CH229280A - Gasturbinen-Anlage. - Google Patents
Gasturbinen-Anlage.Info
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Description
Gasturbinen-Anlage. Der Wirkungsgrad der Luftverdichtung ist für die Verwirklichung der Gasturbine von massgebendem Einfluss. Man verwendet hierfür mit Vorteil Turboverdichter, insbe sondere solche axialer Bauart, da diese Mlaschinengattung einen besonders hohen Wirkungsgrad erreicht.
Es ist ferner bekannt, die Luft in einem sogenannten Zellenrad-Druckaustauscher zu verdichten, der Verdichtung der Luft und Entspannung der Verbrennungsgase vereint. Die Zellen des Druckaustauschers schleusen die zu verdichtende Luft in einen Raum höheren Druckes ein und schleusen an einer andern Stelle das zu entspannende Arbeits gas aus.
Die Gasturbinen-Anlage gemäss der Er findung besteht in einer Vereinigung von Turbomaschinen mit mindestens einem Zel- lenrad-Druckaustauscher als Oberstufe. Der Vorteil dieser Vereinigung ist der, dass mit dem Zellenrad-Druckaustauscherhöhere Ver dichtungsdrücke auf wirtschaftlichere Weise erreicht wverden, als wenn die volle Ver dichtung allein durch Turbogebläse erfolgt. Zellenrad-Druckaustauscher haben nämlich den Vorteil, dass sie Verdichtung und Ent spannung in einer Maschine vereinen, mecha nisch einfacher sind als Turboverdichter, ferner viel höhere Temperaturen zulassen als gewöhnliche Gasturbinen und auch ver hältnismässig kleine Volumina mit gutem Wirkungsgrad umzusetzen gestatten, so dass sie sich als Hochdruckstufe gut eignen.
In der Zeichnung sind einige beispiels weise Anlagen gemäss der Erfindung veran schaulicht.
Fig. 1 stellt, vorwiegend im Längsschnitt, in schematischer Weise eine Gasturbinen-An lage dar, in welcher 1 ein als vielstufiges Axialgebläse ausgeführter Vorverdichter und 2 der Läufer dazu ist. 3 ist die erste Schaufelreihe. Die Luft tritt bei 4 ein und gelangt bei 5 in den Zellenrad-Druckaus- tauscher 6, nachstehend kurz Druckaus- tauscher genannt. Fig. 2 zeigt einen Quer schnitt durch diesen. Der Druckaustauscher besteht aus dem Gehäuse 7 und einem Zellen rad B. Das Rad kann durch die Welle 9 angetrieben sein, kann aber auch durch den Luft- oder Gasstrom selbst in Drehung er halten werden.
Die bei 5 eintretende Luft wird von den Zellen erfasst und auf die Gegenseite des Gehäuses gefördert, wo sie da,s Gehäuse bei 10 verlässt.
Ein Teil der verdichteten Luft wird nun zu Nutzzwecken entnommen und bei 11 z. B. der Turbine 20 zwecks Arbeitsleistung zu geführt, während der übrige Teil durch den Ventilator 12 in die Brennkammer 13 ge fördert wird, teils um dem bei 14 eintreten den Brennstoff als Brennluft den nötigen Sauerstoff zu liefern, teils um als Kühlluft den eigentlichen Brennraum- zu umströmen und sich am Ende der Brennkammer erst mit den Abgasen zu vermischen.
Dieser Strom tritt bei 15 in den Druckaustauscher 6, wird darin vorentspannt, verlässt ihn bei 16 und wird in der Turbine 18 nachent spannt, um dann bei 19 ins Freie zu ent weichen oder in einem Wärmeaustauscher weiter ausgenutzt zu werden.
Die Turbine 20 ist mit einer Anzapfstelle 21 versehen, die mit dem Gasaustrittskanal 16 aus dem Druckaustauscher 6 verbunden ist. Zum Zwecke einer -richtigen Energie verteilung kann Luft entweder aus der Nutz turbine 20 in die Verdichterturbine oder Gas in umgekehrter Richtung strömen, wie der Doppelpfeil andeutet.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungs möglichkeit der Erfindung. Die Anlage be steht wieder aus einem Turboverdichter 1, einem Druckaustauseher 6, einer Brennkam- mer 13, einer Turbine 18. Statt, wie bei Fig. 1, Nutzluft bei 11 zu entnehmen, wird Verbrennungsgas bei 28 angezapft und einer Vorstufe 22 der Turbine 18 zugeführt. Im Raume 23 mischt sich das bei 28 ange zapfte Gas mit dem durch den Druckaus- tauscher fliessenden Teil und arbeitet mit ihm in der Unterstufe. Die Nutzleistung der Anlage wird an der Welle 24 gewonnen.
