Elektrische Anlage mit einer magnetelektrischen Maschine mit mindestens zwei magnetischen Kreisen. Es ist bekannt, die nicht zur Erzeugung von Zündstrom ausgenützten Flusswechsel in dem magnetischen greis von magnetelek trischen Zündmaschinen zur Erzeugung von Lichtstrom auszunützen und zu diesem Zweck entweder die Primärwicklung der Zündanker in einen Lichtstromkreis einzuschalten, so lange sie nicht zur Erzeugung von Zünd funken benötigt wird, oder aber zur Er zeugung von Lichtstrom besondere Lichtwick lungen anzuordnen.
Eine wesentliche Steigerung der Licht- und Zündleistung derartiger Anlagen wird gemäss der Erfindung durch eine magnet elektrische Maschine mit mindestens zwei magnetischen greisen erreicht, bei welcher in mindestens einem der magnetischen greise ein Anker zur Erzeugung von Licht- und an Zündstrom liegt,
und bei welcher die Primärwicklungen der vorhandenen Zünd anker während der für die Erzeugung von Zündfunken nicht ausgenützten Flusswechsel Lichtstrom erzeugen.
In den Fig. 1 bis 4 der beiliegenden Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Er findungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 ein Teilschema einer Anlage mit einer magnetelektrischen Maschine mit zwei magnetischen greisen, in welche je ein Zünd- anker eingeschaltet ist.
In dem Stromkreis der Primärwicklung der Zündanker liegen zwei unter sich parallelgeschaltete Unter brecher zur Steuerung der in der Primär- wicklung erzeugten Stromstösse, Fig. 2 ein Schaltbild einer ein Magnet system gemäss Fig. 1 aufweisenden Zündein- richtung mit nur einem Unterbrecher zur Steuerung der Stromimpulse,
und die Fig. 3 und 4 zeigen Schaltbilder für Lichtzündanlagen, die ausser einem Zünd- anker noch eine besondere Lichtwicklung ent- halten und die ebenfalls ein Magnetsystem gemäss Fig. 1 aufweisen können.
In Fig. 1 ist a ein iltagnetgestell mit vier ausgeprägten Polen b, zwei permanenten Magneten c, einem um eine Achse d dreh baren Kraftlinienstück e und zwei Anker kernen f, von denen in der Abbildung nur einer enthalten ist, indem das Xagnetgestell auf der andern Seite abgebrochen dargestellt ist. Demgemäss ist auch von den beiden voll kommen gleichartigen -\Vicklungen auf den beiden Ankerkernen f und den zugehörigen Schalteinrichtungen nur eine dargestellt.
Die beiden Wicklungen enthalten je eine Pri märwicklung g und eine Sekundärwicklung h., an welche eine Zündkerze ,: angeschlos sen ist. Wird nun die dargestellte Ma schine beispielsweise als Zündmaschine für einen Zweizylindermotor mit zwei um 90 gegeneinander versetzten Zylindern verwen det, so ist in diesem Fall von den durch das Kraftlinienleitstück e bei jeder Umdrehung bewirkten je 13 Flusswechseln in jedem der beiden magnetischen Kreise nur je einer für die Erzeugung von Zündfunken erforderlich.
Die übrigen Flusswechsel können daher zur Erzeugung von Lichstrom unter Verwendung der beiden Primärwicklungen g ausgenützt werden. Die zu diesem Zweck vorgesehene elektrische Schalteinrichtung besteht aus einem Unterbrecher i mit einem parallel geschalteten Kondensator k, durch welchen Unterbrecher i der zur Erzeugung des Zünd- funkens in der Primärwicklung g fliessende Strom unterbrochen wird, und aus einem Unterbrecher 1, der zu dem Unterbrecher i parallel- und mit einer Glühlampe ika in Reihe geschaltet ist. Wie in der Abbildung an gedeutet ist,
sind die Unterbrechernocken i' und l' so ausgebildet, dass der Unterbrecher<I>i</I> ein,, nur kurze, der Unterbrecher 1 aber ein;- sehr lange Schliessungsdauer auf-,veist. Im einzelnen werden die Unterbrecher<I>i</I> und<I>1</I> so gesteuert, dass abgesehen von einer ganz kurzzeitigen Überdeckung immer nur einer von beiden geschlossen ist.
Das Offnen und Schliessen der Kontakte spielt sich in der Reihenfolge ab, dass, ausgehend von einem Betriebszustand, in welchem beide Unter brecher geöffnet sind, sich zuerst der Unter brecher l schliesst und während des grössten Teils einer Umdrehung des Kraftlinienleit- stückes e geschlossen bleibt. Während dieser Zeit werden die Flusswechsel in den magne tischen Kreisen lediglich zur Lichtstrom- erzeugung ausgenützt.
