommel 19 durclh ein Gesperre verbunden, welches aus einem an der Speichertrommel 24 festsitzenden Sperrzahnrad 25 und einer an der Trommel 19 angelenkten Sperrklinke 26 besteht. Ein weiteres Gesperre befindet sich zwischen der Speichertrommel 24 und einem auf der Achse 6 lose gelagerten Zahnrad 27.
Bei diesem Gesperre ist die Sperrklinke 28 an der Trommel 24 angelenkt und das Sperr zahnrad 29 mit dem Zahnrad 27 feste er- bunden. Durch diese Anordnung wird bei Anziehen des Zugbandes 17 durch die An triebstrommel 19 über das in ihr eingebaute Gesperre und ein Übersetzungsgetriebe einer seits die Radachse 6 mitbedreht und über das Gresperre 25, 26 anderseits das Feder werk 20 bis 24 gespannt. Diese aufge- speicherte Federkraft wird über das Ge- sperre 28, 29 auf das Zahnrad 27 und von diesem über Zahnräder 30, 31, Welle 32 und ein in dem Getriebekasten 33 einbebautes Übersetzungsbetriebe auf die Radachse 6 übertragen.
Diese aufgespeicherte Federkraft wirkt in der Hauptsache dann auf die Rad achse 6 ein, wenn die Trommel 19 bei Auf- wiclklung des Zugbandes leerläuft. Das Federwerk 20 bis 24 bewirkt also eine aus gleichende Verteilung der an der Radachse wirkenden Antriebskraft.
34 ist das Schaltgestänge für das Über setzungsgetriebe und 35 ist das Gestänge für die Betätigung der Trommelbremse 35'. Auf dem Fahrzeugrahmen 4 ist als Schutz gegen Regen, Staub und Rotspritzer ein die gesamte Antriebskonstruktion sowie den Führersitz uiberdeclende Karosserie 36 auf montiert, welche äusserlich die Form einer Personenautomobilkarosserie besitzt.
Die in Fig. 3 dargestellte Variante des Antriebes weiss ausser dem Übersetzungs getriebe auch einen Rückwärtsgang auf. Dem beschriebenen ersten Ausführungs beispiel (Fig. 1) entsprechende Teile sind auch hier mit gleichen Bezugszeichen ver sehen. Die Getriebeteile 7 9 und 24 bis 29 sind statt auf der Radachse 6 auf einer Hilfsachse 6' gelagert. 38, 39, 40 sind auf die Radachse 6 aufgekeilte Übersetzungszahn räder. Ein ebenfalls auf der Achse 6 aufge- keiltes Zahnrad 41 und ein mit diesem kämmendes Zalnrad 42 sind Zahnräder des Rückwärtsganges. Mit den Zahnrädern 38 bis 40 sind in Eingriff bringbar die Schalt räder 38', 39', 40' des Übersetzungsgetriebes. wä hrend in das Zahnrad 42 das Schaltrad 42' des Rückwärtsganges einrückbar ist. Diese wahlweise einrüclbaren.
Sehaltzaliii r äder k 38', 39', 4()', 42' sind -auf einer Nabe 43 fest angebracht. welche auf der Hilfs achse 6' längs einer Nute 44 a.clisial ver schiebbar ist und durch das Übersetzungs- schaltgestänge 34 wahlweise auf vier Schalt stellungen einstellbar ist.
Das Zahnrad 3() kämmt mit einem auf der Welle 32 auf--e- keilten Zahnrad 37 und mit dem. Schalt- zahnrad 40' und bleibt mit letzterem auch beim Schalten des Übersetzungswechsels ständig im Eingriff. Im dargestellten Fall ist der kleinste Gang (für Langsamfahrt) des Getriebes eingeschaltet. Durch Aehsial- verstellung der Schalträder mit der Nabe 43 nach einwärts wird als letzte Stufe der Rückwärtsgang eingeschaltet, während bei Aehsialverstellung nach auswärts zwei grössere Gänge des Übersetzungswechselge triebes einschaltbar sind.
Das beschriebene Strassenfahrzeug er möglicht eine sehr gute Ausnützung der ge samten Körperkräfte des Fahrzeugführers für den Antrieb. Der Rollsitz 7 ermöglicht beim Anziehen und Zurückgehenlassen des Zugbandes 17 ein Mitbewegen des ganzen Körpers unter gleichzeitiger Ausnützung der Kraft der Beine durch Beugen und Strecken derselben. Dies hindert nicht ein gleich zeitiges Steuern des Fahrzeuges mit den Füssen, welche auf die Pedale 9 aufgesetzt sind und die Steuerung beherrschen.
Die durch das Federwerk ermöglichte Antriebskraftaufspeicherung und Kraftver teilung auf die Zeiten des Leerganges der Antriebstrommel 19 (Aufwicklung des Zug bandes 17) bewirkt eine stets ungefähr gleichmässig starke Antriebskraft, welche besonders bei Überwindung von Steigungen von besonderer Wichtigkeit ist.
Ohne Schwierigkeit lässt sich das be schriebene Strassenfahrzeug auch als vier räderiges Fahrzeug sowie auch als Zwei- plätzer ausbilden. Beim Zweiplätzer können beide Fahrer das gleiche Zugband betätigen. Alle Räder sind wie beim Automobil abge federt. Gleich wie die Vorderachse ist auch das Hinterrad in nicht dargestellter Weise mit Trommelbremse ausgerüstet.
Automobile-like road vehicle that can be driven by human physical strength. To this day, the bicycle is the only road vehicle powered by physical strength, which thanks to its lightweight construction and ease of movement, has found widespread use. However, it does not offer the driver any protection against rain and dust.