Durch eine Luftentnahme bei 25 kann die Temperatur der bei 28 entnommenen Gase auf einen für die Turbine zulässigen Wert herabgesetzt werden. Die Tempera tur kann z. B. mit Hilfe einer Klappe 26 geregelt werden, durch die auch die Luft entnahme vollständig oder zum Teil ge sperrt werden kann. Dasselbe gilt für die Klappe 29 bezüglich der Gasentnahme bei 28. Beide Einstellorgane 26 und 29 ermög lichen, die Vorstufe 22 entweder nur mit Druckluft oder nur mit Brenngasen oder einem beliebigen Gemisch beider zu beauf- schla.gen. Die bei 16 zuströmenden Gase.
dürfen heisser sein als die aus dem Hoch druckteil 22 strömenden, so dass die Gase der Vorstufe zwischenerwärmt werden.
Die durch den Hochdruckteil der Turbine strömende Teilmenge kann durch Organe 27, wie z. B. Drosselklappe, Düsenventile, dreh bare Leitschaufeln oder dergleichen gerebelt: werden. Der Hochdruckteil der Turbine kann aus einer oder mehreren Stufen bestehen. Er kann im Hauptgehäuse oder in getrenn tem Gehäuse untergebracht sein.
Man kann auch die N utzluftentnahme 11 der Fig. 1 neben den Entnahmen 28 und 25 der Fig. 3 bestehen lassen. Dann wird die Nutzleistung nicht mehr ausschliesslich an der Welle 24 gewonnen, sondern teil weise oder ganz in Form der Nutzluft bei 11, oder als Arbeit der durch diese Nutz luft angetriebenen Maschine. Die Entnahmen 21, 28 und 25 können dann zum Leistungs ausgleich und zur Regelung der Turbine 18 und des Gebläses 1 dienen.
In Fig. 4 sitzen Gebläse 1, Druckaus- tausclier 6 und Turbine 18 auf derselben Welle. Fig. 5 stellt einen Schnitt an der Stelle A-A der Fig. 4 dar. Die Luft tritt durch drei Kanäle 5 vom Vorverdichter 1 in das Rad des Druckaustauschers 6 über. Zum Unterschied von dem vorigen Beispiel durchläuft eine Zelle des Druchaustauschers während einer Umdrehung dreimal den Ver- dichtungs- und Entspannungskreislauf. Die Luft tritt in die Brennkammer 13 und die Gase oder ein Teil derselben gelangen durch drei Kanäle 15 zurück zum Druckaustau- #eher 6.
Die Unterteilung des Umfanges im Druckaiistauscher in mehrere Arbeitszyklen hat den Vorteil. da.ss die radialen Kräfte auf den Läufer ausgeglichen sind.
Fig. 6 stellt als Ausführungsbeispiel gemäss der Erfindung eine als Kraftanlage für eine Lokomotive geeignete Gasturbinen Anlage dar. Die Luft wird im Gebläse 1 vorverdichtet, in einem Zwischenkübler 30 (Pekühlt, im Druckaustauscher 6 nachver dichtet und im Abgasvorwärmer 31 erwärmt. Die Luft kann durch die Gase, die vom Druckaustauscher austreten, bei 32 weiter erwärmt werden, abermals dank den hohen Gastemperaturen, die der Druckaustauseher zulässt.
Ein Teil der Gase oder der Luft wird wahlweise bei 28 bezw. 25 entnommen und den Arbeitszylindern 33 der Lokomotive zugeführt. Die entnommene Menge kann beispielsweise durch eine Füllungsregelung der Arbeitszylinder geregelt werden. Die Arbeitszylinder können durch ein Gestänge 34 die Treibräder 35 antreiben. Jede Treib- achse kann aber auch ihren eigenen Motor haben.
Die Verwendung eines Druckaustauschers in einer Gasturbinen-Anlage ergibt noch fol gende Vorteile: Ein Kennzeichen des Druckaustauschers ist, dass die verhältnismässig kalte Luft und das heisse Gas im selben Läufer verdichtet bezw. entspannt werden. Dieser Läufer nimmt somit eine mittlere Temperatur zwi schen beiden Medien an. Daraus ergibt sich die überaus wichtige Eigenschaft des Druck- austauschers, sehr heisse Gase verarbeiten zu können. Eine Zwischenerwärmung der Gase am Eintritt in die Unterstufe kann daher vermieden werden.
Ein weiteres Kennzeichen des Druckaus- tauschers ist, dass eine gewisse Wärmemenge von den heissen Gasen an die kältere Luft übertragen wird, während dieser Wärme fluss bei der Verdichtung und Entspannung in getrennten Maschinen, wie auf der Unter stufe, praktisch unterbunden ist.