Wenn dann der Un terbrecher i geschlossen wird, öffnet sich der Unterbrecher l unmittelbar darauf und ist so lange geöffnet. bis sich bei geschlossenem Unterbrecher i. das Ankerfeld für den Zünd- vorgang aufgebaut hat und an den Zünd kerzen z beim Offnen des Unterbrechers i ein Zündfunken übergegangen ist. Hierauf wie derholt sich derselbe Vorgang in der an gegebenen Reihenfolge. Dadurch, dass der Unterbrecher l erst geöffnet wird, wenn der Unterbrecher i schon geschlossen ist, wird die Entstehung sogenannter falscher Fun den an den Zündkerzen z verhindert.
Bei diesem in Fig. 1 dargestellten Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes sind insgesamt zwei Zünd- und zwei Licht stromkreise vorgesehen. Sollten in einem besonderen Fall zwei Zündstromkreise, aber nur ein Lichtstromkreis erforderlich sein, so kann dieser zweckmässigerweise aus den bei den magnetischen Kreisen durch Parallel schalten der Primärwicklungen g während der nicht für die Zündung ausgenützten Flusswechsel gespeist werden, wodurch eine besonders starke Lichtwirkung erzielt werden kann.
Zum Stromlosmachen der Glühlampe 7n ist ein Schalter o vorgesehen, durch wel chen die Glühlampe in kurzgeschlossen werden kann.
Das in Fig. 2 ebenfalls nur für einen magnetischen Kreis dargestellte Schaltbild eines Zündlichtsystems ist gegenüber dem in Fig. 1 dargestellten dadurch vereinfacht. dass es nur einen einzigen Unterbrecher p aufweist. der nur im Zündzeitpunkt geöff net wird. im übrigen aber geschlossen bleibt. Die Primärwicklung g, der Unterbrecher und die Glühlampe jfa sind hintereinander geschaltet, so dass also der Primärstrom immer durch die Glühlampe na fliesst. wenn diese nicht etwa durch den Schalter o kurz geschlossen ist.
Bei den in Fig. 1 und 2 dargestellten Zündsystemen werden zwei magnetische Kreise zur Erzeugung von Zünd- und Licht strom ausgenützt. Ist im Gegensatz dazu nur ein magnetischer Kreis zur Erzeugung von Zündstrom erforderlich, so kann der andere zur Erzeugung von Lichtstrom allein ver wendet werden. Schaltbilder derartiger Lichtzündanlagen, bei denen während der für die Zündung nicht ausgenützten Flusswechsel die Primärwicklung eines Zündankers zu einer selbständigen Lichtwicklung parallel geschaltet wird, sind in Fig. d und 4 dar gestellt.
Die Zündlichtmaschine der Anlage ge mäss Fig. d enthält wieder einen Zündanker mit einer Primärwicklung g und einer Se kundärwicklung la, welcher beispielsweise in den einen magnetischen Kreis eines in Fig. 1 dargestellten Magnetsystems eingeschaltet sei. Zur Unterbrechung des Primärstromes dient dabei der Unterbrecher r. In den zwei ten magnetischen Kreis des Magnetsystems ist nur ein Lichtanker q eingeschaltet, an welchen eine Glühlampe in angeschlossen ist, die durch einen Schalter o kurzgeschlossen werden kann. Bei geöffnetem Schalter o wird also die Glühlampe na dauernd durch Strom aus dem Lichtanker q gespeist.
Um die nicht zur Erzeugung von Zündfunken ausgenütz ten Stromstösse in der Primärwicklung g des Zündankers zur Verbesserung der Licht leistung verwenden zu können, ist ein zwei ter Unterbrecher s vorgesehen, durch welchen die Primärwicklung g des Zündankers wäh rend der nicht zur Erzeugung von Zünd funken ausgenützten Flusswechsel zu der Lichtwicklung q parallelgeschaltet und da durch die Lichtleistung der auf einen Licht stromkreis beschränkten Maschine verbessert wird. Wie bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind auch die Unter brechernocken r' und s' so geformt, dass sich für den Unterbrecher s eine sehr lange und für den Unterbrecher r eine sehr kurze Schliessungsdauer ergibt.
Zur Vermeidung von falschen Funken ist die Schaltfolge der Unterbrecher r und s auch in diesem Falle so getroffen, dass der Unterbrecher s erst geöffnet wird, wenn der Unterbrecher r schon geschlossen ist.
Auch bei einer so aufgebauten Zünd- lichtmaschine besteht die Möglichkeit, nur mit einem einzigen Unterbrecher auszukom men. In Fig. 4 ist der Unterbrecher mit t bezeichnet und mit einem durch den Unter- brechernocken t' gesteuerten Umschalter kom biniert.
Seine Wirkungsweise ist aus Fig. 4 ohne weiteres ersichtlich und dadurch ge geben, dass die Primärwicklung g des Zünd ankers während der nicht zur Erzeugung von Zündfunken ausgenutzten Flusswechsel im magnetischen Kreise des Zündankers zu der Lichtwicklung q parallelgeschaltet wird. In dem Lichtstromkreis sind die Lichtwicklung q und die Lampe 7n dauernd hintereinander geschaltet, so dass bei geöffnetem Schalter o die Glühlampe m dauernd von Strom durch flossen ist.