The present invention now makes it possible to create a road vehicle which is driven by human body and provides complete protection for the driver and the luggage to be carried against rain, dust and splashed dirt.
The invention is characterized by a chassis provided with a body and a drive device suitable for actuation by physical force by means of pulling movements.
In the drawing, two example embodiments of the subject invention are shown. Fig. 1 is a plan view of the chassis at the level of the wheel axles geschnit tener body, Fig. 2 is a side view of the road vehicle, Fig. 3 is a variant of the drive device:
The road vehicle shown is designed as a three-wheeled vehicle with two front wheels 1, 2 and one rear wheel 3. 4 is the vehicle frame, in the front part of which a drive device operable by the handle 5 is installed, which acts on the wheel axle 6 of the front wheels 1, 2. 7 is a rolling seat mounted on longitudinal rails 8 of the vehicle frame for the driver.
9 are pedals of a ver vertical axis 10 rotatably mounted handlebar 1.1, at one end of which a control rod 12 is aasgelenken, which the other end engages a rotatable about the pin 13, lever 14, the free end of which by means of a connecting rod 15 with the end of a Extension 16 of the axis of the vertical axis 16 'rotatable rear wheel 3 is articulated.
17 is a strap which is wound on a drive drum 19 that is loosely supported on the axle 6 and is under the action of a weak spring 18, so that the drum 19 when the tension strap 17 is tightened under tension of the spring 18 in one Rich device rotated and when loosening the train band, the drum is rotated back under the action of the spring 18 and winding of the tension band 17 again. A locking mechanism is installed in the drive drum so that when the tension belt 17 is tightened, that is, when winding down, the drum 19 drives the axis 6 via a built-in gear box 33 and the drive current when the tension belt is turned back or wound up mel 19 runs empty.
With each forward rotation of the drum 19, a spring mechanism is tensioned GE. This spring mechanism has a train spring 20, one end of which engages a suspension point adjustable by the spindle 21 and the nut 22 ver to regulate the spring force and the other end engages a drawstring 23, wel ches on a loosely stored on the axis 6 th Storage drum 24 is wound. The drum 24 is connected to the drum 19 by means of a locking mechanism, which consists of a ratchet wheel 25 fixed on the storage drum 24 and a locking pawl 26 articulated on the drum 19. Another locking mechanism is located between the storage drum 24 and a gear 27 loosely mounted on the axle 6.
In this locking mechanism, the pawl 28 is articulated on the drum 24 and the ratchet gear 29 is firmly connected to the gear 27. With this arrangement, the wheel axle 6 is rotated on the one hand and the spring mechanism 20 to 24 on the other hand, the spring mechanism 20 to 24 when tightening the tension band 17 through the drive drum 19 on the built-in locking mechanism and a transmission gear. This stored spring force is transmitted via the lock 28, 29 to the gear wheel 27 and from there to the wheel axle 6 via gear wheels 30, 31, shaft 32 and a transmission mechanism built into the gear box 33.
This stored spring force mainly acts on the wheel axle 6 when the drum 19 is idling when the tension belt is wound up. The spring mechanism 20 to 24 thus causes an equal distribution of the driving force acting on the wheel axle.
34 is the shift linkage for the transmission and 35 is the linkage for actuating the drum brake 35 '. A body 36 covering the entire drive structure and the driver's seat is mounted on the vehicle frame 4 as protection against rain, dust and red splashes, which on the outside has the shape of a passenger car body.
The variant of the drive shown in Fig. 3 knows not only the translation gear but also a reverse gear. The described first embodiment example (Fig. 1) corresponding parts are also seen here with the same reference numerals ver. The transmission parts 7 9 and 24 to 29 are mounted on an auxiliary axle 6 'instead of on the wheel axle 6. 38, 39, 40 are on the wheel axle 6 keyed translation gears. A toothed wheel 41, likewise wedged on the axle 6, and a toothed wheel 42 meshing with it, are toothed wheels of the reverse gear. With the gears 38 to 40, the switching gears 38 ', 39', 40 'of the transmission gear can be brought into engagement. while the ratchet 42 'of the reverse gear can be engaged in the gear 42. These can be optionally included.
Sehaltzaliii wheels k 38 ', 39', 4 () ', 42' are firmly attached to a hub 43. which can be displaced a.clisial ver on the auxiliary axis 6 'along a groove 44 and can optionally be set to four switching positions by means of the transmission shift linkage 34.
The gear 3 () meshes with a gear 37 splined on the shaft 32 and with the. Shift gear 40 'and remains constantly in engagement with the latter even when shifting the gear ratio change. In the case shown, the lowest gear (for slow travel) of the transmission is engaged. By axially adjusting the ratchet wheels with the hub 43 inwards, the reverse gear is switched on as the last stage, while with axially adjusting outwards two larger gears of the transmission change gear can be switched on.
The road vehicle described, it allows a very good utilization of the entire physical forces of the vehicle driver for the drive. The rolling seat 7 enables the entire body to be moved along with the drawstring 17 when it is put on and left back while at the same time utilizing the strength of the legs by bending and stretching them. This does not prevent a simultaneous control of the vehicle with the feet, which are placed on the pedals 9 and dominate the control.
The drive force storage and power distribution made possible by the spring mechanism at the times of idle speed of the drive drum 19 (winding of the train tape 17) always causes an approximately evenly strong drive force, which is particularly important when negotiating inclines.
The road vehicle described can also be designed as a four-wheeled vehicle or as a two-seater without difficulty. With the two-seater, both drivers can use the same pull cord. All wheels are sprung as in the automobile. Like the front axle, the rear wheel is also equipped with a drum brake in a manner not shown.