Eine Erwärmung der Luft auf der Unter stufe ist aber wesentlich schädlicher als auf der Oberstufe, denn sie erhöht entweder die Arbeit der ganzen nachfolgenden Verdich tung oder sie erfordert die Abfuhr dieser Wärme in einen Zwischenkühler. Die auf der Oberstufe aufgenommene Wärme bleibt dagegen dem Kreislauf erhalten.
Die Wärmeabgabe der Gase im Druck- austauscher erscheint auf den ersten Blick als Nachteil, denn sie vermindert das Ar beitsvermögen der nachgeschalteten Tur bine. Die besonderen Eigenschaften des Druckaustauschers erlauben aber die Tem peratur der in den Druckaustauscher ein tretenden Gase um soviel zu erhöhen, dass sie trotz der an die Luft abgegebenen Wärme mit der vollen für die Turbine gewünschten Temperatur in die Unterstufe übertreten. Damit ist der Nachteil behoben.
Es können auch mehrere Druckaustau- scher als Oberstufe vorgesehen sein, die unter sich parallel oder hintereinander geschaltet sein können. Ihre Verbindung mit den Turbomaschinen könnte beispielsweise durch eine allen Druckaustauschern gemeinsame Zu- und Ableitung oder durch mehrere sol cher Leitungen geschehen, wobei wieder be liebige Gruppen von Druckaustauschern zu sammengefasst sein können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gasturbinen-Anlage mit mehrstufiger Verdichtung von Luft, gekennzeichnet durch die Vereinigung von Turbomaschinen mit mindestens einem Zellenrad-Druekaus- tauscher als Oberstufe. UNTERANSPRÜCHE: 1. Gasturbinen-Anlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Turbogebläse (1) Luft vorverdichtet und in einem Zellenrad-Druckaustauscher (6) nachverdichtet wird und mindestens ein Teil des Arbeitsgases im Zellenrad-Druck- austauscher (6) vorentspannt und in einer Turbine (18) nachentspannt wird.2. Gas.turbmen-Anlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Turbine (18), in der mindestens ein Teil des Arbeitsgases nach entspannt wird, den Vorverdichter (1) an treibt. 3. Gasturbinen-Anlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Druckluft in zwei Teilströme getrennt ist, wovon einer über eine Brennkammer (13) mit den Verbren nungsgasen zum Zellenrad-Druekaustauscher (6) zurückströmt und der andere Nutzzwecken dient.4. Gasturbinen-Anlage nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 3, da durch gekennzeichnet, dass der über die Brennkammer (13) geführte Druckluft-Teil- strom weiter unterteilt ist in einen Brenn- luft- und in einen Kühlluftstrom für die Brennkammer.5. Gasturbinen-Anlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Arbeitsgas in zwei Teilströme getrennt ist, wovon, einer zum Zellenrad-Druchaustauecher strömt und der andere zu Nutzzwecken dient. 6. Gasturbinen-Anlage nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 3, da durch gekennzeichnet, dass die Nutzluft sich in mindestens einer Leistung abgebenden Maschine (20, 33) entspannt. 7.Gasturbinen-Anlage nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1, 3 und 6, da durch gekennzeichnet, dass die Leistung ab gebende Maschine, in der sich die Nutzluft entspannt, eine Anzapfturbine (20) ist, die mit der Abgasleitung (16) des Zellenrad- Druckaustauschers (6) in Verbindung steht, derart, dass Nutzluft aus der Turbine in die Abgasleitung (16) oder Abgas aus dieser in eine Stufe (21) der Turbine strömen kann (Fig. 1). B. Gasturbinen-Anlage nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 5, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorge sehen sind, um die Temperatur der Teil ströme des Arbeitsgases voneinander ver schieden zu halten. 9.Gasturbinen .Anlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die zur Entspannung mindestens eines Teils des Arbeitsgases be stimmte Turbine (18) eine regelbare Vor stufe (22) besitzt. 10. Gasturbinen-Anlage nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 9. da durch gekennzeiehnet, dass die Vorstufe (22) unier Umgehung des Zellenrad-Druckaus tausehers (6) an beiden Enden (25, 28) der Brennkammer angeschlossen ist, und dass in den Anschlussleitungen Einstellorgane (26, 29) vorgesehen sind, so dass die Vorstufe mit Druekluft oder mii Brenngasen oder einem beliebigen Gemisch beider beauf schlagt werden kann (Fig. 3). 11.Gasturbinen-Anlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildun g, dass wahlveise ein Teil der Drucklnft oder des Arbeitsgases in Kolbenmaschinen (33) entspannt werden kann (Fig. 6). 12. Gasturbinen-Anlage nach Patentan nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet. dass die Gase beim Übertritt aus dem Zellenrad-Drnckaustausc.her (6) in die U nter.tufc (18) Wärme an die Druekhift -,eben. <B>i</B> abt,
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